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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein Streifzug durch die Welt der (Film)Bösewichte

Wecke den Joker in dir von Steffen Haubner

Steffen Haubner nimmt das Wesen der Filmbösewichte genau unter die Lupe. Natürlich kann er nicht alle betrachten, denn Filme leben einfach vom Spannungsfeld zwischen gut und böse.

Er stellt uns mehr als 40 Filmbösewichte vor. Dabei stellt er den Protagonisten und den Film an Hand von sechs Bewertungskriterien vor.

Die sind:

Bösartigkeit
Zerstörung
Wahnsinn
Charisma
Intelligenz
Korruption

Dann wird ein wenig über den Film, die Rolle und den Schauspieler geplaudert. Gut gefällt mir das Resümee, das so zusammengefasst wird:

Wichtigste Lektion
Bester Satz
Klugscheißerinfo
Basics

Auffallend ist, dass es nur ganz wenige Frauen in die Rolle eines
Bösewichtes und in dieses Buch geschafft haben. Das sind z.B. Beverly Sutphin („Serial Mom), Annie Wilkes („Misery“) oder Amy Dunne („Gone Girl“).

Ich persönlich mag ja eher die älteren Filme wie „Dirty Harry“, „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Der Pate“und „Apocalypse Now“ (ach, Marlon Brando forever!). Natürlich sind Anthony Hopkins als Hannibal Lecter oder Jack Nicholson als Joker echt gelungene Besetzungen - die beiden verkörpern ihre Rollen sehr authentisch.
Von den jüngeren mag ich „Inglourious Basterds“ und Christoph Waltz, der den „Hands Landa“ sher glaubwürdig verkörpert.

Warum man sich an die Bösewichte eher erinnert (Ausnahme natürlich James Bond)? Vielleicht, weil in jedem von ein kleiner oder größerer Teufel steckt, der nur auf die richtige Gelegenheit wartet, aus der Schachtel, pardon, aus unserem Inneren zu springen?

Dabei muss man ja nicht gleich morden oder ganze Städte in Schutt und Asche legen. Man kann es ja so subtiler angehen. Wie heißt es auf Seit 19 so nett: „Nur Versager morden, die Cleveren gehen in die Wirtschaft.“ Wenn ich mir die Konzerne so ansehe, kann darin durchaus ein Körnchen Wahrheit liegen.

Fazit:

Das Buch liest sich angenehm, locker und hat mich an einige große Kinofilme und Leinwandgrößen erinnert. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich nicht vollends überzeugt

Mozarts letztes Requiem von Prinz Jago

Der Name „Mozart“ ist ein Garant für klingelnde Kassen.

„Was wird stattdessen heutigentags aus Mozart gemacht? Eine Marke, die es kommerziell auszuschlachten gilt. Ob Mozartkugel, Mozarttorte, Mozartlutscher, Mozartkutsche, es fehlt nur noch, dass jemand einen Mozart-Krimi schreibt…“ ereifert sich der greise Mozart-Experte Professor Schneiderhahn auf S.

50.

Et voilà! Da ist er. Zwar ist dieser Krimi nicht der erste oder einzige, der sich des kurzen Lebens von Wolfgang Amadeus Mozart rankt, kann aber mit einer Fülle von Details aufwarten.

Worum geht‘s also genau?

An Mozarts Todestag wird wieder einmal das Mozart-Requiem in der Salzburger Kirche zu St. Peter aufgeführt. Chefinspektor Nathan Stiller lauscht ergriffen und nickt dabei ein. Mit dem kurzen Schlummer ist es vorbei, als der Dirigent Isaac Löwenstein tot umfällt. Schnell ist klar, dass Löwenstein vergiftet worden ist. Sofort kursieren die Gerüchte, die schon bei Mozarts Tod die Runde gemacht haben - „Aqua Toffana“. Einige Verdächtige sind auch schon ausgemacht. Da sind zum Beispiel der Chorleiter Samuel Libeskind, die attraktive und einflussreiche Magdalena Rosenthal oder der „Ortskaiser“ Theodor König.
Anfangs hat Chefinspektor Stiller eine große Auswahl, doch sterben ihm einige der Hauptverdächtigen nach und nach weg.

