Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Beeindruckend und bedrückend
John of John von Douglas Stuart
Beeindruckend und bedrückend
Aufgewachsen auf einer kleinen Insel der Äußeren Hebriden, studierte Cal in Edinburgh, leider ohne anschließend einen Job zu finden. Da kommt die Bitte seines Vaters, nach Hause zurückzukehren, gar nicht so ungelegen. Doch Cal ahnt, dass das Zusammenleben mit seinem Vater John und seiner Großmutter Ella nicht einfach werden wird.
John ist in der Kirche sehr aktiv und bibelfest, sodass Cal sich nicht traut, ihm seine Homosexualität zu gestehen. Dabei hat John selbst ein Geheimnis, das ihm zu schaffen macht.
Douglas Stuart hat einen ganz wunderbaren, ehrlichen, direkten Schreibstil, der einen tief eintauchen und nicht an dem Gelesenen zweifeln lässt. Und was man hier zu lesen bekommt, ist harter Tobak. Es tut richtig weh, Cal dabei zu begleiten, sich selbst zu finden. Sein Hadern mit seiner Familie, mit seinem Leben, mit seiner sexuellen Orientierung, seine Unentschlossenheit zwischen Familienbanden und Freiheit lassen sich fast schon mit Händen greifen, so dicht und intensiv werden sie dargestellt.
Es passiert eigentlich nicht viel und doch benötigt die Story die über 550 Seiten, um sich genau richtig zu entwickeln. Ich hätte auch gerne noch mehr davon lesen können, mir war keine Seite zu viel. Die Handlung ist zwar nicht wirklich spannend, aber mich konnte sie so dermaßen fesseln, dass ich in jeder freien Minute nach dem Buch greifen musste. Und auch dazwischen waren meine Gedanken oft bei Cal und John und Innes und den anderen Dorfbewohnern, die auf einem unglaublich kargen Fleckchen Erde ihr Auskommen finden und es miteinander aushalten müssen.
Fazit:
Ein langsamer, intensiver Roman, den man nicht so schnell vergisst.
Rezensionen von beavielleser :
Ein ganz besonderes Buch
In den Flügeln das Licht von Aidin Halimi
Eine Geschichte einer iranischen Familie während der Revolution, deren Vater im Gefängnis sitzt und dann hingerichtet wird.
Ruhig, warmherzig und poetisch wird die Geschichte von Kāveh, Ābtin und ihren Eltern Tārā und Sorāb erzählt, deren Mut und Kampfgeist mich beeindruckt haben.
Diese Buch hat den Weg direkt in mein Herz gefunden.
Rezensionen von Claudia R.:
magisch spannend
Die geheime Schule der Tempelagenten - Ich, zwischen fliegenden Teppichen und glühenden Schwertern von Sibel Susann Teoman
Klappentext / Inhalt:
Wie ich meinen ersten Kein-Kebap esse und fast zum Monsterfutter werde
Eigentlich wollte ich in den Ferien ein paar chillige Wochen mit meinem Chamäleon Wasabi und Paps beim Schnorcheln verbringen, aber stattdessen werde ich zu meiner mir bis dahin völlig unbekannten Tante Melda nach Amintos verfrachtet! Und das Einzige, was ich über Amintos weiß, ist, dass meine Mutter dort verschwunden ist.
Klar, dass ich da nicht hinwill, oder? Aber da wusste ich auch noch nicht, dass es in Amintos nur so wimmelt von fliegenden Teppichen, Tempelagenten und glühenden Schwertern – ziemlich abgefahrene Sache! Wenn da nur nicht plötzlich diese gruseligen Monster hinter mir her wären …
- Timur Taygan – liebenswerter Held zwischen Teenagerchaos und Magie
- Spannende Fantasystory, die verschiedene Kulturen miteinander verbindet
- Perfekt für Fans von Flüsterwald und Mein geheimes Leben als Monsterjäger
- Mit Antolin Lesepunkte sammeln
Tritt ein in die magische Welt von Amintos!
