Kunden em pfehlungen
Rezensionen von S.:
Wenn schlimme Wörter Katastrophen verursachen
Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich von Mary E. Garner
Hope Walker hat den Job... sie hilft, Männern die Frau fürs Leben zu finden. Solange bis in ihrer Partneragentur die Perfekte gefunden wird, hält sie die Suchenden bei Laune und schlüpft dafür in verschiedene Rollen. Ausserdem liest sie gern. Bei einem Besuch in einer Buchhandlung wird bei ihr eine ungewöhnliche Gabe erkannt: sie kann in Buchwelten schlüpfen.
Nicht nur das, sie kann auch einstmals gelöschte böse Wörter eliminieren. Das ist wichtig, weil diese sich sonst in katastrophale, unerklärliche Ereignisse in der „echten“ Welt verwandeln. Als wunderbarer Nebeneffekt erweist sich, dass sie bei ihren Reisen literarische Figuren, die oft nicht so sind, wie man sie aus Ihren Geschichten kennt, trifft. Unglaubliche Dinge geschehen. Trotzdem: ein Verräter, der viel Unheil bringen kann, muss entlarvt werden. Und dann hat Hope ja auch noch im wirklichen Leben einige Dinge zu klären.
Mary E. Garner hat eine wunderbare, phantasievolle Nebenwelt erschaffen. Was für aufregende oder unterhaltsame Erlebnisse werden beschrieben, was für überraschende Begegnungen finden statt. Wer hätte gedacht, dass Bambis Vater gern einen kleinen Schwips hat und singt? Oder dass Lassie... soll sich jeder selbst ein Bild machen. Spannend, lustig, romantisch und kreativ ist „Das Buch der gelöschten Wörter“ auf jeden Fall. Es endet mit einem fiesem Cliffhänger. Auf die Fortsetzung warte ich mit Ungeduld.
Bestens zu Lesendes aus der Bastei-Lübbe AG.
Rezensionen von manu63:
Voller Emotionen
Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich von Mary E. Garner
Der sechste Band der Die Totenbändiger Reihe der Autorin Nadine Erdmann trägt den Titel Unheilige Nacht und führt die Leser auf die Spur von Cams Entführern und in die Kindheit von Cam, bevor er zu den Hunts kam.
Dieser Band steckt voller Emotionen und Informationen rund um Cam, der dieses Mal im Fokus steht.
Seine Entführer haben es billigend in Kauf genommen das Cam ums Leben kommen kann und die Familie Hunt startet in einen Wettlauf um Cams Leben. Im Laufe der Handlung erfährt man einiges über das, was Cam zugestoßen ist, die Drahtzieher bleiben aber weiterhin im Dunkeln. Mir persönlich hat dieser Band sehr gut gefallen, da er wieder einmal den Zusammenhalt der Hunts und ihrer Freunde zeigt. Auch die Emotionen der einzelnen Protagonisten wurden gut wieder gegeben ohne schmalzig zu wirken. Der Erzählstil ist gewohnt spannend und mitreißend und nach dem Cliffhanger möchte ich nun gerne wissen wie es weiter geht.
Rezensionen von KimVi:
Konnte mich leider nicht mitreißen
Die verlorene Tochter der Sternbergs von Correa Armando Lucas
Berlin, 1939: Für die jüdische Bevölkerung wird das Leben zunehmend schwerer. Obwohl Amanda Sternberg ihren Buchladen schließen muss, glaubt sie zunächst daran, dass ihr und ihren beiden Töchtern, an der Seite ihres Mannes, der ein angesehener Kardiologe ist, nichts passieren kann. Doch dann wird Amandas Mann verhaftet.
Auf Umwegen lässt er ihr mitteilen, dass er für seine Familie bereits die Flucht arrangiert hat. Viera und Lina sollen mit der St. Louis nach Kuba reisen und dort von einem Verwandten aufgenommen werden. Amanda soll Zuflucht bei Bekannten in Frankreich suchen. Im Hamburger Hafen kann Amanda sich dann aber nicht von der kleinen Lina trennen. Sie vertraut die sechsjährige Viera einem mitreisenden Ehepaar an und nimmt Lina mit nach Frankreich….
