Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Manchmal geht man eben doch ganz
Marigolds Töchter von Julia Woolf
Zum Inhalt:
Als Daisy unverhofft in den Schoß der Familie zurück kehrt wird es ganz schön eng im Haus von Marigolds Familie, in dem eigentlich immer was los ist. Schließlich führt sie einen kleinen Laden, in dem sich das halbe Dorf trifft und ist dadurch bekannt wie ein bunter Hund. Viel zu spät erkennt die Familie, dass etwas mit Marigold nicht stimmt.
Doch sie alle nehmen die Aufgabe an und machen das Beste daraus.
Meine Meinung:
Bei dem Buch muss man schon mehr als einmal schlucken, denn jeder hat einen Menschen wie Marigold in der näheren oder weiteren Umgebung und hat sich sicher schon mehrfach gefragt, wie man als Angehöriger oder Betroffener damit umgeht. Ja, dies ist ein Roman und kein Sachbuch, aber ich habe es so empfunden, dass erzählt wird, wie man möglicherweise damit umgehen könnte. Ich fand es einfühlsam geschrieben und sehr gut lesbar. Ganz klar ist der schönste Satz: was ist eigentlich falsch an jetzt? Fazit:
Manchmal geht man eben doch ganz
Rezensionen von Lesetiger79:
Mit coolen Rätseln kreuz und quer durch die Vorweihnachtszeit
Escape Room Adventskalender. Die drei unheimlichen Geschenke von Eva Eich
Der Escape Room Adventskalender „Die drei unheimlichen Geschenke“ von Eva Eich ist ein originell gestalteter Krimi für Kinder. Nach einer kurzen altersgerechten Einführung in die Benutzung des Buches geht es direkt los mit der Geschichte, in der die Geschwister Toni und Luka mit der Entführung des Weihnachtsmanns konfrontiert und um Hilfe gebeten werden.
Um diese Aufgabe bewältigen zu können, müssen die Kinder etliche Rätsel lösen. Was bei einem gewöhnlichen Adventskalender die Türen sind, wird in diesem Buch durch zu öffnende Doppelseiten repräsentiert. Dabei folgt natürlich auch hier nicht ein „Türchen“ dem nächsten, sondern muss erst anhand von Bildausschnitten im Buch gesucht werden – dies wiederum setzt die erfolgreiche Lösung des jeweiligen Rätsels voraus. Dass bei der Suche nach dem richtigen Bild ein kleiner Einblick in den Fortgang der Geschichte unausweichlich ist, mag Leser/innen stören, die sich lieber überraschen lassen wollen. Andererseits erzeugen diese Vorschauen aber auch Spannung und Neugier auf den weiteren Handlungsverlauf, da die Bilder lediglich andeuten, welche Erlebnisse auf die beiden Kinder warten. Dies steigert – wie soll es bei einem Adventskalender anders sein – die Vorfreude auf den jeweils nächsten Tag.
Die Altersempfehlung für Kinder ab neun Jahren empfinde ich als ein Jahr zu früh. Mit neun Jahren ist es für viele Kinder immer noch ein wohl gehütetes Geheimnis, dass es die Menschen sind, die sich um die Weihnachtsgeschenke kümmern. Dies wird hier jedoch ganz offen dargestellt. Die Behauptung des 13-jährigen Protagonisten, dass es den Weihnachtsmann nicht gebe, wird selbst von dessen neunjähriger Schwester nicht in Frage gestellt. Auch weitere Details, beispielsweise, dass Schaumküsse in der Mikrowelle aufgehen, müssen Neunjährige noch nicht erfahren und erst recht nicht auf die Idee gebracht werden, nachts heimlich aus dem Haus zu schleichen. Auch die Bilder sprechen eher größere Kinder an und sind „cool“ illustriert; erinnern vom Stil an Konsolenspiele oder computeranimierte Filme.
Alles in allem verspricht das Buch ein spannendes Weihnachtsabenteuer mit durchaus kniffligen Rätseln für Kinder ab 10 Jahren (und deren Eltern).
Rezensionen von Lesetiger79:
Nervenaufreibender Kampf ums Überleben
Love & Bullets von Nick Kolakowski
Nick Kolakowskis Roman „Love and Bullets“ trägt zu Recht die Bezeichnung „Thriller“. Schon auf der ersten Seite spricht ein Auftragskiller in Gedanken klare Worte über seinen Job – und schon befindet sich der Leser bzw. die Leserin mitten im Geschehen. Im Rückblick geht es aus wechselnden Perspektiven weiter und Teilchen um Teilchen setzt sich in ruhiger Ausführlichkeit das Puzzle um Bill und seine Machenschaften zu einem großen Ganzen zusammen.
