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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Jassi Etter:

90er-Liebe für das Ü30-Herz

Kind der 90er von Michèle Voigt

Das Buch liest sich in einem Rutsch und ich habe mich durch die vielen Erinnerungen der Protagonistin und die eingestreuten Songtitel wieder in die 90er zurückversetzt gefühlt. Das hat die Autorin wirklich gut drauf. Auch den Schreibstil fand ich angenehm und flüssig zu lesen.
Der einzige Nachteil, der für mich entstand ist, ist der, dass sich das Buch eher wie eine Hommage an die 90er liest und die die Geschichte ein bisschen in den Hintergrund rückt.

Ich konnte mich mit den Charakteren nicht so sehr identifizieren und bin immer wieder in meine eigenen Erinnerungen abgeschweift.
Eine nette Geschichte für zwischendurch und jedenfalls viel 90er-Liebe, die das Leser_innen-Herz aufblühen lassen kann.

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Rezensionen von Lesemama:

Ein etwas langatmiges Kinderbuch

Bittermonds Bucht von Harel Maike

Zum Buch:
Solange Jukka denken kann, lebt er allein mit Käpt’n Bittermond in der einsamen Bucht. Da taucht eines Tages die fahrende Händlerin Kandidel mit ihrer Tochter Lila auf. Schnell wird Jukka klar, dass Kandidel und Bittermond sich aus einer früheren Zeit kennen.
Dann stiehlt Kandidel Bittermonds größten Schatz! Jukka und Lila beschließen, ihr zu folgen und das Gläserne Herz zurückzuholen.

Aber der Weg in die Weißen Berge ist gefährlich. Warum scheint der furchterregende Grässgreif es auf sie abgesehen zu haben? Und wie kommt Diebesgut in ihr Reisegepäck? Doch nichts beschäftigt Jukka mehr als die Frage nach seiner Herkunft …

Meine Meinung:
Ich las von der Autorin das zauberhafte 'Castor, Monty und der Findefuchs' und war dann sehr gespannt auf ihr neues Buch, welches ja eigentlich ihr älteres war.
Das Cover sprach mich sofort an, auch die Kurzbeschreibung, ich erwartete einen spannenden Abenteuerroman für junge Leser.
Aber das Buch hat leider einen etwas langatmigen Einstieg, bei dem schon viele die Flinte ins Korn werfen und es sah wie ist, junge Leser beim Buch zu halten.
Erst etwas später wird es dann spannend und abenteuerlicher. Also, ihr lieben Leser, durchhalten lohnt sich.
Ab dem zweiten Drittel wird es gut, es konnte mich zwar immer noch nicht wirklich überzeugen, mir gefiel das Findelfuchsbuch einfach besser, aber es ist lesenswert und es lohnt sich wirklich dranzubleiben.

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Rezensionen von Claudia R:

märchenhafte Illustrationen

Rotkäppchen von Grimm Gebrüder

Klappentext:

Tauche ein in die Märchenwelt von Rotkäppchen!
Wunderschöne Scherenschnitte erwecken das beliebte Märchen der Gebrüder Grimm auf zauberhafte Weise zum Leben und sorgen für besondere Überraschungseffekte beim Umblättern. Mit Guckloch auf dem Cover und zahlreichen kunstvollen Scherenschnitten.

Cover:

Das Cover allein ist schon ein richtiger Hingucker. Durch den ausgestanzten Teil in Form des Wolfskopfes, gibt es einen sehr beeindruckenden Effekt, der das Ganze sehr plastisch wirken lässt. Das Cover besteht aus einem herrlichen Wald und durch diese Einstanzen ist Rotkäppchen und hinter ihr der Wolf erkennbar. Vor allem die Augen des Wolfes stechen hervor.

Meinung:

Das Märchen von Rotkäppchen sollte den meisten geläufig sein, daher werde ich hier auf den Inhalt nicht weiter eingehen.

Jedoch ist die Umsetzung des Märchens hier einfach grandios. Durch tolle Scherenschnitt-Effekte werden hier die Bilder und Illustrationen perfekt in Szene gesetzt und wirken noch lebendiger und spannender.

Die Geschichte wird sehr flüssig und angenehm erzählt. Der Schreibstil ist locker und kindgerecht. In einfachen Sätzen wird hier das Märchen sehr gut wiedergegeben, auch wenn es mir persönlich etwas weniger gruselig, als im Original rüberkommt. Dafür sind die Bilder um so beeindruckender und spannender. Die Scherenschnitte geben dem Ganzen eine ganz besondere Optik.

