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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesemama:

Plötzlich Vampir, oder wenn man mit seiner Katze sprechen kann

Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen! von Anne Barns; Christin-Marie Below

Bewertet mit 5 Sternen

Zum Buch:
Mirella ist fast zehn als ihr über Nacht ein spitzer Eckzahn wächst. Und nicht nur das, auf einmal kann sie auch verstehen was ihr Kater Langstrumpf sagt.
Etwas verwirrt glaubt sie zunächst, sie hat alles geträumt. Aber am nächsten Morgen erfährt die von ihrer Mutter und ihrer Tante, das sie ein Vampir ist und Langstrumpf ihr Beschützertier.

Aber nicht sie kann nicht nur ihren Kater verstehen, sie kann sich auch in eine Fledermaus verwandeln und des Nachts die Umgebung erkunden ...

Meine Meinung:
Ich war ja schon total angetan von dem zauberhaften Cover, dazu die Kurzbeschreibung und schon wusste ich, dies ist ein Buch, welches ich unbedingt lesen möchte.
Eine flott erzählte Geschichte mit vereinzelten, kleinen Illustrationen in einem sehr gut zu lesenden Schreibstil. Fie Kapitel sind recht kurz, die Geschichte ist spannend und auch witzig, so macht das Lesen auch jüngeren LeserInnen Spaß.
Das Buch hat ein offenes Ende, so dass ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung bin, aber man kann auch nach dem Buch aufhören, den die Zootiergeschichte ist im Prinzip zu Ende erzählt. Aber ich hoffe für mich und alle LeserInnen von Mirella, dass es sich um den Anfang eine langen Reihe handelt, denn ich werde sie auf jeden Fall weiterverfolgen.

Ich fand die Geschichte absolut zauberhaft und kann sie nur empfehlen. Ob zum Selberlesen oder Vorlesen, das Buch ist absolut lesenswert. So macht Lesenüben nicht nur geübten Lesern Spaß.

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Rezensionen von mt@outlook.com:

Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen! von Anne Barns; Christin-Marie Below

Auf den ersten Blick mag ich altersmäßig (61 Jahre) nicht zur Zielgruppe dieses Buches gehören.
Aber gleich nach den ersten Seiten ist klar, dass das nicht stimmt.
Offenheit und Neugierde, vereint im Logo von adcomo, sind an keine Alterszahl gebunden.
Und auch sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, sollte nie aufhören.

Ich fühle mich auf jeder Seite angesprochen, finde hochwertige fachliche Inhalte, kluge Anregungen zum Nachdenken über die eigene momentane Lebensphase.
Ich mag die gut gewählten Zitate und ich mag die "Sprache" des Buches. Frisch, ehrlich, alles hat Hand und Fuß.
Da ist kein erhobener Zeigefinger, sondern ich habe stets das Gefühl, dass man es gut mit mir meint.
Ich fühle mich unterstützt, ermutigt, informiert!
Daher wünsche ich diesem Buch, dass es alle lesen, Frauen und Männer, Jüngere und Ältere, egal in welcher Lebensphase -
es ist inspirierend und bereichernd für alle, die Interesse an Weiterentwicklung und Lernen haben.

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Rezensionen von Leserin71:

Wie kommt die Leiche in den Biersud?

Bierbrauerblues von Natascha Keferböck

Diese Frage beschäftigt den Ermittler Raphael Aigner - aus zweierlei Gründen.

Zum einen natürlich, weil er der Polizist ist von Koppelried, einem fiktiven Ort bei Salzburg. Aber zu anderen auch, weil ihn und den Toten etwas verbindet - eine Frau. Als wäre der Skandal während der Hochzeitsnacht noch nicht genug, liegt kurz darauf der Bierbrauer im eigenen Sud und die Bierproduktion wird in Frage gestellt.

