Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Minangel:
Starkes Patriachart und Geheimnisse – gute Mischung zum Lesen
Das Unrecht der Väter von Ellin Carsta
Meine Meinung: Ich mag sehr gerne Erzählungen vom Anfang des 20. Jahrhunderts! Das liegt wohl daran, dass ich am liebsten in Downton Abbey eingezogen wäre ???? Somit war ich hier sehr gut bedient und wurde gleich in die Häuser der drei alternden Freunde und deren Familien katapultiert. Mir gefallen die starken Frauenrollen, sei es die angeheiratete Frau oder rebellierende Tochter, mit ihren Geheimnissen und dass sie in der damaligen Zeit auf ihre Art sich durchsetzen konnten und die Stricke in Händen hielten.
Einiges passiert in der Erzählung und Geheimnisse bleiben verborgen, wobei der Vorhang leicht gelüftet wird. Sympathieträger sind nicht wirklich alle Protagonisten, einige Ekel sind dabei und das macht den Roman auch interessant. Das geschichtliche Setting tut seinen Rest dazu, da gerade die Nazis an die Macht kommen und sich Sympathisanten auch unter den Protagonisten finden, genauso wie Skeptiker. Wir wissen ja, die die Geschichte endet und das berührt emotional. Die Lust im nächsten Band weiter zu lesen bleibt, genauso wie die Hoffnung, dass einige sich noch zum Besseren ändern…
Fazit: die Autorin schaffte durch Wechsel der Erzählperspektiven einen flott erzählten spannend bleibenden Roman. Ich musste konzentriert bleiben, um die unterschiedlichen Namen, Familienzweige und Erzählperspektiven nicht zu verwechseln. Für mich gibt es 4 sehr gute Sterne auf Porzellan gemalt.
Rezensionen von barbara.liest:
Familiengeschichte mit Lakritzgeschmack
Das schwarze Gold des Südens von Tara Haigh
m Bamberg von 1887 lebt die Familie Imhoff, welche ein Lakritzimperium betreibt das durch einen Parasitenbefall und die Zuckerrübenbauern kurz vor dem Konkurs steht.
Der Vater, ein Patriarch, glaubt die Fäden in der Hand zu haben, die Mutter ist die Sanftere und gefühlsbetonter.
Die Tochter Amalie heiratet die rechte Hand ihres Vaters aus Vernunft, denn von Liebe weiß sie zu diesem Zeitpunkt noch nichts.
Sie versucht gemeinsam mit ihrem Vater und ihrem Mann den Betrieb zu retten. Auf der Reise in den Süden Italiens tun sich für sich aber auch andere Wege auf.
Die Tochter Elise reist nach dem tragischen Tod der Mutter mit ihrem heimlichen Liebhaber Hals über Kopf nach Paris um dort ein neues Leben zu beginnen.
Zwei Schwestern aus einer Familie die unterschiedlicher nicht sein können und die sich für zwei ganz gegensätzliche Lebensformen entscheiden.
Die Autorin beschreibt die Zeit des 19. Jahrhunderts sehr treffend, hebt die Rolle der Frauen damals hervor und scheint sich auch mit der Lakritzproduktion gut auseinander gesetzt haben.
Die Geschichte ist ganz nett, auch wenn sie stellenweise ein wenig langatmig war.
Rezensionen von KimVi:
Definitiv nichts für schwache Nerven
Der Spiegelmann von Kepler Lars
Eine Mitschülerin beobachtet, wie Jenny auf dem Heimweg von der Schule entführt wird. Doch, trotz der Augenzeugin, bleibt Jenny spurlos verschwunden. Mittlerweile sind fünf Jahre vergangen. Auf einem Spielplatz wird Jennys Leiche gefunden. Sie wurde grausam hingerichtet. Doch warum jetzt und wo war sie all die Jahre? Joona Linna wird mit den Ermittlungen betraut.
Doch der einzige Zeuge, der offenbar den Mord an Jenny beobachtet hat, ist traumatisiert und kann nicht über seine Beobachtungen sprechen. Joona Linna ahnt, dass die Zeit drängt, denn er hat die Vermutung, dass Jenny nicht das einzige Opfer des perfiden Täters ist. Deshalb bittet er Erik Maria Bark, den Hypnotiseur, um Hilfe...
"Der Spiegelmann" ist bereits der achte Fall für Joona Linna. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ermittlungen aber auch dann folgen, wenn man noch keine Vorkenntnisse hat. Um die privaten und beruflichen Nebenhandlungen der Hauptcharaktere und ihre Weiterentwicklung zu verfolgen, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.
