Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :

In die Tiefe geschaut

Ich bleibe hier von Marco Balzano

Diesen Roman würde es nicht geben, hätte sich der Autor wie die Massen der Busreisenden damit begnügt, ein Selfie mit der Spitze des Kirchturms des ehemaligen Dorfes Graun zu machen, die aus dem Stausee ragt. Doch Marco Balzano hat in die Tiefe geschaut, hat die ganze Kirche, das ganze Dorf, das ganze Tal mit seinen Menschen und Schicksalen aus den Fluten des Vergessens geholt.

Dafür und für seine Art, präzise zu recherchieren, zu schreiben und uns mitleben und -leiden zu lassen, gebührt ihm Lob und Dank. Balzano beschreibt die kleine und enge Welt im südtirolerischen Grenzgebiet von den dreißiger bis in die fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts als scheinbar unentrinnbaren Kreislauf von Macht, Profitgier, Unterdrückung und Krieg. Wie die beiden Hauptfiguren Trina und Erich vor den Diktaturen Mussolinis und Hitlers und dem Bau des gigantischen Stausees im Tal warnen, das alles überleben und dabei Haltung, Menschenwürde und -achtung bewahren, kann als Vorbild dienen - auch und gerade im Jahr 2020.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander

Rezensionen von Furbaby_Mom:

Kann es eine zweite Chance für die erste Liebe geben?

Strandkorbliebe von Lotte Römer

Als Teenager waren Antje und Michael unzertrennlich gewesen in der kurzen Zeit, die er mit seinen Eltern auf Norderney verbracht hatte, wo Antje und ihre Familie eine Ferienhaussiedlung betrieben. Die Jugendlichen wollten sich auf jeden Fall wiedersehen und waren überzeugt davon, dass ihre Liebe die große räumliche Distanz überstehen würde.

Leider erlebten beide eine bittere Enttäuschung, die auch jetzt – nach 15 Jahren – immer noch genauso wehtut wie damals. Sie haben einander nie vergessen können. Michaels Eltern wollen nun ausgerechnet auf Norderney ihr Hochzeitsjubiläum feiern – und prompt steht Antje unverhofft ihrer ersten große Liebe gegenüber…dem Mann, der sie einst so verletzt hatte, dass sie sich nach ihm nie wieder zu einer ernsthaften Beziehung hatte durchringen können. Zu ihrer Überraschung verlangt er bald darauf Antworten von ihr – dabei sollte doch Michael derjenige sein, der sich bei ihr entschuldigt! Die Wahrheit verblüfft letztlich beide. Doch hat ihre Liebe noch eine Chance?

Lotte Römers Roman, dessen Cover bereits zum Träumen einlädt, eignet sich nicht nur aufgrund des lockeren Schreibstils hervorragend als entspannende Lektüre zwischendurch. Trotz allerlei Geheimnissen und Missverständnissen in der Handlung, die abwechselnd aus der Perspektive beider Hauptfiguren erzählt wird, bleibt der Gesamteindruck unkompliziert. Es gibt einige nette Beschreibungen von Norderney und Bayern, die sich angenehm lesen, aber gerne noch etwas ausführlicher hätten ausfallen können; immerhin handelt es sich dabei um solch reizvolle Regionen.

Sowohl Anje als auch Michael sind Charaktere, in die man sich leicht hineinversetzen kann. Für mich blieben sie ein wenig blass – schon sympathisch, allerdings eben auch nicht wirklich facettenreich. Michis Eltern, die Hubers, waren zunächst zwar nicht meine Lieblinge, wirkten dafür aber am authentischsten. Als Hundeliebhaber hat mich die niedliche Fellnase "Hund" natürlich begeistert! Die enge Freundschaft zwischen Antje und Nina ist greifbar gestaltet worden; auch Antjes Unmut hinsichtlich ihrer Schwester Katja, die ein sorgloses Leben als Weltenbummlerin führt, während Antje sich auf der Insel der Übernahme des elterlichen Betriebs hatte widmen müssen, wirkt äußerst realistisch.