Wer treibt da ein böses Spiel mit ihm?

Meine Meinung:

Ich mag komplexe Krimis, bei denen wenig so ist wie es scheint. Doch dieser hier bringt mich an meine Grenzen. Nicht nur, dass ein Fülle von Personen kommt und geht, wirft der Autor, von dem der Verlag nur preisgibt, dass er im Salzburger Raum lebt und, dass es sich um seinen Debüt-Roman handelt, seinen Lesern unheimlich viel Detailwissen rund um Mozart an den Kopf. Seitenweise Rezitationen aus Briefen, aus Werken - zum Teil in Originalsprache italienisch oder gar Latein - stellen die Leser vor große Herausforderungen. Jedes Detail lesen? Oder doch die Passage überspringen?

Neben der Mordserie, die es aufzuklären gilt, muss sich Stiller noch mit eine Journalisten, der einen Kriminalroman schreiben möchte und deshalb dem Chefinspektor wie eine Klette am Rockzipfel hängt, herum schlagen. Der Name des Journalisten, der als Ich-Erzähler durch den Krimi führt, bleibt ungesagt. Es scheint, als wäre er das Alter Ego von Jago Prinz. Da hätte der werte Autor auf Chefinspektor Stiller hören sollen, der ihm einmal sagt: „Ihr Krimi muss an Tempo gewinnen“ (Seite 119).

Natürlich ist dies eine fiktive Geschichte, denn in Wirklichkeit würde sich sofort nach dem zweiten Mord das LKA einschalten, eine SOKO gebildet und ein ganzer Schwadron von Ermittlern in Marsch gesetzt. Spätestens als sich Stiller in eine Verdächtige, Cecilia Vinci verliebt, wäre Schluss mit seinen, nur von Gruppeninspektor Biba unterstützten, Ermittlungen.

Die meisten Charaktere sind vielschichtig und kapriziös angelegt.
Fast alle sind der Musik Mozarts verfallen und so stellt sich die Frage „Kann Musik töten?“. Gut gelungen ist, dass sich die einzelnen Mitspieler durch ihre Sprache unterscheiden. So spricht Prof. Schneiderhahn eine antiquierte und stellenweise martialische Sprache, die sehr gut zu seiner ewig gestrigen Einstellung passt.

Auffallend ist, dass einige der Toten jüdische Namen tragen. Dieser Umstand führt Nathan (sic!) Stiller auch in das ehemalige KZ nach Mauthausen.

Der Schreibstil ist ausschweifend. Wer das und Schachtelsätze mag, wird hier seine Freude haben.

Die Idee hat mir sehr gut gefallen, aber mich dermaßen mit Detailwissen über Mozart zu erschlagen, hat mir ein wenig die Lust am Lesen vergällt. Mehrmals habe ich mit einem Abbruch geliebäugelt. Hier wäre ein Straffung bzw. ein behutsames Eingreifen von Seiten des Verlages angebracht gewesen. Dieser Krimi ist eher für den Mozart-Experten ein Gewinn, als für den üblichen Krimileser, der sich gut unterhalten möchte. Nicht alles, was ein Autor weiß, muss dem Leser vermittelt werden.

Stellenweise liest sich das Buch wie ein Mix aus Donna Leon, Dan Brown und Umberto Eco.

Fazit:

Dieser Krimi ist eher für den Mozart-Experten ein Gewinn, als für den üblichen Krimileser, der sich gut unterhalten möchte. Diesmal reicht es gerade einmal für 3 Sterne.

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Eine gelungene Forstsetzung

Blutige Düne von Sabine Weiß

In ihrem vierten Fall muss Liv Lammers bis an ihre Grenzen gehen. Sie verbringt gerade ein paar unbeschwerte Urlaubstage mit ihrer Tochter Sanna auf Sylt, als eben dort Rocco, der Mitarbeiter einer Table-Dance-Bar, ermordet aufgefunden wird. Daher unterbricht Liv ihre freien Tage und beginnt zu ermitteln.