Fliegende Teppiche, Hausgeister, die in Teekannen leben und ihrem Besitzer jeden Wunsch erfüllen – von der Weltherrschaft bis zum Spaghetti-Eis ist da alles drin –, geschwätzige Blumen, die über das Schicksal neuer Tempelagenten entscheiden – der fast 13-jährige Timur genannt Tim (Vegetarier und selbst ernannter Reptilienexperte) findet sich plötzlich in einer magischen Welt wieder, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt. Folge Tim in ein magisches Abenteuer voller Spannung und Situationskomik.
Cover:
Das Cover wirkt magisch, spannend und abenteuerlich. Kids mit verschiedenen magischen Talenten und Gegenständen sind hier erkennbar. Die magischen Kräfte sind leuchtend hervorgehoben und es ist alles sehr spannend und interessant umgesetzt. Das Cover macht Lust auf mehr und spricht einen direkt an. Farbenfroh und kreativ ist das Ganze umgesetzt und durch das Cover bekommt man direkt Lust auf die Geschichte.
Meinung:
Timur, eigentlich nur Tim genannt, wollte chillige Ferien mit seinem Paps beim schnorcheln verbringen, wird dann aber bei seiner bis dahin unbekannten Tante in Amintos geparkt. Und das verändert einiges. Denn in Amintos wimmelt es nur so von fliegenden Teppichen, magischen Schwertern, Flaschengeistern und weiteren sehr abgefahrenen Sachen. Das Abenteuer beginnt.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten, denn es geht auf jeden Fall dann erst so richtig los und hier passiert einiges in der Geschichte. Es wird also spannend. Wer Spannung mag, ist hier also richtig.
Der Schreibstil ist angenehm und locker und es lässt sich sehr gut und flüssig lesen. In die Charaktere findet man sich sehr schnell und gut hinein. Auch den Geschehnissen kann man gut folgen. Die Figuren sind facettenreich umgesetzt und auch ein gewisser Humor schwingt hier die Ganze Zeit mit.
Toll fand ich die kurze Vorstellung der Charaktere mit kleinen Bildern und Informationen zu Beginn des Buches. Die einzelnen Kapitel haben eine sehr gute und angenehme Länge. Diese ermöglichen so einen tollen Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und optisch auch sehr gut hervorgehoben und durch die kleinen Illustrationen am Beginn gut ersichtlich. Die Überschriften sind passend, ohne zu viel zu verraten. Durch die Ich Perspektive kann man sich vor allem in Tim besonders hinein denken und hinein versetzen. Gedanken und Emotionen von Tim sind so gut nachvollziehbar. Durch die Ich-Perspektive ist man ihm sehr nah. Aber auch in die anderen Charaktere und Wesen findet man sich schnell hinein. Besonders klasse fand ich auch das Chamäleon Wasabi, welches immer wieder für lustige Unterhaltung sorgt. Die Situationskomik an so manchen Stellen hat mir hier ebenfalls sehr gut gefallen. Die Geschichte ist in sich spannend und unterhaltsam gepaart mit einer guten Mischung an Humor und Charme.
Gliederung und Gestaltung haben mir hier sehr gut gefallen. Das ganze ist in sich sehr rund und auch die Spannung und das Abenteuer sorgen für tolle Unterhaltung und viele schöne Momente. es lässt sich toll und kurzweilig lesen und man kommt sehr gut und leicht voran.
Fazit:
Spannendes, magisches und unterhaltsames Abenteuer mit einer guten Portion an Humor.
Rezensionen von gabiliest:
Im Spiegel siehst du deine Seele
Mit anderen Augen von Jane Tara
Die aus Australien stammende Autorin Jane Tara hat ihren bemerkenswerten Roman “Mit anderen Augen” über die Bedeutung der reiferen Frau in der Gesellschaft vorgelegt. Schon auf dem gelungenen Hardcover kann man die Intention des Buches erkennen, das Frauen, egal welchen Alters, dazu ermutigen will, vor den Vorhang zu treten.
