Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
gelungene Fortsetzung
Das Schicksal der Rose von Cassandra Seven
Klappentext:
Düster und mit eindeutigen Szenen setzt sich das Schicksal der Rose fort.
Liebe - die zerbrochen scheint.
Freundschaft - von Verrat zerfressen.
Das Licht im Schatten
Der Krieg um das Kind von Licht und Dunkelheit
Leana erwacht schwanger aus dem komatösen Schlaf und spürt, dass sie nicht nur das nächste Licht in sich trägt, sondern auch ein zweites Kind mit der Macht Dunkelheits.
Verrat zerfrisst den Glauben in Ihre Freundschaften und die Beziehung zu Damian zerbricht, doch der junge Heerführer ist bereit um die Liebe Leanas zu kämpfen. Doch wer ist Dunkelheit? Und wie retten sie die Kinder vor der Bedrohung des Schattens?
Cover:
Das Cover ist ein Meisterwerk aus vielen verschiedenen Elementen und einer tollen farblichen und küstlerischen Gestaltung. Vor allem die Krone steht sehr im Vordergrund. Diese finde ich sehr gut gelungen und auch die Spiegelungen und die vielen kleinen Ornamente, wie Rosen, Sterne und Verästelungen. es wirkt sehr prächtig, glamourös, aber auch etwas mystisch verrucht, durch die schwarzen Nebelschwaden. Mir gefällt dieser Cover sehr und es passt auch sehr gut zu dem des ersten Bandes. Ein Wiedererkennungseffekt ist vorhanden.
Meinung:
Dies ist der zweite Teil der Reihe "Das Schicksal der Rose". Da diese aufeinander aufbauen, ist zu empfehlen, diese in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Da ich bereits den ersten Teil kannte und erst vor kurzem Gelsen hatte, war ich schon sehr auf den zweiten Teil gespannt.
Leanas und Damians Geschichte geht gleich sehr spannend weiter. Ich habe gleich wieder sehr gut in das Geschehen und die Handlungen hineingefunden.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es ist sehr spannend und fesselnd und man möchte es am liebsten nicht aus der Hand nehmen, da einen die Geschichte richtig gefangen nimmt und man jeder Zeit wissen möchte, wie es weiter geht.
Die Charaktere haben mir auch hier, im zweiten Teil, wieder sehr gut gefallen. Sie haben sehr viel Tiefe und sind sehr gut ausgearbeitet. Weiterhin schaffen sie es Gefühle und Emotionen zu transportieren.
Vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht zu viel verraten. Da ich jedem nur empfehlen kann, diese tolle Reihe zu lesen und zu entdecken.
Die Unterschiedlichen Perspektiven aus der Ich-Perspektive der Charaktere macht das ganze sehr lebendig und spannend. Man kann sich dadurch sehr gut in die Charaktere hineinversetzen. Man bekommt so, die Eindrücke und Gefühle von Damian, aber auch von Leana mit und fühlt regelrecht mit ihnen mit. Da zwischen diesen gewechselt wird, bleibt es zu jeder Zeit spannend und interessant.
Sehr gefühlvoll, bildgewaltig, mit einigen emotionalen Höhepunkten und unvorhersehbaren Wendungen geht es in diesem Teil sehr zur Sache und man ist bereits jetzt auf den dritten Teil gespannt und wie es wohl weiter gehen wird.
Fazit:
Eine gelungene bildgewaltige und emotionale Fortsetzung, die es in sich hat und die mich fesseln und überzeugen konnte.
Rezensionen von Bibliomarie:
Der Geschichte kann man sich nicht entziehen
Das Museum der Welt von Kloeble Christopher
Das „Museum der Welt“ erzählt von der großen Indienreise der bayerischen Brüder Schlagintweit. 1854 bis 1857 dauerte die Forschungsexpedition, die größte ihrer Zeit übrigens, die die Brüder durch Indien und Nepal führte. Unterstützt wurden sie von Alexander von Humboldt, der die Reise nicht selbst durchführen konnte.
Kritische Bemerkungen über die Kolonialmacht England verhinderten, dass er die notwendigen Genehmigungen und Unterstützung bekam.