Das Motiv ist völlig unklar. Hat Roccos Tod mit seinem beruflichen Umfeld oder mit einem Streit unter Rockern zu tun? Und wie passt hier die mit schwarzem Nagellack geschriebene Botschaft dazu?
Wenig später wird der junge Naturschützer Tobias überfallen und überlebt nur mit knapper Not. Lange ist nicht klar, ob und wie die Fälle zusammenhängen, bis im Sand der Dünen ein Fläschchen schwarzer Nagellack gefunden wird....

Lammers hat alle Hände voll zu tun, denn sie ortet einen Zusammenhang, den die Gruppe von LKA-Ermittlern nicht ernst nehmen will. Die haben ihren Fokus so engstirnig auf das Aufdecken von organisierten Verbrechen gerichtet, dass sie gar keine anderen Möglichkeiten zulassen. Kollateralschäden sind dabei wohl einkalkuliert.

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Einen Durchbruch gibt es erst, als Liv auf einen mehrere Monate zurück liegenden Tod eines jungen Mädchens stößt.

Doch auch privat wird Liv wieder gefordert, denn Ocke, ihr herrischer Vater, dringt wieder einmal ungebeten in ihr Leben ein.

Meine Meinung:

Sabine Weiß schafft es wieder, ihre Leser weit in die Irre zu führen. Die tappen, wie die Ermittler längere Zeit im Dunklen. Eine besondere Idee, weil bislang noch nicht vorgekommen, ist das Entdecken der Leiche durch ein kleines Mädchen, das eine „hässliche Puppe“ vom Flugzeug aus in einem Baum hängen sieht. Klasse Idee!

Wir erhalten immer wieder Einblick in das Privatleben von Liv. Die allein erziehende Mutter verteidigt ihre Tochter wie eine Löwin, vor allem vor ihrer eigenen Familie. Zwischendurch blitzen Flashbacks bei Liv auf, die Schlimmes befürchten lassen. Der vierte Fall von Liv Lammers endet mit einem fiesen Cliffhanger, der uns den Mund auf einen fünften Fall wässrig macht.

Der Schreibstil ist wie immer anschaulich und spannend. Die leser, die Sylt (noch) nicht kennen, können sich ob der gut beschriebenen Szenen ein Bild von der Insel machen. Kurz sieht es so aus, als ob sich alle Kotzbrocken der Welt auf Sylt versammelt hätten.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi 4 Sterne und warte ungeduldig auf Band 5.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein gelungener Ratgeber

Überzeugungstäterin von Susanne Westphal

Susanne Westphal richtet sich mit ihrem Buch „Überzeugungstäterin“ vornehmlich an Frauen. Nämlich deshalb, weil Frauen nach wie vor viel zu nett zu Mitmenschen in ihrem Berufs- oder Privatleben sind. Das soll aber nicht bedeuten, dass sich Frauen flegelhaft benehmen und/oder so manches Exemplar der männlichen Spezies kopieren sollten.

In 13 Kapiteln erläutert die Autoren ihre Anregungen:

Entscheidungen treffen
Sichtbare Aufgaben und Projekte angeln
Neinsagen
Energiebremser und Kraftfresser loswerden
Weg mit den Selbstzweifeln
Gelungene Selbst-PR: Machen Sie von sich reden!
Netzwerken: Strategisch neue Kontakte knüpfen
Typgerecht kommunizieren
In Meetings Gehör finden
Erfolgreiche Verhandlungen führen
Selbstbewusst Gehalt und Honorare verhandeln
Kritik klar äußern und annehmen
Souverän mit Provokationen und Beleidigungen umgehen

Ergänzt werden diese 13 lehrreichen Kapitel durch „Sätze für die Handtasche“ und einem kurzen Leitfaden, der frau „in 8 Schritten zur Überzeugungstäterin“ machen kann. Allerdings, muss das geübt werden. Am besten täglich, immer und überall!

