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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Das Spiel hat begonnen

Frostgrab von Allie Reynolds

Der bei Harper Collins erschienene Thriller Frostgrab hat schöne atmosphärische Momente, da er die Umgebung der Alpen mit den Gletschern etc. einsetzt. Im Mittelpunkt steht die Snowboarderin Milla. Aus ihrer Perspektive wird erzählt. Sie trifft sich mit alten Freunden: Curtis, Dale, Heather, Brent.

Sie alle sind begeisterte Sportler.
Doch es gibt eine latente Gefahr. Ihre Handys und Laptops werden gestohlen, so haben sie keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Und natürlich gibt es noch ein Geheimnis aus der Vergangenheit um Saskia, die dämonische Figur des Buches.

Sehr gut gefallen mir die Passagen, die zehn Jahre zuvor in der Vergangenheit angesiedelt sind und die Milla beim Snowboarden zusammen mit ihrer Konkurrentin Saskia und deren Bruder Curtis zeigen. Die Beschreibungen der Freestyle-Snowboard-Aktivitäten halte ich für ausgezeichnet.

Das Setting einer in sich abgeschlossenen Gruppe in Gefahr ist nicht neu, funktioniert aber ein weiteres mal. Bald verdächtigen sie sich alle gegenseitig.
Und nicht jeder von ihnen wird überleben.

Es gibt einige feine Spannungsmomente, obwohl der Thriller kein hohes Tempo hat. Doch durch die ständigen Wechsel der Erzählzeiten gibt es eine ganze Reihe von kleinen, wirkungsvollen Cliffhangern.

Allie Reynolds hat überwiegend glaubhafte Figuren geschaffen. Das trägt dazu bei, das man von dem Roman gepackt bleibt.

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Rezensionen von liesmal:

Familienbande

Das schwarze Gold des Südens von Tara Haigh

Ich hatte gerade wieder mal ein paar Tage in Bamberg verbracht, als ich auf „Das schwarze Gold des Südens“ von Tara Haigh aufmerksam wurde, dessen Geschichte im Jahr 1887 in Bamberg beginnt. Ich habe die genauen Beschreibungen der Stadt genossen, konnte mir ein Bild machen vom Stephansberg, wo Elise, die jüngere Tochter der Familie, vier Jahre lang das Lehrerinnenseminar besucht hatte, und habe mich zurück in die Zeit geträumt, in der man noch mit der Kutsche in die Stadt fuhr und mit der Fähre von einem Ufer der Regnitz ans andere gelangte.

Bamberg mit dem Anbau von Süßholz und damit der Herstellung von Lakritz in Verbindung zu bringen, davon habe ich erst durch das Buch erfahren. Tara Haigh hat jedoch auch diesen Teil voller Begeisterung und so detailliert beschrieben, dass ich mich fühlte, als wäre ich mittendrin in der Geschichte.
Elise und Amalie, das sind die beiden Töchter des Familienunternehmens Imhoff. Während es für die pflichtbewusste Amalie selbstverständlich ist, in der Süßholzfabrik ihres Vaters mitzuarbeiten und den Mann zu heiraten, der ihren Vater in der Firmenleitung unterstützt, so ist Elise nicht bereit, eine Vernunftehe mit einem Bankier einzugehen, um die in Schwierigkeiten geratene Firma ihres Vaters zu retten. Lieber verschwindet sie heimlich mit dem Mann, den sie liebt, nach Paris, um ihren Traum von einer eigenen Confiserie zu verwirklichen.
Um die Firma zu retten, verschlägt es Amalie in den Südwesten von Italien. In der Hitze Kalabrien kaufen sie Süßholzfelder, um die sich Amalie kümmern soll. Pflichtbewusstsein und Vernunft, das waren die Dinge, die für Amalie zählten. Ihre Meinung, dass die Liebe dabei keine Rolle spielt, gerät in Kalabrien allerdings ordentlich ins Wanken…
Die Schwestern haben lange Zeit keine Verbindung. Tara Haigh lässt allerdings ihre Leser nicht im ungewissen darüber, wie es Elise und Amelie ergeht. Die Schauplätze wechseln sogar innerhalb der einzelnen Kapitel recht häufig. So fühlte ich mich zwar beiden Schwestern immer sehr nah, doch ab und zu wäre ich schon gern länger an einem Ort geblieben.
Mir hat das abwechslungsreiche Buch recht gut gefallen in seiner Leichtigkeit, die aber schnell und unverhofft so manches Mal ins Gegenteil umschlagen konnte. Es gab Situationen, da nahmen meine Gedanken einen Weg in die richtige Richtung, und andere, deren Verlauf vollkommen überraschend war und anders als vermutet endete. Ganz besonders berührt hat mich das liebevolle Verhältnis zwischen Elise und Ferdinand zu Colette und Frédéric.

