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Rezensionen von LEXI:

Wir brauchen nicht viel… solange wir zusammen sind

Solange wir zusammen sind von Pyron Bobbie

Wir brauchen nicht viel… solange wir zusammen sind

„Da draußen gibt es gute Menschen. Ein paar schlechte Menschen, aber meistens sind es gute. Vergiss das nie, Baby. Meistens sind sie gut.“

Jewel Knight ist eine traurige und verwirrte alte obdachlose Frau, die in einem Park lebt. Sie hat alles verloren, was ihr wichtig war – ihr Zuhause, ihre Familie, ihre Erinnerungen.

Ein kleiner brauner Hund mit schokoladenbraunen Augen und einem weißen Fleck auf dem Hinterkopf ist alles, was sie noch hat. Ihr „Baby“ ist für Jewel die ganze Welt – und umgekehrt ist es ebenso. Baby ist glücklich bei Jewel, er liebt sie über alles. Doch es zeichnet sich ab, dass die beiden einander verlieren könnten.

Die zwölfjährige Piper Elizabeth Trudeau macht sich um viele Dinge Sorgen. Nachdem ihre Eltern arbeitslos wurden und die Familie ihr Heim verlor, fanden sie in einem Obdachlosenheim Aufnahme. Piper vermisst ihre Heimat, ihre Freunde und die Schule. Als sie Jewel und Baby begegnet, verliebt sie sich auf der Stelle in den kleinen Hund, weiß aber, dass Jewel Baby viel dringender braucht, als sie. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden bei den „Firefly Girls“ startet sie eine Rettungsaktion für Jewel. Gemäß deren Motto „Wir sind eine Familie. Wir halten zusammen. Und wir werden etwas erreichen“ erinnert sie sämtliche Mitglieder an deren „Firefly-Girls-Versprechen“: „Ich verspreche, täglich mein Bestes zu tun, um die Welt besser zu machen, freundlich, mitfühlend, fair und stark zu sein. Mein Licht soll ein Strahl der Hoffnung sein. Ich verspreche, meine Familie zu ehren, mich selbst und alle Lebewesen auf der Welt. Zusammen leuchten wir heller. Zusammen sind wir stärker. Zusammen können wir alles erreichen.“

Bobbie Pyron hat mit dieser zutiefst berührenden Geschichte auf der Stelle mein Herz erobert. Sie stellt Jewels Schicksal und jenes ihrer obdachlosen Freunde der jugendlichen Leserschaft vor, ermutigt sie dazu, nicht nur auf den äußeren Schein zu achten, sondern viel weiter, bis ins Innerste eines Menschen, zu blicken. Die zwölfjährige Piper ist ein herausragendes Vorbild darin, seinen Mitmenschen Mut und Hoffnung zu machen und sich selbstlos für sie einzusetzen. Der Wert von Familie, Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe wird in diesem Buch hochgehalten. In eindringlichen Worten schildert die Autorin das Schicksal der alten Obdachlosen und ihres Hundes, welches durch die kleine Piper und ihr Engagement beeinflusst wird. Wundervoll gezeichnete Charaktere, ein der jugendlichen Zielgruppe angepasster und äußerst einnehmender Schreibstil sowie tiefgründige und Werte vermittelnde Aussagen machen diese Lektüre zu einem herausragenden Leseerlebnis. Der kleine Hund fungiert als tierischer Protagonist, auch seine Gedanken werden in berührender Art und Weise zum Ausdruck gebracht und sollen dem Leser deutlich vor Augen führen, welche Werte im Leben wirklich wichtig sind:

„Menschen tragen eine zu große Last. Baby versteht nicht, warum Menschen so viel brauchen. Es gibt doch Essen. Es gibt Obdach. Es gibt Spiel. Es gibt Liebe. Baby weiß: die Aufgabe eines Hundes ist es, seinem Menschen zu zeigen, was wichtig ist. Die Freude über einen vollen Magen. Das Glück. Spielen und springen zu können, einfach mit Freunden herumtoben. Wie köstlich ein süßer Duft. Wie tröstlich die warme Sonne auf dem Bauch. Und die Welt ist vollständig, ganz, wenn es eines gib: uns gemeinsam. GEMEINSAM.“

