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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lilli33:

Auch ohne Zack Herry ein toller Krimi

Auch ohne Zack Herry ein toller Krimi

Inhalt:
Vor drei Jahren flog die 16-jährige Emme mit zwei Freundinnen nach Mallorca. Doch dann verschwindet das Mädchen scheinbar spurlos. Ihr Vater, Tim Blanck, will und kann die Suche nicht aufgeben. Er zieht von Schweden nach Mallorca, wo er als Privatdetektiv arbeitet und nebenbei weiter nach seiner Tochter sucht.

Und endlich findet er im Verlauf eines aktuellen Auftrags auch eine Spur von Emme. Dabei tritt er einigen Leuten böse auf die Füße, was ihn selbst wiederum in große Gefahr bringt.

Meine Meinung:
Ich liebe Mons Kallentofts Reihe um Zack Herry und war gespannt, ob es auch ohne diesen charismatischen Protagonisten geht. - Es geht! Auch „Verschollen in Palma“ konnte mich sehr begeistern, zumindest ab etwa Seite 100. Davor plätschert die Handlung ein wenig vor sich hin, die Personen werden eingeführt und die Vorgeschichte erzählt. Klar, das muss alles sein, aber bei einem Krimi erwarte ich, dass das Verbrechen nicht erst nach einem Viertel des Buches passiert.

Ab diesem Zeitpunkt gibt es dann aber kein Halten mehr. Die Handlung geht rasant voran, die Spannung steigt enorm und bleibt dann auch hoch bis zum Schluss.

Tim war mir ungeheuer sympathisch. Dass seine Methoden manchmal nicht legal sind, kann ich ihm gut nachsehen. Seine Verzweiflung ob der Ungewissheit, was mit seiner geliebten Tochter Emme passiert ist, konnte ich schier mit Händen greifen. Dies schreibe ich dem ungewöhnlichen Schreibstil zu mit kurzen, abgehackten Sätzen und unmittelbaren Perspektiv- und Zeitenwechseln, die die innere Zerrissenheit des Protagonisten untermalen. Man muss sich schon konzentrieren, um am Ball zu bleiben und zu erkennen, wer hier gerade von wann erzählt. Dabei ist der Hauptteil aus Tims Perspektive in der Gegenwart, aber auch seine (Ex-) Frau Rebecka und Emme (in der Vergangenheit) kommen zu Wort.

Kallentoft zeichnet ein Bild von Mallorca, das so ganz anders ist als das in den Urlaubskatalogen. Sein Mallorca ist düster, korrupt und durchzogen von Verbrechen. Aber zum Glück gibt es auch ein paar gute Seelen, die Tim zur Seite stehen.

„Verschollen in Palma“ ist der 1. Band der Reihe mit Tim Blanck. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Rezensionen von Ele:

Die Höhle der Löwin

Die Marschallin von Zora del Buono

Die Marschallin, Familienroman von Zora del Buono, 382 Seiten, erschienen bei C.H. Beck
Die Marschallin ist ein farbiger, praller Roman über eine besondere Frau und ein tragisches Familienschicksal.
Zora del Buono hat diesen Familienroman aus der Sicht ihrer gleichnamigen Großmutter geschrieben. Die Slowenin Zora lebt hat ihrem Mann Pietro, einen Radiologie-Professor, zum Ende des 1.