Und alles nur wegen Marie. Ist sie wirklich so unschuldig wie sie wirkt, welche Rolle haben die Jugendlichen des Ortes, die Verwandtschaft und alle anderen im Ort? Raphael braucht die Unterstützung der Stodinger, der Kriminalbeamten aus der Stadt.

Der Debütkrimi von Natascha Keferböck ist eine gelungene Kombination aus spannender Krimihandlung, Familiengeschichte und regionalen Eigenheiten. Mit viel Witz und tiefgehendem Verständnis zeichnet die Autorin die dörfliche Bevölkerung.

Der Familienvater und Frauenheld Raphael ist mir zwar ein bisschen zu impulsiv, aber insgesamt hat er das Herz am rechten Fleck. Mein Lieblingscharakter ist seine Schwester Gabi.

Die Auflösung hat mir gut gefallen. Es ist nicht selbstverständlich, dass bei einem Erstlingswerk die losen Fäden so gekonnt zusammengeknüpft werden. Gerne vergebe ich Sterne.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleser Jamie, 11 Jahre aus Innsbruck:

Code: Orestes - Das auserwählte Kind von Maria Engstrand

In diesem Buch beschreibt die zwölf Jahre alte Ich-Erzählerin namens Malin, wie sie in einer stürmischen Winternacht einen seltsamen Mann trifft, welcher ihr einen alten Brief gibt, den sie einem Kind geben soll, welches in hundert Tagen in der Nachbarschaft einziehen wird. … Eines Tages wird Malin von ihrer Mutter gebeten, ihr etwas Zucker von den Nachbarn zu holen.

An der Hecke vom Nachbargrundstück springt plötzlich ein Mann aus dem Busch zu Malin hervor. Er reicht ihr einen Brief, welchen sie in hundert Tagen an ein Rutenkind weitergeben soll, welches dann in der Nachbarschaft einziehen wird.„Es geht um Leben und Tod“, fügt er hinzu, bevor er verschindet. Zusammen mit Orestes, dem Kind, welches in der Nachbarschaft einzieht, macht sich Malin auf eine spannende Lesereise in die Vergangenheit und eine Schnitzeljagd an verborgene Orte, um des Rätsels Lösung zu finden.

Das Buch hat 383 Seiten und ist sehr spannend gestaltet. Ich fand die Szene am besten, als Orestes und Malin Sich zum ersten Mal trafen, weil die Stimmung im Buch an dieser Stelle am spannendsten geschildert wird.

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Rezensionen von Leserin71:

Der Fotograf

Es war einmal in Italien von Luca Di Fulvio Philipp Schepmann

Luca di Fulvio hat wieder einen historischen Roman geschrieben, den ich als Hörbuch gelesen von Philipp Schepmann gelesen haben. Die verschiedenen Personen wurden sehr gut durch unterschiedliche Tonlagen deutlich. Um wen geht es?

Schon auf dem Cover sieht man ihn, den Fotograf. Anfangs ahnt man noch nicht, welche Rolle er tatsächlich in dem Buch spielt und überlegt, ob nicht eher die junge Frau für die Handlung wichtig ist.

Die Wahrheit liegt, dass beide Protagonisten der Geschichte sind. Genauso wie auch die Contessa, bei der der Junge aufwachsen darf.

Nach und nach erlebt der Leser, wie aus den Kindern junge Erwachsene werden, die sich treffen und gemeinsame Erlebnisse haben. Es geht um Recht und Gerechtigkeit, Nationalstaat und persönliches Glück, Finden der eigenen Persönlichkeit und einen großen Kampf.

Mir hat das Hörbuch ausgesprochen gut gefallen. Vor allem die Contessa ist mir ans Herz gewachsen, aber auch Marta, das Zirkuskind, waren für mich außergewöhnliche Charaktere. Ich habe mich manchmal aber gefragt, ob eine Frau zu der damaligen Zeit tatsächlich so viele Freiheiten gehabt hat. Gewünscht hätte ich mir auch mehr Details zum Stand der Fotografie zur damaligen Zeit. Pietro, der Fotograf macht die Bilder und dann sind sie auch schon entwickelt. Das ging mir zu schnell und ich fragte mich, wie weit die Fotografie im Italien um 1870 war.