In Bombay lebt im Waisenhaus des katholischen Priesters Vater Fuchs ein kleiner Junge, Bartholomäus, 12 Jahre alt – mindestens, wie er selbst immer betont. Denn als seinen Geburtstag wurde der Tag seiner Ankunft im Waisenhaus genommen. Der Junge ist klein von Wuchs und von schmächtiger Gestalt, aber umso gewitzter und naseweis. Durch Vater Fuchs lernte er hervorragend Deutsch, verstand auch den bayerischen Dialekt des Priesters und außerdem sprach er eine ganze Reihe von indischen Sprachen. So wird er auf Vermittlung seines väterlichen Freundes und Mentors zum Dolmetscher dieser Expedition.
Aber Bartholomäus hat ein ganz anderes Lebensziel, er will ein Museum der Welt erschaffen. Die ersten Gegenstände haben keine lange Lebensdauer, in einem Waisenhaus herrscht ein rauer Umgang und kein Kind gönnt einem anderen einen noch so kleinen Besitz. So entsteht das Museum in einer Kladde, in die Bartholomäus seine Funde, Erkenntnisse und Gedanken schreibt.
Und diese Kladde macht diesen wunderbaren, sprachmächtigen Roman aus. Die nummerierten Fundstücke sind die Kapitel des Buches.
Christopher Kloeble lässt den Leser an dieser Reise teilhaben, als würde er selbst an der Seite des Jungen reisen. Wir sehen alles aus seiner kindlichen Sicht. Dabei fand ich es besonders gelungen, dass der Autor das im Erzählton des Romans deutlich macht, aber nie in einen anbiedernd-kindlichen Ton erzählt. Ein Kontinent im Erwachen wird geschildert, noch ganz in den Fängen der Kolonialherren, der europäischen Geschäftsleute, der Firengi und der englischen Herren, den Vickis, wie sie Bartholomäus in Anspielung auf die ferne Herrscherin Victoria nennt.
Der geschichtliche Hintergrund und die Dokumentationen der Schlagintweits sind die Folie dieses Romans, der die Reise aus einem ganz anderen Blickwinkel schreibt. Das ist eine Abenteuergeschichte, eine spannende Reiseerzählung, ein sorgfältig recherchierter Bericht und nicht zuletzt auch die Geschichte eines Kindes, das zu sich und seinen Platz in der Gesellschaft findet. So ist auch die abschließende Entscheidung Bartholomäus für seinen weiteren Weg nur folgerichtig.
Man kann diesen Jungen im Lauf dieses wunderschönen Buches nur lieb gewinnen, selten konnte ich mich so in einen Protagonisten einfühlen.
Dieser Roman wird noch lange in meinem Kopf bleiben.
Rezensionen von heinoko:
Lohnt das Lesen nicht
Thirty von Bradley Christina
Der Roman kommt mir so vor, als hielte ich eine Waffel mit mehreren Eiskugeln der gleichen Sorte in der Hand. Erst ist der Geschmack willkommen, weil frisch. Doch nach einer Weile wird das Eis warm, der Geschmack fad, das Eis tropft, macht Flecken, nervt.
Auszüge aus der vom Verlag formulierten Inhaltsangabe lassen uns wissen, dass es um Bella Edwards geht, die nichts auf die Reihe bekommt.
Sie steht kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag und der Mann fürs Leben fehlt immer noch. Hals über Kopf fliegt sie von London nach New York zu ihrer Freundin Esther. Und die hat die rettende Idee: Dreißig Dates in dreißig Tagen auf einem verrückten Trip von New York bis nach San Francisco. Da sollte es doch klappen…
Irgendwo im Buch steht: „Wenn es ums Dating geht, habe ich vor allem eins gelernt: Entweder es klappt, oder es klappt nicht.“ Oweh, solch tiefgründige Erkenntnisse sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Und leider liest man sich entsprechend zunehmend gelangweilt durch die Geschichte und fragt sich immer wieder, wozu man das Ganze überhaupt lesen soll. Mich hat die Oberflächlichkeit des gesamten Buches von Seite zu Seite mehr und mehr genervt. Das einzige, was mich überhaupt davon abhielt, das Lesen abzubrechen, war der frisch-lebendige Schreibstil, der mich ab und zu auch zum Lachen brachte. Aber die lockere Erzählweise allein wiegt das Seichte und Klischeehafte des gesamten Buches nicht auf.