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Rezensionen von Manfred Fürst:

Röntgenbild der modernen koreanischen Gesellschaft

Die Vegetarierin von Han Kang

Han Kangs kleines Büchlein mit 250 Seiten und den Maßen 19,2/11,6/1,8 cm kann ich nicht jedem/jeder/ Leser/in empfehlen. Sollten Sie sich in psychiatrischer Behandlung befinden, lassen sie die Hände von dem Büchlein, es ist literarischer Sprengstoff.

Aus drei Perspektiven wird das Leben einer jungen Frau, der Südkoreanerin Yong-Hye erzählt.

Es bräuchte keinen direkten Bezug auf die gesellschaftlichen Verhältnisse Südkoreas, erschütternd ist die Erzählung allemal: ein unscheinbarer Mann sucht sich so nebenbei unscheinbaren, von allen übersehende Ehefrau. Eine solche Ehe muss gut verlaufen: Nach fünf Jahren Ehe: Da es keine Liebesheirat gewesen war, konnte es ihnen auch nicht passieren, dass ihre Leidenschaft abkühlte und sie in Gleichgültigkeit und Langeweile versinken. Doch Yong-Hye hat einen Traum, für ihren Ehemann und ihre gesamte Verwandtschaft beginnt der Alptraum. Yong-Hye isst keine fleischlichen Produkte mehr. Ist das Nichtragen des BHs eine versteckte Botschaft Yong-Hyes?

Aus der Fessel der Ehe befreit wird Yong-Hye zum Objekt sexuellen Begierde ihres Schwagers, mit Vorliebe für florales Bodypainting, bis seine Frau die Männer mit den Zwangsjacken kommen lässt. Seine Frau hat für seine künstlerischen Ambitionen einfach kein Verständnis.

Der dritte Teil spielt in der Psychiatrie, ein "apokalyptischen" Kapitel. Besucherin die Schwester. Die emotionale Wucht der Ereignisse ist in einfachen Text verpackt, das macht das Büchlein umso mehr betroffen.

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Rezensionen von Lesemama:

Kein Kinderbuch

Super reich von Polly Horvath

Bewertet mit 2 Sternen

Zum Buch:
Rupert wächst in bitterer Armut auf. Sein Vater ist Arbeitslos, seine Mutter putzt in der Fabrik. Das Geld ist knapp, Rupert hat unzählige Geschwister und ständig Hunger.
Dann wird er am Weihnachtstag versehentlich vom Tor der reichen Rivers aufgespießt und als Entschädigung zum Essen eingeladen.

So kommt er mit inermesslcihem Reichtum in Berührung ...

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, es war das Cover, was mich dazu begleitete das Buch zu lesen. Ich erwartete eine Weihnachts-/Wintergeschichte im Stil vol Winterhaus, welches ich ganz großartig fand.
Aber das Buch hat mich nur enttäuscht. Waren die ersten fünfzig Seiten noch ganz gut, also der Teil, als Rupert über das Tor geschleudert wurde und den Tag mit Rivers verbringen durfte, war alles was danach kam, nur noch verwirrend. Die Familie Rivers war dermaßen durchgeknallt, aber nicht auf amüsante, vor allem kindgerechte Art, sondern einfach nur seltsam.
Ich habe den Sinn den Buches jedenfalls nicht verstanden und kann mir Erfahrungsgemäß auch kein Kind vorstellen welches diese Geschichte mag.
Einfach nur seltsam.

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Rezensionen von Miro:

Stasi am Schulhof

Verraten von Grit Poppe

Sebastian ist 15 Jahre alt, als er von der Jugendhilfe in ein Durchgangsheim gesteckt wird. Er weiß kaum, wie ihm geschieht, denn eigentlich lebt er seit dem Tod seiner Mutter bei der Oma. Er erfährt noch, dass diese in ein Feierabendheim umgesiedelt wurde.

Das Durchgangsheim entpuppt sich als regelrechter Kinderknast, soll aber bei weitem nicht so schlimm sein, wie der Jugendwerkhof, der ihm in Aussicht gestellt wird.

Zum Glück holt ihn sein Vater, den er seit Jahren nicht gesehen hat, da raus.

Doch hier beginnt das ganze Dilemma, denn Sebastian wird von der Stasi angeworben und soll seinen Vater ausspionieren. Er war einige Jahre als politischer Gefangener inhaftiert und muss natürlich überwacht werden.