Bills Ziel war es gewesen, an Geld zu kommen, sehr viel Geld. Der Bestohlene, „der Dean“ genannt, ist jedoch alles andere als ein Opfertyp und setzt sogleich einen Auftragskiller auf Bill an, mit dem die Leserschaft bereits Bekanntschaft gemacht hat. Nach und nach stoßen weitere Romanfiguren hinzu, die das Geschehen einerseits immer breiter ausrollen, andererseits aber auch für Verwirrung sorgen, was nicht zuletzt am wiederholten Perspektivwechsel und etlichen Andeutungen liegt. Die Figuren setzen sich überwiegend aus Kriminellen zusammen, von denen keinem die Eigenschaft zugeschrieben werden kann, lange fackeln zu wollen. Demzufolge erstaunt es, dass Bill es wiederholt schafft, den Kopf aus der zunehmend enger werdenden Schlinge zu ziehen. Da Bill längst nicht so abgebrüht ist, wie er tut, sehr menschlich wirkt und sogar einen großen Teil des gestohlenen Geldes für einen guten Zweck spendet, gewinnt er rasch die Sympathie des Lesers bzw. der Leserin. Wer Spaß an Thrillern hat und Geduld für die sukzessive und teilweise quälend schleichende Aufdeckung der Geschehnisse aufbringt, wird an diesem durchdacht aufgebauten Roman seine Freude haben; vorausgesetzt, man hält die an Horror grenzende Handlung aus.
Rezensionen von MoMo:
Helga räumt auf von Raab Thomas
Ich bedauere, aber dieses Buch landete, (für allfällige doch begeisterte InteressentInnen) schnell im Büchercontainer. Einfach langweilig mit nur zeitweise netten Kurzepisoden
im Shop ansehen weitere Rezensionen von MoMoRezensionen von Lesetiger79:
Rasanter Thriller
Capitana von Melissa Scrivner Love
Bei dem Buch „Capitana“ von Melissa Scrivner Love stolpert der Leser/ die Leserin von Anfang an mitten ins Geschehen. Man taucht mit drei Highschool-Schülern, für die all dies noch Neuland ist, in die Drogenszene ein und lernt Lola kennen, die dort die Fäden in der Hand hält. Obwohl schnell klar wird, dass Lola eiskalt Menschen erschießt, die ihre Macht untergraben könnten oder gefährden, erlebt die Leserschaft sie gleichzeitig als liebevolle Mutter, die mit Einfühlungsvermögen und Bescheidenheit dafür sorgt, dass es ihrer Familie und ihrem Umfeld gut geht.
Somit lädt diese Hauptfigur vor allem die Leserinnen unausweichlich dazu ein, sich mit ihr zu identifizieren und sich gemeinsam mit ihr in der eiskalten Drogenwelt über Wasser zu halten. Die fragile Souveränität, die Lola zu Beginn des Romans innezuhaben scheint, wird durch mehrere unvorhergesehene Ereignisse mit einem Mal erschüttert und die Protagonistin findet sich in einem Kampf um Macht, Leben und Tod wieder.
Die rasante Geschichte gönnt dem Leser/ der Leserin kaum eine Pause – Scrivner Love beschreibt packend, anschaulich und ungeschönt die knallharte Wirklichkeit im Drogenmilieu – nichts für schwache Nerven, aber so fesselnd und faszinierend, dass man dieses Buch kaum aus der Hand legen kann.
Rezensionen von barbara.liest:
Ein Schiff in Frauenhand
Aleja und die Piratinnen, Band 1: Das Schattenschiff von Kuzniar Maria
Statt zu Hause zu helfen schippert Aleja lieber mit den Piratinnen am Schattenschiff herum und erlebt so einige Abenteuer.
Am Schattenschiff gibt es einiges zu entdecken und es scheint als würden sich auch Geister an Board herumtreiben.
Trotz allem Abenteuer kommt dann doch die Sehnsucht nach der Familie.
Ob die magische Schatzkarte gefunden wird oder nicht verrate ich hier noch nicht.
Das Buch ist sehr feministisch angehaucht, das Schiff in der Hand von Piratinnen, Aleja ein sehr mutiges junges Fräulein.