Tilda ist zweiundfünfzig, betreibt eine eigene Firma, die Motivationssprüche auf diverse Artikel wie beispielsweise Kaffeetassen druckt. Sie hat erwachsene Zwillingstöchter und wunderbare Freundinnen. Aber sie hat keinen Partner, ihr Ehemann hat sie für eine jüngere Frau verlassen. Als Tilda eines Tages bemerkt, dass ihre Körperteile sukzessive verschwinden, erhält sie die Diagnose “Unsichtbarkeit”, nicht heilbar! Doch Tilda nimmt Hilfe in Anspruch, eine berühmte Therapeutin verspricht Genesung. Dazu muss Tilda sich klar werden über ihr Selbstbild und ihre negativen Gedanken, die sie ständig begleiten. In einer Selbsthilfegruppe- denn sehr viele Frauen sind auch von Tildas Krankheitsbild betroffen- fühlt sich Tilda nicht wohl, Meditation und Schweigen scheinen einen Weg zu weisen. Und ihr Jugendtraum, Porträts zu fotografieren, tritt wieder in den Vordergrund.
Auch ein attraktiver Mann, der ihre Makel nicht bemerkt, zeigt Interesse an Tilda. Unsichtbarkeit, ein Schicksal?
Jane Tara bettet die Geschichte von Tilda in eine allgemeine Analyse des Lebens von Frauen, die das gebärfähige Alter hinter sich haben. Sind sie deswegen weniger begehrenswert? Werden sie tatsächlich nicht mehr gesehen, vor allem von den Männern? Stellen sie für die Gesellschaft keine Bereicherung mehr dar, vielleicht sogar eine Last?
All diese Fragen verwebt die Autorin mit Tildas Leidensweg. Vielleicht mag es irritieren, dass die Autorin hier als Protagonistin eine Frau wählt, die in komfortablen Verhältnissen lebt, über viele Sozialkontakte verfügt und ökonomisch keine Probleme hat. Dennoch ist die Annahme richtig, dass dieses Gefühl des Verschwindens, des nicht wahrgenommen Werdens, jede Frau, ganz unabhängig von ihrer Situation, betreffen kann. Oft ist die Unsichtbarkeit eine Folge von Traumata in der Kindheit, die Muster für die Partnerwahl im späteren Leben geprägt haben und die Frauen gelehrt haben, dass sie Konflikten am ehesten aus dem Weg gehen, wenn sie so unbemerkt wie möglich bleiben. Auch negative Gedankenspiralen zerstören den Selbstwert. Für Tilda scheinen die Hinwendung zur Selbstliebe und Meditation ein Heilmittel zu sein. Hier verallgemeinert die Autorin nicht, sondern zeigt Wege auf, die aus einer scheinbar aussichtslosen Situation, wenn man sich selbst aus dem Blick verloren hat, herausführen können.
Natürlich hilft Tilda auch die Liebesgeschichte, die Jane Tara gekonnt in das Geschehen einbaut. In diesem Zusammenhang mögen sich die Lesenden fragen, ob von Bedeutung ist, dass der Mann, Patrick, superreich, attraktiv und empathisch ist. Wird nicht zu sehr die Außensicht betont? Genau hier liegt aber Patricks Defizit, diese Sicht des Äußeren ist ihm verwehrt.
“Mit anderen Augen” greift ernste gesellschaftliche Entwicklungen auf, dennoch besticht das Buch immer wieder mit subtilem Humor. In klarer Sprache führt die Autorin durch ein Frauenleben, das zu kippen droht, dennoch fehlt es dem Buch nicht an Spannung und Zuversicht. Damit bietet der Roman in großen Linien soziologische Befunde über den Bedeutungsverlust von Weiblichkeit, jedoch führt er beschwingt, aber gelassen durch ein schwieriges Thema. So bietet “Mit anderen Augen” vieles, was gute Literatur erfüllen soll: Der Roman ermöglicht Diskussion und kritische Betrachtung, er regt an, dem Geschehen in eigenen Gedanken nachzuspüren. “Mit anderen Augen” ist ein empfehlenswertes Buch, das nicht nur Frauen lesen sollten.