Die Illustrationen. sind sehr schön gewählt und geben den Inhalt sehr gut wieder.

Eine tolle Umsetzung des Klassikers "Rotkäppchen" mit tollen Illustrationen und Scherenschnitten.

Die Gestaltung ist einfach wunderschön und ich kann dieses ganz besondere Märchenbuch jedem Märchenliebhaber nur empfehlen. Die Grimmsche Original Text wurde hier zwar leicht abgewandelt, jedoch ist die künstlerische Gestaltung dieses Werkes überwältigend und einfach sehr gut gelungen und umgesetzt. Daran haben Kleine und Große ihre Freude.

Fazit:

Ein Märchen-Klassiker in neuem Glanz mit tollen Illustrationen und besonderen Effekten durch Scherenschnitte.

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Rezensionen von Claudia R:

super süß und niedlich gestaltet

Das kleine Stinktier Riechtsogut von Sabbag Britta

Klappentext:

"Ein richtiges Stinktier stinkt doch für sein Leben gern!", sagt Papa Stinktier. Doch das kleine Stinktier Riechtsogut nicht: Es liebt es, sich ordentlich herauszuputzen, Figuren auszuprobieren, sich von oben bis unten mit Parfum einzusprühen und STÄNDIG will es sich waschen! Am Ende hält sogar der kleine Waschbär das Stinktier für einen von ihnen! Vielleicht sollte es das mit dem Stinken doch einmal probieren?

Cover:

Das Cover ist sehr niedlich gestaltet.

Man erkennt ein kleines Stinktier in einer großen Blumenwiese. Farblich und auch von den vielen Details wunderschön durchdacht und gezeichnet. Ein Cover das neugierig macht.

Meinung:

Die Geschichte ist sehr niedlich und liebevoll erzählt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und man kann diesem sehr gut folgen.

Die Textpassagen ist altersentsprechend gewählt und die Sätze verständlich und gut zu lesen. Man kommt sehr gut und schnell und die Geschichte hinein und diese hat nebenbei auch noch einen wichtigen Kern. Es geht um Anderssein, aber auch um Familenzusammenhalt und Familienzeit. Sehr wichtige Aspekte, die hier sehr liebevoll und altersentsprechend angesprochen werden.

Das kleine Stinktier Riechtsogut ist anders, als seine Artgenossen, es badet gern, mag Parfum und liebt es auf seine Frisur zu achten. Seine Eltern sind nicht gerade begeistert, da es anders ist, aber sie lassen ihn machen. Doch dadurch geht viel gemeinsame Familienzeit verloren. Als dann auch noch ein Waschbär ihn für seines Gleichen hält, wird das kleine Stinktier stutzig, ob dies etwas verändert?

Doch zu viel möchte ich an dieser Stelle vom Inhalt noch nicht verraten.

Die Geschichte ich liebevoll erzählt und beinhaltet sehr wichtige Lektionen. Eine Geschichte übers Anderssein, aber auch mit der Vermittlung wichtiger Werte über Familie, Familienzusammenhalt und Familienzeit. Denn nichts ist wichtiger, als gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Reinlichkeit ist durchaus wichtig, aber manchmal sollte man auch einfach mal, die Seele baumeln lassen und die Zeit mit seiner Familie nutzen.

Die Zeichnungen sind sehr liebevoll und sehr schön gestaltet. Die bunten Bilder veranschaulichen das Gelesene und das kleine Stinktier ist sehr süß in Szene gesetzt. Auch regen die detaillierten Zeichnungen zum Schmunzeln an, bei all den wundervollen Details und Feinheiten. Die Bilder sind sehr niedlich umgesetzt und sorgen für allerhand Freude.

Das Buch wird durch ein zauberhaftes Gedicht abgeschlossen, auch dies hat mir sehr gut gefallen und rundet das Buch sehr gut ab.

Fazit:

Ein wunderschönes und auch lehrreiches Buch, mit einer tollen Geschichte und süßen Illustrationen.

