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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marie aus E.:

Ruhiges und sehr schönes Buch

Elchtage von Malin Klingenberg

Hier hat mich das schöne Buchcover wieder gelockt und es hat nicht zu viel versprochen, auch der Inhalt hat mich überzeugt.

Johanna ist ein Mädchen, das Veränderungen nicht so gerne mag. Leider hat ihre ehemals beste Freundin sich verändert, sie möchte lieber bei den angesagten Mädchen der Klasse mitmischen.

Johanna kann dem Mode und Jungs-Gerede aber so gar nichts abgewinnen und bleibt deshalb lieber für sich.

Das Buch ist eher ruhig, man ist in einem angenehmen Lesefluss und liest einfach so vor sich hin. Ruhig, aber keineswegs langweilig oder langatmig, mit einer Grundstimmung des Nicht-Verbiegens der Hauptdarstellerin und viel Natur. Das hat mir sehr gut gefallen.

Die Themen des Buches sind die, die Heranwachsende umtreiben. Der Verlust von langen Sandkastenfreundschaften, Veränderungen und neue Interessen durch die Pubertät, erste zarte Liebe und Natur- bzw. Tierschutz. Das war hier schön umgesetzt, besonders gelungen fand ich hierbei, dass es keine Schwarz-Weiß-Darstellung war.
Johanna ist Vegetarierin und Tierliebhaberin, ihre Eltern begeisterte Jäger. Das Verhältnis ist gut und wird auch nicht durch die unterschiedlichen Einstellungen groß belastet. Oder auch Johannas Liebe zu den Elchen: obwohl sie sich um ihr Überleben sorgt, hat sie doch den großen Wusch, auf ihnen zu reiten oder füttert sie mit Popcorn. Menschen, die man mag, tun Dinge, die man nicht gut heißen kann.
Solche Widersprüche gibt es öfter im Buch, es wird nicht gewertet, sondern einfach stehengelassen. Das hat hier für mich gut gepasst und so ist das Leben nun auch mal.

Ein richtig schönes Buch, das ich mit einem sehr zufriedenen "Hach ja" zuschlagen konnte.

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Rezensionen von liesmal:

Zwischen Traum und Wirklichkeit

Time Travel Girl: 1989 von Susanne Wittpennig

Eine Zeitmaschine, die es möglich macht, eine „Reise“ in die Zukunft zu machen? Dieser Gedanke ist so unvorstellbar, dass ich kaum begreifen kann, wie es Susanne Wittpennig, der Autorin von „Time Travel Girl“ gelingen konnte, mich derart an das Buch zu fesseln, dass ich beim Lesen zu keinem Zeitpunkt daran gedacht habe, dass hier Fiktion und Realität miteinander verschmelzen.

Ich war wirklich mittendrin. Durch die bildhafte Beschreibung ist es leicht, ins Jahr 1989 einzutauchen und mich wohl zu fühlen mit den Erinnerungen an die Musik und den Begegnungen mit Walkman, mit Bandsalat… Das Internetzeitalter schien noch so weit entfernt!

Lisa und Zac sind 16, tüfteln an einer Zeitmaschine und glauben fest an den Erfolg. Diese Vorstellung kann Britt, Lisas einzige Freundin, so gar nicht teilen. Anders Doc Silverman, der als Vater unsagbar stolz ist auf Zacs Intelligenz und den Eifer, mit dem er seine Pläne verfolgt. Wenn da nur nicht der Bösewicht Ash wäre!

Mir gefällt, dass in der Geschichte auch die christlichen Werte einen großen Raum einnehmen. Ich fand es toll, auch mal das Buch zur Seite zu legen, um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Wie entwickelt sich mein Leben? Was wäre, wenn ich mich anders entscheiden würde als geplant? Welchen Weg gehe ich und welchen Einfluss kann ich auf das Leben anderer nehmen?

Besonders berührt mich alles, was ich über die Freundschaft zwischen Momo und Lisa lese. Wie sehr man geprägt wird durch die Familie, beschreibt die Autorin sehr eingehend und gewissenhaft.

Meine Gefühle schlagen Purzelbaum und bewegen sich in einem ständigen Auf und Ab. Der Spannungsbogen ist zum Zerreißen gespannt, lässt aber nicht nach, auch nicht am Ende des Buches.

Ein fieser Cliffhanger beendet das Buch, den ersten Teil einer Trilogie. Nur gut, dass inzwischen alle drei Bücher erschienen sind!

