Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nicole koppandi:
Wow, was für eine Graphic Novel
Die Geschichte reicht von seinen musikalischen Anfängen mit unterschiedlichen Bands, über den Aufstieg und das Ende von David Bowies Alter Ego Ziggy Stardust und endet mit dem Album „Diamond Dog“, also von 1967 bis 1973.
Ziggy Stardust wird der Graphic Novel am meisten Platz eingeräumt, hat doch fast jede und jeder das Bild von ihm aus dieser Zeit im Kopf: David Bowie mit orangen Bürstenhaarschnitt, Glitzerkostüm und geschminkt – das ist Ziggy Stardust.
Mit ihm kam auch die Zeit des Glitzer und des Glam in die Rock- und Popkultur.
David Bowie war eine Ikone der Popkultur und dem wird hier absolut Rechnung getragen.
Beschrieben werden die Einflüsse, die David Bowies Schaffen prägten wie zB Mondlandung (Space Oddity), der Film Clockwork Orange und viele Bands, Sänger und Künstler wie Andy Warhol, Iggy Pop, Elton John, Alice Cooper, Elvis Presley. Berühmte Konzerte werden in Szene gesetzt und auch sein privates Leben – herrrrrrrlich. Es wird gezeigt, wie wandelbar und einzigartig David Bowie war.
Die bunten Bilder sind genial und sein Leben wurde traumhaft illustriert, einfach eine sehr gut gemachte Graphic Novel.
Rezensionen von nicole koppandi:
Poetisch, ruhig und doch ganz stark
Offene See von Benjamin Myers
Nord-England, 1946: Der 2. Weltkrieg ist gerade vorüber, spürbar ist der Krieg jedoch noch allemal. Der 16-jährige Robert möchte, bevor er in die Fußstapfen seiner Vorfahren tritt, das Meer sehen. Danach wird er unter Tage arbeiten und Kohle abbauen, ein Mädchen aus seinem kleinen Dorf heiraten und Kinder bekommen.
Er macht sich auf Wanderschaft und nimmt den Weg Richtung Süden. Es ist Frühling und genau die richtige Jahreszeit für einen Aufbruch. Robert weiß es noch nicht, aber es ist auch ein Aufbruch in ein völlig neues Leben und danach wird er ein anderer sein.
Nach mehreren Wochen kommt an dem Cottage der älteren und unkonventionellen Dulcie vorbei und die nimmt ihn ganz selbstverständlich bei sich auf. Bis zum Herbst bleibt er und lernt jede Menge übers Leben bei ihr. Dulcie ist für ihn eine Erweiterung seines Horizontes, wie er es sich in der Schule gewünscht hatte: sie bringt ihm die Literatur und Lyrik nahe, er isst zum ersten Mal Hummer und kannte bis dato auch keine Zitrone.
Der Roman ist sehr poetisch und ruhig geschrieben. Ich war sehr fasziniert von den Beschreibungen der Jahreszeiten und wie gut diese in die Lebensgeschichte von Robert eingebettet waren: im Frühling der Aufbruch, im Sommer hat er sich zu seiner Höchstform entwickelt, im Herbst der Abschied und im Winter die Trostlosigkeit der eigenen Heimat, ein genialer Kniff des Autors.
Es geht um eine ungleiche Freundschaft, in der beide sich aneinander bereichern, es geht um das Leben an sich und das man wirklich das Leben leben muss, das man sich vorstellt und nicht aus unterschiedlichen Gründen die Vorstellungen von anderen lebt, denn nur dann wird man ein zufriedenes Leben führen.
Rezensionen von nicole koppandi:
Sehnsuchtsort Grado
Grado im Mondschein von Andrea Nagele
Bitte alle lesen die Sehnsucht nach dem Meer haben, nach Italien, nach Pasta und dolce far niente.
Die Vorbereitungen für die Hochzeit von Maddalena Degrassis Mutter mit Commandante Scaramuzza sind im vollen Gang. Ganz standesgemäß soll diese im wunderschönen Schloss Strassoldo stattfinden. Maddalena kann dieser Hochzeit ja nicht unbedingt etwas abgewinnen, schließlich heiratet ihre Mutter ihren Chef und zu dem hat sie ein eher unterkühltes Verhältnis.
