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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sophie H.:

Was für ein herrliches Lesevergnügen!

Das Eismonster von David Walliams

Ich habe lange kein Kinderbuch mehr gelesen, dass mir solch eine Freude bereitet hat. Das beginnt schon auf den ersten Seiten, wo zunächst alle Figuren aus dem Buch mit einer Zeichnung und einer kurzen Beschreibung vorgestellt werden. Schon hier konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Abgerundet wird das Ganze durch eine Karte von London, auf der alle Schauplätze eingezeichnet sind.

Nun aber zum Inhalt des Buches: Die Geschichte spielt in London im Jahre 1899. In einer düsteren Winternacht wird auf den Stufen des Waisenhauses Wurmig ein winziges Baby ausgesetzt: Elsie. Elsie hat in dem Heim nichts zu lachen. Wurmig wird von der fiesen Schreckschraube Mrs. Graus geleitet, die so viele Warzen im Gesicht hat, dass sogar die Warzen noch Warzen haben. Eines guten Tages hält Elsie es nicht mehr aus und beschließt, lieber als Straßenkind ihr Dasein zu fristen. Immer wieder schleicht sie heimlich in das Naturhistorische Museum, weil sie von den Ausstellungsstücken so begeistert ist. Und dieses Museum bekommt ein neues Ausstellungsstück: Ein Wollhaarmammut(kind). Das muss Elsie sich natürlich ansehen! Für Elsie ist es Liebe auf den ersten Blick! Als sie das Mammut aus der Nähe betrachtet, das in einem Eisblock eingefroren ist, bemerkt sie, dass es weint. Zusammen mit dem urigen Professor und der Putzfrau Uschi gelingt es ihr, das Mammut wieder zum Leben zu erwecken. Aber natürlich kann das Mammut Wollie nicht im Museum bleiben. Nun beginnt das Abenteuer erst richtig.
Am Ende des Buches gibt es noch ein Nachwort, in dem man Wissenswertes über Wollhaarmammuts und die Viktorianische Zeit erfährt.
Mir hat der Sprachstil unheimlich gut gefallen. Er ist flott und hält herrliche Wortspiele bereit. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten. Obwohl das Buch fast 500 Seiten hat, fliegt man nur so hindurch. Das liegt zum Teil auch an dem Schriftbild. Einige Wörter sind im Comicstil dargestellt. So werden große Buchstaben gewählt, wenn jemand schreit oder wenn etwas Herausragendes dargestellt werden soll. Den Lesefluss stört das ganz und gar nicht. Hier dürften auch Lesemuffel einen sehr schnellen Leseerfolg haben.
Die Illustrationen von Tony Ross unterstreichen den humorigen Text auf köstliche Weise. Die überaus zahlreichen schwarz-weiß Zeichnungen gehen oftmals sogar über eine ganze Seite und setzen den Text wunderbar in Szene.
Insgesamt hat mich das Buch an Roald Dahl erinnert. Nicht umsonst wird David Williams in England als sein Nachfolger betitelt.
Fazit: Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen begeistert! Wer sich beim Lesen herrlich amüsieren will, sollte hier unbedingt zugreifen. Ein tolles Weihnachtsgeschenk für Jungen und Mädchen ab 9 (bis unendlich)!

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Rezensionen von Marie aus E.:

Topaktuell und sehr spannend

Kreuzberg Blues von Wolfgang Schorlau

Mein erster Dengler, ich bin quer eingestiegen.
Eingangs gibt es eine Aufstellung der beteiligten Charaktere, die mich etwas überfordert hat. So viele Personen, uff. Zum Einstieg in das Geschehen war es anfangs aber dann sehr hilfreich, ich habe doch ab und an zurückgeblättert und mich orientiert.

Der Quereinstieg war nach etwas eingrooven dann völlig problemlos.