Die Dialoge sind recht umgangssprachlich gehalten; lediglich ein paar Wortwiederholungen gab es, die ich jedoch nicht als dramatisch störend empfunden habe. Die Handlung war schon ziemlich vorhersehbar, wobei ich hinzufügen muss, dass ich von Romanen dieses Genres ja auch das obligatorische Happy End erwarte - nur vom Weg dorthin hatte ich mir etwas mehr erhofft.

Fazit: Eine nette Geschichte für zwischendurch.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Furbaby_Mom

Rezensionen von Buecherfreund:

Interessante Rezepte

Ayurvedische Wohlfühlküche von Divya Alter

Ich habe mir das Buch geholt, um einmal in die Ayurvedische Küche reinzuschnuppern, die ja sehr gesund sein soll.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, was für mich als Ayurveda Neuling ideal war. Im ersten Teil gibt es eine Einführung in die Ayurvedische Küche. Man kann außerdem einen Test machen, um herauszufinden, welcher Ayurveda Typ man ist.

Sehr interessant und hat mir ein paar neue Anreize für meine eigene Ernährung gegeben.

Der zweite Teil ist der Hauptteil: die Rezepte. Ich muss sagen, dass ich im Vorhinein etwas skeptisch war, ob die Rezepte einfach nachzumachen sind oder ob man erst auf die Suche nach besonderen Zutaten gehen muss. Doch ich wurde positiv überrascht. Man kann sagen, dass für jeden etwas dabei ist. Einfache Rezepte, die schnell gehen, doch auch etwas anspruchsvollere für Leute, die vielleicht noch tiefer in die Materie eindringen wollen.

Im dritten Teil geht es noch mal um die Ayurvedische Küche an sich. Es wird auf die Ausrüstung eingegangen, z.B. mit einer Liste mit Gewürzen und deren heilenden Eigenschaften.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich habe schon das ein oder andere Rezept ausprobiert. Bisher hat es sehr geschmeckt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Buecherfreund

Rezensionen von Lesemama:

Nicht mein Humor

Aufgetaut von David Safier

Zum Buch:

Felix hat schon zwei Startups in den Sand gesetzt, eine Ehe und auch sonst ist er nicht gerade vom Glück geküsst. Zusammen mit seiner Tochter macht er eine Kreuzfahrt, er als Redner mit dem Vortrag "Scheitern führt zum Erfolg" ...
Dann entdecken sie in einem Eisblock ein Babymammut, von eine Frau Umarmt, vor 33.

000 Jahren eingefroren.
Jetzt erwacht Urga und das Mammut wieder und muss sich in der modernen Welt zurechtfinden. Gut das Urgu an das Glück glaubt ...


Meine Meinung:

Aufgetaut ist nicht mein erstes Buch von David Safier. Aber an den Humor von Mieses Karma kommt es bei weitem nicht ran.
Der Anfang war fad und langatmig. Die Eisblockentdeckung und das Auftauen von Urga fand ich auch nicht wirklich lustig. Bei mir ging der Humor total an mir vorbei und ich habe es sogar geschafft beim Lesen abzuschweifen. Am Ende habe ich es nur noch überflogen und muss sagen, es ist definitiv nicht mein Humor

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama

Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Pflichtlektüre

Ich bleibe hier von Marco Balzano

Ich habe das Buch in einem Satz gefesselt durchgelesen. Mit einem gelungenen erzählerischen Trick berichtet Balzano, wie die Protagonistin Trina und ihre Dorfgemeinschaft im Vinschgau von den italienischen und den deutschen Faschisten und zuletzt von den wirtschaftlichen Interessen eines Staudamms niedergewalzt werden.