Die Inhaltsangabe lässt auf einen intensiv erzählten Roman hoffen, der zu Herzen geht. Der Einstieg scheint diese Hoffnung zu erfüllen. Denn man wird Zeuge, wie eine alte Frau überraschenden Besuch bekommt, der sie eindringlich mit ihrer verdrängten Vergangenheit konfrontiert.
Das Geschehen verlagert sich danach in die damalige Zeit. Man lernt die Familie Sternberg kennen und beobachtet mit einem unguten Gefühl, wie ihr Leben zunehmend schwerer wird. Da die Familie sofort sympathisch wirkt, lässt man sich gerne auf ihr Schicksal ein. Der Grundstein für einen aufwühlenden Roman scheint damit gelegt.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Man kann sich Handlungsorte und Personen mühelos vorstellen. Dennoch bleibt man beim Lesen eher auf Distanz. Es fällt nicht leicht, eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Das, was ihnen widerfährt, ist schrecklich und man möchte gewiss nicht in ihrer Haut stecken. Doch diese Gefühle werden nicht intensiv vermittelt. Man wird zu einem Beobachter, der viele unterschiedliche Protagonisten kennenlernt, doch einige dieser Handlungsfäden verlaufen sich und werden nicht fortgesetzt. Dadurch wirkt die Handlung sprunghaft aneinandergereiht. Es gibt Szenen, die ziemlich ausufernd erzählt werden und dann wieder welche, in denen man mehr wissen möchte, aber nicht genug erfährt, um Gefühle aufzubauen oder in die Sogwirkung zu geraten, die diese Geschichte eigentlich ausüben müsste.
„Das Erbe der Rosenthals“, der Debütroman des Autors, konnte mich voll und ganz begeistern. Leider wurden meine Erwartungen, dass sich diese Begeisterung und die intensiven Gefühle, die ich beim Lesen des Debüts erlebt habe, auch hier einstellen würden, enttäuscht. Denn „Die verlorene Tochter der Sternbergs“ konnte mich leider nicht mitreißen. Vielleicht liegt es daran, dass meine Erwartungen einfach zu hoch waren.
Rezensionen von Bibliomarie:
Licht der Provence
Die Richterin und der Kreis der Toten von Liliane Fontaine
Liliane Fontaine ist der Geburtsname der Autorin Liliane Skalecki. Unter diesem Namen veröffentlicht sie Krimis, die sie im Süden Frankreichs ansiedelt.
Zweimal in kurzer Zeit fiel in Mathildes de Boncourts Umgebung der Name der ehemaligen Templerkomturei von Montauban-sur-Vidourle, inzwischen eine luxuriöse Seniorenresidenz und Zentrum kultureller Aktivitäten.
Geleitet wird es von einer Gruppe engagierten Menschen, die sich die Lichttempler nennen und eine Art religiöse Gemeinschaft bilden. Im Ort wegen der Vielfalt ihrer gemeinnützigen Aktivitäten wohl angesehen, bei manchen Hinterbliebenen weniger, denn einige der verstorbenen alten Damen vermachten ihren ganzen Besitz der Gemeinschaft.
Als der bekannte Enthüllungsjournalist Luc Maille unweit des Anwesens tödlich verunglückt und der Unfall Zweifel der Spurensicherung weckt, ergeben erste Untersuchungen, dass Maille über die Sekte recherchierte. Wohl auch aus persönlichem Interesse, denn seine Tochter schloss sich dem charismatischen Jourdain Cabasse an und nur wenige Monate später nahm sie sich das Leben.
Der Autorin ist wieder ein stimmungsvoller Provence Krimi gelungen. Es ist der dritte Band um die Ermittlungsrichterin Mathilde de Boncourt und Comandant Rachid Bouraada. Mathilde ist eine attraktive, aber recht eigenwillige Frau, weder einem guten Wein, noch ihren Gauloise abgeneigt und Bouraada ist ihr ruhiger, besonnener Gegenpart. Man braucht wirklich keine Vorkenntnisse um in das Buch einzusteigen, kleine fortlaufende Handlungsstränge fließen in kurzen Rückblenden ein.