Das Autorenduo Lars Kepler schafft es wieder mühelos, gleich anfangs ein hohes Tempo vorzulegen, wodurch man sofort mitten im Geschehen ist und gebannt der Handlung folgt. Zwar flacht die früh aufgebaute Spannung zunächst etwas ab, doch interessant bleibt der Thriller allemal, da die Charaktere eingeführt werden und man mit der Zuordnung beschäftigt ist. Wechselnde Perspektiven sorgen jedoch dafür, dass das etwas reduzierte Tempo schnell wieder anzieht.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm lesbar. Handlungsorte und Protagonisten werden dabei so lebendig beschrieben, dass man sich alles mühelos vorstellen kann. Allzu zartbesaitet sollte man allerdings nicht sein, denn es kommt zu Szenen, die wahre Gänsehautmomente hervorrufen und selbst erfahrenen Thriller-Lesern eiskalte Schauer über den Rücken laufen lassen. Der Täter ist nicht so leicht zu enttarnen. Immer, wenn man meint, dass man bei den eigenen Überlegungen einen Schritt weiter ist, kommt es zu Wendungen, die dafür sorgen, dass man die eigene Theorie über den Haufen werfen und neu ansetzen muss. Das macht einen großen Reiz der Handlung aus und steigert die Spannung stetig. Das Ganze gipfelt schließlich in einem hochspannenden und überraschenden Finale.
Ein spannender Fall für Joona Linna, bei dem man als Leser allerdings nicht zu zartbesaitet sein sollte.
Rezensionen von Castilleja:
Nicht witzig
Gans Ernst von Jimmy Kimmel von Jimmy Kimmel
Das Buch ist einfach herrlich. Gelesen ist es schnell, wenn man als Erwachsener nur mal eben reinschauen möchte, doch das ist viel zu schade, denn die Zeichnungen muss man einfach näher anschauen, vor allem den wechselnden Gesichtsausdruck und die Körperhaltung der Gans. Hier wird viel gefordert und beim Vorlesen hat es dann doch viel länger gedauert - vor allem, weil es sehr schwieirig ist, ernst dabei zu bleiben.
Auf einer Seite ist ein Spiegel angebracht und auf der gegenüberliegenden Seite sind Anweisungen, wie man es doch versuchen soll, diese Gans zum Lachen zu bringen, denn das wird doch eh nicht gelingen, selbst wenn man wie eine Zwiebel schauen soll - wie bitte schön macht man das? Das konnten wir noch nicht herausfinden, doch das gelingt sicherlich noch. Seiten mit relativ viel Text wechseln sich ab mit solchen, die wenig Text und auch nicht so viele Zeichnungen enthalten. Ein überhaupt nicht lustiges Buch, bei dem man nicht weiß, wie lachen funktioniert. Oder so ähnlich...
Rezensionen von rewareni:
Was damals geschah
Wittgensteiner Schatten von Sandra Halbe
Caroline König ist nicht gerade glücklich darüber, dass ihre Strafversetzung beim BKA sie zurück in ihre alte Heimat Bad Laasphe im Wittgensteiner Land führt, wo sie wieder bei ihrer Mutter wohnt und ihren alten Freund Alex trifft, der ebenfalls bei der Polizei arbeitet. Der letzte Fall ihres verstorbenen Vaters hat sie damals völlig aus der Bahn geworfen und genau dieser Serienmörder will kurz vor seinem Tod Antworten auf die ungelösten Fragen zu den vier toten Frauen geben.
Für Caro wird es ein langer und harter Weg werden, denn der Mörder Robert Hellmar betreibt mit ihr ein Katz- und Mausspiel, wo er nur ihre Fragen beantwortet, wenn auch sie bereit ist, seine Fragen zu beantworten. Mit der Zeit dringt sie immer tiefer in die Gefühlswelt von Hellmar ein und Caro bemerkt, dass er anscheinend doch nicht der kaltblütige Mörder ist, wie man es von einem Serienmörder annimmt. Aber auch ihre Gefühle ändern sich, nicht nur zu ihrer Mutter, sondern auch zu Alex und viele Erinnerungen von früher kommen bei ihr hoch.