Auf jeden Fall ist der historische Bezug zur Einigung Italiens gut gelungen.

Ich habe gerne dem Buch gelauscht und vergebe 4 Sterne.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Was gehört zu Weihnachten dazu?

Weihnachten am Ku'damm von Brigitte Riebe

Was gehört unbedingt zu Weihnachten?

Diese Frage stellen sich gerade viele Leute, denn sie ist sehr aktuell in diesem Dezember 2020. Durch die gegenwärtige Pandemie überlegt man sich, wie man das kommende Weihnachtsfest gestalten soll. Was gehört dazu, damit Weihnachten Weihnachten ist? Soll nur der eigene Haushalt, nur die engsten Verwandten oder doch wie üblich mehrere Familien oder Freunde zusammen feiern? Und was kommt auf den Tisch, wenn viele traditionelle Weihnachtsessen wie die diversen Fondues wegfallen? Immerhin stellt sich nicht die Frage nach dem Christbaum, denn der stellt Weihnachten 2020 kein Problem dar.

Doch nicht anno 1946, als sich Flori in "Weihnachten am Ku'damm" unbedingt einen Weihnachtsbaum wünscht. Weihnachten ohne Christbaum geht für Flori nunmal nicht. Alle Familienmitglieder versuchen auf ihre eigene Weise Floris Wunsch zu erfüllen, und kreuzen dabei Wege von alten Bekannten oder lernen neue Personen kennen. Die Suche nach einem Baum, nach eventuellen kleinen Geschenken und nach genügend Essen ist gar nicht so leicht, denn eine grosse Lebensmittelkrise und ein extrem kalter Winter kamen im Dezember 1946 zusammen.

Die Zeit zwischen November 1946 bis März 1947 ging als Hungerwinter in die Geschichte ein. In der durch Krieg gebeutelte und zerstörte Stadt froren und hungerten die Bewohner Berlins - sie mussten selbst schauen, wie sie zurecht kamen.

Ob das mit dem Christbaum und der Weihnachtsfreude doch noch was wurde oder nicht, erzählt uns Brigitte Riebe hier auf 160 Seiten. Der kurze Roman nimmt "Die Schwestern vom Ku'damm"-Leserinnen wieder mit zu der Familie Thalheim.

Man kann die Geschichte aber auch einfach so lesen, auch wenn man die Trilogie nicht kennt. Sie eignet sich deshalb gut zum Verschenken. Vielleicht kommt die eine oder andere Leserin dann auf den Geschmack und möchte mehr von den Thalheims wissen und gönnt sich daraufhin die Trilogie.

Fazit: Ein Weihnachtsfest voller Entbehrungen, aber mit viel Nächstenliebe - so in etwa kann man diese berührende Geschichte umschreiben.
4 Punkte.

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Rezensionen von Mondtaube:

Die Geschichte der Hexen

Geheimnisse der Hexen von Légère Julie; Whyte Elsa

Hexen sind mehr als nur Märchengestalten, sie existieren seit Jahrhunderten und leben auch heute noch unter uns. Doch woher stammen ihre Ursprünge? Was ist ihre Geschichte? Woran glauben sie? und wie kam es überhaupt zu den verklärten Ansichten der Hexen in unseren Medien?

Der größte Teil von Elisa Whytes und Julie Légères „Geheimnisse der Hexerei“ befasst sich mit der Geschichte der Hexen.