Rezensionen von Leser:
Es geht an die Ostsee!
Der kleine Campingplatz in den Dünen: Ein Stellplatz fürs Glück von Barbara Erlenkamp
Annika hat eine Ausbildung beendet und träumt von einem Job in der Tourismus-Branche. Aus diesem Grund ist sie an die Ostsee gezogen. Leider ist das nicht so einfach wie gedacht und sie steckt erstmal in einer Sackgasse.
Als der Campingplatzbesitzer Lars Harmsen unerwartet stirbt und seinen Platz der der Stammtischrunde vererbt, bietet sich eine perfekte Möglichkeit für Annika.
Mit dem ersten Band der "Ostsee-Camping-Reihe" hat das Autorenduo voll ins Schwarze getroffen. ein echter Wohlfühlroman mit einem Handlungsort, dem man nicht widerstehen kann!
Es mach1 Spaß Annika und ihre Freunde dabei zu begleiten, dem Campingplatz neues Leben einzuhauchen und wieder in die schwarze Zahlen zu führen.
Dabei gibt es kleine und große Problem zu lösen, was manchmal auch sehr humorvoll ist.
Ein plötzlich auftauchender Neffe bringt noch zusätzlich Aufregung ins Geschehen. Und ganz nebenbei findet die Liebe auch noch ihren Weg ....
Dank der sympathischen Charaktere fühlt man sich hier richtig wohl!
Sehr unterhaltsam, aufregend und sehr schön zu lesen!!!
Ich freue mich schon auf weitere Abenteuer mit Annika und Timo!
Rezensionen von lectrice:
Tolles Retelling
West of Wicked. Folge deinem Verlangen von Nikki St. Crowe
Ein wunderschönes Cover und der Farbschnitt ist noch schöner - und bei dem Titel war ich sofort neugierig.
Und es gibt eine Karte - ich liebe Karten in Büchern, vor allem bei Fantasy-Büchern schaue ich sie mir immer wieder an.
Dorothy wurde als Kind auf einer Farm in Kansas abgegeben - sofort habe ich die Bilder des Films im Kopf - und mittlerweile ist Dorothy erwachsen.
Edward, der Sohn der Nachbarn, ist in sie verliebt. Aber Dorothy träumt immer wieder von einer Welt voller Farben, ohne harte Farmarbeit. Und da kommt ein Sturm auf und wirbelt Dorothy mit ihrem Hund Toto auf und davon in eine andere Welt.
Wer jetzt denkt, ach, ich weiß schon, wie es weitergeht, dem sei gesagt: nein, weißt du nicht, denn Nikki St. Crowe hat ihre ganz eigene Welt geschaffen, angelehnt an Oz, aber das war nur der Ausgangspunkt.
Ich fand es gut, dass es nicht so spicy war, denn das ist ehrlich gesagt nicht so mein Fall, hier war das Maß angemessen.
Eine interessante Welt, ein gelungener Einstiegsband, der Lust auf die Fortsetzung macht.
Rezensionen von rewareni:
Schwierige Geschichten
Alles in Ordnung, Liebe überall von Michal Tallo
, Alles in Ordnung, Liebe überall“, so lautet der Titel diverser Kurzgeschichten des slowakischen Autors Michal Tallo. Seine Erzählungen haben dabei eine eigene Ausdrucksweise, wo man nicht immer leicht in eine Geschichte eintauchen kann. So findet man unter anderem einen Satz, der sich über mehrere Seiten zieht, bis endlich ein Punkt den Satz beendet.
Da fällt es natürlich nicht leicht an der Geschichte dran zu bleiben, obwohl sie durchaus einen besonderen Reiz ausübt.
Viele Geschichten sind eher trauriger Natur, wo Menschen verzweifelt sind, wo sie auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind oder wo sich jemand für einen anderen verantwortlich fühlt und dabei auf sich selbst vergisst.