Ich denke, dass das Buch nicht nur Jugendlichen, sondern Menschen aller Altersklassen ein besonderes Lesevergnügen bereitet. Meine Empfehlung dafür kommt aus vollem Herzen!

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Rezensionen von C. P.:

Macht, Moneten, Männlichkeit

Die Freimaurer von John Dickie

Die Freimaurer - viele haben bereits von ihnen gehört oder gelesen, manchmal in Verbindung mit Verschwörungstheorien oder als Thema in Romanen oder Filmen. Doch kaum einer, der nicht selbst Mitglied ist, weiß, was es mit diesem Geheimbund überhaupt auf sich hat. Oder ist es gar kein Geheimbund, sondern ein Bund mit Geheimnissen? John Dickie ist Historiker am University College London und Mafiaexperte.

In seinem Buch berichtet er ausführlich über die Anfänge der Freimaurer und wie sich dessen Logen im Laufe der Jahre immer mehr ausbreiteten. Er verdeutlicht die Reaktionen der verschiedenen Staatsoberhäupter, wer beitreten durfte und wer nicht, berichtet über Aufnahmerituale und Werte innerhalb des Bundes. Zudem beleuchtet er verschiedene Theorien, welche über die Freimaurer im Laufe der Zeit aufgestellt wurden, z. B. über die Beteiligung an der französischen Revolution oder der Gründung der Mafia und warum die Pyramide mit dem Auge darüber auf der Dollarnote abgedruckt ist. Nicht zu vergessen die Illuminati, welche als Teil der Freimaurer wiederholt für diverse Spekulationen sorgten.
Das Buch ist sowohl chronologisch wie auch in verschiedene geographische Bereiche unterteilt aufgebaut. Entsprechend kann man sich beim Lesen recht gut auf einen Bereich zur Zeit konzentrieren wie z. B. Frankreich, England oder Italien. Neben vielen Ereignissen des Zeitgeschehens werden auch viele mehr oder minder berühmte Personen und deren Verbindung zu den Freimaurern erklärt, ebenso lässt sich sehr gut herauslesen, wie immer wieder einige Mitlieder die Werte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität nach eigenen Interessen auslegten und sich für gleicher, also privilegierter hielten als andere. Der ursprüngliche Gedanke wandelte sich immer mehr zum Egoschmeichler mit Macht und Auszeichnung, die Toleranz wurde hier und da gerne mal vergessen. Zudem sorgten die Logen als reine Männervereine für so manch delikate Spekulationen.
All diese Feinheiten hat der Autor sehr aufwendig recherchiert und herausgearbeitet. Sehr umfassend ist zudem die Einbindung ins politische Weltgeschehen, wodurch das Buch einen gewissen Umfang bekommen hat. Das Buch bietet somit eine geballte Ladung fundierter Informationen von der Gründung der ursprünglichen Freimaurer bis in die Gegenwart und ist jedes seiner Seiten wert.

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Rezensionen von C. P.:

Reiche weiße Männer

Amissa. Die Verlorenen von Frank Kodiak

Rica Kantzius arbeitet für Amissa, eine Hilfsorganisation, welche bei der Suche nach vermissten Personen hilft. Ihr Mann Jan ist Privatdetektiv und gemeinsam bilden sie ein ungleiches Team: Sie ist ein IT-Crack, er der Mann fürs Grobe. Im ersten Band der Trilogie um das Ermittlerpaar Kantzius sind die beiden Zeuge, wie ein Mädchen plötzlich auf die Autobahn läuft und bei dem darauffolgenden Unfall ihr Leben verliert.

Angeblich wurde sie von einem Mann mit einer Waffe verfolgt. Kurz zuvor ist nicht weit entfernt ein gleichaltriges Mädchen spurlos verschwunden. Dies und noch einige weitere Vorkommnisse veranlassen das Ehepaar, auf eigene Faust zu recherchieren, sehr zum Unmut des zuständigen Kommissars Arthur König, welcher Jan noch aus seinen früheren Zeiten als Polizist kennt.