Die Handlung beginnt gleich packend, in einer Plattenbausiedlung in Berlin-Kreuzberg des Nachts. Mit sehr kurzen Kapiteln und ständigen Schwenks wird die Spannung gleich zu Beginn aufgebaut und auch komplett gehalten. Meist mag ich das nicht so, hier sind die Abschnitte aber so kurz, dass man nicht brutal aus der Handlung gerissen wird (weil man gar nicht erst so tief einsteigt) und damit ist das Buch seltsamerweise sehr gut und gar nicht abgehackt lesbar . Hat mir hier wirklich gut gefallen.

Beherrschendes Thema ist die Immobilienblase und Finanzindustrie samt der - ja, man kann es wohl nicht anders nennen - Tafelsilberverschleuderung durch die öffentliche Hand. Fand ich unheimlich spannend, so wirklich habe ich mir da bislang noch gar keine Gedanken gemacht, wie da die Zusammenhänge sind.
Eingebettet wird das in einen sehr spannenden Krimi mit einigen Abzweigungen, die alle samt und sonders fesselten. Schorlau kann sehr bildlich schreiben, puh, ich hoffe, so einige Bilder lassen sich auch wieder verjagen.

Gegen Ende hin beginnt die Pandemie und Corona findet auch im Buch Einzug. Alles richtig, alles wahr, aber halt momentan dominierender Alltag und das direkt nach den Tagesthemen auch im Buch nicht mal kurz ausblenden zu können, das hat mich nicht so begeistert. Es hat gepasst und wirkte doch ein wenig hinkonstruiert, aber das war es gar nicht, was mich gestört hat. Ein Krimi ist für mich auch etwas Alltagsflucht - und hier wurde ich mit voller Wucht wieder in genau diesen hineinkatapultiert.

Deshalb ein Sternchen Abzug, ansonsten aber große Begeisterung, sowohl über die interessanten Charaktere, den spannenden Schreibstil und die Thematik (Corona mal ausgenommen - wobei ich ja glaube, dass das Buch in zehn Jahren dann für mich perfekt ist).

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Rezensionen von Anna625:

Ein Fluch aus der Vergangenheit

Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz von Kathrin Lange

Fünf Jahre ist es her, dass Jessas ältere Schwester Alice verschwunden ist. Seit dem Tod ihrer Eltern leben die Mädchen im Heim, eine tiefe Verbundenheit zeichnet die beiden aus. Doch dann kommt Alice von einem Rechercheausflug nicht zurück und wird wenig später für tot erklärt - verschollen im Moor rund um High Moor Grange.

Jahre später findet eine Bibliothekarin Alice´s Ausgabe von "Sturmhöhe" im Regal der Bibliothek. Weshalb hat Alice es dort zurückgelassen? Jessa macht sich auf die Suche, denn auch nach all der Zeit kann sie sich nicht damit abfinden, dass ihre Schwester einfach so spurlos verschwunden sein soll. Als sie in High Moor Grange ankommt, wird bald klar, dass dort nichts so ist wie es scheint. Warum sieht Jessa in der alten, verfallenen Ruine plötzlich das Bild eines vollkommen intakten Herrenhauses vor sich? Warum wollen Christopher und Adrian, die auf dem Grundstück zu leben scheinen, mit allen Mitteln verhindern, dass Jessa weiter dort herumschnüffelt? Und warum verbirgt Adrian stets sein Gesicht vor ihr?

Jessas Misstrauen ist geweckt, und so schlittert sie mitten hinein in den Bann eines uralten Fluches...