Weltkriegs kennengelernt. Sie lebte mit ihm in Bari in Süditalien, wo sie, beide überzeugte Kommunisten, ein großbürgerliches und doch politisch engagiertes Leben im Widerstand gegen den Faschismus Mussolinis führen. Zora ist herrisch, selbstbewusst und begabt, eine Bewunderin Titos. Dem sie Waffen zu liefern versucht. Allen in ihrer Umgebung drückt sie ihren Stempel auf. Ihr Leben, das ihrer Kinder und Enkel, vollzieht sich in einer Zeit der Kriege und Gewalt, die unsere Welt bis heute prägen.
Das Buch teilt sich in zwei Abschnitte, der erste lange Teil gliedert sich in Leseabschnitte, die mit Ort und Datum überschrieben sind, von Mai 1919 bis September 1948. Im kurzen Zweiten Teil, einem Schlussmonolog von 1980, der ein einziges langes Kapitel umfasst, erzählt die alte Zora, die inzwischen in einem Altenheim untergebracht ist, ihre Geschichte zu Ende. Zum Glück ist zu Anfang des Buches ein Personenverzeichnis aufgeführt, ohne dem ich wohl den Überblick in der Geschichte komplett verloren hätte. Fremdsprachliche Ausdrücke (vermutlich slowenische), italienische Phrasen, lateinische Zitate, sind kursiv gedruckt aber nicht alle übersetzt, zum allgemeinen Verständnis hätte ich mir das gewünscht. Die einzelnen Kapitel sind hauptsächlich aus der Sicht der Protagonistin Zora geschrieben, aber im Wechsel, z. T. innerhalb eines Kapitels auch von anderen Charakteren, was mich absolut verwirrt hat.
Leider hat mich das Buch nicht fesseln können, die Lektüre war harte Arbeit für mich. Oft beginnen die Kapitel mitten in einer Geschichte, setzen Fakten voraus, die dann zum Ende hin vollständig aufgeklärt werden, manchmal verliert sich auch der Faden, die handelnden Personen und Gegebenheiten verschwinden und tauchen auch nicht wieder auf. Jederzeit und ohne Bedauern konnte ich das Buch aus der Hand legen, es war für mich sehr schwer der Erzählung zu folgen, auch die politischen Zusammenhänge haben mich nicht erreicht. An manchen Stellen wurde der Roman wieder etwas spannender, z.B. als die Mauer um das Grundstücks des Familienanwesens zum benachbarten Kloster, verlegt werden sollte. Oder die Episode aus der Bank. Leider ging es danach immer wieder mit Nebensächlichem weiter. Lieblingsfigur war für mich der Ehemann der Protagonistin ein wahrer Gentleman und ein genialer Arzt und Wissenschaftler, die anderen Figuren waren unsympathisch oder nicht genügend tief charakterisiert. Die Protagonistin fand ich schlichtweg „unmöglich“ mit einem starken Willen gesegnet, eifersüchtig nicht nur ihrem Gatten gegenüber sondern auch bei ihren Brüdern und den eigenen Söhnen. Bissig, ungerecht, streitsüchtig eine Despotin. Frauen gegenüber hat sie sich einfach gemein benommen, besonders ihre Schwiegertöchter hatten sehr unter ihr zu leiden. Da konnte ich an manchen Stellen einfach nur noch den Kopf schütteln.
Der Monolog am Ende hat mir am besten gefallen, hier wird noch einiges erklärt, ergänzt und zu Ende erzählt. Doch selbst im Heim, halbseitig gelähmt, benimmt sich Zora noch schlecht gegenüber dem Personal und all denen, mit den sie noch meint abrechnen zu müssen. So ein anstrengendes und wenig unterhaltsames Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Von mir keine Leseempfehlung und wegen des Schlussmonologs und einiger Lichtblicke im Plot, 2 von 5 möglichen Sternen.

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Rezensionen von Petra:

langweiliger Bericht

American Spy von Lauren Wilkinson

Zu Beginn wird bei einem Einbruch ein Mann getötet.
Marie flieht mit ihren Kindern um sie zu schützen. Falls ihr doch noch etwas passieren sollte, schreibt sie ein Tagebuch damit ihre Söhne später wissen wer ihre Mutter war.
Soweit eine gute Idee, aber das war es dann auch.
Die Autorin schreibt ihren Bericht nicht chronologisch, sondern durcheinander.

Sie erzählt von ihren Eltern und ihrer Schwester dann zwischendurch von ihrem Job beim FBI. Sie erzählt wie schwer sie es hatte als schwarze Frau unter weißen Männern. Aber da ist nichts Spannendes.
Auch wenn das Buch wieder in der Gegenwart spielt, ist alles nur ein langweiliger Bericht.
Ich war enttäuscht von dem Buch weil ich mehr erwartet hatte. Vor allem weil jemand den Vergleich mit John le Carré zog.

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Rezensionen von Hexenaugen:

romantisch, mitreißend und aufwühlend

Nur in dich verliebt von Paige Toon

Phoebe, Rose und Eliza sind Drillinge. Als Angus in das Nachbarhaus der Mädchen zieht, sind die drei sofort Feuer und Flamme für den hübschen Jungen mit den strahlend grünen Augen.
15 Jahre später sind Phoebe und Angus verlobt. Vor der Hochzeit reist Phoebe noch einmal nach Frankreich, wo sie sich vor vielen Jahren verliebt hat.

