Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

Filmfestival mortale

Wenn es Nacht wird am Lago Maggiore von Bruno Varese

Von seinem Freund Flavio hat sich Matteo Basso breitschlagen lassen und ist mit ihm nach Locarno zum Filmfestival gefahren. Hier hofft Flavio auf ein Zusammentreffen mit seiner Jugendliebe Karlotta Tramboni, die als Schauspielerin Karriere gemacht hat. Tatsächlich erkennt Karlotta ihren Jugendfreund wieder und lädt ihn zur After-Party ein.

Nur darauf hat nach dem Film niemand mehr Lust. Warum: die talentierte Jungschauspielerin Simona Morelli wird vor den Augen der 8000 Filmgäste erschossen.
Kommissar Alberto Orler von der Polizei in Locarno ist gleich vor Ort und da in diesem Fall, der die Schweiz und auch Italien betrifft, der grenzüberschreitende kleine Dienstweg am einfachsten zu handhaben ist, spannt er Matteo Basso sofort für seine Zwecke mit ein. Matteos Freundin die Kommissarin Nina Zanetti aus Mailand ermittelt ebenfalls mit. Zusammen suchen sie nach einem Mörder.


Dies ist nun schon das 4. Mal, dass ich mit Matteo und Nina auf Ermittlungstour gehe. Ich mag diesen Mann mit seiner Macelleria in Cannobio am Lago Maggiore mit einer seltenen Mischung aus Fleischer und Polizeipsychologen, der die Hektik Mailands gegen die beschauliche Provinz eingetauscht hat und seinen Tag mit einem Bad im Lago beginnt. Auch Nina ist mir in den letzten Fällen sehr ans Herz gewachsen. Genau so wie die drei Alten, Flavio, Luigi und Beppo, die drei Auto-Doctores, die Matteos Macelleria am Laufen halten, wenn er mal wieder auf Mörderjagd geht. Ihre Sprüche zaubern mir jedes Mal ein Schmunzeln ins Gesicht.

Diesmal lerne ich Locarno und die Gegend um den Comer See kennen. Nach den Beschreibungen sollte mein nächster Urlaub auch mal dorthin führen. Nicht nur wegen der wunderschönen farbenfrohen Flora, den kleinen wie gemalten Ortschaften, sondern auch wegen dem Essen, bei dessen Beschreibung mir jedes mal das Wasser im Mund zusammen läuft.

Dieser Fall hier ist etwas knifflig. Es dauert schon eine Zeit, bis die Ermittler nach einigen Wendungen endlich auf der richtigen Spur sind. Wobei ich schon einen Täter fest im Blick hatte, der es dann aber doch nicht war. Mit der absolut nachvollziehbaren Lösung des Falles und dem dann endlich gefassten Mörder hatte ich so nicht gerechnet.
Aber das macht halt einen guten Krimi aus.

Einen gut recherchierten, glaubhaften Krimi mit interessanten Protagonisten und einem nachvollziehbaren Motiv, den habe ich hier vorgesetzt bekommen und empfehle ihn gerne weiter.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Rezensionen von manu63:

Falsche Reihenfolge

Der Funke des Lebens von Picoult Jodi

Der Funke des Lebens ist ein Roman der Autorin Jodi Picoult in dem sich dem heiklen Thema Abtreibung annimmt. Der Polizeiunterhändler Hugh McElroy muss sich einem verzweifelten Amokläufer entgegenstellen, der in eine Abtreibungsklinik eingedrungen und Geiseln genommen hat. Schockiert muss Hugh feststellen, das sich unter den Geiseln seine Tante Bex und seine Tochter Wren befinden.

Das Buch beginnt um 17 Uhr und springt immer weiter in die Zeit zurück bis auf 8 Uhr am Morgen und endet mit dem Epilog um 18 Uhr. Für mich eine unglückliche Wahl der Reihenfolge. Bereits im ersten Kapitel wird mir fast der gesamte Schluss der Geschichte erzählt und die Zeitsprünge immer weiter zurück fand ich störend und entsprach nicht meinem Geschmack. Als ich bei 13 Uhr angekommen war habe ich angefangen das Buch rückwärts zu lesen, beginnend mit 8 Uhr. Das fand ich für meinen Lesefluss viel besser und das war auch für die Entwicklung der Geschichte angenehmer. Nach und nach wurden mir die Protagonisten vorgestellt und ich erfuhr warum sie an diesem Tag in der Klinik waren. Auch einiges aus dem persönlichen Hintergrund konnte ich erfahren. So was der Schreibstil für mich gut lesbar und ich versuchte beim Lesen auszublenden was ich bereits wusste.