Rezensionen von LadyIceTea:
Rockstar-Romance
How to Love a Rockstar von Keira Flanagan
Das muss auch Josy erfahren, deren Leben auf einmal Kopf steht, nachdem Cedric, der Leadsänger der Lonely Lions, Irlands angesagtester Band, sie vor laufenden Kameras geküsst hat. Nun denkt die ganze Welt, dass sie seine Freundin ist - eine Lüge, die Cedric gerne aufrechterhalten würde, denn er ist den Presserummel um sein Privat- und Liebesleben gründlich leid! Er will endlich Zeit haben, sich voll auf seine Musik zu konzentrieren.
Nur so kann er vergessen, was er zurückgelassen hat, um dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Also schlägt er Josy vor, noch eine Weile länger seine Freundin zu spielen. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr verschwimmen die Grenzen von Spiel und Wirklichkeit.
„How to love a rockstar“ von Keira Flanagan besticht vor allem durch einen sehr angenehmen und fesselnden Schreibstil und eine sympathische Hauptfigur.
Der Roman erzählt gut, wie Jolene unerwartet und eher planlos in die ganze Sache mit dem Rockstar Cedric reinrutscht. Sie hat nicht vor sich zu verlieben und denkt eigentlich nur an ihre beste Freundin Drew. Jolene mochte ich wirklich gerne. Sie ist selbstbewusst und weiß was sie will. Leider blickt auch sie irgendwann bei Cedric nicht mehr durch und wird von dem ganzen Chaos mitgerissen. Jolene ist auf jeden Fall ein Charakter mit dem ich mitfühlen konnte.
Mit Cedric hingegen bin ich nicht richtig warm geworden. Er hat tolle Momente, in denen ich ihn gut leiden konnte, doch dann war er wieder komisch unnahbar. Ich denke, dass das einen Teil seiner Figur ausmacht, doch dadurch konnte ich nicht wirklich Nähe zu ihm aufbauen.
Die Nebenfiguren wie Jolenes beste Freundin Drew und Cedrics Bodyguard Tom sind wirklich sympathisch und bringen oft ein bisschen Wärme und Humor in die Geschichte.
Die Geschichte ist mit ihren ganzen Hochs und Tiefs wirklich interessant. Ich habe gerne mit Jolene mitgefiebert und sie und Cedric durch den ganzen Medienrummel begleitet. Die Wege, die ihre Beziehung dabei ging, waren manchmal sehr verworren und trotzdem fügt sich alles passend.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es ein paar Themen gibt, die am Ende nicht ganz geklärt werden. Da fehlen dann Gespräche oder Begegnungen, die alles noch abgerundet hätten. Das finde ich ein wenig schade.
Aber trotzdem ist dieses Buch alles in allem perfekt für einen gemütlichen Schmökerabend.
Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle Rockstar-Romance-Fans.
Rezensionen von aldo:
nordischer Mystery-Thriller
Das Dorf der toten Seelen von Camilla Sten
Alice Lindstedt möchte einen Dokumentarfilm über Silvertjärn drehen, sie hat gerade erst die Filmhochschule abgeschlossen, es soll ihr Erstlingswerk sein. Die Großmutter von Alice lebte als Kind in Silvertjärn, in einem abgelegenen Ort im Wald. Eines Tages verschwanden alle Einwohner aus unerklärlichen Umständen, bis heute ist nicht klar was damals geschehen ist.
Das ist der Grund, weswegen Alice unbedingt einen Film in genau diesem Ort drehen möchte. Gerüchte gibt es viele, wird Alice herausfinden, was damals passiert ist? Bald wird es für Alice und ihre Crew gefährlich.