Zoli, Degrassis Mitarbeiter, hat tatsächlich eine Freundin – Maria Maddalena, nicht wie alle im Kommissariat dachten, dass dies nur bla bla von ihm ist, eine Erfindung. Maria Maddalena ist aus Sizilien von ihrem Freund in den Norden Italiens zu Zoli geflüchtet und möchte mit ihm zusammenzuleben. Ihr Freund jedoch lässt sich so etwas nicht einfach gefallen, noch dazu besitzt er die Macht, „alte Freunde“ daran zu erinnern, dass sie ihm noch etwas schulden. Zoli und seine Maria Maddalena sind auch zur Hochzeit in Strassoldo eingeladen...und dann folgt der große Show Down...
Der fünfte Grado-Krimi von Andrea Nagele ist wohl der spannendste und für mich das Buch, um mich ein bisschen von der Krise abzulenken.
Mein Sehnsuchtsort Grado liegt ca 180 km von mir daheim entfernt, also keine zwei Autostunden. Ganz oft steigen wir mit Freunden oder der Familie ins Auto, mal spontan, mal geplant und fahren auch für nur einen Tag hinunter. Grado ist so nett, so klein, mit einer atmosphärischen Altstadt, Lagunen, mit lässigen Lokalen und Bars – Grado hat echt Flair. Ein Cappuccino, ein Aperol, eine gute Pasta oder Meeresfrüchte und man hat das Gefühl, man ist ganz weit weg und es fühlt sich wie Urlaub an, auch wenn man nur für einen Tag bleibt. Wir machen das ganz oft, nicht im Sommer, sondern vorher und nachher, wenn nicht viele Touristen dort sind.
Heuer war ich noch nie dort (sonst um diese Jahreszeit war ich immer schon 3, 4 oder 5x dort) und ich vermisse es echt. Mit dem Roman, bei dem ich mein Kopfkino eingeschaltet hatte, bin ich durch Grado spaziert und habe es mir ein bisserl heimgeholt.
Rezensionen von Emmmbeee:
Dorfleben und Liebeswirrungen
Wie uns die Liebe fand von Stihlé Claire
Madame Nan und ihre vier Töchter schmeissen mit vereinten Kräften einen Dorfladen im Elsass. Im Ort kennt jeder jeden, und alle Belange werden gemeinsam durchgehechelt. Als es bei einigen Personen mit der Liebe nicht klappen will, wird nachgeholfen. Mit Voodoo, sprich Liebesbomben, welche innerhalb der Familie hergestellt werden.
Und siehe da – es wirkt!
Die Autorin Claire Stihlé führt ihre Leser durch verschiedene Zeitebenen im Leben ihrer Hauptprotagonistin: in die Jugend, die ersten Jahre der Mutterschaft und das hohe Alter, aus dem sie zurückblickt auf die Vergangenheit. In der Ich-Form geschrieben, wird der Leser immer wieder direkt angesprochen: «Das kann ich Ihnen sagen!»
In diesem Roman geht es um Zusammengehörigkeit, Familiensinn, ums Essen und um die Liebe. Und weil nicht alles so ganz der Wirklichkeit entsprechen kann, erhält das Buch etwas Märchenartiges. Nicht ganz glaubhaft ist für mich auch die Schilderung, wie Madame Nan sich in Monsieur Boberschram verliebt haben soll. Keine grossen Fragen des Lebens werden behandelt. Es ist eher das fröhliches Plätschern eines Wiesenbaches als ein Tauchgang in die Tiefen des Meeres. Sympathisch geschildert ist die ganze Familie, samt künftigen Schwiegersöhnen. Der Spannungsbogen ist mässig, die Sprache locker-leicht. Ein nettes Buch, ja. Ich empfehle es allen, die einfach ein wenig abschalten wollen.
Rezensionen von yellowdog:
Leben und Kritik
Wie uns die Liebe fand von Stihlé Claire
Das Buch enthält ein langes Interview mit dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki aus dem Jahr 1985. Das Gespräch führte Paul Assall.
Das Interview ist damals nicht erschienen, wird hier also mit erheblicher Verspätung herausgegeben.
Hauptthema ist das biografische, das Leben von MRR, seine Jugend und Deportation, dem Leben im Getto, Leben in Polen nach dem Krieg und seine Rückkehr nach Deutschland, wo er ein wichtiger Kritiker wird.
Damit ist es auch ein Buch über Deutschland.
Immer wieder wird die Rolle und Bedeutung der Literaturkritik thematisiert.
Auch Jahre nach seinem Tod ist Marcel Reich-Ranicki immer noch unvergessen.