Dabei spricht das Buch die, für Hexen wichtigsten, geschichtlichen Ereignisse, in einer chronologischen Reihenfolge, an.
Da das Buch nur eine Anzahl von 80 Seiten hat, wurden diese Ereignisse natürlich sehr kurz zusammengefasst. Dennoch reichen die Informationen vollkommen aus, um einen Überblick zu bekommen.
Zwischen den ganzen Informationen findet man gelegentlich auch, aus der ich Perspektive geschriebene, Porträts. In diesen erzählen eine Göttin, mehrere Hexen und einige, für die Geschichte der Hexerei wichtigen, Persönlichkeiten über ihre Leben. Diese Darstellungen bieten Abwechslung zu dem restlichen Text und lockern das Buch noch etwas mehr auf.
Abgesehen davon findet auch die Darstellung von Hexen in Märchen und modernen Medien Erwähnung.

Der zweite Teil des Buches, der etwas knapper ausgefallen ist, befasst sich damit, wie man selbst magisch tätig werden kann. Darin finden sich zum Beispiel Informationen über Heilpflanzen, Edelsteine und das Pendeln.
Dieser Teil hatte mich wesentlich weniger begeistern können, denn hier merkt man dem Buch deutlich die geringe Seitenzahl an.
So wird zum Beispiel erwähnt, dass die gängigste Methode um Edelsteine zu reinigen, die ist, diese mehrere Stunden in Quellwasser zu legen. Dabei wird jedoch nicht erwähnt, dass man dies nicht bei allen Edelsteinen machen sollte, da einige davon Schaden nehmen können.
Ebenfalls wird zum Beispiel mehrmals im Buch Wicca erwähnt, aber eine richtige Erklärung, was Wicca überhaupt ist, findet man nicht (denn nicht jede Hexe ist eine Wicca). Allgemein fehlt dem Buch eine Beschreibung von verschiedenen Arten von Hexen. Ebenfalls hätte man durchaus erwähnen können, dass es nicht ausschließlich weibliche, sondern auch männliche Hexen gibt.
An anderen Stellen wurden wiederum Fehlinformationen verbreitet. So wird zum Beispiel behauptet, dass ein selbst erdachter Hexenname eine essenzielle Voraussetzung wäre, um ein Buch der Schatten zu führen.

Hier hätte ich es wirklich schöner empfunden, wenn man sich rein auf das Theme der Geschichte der Hexen konzentriert hätte, dafür jedoch an manchen Stellen noch etwas ausführlicher geworden wäre. So hätte man zum Beispiel auch Platz dafür gefunden, als es darum ging, dass das Christentum einige Bräuche übernommen hat, diese zu erwähnen und zu vergleichen (was wirklich interessant ist).
Die Informationen über das Praktizieren sind natürlich eine gute Idee, jedoch ist die Seitenzahl für beide Themen einfach zu knapp.
Das merkt man vor allem an der letzten Seite, wo man das Gefühl hat, dass das Buch einfach abgeschnitten wurde. Ein Schlusswort am Ende sucht man vergeblich.

Nun kommen wir aber endlich zum Highlight des Buches, die Zeichnungen von Laura Pérez. Bei diesen merkt man regelrecht, dass sie nicht einfach im Vorfeld, sondern direkt zu den Texten angefertigt wurden. Jede einzelne Seite wird mit den, perfekt zum geschriebenen passenden, Bildern großartig untermalt. Abgesehen davon sind die Zeichnung auch einfach wundervoll anzusehen und versprühen eine magische Atmosphäre. Alleine schon durch diese Zeichnungen ist das Buch etwas ganz besonderes und definitiv mehr als nur einen Blick wert.

Fazit:
Wenn man sich für die Zeichnungen von Laura Pérez begeistern kann und eine kompakte Zusammenfassung der Geschichte der Hexerei möchte, wird man mit diesem Buch sehr zufrieden sein.
Falls man jedoch als Junghexe Informationen zum eigenem Praktizieren haben möchte, wird der Inhalt dafür ungenügend sein.
Zudem ist das Buch definitiv kein Kinderbuch, auch wenn es bei manchen Anbietern als ein solches bezeichnet wird.