Meine Meinung:

Susanne Westphal hat einen angenehmen Schreibstil. Sie vermittelt einen guten Überblick über die „handelsüblichen“ Mechanismen, die frau zu überwinden hat, um zur Überzeugungstäterin zu werden. Das Buch ist ein Übungsbuch. Übung macht die Meisterin! So wie Kopfstand machen, Rad fahren oder Vokabel geübt werden müssen, um diese zu beherrschen, muss auch z. B. das „NEIN-Sagen“ geübt werden. Immer wieder, bis zur Perfektion!

Das Cover, das die meisten von uns an James-Bond-Filme erinnert, sticht sofort ins Auge.

Mit dem Kauf der Printversion erhält man gleichzeitig das Hörbuch gratis dazu. Der Code hierzu ist im Inneren des Buches angegeben. Damit beugt die Autorin der möglichen Ausrede, das Buch zum Üben nicht dabei haben zu können vor. Als Hörbuch ist es immer präsent. Eine echt coole Idee! Gesprochen wird das Hörbuch von der Autorin selbst. Ihre angenehme Stimme ist eingängig und lässt die einzelnen Lektionen auch im Spazieren gehen oder beim Laufen hören.

Also keine Ausreden mehr - üben, üben und nochmals üben!

Fazit:

Ein gelungener Ratgeber, der durch die Kombination Print- und Hörbuch unter den zahlreichen Ratgebern, wohltuend hervorsticht. Gerne gebe ich diesem Buch 5 Sterne.

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Rezensionen von begine:

Fesselnd

Marta schläft von Romy Hausmann



Von der Schriftstellerin Romy Hausmann habe ich schon Liebeskind gerne gelesen.
Der Neue Roman „Marta schläft“ ist ein fesselnder Psychothriller.

Nadja soll als 15jährige ihre Mutter umgebracht haben. Nach ihrer Haft braucht sie Tabletten. Sie hat einen seelischen Knacks, leidet an gemeinen Träumen und Ängsten.

Ihr Chef und seine Frau, die sie als Freundin ansieht spielen ein bizarres Spiel mit ihr. Manchmal kann man sie nicht richtig verstehen, aber durch ihre Psychose, ist sie ein leichtes Opfer, aber sie ist auch nicht ohne.

Daneben erzählt sie für ihren kleinen Bruder von ihrer Kindheit. Ihre Mutter war Marta und sie hatte viele verschiedene männliche Gäste, wie sie sie ihrer Tochter gegenüber nennt.

Die Autorin gibt den Thriller eine spannende Geschichte, sie lässt uns ziemlich zittern.
Der Roman ist gut geschrieben und geht unter die Haut.

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Rezensionen von inya:

etwas schwach

Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich von Tessa Randau

Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich etwas Aufbauendes und ermutigendes in diesen Tagen gesucht habe. Ich finde die Aufmachung und Gestaltung des Buches wunderschön. Ich finde es ist mit viel Liebe gestaltet worden und die kleinen Zeichnungen sind süß. Über den Inhalt des Buches kann man sicher streiten.

Man weiß gar nicht so recht, ist es eine Geschichte oder ein philosophischer Dialog zwischen zwei fiktiven Personen? Die "Geschichte" handelt davon, dass sich die Protagonistin in ihrem Leben gefangen fühlt und ihren ganzen Luxus, den sie besitzt nicht mehr schätzen kann. Dann trifft sie zufällig eine alte Frau auf einer Lichtung, die ihr die vier wichtigen Lebensfragen stellt und ihr Aufgaben gibt. Das finde ich noch ok, aber den Schluss hätte sich die Autorin in meinen Augen schenken können. Denn dieser ist wirklich oberflächlich und in meinen Augen zeigt er auch ein wenig die Arroganz der Mittel- und Oberschicht, die allen zeigen will, dass man mit wenig im Leben auch super auskommt und ein tolles Leben haben kann. Doch in meinen Augen ist diese Formulierung sehr einfach wenn man von einem sehr hohen Level kommt, dann sind zwei oder drei Level darunter immer noch sicher mehr als die meisten haben.

