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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Dana:

direkt, gefühlvoll, erschütternd und gleichzeitig ergreifend

Drahtseiltänzer von S. B. Sasori

Noah hatte sich seine Sommerferien eigentlich anders vorgestellt, aber als sich ihm die Chance bietet spontan mit seinem Onkel in die Toskana zu fahren, schlägt er das Angebot nicht aus. So entkommt er der angespannten Situation zu Hause, der Vergangenheit und den Gefühlen seiner Eltern, die nach seinem Outing ein wenig in Schieflage geraten sind.

Ein paar schöne Stunden unter der italienischen Sonne hatte er sich erhofft, doch bekommen hat er etwas ganz Anderes. So viel mehr, aber auch viel weniger Entspannung, als eigentlich gedacht und am Ende ist das Chaos in ihm und um ihn herum noch viel größer, als vorher.

Viel zu lange hat dieses Buch auf dem SuB darauf gewartet von mir gelesen zu werden und nun endlich habe ich es befreit und es absolut genossen. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und mag ihren Stil sehr gern, auch wenn er vielleicht nicht für jeden etwas ist. Auch in diesem Werk hat sie mich nicht enttäuscht. Es wird derb, erschütternd, emotional, aufwühlend, chaotisch, direkt, aber auch immer wieder einfach wunderschön und herzerwärmend. Wer vor expliziten Szenen, ungeschönten Momenten, ehrlichen Worten und den tiefen, aufrichtigen, zugleich vernichtenden, als auch haltspenenden Gefühlen zweiter Männer zurückschreckt, der sollte die Finger von dem Buch lassen. Wer jetzt neugierig ist, für den könnte die Geschichte etwas sein.

Ciro und Noah haben sich mitten in mein Herz gesetzt. Beide Charaktere sind einfach toll, mit reichlich Ecken und Kanten, mit Problemen, Macken, Wünschen, Träumen, Hoffnungen, gefangen in Zwängen und Zweifeln. Auf den ersten Blick erscheint Noah als deutlich stärkerer Protagonist, nicht nur körperlich, sondern auch mental. Und in gewisser Weise zieht sich das durch das gesamte Buch, aber in Ciro schlummert auch eine ganz besondere Stärke, die man nicht unbedingt sofort sieht. Aber Ciro ist auch verletzlich, unsicher und durch sein Leben ein wenig aus dem Gleichgewicht geraten. Und doch ist er einfach großartig, mutig und das nicht nur beim Tanz auf dem Seil, sondern auch bei den anderen Dingen, die er erträgt, die er duldet, die er schluckt, weil sich der Ausweg im Moment eben auch einfach nicht bietet.
Gemeinsam ergeben Ciro und Noah eine emotional aufgeladene, explosive Mischung, die einen mit nimmt auf eine turbulente, überraschende Achterbahnfahrt, die immer wieder auch Einblicke in die Abgründe ihrer Seelen liefert. Dieses Buch ist voller Leid und Schmerz, Kummer und Zweifeln und daneben scheint trotzdem die Sonne, es gibt so tolle Momente, Gespräche oder auch einfach nur Gesten, die deutlich machen, dass es manchmal einfach mehr als tausend Worte sagt, jemanden zu halten und für ihn da zu sein.
Klingt alles noch ein wenig wirr und unverständlich? Nun ich will hier nicht spoilern, euch aber trotzdem versuchen die Bandbreite an Gefühlen, Elementen, tollen und aufwühlenden Situationen zu schildern. Mit Ciro und Noah wird es nie langweilig und auch wenn die Dinge, die man mit ihnen erlebt und über sie erfährt, nicht alle leicht zu schlucken sind, so hat sich für mich doch jede Seite gelohnt.