Zum Abschluss ein Zitat aus dem Buch:
"Und denk immer daran, dass du ein Teil der Natur bist."

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Rezensionen von Pink Anemone:

Schwacher 2. Teil der Reihe - was ging mir Alice auf die Nerven...

Die Chroniken von Alice - Die Schwarze Königin von Christina Henry

"Nirgendwo in der Stadt standen die Bäume so dicht zusammen, erfüllten die Luft mit dem Geruch von Rinde und verrottenden Blättern und griffen nach ihrer Kleidung. Diese Welt erschien Alice vollkommen fremd, und sie war sich nicht sicher, ob sie sie mochte."
(S. 64)

Dies ist der 2. Band der Alice-Reihe von Christina Henry.

Es ist schwierig etwas zur Handlung zu sagen ohne zu spoilern. Ich versuche es dennoch mich so vage wie möglich auszudrücken, empfehle jedoch trotzdem nicht weiterzulesen, falls man den 1. Band "Die Chroniken von Alice I - Finsternix im Wunderland" noch nicht gelesen hat.
Daher gilt: Weiterlesen auf eigene Spoiler-Gefahr.

♛♛♛

Die Story dieses Bandes schließt direkt an die des 1. Bandes an.
Alice und Hatcher bewegen sich im tiefen Tunnelsystem unterhalb der Alten und Neuen Stadt, um so schnell wie möglich das Weite zu suchen.
Doch sie sind auch auf einer Mission, denn sie müssen Hatchers Tochter finden. Sie wissen weder wo diese zu finden ist, noch ob sie überhaupt noch lebt. Auch wenn diese Mission fast ein Ding der Unmöglichkeit ist, hilft es den beiden ein Ziel vor Augen zu haben.
Weiters möchte Alice Zauberer finden, die ihr helfen ihre Magie zu verstehen und zu gebrauchen und sie hofft, dass nicht alle Zauberer nach ihrem Leben trachten.
Bei der Suche nach Hatchers Tochter und Zauberern betreten sie unbekanntes Land, welches noch trostloser ist als die Alte Stadt und so wie es aussieht auch noch viel größere Gefahren birgt. Dieses Land soll einer besonders mächtigen Zauberin gehören, die nur "Die weiße Königin" genannt wird. Doch auch sie scheint nicht zu den Guten zu gehören. Im Gegenteil - sie wirkt böser als alle zusammen und dann verlieren sich Alice und Hatcher auch noch aus den Augen und jeder ist auf sich allein gestellt.

"Alices Weg führte zu der Königin, genau wie er zum Jabberwock geführt hatte. Hatcher hatte in einer Vision die 'Verlorenen' gesehen, wie er sie geannt hatte, und Alice hatte von einem Schloß geträumt, das von den Schreien von Kindern widerhallte. Ja. Sie war zu der Königin unterwegs."
(S. 102)

Den 1. Band habe ich von Anfang bis Ende verschlungen. Die Spannung war von der ersten Seite an vorhanden und das Gleiche erwartete ich auch vom 2. Band.
Dieser benötigte jedoch eine ganze Weile, bis er in die Gänge kommt. Vor allem diese ständigen Wiederholungen nervten mich. Immerzu wird betont, dass Hatcher ein Killer und gefährlich, jedoch tief im Inneren ein Guter ist. Auch das Alice nur aus Notwehr tötet, ergo nur wenn es unausweichlich ist, wird immer wieder erwähnt. Ich habe es schon beim ersten Mal kapiert und es entlockte mir nur noch genervtes Augenrollen.
Zudem plätscherte die Geschichte auch allgemein nur so dahin. Das änderte sich dann nach etwa 100 Seiten, auf denen man auf Riesen trifft, die ich äußerst amüsant fand.