Tief berührt haben mich in diesem Buch auch die Prioritäten und Werte der Obdachlosen:

„Unsere Tiere gehen immer vor. Weißt du auch, warum? Weil wir sie lieben. Und weil sie unsere Liebe erwidern, ganz egal, was ist. Wenn sie uns ansehen, dann sehen sie nicht irgendeinen zerlumpten Alten, der einen Einkaufswagen schiebt, oder irgendeine gesichtslose alte Frau. Sie sehen in uns hinein!“

Fazit: „Solange wir zusammen sind“ war mit Abstand das am meisten berührende und tiefgründige Jugendbuch, das ich jemals in Händen halten durfte. Die wundervolle Geschichte um Piper und Jewel hat mir ausgezeichnet gefallen und wird noch lange in meinem Gedächtnis bleiben.

Ich gebe völlig begeisterte fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung dafür!

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Rezensionen von LEXI:

Ich glaube an die Liebe

Die Sache mit der Liebe von Catherine Ryan Hyde

Ich glaube an die Liebe

„Es ist nicht schwer, sich zu verlieben. Der schwere Teil ist, jemanden zu lieben, der einem gut tut.“

Der fünfzigjährige Hayden Reese führt nicht gerade ein Leben auf der Überholspur. Nach einer schwierigen Kindheit mit einem unbarmherzigen und lieblosen Vater ist schließlich auch seine Ehe gescheitert.

Der als sonderbar und gewalttätig bekannte Hayden lebt in einer kleinen Holzhütte, der Kontakt zu seiner Familie ist schon vor fünfzehn Jahren abgerissen. Haydens Probleme mit seiner Selbstkontrolle bringen ihn laufend in Schwierigkeiten. Die Liebe zu einer verheirateten Frau führt schließlich dazu, dass die Situation außer Kontrolle gerät – und Hayden steht einmal mehr vor den Scherben seines Lebens…

Catherine Ryan Hyde beschreibt in ihrer aktuellen Neuerscheinung das Leben eines Mannes, der all seine Ängste, seine Schuldgefühle und seine Verzweiflung, sogar seine Trauer, ganz fest in seinem Inneren eingeschlossen hat. Die einzige Art, Emotionen zu zeigen, sind Wutanfälle, die sehr oft in Form von Gewalt gegen andere eskalieren. Die Autorin zeichnet ein Bild von einem Mann, der trotz seiner schlimmen Erfahrungen nicht gänzlich aufgegeben hat, sondern immer noch an die Liebe glaubt. Doch manchmal verliebt man sich in den falschen Menschen.

Mit Hayden hat Catherine Ryan Hyde einen sehr starken, eigenwilligen, nicht unbedingt sympathischen Protagonisten geschaffen. Seine Gedanken und Handlungen konnte ich so gut wie nie befürworten, und nur ganz wenige Dinge nachvollziehen. Vielmehr fühlte ich mich während der gesamten Lektüre seltsam distanziert zu dieser Figur. Die Geschichte umfasst den Zeitraum zwischen 1960 und 1996, wichtige Nebenfiguren sind das Ehepaar Jack und Laurel sowie Laurels Tochter Peg, der Zuhälter Joey, der Tierarzt Doktor Meecham und ein mit Hayden befreundeter Polizist namens Scott. Im Handlungsstrang der Vergangenheit spielen Haydens Ehefrau Judith, seine Schwiegermutter Thea sowie seine Tochter Allegra eine Rolle. Haydens Eltern Lucy und Ed sowie sein Bruder Daniel sorgten für schlimme Erinnerungen und große Schuldgefühle, ihre Beziehung ist ebenfalls seit fünfzehn Jahren auf Eis gelegt.

Die Hauptperson wurde zwar ausführlich charakterisiert, die Nebenfiguren blieben jedoch blass. Es gab laufende zeitliche Sprünge in der Geschichte. Nur sehr langsam erfährt man Einzelheiten über Haydens Vergangenheit und die Gründe für sein aggressives Verhalten. In diesem Buch gibt es angesichts einer Verfolgungsjagd zwar ein gewisses Spannungsmoment, ansonsten plätschert die Geschichte jedoch dahin.