Gut gefallen hat mir auch der Vergleich mit der Situation auf dem Drahtseil, beziehungsweise auf dem Drahtseil mit dem Leben. So zieht sich der Name durch das Buch wie ein roter Faden. Es hat einen direkten Bezug zu Ciro, denn er läuft über dieses Seil, wieder und wieder. Aber auch außerhalb der Arbeit taucht es immer wieder auf. Ich mochte diese Assoziationen dazu, es hat vieles sehr schön veranschaulicht und gleichzeitig die Dramatik in manchen Situationen noch verstärkt.

Die Geschichte wird sowohl aus der Perspektive von Ciro, als auch aus der von Noah geschildert. So hat man die Möglichkeit beide Protagonisten sehr intensiv zu begleiten und direkt in ihre Köpfe zu schauen. Die Kämpfe, die sie mit sich selbst austragen, sind teilweise noch größer, als die, die sie nach außen hin austragen müssen. Durch die Ich-Perspektive erlebt man auch all ihre Gefühle hautnah mit, was das ganze noch intensiver und authentischer macht.
Fazit

Ein Buch, das einfach unter die Haut geht, auf ganz verschiedene Weise. Das Zusammentreffen und Kennenlernen von Ciro und Noah war ziemlich spontan, die folgen für beide verheerend. Der Kampf um Anerkennung, um Respekt, Verständnis und einfach darum, sein und leben zu dürfen, wie man ist und sich fühlt, nimmt viel Platz im Buch ein und wurde auf eine Art beschrieben, die einen erst innerlich zerreißt und dann wieder heilt. Der Schreibstil der Autorin ist direkt, ehrlich, beschönigt nicht, wo es nichts schön zu reden gibt und transportiert trotzdem oder gerade deswegen enorm viele Emotionen. Und obwohl ich öfter schlucken musste und die Protagonisten in den Arm nehmen wollte, um ihnen zu zeigen, dass da noch mehr Menschen sind, die für sie da sind, liebe ich die Sasori-Bücher einfach.

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Rezensionen von Dana:

spannend, aber auch kleine Schwächen

Drahtseiltänzer von S. B. Sasori

Gerichtsmedizinerin und Kinderärztin Sara Linton findet eine aufgeschlitzte Frau auf der Toilette eines Restaurants. Brutal zugerichtet und ohne die Chance auf eine Rettung. Und was das ganze noch ein bisschen grausamer macht: Sara kennt die junge Frau, die in ihren Armen verblutet. Die gesamte Stadt ist erschüttert und auch die Polizei hat ein persönliches Interesse daran den Fall möglichst schnell aufzuklären, denn das Opfer ist die Schwester einer Mitarbeiterin.

Umso tiefer die Beamten in den Fall eintauchen, umso mehr grausame Details kommen ans Licht. Und es geraten weitere Frauen in Gefahr…

Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen. Nachdem man kurz etwas über Sara Linton erfährt, geht es auch schon direkt los mit dem ersten Opfer. In dieser Szene wird nicht an Blut und Brutalität gespart und auch in den nachfolgenden Ermittlungen gibt es immer wieder Momente, die erschütternd und grausam sind. Für schwache Nerven sind diese Details sicherlich nichts, ich empfand es aber nicht als „schlimmer“, als ich es aus anderen Thrillern kenne. Es gibt der Handlung auf jeden Fall gleich eine ziemlich blutige Note.