Ich lese gern skandinavische Krimis und war nach dem lesen der Leseprobe schon gespannt, wie es hier weiter geht. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und der Anfang ist spannend. Für ein Debüt ist der Roman durchaus gelungen, das Potential finde ich aber nicht ganz ausgeschöpft. Die Spannung ist zwar anfangs da, lässt aber merklich nach und kann sich nicht halten. Auch wird nicht alles schlüssig gelöst und Teile des Plots sind vorhersehbar. Das Buch hat mich gut unterhalten, alles in allem eine gute Mischung aus Thriller und Mystery mit Luft nach oben.
Rezensionen von LadyIceTea:
Ein wunderbarer Abschluss der Dilogie
Rebel Heart von Vi Keeland; Penelope Ward
Rush und Gia haben sich gefunden. Sie lieben sich trotz aller Widerstände und sind glücklich wie nie zuvor. Doch eine falsche Entscheidung in Gias Vergangenheit zerstört alles. Rush ist tief verletzt und zieht sich zurück. Und während die junge Frau mit den Konsequenzen ihres Fehlers klarkommen muss, kann sie die Liebe ihres Lebens nicht vergessen.
Gia riskiert alles, um Rushs Vertrauen zurückzugewinnen und sein Herz aufs Neue zu erobern.
Schon „Rebel Soul“ hat mich begeistert und dazu geführt, dass ich mich in Rush schockverliebt habe. Der zweite Band „Rebel Heart“ von Vi Keeland und Penelope Ward hat nichts daran geändert. Ich musste unbedingt wissen wie es weitergeht und bin mehr als zufrieden. Der zweite Band setzt nahezu nahtlos am ersten Teil an. Es geht direkt ziemlich dramatisch los und der Leser kann sofort mit Rush und Gia mitfiebern.
Zwar ist die Handlung in diesem Band relativ vorhersehbar aber mich hat es überhaupt nicht gestört.
Ein Highlight in diesem Buch war für mich eh der Umgang zwischen Gia und Rush. Denn obwohl es wirklich schwierig zwischen den Beiden wurde, war die Liebe immer spürbar.
Neben Gia und Rush, die natürlich meine Lieblingsfiguren sind, habe ich vor allem Oak und Gias Vater Tony ins Herz geschlossen. Sie haben der Geschichte unheimlich viel Wärme und Halt gegeben.
Die Geschichte ist durchweg spannend und gefühlvoll, mit einem Ende, welches mir wirklich gut gefallen hat und was auch gut zur Geschichte passt. Und obwohl die Geschichte recht vorhersehbar war, hat mich das Ende ein wenig überrascht.
Ich bin ein großer Fan von Rush und Gia und kann diese Dilogie wirklich nur weiterempfehlen.
Rezensionen von annabookie:
Süße Unterhaltung für zwischendurch!
Wrong Number, Right Guy von Teagan Hunter
Wrong Number, Right Guy (College Love 1) - Teagan Hunter
Ein süßer Roman für zwischendurch!
Durch ein Missverständnis beginnen Delia und Zach miteinander zu schreiben. Nachdem das Irrtum aufgeklärt ist, will jedoch keiner der beiden aufhören zu chatten. Nach und nach kommen sie sich näher.
Doch als es wirklich gut läuft, kommt ihnen ein Missverständnis in die Quere, das ihre Beziehung auf die Probe stellt.
Ich war wirklich gespannt auf das Buch, als ich den Klappentext gelesen hatte. Leider muss ich zugeben, dass meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Das Buch war zwar wirklich nett zu lesen, aber die Spannung fehlt etwas. Nichtdestotrotz hat mir die Liebesgeschichte von Zach und Delia gefallen, sie war nur nicht das, was ich erwartet hatte. Es ist auch mal schön einen Roman zu lesen, der nicht allzu aufreibend ist... genau das Richtige für zwischendurch.
Was ich sehr an der Geschichte mochte waren die Charaktere des Buches. Jede Person für sich war wirklich gut beschrieben und so konnte man sich die verschiedenen Szenen bildlich super vorstellen. Ein besonderer Pluspunkt bei diesem Roman war zudem der Humor und der Witz mit dem er erzählt war.