Das Buch lässt sich angenehm und leicht lesen. Mit der Protagonistin bin ich leider eine ganze Weile nicht wirklich warmgeworden, sie war mir insgesamt zu sehr darauf bedacht, sich gegen alle möglichen Regeln aufzulehnen. Gerade zu Anfang des Buches empfand ich das als störend, mit der Zeit wurde es aber besser. Oft hatte ich das Gefühl, dass sie hauptsächlich aus Trotz handelt, auch wenn sie mit ihrer Schlagfertigkeit punkten kann. Ein langweiliger Charakter ist sie definitiv nicht, und auch die Zwillinge Adrian und Christopher sind wunderbar geheimnisvoll und lassen Jessa und den Leser lange über ihre Vergangenheit im Dunkeln, sodass man sehr gut miträtseln kann. Im Mittelteil stagnierte die Handlung für meinen Geschmack etwas zu lange, über weite Strecken gibt es nicht wirklich einen Fortschritt. Sind diese Längen aber ersteinmal überstanden, wird es richtig spannend und man will das Buch wirklich kaum mehr aus der Hand legen. Die ein oder andere unerwartete Wendung überrascht gegen Ende und lässt einen richtig mit den Protagonisten mitfiebern.


Das Buch konnte mich nicht zu 100% überzeugen, trotzdem hatte ich viel Spaß beim Lesen und einige spannende Lesestunden!

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Rezensionen von Petra Sch.:

Ein schrecklich dystopisches Zukunftsszenario

The Loop. Das Ende der Menschlichkeit von Ben Oliver

4,5 Sterne


Kurz zum Inhalt:
Seit 736 Tagen sitzt Luke schon im "Loop", einem Hightech-Jugendgefängnis. Eingesperrt in einer kleinen Zelle. Einsam. Jeden Tag dürfen die Insassen nur für eine Stunde in den Hof und können dort miteinander sprechen.
Aber das Schlimmste ist nicht die Einsamkeit, sondern die schmerzhafte Energieernte, die jeden Abend stattfindet und sechs Stunden dauert.

Nur der halbstündige Regen danach gibt Luke wieder Kraft.
Die immergleiche Routine zerrt an den Nerven, bis plötzlich etwas Unvorhergesehenes passiert. Nach einem unerwarteten "Test" an den Insassen beginnt die eine Hälfte der Probanden sich selbst umzubringen. Der Regen setzt verzögert ein. Und die Wärterin taucht nicht mehr auf.
Plötzlich liegt eine Flucht aus dem Loop im Bereich des Möglichen.
Doch ist es draußen tatsächlich besser? Denn es kursiert das Gerücht, dass die Menschen zu Killer-Monstern geworden sind...


Meine Meinung:
"The Loop - Das Ende der Menschheit" ist der Auftaktband der Jugenddystopie um eine erschreckende Zukunftsvision.
Die Geschichte ist in ich-Form aus Perspektive von Luke erzählt, daher bekommt der Leser nur das mit, was auch Luke mitbekommt. Man fiebert viel stärker mit ihm mit, weil seine Emotionen, die Ängste aber auch Freude, einem viel näher gebracht werden.
Die Geschichte ist lebendig geschrieben und eher unterschwellig grausam und nicht offen blutrünstig, doch es kommen auch einige wirklich brutale Szenen vor.
Der Autor schafft es gleich zu Beginn, dass man mit Luke mitfühlt. Diese ewig gleich ablaufenden Tage, die mit einer kräftezehrenden Energieernte enden, wünscht man seinen schlimmsten Feinden nicht. Doch man merkt erst, was richtig schlimm ist, als man den Block kennenlernt... brrr...

Sehr interessant fand ich die sozialen Verhältnisse in dieser Zukunft, die Beschreibungen der Lebensumstände der beiden Bevölkerungsschichten, die sich in Modifizierte (also die Reichen, die sich Verbesserungen kaufen können) und die Regulären, die oft in ärmlichen Verhältnissen hausen, aufteilen. Es gibt nur eine einzige Weltregierung. Die Umwelt ist zerstört. Diese neue Weltordnung entfaltet sich nur häppchenweise nach und nach im Laufe des Buches.
Leider gibt es etliche Ungereimtheiten, v.a. im Zusammenhang mit dem Trigger, die man aber (zähneknirschend) hinnehmen kann, weil Plot und Schreibstil so fesselnd sind.
Durch das halb-offene Ende lässt der Autor den Leser im Ungewissen und man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Erwähnen muss ich den knallblauen Buchschnitt, der farblich perfekt zum Cover passt und ein richtiger Hingucker ist!
Auch das Cover hat viele kleine Details, die man erst bei genauem Hinsehen nach und nach entdeckt.