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Rezensionen von inya:

Inspirierend

Young Rebels von Benjamin Knödler; Christine Knödler

Dieses Buch ist wirklich inspirierend. Es beinhaltet ganz viele junge Persönlichkeiten, von denen ich ehrlich gesagt, noch nie etwas gehört habe, aber die ganz Großes schon in ihrem kurzen Leben geleistet haben. Auch finde ich es fantastisch, dass dieses Buch ganz viele verschiedene Themenbereiche anspricht, durch das Schaffen der jungen "Rebellen".

So geht es um die Waffengewalt in Amerika, oder die Selbstbestimmtheit von Mädchen und Frauen in Pakistan. Alles Themen, die extrem wichtig sind, aber leider oft viel zu kurz kommen. Schon allein auf Grund der Themenauswahl regt dieses Buch zum Nachdenken an und man beginnt sich vielleicht mit dem ein oder anderen Thema wieder mehr auseinander zusetzen. Ich finde es auch klasse, dass nicht nur aktuelle Jugendliche porträtiert werden, sondern auch bedeutende Jugendliche aus der Geschichte, wie der Schüler Louis Braille, der die Blindenschrift entwickelt hat. Man lernt also auch noch viel dazu. Ein tolles und inspirierendes Buch, für die gesamte Familie!

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Rezensionen von Claudia R:

spannend, humorvoll ...

Inselaffäre von Anja Eichbaum

Klappentext:

Partystimmung auf Norderney. Ein Fotoshooting junger Cosplayer sorgt für Aufsehen. Nichts, worüber sich Inselpolizist Martin Ziegler Sorgen machen würde, wäre nicht zeitgleich die Hochzeit von Pensionsbesitzerin Daniela, bei der er Trauzeuge ist. Zum Glück ist auch die Polizeipsychologin Ruth Keiser eingeladen.

Denn es gibt einen mysteriösen Todesfall im Schrebergarten. Dabei ahnt Martin noch nicht, dass dies erst der Auftakt zu viel Schlimmerem ist …

Cover:

Das Cover wirkt fast schon ein wenig idyllisch, jedoch drückt der wolkenverhangene Himmel die Stimmung. Man erkennt den Strand, das Meer und ein farbgewaltiger Abendhimmel rundet das Cover sehr gut ab und macht neugierig auf diesen Kriminalroman.

Meinung:

Dies ist bereits der dritte Fall in dem der Inselpolizist Martin Ziegler und Polizeipsychologin Ruth Keiner gemeinsam ermitteln. Aber auch ohne die vorherigen Bücher zu kennen, kann man hier mitraten und miträtseln, denn die Fälle sind mit jedem Buch abgeschlossen und so kommt man auch ohne Vorkenntnisse sehr gut in dieses Buch und die Geschichte hinein.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es lässt sich sehr gut und locker lesen. Der Schreib- und Erzählstil ist sehr bildlich und authentisch. Man kann sich sehr gut und die Situationen und Handlungen hineindenken und erlebt dies sehr gut mit. Auch der Humor hat hier sehr viel Charme und Präsenz.

Auch die Beschreibungen der Umgebung und Orte ist sehr gelungen, man fühlt sich, wie auf einem Kurzurlaub und kann das Meer regelrecht fühlen und spüren.

Die Gliederung finde ich sehr gut, da man durch diese sehr gut die vergangene Zeit und den Ablauf der Handlungen im Blick behält. Die Kapitel sind zwar z.T. etwas länger, aber dies war nicht weiter störend, da einen das Buch nach wenigen Seiten gefangen nimmt und fesselt und man so sehr gut voran kommt. Die Seiten vergehen regelrecht wie im Flug.

Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Man trifft hier auf alte Bekannte, aber auch neue Charaktere, die sehr gut ausgearbeitet sind und sehr real und mit ihren Ecken und Kanten sehr authentisch rüber kommen. Mir haben die Charaktere sehr gut gefallen.