Aber kommt danach auch endlich die Story in Fahrt? Leider nein und das lag nicht nur an der Tatsache, dass diese Story, im Gegensatz zum 1. Band, völlig weichgespült wirkt.
Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin bezüglich Blut und Gemetzel ordentlich zurückruderte - es gibt nämlich keines. Nicht das eine Story für mich diese Komponenten unbedingt enthalten muss, sicherlich nicht. Aber da es im 1. Band diesbezüglich ordentlich zur Sache ging, hatte ich eine gewisse Grunderwartung.
Die Atmosphäre ist dadurch nämlich gänzlich eine andere und will so gar nicht zum 1. Band passen. Es bleibt zwar durchaus düster, aber das gewisse Etwas hat gefehlt und ich hatte das Gefühl, als hätte dieses Buch jemand anderes geschrieben. Wo wir auch schon beim zweiten Punkt wären, der mich störte - Alice!

"Alice schlug die Augen auf und stellte fest, dass sie zwischen den Wurzeln des Baumes lag wie in den Armen einer Mutter. Der Boden unter ihr war warm und fruchtbar und vibrierte wie eine prall gefüllte Ader, in der rotes Blut floss. Als sie die Wurzeln um sich herum berührte, zitterten sie unter ihren Fingern wie eine Katze, die nach Zuneigung von ihrem Besitzer sucht."
(S. 185)

Im 1. Band machte Alice eine unglaubliche Entwicklung durch - vom unsicheren Mädchen zu einer starken selbstbewussten Frau, was ich unglaublich gut fand. Und hier, im 2. Band? Ja, hier scheint sich Alice in einen in Selbstmitleid suhlenden und herumnölenden Teenie zu verwandeln.
Als ob das für mich nicht schon nervig genug gewesen wäre, schweift Alice auch ständig und immerzu in die Vergangenheit ab ... natürlich im äußerst melancholischen Stil. Selbst wenn es einmal spannend wird, und das wird es durchaus zwischendurch, schweift Alice ab und man kann sich auf ein Mimimi ihrerseits einstellen. Alice verliert also immerzu den Fokus, was dazu führt, das man auch als Leser den Fokus verliert und so stolpert man durch die Geschichte, bis man am Ende angelangt ist.
Das Ende selbst kann zwar mit einer überraschenden Wendung punkten, doch wirkt es leider lieblos hingerotzt und es werden auch nicht alle Fragen beantwortet und so mancher Handlungsstrang nicht weitergeführt ... Aus die Maus, Klappe zu, Affe tot.

"Und da steh ich nun. Allein im Wald, im Dunkeln, kein Hatcher, kein Messer, keine Ahnung, wohin ich von hier aus gehen soll!
Verdrießlich musterte sie das Häuschen. >>Wahrscheinlich voller Ungeziefer.<<"
(S. 108)

Wie erwähnt gab es durchaus spannende und auch witzige Szenen und aufgrund des einfach gehaltenen Schreibstils huschte ich trotz der Mankos durch die Seiten, aber packen konnte mich die Story diesmal so gar nicht und, meine Güte, was hat mich Alice genervt!

Die Aufmachung ist jedoch, wie auch beim 1. Band, gelungen. Nicht nur das Cover ist ein Eyecatcher, sondern auch die wundervollen kleinen Akzente auf dem Buchschnitt.

Fazit:
Ich hatte das Gefühl, als wäre hier eine andere Autorin am Werk oder als würde Henry ordentlich zurückrudern und doch einen Dark-Fantasy schreiben wollen, der vielen so ähnlich ist - mit melancholischer, schmachtender und schwadronierender Protagonistin, um eventuell Tiefe zu suggerieren. Das ging in meinen Augen ziemlich nach hinten los und die paar spannenden Szenen reißen das Ganze auch nicht raus.
So war dieser Band eine ziemliche Enttäuschung für mich, nachdem ich vom 1. Band vor Begeisterung völlig aus dem Häusl war.
Trotzdem werde ich die Autorin und ihre Märchenadaptions-Reihe weiter verfolgen, denn den Ansatz, aus Märchen Dark-Fantasy mit eigener Story zu kreieren, finde ich toll.