Die Autorin geht behutsam mit dem Thema Abtreibung um und lässt die Motive der einzelnen Charaktere für sich stehen, ohne den Leser in eine bestimmte Richtung zu drängen. Die Stimmungen der Handelnden sind gut nach vollziehbar und erwecken Verständnis für die jeweilige Lage.

Am Ende des Buches gibt es einen guten Überblick über die derzeitige Lage für Abtreibungen in den USA und den daraus resultierenden Problemen. Für mich ein interessantes Buch das leider eine für mich falsche Chronologie hat. Wäre das Buch von 8 Uhr bis 18 Uhr aufgebaut hätte es von mir die volle Punktzahl bekommen, aber durch die Chronologie von 17 Uhr bis 8 Uhr und einem Schluss um 18 Uhr fand ich es schlecht lesbar und das ich praktisch den Schluss schon kannte, nahm vieles an Spannung aus dem Buch. Daher gibt es für mich dafür einen Punktabzug in der Wertung.

Meine Empfehlung lautet das Buch von hinten nach vorne zu lesen und zum Schluss den Epilog von 18 Uhr, dann ist es ein spannendes gut aufgebautes Buch.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von manu63

Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:

brillant

Ich bleibe hier von Marco Balzano

Die Geschichte von Trina, die ihr ganzes Leben inklusive der Kriegszeit in ihrem Heimatdorf Graun in Südtirol erlebt ist zu tiefst berührend. Um dem Krieg zu entkommen könnte sie mit ihrem Mann nach Deutschland auswandern, so wie es viele im Dorf tun. Doch Trina und ihr Ehemann bleiben und erleben sehr harte Zeiten bis zum Ende des Krieges.

Da es ihr die Faschisten nicht erlauben als Lehrerin zu unterrichten tut Trina dies heimlich, in Scheunen, auf Wiesen, in Kellern. Als ihr Mann in den Krieg einberufen wird kümmert sie sich um den Hof. Verwundet kehrt ihr Mann Erich zurück. Gemeinsam desertieren sie in die Berge, als der Krieg vorüber ist leisten sie Widerstand gegen den Bau eines Stausees welcher ihr Heimatdorf fluten soll. Das Dorf wird trotz des Widerstandes der Dorfbevölkerung geflutet, heute sieht man noch die Kirchturmspitze aus dem Stausee ragen.
Die sehr spannende Geschichte ist nicht nur gut recherchiert, die raue, unmenschliche Gegend sowie die dazugehörigen Protagonisten ziehen den Leser mitten ins Geschehen.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen – es ist absolut lesenswert. Kopfkino pur!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche

Rezensionen von Marie aus E.:

Fantasy für junge Lesende

Ich bleibe hier von Marco Balzano

Beworben wurde das Buch mit "einer Mischung aus Harry Potter und der fabelhaften Welt der Amelie" - klar, dass meine Erwartungen hier sehr hoch waren.

Claire lebt im Internet und muss ganz plötzlich nach Hause, weil etwas Furchtbares passiert ist.
'Die Anfangsszenen sind etwas düster und auch traurig, aber dann entwickelt sich das Buch zu einem echten Fantasy-Abenteuer für jüngere Leser, das nicht bedrückend und schwer ist.

Empfohlen wird das Buch ab zehn Jahren und das hat bei uns perfekt gepasst. Das Buch ist nicht brutal wie Harry Potter - trotzdem voll von Magie und auch lustigen Wesen.
Dadurch hat es trotz aller Theatralik eine Leichtigkeit, die wunderbar für die Altersgruppe passt - ob es nun die schwerhörigen Ahnen in der Gartenmauer sind oder lustige Geister.

Die Hauptperson Claire ist ein Mädchen, mit dem man sich sofort identifizieren kann, hilfsbereit, tapfer und mutig.