Unweigerlich denkt man als Kärntner an die Kärntner Slowenen in der Nazizeit und an die Kanaltaler. Grauslich, aber reale Geschichte, an die man immer wieder erinnert werden muss. Ich mag diese direkte und schnörkellose Sprache. Wunderbar geschrieben. Erstaunlich: Balzano ist Italiener. Sehr zu empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl

Rezensionen von Buecherfreund:

Einfach schön

Can you help me find you? von Amy Noelle Parks

Mir hat das Buch sehr gefallen. Es ist eine schöne Romanze, die sich leicht lesen lässt und mit einer guten Prise Humor auch nicht kitschig rüberkommt.

Evie und Caleb sind beste Freunde. Was Evie nicht weiß: Caleb ist in sie verliebt, doch traut sich nicht zu seinen Gefühlen zu stehen. Als der süße Leo neu an die Schule kommt, auf den Evie ein Auge geworfen hat, sieht sich Caleb zu einer ungewöhnlichen Tat gezwungen.

Er gibt sich einfach im Internet als Fremder aus und verwickelt Evie so in eine Chatbeziehung. Leider geht sein Plan auf und er versinkt immer tiefer in seinem Lügenchaos, mit dem er die Freundschaft aufs Spiel setzt.

Die Geschichte an sich mag nichts völlig Neues sein, doch die Art, mit der sie erzählt wird, fand ich sehr angenehm und erfrischend. Ohne Kitsch, ohne Klischees. Und mit einer Protagonistin, die wirklich sehr sympathisch rüberkommt mit ihren Eigenheiten und Ängsten, die man sehr gut nachempfinden kann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Buecherfreund

Rezensionen von Maria-Elisabeth:

Nils geht von Gabi Kreslehner

Nils geht ist ein sehr berührendes und die Realität spiegelndes Buch zum Thema Mobbing.
Eine gelungene Mischung aus Verhörprotokollen und Erzählung fesseln die Leserin, den Leser und lassen sie/ihn nicht mehr los. Wer jemals in seinem Leben mit dem Thema Mobbing in Kontakt getreten ist, findet sich in diesem Buch wieder, spürt wie der Puls zu rasen beginnt.

Die Hierarchie der Klasse wird ganz klar und deutlich aufgezeigt, ebenso die anderen und natürlich Nils, das Opfer.
Die Autorin Gabi Kreslehner beleuchtet das Mobbingopfer Nils und seine Situation von mehreren Seiten. Z.B. der Seite der Redelsführer in der Klasse, der Seite der restlichen Mitschüler, der Seite der Lehrpersonen und der, des Direktors. Es gelingt ihr aus meiner Sicht, dass sich die Leserin, der Leser mit den einzelen Personen identifzieren kann. Folglich kann es zu einer Bewusstseinsänderung dahingehend führen, dass sich die Denk- und Verhaltensweisen in Bezug auf Mobbing in der Theorie gegenüber der Praxis grundlegend verändern.
Folgende Fragen werden in den Raum gestellt: Wie lange darf ich wegschauen? Wann fängt die Zivilcourage an? Wann muss ich handeln, darf ich nicht mehr schweigen?
Ein sehr lesenswertes Buch!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Maria-Elisabeth

Rezensionen von sho:

Benvenuti in Calabria!

Kann Gelato Sünde sein? von Tessa Hennig

Eine deutsche Hobby-Bäckerin eröffnet eine Konditorei in einem kleinen Dorf in Süditalien, in dem ungesundes Essen verpönt ist.

Es klingt irgendwie realitätsfern, dass es in Kalabrien, im südlichen Italien, wo die Mammas ihre Familien mit Unmengen an (wohl nicht immer allzu gesundem) Essen verwöhnen ein Dorf gibt, in dem all dies verboten sein sollte.