Der Stil des Buches hat mir gut gefallen. Besonders gelungen empfand ich die Kombination aus dem Kriminalfall und den persönlichen Einblicken in das Leben der Figuren. Ich mag es immer ganz gern, wenn man auch in einem Krimi oder Thriller ein wenig was von den Menschen weiß, die dort ermitteln, untersuchen oder einfach beteiligt sind, besonders bei denen, die im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Denn ihre Erfahrungen, Erwartungen und Charakterzüge haben ebenfalls Einfluss auf die Entwicklung der Handlung. Bei all den Grausamkeiten, die der Täter seinen Opfern antut, war es manchmal auch einfach eine willkommene Abwechslung ein wenig Abstand davon zu bekommen, ohne zu weit weggeführt zu werden. Auch die Entwicklungen zwischen Jeff und Sara haben mir einfach gut gefallen. Die beiden verbindet schon eine längere Geschichte und es kocht immer wieder hoch. Dabei sind sie nicht immer ehrlich, aber irgendwann wird doch klar, was sie eigentlich wollen und wieso auch wieder nicht. Daher waren die kleinen Episoden, in denen es nicht direkt um den Mordfall ging, für mich trotzdem interessant zu verfolgen und haben einen guten Blick auf zwei der Protagonisten gegeben.
Andere Szenen sind geprägt von Brutalität, Blut, Leid und Qual und machen sehr deutlich, was den Frauen angetan wurde. Es ist immer wieder erschreckend zu was Menschen fähig sind und doch weiß man genau, dass nichts davon aus der Luft gegriffen sein müsste, denn Gewaltverbrechen gibt es ja auch in der Realität mehr als genug. Im Verlauf des Buches werden verschiedene Abgründe offenbart und auch wenn man in einem Thriller natürlich damit rechnet, dass da jemand kranke Fantasien oder eine grenzenlose Mordlust hat, war ich doch wieder erschrocken, was manchen Menschen in den Kopf kommt.

Insgesamt gab es mir zu viele Fachbegriffe, besonders was den medizinischen Bereich anging. Ja, Sara ist Ärztin, man begleitet sie teilweise bei ihrer Arbeit und sie macht zusätzlich auch Atopsien, auch die für diesen Fall relevanten. Dass es da nicht ganz ohne Fachbegriffe zugeht, ist sicher verständlich, einiges ergibt sich ja auch einfach aus der Handlung. Hier hat es aber in einigen Szenen einfach Überhand genommen. Ich bin Krankenschwester, ich habe alles von dem verstanden, was sie im Krankenhaus unternehmen, was sie herausfinden und so weiter, aber für Laien dürfte es an einigen stellen schon etwas schwierig gewesen sein. Noch dazu kommt, dass die größte medizinische Szene fachlich nicht komplett korrekt war. So was nervt mich in Büchern. Wenn man schon so detailliert werden muss, dann sollte es doch bitte auch richtig sein. Für mich hat es in dieser Passage auch etwas von der Spannung genommen, weil ich mich immer fragen musste „was machen die da, warum machen die das, was soll das“… Das ändert nichts daran, dass mir das Buch insgesamt trotzdem ganz gut gefallen hat, es ist aber einer meiner Kritikpunkte, der anderen vielleicht nicht auffällt, mir aber wichtig war zu erwähnen.

Nicht jedes Detail in der Handlung wurde am Ende auch aufgeklärt. Es gab Dinge, die angedeutet, teilweise auch recht deutlich angedeutet wurden, anderes schien etwas unbeantwortet zu bleiben. Ob diese Aspekte in den Folgebänden noch mal aufgegriffen werden, weiß ich nicht, da ich den Fortgang der Reihe nicht kenne. Bei der einen oder anderen Sache würde ich darauf hoffen, damit es nicht so ganz in der Luft hängt. Es sind aus meiner Sicht jetzt keine dramatischen Elemente gewesen, ich bin nur einfach neugierig und hätte es gern gewusst. Bei den persönlichen Entwicklungen der Charaktere bin ich mir relativ sicher, dass diese im Verlauf der Reihe weiter geführt werden, hier wäre es schade gewesen, wenn sich schon alles zu Beginn geklärt hätte. Schließlich sind diese Passagen auch wichtig im Buch und haben für mich einen Rahmen um die Ermittlungen gebildet.