Für Erwachsene fehlt es mir etwas an Komplexität - aber für uns ist es auch nicht geschrieben, das Zielgruppenkind ist jedenfalls sehr begeistert (mag auch Harry Potter, also durchaus ein genreerfahrenes Kind) und sagt:

"Volle fünf Sterne!"

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marie aus E.

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Hyggeliger Lesespass

Das kleine Hotel auf Island von Julie Caplin

Auch im vierten Band der Romantic Escapes-Serie (die man unabhängig voneinander lesen kann) treffen wir auf Bekannte aus den Vorgänger-Bänden. Zum Beispiel (und nur kurz) auf Jane und Peter, ehemalige Teilnehmer am Backkurs in der kleinen Bäckerei in Paris, und (ganz lang) auf Alex, Sebastians Freund.

Hier auf Island soll Alex inkognito in der Northern Lights Lodge arbeiten und schauen, ob die Lodge läuft oder nicht. Alex Chef und Stiefvater Quentin will die Lodge kaufen, aber weiss, dass es in letzter Zeit schlechte Kritiken gab. Deshalb schickt er Alex hin, der ihm berichten soll.

Lucy sucht dringend einen neuen Job und übernimmt die freie Stelle als Hotelmanagerin - dafür reist sie sogar nach Island. Vorerst für zwei Monate, vielleicht auch länger, wenn sie punkten kann. Doch Lucy weiss nicht, dass die Lodge verkauft werden soll, auch nicht, dass Alex nicht nur Barmann ist. Alex ist häufig zur Stelle und macht viel mehr, als nur hinter der Bar zu stehen und ab und zu zu kellnern. Lucy kommt es komisch vor, ist aber froh auf Alex zählen zu können und hinterfragt nicht weiter. Denn es gibt viel zu tun, ihre Vorgänger waren schlechte Chefs.

Nicht nur in der Organisation gibt es Probleme, denn immer öfters verschwinden Dinge, gehen kaputt oder Mails kommen nicht an. Daran soll das Elfenvolk Schuld sein, doch weder Lucy noch Alex glauben daran. Als wär das alles nicht genug, taucht auch noch eine Filmcrew auf, die nicht nur die Polarlichter filmen wollen, sondern auch die Hotelangestellten während der Arbeit. Dies passt weder Lucy noch den anderen - gemeinsam versuchen sie die Crew abzulenken.

Die zwei Monate vergehen nur zu schnell für Lucy, sie möchte am liebsten gar nicht mehr weg, sie ist begeistert von Island, immer mehr von der Lodge - und auch von Alex...

In der Lodge würde ich gerne Urlaub machen. Julie Caplin erzählt von heissen Quellen, Gletschern, Schneefall, von Hygge und bringt viel Gefühl darin unter.

Eigentlich wäre "Das kleine Hotel auf Island" ein Kandidat für 5 Punkte. Dass aber Lucys Geheimnis in die Richtung "Riesendrama um nichts" (oder zumindest um nicht viel) geht und die Unverfrorenheit der Filmcrew überall zu filmen (hier hätte Lucy durchgreifen müssen), wie auch der Umstand, dass einige Figuren plötzlich nicht mehr erwähnt werden, sobald sie ihre Schuldigkeit taten, trübten mein Lesevergnügen ein wenig.

Die Geschichte ist sonst nämlich witzig und romantisch. Beides zugleich, humorvoll und auch was fürs Herz, aber auch spannend und nicht ganz so voraussehbar, wie man vielleicht auf den ersten Blick denken könnte.

Die Figuren wuchsen mir ans Herz und ich würde mich freuen, wenn ich dem einen oder anderen aus der Northern Lights Lodge-Island-Clique in einem der weiteren Romane der Serie wieder begegnen würde.

Fazit: Hyggeliger Lesespass!
4 Punkte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand

Rezensionen von Bibliomarie:

Unglaublich spannend

Das Haus am Moor von Heike Denzau

Das erste Kapitel wirft uns sofort in die Geschichte. Drei junge Leute proben eine Entführung, es soll alles wie am Schnürchen klappen. Kathrin scheint die Anführerin des Trios zu sein, schon nach wenigen Augenblicken wird ihre Abgebrühtheit klar.
Das Opfer der Entführung, die fast wie geplant über die Bühne geht, ist der 11jährige Theo, der im Rollstuhl sitzt.