Fazit:
Dieser dystopische Thriller überzeugt durch angsteinflößende Spannung von der ersten Seite, mitreißendem Schreibstil und der Zeichnung einer düsteren Zukunftsvision, in der viel Brutalität und leider auch etliche Ungereimtheiten vorkommen. Ich vergebe für diese fesselnde Lektüre 4,5 Sterne.

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Rezensionen von manu63:

Kein Comic

The Loop. Das Ende der Menschlichkeit von Ben Oliver

Asterix Der goldene Hinkelstein ist kein üblicher Comicband der Asterix Reihe sondern eine Geschichte die 1967 in Form eines Schallplattenbuches veröffentlicht wurde. Diese Geschichte wurde nun neu aufgelegt und in Form einer Bildergeschichte mit begleitendem Text veröffentlicht. Parallel dazu gibt es ein Hörspiel, das ich zusätzlich zum Bilderbuch gehört habe.

Die Geschichte selber ist eher einfach aufgestellt mir üblichen Akteuren und Prügeleien. Das Hörspiel lässt diese gut aufleben. Die Zeichnungen sind großformatig abgebildet und lassen so viele Details erkennen, die beim Comic schon mal untergehen. Insgesamt eine nette Geschichte außerhalb der normalen Comicreihe die mir gefallenen hat. Leser der Comicreihe die einen neuen Band erwartet haben werden enttäuscht sein, wer sich die Beschreibung vorher angeschaut hat, wird erkennen das es kein üblicher Comicband ist. Die großartige Ankündigung des Verlages hätte etwas verhaltener ausfallen können, da wären dann die eingefleischten Comicliebhaber, die nicht weiter auf die Beschreibung geachtet haben, nicht so enttäuscht gewesen.


Das Hörspiel

Asterix Der goldene Hinkelstein ist ein Hörspiel passend zur gleichnamigen Bildergeschichte. Die Sprecher verkörpern die einzelnen Personen auf witzige Art und auch Troubadix und sein Gesang erleben hier einen kleinen Auftritt. Wobei die anderen Wettbewerber um den goldenen Hinkelstein nicht viel besser auftreten. Für mich eine hörenswerte Geschichte rund um Asterix und seine Freunde die mit viel Sprachfreude herüber gebracht wird.

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Rezensionen von manu63:

Gelungenes Finale

Die perfekte Braut von Sophia Farago

Die perfekte Braut ist der 6. und somit letzte Band der Lancroft Abbey Reihe der Autorin Sophia Farago. In diesem Band Band sucht Bertram nach der perfekten Braut und seine Familie soll ihm dabei helfen. Er hat genaue Vorstellungen wie seine Braut nicht sein soll, keine Herzogstochter, nicht blond und auf keine Fall vergissmeinnichtblaue Augen.

Dies trifft alles auf Eliza zu, die ihn seit Kindertagen liebt. Keiner denkt daran sie ins Rennen zu schicken und so sieht sie sich alleine bei der Aufgabe, sich gegen ihre drei Konkurrentinnen durchzusetzen.

Die Geschichte wird auf leichte Weise erzählt und lässt das damalige Zeitgeschehen und seine Moralvorstellungen lebendig werden. Die unterschiedlichen Perspektiven aus denen erzählt wird lassen die Szenen sehr anschaulich werden. Die Konstellationen die sich zum Ende ergeben lassen sich schon rasch erkennen, wobei es noch einige Überraschungen gibt. Das Auftreten der Charaktere aus den Vorbänden hat mir gut gefallen und der Schluss war zwar vorhersehbar, er wurde jedoch auf gute Weise eingeleitet. Insgesamt ein schöner Finalband rund um die Familie Barnett.