Die Stimme von Nina Petri ist passend für die Geschichte und die teilweise sehr düstere Atmosphäre in dem Thriller. Leider muss ich aber sagen, dass mir besonders die Gesprächspassagen bis zum Ende zu monoton und emotionslos waren. Es gab kurze Szenen, in denen es etwas besser war und die Gefühle der Sprechenden auch transportiert wurde, die meiste Zeit klangen sie jedoch gleich, unabhängig davon ob sie aufgebracht, wütend, enttäuscht oder völlig im Delirium waren. Mit der Zeit hat man sich beim Hören daran gewöhnt und einfach auch nicht mehr erwartet, dass da mehr kommt, schade war es aber dennoch. Zu Beginn empfand ich es auch als nicht so einfach die Charaktere anhand der Stimme auseinander zu halten, auch hier klang vieles einfach sehr ähnlich. Das wurde im Verlauf der Geschichte etwas besser und es ist aus der Handlung an sich auch eigentlich immer ersichtlich, wer sich da gerade äußert.
Fazit

Einige Kritikpunkte habe ich an der Handlung und der Vertonung, aber insgesamt muss ich sagen, hat mir die Geschichte trotzdem gut gefallen. Ich war gespannt, wie es weitergeht, neugierig auf weitere Details und Ermittlungserfolge und auch die Figuren an sich, zumindest die Protagonisten, haben mir gut gefallen. Vom Rest erfährt man nicht so sehr viel. Es würde mich jetzt auf jeden Fall nicht davon abhalten die Reihe weiter zu verfolgen, auch wenn ich nicht mit allem ganz glücklich und einverstanden war.
Es wird blutig und grausam, es ist erschreckend und auch spannend gewesen. Die persönlichen Entwicklungen waren für mich gelungen in die Handlung integriert und so bildete sich doch ein recht stimmiges Bild.

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Rezensionen von barbara.liest:

Eine Sachertorte geht immer

Kann Gelato Sünde sein? von Tessa Hennig

Unterhaltsam, kalorienreich und romantisch ... so würde ich dieses Buch in drei Sätzen beschreiben.

Tessa Henning hat in gewohnt humorvoller Manier die Geschichte von Emilia und ihrer Tochter Julia geschrieben.

Emilia ist alleinstehend und ihre Leidenschaft ist die Backkunst. Sie möchte zu ihrem eigenen 60.

Geburtstag eigentlich ihre Tochter Julia überraschen, die in Italien studiert. Dort angekommen erwarten sie sehr viele Überraschungen, die schlussendlich alle positiv sind.
Von der zum Agritourismo umgebauten alten Scheune, über die Reaktivierung einer alten Bäckerei bis zu einer Bürgermeisterkandidatur kommt alles vor im kleinen italienischen Dorf wo die Menschen alle alt und gesund werden sollen.
Diese Rechnung geht allerdings nicht auf nachdem Emilia köstliche Torten und Eistorten verkauft.
Die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz, weder bei Mutter noch bei Tochter.
Eine tolle Lektüre für laue Sommerabende wenn man einen Eisbecher in der Nähe hat.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Wie uns die Liebe fand

Kann Gelato Sünde sein? von Tessa Hennig

Die Aufmachung des Buches, insbesondere die schöne haptische Covergestaltung machen neugierig auf das Buch und versprechen eine besondere Zartheit. Ich habe anhand des Covers und des Klappentextes eine einfühlsame und mitreißende Familiengeschichte erwartet - und wurde leider enttäuscht.
Die Story wird aus Sicht der inzischen beinah 93-jährigen Madame Nan erzählt.

Die gewählte Sprache ist leicht flapsig, hier und da mit (fast schon bösen) Witzen gespickt und insgesamt eher umgangssprachlich. Von Zeit zu Zeit wird der Leser direkt angesprochen - das muss man mögen - ich finde, in diesem Rahmen passt es gut zum Storytelling. Ab und an wird etwas Elsässisch eingeworfen - was mich vor Herausforderungen gestellt hat, denn nciht immer habe ich verstanden, was dort stand. Dennoch macht es die Story ein wenig authnetischer.
Die Handlung konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Ich habe durch den Klappentext und auch die Leseprobe etwas anderes erwartet. Ich habe mehr Gefühl, mehr Spannung und weniger alltägliche Banalität erhofft. Denn insgesamt konnte mich die Story auf keiner einizigen Buchseite richtig fesseln und mitreißen. Die "starken Frauen" und die "bewegte Vergangenheit", sowie das Gehemnis um M Boberschram und Mme Nan haben sowohl stärkere Charaktere, als auch spannendere Wendungen verhießen. Auch die, im Klappentext angedeutete, angespannte politische Lage des Elsass wurde für meinen Geschmack zu geringfügig in den Fokus genommen - so war ich dann doch sehr erstaunt auf den letzten Seiten beinah pathetische Sätze zu lesen, wo vorab wenig tief auf eben solche eingegangen wurde.
Die Darstellung der Protagonisten war für mich nicht tiefgehend und facettenreich genug, bei der Fülle der Menschen vielleicht auch nur schwerlich realisierbar, aber dennoch dadurch nicht authentisch. Schade!