Fazit (Achtung Spoiler!):

„Die Sache mit der Liebe“ war nach einigen wundervollen Romanen für mich das bislang schlechteste Werk dieser Autorin. Catherine Ryan Hyde zeichnete einen Protagonisten, der sein Leben vergeudet, vollkommen unsympathisch ist, absolut lernresistent, defensiv und jähzornig agiert. Beinahe das gesamte Buch hindurch liest man von Gewaltakten und wütenden Ausbrüchen sowie Haydens hasserfüllten Gedanken. Zudem bedient die Autorin sich einer sehr derben Sprache, im ganzen Buch wird permanent geflucht. Inhaltlich war ich vom Plot, unsympathischen und blassen Charakteren und Themen wie Prostitution, Ehebruch und Gewalttaten abgestoßen. Trotz einiger positiver Erfahrungen mit ihren Büchern wird „Die Sache mit der Liebe“ wohl mein letzter Roman von Catherine Ryan Hyde bleiben.

Ich kann für dieses Buch leider keine Leseempfehlung aussprechen, da ich mich durch die Lektüre quälte und oft kurz davor war, sie abzubrechen. Eine kleine positive Entwicklung auf den letzten Seiten entschädigt leider nicht für den gesamten vorangegangenen Inhalt, zumal ich auch das Ende nicht wirklich überzeugend fand.

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Rezensionen von inya:

interessant aber fordernd

Dreck von Bill Buford

Der Autor möchte die Welt der französischen Küche durchleuchten und zieht so kurzer Hand mit seiner ganzen Familie nach Lyon, um dort die Geheimnisse der französischen Küche zu lüften und die hohe Kochkunst zu erlenen. In Lyon bestreitet er verschiedene Praktika und Kochkurse. Man erfährt so einiges über die französische Küche, ob man alles wissen möchte, sei dahin gestellt.

Auf jeden Fall lernt der Leser viele Tricks und Kniffe und die verschiedenen Saucen und Speisen kennen. Doch obwohl das Buch wirklich interessant und spannend und auch witzig geschrieben ist, ist es nicht einfach dem Autor immer folgen zu können. Bei der Masse an Informationen fiel es mir doch manchmal schwer den Überblick zu behalten und die Lust am Lesen des Buches beizubehalten. Dies ist ein interessantes Werk, aber sicherlich eher für passionierte Hobbyköche oder sogar angehende Profiköche.

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Rezensionen von rewareni:

Ein hartes Leben

Der gläserne Dolch von Günter von Lonski

Es wütet der Dreißigjährige Krieg und der junge Ziegenhirte Jost muss hilflos mitansehen, wie Menschen brutal ermordet werden und seine Heimat aufhört zu existieren. Es bleibt ihm nur die Flucht, wo er viele Bekanntschaften macht, die für ihn und sein weiteres Leben von großer Bedeutung sein werden.

Viele Abenteuer muss er bestehen, bis er schließlich in Venedig und letztendlich auf der Glasinsel Murano landet, die für viele Jahre sein neues Zuhause sein wird. Doch ein lukratives Angebot des französischen Königshofes ist so verlockend, dass Jost nicht widerstehen kann und er das tut, was man eigentlich nicht darf. Er flieht nach Frankreich obwohl er weiß, dass nach einer Jahrhunderten alten Tradition eine grausame Todesstrafe folgt, wenn die Geheimnisse der Glasherstellung verraten werden.
,, Der gläserne Dolch“ ist ein spannender Roman des Autors Günter von Lonski, der seine Leser nicht nur auf eine abenteuerliche Reise von Jost Bicker mitnimmt, sondern auch Einblicke in das damalige schwere Leben der Glasbläser bietet. Man begleitet Jost viele Jahre, der nicht viel an Glücksmomenten erleben darf. Der Autor schildert dabei bildhaft die schwierigen Lebensbedingungen der Menschen, die unter Hungersnöten gelitten haben und wo keiner dem anderen über den Weg trauen konnte. Manche Szenen waren mir ein wenig zu schnell abgehakt , wo gerade etwas beginnt und kurz darauf die nächste Handlung folgt, wo ich nicht wusste, ob diese Szenen jetzt wirklich von Bedeutung waren oder nicht. Leider finden sich auch einige Rechtschreibfehler oder Wortwiederholungen darin, die man ausbessern sollte.
Ein interessanter Roman wo man als Leser nicht nur mit tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen konfrontiert wird, sondern auch einiges über das Leben und die Lebensbedingungen der Menschen auf der Glasinsel erfährt und welch großer Aufwand es war Glas überhaupt herstellen zu können. Spannung, große Emotionen und eine interessante Geschichte, begleiten den Leser vom Beginn bis zum Ende.