Der Krimiplot entwickelt sich eher gemächlich, aber nicht ohne Spannung. Die Autorin lenkt den Verdacht des Lesers in eine Richtung, nur ihn immer wieder mit einer Wendung zweifeln zu lassen. Da macht mir das Rätseln um Motiv und Täter richtig Spaß. Aber wichtiger sind noch die Figuren, denen Liliane Fontaine viel Aufmerksamkeit schenkt. Sie wirken dadurch sehr vertraut und vielschichtig. Natürlich spielt auch die Landschaft eine große Rolle, man spürt die herbstliche Luft der Provence, meint die Gerüche wahrzunehmen. Dieses Flair eines Landstrichs ist mir bei dieser Art Krimi auch immer wichtig.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, es ist ein Krimi für Leser, die weniger den Thrill, als eher die Unterhaltung suchen. Ein Urlaubskrimi eben und damit genau das richtige für Zeit der Reiseeinschränkungen. So kann ich mich wenigstens per Buch in die Provence versetzen lassen.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Bezaubernde Gärten, leuchtende Glühwürmchen und so viel mehr
Die Zeit der Glühwürmchen von Patricia Koelle
Nachdem mir eine Freundin von den Büchern von Autorin Patricia Koelle vorgeschwärmt hat, hab ich mir vorgenommen diese zu lesen. Als erstes griff ich zu Koelles neuem Roman "Die Zeit der Glühwürmchen". Es ist der erste Band der dreiteiligen Inselgärten-Serie, deren weitere Bände in den nächsten Monaten erscheinen, die man aber trotzdem als Stand-Alone lesen kann.
Wir lernen zuerst die 50jährige Journalistin Taru Favonius kennen, die sich nicht mehr über ihren kleinkarierten Chef ärgern will und, mit dem Kopf voller Ideen für tolle Artikel, die Reissleine zieht. Nach Jahren des Reisens geniesst sie ihr Häuschen im Grünen, ihren Garten, die Schafe und ihre beiden Nachbarskinder. Philea liebt Meeresschmetterlinge und Memo hinterlässt gerne Post-its auf allen möglichen Dingen und schreibt darauf, was diese Dinge auch sein könnten. Bald stösst auch Jara, die mondscheinkranke Nachbarin von der anderen Seite, dazu. Zusammen konkretisieren sie einen Mondgarten, der Jara ermöglicht Blütenpracht zu erleben und der Taru an ihre Kindheit erinnert.
Durch ihre Tochter Kaia lernt Taru Remy kennen. Beide lieben sie Geschichten und Biologie und haben dieselben Träume einer unabhängigen Zeitschrift. Während sie versuchen diesen Traum gemeinsam zu verwirklichen, entdeckt Remy einen alten Schrank mit Bildern von Glühwürmchen und anderen Insekten drauf. Remy kennt nur einen kleinen Teil der Schrankgeschichte, doch die hat sie so berührt, dass sie versucht, alles darüber heraus zu finden. Wen wundert's - auch hinter dem Schrank, eigentlich ein Sekretär, steckt eine Gartengeschichte.
Dieser Garten ist derjenige, der im Klappentext erwähnt wird. Er führt uns zu Mervin und Clara Lerner, in die DDR im Jahre 1964. Doch auch Tarus Erinnerungen führen in die DDR und erzählen ihre berührende Lebensgeschichte. Die Geschichte von zwei Kindern, die durch Wald und Feld streifen und offen, mutig und ängstlich sind, die Natur erforschen und Geschichten leben wollen, und langsam erwachsen werden.
Mich hat nicht nur Tarus Geschichte berührt, sondern der ganze wunderbare Roman. Hier ist so enorm viel drin: viele Geschichten werden erzählt, die perfekt zusammen passen und eine herzergreifende Wärme ausstrahlen.
Bewegend wird von Baumverstecken, dunklen Seen, leuchtenden Schnecken, weissen Hirschen, Drachengiebeln und Kesselhaken erzählt. Und immer wieder von Glühwürmchen, den Namensgeber dieses wunderschönen Romans.
"Die Zeit der Glühwürmchen" ist nicht nur ein Roman für Gartenliebhaber, nein, es ist ein Buch für alle, die immer noch staunen können, um das, was um sie herum geschieht und die den Zauber der kleinen, einfachen Dinge noch immer sehen.
Patricia Koelle hat mir mit diesem Roman mein erstes Lese-Jahreshighlight gegeben und ich weiss jetzt schon, dass ich ihn ganz oft verschenken werde, damit auch meine Freundinnen diese ergreifende Geschichte erleben dürfen.
Fazit: Ein bezaubernder, wunderschöner Roman für alle, die ihre kindliche Neugier nicht verloren haben!
