Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Potential ist vorhanden
Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang von Michaela Grünig
Zum Inhalt:
Die Hotelierfamilie Kuhlmann will mit ihrem Luxushotel in Doberan dem Grand Hotel Konkurrenz machen. Dich das gestaltet sich extrem schwierig, denn einerseits bevorzugt das Klientel das Grand Hotel, andererseits sind die Kosten im Palais zu hoch. Als die finanzielle Lage immer er schwerer wird, zeigt sich ein unerwarteter Weg, doch auch der drohende 1.
Weltkrieg wird vieles schwer machen. Und auch das private Glück der Familie wird auf schwere Proben gestellt.
Meine Meinung:
Im Grunde hat mir das Buch schon gut gefallen. Die vielen Probleme, sowohl in geschäftlicher als auch privater Ebene sind schon heftig. Auch werden unkonventionelle Probleme angesprochen wie die Homosexualität des Sohns, die verborgen bleiben muss. Das Streben einer Tochter unbedingt mit im Hotel arbeiten zu wollen, die Liebe einer Tochter zu einem Juden und dann noch eine Schwangerschaft einer unverheirateten Frau. Und nicht zu vergessen der erste Weltkrieg und die spanische Grippe. Ganz ehrlich, das war Stoff für mehr als ein Buch und das hat man irgendwann auch gemerkt. Die ersten Jahre wurde gut entwickelt und erzählt, durch die letzten Jahre ein wenig durchgehetzt. Ich hätte mir da ein wenig mehr gewünscht, im Zweifel halt ein Buch mehr. Aber dennoch war das Buch interessant, hätte aber mehr Potential gehabt.
Fazit: Potential ist vorhanden
Rezensionen von Nepomurks:
Schöner Frauenschmöker!
Und wenn sie tanzt von Susan Elizabeth Phillips
Susan Elizabeth Phillips ist wahrlich eine Meisterin ihres Genres und zählt seit Jahren zu meinen absolut favorisierten Autorinnen in Sachen „Frauenschmöker“. Mit ihrem neuesten Roman „Und wenn sie tanzt“ liefert sie meiner Meinung nach auch wieder eine solide Geschichte, die alles bietet, was man sich von solch einem Buch wünschen könnte.
Tess und Ian sind die Hauptprotagonisten – beide Mittdreißiger mit jeweils einigen persönlichen Baustellen und Nöten im Leben. Und wie man sich vorstellen kann, sind sich beide zunächst nicht besonders gut gesonnen. So begibt man sich als Leserin also auf den Weg der beiden zueinander, mit allen Höhen und Tiefen – oder auch verbalen Unwägbarkeiten. Insgesamt liest sich der Roman wie erwartet sehr flüssig und die Grundthematik ist interessant und authentisch. Die Protagonisten sind zu Beginn noch recht undurchdringlich und wenig durchschaubar, was sich im Verlauf der Story natürlich aufklärt. Lediglich die manchmal ein wenig politisch anmutenden Randthemen gefielen mir nicht immer so gut. Da hat es Susan E. Phillips evtl etwas zu gut gemeint. Meines Erachtens erwartet man in diesem Genre dann doch vorwiegend Wortwitz, Romantik, ausgeklügelte sympathische Figuren und einen kurzweiligen Erzählstrang, der Up & Downs, sowie ein paar raffinierte Wendungen zu bieten hat und weniger gesellschaftskritische Inhalte. Da „Und wenn sie tanzt“ all diese „Frauenschmöker-Kriterien“ allerdings trotzdem sehr wohl erfüllt und der Plot im Gesamten eine richtig gute Unterhaltung darstellt, kann ich das Buch nur absolut empfehlen. Es wird zwar nicht mein persönliches Lieblingsbuch der Autorin werden, aber dennoch fand ich den Schmöker sehr lesenswert, deshalb volle 5 Sterne.
Rezensionen von Lealein1906:
Emotionale Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg
So weit die Störche ziehen (Die Gutsherrin-Saga 1) von Theresia Graw
"So weit die Störche ziehen" ist das zweite Buch, dass ich von Theresia Graw lese. Während "Mit Hanna nach Havanna" noch ein locker leichtes Urlaubsbuch war, nimmt das hier eine ganz andere Ebene ein. Was man dem Buch besonders anmerkt ist, dass es von wahren Begebenheiten aus Graws Familie inspiriert ist.