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Rezensionen von nil_liest:

Federumhang, Elefantenfußabdruck und das an der Isar!

Der falsche Preuße von Uta Seeburg

Alle zugezogenen Münchner werden ihre Freude an diesem Krimi haben. Nicht nur wird München um die Jahrhundertwende lebhaft beschrieben, vor allem werden die Münchner auch leicht parodiert. Ohnehin, es ist zwar ein Krimi, aber zum Schmunzeln durch nebensächlich eingeflochtene Witze kommen die Leser regelmäßig.

Aber keine Sorge, auch waschechte Münchner und sonst auch alle Krimi-Liebhaber und München-Begeisterte werden sich an der Vielfalt der Münchner Orte erfreuen in „Der falsche Preuße“!
Uta Seeburg bringt Offizier Gryzinski in ihrem Reihen-Auftakt-Krimi gleich in ein Dilemma. Der zugezogene Preuße, der ein neuartiges Kriminalamt in München aufbaut, hat endlich seinen ersehnten Mordfall zu bearbeiten. Eine kuriose Leiche am Ufer der Isar mit einem Federumhang bekleidet, ohne Gesicht und dann noch ein Abdruck eines Elefantenfußes. Da gibt es einige Spuren und als bayrischer Beamter mit preußischer Genauigkeit ist Gryzinski dem Ehrgeiz verfallen diesen Fall zu lösen. Nur bringt ihn dieser Fall in die Sphären der Macht und nun ist eine Entscheidung zu treffen – ist er noch Preuße oder schon Bayer?
Spannend und unterhaltsam fand ich diesen Krimi. Uta Seeburg hat einen leichten, aber angenehmen Schreibstil. Auch scheint sie die Zeit äußerst gut recherchiert zu haben. Nicht nur wie München zum damaligen Zeitpunkt aussah auch wie weit die Kriminalistik sich entwickelt hat und welche Ermittlungsmethoden zum Einsatz kommen und von welchen man damals visionär träumte, wie einem Mörder durch seinen Fingerabdruck auf die Spur zu kommen – undenkbar!

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Rezensionen von heinoko:

Eine Barbie-Puppe bringt den Tod

Artiges Mädchen: Thriller von Catherine Shepherd


Die Autorin bringt mich immer wieder zum Staunen, denn Band für Band gelingen ihr Thriller, wie sie besser nicht sein könnten!
Rechtsmedizinerin Julia Schwarz wird in ihrem fünften Fall wieder bis an die Grenzen gefordert. Da wird die Leiche einer Frau auf einem Spielplatz abgelegt, herausgeputzt wie ein braves Schulmädchen mit Schleifchen und weißem Rüschenkleid.