5 Punkte.
Rezensionen von Gudrun7:
gute Mischung, die neugierig macht
Kirschkuchen am Meer von Anne Barns
Das Cover lässt einem ja schon vom ersten Anblick an das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Farbgebung und das ganze Drumherum sind stimmig und machen neugierig auf den Inhalt.
Der Schreibstil ist super eingängig und durch die Ich-Perspektive werden die eingefangenen Emotionen nur umso deutlicher und authentischer.
Die Emotionen sind in diesem Buch äußerst vielfältig und jede für sich wunderbar greifbar und nachvollziehbar.
Hier werden Trauer und Heiterkeit, die durchaus nebeneinander Platz haben, wie beispielsweise auch Frust, Rache, Ärger, Wut, Verantwortung, Freundschaft, Liebe, Spannung und noch vieles weitere mehr hervorragend, nicht nur erläutert, sondern durch die jeweilige Stilrichtung greifbar dargestellt.
Die unterschiedlichsten Charaktere, die hier mitwirken, werden jeder mit Intensität und Authentizität mit den jeweiligen Ecken und Kanten vorgestellt.
Nicht zu vergessen ist das Lokalkolorit, das mich, wenn wir wieder "auf Achse" gehen dürfen, an Ort und Stelle lotsen wird.
Das Buch hat mir von Anfang bis Ende wundervolle Leseunterhaltung geschenkt und wieder mal gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt ist.
Die Rezepte, die zum Schluss vorliegen, machen Lust auf´s nachmachen und schaffen noch einen intensiveren Bezug zum Buch generell.
Mein Fazit: gute Mischung, die neugierig macht
Rezensionen von Claudia R:
gelungene Fortsetzung
Das Schicksal der Rose von Cassandra Seven
Klappentext:
Düster und mit eindeutigen Szenen setzt sich das Schicksal der Rose fort.
Liebe - die zerbrochen scheint.
Freundschaft - von Verrat zerfressen.
Das Licht im Schatten
Der Krieg um das Kind von Licht und Dunkelheit
Leana erwacht schwanger aus dem komatösen Schlaf und spürt, dass sie nicht nur das nächste Licht in sich trägt, sondern auch ein zweites Kind mit der Macht Dunkelheits.
Verrat zerfrisst den Glauben in Ihre Freundschaften und die Beziehung zu Damian zerbricht, doch der junge Heerführer ist bereit um die Liebe Leanas zu kämpfen. Doch wer ist Dunkelheit? Und wie retten sie die Kinder vor der Bedrohung des Schattens?
Cover:
Das Cover ist ein Meisterwerk aus vielen verschiedenen Elementen und einer tollen farblichen und küstlerischen Gestaltung. Vor allem die Krone steht sehr im Vordergrund. Diese finde ich sehr gut gelungen und auch die Spiegelungen und die vielen kleinen Ornamente, wie Rosen, Sterne und Verästelungen. es wirkt sehr prächtig, glamourös, aber auch etwas mystisch verrucht, durch die schwarzen Nebelschwaden. Mir gefällt dieser Cover sehr und es passt auch sehr gut zu dem des ersten Bandes. Ein Wiedererkennungseffekt ist vorhanden.
Meinung:
Dies ist der zweite Teil der Reihe "Das Schicksal der Rose". Da diese aufeinander aufbauen, ist zu empfehlen, diese in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Da ich bereits den ersten Teil kannte und erst vor kurzem Gelsen hatte, war ich schon sehr auf den zweiten Teil gespannt.
Leanas und Damians Geschichte geht gleich sehr spannend weiter. Ich habe gleich wieder sehr gut in das Geschehen und die Handlungen hineingefunden.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es ist sehr spannend und fesselnd und man möchte es am liebsten nicht aus der Hand nehmen, da einen die Geschichte richtig gefangen nimmt und man jeder Zeit wissen möchte, wie es weiter geht.
Die Charaktere haben mir auch hier, im zweiten Teil, wieder sehr gut gefallen. Sie haben sehr viel Tiefe und sind sehr gut ausgearbeitet. Weiterhin schaffen sie es Gefühle und Emotionen zu transportieren.
Vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht zu viel verraten. Da ich jedem nur empfehlen kann, diese tolle Reihe zu lesen und zu entdecken.