Gleichzeitig lernen wir Katja kennen, die ein alter Hase in der Jugendhilfe ist. Sie kennt die meisten Heime und ist immer wieder ausgebüxt. Ihr droht das schlimmste aller Heime, doch noch einmal gelingt ihr die Flucht und Sebastian versteckt sie auf dem Dachboden.

Das verschärft sein moralisches Dilemma noch mehr, denn er darf ja Katja wegen nicht auffallen. Ihm bleibt nichts anderes über, als dieses perfide Spiel mitzuspielen und langsam aber sicher wird er immer mehr in die Ecke gedrängt. Gibt es einen Ausweg?

Super spannend erzählt und Grit Poppe die Geschichte von Sebastian und Katja, die der Jugendhilfe entkommen wollen. Die Autorin hat sich inspirieren lassen von ehemaligen Jugendlichen, die von der Stasi angeworben wurden. Im Anschluß an das Buch findet sich auch ein Interview mit einem Opfer dieser perfiden Machenschaften.

Die Geschichte wird rasant vorangetrieben, ohne dabei wesentliches zu unterschlagen. So ist das Buch spannend und informativ zugleich. Aber Vorsicht, es ist harte Kost. Die Methoden des Staates und seines gefürchtetsten Ministeriums sind zum Teil sehr bösartig. Es ist kaum zu glauben, was denen alles eingefallen ist, um den Menschen Angst zu machen und sie klein zu halten. Dabei bin ich mir fast sicher, dass uns die Autorin nicht die allerschlimmsten Szenen präsentiert. Trotzdem war ich immer wieder fassungslos, wie man Menschen so behandeln kann. Zum Glück ist dieser Albtraum vorbei.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und ich muss gestehen, dass ich mich mit dieser Thematik noch nicht beschäftigt hatte. Aber es liegt nahe, dass die Stasi auch vor Kindern nicht halt gemacht hat. Ich fand das Buch sehr informativ und die Dokumente und das Interview im Anhang runden den Roman ab und geben ihm noch mehr Authentizität. Daher gibt es ein uneingeschränkte Leseempfehlung auch für Erwachsene, die sich für die Methoden der DDR interessieren.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Aus dem Leben eines Buchhändler-Dackels

Verraten von Grit Poppe

Nanni ist die kleine Dackelhündin der Buchhändlerin Claudia Neudörfer, die in Rastatt ihre Buchhandlung und Café Wortwerke betreibt. Ihr fragt euch bestimmt, was an ihren Geschichten so spannend oder interessant sein soll. Das müsst ihr selbst lesen. Ich jedenfalls habe mich köstlich über einige Geschichten, die sie hier durch ihre Leinenführerin erzählen lässt, amüsiert.

So musste sie sich z.B. erst mal an den badischen Dialekt gewöhnen um mitzubekommen, was ihre Menschenfreunden so alles von sich geben. Sie merkt z.B. auch, dass es etwas mit dieser Corona zu tun haben muss, dass die Menschen jetzt plötzlich auch alle Maulkorb tragen. Haben sie die Corona gebissen und dürfen daher ihre Zähne nicht mehr zeigen? Auch wenn sie aus ihrer Zeit erzählt, als sie noch nicht bei ihrem Buchhändlerfrauchen war, haben die Geschichten einen eigenen Charme. Ich habe mich köstlich über eine Dame und ihren neu gekauften Wecker amüsiert. Warum? Das werdet ihr beim Lesen schnell heraus finden.

Ein liebevoll zusammengestelltes kleines Buch, super als Geschenk für Hundeliebhaber geeignet. Und für alle, die die Welt einer Buchhändlerin mal aus den Augen eines Dackels erleben wollen. Ich hatte viel Spaß dabei.

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Rezensionen von nanu?!:

Es weihnachtet sehr

Rachs Rezepte für Weihnachten von Christian Rach

Nachdem ich so begeistert war von Christian Rachs letztem Kochbuch "Rachs Rezepte für jeden Tag", musste ich auch sein neustes Werk sofort haben.
Das neue Buch ist nicht ganz so umfangreich wie sein Vorgänger, aber es lohnt sich trotzdem.
Das Buch startet mit einer Reihe Weihnachtsplätzchen, die Rezepte dafür sollen von Rachs Mutter stammen.

Ich kann jetzt nicht mit Sicherheit sagen ob das stimmt, ich weiß nämlich nicht mehr wo ich das gelesen habe und finde den entsprechenden Absatz nicht wieder.
Na jedenfalls findet man hier die typischen Klassiker wie Engelsaugen, Vanillekipferl, Mandel-Makronen, Nussecken und einige mehr.