Der Vater ist ein reicher Küchenfabrikant. Nicht geplant war, dass das spanische Au Pair in der Nähe ist, kaltblütig ersticht Kathrin das junge Mädchen.
Eine zweite Perspektive erzählt das Geschehen aus Theos Sicht in der Gefangenschaft. Aber er ist nicht allein. Ein unglaublicher Zufall führt zwei Ausreißerinnen in das abgelegene Haus am Moor, eine von ihnen, Jana, kann sich unbemerkt in einer Abseite von Theos Kammer verstecken.
Die dritte Perspektive betrifft die Entführer selbst, die beiden junger Männer werden immer unsicherer, je weiter sich die Situation verschärft, nur Kathrin bleibt kaltblütig.
HK Lyn Harms von der Kripo Itzehoe übernimmt den Fall und ist damit Ansprechpartnerin der Familie, in der seltsame Spannungen herrschen. Die zweite Frau Fahrenkrug war am Unfall beteiligt, der Theo in den Rollstuhl brachte. Theos Bruder scheint seine Stiefmutter mehr als üblich zu verehren.
Während die Zeit nach der Lösegeldforderung immer schneller verrinnt und Lyn unter Zugzwang gerät, kristallisiert sich immer mehr heraus, das die Entführer über detaillierte Informationen aus der Familie verfügen. Zu detailreich und viel zu aktuell für Lyns Geschmack.
Das war ein Krimi zum Nägelknabbern! Unglaubliches Tempo legt Heike Denzau vor und durch die Perspektivwechsel wird das noch verschärft. Die Spannung war von Anfang an sehr hoch, aber ich hätte nicht gedacht, dass sie sich bis zum Ende noch steigern kann.
Ganz besonders gefiel mir die Beschreibung der Kommissarin, Lyn Harms ist eine moderne berufstätige Frau, gerade erst aus der Elternzeit zurück. Sie lebt mit ihrem Mann in einer Patchworkfamilie. All das fließt in mit in das Buch ein und macht Lyn zu einem starken, prägenden Charakter in diesem Buch. Das findet man viel zu selten in Kriminalromanen, dass den Ermittlern, besonders den weiblichen, eine ganz realistische und moderne Rolle zugestanden wird.
Mit dem neuen Krimi vom Lyn Harms hat Heike Denzau wieder ein Meisterstück geliefert. Atemberaubend spannend und ein raffiniert ausgedachter Plot. Chapeau!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bibliomarie

Rezensionen von Nele33:

Bezaubernd Poetisch

Offene See von Benjamin Myers

Benjamin Myers "Offne See" ist ein absolut zeitlos und poetisches Buch, was sehr gut auch oder gerade in die heutige Zeit passt.

Robert ist 16 Jahre alt, lebt in einem Dorf in Nordengland und hat nur einen Traum: Der enge des Heimatdorfes zu entfliehen und das Meer, die "offene See" zu sehen.

Er macht sich auf die Wanderung seines Lebens, auf zum Meer.
Kurz vor seiner Ankunft biegt er nicht nur real, sondern auch symbolisch von seinem gewählten Weg ab. In dieser kleinen Buch trifft er auf Dulcie Piper, eine Frau wie ein Orkan für den jungen Robert. Dulcie ist so anders, als all das was Robert aus seinem Dorf kennt. Sie ist konventionell, lebt alleine und sehr trinkfest. Es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft der beiden Protagonisten und Robert sind danch die Welt mit anderen Augen.