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Rezensionen von LEXI:

Ein Silberstreif der Hoffnung am Horizont

Gut Greifenau - Silberstreif von Hanna Caspian

Ein Silberstreif der Hoffnung am Horizont

Die Autorin entführt ihre Leser im fünften Band ihrer Buchreihe um das Hinterpommersche Gut Greifenau ins Jahr 1923. Den historischen Hintergrund bilden die mit einer starken Inflation einhergehende Nachkriegszeit, machen die Hoffnung der Menschen auf Ruhe und Normalität deutlich spürbar.

Die Weimarer Republik und der gescheiterte Putschversuch der NSDAP unter Adolf Hitler beschäftigen die Bevölkerung. Errungenschaften wie der Einzug moderner Geräte in der Landwirtschaft und in den Haushalten sowie eine gesicherte Versorgung mit elektrischem Strom werden von den Menschen auf Gut Greifenau und den Bewohnern des gleichnamigen Dorfes begrüßt.

Konstantin Graf von Auwitz-Aarhayn und seine Ehefrau Rebecca sind nach dem Tod des Familienpatriarchen die neuen Gutsherren auf Greifenau. Die ehemalige Lehrerin Rebecca entpuppt sich als einfühlsame und gerechte, vor allen Dingen aber auch äußerst geschäftstüchtige junge Frau. Im aktuellen Band berichtet die Autorin, wie das Ehepaar versucht, das Gut in diesen schwierigen Zeiten vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. Konstantins Schwester Katharina Urban hat sich nach einigen familiären Kämpfen durchgesetzt und kann endlich ihr Medizinstudium aufnehmen. Mit ihrem Ehrgeiz, ihrem Fleiß und ihrer Hartnäckigkeit setzt sie sich beharrlich in dieser Männerdomäne durch und verdient sich schließlich sogar die Anerkennung ihrer Professoren. Ihrem Ehemann Julius ist Katharina in tiefer Liebe zugetan, doch die Immobilien- und Kreditgeschäfte fordern dessen gesamte Energie und Aufmerksamkeit. Zu guter Letzt kommt es im engsten Familienkreis zu schweren Konflikten, als ein wohl gehütetes Geheimnis gelüftet wird, wobei die unverhältnismäßigen Ansprüche und der schreckliche Standesdünkel der alten Gräfin Feodora die Situation noch zu verschärfen drohen…

Die mit großer Spannung erwartete Fortsetzung dieser interessanten Buchreihe bot erneut facettenreiche Einblicke in die Geschicke derer von Auwitz-Aarhayns. Hervorragend gezeichnete handelnde Figuren machten die Lektüre zu einem Abenteuer. Ich durfte die persönliche Entwicklung der Personen dieses Buches miterleben und sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten. Das Hauptaugenmerk lag zwar auf Konstantin und Rebecca, Katharina und Julius wurde jedoch ebenfalls sehr viel Aufmerksamkeit zuteil. Der Schauplatz wechselte immer wieder zwischen Gut Greifenau und Berlin, die Geschwister Nikolaus und Alexander von Auwitz-Aarhayn spielten für die Handlung relevante Rollen. Nikolaus vermisst seine ehemalige Stellung als Offizier und seine aristokratische Befehlsgewalt, er wird politisch aktiv und knüpft fragwürdige Kontakte. Alexander träumt von einer Karriere als Musiker, bekommt sein Leben jedoch nicht in den Griff. Anastasia, Gräfin von Sawatzki, erhielt nur kleine Gastauftritte im Buch, während ihre hochnäsige und anstrengende Mutter Feodora mit ihrer adeligen russischen Verwandtschaft erneut die Geduld ihrer Mitmenschen strapazierte. Hanna Caspian befasste sich ausgiebig mit der Dienerschaft und den Dorfbewohnern auf Greifenau. Es hat mir Freude bereitet, die Geschicke des frischgebackenen Gutsverwalter-Ehepaares Albert und Ida Sonntag, des traurigen Stubenmädchens Wiebke Plümecke, des obersten Hausdieners Theodor Caspers, der sympathischen Köchin Bertha Polzin und des sportverrückten Hausburschen Kilian Hübner weiter verfolgen zu dürfen. Der im letzten Band nach Amerika ausgewanderte Eugen Lignau wird von der gesamten Dienerschaft schmerzlich vermisst, der berechnende Melker Gustav Minkwitz wird immer unbeliebter, und in Leah Rosenthal betritt eine neue, sympathische Figur den Schauplatz des Geschehens. Rebeccas Eltern Lorenz und Walburga Kurscheid sowie ihre Schwester Karoline sind nach dem Scheitern ihrer Existenz in Berlin nun ebenfalls auf Gut Greifenau eingezogen, sie müssen ihren neuen Weg im Leben noch finden. Es tauchen darüber hinaus noch etliche weitere Nebenfiguren aus den Vorgängerbänden auf, welche in die Ereignisse auf Gut Greifenau eingebunden sind.