"Ich bin der, der die Verlorenen sucht und findet. Ich bin der, der die Gerechtigkeit wiederherstellt. Für Sie bin ich Ihr ganz persönlicher Albtraum. " (Zitat Kap. 14)

Nach einem mitreissenden Start geht es bis zur letzten Seite spannend weiter. Mehrere Perspektivenwechsel, mal aus der Sicht der Opfer, mal aus Ermittlersicht, gestalten den Roman abwechslungsreich und lassen die Verbrechen umso grausamer erscheinen. Neugierig macht der Autor den Leser natürlich auf die Vergangenheit des ungleichen Ermittlerduos, vor allem, warum Jan einst aus dem Polizeidienst ausschied. Ich war im Laufe des Romans auch sehr erstaunt, wie skrupellos die beiden werden konnten, um den hier entführten Mädchen zu helfen. Die Schritte zur Lösung des Falles waren für mich nachvollziehbar, der Fall selbst bis zum Ende hin recht undurchsichtig und somit wenig vorhersehbar.
Die beiden Ermittler waren mir trotz ihrer nicht immer schonungslosen Methoden sympathisch, der Schreibstil ist lebendig und unterhaltsam. Über die NGO Amissa erfährt man im ersten Band noch recht wenig, da schätze ich, werden wohl weitere Details im nächsten Band hinzukommen. Definitiv lesenswert.

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Rezensionen von nil_liest:

Lecker leichte Küche

Amissa. Die Verlorenen von Frank Kodiak

Was soll ich sagen? Zu viel geschlemmt über die Feiertage….Weihnachten auch genussvoll gegessen. Tja, und nun sind natürlich wieder ein paar Kilos mehr auf der Waage, aber da gibt es bei mir schon seit Jahren die Lösung, dass ab Januar nach der ww Methode Punkte gezählt wird.
Es gibt mal wieder ein neue Kochbuch „Satt mit den Zero Heroes“.

Einfach aufgebaut enthält es 70 leckere Rezepte in den Kategorien Geflügel&Fleisch, Fisch& Meeresfrüchte, Gemüse&Hülsenfrüchte, Suppen&Salate und zu guter letzt auch Süßes&Snacks.
Vorneweg wird kurz das neue WW Programm umrissen, sprich wer kein WW macht, kann da schnuppern, wer WW macht, bekommt einen Refresher. Hinzu kommt noch eine Übersicht die einem Rezepte für bestimmte Umstände empfiehlt wie Familientage, Veggiedays usw.
Mein persönlicher Favorit im Buch ist bisher das Curry-Hähnchen-Gratin mit Karotten, mein Mann votet für Linsen-Pilz-Lasagne mit Spinat und die Kids…drei Mal dürft ihr raten: Himbeer-Sykr-Tiramisu!
Was mich überzeugt ist die Vielfalt der Rezepte, das sie trotz leichter Zutaten super schmecken und es nicht mega aufwendig ist diese Dinge zu kochen. Keine Sorge, hier braucht man kein Koch-Profi sein.
Auch möchte ich zwar WW nicht um neue Mitglieder bringen, aber das Kochbuch kann man auch gut nutzen, wenn man nicht Punkte zählt, denn es sind im Endeffekt leichte und gesunde Gerichte für den Alltag!

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Rezensionen von Hannelore Pacher:

Pflegegeld für alle Pflegebedürftigen

Alles zum Pflegegeld (f. Österreich) von Martin Greifeneder; Gunther Liebhart

Dieses Buch ist für alle pflegenden Angehörigen empfehlenswert. Was muss man beim Antrag zu den Pflegestufen wissen, wie bereitet man sich auf den Besuch des Gutachters vor, Klage gegen den Bescheid.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Auf der Suche nach dem goldenen Käfer

Miss Bensons Reise von Rachel Joyce

Ich muss gestehen, ich war lange unsicher, ob ich den neuen Roman von Rachel Joyce lesen soll oder nicht. Doch dann bekam ich ganz tolle Ansichtskarten mit Zitaten aus dem Buch zugeschickt.

"Es passiert so leicht, dass man sein Leben mit Dingen verbringt, für die man kein bisschen brennt. Aber jetzt waren sie endlich unterwegs.

"

"Das Gefühl, wenn man schafft, was man sich niemals zugetraut hätte, ist unbeschreiblich."

Den Zitaten nach hörte es sich nach einer spannenden Reise für die zwei unterschiedlichen Frauen an. Also machte ich mich ans Lesen.

Doch ich kam nicht vom Fleck. "Miss Bensons Reise" konnte mich einfach nicht fesseln. Obwohl - und das muss ich dem Roman zugute halten - die Story immer wieder neue unvorhersehbare Wendungen nimmt, mit denen man wirklich nicht rechnen konnte.