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Rezensionen von Ele:

Der Traum von einer weißen Weihnacht

White Christmas – Das Lied der weißen Weihnacht von Michelle Marly

White Christmas – Das Lied der weißen Weihnacht. Historischer Roman von Michelle Marly, EBook, Printausgabe 272 Seiten, erschienen bei Ruetten und Loening.
Die Entstehung des berühmtesten Weihnachtsliedes der Welt.
Izzy Baline ist der Sohn russisch-jüdischer Einwanderer der als Zeitungsjunge ein paar Cent dazuverdient, als singender Kellner beginnt und wenige Jahre später der erfolgreiche und berühmte Broadway-Komponist Irving Berlin sein wird.

Als er Ellin Mackay die luxusverwöhnte Tochter eines schwerreichen und dazu irisch-katholischen Geschäftsmannes kennen lernt, beginnt eine unvergleichliche Liebesgeschichte. Gegen alle Hürden, die die beiden auferlegt bekommen, heiraten sie und führen eine lange und unendlich glückliche Ehe. Wie es zur Entstehung des erfolgreichen Weihnachtslieds kommt, wird in dieser Geschichte mit biografischen Zügen, sehr unterhaltsam erzählt.
37 überschaubare Kapitel umfasst das Werk, jedes Kapitel ist mit einer Überschrift versehen, hier hat die Autorin jeweils einen zum Inhalt passenden Song von Irving Berlin gewählt. Bei einigen der Songs wusste ich überhaupt nicht, dass sie von Berlin stammen. Liedtexte sind kursiv gedruckt und sind dadurch deutlich vom Text abgehoben. Die Autorin schreibt sehr bildmalerisch und flüssig, schnell ist das Buch gelesen. Als Erzählstil hat Marly die auktoriale Erzählweise gewählt, abwechselnd aus der Sicht von Ellin Mackay und Irving Berlin. Dies garantiert dem Leser einen allumfassenden Überblick über die Geschehnisse im Buch.
Zuallererst handelt es sich hier m. E. um eine Liebesgeschichte. Beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch. Berlin wird als typischer Vertreter des amerikanischen Traums beschrieben. Sein Werdegang vom Zeitungsjungen, singender Kellner bis zum erfolgreichen Jazz-Komponisten wird nachvollziehbar geschildert, er hat niemals Noten lesen gelernt, Klavierspielen hat er sich selbst beigebracht und das konnte er nur auf den schwarzen Tasten. Auch Ellin ist eine Sympathieträgerin in diesem Roman, trotz ihres überaus reichen und luxurösen Elternhauses ist sie eine natürliche, aufrichtige und bescheidene Frau. Der Kampf gegen alle Widrigkeiten, die den beiden aus religiösen, und gesellschaftlichen Gründen von Seiten Ellins Familie in den Weg gelegt werden, hat mich überzeugt. Mich hat die Schilderung dieser großen und wunderschönen Liebe gefallen, die Schicksalsschläge die das Leben so mit sich bringt eingeschlossen. Das ist auch der Grund, warum Irvings berühmtester Song entstanden ist, 1937 muss Berlin, aus geschäftlichen Gründen in Kalifornien und von seiner Familie an der Ostküste getrennt, die Weihnachtstage verbringen. Seiner Sehnsucht nach Kälte, Schnee zum Weihnachtsfest und seinen Lieben, gibt er somit Ausdruck und komponiert den Welthit, der von vielen Stars, in vielen Sprachen, millionenfach vertont wurde.
Mir hat die Weihnachtsstimmung im Roman etwas gefehlt, trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Der schwere Schicksalsschlag am Ende der Erzählung hat mich zu Tränen gerührt. Die Stimmung aus welcher heraus der jüdische Komponist ein Weihnachtslied komponierte, ist unbedingt nachvollziehbar. Eine fiktive Geschichte, aber so glaubhaft, dass es durchaus so gewesen sein könnte.
Besonders gut fand ich die Informationen aus dem Nachwort, über Irving seinen Kompositionen, über das weitere Leben der beiden Protagonisten und anderer buchrelevanter Charaktere. Auch über das Lied „White Christmas“ kann hier der Leser noch wichtige Details erfahren. Insgesamt ein Buch das ich gerne empfehlen will, nicht nur in der Weihnachtszeit. Deshalb von mir 4 Sterne.