Es geht einfach direkt unter die Haut. Dafür vergebe ich gerne fünf Sterne.
Die Geschichte beginnt 1939 in Ostpreußen, wo Dory Twardy auf dem Pferdegestüt ihrer Familie aufwächst und ihr Leben genießt. Doch schon bald wirft der Krieg die ersten Schatten auf ihr Leben, erst noch in der Ferne, ihr Vater und ihr Bruder werden eingezogen, dann erreichen sie immer mehr Schrecken. Hinzu kommt noch die Liebe, bei der gleich zwei Männer eine große Rolle spielen.
Mir hat die Geschichte von Anfang an super gefallen, vor allem wei die Hauptperson, Dora, so lebendig ist und den Leser direkt für sich einnimmt. Sie ist eine Person, die ihre Gefühle sehr stark auslebt, was auch viel Gefühl mit in die Geschichte hineinbringt.
Das Buch ist richtig gut geschrieben, man legt es ungern aus der Hand. Trotzdem hat das Buch natürlich auch seine Schattenseiten, es ist immer wieder grausam, über die Schrecken dieser Zeit zu lesen und was die Menschen dort durchmachen mussten. Ich hoffe, solche Bücher sind den Leuten eine Warnung, dass so etwas nicht wieder geschehen darf.
Rezensionen von Lilli33:
Interessantes Ermittler-Duo
Amissa. Die Verlorenen von Frank Kodiak
Interessantes Ermittler-Duo
Inhalt:
Die siebzehnjährige Leila Eidinger verlässt nach einem Streit mit ihren Eltern ihr Zuhause und verschwindet spurlos. Rica und Jan Kantzius sind Privatermittler. Er war früher Polizist, sie Opfer eines Verbrechens. Gegen den Willen der Polizei nehmen sie die Ermittlungen auf und stoßen auf weitere Fälle vermisster Mädchen.
Meine Meinung:
Hinter dem Pseudonym Frank Kodiak verbirgt sich der erfolgreiche Autor Andreas Winkelmann - warum auch immer. Verstecken muss er sich mit diesem spannenden und interessanten Thriller nicht. Dieser unterscheidet sich meiner Meinung nach auch nicht gravierend von den unter seinem Realnamen geschriebenen Büchern.
Das Ehepaar Kantzius empfand ich als sehr interessante Personen. Beide haben schon zu viel mit Verbrechen zu tun gehabt, als dass sie seelisch unbeschadet wären. Während Rica ihre Kräfte darauf verwendet, anderen Opfern zu helfen, indem sie im Auftrag der Organisation Amissa verschwundene Menschen sucht, brodeln in Jan oft Rachegefühle und er schreckt gegenüber Verbrechern nicht vor schlimmster Gewalt zurück. Beide scheuen sich dabei nicht, das Gesetz zu übertreten, Rica allerdings nur als Hackerin. Rica war mir durchgehend sehr sympathisch, mit Jan bekam ich immer mehr Schwierigkeiten, weil ich seine brutalen Methoden einfach nicht akzeptieren kann.
Die Erzählung ist sehr fesselnd aufgebaut. Durch häufige Perspektivwechsel, öfter mal mit Cliffhanger, wirkt die Handlung sehr spannend und lebendig - leider auch viel zu realistisch. Die Gefahren des Internets, besonders der Social Media, für Kinder und Jugendliche sind ein großes Thema. Gerade Eltern wird dieser Thriller sicher an die Nieren gehen.
Amissa. Die Verlorenen ist der 1. Band der Amissa-Trilogie. Zwar endet er mit einem kleinen Cliffhanger, kann aber auch durchaus zufriedenstellend als Einzelband gelesen werden, falls einen wider Erwarten die Geschichte nicht packen sollte.
Rezensionen von Harakiri:
Tom Babylon 3
Amissa. Die Verlorenen von Frank Kodiak
Tom Babylon gerät unter Mordverdacht. Doch er weiß, dass ihm jemand diesen Mord unterschieben will und beginnt die Ermittlungen im Geheimen. Dabei kommt er dem Täter zu nahe und erfährt, dass das Motiv in der Vergangenheit liegt. In seiner eigenen und der seiner Mutter.
Das Buch spielt auf zwei Ebenen: die Gegenwart und die Zeit kurz vor der Wende in der DDR.