Rose hat Job und Affäre beendet,
um ihr Leben zu ordnen. Und Eliza will mit ihrer Musik endlich erfolgreich sein. Nur selten denkt sie an den Mann, dem sie vor vielen Jahren ihr Herz geschenkt hat. Doch dann steht er plötzlich wieder vor ihr...
Manchmal kommt man in der Liebe einen Moment zu spät. Und manchmal ist dieser Moment genau richtig.

Wenn drei Schwestern, eineiige Drillinge, ihr Glück beim selben Mann suchen...
Die Autorin lässt uns an der Gefühlswelt der Schwestern teilhaben, sie lässt uns miterleben wie jede einzelne von Ihnen damit umgeht und wie unterschiedlich ihre Gefühle dabei sind.
Die Entwicklung der drei Schwestern, die man Leser miterleben darf, ist wie aus dem Leben gegriffen und treffend beschrieben und auch die Beziehungen, zu Eltern und Freunden wird
hier gut beschrieben, sodass man sie nachvollziehen kann.
Der Sprung zwischen verschieden Lebensphasen der Schwestern ist, obwohl sie manchmal zu ein wenig Verwirrung sorgen, doch nachvollziehbar die Story ist trotz gelegentlicher Melancholie,
romantisch und es fehlt ihr auch nicht an Witz.

Fazit: Wenn man einmal in die Geschichte eingetaucht ist kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen und mir hat es sehr viel Freude bereitet es zu lesen, sodass ich es gerne weiterempfehle.

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Rezensionen von Tara:

„Davor“ und „Danach“ – beides erschreckend

After the Fire - Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 von Will Hill

„After the Fire“ ist ein düsterer und erschreckender Jugendroman des Autors Will Hill.

Moonbeam ist auf der der Farm der Gotteslegionäre aufgewachsen. Sie kennt nichts anderes als die Regeln und Gesetze von Father John, an die man sich zu halten hat. Widerspruch wird nicht geduldet. Nach einem gewaltigen Brand kommt die 17-jährige Moonbeam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Dort beginnt sie ihr Leben aufzurollen, sieht sich FBI-Agenten und Therapeuten gegenüber, die genau wissen wollen, was auf der Farm vor sich ging. Ganz langsam öffnet sie sich, den für sie Fremden.

Das Leben von Moonbeam, das hier geschildert wird, ist einfach nur erschreckend und selbst beim Lesen nicht leicht zu ertragen. Terror und Gewalt sind auf der Farm Alltag. Die Kapitel wechseln immer wieder zwischen „DAVOR“ und „DANACH“, was durch entsprechende Überschriften deutlich wird.

Moonbeam ist eine tolle Protagonistin, sie ist klug und wirklich tapfer. Man leidet mit ihr und wünscht ihr eigentlich nur, dass sich alles zum Guten wendet.
Der Schreibstil von Will Hill ist fesselnd und einnehmend. Es ihm sogar gelungen, in diese bedrückende Situation, diese düstere Stimmung ein wenig Humor einzubauen, so dass ich trotz der beklemmenden Ereignisse, ab und an lachen musste.

„After the Fire“ ist nichts für zartbesaitete Menschen, aber ein Buch, das sich lohnt und das man nach dem Lesen bestimmt nicht wieder vergisst.

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Rezensionen von Claudia R:

klassisches Werk kindgerecht umgesetzt

Der Widerspenstigen Zähmung von Barbara Kindermann

Klappentext:

Alle lieben die sanftmütige, bezaubernde Bianca, doch die Sache hat einen Haken: Ihr Vater will sie erst verheiraten, wenn auch seine ältere Tochter Katharina den Mann fürs Leben gefunden hat. Dies jedoch scheint ein schier unmögliches Unterfangen, denn Katharina gilt in ganz Padua als kratzbürstig und äußerst streitsüchtig.

Was tun?
Biancas Verehrer einigen sich darauf, möglichst schnell einen Bräutigam für Katharina zu finden. Da kommt ihnen Petruchio gerade recht, denn er fürchtet sich nicht vor einer 'lächerlichen Weiberzunge' und will sich der Herausforderung stellen, die Widerspenstige zu zähmen …
Zum 450. Geburtstag von William Shakespeare erscheint die Komödie in der Reihe "Weltliteratur für Kinder", spritzig neu erzählt von Barbara Kindermann und wunderbar humorvoll illustriert von Jacky Gleich.