Es ist mir leider sehr schwer gefallen bei den meisten Erzählungen die Intention des Autors zu erfassen. Er deutet vieles nur an, erzeugt Bilder im Kopf des Lesers, wo ich oft ratlos zurück geblieben bin. So ist mir z.b immer noch nicht klar, warum Männer in eine Konditorei weinen gehen oder warum eine Frau plötzlich ein Baby bekommt, das gleich älter wird und dann weggeht. Man findet in seinen Geschichten immer wieder absurde und aberwitzige Situationen, wo es dauert bis man den Sinn dahinter versteht.
Seine Protagonisten bleiben auch immer unnahbar, sodass es jede Person sein kann die die Geschichte gerade erlebt. So findet man keine Namen sondern z.b. nur den Anfangsbuchstaben wenn L.etwas sagt oder P.etwas tut. Oder wenn es einfach nur Bezeichnungen gibt wie der Körper, die Ältere, die Frau....
Für mich waren die Kurzgeschichten anstrengend zu lesen, weil ich es nicht gerne mag, wenn man beim Ende angelangt ist und man im Grunde nicht wirklich weiß, was der Autor damit ausdrücken wollte. Wer in lyrische, kafkaeske und teils absurde Geschichten eintauchen möchte, wird hier sicher auf seine Kosten kommen.
Rezensionen von rewareni:
Schwierige Geschichten
Alles in Ordnung, Liebe überall von Michal Tallo
, Alles in Ordnung, Liebe überall“, so lautet der Titel diverser Kurzgeschichten des slowakischen Autors Michal Tallo. Seine Erzählungen haben dabei eine eigene Ausdrucksweise, wo man nicht immer leicht in eine Geschichte eintauchen kann. So findet man unter anderem einen Satz, der sich über mehrere Seiten zieht, bis endlich ein Punkt den Satz beendet.
Da fällt es natürlich nicht leicht an der Geschichte dran zu bleiben, obwohl sie durchaus einen besonderen Reiz ausübt.
Viele Geschichten sind eher trauriger Natur, wo Menschen verzweifelt sind, wo sie auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind oder wo sich jemand für einen anderen verantwortlich fühlt und dabei auf sich selbst vergisst.
Es ist mir leider sehr schwer gefallen bei den meisten Erzählungen die Intention des Autors zu erfassen. Er deutet vieles nur an, erzeugt Bilder im Kopf des Lesers, wo ich oft ratlos zurück geblieben bin. So ist mir z.b immer noch nicht klar, warum Männer in eine Konditorei weinen gehen oder warum eine Frau plötzlich ein Baby bekommt, das gleich älter wird und dann weggeht. Man findet in seinen Geschichten immer wieder absurde und aberwitzige Situationen, wo es dauert bis man den Sinn dahinter versteht.
Seine Protagonisten bleiben auch immer unnahbar, sodass es jede Person sein kann die die Geschichte gerade erlebt. So findet man keine Namen sondern z.b. nur den Anfangsbuchstaben wenn L .etwas sagt oder P. etwas tut. Oder wenn es einfach nur Bezeichnungen gibt wie der Körper, die Ältere, die Frau....
Für mich waren die Kurzgeschichten anstrengend zu lesen, weil ich es nicht gerne mag, wenn man beim Ende angelangt ist und man im Grunde nicht wirklich weiß, was der Autor damit ausdrücken wollte. Wer in lyrische, kafkaeske und teils absurde Geschichten eintauchen möchte, wird hier sicher auf seine Kosten kommen.
Rezensionen von Claudia R.:
Albtraum Bürokratie
Albtraum in Kalifornien - Das Schweigen des Gesetzes - Er nahm mir alles. Und wollte mehr. - Autobiografischer Roman von Dary Christine
Klappentext / Inhalt:
Manche Männer nehmen dir nicht nur alles – sie wollen noch mehr.
Im Namen des Gesetzes verlor ich die Existenz, die ich mir selbst aufgebaut hatte. Anna flieht mit ihren drei Kindern aus Österreich nach Kalifornien. Neuanfang. Sonne. Sicherheit. Liebe. Sie trifft David: charmant, gebildet, verlässlich.