Der äußerst einnehmende Schreibstil der Autorin und der starke Fokus auf die Geschicke der einzelnen handelnden Figuren gestalteten auch diesen fünften Band zu einem Pageturner. Ich fühlte mich durch diese Fortsetzung hervorragend unterhalten und durfte das Leben in dieser schwierigen Nachkriegszeit von Seiten des Adels, aber auch aus der Sicht der ländlichen Bevölkerung und Dienerschaft betrachten.

„Silberstreif“ war eine Lektüre, die mir ausgezeichnet gefallen hat. Ich vergebe begeisterte fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung und freue mich bereits auf den finalen Abschlussband!

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Rezensionen von gletscherwoelfchen:

Konnte meinen hohen Erwartungen leider nicht ganz standhalten

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni) von Bianca Iosivoni

Valkyren sind ein fester Bestandteil der nordischen Mythologie. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, die Seelen verstorbener Helden sicher nach Valhalla zu begleiten. Als Tochter einer Valkyre wächst Blair von klein auf mit dem Wissen rund um jene starken Frauen auf, ist aber doch kein Teil von ihnen.

Denn sie besitzt keine eigenen Kräfte, hat nichts mit den anderen Valkyren zu tun. Bis eines Tages ihre Mutter und ihre Schwester bei einem Unfall umkommen - und Blair als einzige den Verdacht hegt, dass es sich dabei nicht um einen Unfall handelte. Denn Valkyren können nicht sterben...

Als ich den Klappentext zum Buch gelesen habe, war ich direkt Feuer und Flamme. Ich liebe die nordische Mythologie und im Zusammenspiel mit guter Romantasy waren meine Erwartungen recht hoch.
Leider wurde ich im Folgenden ein wenig enttäuscht. Zwar war der Prolog der Geschichte durchaus vielversprechend - spannend, flüssig zu lesen und wirklich fesselnd - im nächsten Drittel hat dies leider jedoch nachgelassen. Stattdessen mangelte es der Geschichte in vielen Passagen an Tiefe, einige Dinge wurden mir zu oberflächlich und abrupt abgehandelt. Gleichzeitig zog sich alles unheimlich in die Länge, sodass ich nur sehr schwer vorankam. Zu viel unnötiges, zähflüssiges Hin und Her und anfangs nur recht wenig Bezug auf die Mythologie, mit der das Buch nunmal beworben wird, minderten den Lesespaß.
Das Durchkämpfen hat sich im Nachhinein jedoch ausgezahlt. Denn nach der ersten Hälfte ging es steil bergauf. All das, was mir zuvor gefehlt hatte, wurde hier gut umgesetzt. Spannung, Fantasy und auch eine zarte Liebesgeschichte wurden gekrönt von weitreichenden Intrigen und Verwicklungen. Auch die ein oder andere Überraschung wurde hier parat gehalten, sodass ich stets gespannt auf die nächsten Seiten war.

Leider konnte besagte zweite Hälfte nicht alles wieder rausholen, sodass ich wegen des Einstieges einige Sterne abziehen muss. Nichtsdestotrotz werde ich dem zweiten Band wohl noch eine Chance geben, da das Ende mit dem fiesen Cliffhanger mich sehr neugierig gestimmt hat.
3/5 Sterne

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Ganz okay...

Küsse im Aprikosenhain von Persephone Haasis

Nach "Ein Sommer voller Himbeereis" wartete ich gespannt auf den neuen Roman von der sympathischen Autorin Persephone Haasis und hatte aufgrund ihres mir bereits bekannten, wunderbaren Schreibstils recht hohe Erwartungen an das Werk.

Nathalies Freund bittet sie um etwas Abstand - er möchte sich nach vier gemeinsamen Jahren über seine Gefühle für sie klarwerden; hierzu reist er mit dem gemeinsamen (von ihr bezahlten) Campingwagen ins sonnige Frankreich.