Cover:

Das Cover zeigt einen Mann und eine Frau, wobei sich die Frau hochnäsig dem Mann abwendet und er sie, eher etwas verschmitzt, anzuschauen scheint. Das Cover erscheint in eine Art Aquarell Zeichnung und gibt somit den klassischen Charakter sehr gut wieder. Im Hintergrund ist ein kleiner Ort und eine Katze erkennbar.

Meinung:

Hier wird ein Klassiker kindgerecht umgesetzt. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und man kann diesem sehr gut folgen.

Hier wird die Geschichte der klassischen Literatur des Werkes der widerspenstigen Zähmung von Shakespeare sehr gut wiedergegeben und umgesetzt, so dass sich diese auch sehr gut zum Vorlesen für Kinder oder zur Unterstützung zum Schulmaterial eignet.

Das klassische Werk erhält hier einen neuen Anstrich, so wird der Inhalt hier kindgerecht vermittelt und mit Original Zitaten in kursiver Schrift unterstützt. Eine Vermischung aus Original und einer modernen Fassung, wodurch die Vermittlung des Werkes vereinfacht wird.

Die Geschichte um die sanftmütige Bianca und kratzbürstige Katharina wird hier in teils klassisch, aber dennoch verständlichen Worten erzählt. Bianca, soll erst vermählt werden, wenn ihre ältere Schwester einen Mann gefunden hat. Doch dies ist ein ziemlich heftiges Unterfangen, da diese wenig Verehrer hat, da sie als streitsüchtig und kratzbürstig gilt.

Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten. lest am besten diesen wunderschönen Klassiker selbst.

Der Text ist gut und verständlich gewählt. Man kann der Geschichte sehr gut folgen. Hier wird ein Klassiker auch für Kinder verständlich gemacht. Aber nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene können sich hier an diesem tollen Klassiker erfreuen.

Mir hat dieses buch sehr gut gefallen. Ich kannte diesen Klassiker bisher nur aus Erzählungen und hatte mich an den Original-Text noch nicht herangetraut, auch wenn ich Shakespeare sehr mag und schon einige Werke von ihm im Original gelesen habe, doch mit diesem Kinderbuch vom Kindermann Verlag konnte ich mich sehr gut anfreunden und dies hat mir auch sehr gut gefallen.

Die Erzählung und die Geschichte ist sehr spannend und lehrreich und besonders haben mich auch die wunderschönen Illustrationen und Bilder begeistern können. Diese veranschaulichen das Gelesene und sind sehr schön umgesetzt.

Fazit:

Ein wunderschönes Kinderbuch, welches ein klassisches Werk kindgerecht umsetzt, mit tollen Illustrationen und nicht nur für Kinder geeignet.

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Rezensionen von Tara:

Eindringlich

Zwei fremde Leben von Goldammer Frank

In seinem Roman „Zwei fremde Leben“ beleuchtet der Autor Frank Goldammer ein dunkles Stück deutsche Geschichte.

Die Handlung beginnt im März 1973 in Dresden. Ricarda erwartet ihr erstes Kind. Nach der Geburt, wird ihr mitgeteilt, dass ihre Tochter tot ist. Sie kann dies nicht glauben, vermutet dass es sich um einen von der Regierung angeordneten Kindesentzug handelt, da sie ihr Kind nicht sehen durfte und versucht mit Hilfe des Polizisten Thomas Rust die Wahrheit herauszubekommen.

Im August 1989 erfährt Claudia Behling, dass sie nicht die leibliche Tochter ihrer Eltern ist. Jahrelang musste sie funktionieren, das perfekte Kind sein und sie begibt sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter, die sie vor 16 Jahren weggegeben haben soll.

Frank Goldammer beschreibt hier stellvertretend für viele Schicksale zwei Leben, die tatsächlich so stattgefunden haben könnten. Die jahrlange Suche, die Ungewissheit, die Ricarda und ihr Lebenspartner hinnehmen mussten sind erschreckend und die Missstände die deutlich werden untragbar. Die Lebensumstände in der ehemaligen DDR werden authentisch dargelegt. Auch wenn einem die Ereignisse nicht unbedingt gänzlich neu sind, wirken sie – aufgezeigt an Einzelschicksalen – deutlich eindringlicher und unerträglicher als das bloße Wissen, dass solche Verbrechen durch die Regierung praktiziert wurden.