- Danach kommt der für mich interessantere Teil, die Weihnachtsmenus. Christian Rach hat einige Menus zu bestimmten Themen zusammen gestellt, sodass der Koch zuhause schnell seine Lieblingskategorie findet.
- Wer es gerne traditionell mag, findet Menus mit Königinnenpastetchen oder Karpfen. Wer Weihnachten lieber richtig opulent feiert, mit allem Drum und Dran, für den gibt es Rezepte für gefüllten Entenbraten, Schneebällchen (Kartoffelklöße) und Rotkohl, vorher vielleicht noch eine Kastaniensuppe mit Trüffel und hinterher noch ein feines Dessert.
- Vielleicht mag man es lieber einfacher und günstiger, was aber genauso lecker geht. Für den Heiligabend zum Beispiel, bevor der Rest der Familie am nächsten Tag aufschlägt. Für diesen Fall stellt Rach Menus mit Kartoffelsalat und Würstchen vor oder ein Nudelgericht mit Rahmchampignons, Zwiebeln und Schinken. Auch hier werden tolle Vorspeisen und Nachspeisen gezeigt, nur halt in der günstigeren Variante.
- Wer mal etwas ganz Neues austesten möchte, für den gibt es orientalische Weihnachtsmenus mit asiatischer Hühnersuppe, lackierte Gänsebrust, geschmorte Ananas, Kabeljau in Päckchen gegart. Diese Menus an Weihnachten sind echt mal was anderes.
- Dann werden noch zwei Menus für Pärchen vorgestellt. Hier soll man sich zu Zweit mal was Feines gönnen, deswegen sind hier die Zutaten auch ein wenig anspruchsvoller. Gebratene Wachteln, Seezunge, Tournedos oder Garnelen, da kann der Abend ja nur romantisch werden bei diesen Köstlichkeiten.
- Und wenn man von den Feiertagen satt und zufrieden und vielleicht auch ein wenig vollgestopft ist, braucht man für die Tage danach unbedingt ein paar leichtere Gerichte, damit man an Silvester wieder bereit zum Schlemmen ist. Dann kann man die Winter-Minestrone nachkochen, oder auch die mit Hirse gefüllten Zucchinis, es gibt aber natürlich noch mehr zu entdecken.

Vor jedem Menu gibt es einen Zeitplan wann man was am besten erledigt, damit auch die Weihnachtstage für den Koch oder die Köchin möglichst stressfrei bleiben. Schließlich möchte man selbst ja auch mitfeiern und nicht nur in der Küche stehen und schuften.
Obwohl die Gerichte manchmal sehr kompliziert klingen, sind sie doch recht einfach nachzukochen.
Zu jeder Speise gibt es ein eigenes Foto und eine einfache und klare Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Jedes Menu besteht aus Vor-, Haupt- und Nachspeise die in ihrer Zusammenstellung wunderbar zusammen passen.
Auch wenn ich finde dass das Buch ein paar Seiten mehr gut hätte vertragen können, bin ich doch im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Die hübsche Aufmachung macht auf jeden Fall Lust auf die Weihnachtstage.

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Rezensionen von Lieselotte:

"In den Wald" ist eine fantastische Kindergeschichte

In den Wald von Franz Orghandl

Wem wird dieses dunkle, schlichte Buch auffallen? Natureindrücke zwischen Romantik und Düsternis zeichnen es illustratorisch aus. Der Inhalt ist eine Entdeckung der besonderen Wiener Art! Die kleine Nina wächst wohlbehütet mit ihrer Mama und ihrem Papa in einer Wiener Altbauwohnung auf. Sie ist aber kein verwöhntes Kind und muss sich ihre Abenteuer schon selbst suchen, denn Mama und Papa müssen zur Arbeit, den Haushalt machen und auch mal einfach alleine auf der Couch sitzen, um am Abend den Krimi zu gucken.