Die Unterschiedlichen Perspektiven aus der Ich-Perspektive der Charaktere macht das ganze sehr lebendig und spannend. Man kann sich dadurch sehr gut in die Charaktere hineinversetzen. Man bekommt so, die Eindrücke und Gefühle von Damian, aber auch von Leana mit und fühlt regelrecht mit ihnen mit. Da zwischen diesen gewechselt wird, bleibt es zu jeder Zeit spannend und interessant.
Sehr gefühlvoll, bildgewaltig, mit einigen emotionalen Höhepunkten und unvorhersehbaren Wendungen geht es in diesem Teil sehr zur Sache und man ist bereits jetzt auf den dritten Teil gespannt und wie es wohl weiter gehen wird.
Fazit:
Eine gelungene bildgewaltige und emotionale Fortsetzung, die es in sich hat und die mich fesseln und überzeugen konnte.
Rezensionen von Bibliomarie:
Der Geschichte kann man sich nicht entziehen
Das Museum der Welt von Kloeble Christopher
Das „Museum der Welt“ erzählt von der großen Indienreise der bayerischen Brüder Schlagintweit. 1854 bis 1857 dauerte die Forschungsexpedition, die größte ihrer Zeit übrigens, die die Brüder durch Indien und Nepal führte. Unterstützt wurden sie von Alexander von Humboldt, der die Reise nicht selbst durchführen konnte.
Kritische Bemerkungen über die Kolonialmacht England verhinderten, dass er die notwendigen Genehmigungen und Unterstützung bekam.
In Bombay lebt im Waisenhaus des katholischen Priesters Vater Fuchs ein kleiner Junge, Bartholomäus, 12 Jahre alt – mindestens, wie er selbst immer betont. Denn als seinen Geburtstag wurde der Tag seiner Ankunft im Waisenhaus genommen. Der Junge ist klein von Wuchs und von schmächtiger Gestalt, aber umso gewitzter und naseweis. Durch Vater Fuchs lernte er hervorragend Deutsch, verstand auch den bayerischen Dialekt des Priesters und außerdem sprach er eine ganze Reihe von indischen Sprachen. So wird er auf Vermittlung seines väterlichen Freundes und Mentors zum Dolmetscher dieser Expedition.
Aber Bartholomäus hat ein ganz anderes Lebensziel, er will ein Museum der Welt erschaffen. Die ersten Gegenstände haben keine lange Lebensdauer, in einem Waisenhaus herrscht ein rauer Umgang und kein Kind gönnt einem anderen einen noch so kleinen Besitz. So entsteht das Museum in einer Kladde, in die Bartholomäus seine Funde, Erkenntnisse und Gedanken schreibt.
Und diese Kladde macht diesen wunderbaren, sprachmächtigen Roman aus. Die nummerierten Fundstücke sind die Kapitel des Buches.
Christopher Kloeble lässt den Leser an dieser Reise teilhaben, als würde er selbst an der Seite des Jungen reisen. Wir sehen alles aus seiner kindlichen Sicht. Dabei fand ich es besonders gelungen, dass der Autor das im Erzählton des Romans deutlich macht, aber nie in einen anbiedernd-kindlichen Ton erzählt. Ein Kontinent im Erwachen wird geschildert, noch ganz in den Fängen der Kolonialherren, der europäischen Geschäftsleute, der Firengi und der englischen Herren, den Vickis, wie sie Bartholomäus in Anspielung auf die ferne Herrscherin Victoria nennt.
Der geschichtliche Hintergrund und die Dokumentationen der Schlagintweits sind die Folie dieses Romans, der die Reise aus einem ganz anderen Blickwinkel schreibt. Das ist eine Abenteuergeschichte, eine spannende Reiseerzählung, ein sorgfältig recherchierter Bericht und nicht zuletzt auch die Geschichte eines Kindes, das zu sich und seinen Platz in der Gesellschaft findet. So ist auch die abschließende Entscheidung Bartholomäus für seinen weiteren Weg nur folgerichtig.
Man kann diesen Jungen im Lauf dieses wunderschönen Buches nur lieb gewinnen, selten konnte ich mich so in einen Protagonisten einfühlen.
Dieser Roman wird noch lange in meinem Kopf bleiben.