Rezensionen von LadyIceTea:
Urlaub für die Seele
Die Zeit der Glühwürmchen von Patricia Koelle
Es sind Bilder von Glühwürmchen, Schmetterlingen, Bienen und Libellen auf einem alten, wunderschön gearbeiteten Sekretär, die Journalistin Taru und die junge Studentin Remy dazu inspirieren, ihren Traum zu verwirklichen. Da diese zarten Insekten in der heutigen Zeit bedroht sind, wollen die beiden Frauen einen Garten bauen, um all den selten gewordenen Lebewesen ein Zuhause zu geben.
Auf der Insel Rügen planen sie einen magischen Ort, der seinen Zauber entfaltet und Kraft spendet. Aber wird es ihnen gelingen, andere Menschen mit ihrer Idee zu berühren? Taru und Remy müssen ihr Herz öffnen, um den Inselgarten zum Leben zu erwecken.
„Die Zeit der Glühwürmchen“ von Patricia Koelle ist der wunderbare Auftakt ihrer neuen Inselgärten-Reihe. Schon über das Cover habe ich mich gefreut. Es passt super zu den anderen Büchern der Autorin und fügt sich im Bücherregal richtig gut ein. Dazu sind auf dem Cover kleine glitzernde Glühwürmchen, die das Ganze besonders machen.
Die Geschichte dreht sich vor allem um Taru und Remy aber auch um neue und alte Freunde, die die zwei während ihres Abenteuers begleiten.
Taru ist in der Mitte ihres Lebens und findet grade wieder zu sich. Durch die Gartenidee und die Menschen die damit verbunden sind, muss Taru sich ihrer Vergangenheit stellen und wieder zu sich finden. Dadurch darf der Leser nicht nur die Gegenwart erleben, sondern auch einiges aus ihrer Vergangenheit erfahren. So erhält das Buch auch noch eine ziemlich spannende und gleichzeitig berührende Seite.
Remy und Taru sprühen beide voller Energie und Kreativität. Ihren Werdegang und die Entwicklung ihrer Träume zu verfolgen hat richtig Spaß gemacht. Ich hatte manchmal das Gefühl ebenfalls mit in Tarus Garten zu sitzen oder mit ihnen über die Insel Rügen zu streifen.
Die Geschichte zaubert eine Wärme hervor und hat dafür gesorgt, dass ich mir die ein oder andere Nacht lesend um die Ohren geschlagen habe.
Ich habe hier wieder die Bestätigung erhalten, dass Patricia Koelle zu meinen Lieblingsautorinnen gehört. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
Rezensionen von rewareni:
Der blanke Horror
Tod im Kontinuum von Edgar Achenbach
Eigentlich hat sich Alina den ersten Schultag an ihrer neuen Schule ganz anders vorgestellt. Niemand hätte ahnen können, dass brutale, bewaffnete Männer ihre Klasse als Geisel nehmen werden. Doch das Schlimmste ist, dass scheinbar durch ihre Schuld ihre Mitschülerin Sarah erschossen wird. Selbst ein Jahr später kann sich Alina immer noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass es an ihr gelegen ist, dass Sarah getötet wurde.
Dass sie sich nicht mehr bei Sarah entschuldigen kann, weiß Alina, als es aber zu brutalen Morden in ihrem Freunden – und Bekanntenkreis kommt spürt sie, dass der Täter ein perfides Katz- und Mausspiel mit ihr spielt. Und plötzlich muss Alina unschöne Situationen immer und immer wieder erleben die sie oft an ihre Grenzen bringen wird und die man mit seinem Verstand im Grunde gar nicht wirklich erfassen kann.
In dem Roman ,, Tod im Kontinuum“ von Edgar Achenbach, wird der Leser in einen besondere Strudel des Horrors hineingezogen, in dem die jugendlichen Protagonisten einiges an seelischen und körperlichen Schmerzen erleiden müssen. Der Plot Twist überrascht den Leser ständig und man weiß nie wirklich, was auf einen zukommt. Die Jugendliche bedienen sich immer wieder einer leicht flapsigen Ausdrucksweise, trotzdem ist der Roman flüssig zu lesen. Man ist als Leser teilweise ein wenig geschockt, ob der Tötungsarten, die die Protagonisten erleiden müssen. Wie der Autor das umgesetzt hat war originell und spannend und der Leser wird dabei gefordert, nicht den Überblick zu verlieren, wenn Alina ihren Schicksalstag immer wieder auf eine andere Art und Weise erleben muss. Spannung von Beginn bis zum Ende ist garantiert.
Rezensionen von heinoko:
Das Gelächter der Kadaver
Das wirkliche Leben Roman. Gebunden. von Dieudonné Adeline
Ein Roman, härter und brutaler und grausamer als jeder mir bekannte Thriller. Ein Roman, der mit Peitschenhieben durch die Seiten treibt. Ein ganz und gar unglaublicher Debüt-Roman, der absolut nicht geeignet ist für empfindsame Leser.