Benjamin Myers schafft es dem Leser mit wunderbarer Sprache sowohl die Gefühlswelt, die Sinneseindrücke und die Landschaft näher zu bringen. Dabei wird es jedoch niemals kitschig oder schwülstig.
Offene See ist ein Buch voller Lebensweisheiten und Entwicklungen ohne den Leser zu massregeln. Es war eine große Freude an Veränderung der Protagonisten teilzunehmen und die Reise ein Stück mit ihm zu gehen. Dieses Buch könnte zu einem persönlichen Highlight 2020 werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nele33

Rezensionen von heinoko:

Zum Mutmachen

Kleiner Löwe, großer Mut Eine Mutmachgeschichte inspiriert von Tom Belz. 22.05.2020. Hardback. von Belz Tom; Helm Carolin


Zugegeben, in einer ersten Reaktion war ich irritiert über den dreibeinigen Löwen. Dann las ich Näheres über den Autor, der 2018 mit einem Bein und zwei Krücken erfolgreich den Kilimandscharo bestiegen hatte. So wurde mir verständlich, dass Tom Belz einen dreibeinigen Löwen zum Bilderbuchhelden gewählt hat und ihn letztlich seine eigene Geschichte erzählen lässt.

Aber muss es wirklich sein, dass in einem Bilderbuch für die ganz Kleinen ein Löwe auf so grausame Weise durch ein Krokodil sein Bein verliert? Bei dieser Frage bleibe ich weiterhin unschlüssig…

Die Botschaft ist klar: Tobe, der kleine Löwe mit drei starken Beinen, möchte alles machen, was Löwenkinder so machen. Laut brüllen zum Beispiel und Fangen spielen. Dass ihn seine Freunde beschützen und schonen wollen, macht ihn zornig. Und so macht er sich mit seinem besten Freund auf den Weg, um es allen zu zeigen…

Ein Mutmach-Buch ist das vorliegende Bilderbuch mit Sicherheit. Hilfreich für Kinder, denen man nicht viel zutraut und die sich dadurch auch selbst nicht viel zutrauen. Mit der Botschaft, dass Kinder, die in irgendeiner Form eingeschränkt sind, nicht anders behandelt werden wollen wie alle anderen Kinder: „Was mir guttut und was nicht, entscheide ich!“ Aber auch, dass man mit ein klein wenig Unterstützung über sich selbst hinauswachsen kann, wenn man es wagt, sich auf den Weg zu machen. Die Illustratorin Alexandra Helm lässt mit ihren schlichten, aber ausdrucksstarken Zeichnungen die Geschichte lebendig werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von heinoko

Rezensionen von yellowdog:

Eine amerikanische Generation

Jenseits der Erwartungen von Richard Russo

Es ist ein sehr amerikanisches Buch, was mich nicht stört. Im Gegenteil, mich hat die Geschichte der USA immer interessiert. Richard Russo betrachtet in diesem Roman eine Generation, die 1969 in dem Alter war, nach Vietnam eingezogen zu werden, oder auch nicht, wenn sie Glück hatten.

Lincoln Moser, Teddy Novak und Mickey Goradi waren auf dem College Freund und sind es auch heute (Zeitpunkt der Gegenwartshandlung ist 2015) noch.

Sie teilen neben vergleichbaren Erfahrungen auch die Zuneigung zu jaci, einer Frau, die 1971 rätselhafterweise spurlos verschwand. Das bestimmt einen Teil der Handlung mit.

Obwohl ich den Ansatz gut fand, überzeugt mich die Umsetzung nicht ganz. Die Figuren blieben zu blass, die Handlung zu fad.

Dennoch ist die Qualität des Autors erkennbar. Vielleicht bin ich bei einem anderem Roman von Richard Russo besser aufgehoben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von begine:

Einer für alle, alle für einen

Jenseits der Erwartungen von Richard Russo


Der US-amerikanische Schriftsteller Richard Russo schreibt wundervoll und fesselnd.
Sein Roman „Jenseits der Erwartungen“ besticht durch seine tollen Charaktere.
Lincoln, Teddy und Mickey sind 66 Jahre alt, sie wollen sich alle in Lincolns Sommerhaus treffen. Zuletzt haben sie sich vor über 40 Jahren nach dem College das letzte mal alle in dem Haus getroffen.

Es war kurz vor dem Vietnamkrieg. Da war noch Jacky dabei, die am Ende einfach verschwand.
Wir lernen in dem Roman alle sehr gut kennen.

Richard Russo hat einen faszinierenden Schreibstil. Für mich war es der erste Roman von ihm und ich habe Lust bekommen noch weitere Romane von ihm zu lesen.

Der Roman zeigt das Leben dieser 4 Personen wirklich gut.
Es ist ein Stück amerikanische Zeitgeschichte.
Empfehlenswert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von begine