Es war spannend, humorvoll und überraschend. Ich liebe solche lokalen Krimis, in den diese besondere Stimmung und das Flair rüberkommt. Hier bekommt man die Eindrücke der Region, gepaart mit Winde Prise Humor und einem spannenden Kriminalfall.

Toll fand ich auch das Personenregister gleich am Anfang. Dies ist sehr hilfreich und eine wirklich tolle Idee.

Mich hat dieser Krimi sehr gut unterhalten und ich konnte sehr gut mit fiedern und mit rätseln. Es war spannend und konnte durch einige überraschende Wendungen und unvorhersehbare Handlungen überzeugen und mich gefangen nehmen. Ein spannender, humorvoller und empfehlenswerter Krimi, der mich überzeugt hat.

Fazit:

Ein packender und humorvoller lokaler Krimi mit tollen Charakteren und einen fesselnden und spannungsgeladenen Fall.

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Rezensionen von Claudia R:

Abenteuer mit Max und Mux

Max und Mux und der Riesenwunschpilz von Sven Schröder

Klappentext:

Max und Mux sind die besten Freunde, die man sich nur vorstellen kann. Sie leben im Fabelwald, seit sie denken können - Max im rechten Baumhaus und Mux im linken. Wenn dem einen mal langweilig ist, geht er den anderen einfach besuchen. Doch eines Tages zieht es sie hinaus in die Welt hinter ihren Baumhäusern - auf der Suche nach dem geheimnisvollen Wunschpilz.

Und so packen sie ihre Siebensachen, vier Leberwurstbrote und eine Thermoskanne voll Tee ein und machen sich auf ins Abenteuer ...

Cover:

Das Cover ist sehr schön und farbenfroh gestaltet. Man erkennt einen riesengroßen blauen Pilz mit weißen Punkten und darunter stehen Max und Mux. Weiterhin sind viele kleine tolle Details zu entdecken, wie die Mäuse und einige andere Gestalten. Auch der Hintergrund ist sehr gut gelungen und passend. Es ist wunderschön und voller liebevoller kleiner Details.

Meinung:

Die Geschichte ist sehr niedlich und sehr liebevoll gestaltet. Die Schriftart ist ein wenig verschnörkelt und so etwas Besonderes, aber sehr passend zu Geschichte.

Das Buch bzw. die Geschichte ist in 8 Kapitel eingeteilt. Die längen der Texte und Kapitel ist sehr angenehm und altersentsprechend gestaltet. Die Texte sind nicht zu lang und man kann diesen sehr gut folgen.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Jedoch empfand ich die teils bunt geschrieben Wörter etwas sonderbar und verwirrend, da diese keinen bestimmten Regeln folgten. Manche Wörter wurden farblich hervorgehoben, aber es war nicht heraus zu finden, warum manche hervorgehoben wurden. Dies war etwas verwirrend.

Die Geschichte selbst war sehr liebevoll und spannend gestaltet. Auf den ersten Seiten lernt man Max und Mux kennen und was die beiden so aus macht. Dann stoßen sie auf ein seltsam großes Buch und ihr Abenteuer beginnt.

Vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, da ich ansonsten zu viel vorweg nehmen würde.

Die Illustrationen sind sehr schön, bunt und detailreich gestaltet, so dass man auf diesen sehr viel entdecken kann. Mir haben diese sehr gut gefallen.

Auch die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet, so dass diese einem sehr sympathisch sind und man ihnen ihr kleines Abenteuer regelrecht miterlebt. Auch die beiden unterschiedlichen Charaktere von Max und Mux wurden sehr gut hervorgehoben und herausgearbeitet. Beide sind sehr liebenswert und haben eine sehr schöne Art des Umgangs.

Die Geschichte ist sehr interessant und auch spannend gestaltet und am Ende ist man neugierig auf weitere Abenteuer von Max und Mux und hofft, dass da noch so einige folgen werden.