Todesursache war ein Pfeil mitten durchs Herz. Doch damit nicht genug. Eine weitere weibliche Leiche auf einem nahegelegenen Spielplatz lässt die Ermittlungen von Kommissar Florian Kessler gemeinsam mit Julia Schwarz auf Hochtouren laufen, denn es liegt nahe, dass der Killer weiter morden wird. Doch wie vorgehen, wenn absolut keine Spur zu finden ist?
Catherine Shepherd ist eine verlässliche Thriller-Autorin. Verlässlich insofern, da es ihr von Titel zu Titel gelingt, in stets gleicher Weise Spannung in einem solchen Maß aufzubauen, dass man das Buch, einmal begonnen, nicht mehr zur Seite legen kann. Kurze Kapitel und viele Cliffhänger der gemeinsten Sorte treiben den Leser unaufhaltsam voran. Und verlässlich ist die Autorin auch dahingehend, dass sie viele Spuren legt und den Leser zunehmend verwirrt, wobei man mit dem wahren Täter nie gerechnet hätte. Alle Protagonisten sind psychologisch stimmig gezeichnet in ihren Stärken und Schwächen. Geschrieben ist das Buch in einer leicht lesbaren, klaren Sprache ohne vermeintlich künstlerische Sperenzchen. Kurzum: Ein Thriller, wie er besser nicht sein könnte.

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Rezensionen von hexenaugen:

fesseld und spannend

Das schwarze Gold des Südens von Tara Haigh

Zum Inhalt:

Bamberg 1887: Das Süßholzimperium Imhoff ist in Schwierigkeiten. Nur eine Vernunftehe mit einem Bankier könnte das Familienunternehmen noch retten. Doch die freiheitsliebende jüngere Tochter Elise flieht mit ihrem Geliebten nach Paris. Um jeden Preis will sie ihren Traum von einer eigenen Confiserie verwirklichen – auch wenn sie damit das Verhältnis zu ihrer Schwester Amalie schwer belastet.

Die pflichtbewusste Amalie muss sich fortan in der heißen Ödnis Kalabriens um den Anbau von Süßholz kümmern, aus dem Lakritz gefertigt wird – das schwarze Gold.

Meinung:

Für mich war dieser historisch sehr gut recherchierte und spannende Roman, lesenswert und man konnte sehr viel über die damalige Zeit erfahren in der auch Elise und Amalie letztendlich ihr Glück finden.
Eine spannende Geschichte, die wunderbar in Paris und Kalabrien spielt und die mit einem Hauch Gefühl und Drama garniert ist.

Fazit:

Ein fesselnder historischer Roman, der den Leser in das späte 19. Jahrhunderts führt. Eine wendungsreiche und spannende Geschichte, wirklich perfekt umgesetzt!
Tara Haighs Romane sind für mich immer wieder eine Garantie für brillante Lesemomente, die mich verzaubern und den Alltag vergessen lassen.
Gern gebe ich eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Meli:

Es hätte so viel besser sein können!

Rixton Falls - Secrets von Winter Renshaw

Ich war schon recht enttäuscht von dem Buch, weil ich den Start wirklich gelungen fand, aber das hohe Niveau konnte die Geschichte dann nicht halten.

Die Geschichte beginnt mit dem Prolog, in dem es um die gemeinsame Kindheit und Jugend von Demi und Royal geht und der mit Royals Verschwinden endet.

Der Prolog konnte mich wirklich berühren und ist mein Highlight des Buches. Dann vergehen sieben Jahre, in denen Demi nicht weiß, wieso Royal verschwunden ist und in denen sie versucht hat, ihr Leben weiterzuleben, auch wenn sie ihn nie vergessen konnte.

Danach startet eine Geschichte, die mich zunächst sehr positiv überrascht hat, weil der Klappentext ja nichts dazu verrät, was Demi in den letzten sieben Jahren erlebt hat. Ich finde es ja immer schön, wenn man vorher nicht zu viel weiß und das Buch viel Raum hat, um sich zu entfalten und zu überraschen. Jedenfalls fand ich Demi ziemlich sympathisch, weil man richtig spüren kann, wie hin und her gerissen sie ist, wie sie versucht, es allen recht zu machen und wie elend es ihr dabei geht. Dieser Handlungsstrang gefiel mir hier am besten, weil er spannend ist und man auch Demis Gefühle so gut nachvollziehen kann.