Da dachte ich mir, das kann nur ein lustiges Buch mit vielen unerwarteten Wendungen sein.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch liest sich so leicht und unterhaltsam, dass ich es direkt in einem Rutsch verschlungen habe.
Ganz nebenbei lernt man auch noch einige italienische Wörter kennen, was im nächsten Italienurlaub bestimmt nicht schadet. Und auf diesen bekommt man beim Lesen dieses Buches ganz viel Lust!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von sho

Rezensionen von barbara.liest:

bewusstes Abschiednehmen

Kostbare Tage von Kent Haruf

Dad Lewis nutzt seinen letzten Sommer um sich vom Leben, seinen Lieben und der Vergangenheit zu verabschieden.
Seine Tochter Lorraine kommt zu ihm zurück, seine beiden engsten Mitarbeiter führen den Laden in seinem Sinne weiter, nur sein Sohn bleibt vorerst mal verschwunden.
Paralell dazu versucht der Pfarrer nach seiner Versetzung in Holt Fuß zu fassen, bei Nachbarin Berta zieht die kleine Alice ein und die beiden Johnson Damen versuchen auch ihr Leben Revue passieren zu lassen.

Kent Haruf beschreibt auf beeindruckende Weise wie ein Leben ganz bewusst Stück für Stück zu Ende geht, wie das Umfeld den kranken Mann dabei begleitet und welche Schritte ihm am Ende des Weges noch wichtig sind.
Das Buch ist sehr verständlich geschrieben und trotz mehrerer Handlungsstränge kann man der Handlung jederzeit gut folgen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von barbara.liest

Rezensionen von C. P.:

Geheimnisse, die aufgedeckt werden wollen

Ein Wort, um dich zu retten von Musso Guillaume

Knapp 20 Jahre ist es nun her, dass sich der berühmte Schriftsteller Nathan Fawles aus der Öffentlichkeit auf die kleine französische Insel Île Beaumont zurückzog. Über die Gründe ranken sich die wildesten Vermutungen, auch wenn Fawles durch seinen Agenten ausrichten ließ, dass es keine zu ergründenden Geheimnisse rund um seinen Rückzug gäbe.

Doch nun haben gleich zwei Personen stärkeres Interesse, seine Bekanntschaft zu machen: Ein junger Autor, der sich von Fawles hilfreiche Tipps erhofft sowie eine Journalistin, deren Beweggründe zunächst im Dunkeln liegen. Als ein Mordfall die Insulaner erschüttert und die Insel vom Festland abgeriegelt wird, stellt sich schon bald heraus, dass die Vergangenheit der Journalistin und die von Fawles miteinander verknüpft sind. Und mit ihnen ein grausames Verbrechen.
Das Buch ist angenehm vielseitig gestaltet mit Interviews und Perspektivenwechseln sowie vielen Zitaten aus dem Bereich der Literatur. Über allem schwebt natürlich die Frage, warum sich Nathan Fawles einst aus der Öffentlichkeit zurückzog und keine weiteren Bücher mehr verfasste. Nach und nach werden vereinzelte Puzzleteile im Roman zu einem Bild zusammengefügt, wobei es diesmal nicht allzu vielen Wendungen gibt. Zwar hatte ich beim Lesen immer mal so meine Vermutungen, wie es auch bei Krimis der Fall ist, die Wahrheit hinter dem Ganzen blieb jedoch bis zum Schluss verborgen, öffnete sich nur nach und nach wie die Blätter einer Blüte und strahlte zum Schluss mit einem Schlag die ganze Wahrheit dem Leser entgegen. Geheimnisse, sie seit rund zwanzig Jahren darauf warteten, aufgedeckt zu werden.
Ein wenig schade war, dass mir die Charaktere nie so richtig vertraut wurden. Bei Fawles war die Distanz und Unnahbarkeit, welche er im Buch zu den Menschen aufgebaut hatte, ebenso spürbar wie bei den anderen Charakteren. Zwar waren die Personen jede für sich vielschichtig gestaltet, eine Vertrautheit konnte ich jedoch zu keiner so wirklich ausmachen. Schade vor allem deswegen, weil der Autor im Roman selbst noch darauf hinweist, den Lesern die Charaktere eines Buches nahe zu bringen, um das Leseerlebnis zu intensivieren und die Emotionen des Lesers anzusprechen.
Ein gut geschriebener, abwechslungsreicher Roman mit einer stringenten Handlung und gleichbleibender Spannung, bei welchem mit leider die Charaktere etwas zu distanziert blieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.