Fazit:

Ein niedliches und liebevoll gestaltetes Kinderbuch, mit unterschiedlichen, aber sehr sympathischen Charakteren und einem kleinen Abenteuer.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Absolute Leseempfehlung!

Hin und nicht weg von Lisa Keil

Dieses Buch war (nach "Bleib doch, wo ich bin") bereits der zweite Roman aus der Feder von Autorin Lisa Keil, den ich lesen durfte und der mir wundervolle Lesestunden beschert hat! Man merkt sofort, dass die Autorin ein großes Herz für Tiere hat und – als Tierärztin – durchaus weiß, wovon sie spricht.

Hier werden Tiere im Hinblick auf das Handlungsgeschehen nicht auf Gassigänge reduziert oder lediglich als nette Ergänzung betrachtet – stattdessen nehmen sie eine tragende Rolle ein und werden mitsamt ihren Eigenheiten so liebenswürdig beschrieben, dass man als Tierfreund einfach nur begeistert sein kann!

Der charismatische Tierarzt Rob hat mit seiner Praxis auf dem Land alle Hände voll zu tun – auch privat drücken ihn ein paar Sorgen: die finanzielle Lage, eine unglückliche Liebe… Da nützt es auch nichts, dass sämtliche Damen der Region ihm nachschmachten und mit allerlei Tricks versuchen, die Tiersprechstunde zu ihren Gunsten zu nutzen – der attraktive Doktor konzentriert sich rein auf seinen Job. Zu allem anderen würde ihm ohnehin die Zeit fehlen. Auf der Hochzeit seiner besten Freundin (und heimlicher Liebe) begegnet er Anabel – die mit ihren Tattoos und bunten Haaren regelrecht aus der Masse heraussticht…dabei wollte sie eigentlich genau das Gegenteil erreichen: frisch abgehauen aus Berlin, hatte sie die Hochzeit ihres Cousins in Neuberg als ideale Gelegenheit zum Abtauchen erachtet – es muss doch immerhin wenigstens einen Vorteil haben, dass Lasse am Ende der Welt wohnt, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen und am späten Nachmittag die Bürgersteige hochgeklappt werden! Als eine kleine Notlüge gegenüber ihrem Vater eine Eigendynamik entwickelt, wird sie von Rob aus Aushilfskraft engagiert und lernt in den darauffolgenden Wochen nicht nur unheimlich viel über sich selbst, sondern wird auch immer wackeliger in ihrem Vorsatz, sich auf keinen Fall in Rob zu verlieben…

Die in sich geschlossene Geschichte kann unabhängig vom ersten Band gelesen werden und ist für mich eines meiner Jahreshighlights! Der Vorgänger hatte mir bereits sehr gefallen, aber von "Hin und nicht weg" war ich, im wahrsten Sinne 'hin und weg'! Ein Wohlfühlbuch par excellence mit unheimlich viel Tiefgang, das von seinen sympathischen, facettenreichen Figuren, glaubwürdigen Dialogen, jede Menge Humor und ganz großen Gefühlen lebt. Den Protagonisten wird ausreichend Zeit zum Kennenlernen gegeben; die potentielle Liebesgeschichte ist zwar ein wichtiges Element, aber eben nicht das einzige Highlight in diesem Werk – herrlich! Insbesondere Anabel legt eine Wandlung hin, die sich gewaschen hat – von widerborstiger Stadtpflanze zum absoluten Sonnenschein. Mindestens ebenso bezaubernd waren die tierischen 'Gastauftritte' – im Vorfeld hatten Leser/innen sich mit ihren Haustieren um eine Verewigung im Roman bewerben können. Auch die ländliche Idylle ist so traumhaft aufs Papier gezaubert worden, dass man am liebsten selbst aufs Land ziehen möchte.

Fazit: Ein Muss für Tier-Freunde und Fans von herzerwärmenden Romanen voller Romantik! Dieses Werk ist Glück zwischen zwei Buchdeckeln! Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band, der im Sommer 2021 erscheinen soll.

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