Mit dabei ist allerdings auch seine flirtlustige Arbeitskollegin…die er kurzerhand zu seiner neuen Freundin erklärt und Nathalie per Postkarte den Laufpass gibt. Ziemlich bitter, oder? Nathalie lässt diese Schmach nicht auf sich sitzen und reist dem Möchtegern-Blogger, der sie schon viel zu lange mit plumpen Ausreden abgespeist hatte, wutentbrannt hinterher. Eine Autopanne später und nachdem sie sämtliche Wertsachen unterwegs verloren hat, steht sie mitten in der französischen Pampa einem muffeligen Traktorfahrer gegenüber: Felix. Gnädigerweise nimmt dieser Nathalie und ihren Findelhund mit in den nächsten Ort und ahnt nicht, dass Nathalie demnächst ein Gästezimmer auf seinem Hof beziehen und sich bald in das Herz seiner Familie schleichen wird. Doch Felix hat der Liebe abgeschworen und außerdem will die Deutsche ohnehin bald wieder abreisen. Oder…?

Die Location ist einfach traumhaft gewählt worden – die detaillierten Beschreibungen zaubern direkt die wunderschöne Natur Frankreichs herbei – blühende Lavendelfelder, wohin das Auge blickt. Ein reizendes, verschlafenes kleines Dorf, wo jeder jeden kennt. Ein Aprikosenhof mit einer Familie, die so herzlich ist, dass man am liebsten nicht mehr abreisen möchte. Auch das mit Früchten verzierte und in kräftigen Farben gehaltene Cover fängt das Wohlfühlfeeling perfekt ein!

Die Figurenzeichnung von Nathalie hat mir insbesondere am Anfang des Romans sehr gefallen – man lernt sie schnell kennen und mögen; vor allem, als sie sich des ausgesetzten kleinen Hundes angenommen hat, sammelte sie jede Menge Pluspunkte bei mir.

Im Laufe der Handlung schleichen sich aber leider einige Längen ein. So gut mir die Atmosphäre und der Aufbau der Geschichte gefallen haben, so zäh sind teilweise manche Passagen im MIttelteil. Die viel zu ausführlichen Beschreibungen von der Marmeladen- bzw. Naturkosmetika-Herstellung kamen mir ungeheuer langatmig vor und bremsten die eigentliche Story aus. Das Prickeln zwischen Nathalie und Felix war für mich kaum spürbar. Auch die Tatsache, dass die Hofbesitzer ohne Nathalie komplett verloren und überfordert schienen mit ihrem regulären Alltag, wirkte auf mich ziemlich unglaubwürdig. Plötzlich taucht eine Marketing-Fachfrau bei ihnen auf, die sich mit Handlettering auskennt, ein paar Schildchen zeichnet und dank eines aus heiterem Himmel wiedergefundenen alten Kräutertagebuchs den ausschlaggebenden, womöglich rettenden Geistesblitz hat – naja … Die angenehmen Nebenfiguren gleichen dieses Manko gut, wenn auch nicht vollständig aus.

Fazit: An den Vorgängerband reicht das Buch leider bei Weitem nicht heran, doch es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die man gerne lesen kann, um sich den Sommer für ein paar Stunden zurückzuholen.

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Rezensionen von Claudia R:

Fluch und Segen

Küsse im Aprikosenhain von Persephone Haasis

Klappentext:

Ein normales Leben gehört zu den Dingen, die sich Ruby hart erkämpft hat, denn sie wahrt ein Geheimnis: Ihre wahre Identität!
Als Hüterin einer unvergleichlichen Gabe, die ihr Fluch und Segen zugleich ist.
Geflohen vor ihrer Vergangenheit und einer Zwangsheirat mit dem König von Giarnarni, wähnt sie sich in Sicherheit.

Es gelingt ihr, sich auf der Erde zu verstecken, doch dann wird sie in ihre Heimat entführt.
Ist damit ihr Schicksal besiegelt?

Cover:

Einwunderschönes Cover, welches mit den Kontrasten spielt. Der Hintergrund ist ganz schwarz und die Elemente sind weiß, schatten-, schemenhaft hervorgehoben. So erkennt man einen Baum, dessen Blätter fallen und an dem ein Käfig hängt, in dem sich eine junge Frau befindet. Auch der Mond ist erkennbar, sowie die Gestalt eines Drachen auf den Mond zu. Das Cover hat etwas magisches an sich und mir persönlich gefällt es richtig gut. Toll gestaltet und gezeichnet.