Rezensionen von heinoko:
Lohnt das Lesen nicht
Thirty von Bradley Christina
Der Roman kommt mir so vor, als hielte ich eine Waffel mit mehreren Eiskugeln der gleichen Sorte in der Hand. Erst ist der Geschmack willkommen, weil frisch. Doch nach einer Weile wird das Eis warm, der Geschmack fad, das Eis tropft, macht Flecken, nervt.
Auszüge aus der vom Verlag formulierten Inhaltsangabe lassen uns wissen, dass es um Bella Edwards geht, die nichts auf die Reihe bekommt.
Sie steht kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag und der Mann fürs Leben fehlt immer noch. Hals über Kopf fliegt sie von London nach New York zu ihrer Freundin Esther. Und die hat die rettende Idee: Dreißig Dates in dreißig Tagen auf einem verrückten Trip von New York bis nach San Francisco. Da sollte es doch klappen…
Irgendwo im Buch steht: „Wenn es ums Dating geht, habe ich vor allem eins gelernt: Entweder es klappt, oder es klappt nicht.“ Oweh, solch tiefgründige Erkenntnisse sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Und leider liest man sich entsprechend zunehmend gelangweilt durch die Geschichte und fragt sich immer wieder, wozu man das Ganze überhaupt lesen soll. Mich hat die Oberflächlichkeit des gesamten Buches von Seite zu Seite mehr und mehr genervt. Das einzige, was mich überhaupt davon abhielt, das Lesen abzubrechen, war der frisch-lebendige Schreibstil, der mich ab und zu auch zum Lachen brachte. Aber die lockere Erzählweise allein wiegt das Seichte und Klischeehafte des gesamten Buches nicht auf.
Rezensionen von LadyIceTea:
Rockstar-Romance
How to Love a Rockstar von Keira Flanagan
Das muss auch Josy erfahren, deren Leben auf einmal Kopf steht, nachdem Cedric, der Leadsänger der Lonely Lions, Irlands angesagtester Band, sie vor laufenden Kameras geküsst hat. Nun denkt die ganze Welt, dass sie seine Freundin ist - eine Lüge, die Cedric gerne aufrechterhalten würde, denn er ist den Presserummel um sein Privat- und Liebesleben gründlich leid! Er will endlich Zeit haben, sich voll auf seine Musik zu konzentrieren.
Nur so kann er vergessen, was er zurückgelassen hat, um dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Also schlägt er Josy vor, noch eine Weile länger seine Freundin zu spielen. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr verschwimmen die Grenzen von Spiel und Wirklichkeit.
„How to love a rockstar“ von Keira Flanagan besticht vor allem durch einen sehr angenehmen und fesselnden Schreibstil und eine sympathische Hauptfigur.
Der Roman erzählt gut, wie Jolene unerwartet und eher planlos in die ganze Sache mit dem Rockstar Cedric reinrutscht. Sie hat nicht vor sich zu verlieben und denkt eigentlich nur an ihre beste Freundin Drew. Jolene mochte ich wirklich gerne. Sie ist selbstbewusst und weiß was sie will. Leider blickt auch sie irgendwann bei Cedric nicht mehr durch und wird von dem ganzen Chaos mitgerissen. Jolene ist auf jeden Fall ein Charakter mit dem ich mitfühlen konnte.
Mit Cedric hingegen bin ich nicht richtig warm geworden. Er hat tolle Momente, in denen ich ihn gut leiden konnte, doch dann war er wieder komisch unnahbar. Ich denke, dass das einen Teil seiner Figur ausmacht, doch dadurch konnte ich nicht wirklich Nähe zu ihm aufbauen.
Die Nebenfiguren wie Jolenes beste Freundin Drew und Cedrics Bodyguard Tom sind wirklich sympathisch und bringen oft ein bisschen Wärme und Humor in die Geschichte.
Die Geschichte ist mit ihren ganzen Hochs und Tiefs wirklich interessant. Ich habe gerne mit Jolene mitgefiebert und sie und Cedric durch den ganzen Medienrummel begleitet. Die Wege, die ihre Beziehung dabei ging, waren manchmal sehr verworren und trotzdem fügt sich alles passend.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es ein paar Themen gibt, die am Ende nicht ganz geklärt werden. Da fehlen dann Gespräche oder Begegnungen, die alles noch abgerundet hätten. Das finde ich ein wenig schade.
Aber trotzdem ist dieses Buch alles in allem perfekt für einen gemütlichen Schmökerabend.
Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle Rockstar-Romance-Fans.