Der Schreibstil von Frank Goldammer ist sehr eindringlich und er hat mich mit seinem Buch mitgenommen, so dass es mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Es ist ein dunkles Stück deutsche Geschichte, das nicht in Vergessenheit geraten sollte.

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Rezensionen von Claudia R:

Optisch sehr schön, jedoch sehr langatmig

Moonlight Radio von Subina Giuletti

Klappentext:

Seit Monaten versucht Charlene, ihr Leben neu zu sortieren. Da kommt das Angebot, eine nächtliche Radiosendung zu moderieren, gerade recht. Unter dem Decknamen »Pixie« startet sie ein gewagtes und anspruchsvolles Konzept – durchdrungen von ihrem Grundsatz, dass das Leben schön und Glück für jeden möglich sei.

Glück? Darüber kann Jeff nur lachen. Das Leben ist nicht schön, sondern ungerecht und bitter! Ausgerechnet in einer Livesendung prallen ihre gegensätzlichen Lebenseinstellungen aufeinander. Doch Jeffs Verzweiflung bewegt nicht nur die Zuhörer. Auch Charlene ist tief berührt.
Im Laufe der Sendung mischt sie Jeffs Leben gehörig auf, bis er schließlich nur noch eines will: herausfinden, wer sich hinter dem Decknamen »Pixie« verbirgt. Ungewollt treibt er sie damit beide in eine Situation, die ihre wie seine Existenz gefährdet …

Cover:

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und passend. Man erkennt Umrisse einer Person mit Teilen des Gesichtes. Auch ein Mikrofon ist erkennbar und der Hintergrund ist abendlicht mit einem wunderschönen Himmel gestaltet. Dazu ist eine Herzfrequenz Kurve zu sehen, welche den Titel unterstreicht. Viele kleine Details, welche ich sehr schön und gelungen finde.

Meinung:

Der Schreibstil an sich ist sehr feinfühlig und sehr besonders. Es wird sehr ausführlich geschrieben und zu Beginn wird man leider etwas von den vielen Handlungssträngen erschlagen, leider sorgen diese nicht für Spannung, sondern sorgen eher für Verwirrung.

Die Idee an sich und vor allem auch das Thema ist sehr interessant und vielversprechend. Gerade das Thema Glück und Glücklich sein ist sehr wichtig und auch sehr schön. Die lebendige und frische Schreibweise an sich ist auch sehr vielversprechend, jedoch zieht es sich alles sehr lange hin und dies Buch hat leider so einige Länge, so dass es leider erst so richtig interessant ab der Hälfte des Buches wird und dies ist wirklich sehr schade.

Auch der Zugang zu den Charaktere fiel mir nicht ganz so leicht, auch wenn ich Charlene aka Pixie nach und nach in mein Herz schloss, so dauerte es sehr lange zu allen einen richtigen Bezug und Emotionen aufzubauen. Sowohl zu Charlene, wie auch zu Jeff und den anderen, brauchte ich eine Weile, um sie zu verstehen und auch ihre Handlungen und Emotionen nachzuvollziehen oder zu teilen, fiel mir nicht wirklich immer leicht.

Es dauert meines Erachtens leider zu lange, bis es richtig in Gang kommt. Dies ist sehr schade. Die vielen Einleitungen sollten gekürzt werden, so würde man schneller hineinfinden und die Geschichte sich wirkungsvoller und authentischer gestalten.

Nach der Hälfte etwa hatte ich mich hineingefunden und es birgt auch so einige schöne Anekdoten und rangehende Hinweise in sich, leider kamen diese etwas spät. Das Buch hat durchaus Potenzial und auch so einige Passagen, über die man nachdenken muss und die einen ergreifen oder zum nachdenken bringen. Gerade zum Ende hin steigert sich dieses Buch und es lohnt sich durchzuhalten, jedoch ist der Anfang sehr langatmig.