Der Schreibstil ist leicht verständlich und man kann sich in die Geschichte total gut hineinfühlen, auch wenn es manch magischen Moment am Schiff gibt.
Das Cover ist mir persönlich etwas zu jugendlich, aber das ist sicher Geschmacksache.
Für Mädels die das Abenteuer lieben bestimmt ein tolles Buch, meine Jungs haben es nicht so cool gefunden, dass sich alles um die Frauen dreht.
Rezensionen von Ele:
Faust 2
Der Lehrmeister von Oliver Pötzsch
Der Lehrmeister, Historischer Roman von Oliver Pötzsch, E-Book 800 Seiten, erschienen im List Verlag.
Der 2. Band der Faustus - Dilogie.
Sechs Jahre sind vergangen, seit der berühmte Magier Johann Georg Faustus , seine Tochter Greta und der Gehilfe Karl von Nürnberg geflohen sind. Sein Ruhm ist immer weiter gewachsen.
Selbst der Papst lässt nach ihm suchen. Auch sein alter Erzfeind Tonio ist noch nicht besiegt. Eine seltsame Lähmung befällt Faust und auf der Suche nach Heilung durchstreift er Europa. Doch Faust ahnt, dass das Böse noch immer seine Hand nach ihm ausstreckt und dass er sich letztendlich stellen muss.
Eine Tragödie in 5 Akten, die in 29 längere Kapitel aufgeteilt ist, welche sich in überschaubare Leseabschnitte gliedern. Einzelne Kapitel sind mit Datum und genauer Ortsangabe überschrieben. Als Anhang gibt es wie so oft in Pötzschs Büchern einen Reiseführer auf Fausts Spuren, wie schon im Spielmann verbergen sich auch im Lehrmeister zahlreiche Goethe-Zitate, diese sind mit Seitenzahlen am Ende des Buches unter dem Begriff „Faust für Besserwisser“ aufgeführt.
Das Werk ist in flüssiger und bildmalerischer Weise geschrieben, jeder Satz und jede Szene liefen wie ein Film in meinem Kopf ab, die Handlungen der Charaktere und der Plot sind nachvollziehbar und logisch erzählt. Den zweiten Band der Dilogie fand ich stellenweise absolut gruselig und so detailgenau erzählt, dass mir des Öfteren eiskalte Schauer den Rücken hinuntergelaufen sind. Besonders zu denken gegeben haben mir die Anmerkungen im Nachwort. Der Autor bemerkt, dass schon Goethes Faust 2 ein Flop war und so ähnlich ist es mir auch im vorliegenden Band ergangen, die Reisen der Gefährten auf der Flucht vor Lahnstein, auf der Suche nach Leonardo da Vinci und am Ende auf der Reise nach Rom hatten für mich schier unerträgliche und unnötige Längen, da hätte ich am liebsten quergelesen. Wo mir im ersten Teil die Reisen noch aufregend und unterhaltsam vorgekommen sind, haben sie mich hier nur noch gelangweilt und zogen sich dahin. Dazu zitiere ich hier den Autor:“ Es wimmelt nur so von mythologischen Gestalten und Anspielungen gleichzeitig ist es eigentlich unmöglich, die Handlung halbwegs vernünftig zusammenzufassen. Amerikanische Filmproduzenten würden sagen:“Where the f… ist the plot?“ Dies ist die Meinung Plötzschs über Goethes Faust 2 und auch mir ging es so beim Lehrmeister. Der eigentliche Held im vorliegenden Band war für mich das Universalgenie Leonardo da Vinci, dieser Abschnitt hat mir im Buch am besten gefallen, auch die beschriebene Wirkung des Igró Pir des griechischen Feuers war höchst interessant, solche Stellen bestätigen, eine akribische Recherchearbeit des Verfassers.
Vom ersten Teil „Der Spielmann“ war ich absolut begeistert. Leider hat mir die Zähigkeit und Langatmigkeit beim „Lehrmeister“ die Lesefreude geschmälert. Immer wieder habe ich das Lesegerät für einige Zeit getrost zur Seite gelegt, ohne Angst etwas zu versäumen. Trotzdem möchte ich den zweiten Band der Dilogie empfehlen um die Geschichte zu vervollständigen. Von mir 3 Sterne.