Ich weiß nicht, welchen Strang ich spannender fand. Der in der Gegenwart, mit Tom, war sehr rasant und durch den kleinen Phil auch sehr spannend. Der in der Vergangenheit sehr aufschlussreich, was Toms Vergangenheit betrifft.
Ich habe das Buch an zwei Tagen durchgesuchtet und war teilweise sehr atemlos. Vor allem die Angriffe auf Phil haben die Spannung bis in Höchstlagen gesteigert. Durch die Perspektivenwechsel bleibt der Spannungsbogen auch sehr hoch.
Da das Buch auf Ereignisse in der Vergangenheit aufbaut, sollte man die Vorgängerbände „Schlüssel 17“ und „Zimmer 19“ gelesen haben.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der wahnsinnig gespannt auf einen Folgeband macht.
Fazit: Ein spannendes Abenteuer, das man nicht mehr zur Seite legen mag.
Rezensionen von yellowdog:
Die Frau des Winzers
Das letzte Licht des Tages von Kristin Harmel
Kristin Harmel wählt das im Genre bewährte Erzählschema mit zwei lose in Verbindung stehende Handlungen in verschiedenen Zeiten. Das ist nicht originell, aber wenn es so wie hier, gut funktioniert ,ist es okay.
2019 fährt die unglücklich geschiedene Liv mit ihrer Großmutter Edith nach Frankreich.
Dabei fahren sie auch zum Maison Chauveau, das die Verbindung in die Vergangenheit bildet.
Der zweite Handlungsstrang ist der aktivere und spannendere:
Der Winzer Michel Chaveau und seine Frau Ines 1940 in Frankreich. Die Deutschen marschieren ein. Michel ist heimlich aktiv in der Resistance.
Ein wichtiger Handlungsbaustein ist aber auch die schwierige Beziehung zwischen Michel und Ines. Es wird viel aus Ines Sicht geschildert. Sie ist eher unsicher.
Wie man sieht, wird diese schlimme Zeit mehr als Rahmen für eine Abenteuer-und Liebesgeschichte genutzt. Aber Kristin Harmel ist eine amerikanische Schriftstellerin. Bei einer deutschen Autorin würde ich das unreflektierte kritischer sehen. Man muss Kristin Harmel aber zu gute halten, dass sie sensibel mit den Figuren und ihrem Schicksal umgeht. Es gibt jedoch eine gewisse überheroisierung.
Was bleibt ist ein unterhaltsamer und spannender Roman.
Rezensionen von manu63:
Plötzlich Vater
Twist of a Love Affair von Piper Rayne
Twist of a Love Affair ist der dritte Band rund um die Familie Bailey geschrieben vom Autorinnenduo Piper Rayne.
Dieses Mal geht es um Rome, der sich plötzlich in der Rolle des Vaters wiederfindet. Die Geschichte selber ist nett erzählt und die Charaktere sammeln viele Sympathiepunkte. Die bisher bekannten Charaktere tauchen als Nebenrollen auf und bereichern das Geschehen.
Gerade Grandma läuft wieder zur Hochform auf. In manchen Passagen wirkt es schon dick aufgetragen, wie vergöttert die Familie Bailey in ihrer kleinen Stadt wird, da könnten sich die Autorinnen ggfs. etwas zurücknehmen, damit die Geschichten nicht zu unglaubwürdig wirken. Wer allerdings gerne heile Familienwelt mag, wird sich an den Geschichten rund um die Baileys erfreuen und sich nicht an dieser Beweihräucherung stören. Explizite Stellen sind vorhanden, dominieren jedoch nicht das Geschehen. Der Band kann unabhängig von den Vorbänden gelesen werden, aber um die kleinen Anspielungen zu verstehen sollte man die Vorbände kennen.
Rezensionen von begine:
Nebel im Kopf
Marigolds Töchter von Woolf Julia
Die Schriftstellerin Julia Woolf schreibt angenehm.
Ihr Roman „Marigolds Töchter“ zeigt für mich ein aktuelles Thema.
Marigold ist eine Frau, die alles für ihre Familie macht. Sie nimmt ihre Mutter auf und die jüngste Tochter Suze lebt auch noch bei ihnen. Nebenbei besitzt sie noch einen Laden mit Postagentur.
Sie und ihr Mann sind ein glückliches Paar.
Plötzlich bemerkt sie, das sie vieles vergisst und Leute nicht erkennt. Sie ist entsetzt und hat Angst.
Erst als die älteste Tochter Daisyn nach 6 Jahren in Italien, nach Hause kommt, nimmt die Familie das zur Kenntnis.