Nina spielt gerne in den staubigen Gassen und im kleinen Park bei ihrem Haus, oder lässt Schiffchen im Regen schwimmen, aber am liebsten geht sie in den Wald. Einen Wald, der gigantisch ist, mit Wasserfall und tiefem Steinbrunnen, einem grünen See mit Seerosen und Wasserschlangen, mit einer Lichtung voller Schlüsselblumen und Ninas Freund Konstantin Mayer, der dort in einer hohlen Eiche wohnt. Wie Nina alleine in den Wald kommt? So, wie man das in Geschichten macht, sie geht durch den Einbauschrank ihrer Eltern. Leider bekommt sie die beiden dort aber nicht durch, denn am Ende bei den Bettüberwürfen und Tischtüchern ist Schluss. Deshalb glauben Ninas Eltern auch nicht an den Wald und Konstantin Mayer glaubt nicht an Ninas Eltern. Das ärgert Nina, denn sie mag nicht, wenn man ihr nicht glaubt. Andererseits hat sie so ihre Ruhe und kann im Wald machen, was sie will. Aber eines Tages passiert etwas. In der Nachbarswohnung unter Ninas Familie entsteht ein großer Wasserfleck und im Wald reißt hinter dem Wasserfall und den Felsen die Erde auf. Konstantin Mayer fürchtet um seine Welt und Nina um das Portal dorthin, denn der Schrank soll abgerissen werden, um den Wasserschaden zu finden und zu beheben. Nina muss den Wald retten, aber wie?

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Rezensionen von Gudrun7:

Eintauchen und wundervolle Geheimnisse entdecken

Das Leben schmecken von Birgit Faschinger-Reitsam

Zu Beginn habe ich im Cover "nur" ein rotes Büchlein gesehen. Jetzt, nachdem ich es in Händen halte und auch den Inhalt kenne, habe ich so viel mehr entdeckt, das mich Innehalten und Staunen lässt. Wundervolle Idee und super stimmig.

Der Schreibstil hat es mir total angesagt, denn hier erkennt man, dass Birgit mit vollem Herzen dabei ist.

Und die Illustrationen vervollständigen die Zeilen gekonnt. Hier sieht und spürt man, dass Sabine ebenso wie Birgit mit Feuereifer dabei ist.

Das Zusammenspiel der beiden kann man in den Buchdeckeln so richtig spüren und das, was dabei herausgekommen ist, transportieren Sie mit enormer Atmosphäre an die Leserinnen....dabei möchte ich schon fast diese dann als Entdeckerinnen bezeichnen, denn mit den Anhaltspunkten kann man sich ganz neu erfahren und entdecken.

Hier möchte ich noch einmal auf die Details zurückkommen, denn diese finden sich auch in liebevollen "Zugaben" in Form von Parfüm, das man schon beim Öffnen der Buchseiten riechen kann oder aber auch gepressten Gingko-Blatt und, wenn mich nicht alles täuscht: Apfel- oder Pfirsichscheibchen.



Mein Fazit: Eintauchen und wundervolle Geheimnisse entdecken

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Okay, aber nicht so speziell wie "Fünf am Meer"

Azurblau für zwei von Emma Sternberg

Das knallige Cover kann man nicht übersehen und die Zitronen rufen die Leser laut nach Capri.

Auf diese sonnige italienische Insel reist Isa, um für einige Monate bei der 75jährigen Autorin Mitzi als Assistentin zu arbeiten. Mitzi diktiert, Isa schreibt auf. Auf diese Weise erfährt Isa viel aus dem Leben der bekannten Schriftstellerin, die unerkannt auf der Insel Capri lebt.

Während Mitzi dabei merkt, dass sie jemand aus ihrer Jugend gerne wiedersehen würde, vergleicht Isa ihr Leben mit dem von Mitzi und erkundet in ihren freien Stunden die Insel.

Polizist Luca ist nur zu gerne behilflich, und auch Mitzis Nachbar Massimo, dem der Schalk in den Augen sitzt. Dank den beiden fühlt sich Isa wohl auf Capri und sieht ihrem baldigen Abschied mit einem lachenden und tränenden Auge entgegen. Doch dann wird es auf einmal turbulent.

Isas Geschichte fand ich am Anfang gut und vor allem witzig erzählt, der Schreibstil gefällt. Doch ab einem gewissen Punkt auf Capri beginnt sie sich zu sehr im Selbstmitleid zu suhlen. Anstatt das Thema "keine Kinder zu bekommen" zu vertiefen oder halt mal wirklich ernsthaft darüber zu reden, denkt Isa nur. Der Plot hätte meiner Meinung nach auch ganz ohne das Thema Unfruchtbarkeit funktioniert - die Trennung von Alex allein hätte gereicht - es gab genug andere. Deswegen wundert es nicht, dass Mitzi Isa das Scheinwerferlicht nimmt, denn Mitzis Lebensgeschichte ist einfach viel interessanter.

Es ist eine nette, leichte Geschichte, aber "Fünf am Meer" hat mir deutlich besser gefallen, da dort die Story viel spezieller war. Dennoch lässt sich "Azurblau für zwei" gut im Liegestuhl beim Sonnenbaden lesen, aber auch an einem trüben Wintertag.

Fazit: Kurzweilig, aber nicht so speziell wie "Fünf am Meer".
4 Punkte.

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