© Pink Anemone (auf dem Blog mit Bildern, Leseprobe, Autoren-Info und Rezept zum Buch - Rosenblütentee der Königin)

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Rezensionen von Schmiesen:

Seichtes Dahindümpeln an der Oberfläche des Lebens

Unter uns das Meer von Amity Gaige

"Ich habe mein ganzes Leben lang mit einem Festlandkopf gelebt. Habe Festlandgedanken gedacht. Aber jetzt will ich Meeresgedanken haben."

Juliet und Michael stecken in einer schwierigen Ehe fest, kommen aber genauso wenig voneinander los, wie sie miteinander können. Als Juliet Michaels wahnwitzigem Plan zustimmt, mit den beiden Kindern für ein ganzes Jahr durch die Karibik zu segeln, stellt das ihr Leben auf den Kopf.

Am Ende wird nichts mehr sein, wie es einmal war.

Amity Gaige greift in ihrem neuesten Roman nicht tief in die Trickkiste: Sie erzählt abwechselnd aus Juliets und Michaels Perspektive von der Schiffsfahrt und lässt Juliet außerdem vom "Danach" berichten. Diese altbewährte Methode zur Spannungserzeugung verdeckt geschickt die hanebüchene, müde dahinplätschernde und am Ende völlig versandende Geschichte einer Ehe, einer Reise und eines 'Dramas'. Die Zeiten und Perspektiven sind völlig willkürlich zusammengewürfelt, nichts hat irgendeine Chronologie, alles wird einfach irgendwann erzählt, was die Erzählstruktur völlig sinnentleert wirken lässt.

Michaels und Juliets Ehe ist nicht mehr sehr schön, sie wissen nicht, ob sie sich noch lieben, sie haben mit den typischen Problemen zu kämpfen: Michael ist immer erst spät zuhause, Juliet bleibt mit den beiden Kindern allein zurück und hat immer wieder depressive Schübe. Mit ihrer Dissertation kommt sie auch nicht voran und ist von ihrem Leben immer frustrierter. Das war's dann aber auch schon, was man über diese Menschen erfährt - Gaige bleibt mehr als vage, was ihre Figuren anbelangt, sie drehen sich um ihr eigenes kleines Zentrum und bleiben bloße Schablonen eines Menschen. Völlig absurd wird es dann bei Gaiges Versuch, die ehelichen Probleme der beiden auf Differenzen beim Wahlverhalten zurückzuführen - die Namen Obama und Trump traut sie sich dabei aber nicht in den Mund zu nehmen, und auch diese Andeutungen (z.B. Michaels konservativer Wunsch nach 'Freiheit') bleiben entnervend oberflächlich.

Dann kommt Michael auf die Idee, mit seiner Familie auf einen Langsegeltörn zu gehen - und Juliet stimmt zu. Los geht also die Fahrt in die traumhafte Karibik. Statt den Leser aber mit auf eine prächtige Reise voller Sinneseindrücke zu nehmen, gibt Gaige lieber mit ihrem Segelvokabular an, von dem ich nichts verstehe. Ganze Passagen habe ich nur überflogen, wenn Juliet das Fork refft oder die Dirk... ja, was macht man nochmal mit der Dirk? Die unglaublichen Orte, an denen die Partlows landen, bleiben völlig gesichtslos. Genauso wie die Figuren selbst, die immer wieder die gleichen 'tiefgründigen' Gedanken haben und die gleichen Gespräche führen.