Dieses Buch konnte meinen Erwartungen insgesamt nicht gerecht werden - sowohl die Charktere als auch die Handlung war mir zu banal und zu oberflächlich. Ich konnte mich nicht in die Welt um Bois-du-Val einlassen und habe mit dem Buch leider keine Freude gehabt. Dieses Buch eignet sich sicher gut als kurzweilige Lektüre für Zwischendurch - ich hatte mehr Erwartungen.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Ein etwas anderes Buch über Trauerbewältigung und eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung. Emotional und berührend, aber auch teilweise grotesk

Pandatage von Gould-Bourn James

Kurz zum Inhalt:
Danny Malooley, 28, und sein Sohn Will, 11, müssen allein über die Runden kommen, denn vor 14 Monaten ist Liz, Dannys Frau und Wills Mutter, bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Seitdem spricht Will nicht mehr. Kein einziges Wort. Und Danny versucht sich mit seiner Arbeit als Bauarbeiter abzulenken.

Die beiden leben nur nebeneinander her.
Bis Danny eines Tages seinen Job verliert, den er jedoch dringend braucht, da ihm sein Vermieter im Nacken sitzt und mit Gewalt droht.
Da hat Danny in einem Kostümladen eine letzte rettende Idee, um sich und Will über Wasser zu halten, und kauft mit seinem letzten Geld ein Pandakostüm, um damit im Hyde Park als tanzender Pandabär aufzutreten, obwohl er gar nicht tanzen kann...


Meine Meinung:
In "Pandatage" geht es um die Trauer und die Depression nach dem Tod von Liz - Dannys Frau und Wills Mutter. Da Danny immer viel gearbeitet hat, um seine Familie ernähren zu können, hat er kaum Bezug zu seinem Sohn. Und das macht sich nach Liz' Tod bemerkbar: die beiden leben nebeneinander her und kennen sich nicht richtig, v.a. kennt Danny Will nicht. Noch schlimmer macht die Situation, dass Will seitdem kein einziges Wort redet, und sich seinem Vater auch nicht anvertraut.
Die Geschichte ist berührend und emotional geschrieben, und die Beschreibungen von Dannys und Wills Leben und die ganze Atmosphäre ist richtig bedrückend und depressiv.
Ergreifend war die Szene, als Will den Panda im Park kennenlernt, von dem er nicht weiß, dass es sein Dad ist. Und plötzlich spricht. Aber erstmal nur mit dem Panda.

Die Charaktere in dieser Geschichte haben Ecken und Kanten. Außer Danny und Will zu Beginn, denn Danny lässt sich von seinem Chef und von seinem Vermieter malträtieren, und Will von dem Schulrüpel Mark. Erst nach und nach werden sie stärker und mutiger, je mehr sie aus ihrer Trauer auftauchen.
Sehr gut gelungen fand ich hingegen die Charaktere der zynischen Krystal, die sich über alle boshaft lustig macht, und des großen kräftigen, abweisenden Ivan mit seinem gebrochenen Deutsch. Obwohl beide so tun, als könne sie kein Wässerchen trüben, haben sie Danny in ihr Herz geschlossen und helfen ihm aus genau diesem Grund.
Es gibt einige witzige Szenen, zB Dannys desaströser erster Tag als Panda-Straßenkünstler, und die Tanzstunden mit Krystal.
Leider haben mir einige Szenen gegen Ende nicht gefallen, denn diese waren zu clownesk - zum Beispiel der Wettstreit der Straßenkünstler, die alle lächerlich sind und nichts können. Und ganz schlimm am Schluss die Art und Weise, wie Danny seinen Vermieter loswird. Unrealistisch - hier kam mir vor, als hat sich der Autor schnell irgendwas einfallen lassen, um zu einem guten Ende zu kommen - was leider alles andere als authentisch war, im Gegensatz zur bisherigen Geschichte. Schade, denn das gibt einen Stern Abzug.