Fazit: Ich habe zwar eine andere Story erwartet, trotzdem ist die Liebesgeschichte von Delia und Zach eine originelle Idee und auch das Cover hat mir ganz gut gefallen
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Johanna, 15 Jahre aus Breitenbach,
Davor und Danach Überleben ist nicht genug. Kartoniert. von Singer Nicky
Der Name der Protagonistin im Buch „Davor und danach – Überleben ist nicht genug“ von Nicky Singer ist Mhairi Anne Bain, und dem Buch nach zu schließen lebt sie irgendwann in der Zukunft, in einer sehr brutalen und beängstigenden Zukunft. Ursprünglich stammt Mhairi aus Schottland, genauer gesagt wurde sie auf einer kleinen Insel namens Arran geboren, wo sie aber schon bald mit ihren Eltern fortzog und ihre Großmutter zurückließ.
Ihre späte Kindheit verbringt sie im Sudan, wo ihre Mutter, eine Wissenschaftlerin, Arbeit in der Forschung findet und ihr Vater ihr alles wichtige beibringt. Wie man ein Feuer mit einem Feuerstein macht zum Beispiel. Wie man sich am Stand der Sterne orientiert. Wie lange ein Mensch ohne Wasser oder Essen überleben kann.
Doch als die Regierung anfängt, die Grenzen zu schließen und es im Sudan immer trockener wird, wollen die Eltern mit Mhairi zusammen zu ihrer Großmutter nach Arran ziehen. Wie gesagt spielt das Buch in der Zukunft, Erderwärmung, Völkerwanderung und zu viele Menschen sind ein großes Thema, aber dieses wird leider nicht so viel thematisiert, wie ich es mir gewünscht hätte.
An der Grenze kommt es zu Turbulenzen wobei Mhairis Eltern und der Arbeitskollege ihrer Eltern getötet werden, also flüchtet sie mit dem Sohn des Arbeitskollegen in die Wüste. In der Wüste geschehen einige Dinge, die ich jetzt hier nicht genauer verraten möchte, da sonst die ganze Spannung beim Lesen des Buches verloren gehen würde. Fakt ist, dass nur Mhairi es schafft, nach England zu kommen und dort schließlich auf einen kleinen, sehr klugen Jungen trifft, der jedoch nicht spricht, den sie aber auf ihrer Reise zu ihrer Großmutter mitnimmt.
Im „Danach“ wie Mhairi sagt, gelten keine Regeln mehr, ohne Pass ist man verloren, Menschen durchwandern ganze Kontinente auf der Suche nach einem Platz zum Leben, den sie jedoch selten finden, da immer mehr Länder keine Flüchtlinge mehr aufnehmen wollen. Neuerdings gibt es auch die sogenannte Nadel, das bedeutet, dass aufgrund der zunehmenden Weltbevölkerung alle Menschen, sobald sie das Alter 74 erreicht haben, durch eine Giftnadel getötet werden müssen, da sonst die Erde überbevölkert würde.
Auf ihrer Reise werden Mhairi und der kleine Junge von Soldaten aufgegriffen und in ein Auffanglager gebracht, von wo sie jedoch bald fliehen können und sich weiter bis nach Schottland durchschlagen. Da Mhairis Pass ihr von den Beamten abgenommen wurde und der kleine Junge gar keinen besitzt, lügt Mhairi ihre Großmutter vorerst an, und erzählt ihr, dass ihre Eltern den Jungen adoptiert hätten, was natürlich nicht der Fall ist. Es geht etwas drunter und drüber und am Ende entscheidet sich: dürfen sie beide auf Arran bleiben oder muss der Junge in sein Heimatsland abgeschoben werden?