Ein Mann, der das System kennt – und ihr sagt, sie müsse sich um nichts kümmern. Es fühlt sich an wie Rettung. Bis sie unterschreibt. „Nur Formsache.“ Er führt die Konten, regelt alles, übernimmt. Anna vertraut ihm – bis ihr Name unter Entscheidungen steht, die sie nie getroffen hat. Geld verschwindet, Wahrheiten zerfallen. Und sie begreift: In einem fremden Land ist sie in Wirklichkeit ganz allein. Als sie geht, glaubt sie, frei zu sein. Doch jetzt beginnt der wahre Albtraum. Ihre Sicherheit bricht weg, ihre Existenz gerät ins Wanken – und schließlich fordert man ihre Verhaftung. Was wie Liebe begann, war Kontrolle. Was wie Schutz wirkte, war eine Falle und die systematische Zerstörung eines Lebens.
Ein autobiografischer Roman nach einer wahren Geschichte – über Vertrauen, Machtmissbrauch und das Schweigen des Gesetzes.
Cover:
Das Cover zeigt eine Familie und der Hintergrund scheint in Flammen zu stehen, was zeigt, dass es hier schwerwiegende Konflikte gibt und dies ist auch im Cover sehr gut erkennbar. Das Cover ist in Brauntönen gehalten und macht eine betroffene und sehr emotionale Stimmung und Atmosphäre aus, die kann man besonders auch in den Gesichtern der Personen sehen. Das Cover ist passend zur Geschichte umgesetzt.
Meinung:
Eine bewegende Geschichte und emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle. Anna möchte mit ihren 3 Kindern in Kalifornien einen Neuanfang wagen und erlebt dort die Hölle auf Erden. Was anfänglich zu schön um wahr zu sein erscheint, entpuppt sich mehr und mehr als Albtraum.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht vorgreifen und halte mich mit detaillierten Angaben und Informationen zum Buch zurück.
Der Schreibstil ist detailliert und bildlich. Schnell findet man sich in Charaktere und Geschehnisse hinein. Anna hat es nicht leicht und der Neuanfang scheint auch erst recht gut zu klappen und mit David scheint sie jemanden gefunden zu haben, der sich auskennt und sie heiratet ihn sogar. Die Geschehnisse danach ändern so einiges und die Entwicklungen sind ziemlich heftig und beklemmend. David regelt und übernimmt alles und nimmt Anna dabei aus und sie setzt leider zu bereitwillig Unterschriften, die sie ihre Freiheit kosten. Eine regelrechte Justizschlacht bricht aus und man merkt, wie viel daran hängt und wie wenig man bewirken kann, wenn man in ein Land einreist und neu starten möchte, aber sich nicht mit allem genau auskennt. Viele detaillierte Beschreibungen zu Justiz und Verfahren machen es für den Leser nicht immer leicht und nehmen zudem auch ein wenig an Spannung heraus, dennoch hat mich das Buch sehr berührt und mitgenommen.
Die Geschehnisse werden sehr anschaulich beschrieben und auch die Emotionen und Gedanken sind mehr und mehr spürbar. Manchmal hofft man, dass sich ein einfacherer Weg finden lässt, aber da es sich um eine autobiografische Geschichte handelt wurde hier sehr detailreich der Werdegang nahegelegt.
Die Abschnitte und Kapitel sind teils etwas länger, aber deutlich und gut hervorgehoben. Gliederung und Gestaltung fand ich gut.
Die Geschichte ist nachvollziehbar geschrieben und man findet in die Geschehnisse und Ereignisse schnell und gut hinein. Für mich hat es einige Längen, die man vielleicht hätte kompakter zusammenfassen können, aber dies ist meine Ansichtssache und sieht jeder vielleicht etwas anders.