Fazit:
Ein Buch, das zeigt, was es heißt, aus den Tiefer der Trauer über den Tod der Ehefrau bzw. Mutter Schritt für Schritt wieder aufzutauchen und wie sich Vater und Sohn langsam wieder annähern. Emotional, berührend, traurig und schön.

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Rezensionen von nil_liest:

Die beiden können auch ultra spannend & interessant nicht nur gemütlich & lustig

DRAUSSEN von Klüpfel Volker; Kobr Michael

Das erfolgreiche „Spaß-Krimi“ Duo Volker Klüpfel und Michael Kobr wagen sich in das härtere Thriller-Genre vor mit ihrem Buch „Draussen“. Diesmal ohne den noch sehr kauzigen Kommissar Kluftinger, der uns allen ans Herz gewachsen ist. Hier geht es um die Geschwister Cayenne (17 Jahre alt) und den jüngeren Bruder Joshua und ihr Freund und Trainer Stephan.

Sie all leben komplett von der Außenwelt abgeschnitten im Wald. Sie trainieren hart und das täglich für den Überlebenskampf. Wobei ihr Anführer ein unangenehmer Wütterich ist, der kein Erbarmen hat mit den beiden. Was für ein Überlebenskampf? Wenn eine Naturkatastrophe, eine Atombombe, ein Anschlag unser Land überrollt. Außerdem sind die drei seit Jahren auf der Flucht vor einem Feind…
Volker Klüpfel und Michael Kobr haben im Vorfeld dieses Thrillers gründlich in der sogenannten Prepper-Szene (von prepare, Englisch für vorbereiten) recherchiert und es in diesem Thriller sehr gut umgesetzt. Man kann sich in die Menschen ansatzweise hineinversetzen, auch wenn es so grundlegend absurd ist was sie antreibt.
Der Thriller ist sehr spannend und auch interessant, da es eben das Thema Prepper aufgreift und beleuchtet. Die beiden haben bewiesen, sie können nicht nur lustig & spannend, sondern auch ultra spannend & interessant! Anders aber auch gut!

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Rezensionen von yellowdog:

YA mit Thrillerelementen

Ich sehe was, was du nicht siehst von Mel Wallis de Vries

Der deutsche Titel erscheint mir unpassend. Originaltitel ist Shock.

Die 16jährieg Emma ist spurlos verschwunden. Es wird von einem Verbrechen ausgegangen. Die Polizei ermittelt. Als Leser hört man aber in kurzen Kapiteln von ihr, doch was passiert ist, bleibt zunächst unklar.

Die andere Handlungsebene dreht sich um Emmas Freundinnen, die zusammen in Urlaub gefahren sind: Bo, Lily, Mabel, Anouk.

Die Perspektive wechselt in jedem Kapitel und so lernt man allmählich alle Figuren aus einer Innen- wie Außenperspektive kennen und die vier sind sehr unterschiedlich. Daraus entstehen gewisse Spannungen.
Doch auch ihren droht anscheinend Gefahr.

Der Roman bleibt ein Young Adult mit Thrillerelementen hat aber einige sehr schöne Ansätze und ist nicht zuletzt des unerwarteten Clous am Ende lesenswert.