Meinung:

Dies ist der Auftakt einer Reihe aus mehreren Bänden. Die Gestaltung des Buches hat mir persönlich sehr gut gefallen. Jedes einzelne Kapitel ist wunderschön gestaltet und verziert. Besonders die Kapitelanfänge stechen heraus. Auch die Gliederung und die Kapitellänge hat mir sehr gut gefallen und lies sich angenehm lesen. Die Kapitelüberschriften sind gut gewählt und verraten nicht zu viel, leiten aber die Kapitel sehr gut ein.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und man kommt sehr gut und leicht voran. Die Ereignisse werden schlüssig und nachvollziehbar dargestellt.

Mit der Protagonisten musste ich erst ein wenig warm werden, da sie stellenweise etwas zickig und egoistisch rüber kommt, dennoch konnte ich mich recht gut in sie hineinversetzen und sie zum Teil auch recht gut verstehen. Man wird in eine andere fantastische und wundervolle Welt entführt.

Ruby hat eine unbeschwerte Kindheit, doch als sie den König von Giarnarni heiraten soll flieht sie von ihrem Heimatplaneten auf die Erde. Sie hat von einer Fee die Gabe des Glucks erhalten, aber dies bringt nicht immer nur Vorteile mit sich. Auf der Erde wird sie entdeckt und zurück nach Giarnarni gebracht.

Doch zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Da ich hier nicht zu viel vorweg nehmen möchte.

Eine zauberhafte, spannende und fesselnde Geschichte, welche auch durchaus zum nachdenken anregt. Die Charaktere brauchen ein wenig um zu wirken, aber wenn man einmal mit ihnen warm geworden ist, möchte man gern mehr erfahren und wissen wie es weiter geht.

Durch die Schreibweise aus der Ich-Perspektive von Ruby kommt man sehr gut in ihre Gedanken und Gefühle hinein und nach und nach kann man sie immer besser verstehen und nachvollziehen.

Mir hat dieser Auftakt sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt auf die weiteren Bände dieser Reihe. Spannende, fesselnde und faszinierende Unterhaltung.

Fazit:

Die Gabe des Glücks - Fluch und Segen zu gleich, fesselnde Unterhaltung, die den Leser auch nachdenklich stimmt.

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Rezensionen von yellowdog:

bleibt in Ansätzen stecken

Narrenturm von Andrzej Sapkowski

Andrzej Sapkowski ist ein beliebter Autor, daher wollte ich ihn auch einmal lesen.
Der Ansatz von Narrenturm ist gut und umfangreich, aber ein wenig enttäuscht bin ich doch von der forcierten Leichtigkeit. Den Anfang finde ich sogar etwas albern. Reynevan wirkt zu naiv. Ein schwacher, kaum reflektierender Protagonist, der die Schwäche des Roman ist.

Mit der Zeit gewöhnt man sich an den parodistischen Ton.

Reynevan kommt man auf seiner Flucht weit rum und trifft viele Leute. Leider verschwindet so manche interessante Figur auch schnell.

Die Stärke des polnischen Autors liegt in den Beschreibungen, die dann zusammen mit den Dialogen tatsächlich ein mittelalterliches Feeling verbreiten.

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Rezensionen von begine:

Teenager in Neapel

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen von Elena Ferrante



Die Schriftstellerin Elena Ferrante wurde mit ihrer neapolitanischen Saga bekannt.

„Das lügenhafte Leben der Erwachsenen“ spielt in den 1990er Jahren in Neapel. Der Roman hat die bekannte Art der Saga.

Diesmal spielt der Roman in der Oberstadt, da leben die reicheren Menschen.
Die Geschichte wird von der 13jährogen Giovanna erzählt.

So erfährt man hautnah ihre Empfindungen.
Sie hört, das ihr Vater sagt, sie wäre wie ihre Tante Vittoria. Die wohnt in der Unterstadt, von da stammt auch ihr Vater, der hat sich heraufgearbeitet.

Giovanna beobachtet jetzt die Erwachsenen und ist erschüttert. Nichts ist mehr wie sie dachte.
Sie ist ein Teenager, der typischerweise rebelliert, sie macht Erfahrungen mit der Sexualität.

Die Autorin zeigt den Unterschied der Personen der Ober- und Unterschicht in Neapel, mit angenehmer Sprache.

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