Im Hintergrund schwelen dann noch drei 'Geheimnisse', die jeder, der ein wenig Menschenverstand hat, nach der ersten Andeutung entschlüsseln kann. Völlig hanebüchen kommt Michaels Verbindung zu dem 'dubiosen' Harry daher, den er eiskalt betrügt. Juliets Missbrauchserlebnis in der Vergangenheit dient als Aufhänger für alle Depressionen, Streits und Zweifel, die die Familie beschäftigen. Und dass Michael nach der Fahrt wohl nicht mehr da ist, ist auch von Anfang an klar. Gaige versucht aus diesen Elementen künstlich Spannung zu erzeugen, die am Ende geräuschlos verpufft - alles ist so wahnsinnig vorhersehbar, und selbst die (wortwörtlichen oder auch nur emotionalen) Stürme sind nichts weiter als ein sanftes Schunkeln auf den Wellen.

Am Ende versandet der Roman in einer Szene, die ohne jeden Übergang, ohne jede Erklärung und Einbettung daherkommt und dann einfach abbricht. Was darauf folgt, ist eine lose Aneinanderreihung von Gedanken, E-Mails, Gedichten und Gesprächen. Das ist nichts weiter ein schlecht getarnter Nachtrag von Sequenzen, die innerhalb der Geschichte vielleicht für etwas Tiefgang gesorgt hätten.

Am Schreibstil der Autorin lässt sich allerdings erkennen, warum sie genau diese interessanten Momente in ihrer Geschichte versäumt hat. Unnötig umständlich versucht sie, simple Gedanken in Worte zu pressen, die man mehrmals liest und deren Sinn sich einem trotzdem nicht erschließt. Sie lässt den Leser völlig allein in der Geschichte, vieles wirkt wie nachträglich dazukonstruiert (z.B. dass Juliet Michaels Logbuch liest und sich deshalb die Perspektiven abwechseln), und die großen Themen, die sie abdecken will (Missbrauch, Mutterschaft, Ehe, Mut zur Veränderung, etc.) streift sie gerade einmal oberflächlich. Und ein enervierendes Detail, das das Lesen egal welchen Romans zur Qual macht: Warum verwendet man bei wörtlicher Rede keine Anführungszeichen? Wo ist der Sinn dahinter? Es ist einfach nur ätzend, sonst nichts. Zu allem Überfluss halte ich außerdem die Übersetzung für ziemlich misslungen - da kann man eindeutig englische Strukturen rauslesen, die ungelenk ins Deutsche übertragen wurden, ohne das Ganze auf Idiomatik zu prüfen. Sowohl der englischen als auch der deutschen Version hätte ich wirklich ein besseres Lektorat gewünscht.

Am Ende bleibt mir nur zu sagen, dass ich dieses hanebüchene, chaotische Buch immerhin schnell gelesen hatte. Beim Lesen habe ich mich auch nicht wirklich über den Unsinn aufgeregt, sondern eigentlich immer darauf gehofft, dass doch mal noch ein Sturm kommt, der mich in die Wellen wirft. Leider ist es beim seichten Dümpeln geblieben.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Spannender Regionalkrimi

Tegernsee-Connection von Jürgen Ahrens

Kommissar Markus Kling ermittelt bei einem Brand in einem ehemaligen Luxushotel am Tegernsee.Das Hotel ist bis auf die Grundmauern abgebrannt,schnell findet der Kommissar zwei Verdächtige.Beide hatten Intresse an der Immobiele-aber der Dekmalschutz hat es ihnen sehr schwer gemacht.Kommissar Markus Kling ermittelt an seinem ersten Fall in Sachen Schmiergeldaffäre.

Und es gibt noch eine Interrisenten,der hätte das ehemalige Luxushotel gerne im alten Stiel wieder betreiben wollen.Ob das Jemanden gestört hat!?Der Feuerteufel versetzt alle in Angst und Schrecken…

Der Autor Jürgen Ahrens hat einen flüsigen ,fesselten Schreibstil.Die Charaktere sind authentisch – der Krimi von Anfang bis Ende sehr spannend.Auch die tolle Gegend vom Tegernsee beschreibt der Autor super.Es hat Spass gemacht mit dem Kommissar zu ermitteln-5 Sterne.

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