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Rezensionen von Katja:

Einfach, schnell, gut

Backen mit Christina von Christina Bauer

Das Buch ist ständig im Einsatz, schmeckt und geht schnell und unkompliziert

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Rezensionen von Lesemama:

Eine fesselnde Fortsetzung

Society - Die Karte des Schicksals von Hall Maggie

Teil zwei einer Trilogie, enthält Spoiler zum Auftaktband.

Kennst du Teil eins, Society-Der Kreis der Zwölf, noch nicht, dann auf keinen Fall weiterlesen ...

Zum Buch:

Nachdem Avery nun weiß, dass sie einer der mächtigsten Familien im Kreis der Zwölf angehört und für diesen Kreis durch ihre violetten Augen die Rettung darstellt, muss sie sich trotzdem weiter verstecken.

Den der Orden, der Gegner des Kreises der Zwölf, hat ihre Mutter entführt, der Kreis will das Mandat mit dem Einen eingehen und braucht dafür Avery.
Aber sie hat sich mit Jack und Stellan auf die Suche nach dem Grab von Alexander des Großen gemacht, denn so erhofft ist die Rettung ihrer Mutter sowie für sich, denn zum heiraten ist sie noch zu jung. Hat sie sich doch verliebt. Nur ob in Jack oder in Stellan, das weiß sie selbst nicht so genau ...

Meine Meinung:

Ich finde zwar immer noch, dass das Cover nicht wirklich zur Story passt, aber es passt auf jeden Fall sehr gut zu Teil eins.
Die Geschichte beginnt direkt nach der Flucht, also am Ende von Teil eins und den sollte und muss man einfach kennen, sonst macht alles kaum Sinn.
Zu Beginn fand ich es fast ein wenig langatmig und fad und brauchte einige Seiten, um genau zu sein, fast hundert, um überhaupt in die Geschichte wieder einzufinden. Aber dann nahm sie so stark an Fahrt auf, das sich die Ereignisse fast überschlugen. Einige an Wirrungen würden entwirrt, neue würden gesponnen. Alles in allem war es spannend, aber auch die Gefühle kamen nicht zu kurz. Allerdings, und das ist auch gut so, stand die Liebesgeschichte niemals im Vordergrund, sondern war wichtig für die Entwicklung der Story.
Avery, Jack und Stellan waren weiterhin die Hauptcharaktere, Avery wuchs mit der Aufgabe und gab ein taffes Mädchen ab.

Mir gefiel die Entwicklung, es war spannend, der Bogen blieb oben und am Ende gab es ein Showdown, der offen bleibt, so das die Spannung oben bleibt und die Freude und Erwartung auf Teil drei sehr hoch ist.
Hoffentlich kann mich der dann auch überzeugen.
Eine gute Reihe für alle LeserInnen von spannenden Verschwörungsgeschichten, vor allem für jüngere Leser ab vierzehn, fünfzehn Jahren sehr zu empfehlen.

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Rezensionen von Gudrun7:

hat mich leider zum Großteil enttäuscht

Society - Die Karte des Schicksals von Hall Maggie

Das Cover finde ich wunderschön. Die wunderschönen Blütenblätter, die hier nicht nur in der Farbgebung sondern auch in der Haptik unterschiedlich sind habe eine Zartheit, die mir gefällt.
Der Schreibstil ist nicht so meiner. Ich konnte zwar einigermaßen flüssig lesen. Das lag dann vor allen Dingen am subtilen Humor, der die Szenerien gut dargestellt hat.

Dieser hat sich auch von Beginn bis zum Ende hin gut durchgezogen. Der andere Witz, der sich auch noch im Buch finden lässt, war mir dann allerdings schon das ein oder andere Mal etwas zu derb.
Zu den Charakteren konnte ich leider kaum Zugang finden.
Zu Beginn hat sich bei mir noch eine gewisse Neugier auf das weitere Geschehen aufgebaut. Diese wurde jedoch nach und nach durch den wenig zugängigen Schreibstil zerstört.

Mein Fazit: hat mich leider zum Großteil enttäuscht

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