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Rezensionen von C. P.:

Spannend und düster geht es weiter bei den Totenbändigern Londons

White Christmas – Das Lied der weißen Weihnacht von Michelle Marly

Spannend geht es weiter in der Urban Fantasy Serie rund um Totenbändiger und Geisterjäger in einem alternativen London. Das Buch enthält die Einzelbände 3 (Vollmondnächte) und 4 (Feindschaften).

Der dritte Band der Serie ist wieder in mehrere Handlungsstränge gesplittet, welche alle für sich an Attraktivität gewinnen.

Es gibt spannende Einsätze der Spuk Squad, weitere Einblicke in die Ansichten der "Normalos" zu Totenbändigern und Geistern und der Versuch, Cornelius, den Direktor der Totenbändiger-Akademie, politisch auszubremsen. Was dieser natürlich nicht auf sich sitzen lassen wird. Cam muss nicht nur gegen Widerstand seitens eines Mitschülers kämpfen, sondern wird auch gefühlsmäßig mit mehreren Themen konfrontiert. Zudem gibt es ein paar Andeutungen zu dem Geheimnis, welches Cam umschwebt und zu den Geschehnissen vor 13 Jahren, welche Cam als einziger überlebte.
Es geht spannend voran und die Serie gewinnt sowohl an Tempo als auch an Komplexität. Alles wirkt wohl durchdacht und die Handlungsstränge kreuzen sich immer wieder geschickt zu einem großen Ganzen.

In der vierten Folge der Serie liegt der Schwerpunkt zunächst auf den sozialen Regeln in der Schule und dem Erkennen von richtigen und falschen Freunden. Vor allem Jules und Ella haben da noch einiges zu lernen. Und auch das Mobbing gegen Cam reißt nicht ab. Durch ein nicht so schönes Erlebnis kommen Cams Erinnerungen von vor 13 Jahren bruchstückhaft zurück, was ihn anspornt, noch mehr Erinnerungen aus den Winkeln seines Gehirns herauszulocken. Der Direktor der Totenbändiger-Akademie bastelt derweil weiter an seinen bösen Plänen, worin ihm sein Sohn Blaine in nichts nach steht. Und die Spuk Squad gerät bei einem Einsatz in einer Wohnanlage in eine gefährliche Situation, die jede Menge Fragen aufwirft – war es eine Falle? Steckt gar Direktor Cornelius Carlton dahinter?
Es geht spannend weiter, wenn auch diesmal vermehrt bei den jüngeren Protagonisten. Die Personen sind vielschichtig gezeichnet und entwickeln sich von Folge zu Folge weiter. Zudem gefällt mir, dass die Autorin den Stil leicht den Personen bzw. Perspektiven anpasst. Eine gelungene Serie mit Spannung und Emotionen, mit düsteren wie auch schönen Momenten!

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Rezensionen von Mondtaube:

Finde den Fehler in deiner Realität…

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft (Band 1) von Kira Licht

Neben der Schule und den Plänen für ihre Zukunft, versucht Emilia vor allem so viel Zeit wie möglich mit ihren beiden besten Freunden zu verbringen. Immerhin steht sie kurz vor ihrem Abschluss und die Zeit, welche sie gemeinsam verbringen können, wird danach viel geringer werden. Doch komplett unerwartet, öffnet sich Emilia eine komplett neue, nie erträumte Zukunft.

Gefangen zwischen Überwältigung und Unglauben versucht sie, mit samt all den neuen Erkenntnissen, ihren Weg zu finden.