Rezensionen von KimVi:
Gelungene Fortsetzung der Reihe
Twist of a Love Affair von Piper Rayne
Harley Sullivan kommt nach Lake Starlight, um den Vater ihrer kleinen Tochter Calista zu suchen, mit dem sie vor etwas mehr als zwei Jahren einen One-Night-Stand hatte. Sie geht davon aus, dass es sich um Denver Bailey handelt. Doch dann stellt sich heraus, dass Denvers Zwillingsbruder Rome Harley damals einen falschen Namen genannt hat.
Ein Spiel, das die beiden Zwillinge gerne und oft spielen. Doch als Harley und Calista in Romes Leben treten, ist für den Herzensbrecher plötzlich nichts mehr so, wie es vorher war...
"Twist of a Love Affair" ist bereits der dritte Band der Reihe um die Geschwister der Bailey-Familie. Dieses Mal stehen Rome und Hailey, gemeinsam mit der kleinen Tochter Calista, im Zentrum der Ereignisse. Doch auch die anderen Familienmitglieder mischen wieder kräftig mit. Da die jeweiligen Love-Stories in sich abgeschlossen sind, können die Bände sicher auch unabhängig voneinander gelesen werden. Doch um die liebevollen Reibereien und Insiderwitze der einzelnen Familienmitglieder richtig verstehen und dadurch noch besser genießen zu können, empfiehlt sich die Einhaltung der Reihenfolge.
Die Handlung wird in der Ich-Perspektive, abwechselnd aus der Sicht von Harley und Rome, geschildert. Da die Kapitel immer mit dem Namen der Person, in deren Haut man quasi gerade steckt, gekennzeichnet sind, fällt es äußerst leicht die Übersicht zu behalten. Beide Hauptcharaktere wirken von Anfang an sympathisch. Man merkt, dass sie sich stark zueinander hingezogen fühlen und kann das Knistern förmlich spüren. Durch die Verwendung der Ich-Perspektiven kann man ihre Gefühle hautnah miterleben und außerdem beobachten, wie sie aufeinander wirken. Das Autorenduo versteht es hervorragend, große Gefühle zu vermitteln und dabei nicht zu dick aufzutragen.
Der Schreibstil ist wunderbar locker und der eingestreute Humor gibt der Geschichte zusätzlichen Reiz. Doch nicht nur die Liebesgeschichte kann überzeugen, denn auch das familiäre Umfeld bei den Baileys ist einfach herrlich. Man muss diese Familie einfach mögen und kann dabei herrliche Dialoge genießen. Besonders Grandma Dori ist mal wieder nicht zu bremsen.
Eine mehr als gelungene Fortsetzung der Reihe, die Lust darauf macht, sofort zum nächsten Band zu greifen.
Rezensionen von Anja:
interessante Geschichte voller Überraschungen (4,5)
The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni) von Bianca Iosivoni
Blairs Mutter ist eine Valkyre – eine der Nachfahrinnen der großen Götter, deren Aufgabe es ist, die Seelen von gefallenen Helden nach Valhalla zu bringen, um sie dort bis zum drohenden Weltuntergang als Kämpfer um sich zu scharen. Blairs Schwester wird dazu ausbildet, eines Tages diese Kräfte zu übernehmen.
Als beide bei einem Unfall sterben, ist Blair plötzlich allein. Nur ihr bester Freund Ryan ist ihr noch geblieben – und jede Menge fragen. Denn eigentlich sind Valkyren unsterblich. Blair begibt sich auf die Suche nach Antworten, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen werden…
Blair ist die Ich-Erzählerin der Geschichte. Auf anschauliche Art schildert sie die Erlebnisse sowie ihre Gefühlswelt. Der schwere Schicksalsschlag hat ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt, ihre Trauer und innere Zerrissenheit bei den nachfolgenden Entscheidungen sind gut nachfühlbar.
Zusätzlich gibt es mehrere kurze Passagen aus der Sicht ihres Freundes Ryan.
Die Geschichte ist von Beginn an interessant und liest sich dank des flüssigen, bildlichen Schreibstils sehr gut. Auch die erste Spannung kommt aufgrund der zweiten Perspektive, welche Einblicke liefert, die Blair noch verborgen bleiben, schnell auf.
Es entwickelt sich eine abwechslungsreiche Geschichte voller Magie und Mythologie.
Die Welt der Götter und Legenden wird allerdings sehr selbstverständlich benutzt. Es wird mit zig Namen, Figuren und Zusammenhängen hantiert, zu denen ich mir teilweise mehr Erklärungen oder Hintergrundinfos gewünscht hätte. Dass ich im letzten Jahr eine Göttergeschichte gelesen habe, in der Fenrir, Loki und co ebenfalls vorkamen, kam mir auf jeden Fall zugute, da mir die Zusammenhänge um Ragnarök dadurch ein wenig vertraut waren. Ein Glossar mit einer Götterübersicht oder einer Kurzdarstellung der einzelnen Legenden hätte mir dennoch geholfen.