Das Buch war meiner Meinung nach sehr spannend aufgebaut, hätte aber durchaus mehr Potential gehabt. Die Welt, in der Mhairi nun lebt, hätte viel besser beschrieben und dargestellt werden können und oft konnte ich mir gar nicht genau vorstellen, wie die Zukunft in diesem Buch nun wohl aussieht. Die Beschreibungen der Landschaft waren mir oft zu schwammig und ungenau und dafür, dass dies ein wunderbares Thema ist, war es mir oft zu wenig durchdacht. Die Personen wurden gut, jedoch nicht sehr einfühlsam beschrieben, so dass sie mir manchmal wie Fremde vorkamen, die man nicht so richtig einschätzen kann. Erst im Laufe des Buches erfährt man von Mhairis sehr krassen Erlebnissen in der Wüste, was ich gut fand, da so die Spannung im Buch aufrecht erhalten wurde. Wie bereits erwähnt gefällt mir das Thema sehr gut, auch die Ideen dazu, wie beispielsweise die Erfindung der Nadel sehr kreativ, jedoch noch nicht genug ausgereift und aufgearbeitet.
Mhairis Gefühlswelt wurde anschaulich und detailliert dargestellt, jedoch nicht sehr komplex. Insgesamt fand ich die Geschichte mit dem Jungen gut, genauer gesagt, dass Mhairi diesen zuerst nicht mitnehmen will, dann aber Mitleid mit ihm bekommt und sie die Reise zu ihrer Großmutter gemeinsam durchstehen. Denn obwohl sie beispielsweise im Auffanglager getrennt sind, finden sie doch immer Wege, dem anderen zu helfen, was ich sehr schön fand.
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Testleserin Emily, 13 Jahre aus Hall:
Die Welt ist ein einziges Chaos. Alle Menschen des Zentraläquators flüchten nach Norden. Auch Mhairi flüchtet. Sie ist 14 Jahre alt, in Schottland auf der Insel Arran geboren und mit 7 Jahren mit ihrer Familie in den Sudan gezogen. Ihre Eltern werden grundlos erschossen, und sie reist mit dem Sohn eines Freundes der Familie weiter. Dieser stirbt allerdings auch und sie kommt allein nach Heathrow, London. Man denkt, wenn sie es bis nach England geschafft hat, ist es nicht mehr weit bis nach Schottland, doch das täuscht. Sie trifft einen kleinen, stummen Jungen, mit dem sie so einiges erlebt. Ihr Ziel ist das Haus ihrer Großmutter. Doch als sie endlich dort ankommt, hat sich einiges verändert…
„Die Welt ist schön Papa.“ und „Ich lebe noch Mama.“ Dies sind zwei Sätze, die Mhairi immer vor dem Schlafen gehen sagt. Ihr Vater war ein glücklicher, friedvoller und philosphischer Mensch. Ihre Mutter war eher der praktische Typ. Ihre letzten Worte waren: „Bleib am Leben Mhairi.“ Und das schafft Mhairi ziemlich gut. Aber ist Überleben allein genug?
Das Buch ist für Mädchen und Buben, ab ca. 12 Jahren geeignet. Mir gefällt Nicky Singers Schreibstil sehr gut, und das Buch ist interessant, traurig, spannend und optimistisch. Man lernt über den Umgang mit Leid und lernt seine Familie, Freunde, Essen, Trinken und ein Zuhause mehr zu schätzen. „Zeit“ wird sehr ausführlich und interessant beschrieben. Die Hauptperson lebt unter so schlechten Bedingungen und trotzdem freut sie sich und sagt, dass die Welt schön ist.
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Testleserin Susanna, 13 Jahre aus Mils:
Sehr spannend und fesselnd für jeden Buchfan. Man taucht in eine andere Welt ein und findet sich in jeder Menge Abenteuer und Gefahren wieder. Es reißt einen mit, in eine mögliche Zukunft unserer Welt, in der ein Leben im Süden zu unmöglich und zu heiß geworden ist. Da aber alle in den Norden flüchten, gibt es dort nicht genug Platz für jeden...
Genau das richtige Buch, um im Warmen zu sitzen, Kakao zu schlürfen und sich noch tiefer in die Decke zu kuscheln, damit man den kalten schottischen Nordwind nicht spürt, der einem aus den Seiten in das Gesicht bläst.
Rezensionen von begine:
Eine Liebe im Krieg
Mohnschwestern von Einwohlt Ilona
Eine Liebe im Krieg
Die Schriftstellerin Ilona Einwohlt ist eine Kinder- und Jugendautorin.