,,Wittgensteiner Schatten“ ist der berührende und spannende Kriminalroman aus der Feder der Autorin Sandra Halbe. Ihr Krimi überzeugt von Beginn weg und die ,,Beziehung“ zwischen dem Mörder Hellmar und Caro ist zwar ungewöhnlich, aber glaubhaft dargestellt. Man begibt sich als Leser auf eine spannende Schnitzeljagd und man tappt wie Caro immer wieder im Dunkeln. Dabei schafft es die Autorin nicht nur die Kommissarin sondern auch den Leser immer wieder zu überraschen und führt dabei Wendungen herbei, mit denen man nicht gerechnet hat. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm und es gelingt ihr dabei sogar, dass man Hellmar sympathisch findet und mit ihm mit leidet. Der Auslöser dieser Leidensgeschichte ist sogar recht aktuell und erschüttert gleichermaßen. Die Protagonisten agieren alle glaubwürdig und die zwischenmenschlichen Probleme und Ängste besonders zwischen Caro und Alex werden ebenfalls gut erzählt. Ein sehr emotionaler Roman, mit einem unerwarteten, aber schönen Ende, wo man sich freut, wenn es mit Caro eine Fortsetzung gibt.
Rezensionen von Lesemama:
Pascal und der käsekuchengelbe Alptraum
Wittgensteiner Schatten von Sandra Halbe
Bewertet mit 5 Sternen
Zum Buch:
Pascal lebt im Internat Karlssee, vom Stiefvater und seiner Mutter abgeschoben und einsam kommt er auf die verrücktesten Ideen. So muss das Schulskelett Knochenkalle schon mal für einen Scherz herhalten, oder halt der Rollator von Ingelotte, den Pascal im Teich versenkt.
Als Strafe muss er in den Sommerferien, die er mal wieder im Internat verbringen muss, in der käsekuchengelben Residenz Sonnenstrahl, in der Ingelotte lebt, Tee kochen und bei sonstigen Tätigkeiten helfen. Ganz nebenbei freundet er sich mit Ingelotte ab, denn für eine alte Frau ist sie echt klasse ...
Meine Meinung:
Mich sprach die Kurzbeschreibung an und auch das Cover finde ich ganz gelungen.
Als ich dann anfing zu lesen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mir viel Humor und trotzdem sehr berührend erzählt die Autorin, was Pascal und Ingelotte so alles erleben. Ein sehr abenteuerliche Geschichte über Freundschaft, über Freunde, die dem einsamen Pascal die Familie ersetzen. Denn das er so ein Schlitzohr ist und allerhand Dummheiten ausheckt entspricht eigentlichnicht seinem Charakter, sondern ist der Wut entsprungen, die Pascal fühlt. Und genau dieses Thema, dieses Gefühl hat die Autorin sehr berührend, aber auch sehr humorvoll in die Geschichte gepackt.
Abwechslungsreich und kurzweilig erzählt ist das Buch absolut Lesenswert. Ich habe es jedenfalls sehr gerne gelesen und kann es absolut empfehlen.
Rezensionen von S.:
Tolle Freundschaft in der Vorweihnachtszeit
Kleiner Weihnachtsbaum von Gary Cooper
Winterliche Atmosphäre, zwei Kinder in verschneiter Landschaft. Ein kleiner, einsamer Weihnachtsbaum. Hübsch sieht er aus, glitzert und hält tapfer jedem Sturm stand. Aber vor den Menschen fürchtet er sich. Dabei sind z.B. Kai und Klara sehr nett. Sie spazieren durch den Wald und entdecken allerlei Tiere.
Leider verirren sie sich ... Was dann geschieht, ist fantastisch, schön und einfach wunderbar.
Hätte ich einem Gary Cooper nicht zugetraut, dass er solch eine liebenswerte Erzählung schreibt, sehr passend zur Vorweihnachtszeit und emotional ansprechend. Eigentlich nur für seine Kinder gedacht, glücklicherweise veröffentlicht.
Alla Churikova zeichnet für die kraftvollen und anschaulichen Illustrationen verantwortlich, sie gefallen mir und dem Nachwuchs gut.
Das Buch ist in ungewöhnlichem Format, rechteckig, 30 x 21,5 cm. Ein stabiler Einband, die Seiten in angenehmem Papier gestaltet.
Die Geschichte einer fantastischen Freundschaft aus dem massel Verlag, klimaneutral gedruckt.