Marigold wird immer ängstlicher, denn es wird immer schlimmer, mit dem Nebel im Kopf. Manchmal fühlt sie sich besser, dann wieder schlechter. Ihr Mann Dennis ist ihr Halt.
Die Töchter erleben die Liebe und sind prima Charaktere.
Die Autorin beschreibt diese Dinge besonders detailliert. Auch Marigolds Empfindungen hat sie gut eingefangen.
Rezensionen von yellowdog:
Ein liebenswerter Roman
Marigolds Töchter von Woolf Julia
Marigolds Töchter ist ein einfühlsam geschriebener Roman der britischen Schriftstellerin Santa Montefiore. Sie wendet einen gut lesbaren, fast geschmeidigen Stil an, der für den Leser angenehm ist.
Marigold ist mit Dennis verheiratet. Sie hat jetzt nicht nur ihre fast neunzigjährige Mutter bei sich aufgenommen, sie sorgt auch noch für ihre 25jährige Tochter Suze, die eher unselbstständig ist.
Und dann kommt auch noch die älteste Tochter Daisy nach einer Trennung zurück. Viel Wirbel für Marigold, auf die sich alle stützen. Doch dann beginnt Marigold immer vergesslicher zu werden.
Das Thema Demenz wurde schon oft behandelt. Auch hier wird es realistisch dargestellt.
Dennoch kann man den Roman locker lesen, da die Autorin empathisch mit der Betroffenen schreibt und es auch eine Portion Humor gibt. Die Beschreibungen des englischen Landlebens, in denen es noch Tante Emma-Läden und Christmas-Plumpudding gibt, sind ansprechend.
Die Figuren sind sympathisch, wenn manche auch ihre Eigenheiten haben. Zum Beispiel Nan, Marigolds Mutter, hat schon manchen bissigen Spruch drauf. Aber alle sind sehr liebenswert wie auch der ganze Roman.
Rezensionen von Anna625:
Gelungenes Nachschlagewerk für Fantasy-Fans
Wonderlands von Laura Miller
"Wonderlands" bietet einen wunderbaren Einblick in einhundert fantastische Welten, alle entstanden in den letzten knapp 4000 Jahren. Unterteilt wird in die Kapitel "Alte Mythen & Legenden" (Gilgamesch-Epos, Tausendundeine Nacht, Don Quijote etc), "Wissenschaft & Romantik" (z.
B. Alice im Wunderland, Die Schatzinsel, der Zauberer von Oz), "Das Goldene Zeitalter der Fantasy" (Das Schloss, Der kleine Prinz, Brave New World usw.). Außerdem noch in "Neue Weltordnung" (mit z.B. 1984, Per Anhalter durch die Galaxis, Der Herr der Ringe) sowie "Das Computerzeitalter" (u.A. Der Report der Magd, Game of Thrones, His Dark Materials).
Es ist also eine sehr vielfältige Auswahl, die hier geboten wird, einige Bücher hat man als begeisterter Fantasy-Fan sicher schon gelesen und von anderen zumindest mal gehört, einige sind einem vielleicht auch komplett neu. Jeder Welt werden ein bis drei Doppelseiten gewidmet, auf denen die Geschichte, die das jeweilige Buch beschreibt, kurz nacherzählt wird; auch gibt es Informationen zum Autor, oft zu den Umständen der Entstehungen des Werkes und zu ersten und längerfristigen Reaktionen darauf. Das Ganze wird ausgeschmückt mit zahlreichen Bildern, von Porträts der Autoren über Originalmanuskripte bis zu Filmszenen, Original-Filmplakaten und Co. Zwischendurch gibt es auch ganz- oder sogar doppelseitige Illustrationen, die den Text auflockern.
Der Schreibstil ist angenehm, man wird nicht von Informationen erschlagen und erhält dennoch einen guten Einblick in die verschiedenen Werke. Wahren Fans eines einzelnen Werkes wird "Wonderlands" wohl kaum neue Informationen darüber liefern, aber die Macht dieses Buches liegt darin, dass es so breit und vielfältig angelegt ist.
Laura Miller ist es gelungen, mit "Wonderlands" ein tolles Nachschlagewerk zu schaffen, das dazu anregt, noch viele weitere Fantasy-Welten zu entdecken, und das sich zudem großartig im Bücherregal macht!