Die Geschichte zeigt, was zu viel Bürokratie bewirkt und wie diese nicht Opfern hilft, sondern Tätern in die Karten spielt. Was das Ganze umso schlimmer macht. Es ist schockierend und aufwühlend zugleich. Wer autobiografische Romane mit detailreichen Beschreibungen mag, wird hier sicherlich fündig.
Fazit:
Eine bewegende und emotionale Reise und Achterbahnfahrt durch bürokratische Hindernisse.
Rezensionen von Claudia R.:
düstere Jugendfantasy
Dämonen aus Angsterdam von Hubert Wiest
Klappentext / Inhalt:
Der zwölfjährige Paco kennt sie nur zu gut: Dämonen. Sie tauchen nachts auf und verbreiten Angst. Nicht einmal sein Vater kann sich dagegen wehren. Doch Paco hat genug. Er schmiedet einen Plan, der eigentlich unmöglich ist.
Währenddessen läuft in der Dämonenstadt Angsterdam längst nicht alles nach Plan.
Gobi, ein zweitklassiger Whisperer, träumt davon, zur Eliteeinheit TopFear zu gehören. Aber wie soll er die Prüfung schaffen?
Ein spannendes, witziges Abenteuer über Freundschaft, Angst und den Mut, sich dem zu stellen, was größer wirkt als man selbst.
Für Kinder ab 10 Jahren – und alle, die wissen wollen, wie man Dämonen austrickst.
Cover:
Ein haariges Monster mit spitzen Zähnen jagdt einem Jungen nach. Es wirkt spannend und abenteuerlich und zugleich auch etwas gruselig. Die dunklen Hintergrundfarben verstärken die düsteren Eindruck zusätzlich. Optisch und auch farblich finde ich das Cover zur Geschichte passend umgesetzt, denn dieses hat schon so einige düstere und gruselige Ansätze. Die geweiteten Augen des Jungen zeigen pure Panik, aber die Geschichte entwickelt sich mit viel Tiefgang weiter. Wer Spannung mag und auch Düsternis vertragen kann, der sollte sich vom Cover nicht abschrecken lassen, aber auf jeden Fall gewarnt sein.
Meinung:
Eine spannende Lektüre über Ängste und Dämonen und den Mut sich diesen zu stellen. Eine Kinderfantasygeschichte mit jede Menge Spannung, aber auch sehr viel Tiefgang. Man begleitet Paco, der Dämonen nur zu gut kennt und auch in der Dämonenstadt Angsterdam geht so einiges vor sich.
Doch zu viel möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten und halte mich daher mit weiteren Informationen und Details dazu bedeckt.
Der Schreibstil ist locker und angenehm und lässt sich leicht und flüssig lesen. Schnell findet man in Charaktere und Geschehnisse hinein. Die wechselnden Perspektiven bringen verschiedenen Einblicke und zugleich ist man den Charakteren dadurch sehr nah.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Durch die wechselnden Perspektiven kommt zusätzlich Spannung und Tempo hinein. Die Kapitelanfänge sind klasse gewählt und gut ersichtlich. Auch die kleinen Illustrationen zu Beginn finde ich klasse und toll umgesetzt. Die Illustrationen lockern zudem das Ganze ein wenig auf. Gliederung und Gestaltung haben mir hier sehr gut gefallen.
Die Charaktere sind sehr vielschichtig und besonders haben mir auch dessen Entwicklungen gefallen. Paco, aber auch die anderen entwickeln sich sehr weiter und zugleich werden ganze nebenbei noch wichtige Botschaften mit vermittelt. Die Geschichte zeigt, dass es wichtig ist sich seinen Ängsten zu stellen und sich mit diesen auseinander zu setzen.
An manchen Stellen ist die Geschichte jedoch auch etwas düsterer und gruseliger, also nichts für ganz junge oder zartbesaitete Leser, daher wäre hier meine Empfehlung auch erst ab ca. 12 Jahren für unerschrockene Jungen und Mädchen.
Fazit:
Spannende Jugendfantasy mit Tiefgang, aber auch einer gewissen Schwere.