Rezensionen von Petra:
Eine Weihnachtsgeschichte
Kleiner Weihnachtsbaum von Gary Cooper
"Kleiner Weihnachtsbaum" von Gary Cooper (Anmerkung:hierbei handelt es sich nicht um den Filmheld, den unsere Großmütter liebten) ist eine etwas andere Weihnachtsgeschichte. Ein kleiner Weihnachtsbaum, der einsam ist, weil er allein auf einem Berg steht, hat Angst vor den Menschen, weil sie einmal im Jahr in den Wald kommen um die schönsten Exemplare der Bäume, die auf der anderen Seite des Berghanges stehen zu fällen.
Aber er wünscht sich sehr den Besuch von den Waldtieren.
Die Geschwister Klara und Kai machen ein Picknick im Wald. .Bald teilen sie mit Hase, Eichhörnchen und Co. .Als sich die Kinder schließlich verirrten, fanden sie den kleinen Baum. Sie schliefen unter ihm ein, gewärmt von den Waldtieren. Der Baum war so happy, dass er ihnen später ins Dorf folgte und zum Schluss noch toll geschmückt wurde.
Eine schöne Vorlesegeschichte und auch noch klimaneutral gedruckt.
Rezensionen von begine:
Liebe bis über den Tod hinaus
Wo du nicht bist von Anke Gebert
Anke Gebert macht uns in ihrem Roman
„Wo du nicht bist“ mit dem Schicksal der Irma Weckmüller bekannt.
Im Klappentext stand, das Erich tot ist und Irma ihn heiraten will. Da dachte ich, das kann doch nicht stimmen. Aber das gibt es doch.
Irma war eine fleißige verantwortliche Frau. Nach dem Tod der Mutter kümmert sie sich um die Schwester Martha.
Die arbeitet als Hausgehilfin und wird von Hausherrn zum Sex gezwungen und wird schwanger.
So lernt Irma den Dr. Erich Bragenheim kennen. Die beiden verlieben sich ineinander.
Er ist Jude und der Nationalismus
verbietet die Heirat.
Nach dem Krieg sucht sie einen Anwalt, der ihr helfen soll, das sie Erichs Frau werden kann.
Anke Gebert zeigt diese besondere Liebe, trotz Problemen hält Irma an Erich fest.
Die Autorin beschreibt das alles bildhaft, glaubhaft und einfühlsam. Diese emotionale Geschichte geht auf eine wahre Begebenheit zurück.
Das Werk ist beeindruckend und lesenswert.
Rezensionen von Baerbel82:
Blutig und brutal
Der Spiegelmann von Lars Kepler
„Der Spiegelmann“ von Lars Kepler ist bereits der achte Fall für Joona „Superstar“ Linna. Um es gleich zu sagen, ich war mehrmals kurz davor, das Buch abzubrechen: Jede Menge Gewalt und Tod. Immer wieder sollen Beine oder Füße abgesägt werden und Schlimmeres...
Jenny, eine 16-jährige Schülerin, verschwindet auf dem Heimweg spurlos.
Fünf Jahre später wird sie auf einem Spielplatz, mitten in Stockholm, ermordet aufgefunden. Das Mädchen ist wahrscheinlich nicht das einzige Opfer. Denn in einem weiteren Handlungsstrang lernen wir Pamela und Martin kennen. Ihre Tochter Alice verschwindet bei einem Angelausflug mit ihrem Vater.
Wie sich herausstellt, war Martin auch am Tatort, als Jenny starb. Aber er kann sich nicht erinnern. Und so bittet Joona den Hypnotiseur Erik Maria Bark um Hilfe...
Lars Kepler ist das Pseudonym des schwedischen Autorenpaares Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. „Lars“ verstehen sie als Hommage an Stieg Larsson, „Kepler“ erinnert an den Astronomen, der das europäische Weltbild erschütterte.
Lars Kepler hat seinen neuen Thriller wieder packend in Szene gesetzt. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Aber auch blutig und brutal - und viel „schmückendes“ Beiwerk. Ab und zu finden sich Verknüpfungen zu den Vorgängertiteln.
Über das Wiedersehen mit Joona habe ich mich gefreut. Joona Linna ist Finnlandschwede und einer der besten Ermittler Schwedens, der auch vor unkonventionellen Methoden nicht zurückschreckt. Zudem sieht er auch noch verdammt gut aus: diese eisgrauen Augen!
Typisch für Schwedenkrimis, auch mit Gesellschaftskritik sparen die Autoren nicht: Es geht um (sexuelle) Gewalt gegen Frauen. Bisschen konstruiert finde ich die Geschichte schon. Aber am Ende ist alles stimmig aufgelöst. Auch der Titel erklärt sich zu guter Letzt.
Fazit: Packender Pageturner. Weiter so!