Das zehnjährige Mädchen, die Ich-Erzählerin ohne Namen, und ihr kleiner Bruder Gilles leben in einer uniformierten Reihenhaussiedlung.
Die Mutter wird beschrieben als eine Amöbe, ein graues, unsichtbares Nichts. Der Vater dagegen hat große Leidenschaften, nämlich die Jagd, Fernsehen, Whisky und in Prügeln sprechende Wutanfälle. Als eines Abends vor den Augen der beiden Kinder ein entsetzliches Unglück passiert, verändert sich das Leben schlagartig. Das glockenhelle Lachen von Gilles stirbt für immer. Und das Mädchen kämpft mit aller Kraft darum, dieses Lachen wieder zurückzuholen. Ihre überragende Intelligenz und ihr Mut helfen ihr, sich eine ganz eigene Welt zu konstruieren, eine Welt der Hoffnung, tief verborgen vor Mutter und Vater. Doch im Verlauf der Zeit entwickelt sich nicht nur ihr Geist, sondern auch ihr Körper, was ihrem Vater nicht verborgen bleibt.
Was für eine Sprache, so unerschütterlich direkt, so unfassbar gewaltig, geradezu von brachialer Kraft. Aber auch Feines erspürend, wenn zum Beispiel die Autorin innerseelische Vorgänge über das differenzierte Schildern von Gerüchen zum Ausdruck bringt. Der Roman benutzt unglaublich starke Bilder, die mit ungebremster Wucht direkt zum emotionalen Zentrum des Lesers vorstoßen, Flucht unmöglich. Und diese intensiven Bilder hinterlassen Einschusslöcher im Kopfkino, wie Kriegswunden, unheilbar. Dazu wirken die kurzen Kapitel wie Schlaglöcher, in die der Leser rumpelnd hineinstürzt und die ihn immer wieder fast zu Fall bringen. Ein Roman, der mit unfassbar großer literarischer Kraft „das wirkliche Leben“ in der ganzen Bandbreite von schön bis schrecklich auf 230 Seiten bannt.
Rezensionen von begine:
Eine abstrackte Geschichte
Da sind wir von Graham Swift
Der britische Schriftsteller Graham Swift ist ein Spezialist für seelische Probleme.
„Da sind wir“ ist ein magischer Roman.
Ronnie Dean wird wegen den Bombenhagel aufs Land evakuiert. Sein Schicksal, ist das erste mal, das die Kinder nicht leiden müssen.
Er wird wie ein eigenes Kind aufgenommen.
Von Erik lernt er das Zaubern.
Dadurch wird der Roman etwas abstrakt.
Als Ronnie eine Assistentin Evi bekommt, treten sie auf und werden bekannt. Mit dem Entertainer Jack werden sie ein Dreigespann.
Die Geschichte geht etwas durcheinander. Man muss aufpassen wer gerade spricht und welche Zeit es gerade ist.
Dann geschieht ein Rätselhafte Geschichte. Ich hätte gerne mehr von Ronnie erfahren.
Die Geschichte ist vielschichtig und interessant und geht über 50 Jahre.
Der Roman ist rätselhaft und wunderbar.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin Hannah, 12 Jahre aus Ellbögen,
Agatha Merkwürdens Racheblumen Gebunden. von Skinner Nicola
Ohne erkennbaren Grund spaltet sich plötzlich die Terrasse von Melissa. Dort findet sie ein Samenpäckchen. Sie und ihre Freundin Nia säen die Samen in einem Topf aus. Ihre Enttäuschung ist groß als nichts wächst. Sie kommen auf die glorreiche Idee, die Samen auf ihren Köpfen auszusäen. Plötzlich wachsen Blumen und Gemüsepflanzen daraus.
Da die Pflanzen „Selbstsäer“ sind, sprießen nun auf jedem Dorfbewohnerkopf solche Pflanzen. Die Verwirrung ist groß, Reporter versuchen die Betroffenen zu interviewen, die ganze Welt sucht nach einem Gegenmittel und das Chaos nimmt seinen Lauf.
Für Leseratten, die ein turbulentes „Drunter und Drüber“ lieben, ist dieses Buch perfekt. Das Buch ist in einem ungewöhnlichen Schreibstil verfasst, aber mit der Zeit hat mir diese Art sehr gut gefallen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen, da mir das Ende nicht so gut gefallen hat.