Ihr Roman „Mohnschwestern“ ist eine historische Fiktion und hat eine zweite Ebene, die ab 2006 geht. Da geht es um Hazel und Henry.
Im Sommer 1943 landet ein Soldat mit seinem Fallschirm im Bohnenbeet der zwanzigjährigen Lotte.
Die Autorin lässt die Gesinnung der Familie gespalten erscheinen. Lottes Vater und Verlobter sind im Krieg. Ihr Bruder arbeitet im Untergrund. Die Figur des kleine Bruder s Otto, gefällt mir besonders gut.#Lotte verliebt sich und den Fallschirm Soldaten.
Die Geschichte ist wunderbar gestaltet. Die Figuren kann man sich gut vorstellen, sie sind nicht unbedingt Helden, tun aber ihr bestes. Die Zweifel und die Versuche zu helfen geben dem Roman etwas Besonderes.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ganz nach meinem Geschmack
Bluadsbagage von Alex Buchenberger
In Niederöd brennt das Pfarrhaus. Leider kommt die Feuerwehr zu spät und der ghanaische Pfarrer Adofo Danso verbrennt in seinem Bett. Alles deutet auf Brandstiftung und Mord hin. Hauptkommissarin Hanna Schmiedinger von der Mordkommission in Traunstein und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf.
Haben Bürger mit rechter Gesinnung, von denen es in dem kleinen Ort einige gibt, den neuen Pfarrer so aus ihrer Gemeinde „entfernt“?
Hanna Schmiedinger muss sich in dieser Geschichte nicht nur mit dem Fall des toten Pfarrers herumschlagen, bei dem es viele Motive und einige Verdächtige gibt, aber leider nichts konkretes.
Sie bekommt es mit den Ausschreitungen einer Gruppe Engländer zu tun, die sich im Golfhotel ihres Freundes Florian Bauer vor den Toren Burghausens eingemietet haben und sich wegen eines falsch notierten Golfergebnisses die Köpfe einschlagen. Bei einer Befragung verschwinden zwei ihrer Kollegen spurlos. Der neue Chef Harald Kreisler geht Hanna auf den Keks. Und als ob das alles noch nicht reicht, wird auch das Haus, in dem Hanna lebt, renoviert und der Krach und der Lärm setzen der Kommissarin richtig zu. Es klemmt also an allen Ecken und Enden. Aber es gibt für alles eine Lösung.
Alex Buchberger hat auch in diesem Buch seiner Fantasie viel freien Raum gelassen und eine Geschichte mit skurrilen Figuren und einem eigenwilligen Plot konstruiert. Überspitzt und überzogen bis kurz vor der Unglaubwürdigkeit habe ich immer wieder mal schmunzeln müssen. Mag es manchmal noch so abstrus hergehen – seit ich Hanna Schmiedinger und ihr Team in ihrem ersten Fall „Hannas Leichen“ kennengelernt habe, mag ich es genau so.
Das Private, was ich bei Krimis so liebe, hat auch hier einen hohen Stellenwert. Bei Hannas Liebesleben kommt langsam Schwung rein. Bei Sabrina Hornsteiner und dem aggressive und cholerische Neuen im Team, Ralf Schneider, sprühen die Funken. Rainer Talgruber findet eine gute Lösung für seine demenzkranke Mutter.
Der Fall des verbrannten Pfarrers ist ganz schön knifflig, löst sich aber auf, kurz nachdem drei Verdächtige festgenommen werden können. Und zwar so, wie ich es mir schon fast gedacht hatte. Alles löst sich nachvollziehbar und für mich schlüssig auf. Hanna kann endlich ein bisserl aufatmen.
Leser von blutunterlaufenen und actionreichen Krimis kommen hier nicht auf ihre Kosten. Wer sich aber mit einem gut konstruierten Fall mit Wendungen, gespickt mit reichlich hintergründigem Humor beschäftigen mag, der ist hier genau richtig. Mich hat die "Bluadsbagage" richtig gut unterhalten.