Nachdem es innerhalb der Handlung schon einige dramatische und actionreiche Momente gibt, kommt das Ende dann gleich mit mehreren aufregenden Wendungen und Überraschungen daher, die in einem unerwarteten Cliffhanger gipfeln.
Fazit
Spannende Geschichte mit einer sympathischen Protagonisten, deren Unsicherheit und Zerrissenheit ich gut nachvollziehen konnte. Der Schreibstil gefällt mir gut und die Handlung konnte mich immer wieder überraschen. Nur die Welt der Götter mit ihren zahlreichen erwähnten und agierenden Charakteren hätte für mich ein klein wenig mehr erklärt werden dürfen.
Rezensionen von Anja:
spannend, aber auch extrem brutal und grausam
Raum der Angst von Marc Meller
Eigentlich sollte es ein geheimes, wissenschaftliches Experiment sein: sieben Personen mit bestimmten Charakterzügen und knifflige Escape-Room-Aufgaben. Doch relativ schnell müssen die Teilnehmer feststellen, dass das Experiment viel extremer abläuft, als sie erwartet haben. Als der erste stirbt, wird aus Spaß Ernst…
Die Idee eines Escape-Room-Thrillers fand ich sehr spannend und der Einstieg in die Geschichte konnte mich durchaus begeistern.
Sieben Personen, die für das geheime Experiment in die versteckten Räumlichkeiten geführt werden und beginnen, die ersten Lösungen zu finden. Ein entführtes Mädchen, dass plötzlich zu dieser Gruppe dazustößt. Und ein Professor, der vergeblich auf die Teilnehmer seines Experimentes wartet. Diese sind nämlich nie am Zielort angekommen. Doch in welchen Räumen stecken sie stattdessen und wer hat sie dorthin gebracht?
Die Geschichte wechselt zwischen den Erlebnissen der vermeintlichen Versuchsteilnehmer und den Ermittlungen der Polizei. Beide Handlungsstränge fand ich insgesamt spannend. Die Ermittlungen bringen immer neue Fragen ans Licht und machen es möglich, über die Zusammenhänge mitzurätseln.
Die Teilnehmer hingegen stecken bereits in Lebensgefahr und müssen schwierige Aufgaben bewältigen. Je weiter das „Experiment“ voranschreitet, desto brutaler, blutiger und grausamer werden die Ereignisse – und auch die Beschreibungen. Nichts für schwache Nerven.
Die Charaktere bleiben teilweise recht blass. Einige überleben auch einfach nicht lange genug, um mehr über sie zu erfahren. Gestört haben mich die Klischees, die bedient werden: So verhalten sich beispielsweise einige der Männer extrem sexistisch, während die Frauen sich mehr oder weniger bereitwillig in die Rolle des „schwächeren Geschlechts“ einfügen.
Die Ermittlungsarbeit konnte mich immer wieder überraschen, viele Zusammenhänge habe ich nicht kommen sehen. Teilweise empfand ich sie aber auch als etwas wirr und weit hergeholt. Hier und da bleiben Fragen offen.
Die Ereignisse im „Escape-Room“ kommen auch mit einigen Überraschungen daher, je länger die Geschichte dauert, desto vorhersehbarer werden allerdings einige Begebenheiten. Bis zum sehr dramatischen, wendungsreichen Finale.
Allerdings wirkt das Ende, als wäre hier Platz für eine Fortsetzung gelassen. Ganz abgeschlossen ist die Geschichte zumindest nicht.
Probleme bereitet hat mir teilweise der Schreibstil. Diesen empfand ich nicht immer ganz flüssig. Die Beschreibungen der Räume waren sehr anschaulich und bildhaft. In den ekligen Sequenzen fast schon zu bildhaft…
Fazit
Extrem brutal, blutig und grausam. Das Buch entwickelt sich zu einem Gemetzel wie in einem blutigen Horror-Film. Da ich die Zusammenhänge aber nicht habe kommen sehen, konnte mich die Story, trotz teils unsympathischer Figuren und einiger wirrer Verstrickungen, durchaus fesseln und mehrfach überraschen.