Was mich leider nicht überzeugen konnte: Die Liebesgeschichte von Demi und Royal. Im Prolog erlebt man noch einiges, aber das sind nur wenige Seiten und es ist auch sieben Jahre her. Als sie sich dann wiedersehen, konnten mich ihre Gefühle nicht richtig packen. Gerade Royal war vor seinem Treffen mit Demi schon in ihrer Nähe und hat sie im Auge behalten - leider fand ich das nicht wirklich romantisch, sondern schon etwas unheimlich! Und er macht auch ein Geheimnis daraus, wieso er nicht zurückkommen konnte, was der Beziehung der beiden auch nicht geholfen hat.

Trotzdem war es zwar eine durchaus solide Geschichte, doch zum Ende hin wurde sie dann noch schwächer, weil die Probleme sich ganz einfach lösten und nicht wirklich überzeugen konnten. Manche Dinge verschwanden einfach. Ich wünschte mir da schon, dass man sich da mehr Zeit genommen hätte, um alles schön abzuschließen.

Fazit
"Rixton Falls - Secrets" hatte einen vielversprechenden Start, aber danach konnte es mich nicht mehr so ganz überzeugen. Demi fand ich noch ganz sympathisch, aber ihre Liebesgeschichte mit Royal blieb zu oberflächlich. Letztendlich war es ganz gut und kurzweilig, aber es hätte so viel mehr sein können!

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Rezensionen von dorli:

Wonderlands

Wonderlands von Laura Miller

„Wonderlands“ ist ein reich bebildertes Nachschlagewerk, das einen facettenreichen Überblick über fantastische Welten quer durch 3000 Jahre Literatur bietet. Eingeteilt in fünf Rubriken – beginnend mit uralten Sagen und epischen Heldenabenteuern bis hin zu den Geschichten des Computerzeitalters - werden fast 100 bekannte und auch weniger bekannte Werke vorgestellt und näher beleuchtet.

Nach einer kurzen inhaltlichen Zusammenfassung wird ausführlicher auf das jeweilige Werk eingegangen und man erfährt allerlei Wissenswertes über die Entstehung - von was und durch wen der Autor inspiriert wurde, wie die geschichtliche und gesellschaftliche Entwicklung und die politischen und wissenschaftlichen Hintergründe den Autor beeinflusst haben und welche Intention der Autor mit seinem Werk verfolgt.

Nicht nur die jeweils zwei bis sechs Seiten langen Abhandlungen haben mich begeistert, auch die Aufmachung des Buches ist hervorragend gelungen. Die gut verständlichen Inhalte werden ansprechend präsentiert und sind mit zahlreichen Fotos, Illustrationen sowie Abbildungen von Covern der Erstausgaben versehen.

„Wonderlands“ hat mir sehr gut gefallen - ein genauso unterhaltsames wie informatives Buch, das den Leser auf eine Reise durch zahlreiche imaginäre Reiche der Weltliteratur mitnimmt.

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Rezensionen von yellowdog:

Sensibel erzählte Familiengeschichte

Was uns verbindet von Shilpi Somaya Gowda



Was uns verbindet ist ein feinfühlig erzählter Roman über eine amerikanische Familie mit indischen Wurzeln, die einen große Verlust hinnehmen müssen. Der 8jährige Sohn ertrinkt im Swimmingpool. Die Trauer und auch Schuldgefühle überwältigt die Familie.

Die in Kanada geborene Schriftstellerin Shilpi Somaya Gowda geht sensibel mit ihren Figuren um und transportiert deren Emotionen nahe an den Leser.

Die Kapitel teilen sich auf in Karina, der Mutter Jaya, dem Vater Keith und sogar dem verstorbenen Jungen Prem.

Auch die Tochter Karina, die aufgrund ihres indischen Aussehens in der Schule das Anders sein erlebt. Ihren Weg ab dem Jahr 2007 kann man verfolgen. Aber es gibt auch Rückblicke, wie sich Jaya und Keith kennen gelernt haben und schließlich, wie sich das Leben der Familie verändert.
Man kann erkennen, wie ein einziges Ereignis das Leben vieler Menschen beeinflussen kann.

In der Mitte wird die Handlung streckenweise etwas zäh, aber man bleibt doch kontinuierlich dran.
Ich habe das Buch mit Interesse gelesen.

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