Schön fand ich die Gestaltung der Kapitelanfänge. Die Überschriften und auch die Verzierungen durch die Noten-Symbole fand ich sehr stylisch und hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:

Optisch wirklich ein sehr schönes Werk und auch von der Idee her, leider hapert es von der Umsetzung und der Spannung. Zu viele Längen, die nicht sein müssten.

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Rezensionen von Claudia R:

Thriller für die Badewanne

Still liegt der See (Badebuch) von Katja Martens

Klappentext:

Bücher und Wasser? Passt ab sofort perfekt zusammen - mit dem wasserfesten Wannenbuch für Erwachsene
Pia liebt Jan, doch der macht Urlaub mit seiner Frau. Da schmiedet die Geliebte einen grausigen Plan: Die Gattin muss weg, ganz egal wie.
Wer ist am Ende das Opfer in dieser blutigen Nacht? Ganz so leicht lässt Thriller-Autorin Katja Martens ihre Protagonisten nicht entkommen.

Der Thriller für die Badewanne: wasserfest und hochspannend.
Das Badewannenbuch nur für Erwachsene lässt sich bequem in 15 Minuten in der Badewanne oder Dusche lesen. Absolut wasserfest und unterhaltsam - so wie alle Badebücher der Edition Wannenbuch.
Baden + Lesen = Wannenbuch!

Cover:

Das Cover ist in einem sehr dunklem lila Ton gehalten, welcher fast schon schwarz wirkt. Am unteren Bode kann man leicht eine Art Boden erkennen und in der oberen linken Ecke kommen Wolken, Bäume und der Mond zum Vorschein. Sehr viel ist nicht erkennbar, aber allein die Andeutung reicht schon aus. Sehr groß uns einprägend ist hier auch der Titel erkennbar.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut lesen.

Der Thriller ist gut aufgebaut und überrascht mit einem etwas anderen Ende. Die Geschichte wird gut erzählt und so wird man bei diesem kurzen Thriller sehr gut unterhalten.

Die Badewannenbücher bestehen aus 8 Seiten, wobei 6 Seiten beschrieben sind. Daher kann man hier natürlich keinen ausschweifenden und hochemotionalen oder sehr ausgeklügelten Thriller erwarten, jedoch wurde für die Kürze der Seiten und diese Geschichte sehr viel herausgeholt. Ein spannender, interessanter und unterhaltsamer Kurzthriller für die Badewanne und für Zwischendurch.

Die Bücher eignen sich auch sehr gut als Mitbringsels, Geschenk oder kleine Aufmerksamkeit.

Mir hat dieser kurze Thriller gut gefallen.

Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nichts verraten, da man bei nur 6 Seiten, ansonsten zuviel vorweg nehmen und verraten würde.

Auch die Charaktere und der Aufbau der Geschichte haben mir zugesagt. Der Schreibstil ist flüssig und es macht sehr viel Spaß, dieses Buch zu entdecken.

Eine tolle Idee mit diesen Badewannenbüchern, doch überzeugt euch am besten selbst.

Fazit:

Gute Unterhaltung für die Badewanne mit diesem kleinen Kurzthriller für Zwischendurch.

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Rezensionen von yellowdog:

Riley und Tristan und die Gang

Lips Don't Lie 19.05.2020. Paperback / softback. von Scott Ginger

In diesem Jugendroman wechseln die Erzählperspektiven kapitelweise zwischen den beiden 17jährigen Protagonisten Tristan und Riley. Diese Erzählmethode, de viel in Young Adult-Romanen verwendet wird, mag ich im Prinzip. Aber man muss auch immer ein wenig aufpassen, wessen Gedanken gerade im Vordergrund stehen.

Tristans Gedanken sind düsterer. Er stammt aus einem kriminellen Elternhaus und ist in einer Gang. Er möchte gerne sein Leben ändern, aber das ist nicht leicht.
Riley ist selbstbewusst und doch immer bestrebt sich zu beweisen, zum Beispiel durch Basketballspiel, dass ihr den Weg zum College öffnen könnte. Und dann wird Tristan ihr neuer Basketballtrainer.
Doch die Gang lässt ihn nicht aus den Fängen und gegen Ende hin wird es dramatisch.

Ginger Scott hat einen lebendigen Schreibstil und erschafft Figuren, die unangepasst sind. Genreübliche Klischees werden aber auch nicht immer vermieden. Dennoch hat die Geschichte Glaubwürdigkeit. Ich mag die Figuren und den Roman!

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