Direkt am Anfang der Geschichte werden wir mitten in den Alltag unserer Protagonistin, Emilia, geworfen. Somit bekommen wir sehr schnell ein gutes Gefühl für ihre Lebensart. Wie man es von Büchern aus dem Urban-Fantasy Genre kennt, dauert es auch hier nicht lange, bis sich die Magie in der Welt offenbart. Hier kommt es dem Leser auch wirklich zugute, dass all die übernatürlichen Ereignisse für Emilia selbst ebenfalls komplett neu sind. Denn besonders am Anfang des Buches werden wir mit sehr vielen neuen Informationen überhäuft, welche jedoch auch das Interesse an der Geschichte selbst immer größer werden lassen.
Insgesamt sind die fantastischen Aspekte und Ideen in Kaleidra, welche sich sehr mit Alchemie, Geschichte, Biologie und dem Zusammenspiel verschiedener Elemente befassen, sehr originell und interessant.

Die verschiedenen Charaktere, welche wir im Laufe der Geschichte kennenlernen, wurden durchweg interessant beschrieben. Natürlich wird man nicht jeden mögen, aber da alle Charaktere ihre ganz besonderen Eigenarten haben, wird für jeden ein Lieblingscharakter mit dabei sein.
Emilia selbst, welche als Protagonistin wohl für den Leser der wichtigste Charakter ist, wirkt sehr authentisch und sympathisch. Dennoch entspricht ihre Rolle in dem Buch durchaus dem Klischee des ganz normalen Mädchens, welches in ein Abenteuer stolpert, plötzlich große Kräfte erlangt und eine große Wichtigkeit in der Geschichte einnimmt.
Jedoch ist dies bei Kaleidra keinesfalls störend. Durch Emilias sympathischen Charakter, die detailreich ausgearbeiteten Nebencharaktere und die interessante Welt kann man darüber wunderbar hinwegsehen.

Neben einer originellen Welt und interessanten Charakteren kann das Buch auch mit emotionalen und spannenden Momenten überzeugen. Es gab in der Geschichte zwar durchaus Situationen, welche etwas vorhersehbar waren, aber wiederum auch viele, die komplett unerwartet auf den Leser zukommen.

Fazit:
Kaleidra konnte mich vollkommen überzeugen. Die Welt hat so sehr mein Interesse geweckt, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte und es jetzt definitiv zu einem meinen Jahresfavoriten gehört.
Wer sich für Alchemie, Geheimnisse und Elemente interessiert, oder wer einfach nur Interesse an einer originellen Urban-Fantasy Geschichte hat, wird mit dem Buch definitiv Freude haben können.
Ich kann mir übrigens gut vorstellen, dass das Buch ebenfalls Lesern gefallen wird, welche „Das Erbe der Macht“ von Andreas Suchanek, „City of Bones“ von Cassandra Clare und/oder den Comic „Blackbird“ von Sam Humphries und Jen Bartel mögen. Dennoch geht Kaleidra natürlich seine komplett eigenen Wege.

Finde den Zugang zu dieser Geschichte und die Magie wird dir gehören!

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Rezensionen von inya:

einfach wundervoll

Teatime mit Lilibet von Holden Wendy

Vor diesem Buch hat mich die englische Königsfamilie eigentlich überhaupt nicht interessiert. Jedoch wurde schon ab Seite eins meine Begeisterung für das Buch und mein Interesse für die Königsfamilie geweckt. Das Buch handelt von der jungen angehenden Lehrerin Marion Crawford, die über Umwege und nie gewollt die Gouvernante von den zwei Prinzessinnen des Königshauses wird.

Mit ihnen erlebt sie 16 unglaubliche Jahre voller einzigartiger Momente und auch Tiefschlägen. Marion geht für die beiden Prinzessinnen bis hin zur Selbstaufgabe und dies wird ihr leider nicht immer gedankt. Ich habe auf jeder Seite mit Marion mit gefiebert und habe die 16 Jahre mit den beiden Prinzessinnen miterlebt. Der Autorin ist ein wirklich beeindruckendes Buch über eine Frau gelungen, die ganz nah dran und in der Geschichte war, aber bis jetzt viel zu wenig Beachtung erhalten hat. Ich kann es jedem ans Herz legen!

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