Es passiert recht viel, angefangen von Margery Bensons Aussetzer in ihrer Schule, wo sie Hauswirtschaft unterrichtet, über den Vorsatz nun doch endlich nach Neukaledonien zu reisen um den goldenen weichflügeligen Rosenkäfer zu suchen, wie auch um mögliche Reisebegleiter zu finden, sich endlich auf die Reise zu begeben und anzukommen - und dann gings ja erst richtig los. Trotz pausenlosen Ereignissen und in dem Sinne nicht langweilig, war der Roman es doch: irgendwie langweilig.

Schuld daran ist das Gesamtpaket zwischen zu viel los und einer total überspitzten und übertriebenen Charakterzeichnung, zudem das Gefühl, dass sich fast alles eher nach 1890 denn nach 1950 anhörte, alles märchenhaft wirkte. Item, die Geschichte konnte mich nicht für sich einnehmen.

Es ist praktisch keine normale Figur vorhanden: Margery lebt gewissenhaft nach Plan, fast schon langweilig, gehemmt, tut nichts spontanes und wirkt viel älter, als sie ist. Enid Pretty ist die Extrovertierte mit einem grossen Geheimnis, schafft es aber Menschen für sich zu gewinnen durch ihre Schwatzhaftigkeit und hat absolut keine Hemmungen. Dann gibts noch eine Figur, sagen wir mal sowas wie ein dunkler Schatten, der sehr unsympathisch ist und dem Roman einen Hauch von Thriller gibt. Alle haben sie eine tragische Vergangenheit, die nach und nach erzählt wird.

In diesem Spannungsfeld wird nach dem Goldkäfer in Neukaledonien gesucht. Abenteuerlich und gewagt eigentlich. Mit durchaus schönen Beschreibungen des Urwalds. Aber die beiden Frauen hätten sich nie gefunden in England, so gegensätzlich wie sie sind. Und doch entsteht eine etwas komplizierte Freundschaft, Rachel Joyce will die Frauen jedenfalls unbedingt so sehen - sie haben ja niemand anders auf der Reise, als sich selbst. Mich konnte die Autorin nicht von dieser Freundschaft überzeugen, sie hatte etwas Seltsames an sich.

"Miss Bensons Reise" ist nicht so eindrücklich wie "Harold Fry" und "Queenie", nicht so traurig wie "Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte", nicht so hoffnungslos wie "Mister Frank", aber sehr sehr tragisch.

Fazit: Das Ende ist in etwa die Zusammenfassung des ganzen Romans: komisch, tragisch und unausgereift zugleich.
3 Punkte.

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Rezensionen von Eva:

Ein humorvoller, spannender und sehr symphatischer Landkrimi

Bierbrauerblues von Natascha Keferböck

Ich hatte die Ehre den Krimi als "Erstleserin" zu erhalten und hab mich daher sehr gefreut jetzt die Buchversion in Händen zu halten. Ich hab es ein zweites Mal in 2 Tagen gelesen und mich wieder köstlich amüsiert.
Warum verbringt die hübsche Marie ihre Hochzeitsnacht mit dem feschen Aigner und nicht mit ihrem Mann? Klar, weil der a Depp ist.

Nur das ist der Raphi Aigner auch, zumindest sagt das seine Schwester und die muss es ja wissen. Das der gehörnte Ehemann dann aber in seinem eigenen Bier tot aufgefunden wird und sich die Hinweise auf Marie als Tatverdächtige verhärten und warum diese den Max überhaupt geheiratet hat, ist wirklich spannend und humorvoll aufgebaut. Ich war so im Geschehen gefesselt, das ich dem Aigner gern auch manchmal eine Tachtel verpasst hätte, wie das seine Schwester zu tun pflegt, wenn er sich wieder einmal gar so deppat angestellt hat. Manchmal gewann ich den Eindruck, der Vorname unserer Marie ist an die biblische angelehnt, doch Gott sei Dank ist sie trotz der Lobhudelei ihrer Freunde und Exmänner von Fehltritten nicht gefeit und das macht den Krimi nebst allen anderen Koppelrieder Bewohnern so herrlich menschlich. Fortsetzung folgt und ich freu mich darauf.

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Rezensionen von Ele:

Die Listen-Frau und der Hausmeister

Kissing Chloe Brown von Talia Hibbert

Kissing Chloe Brown, Roman von Talia Hibbert, EBook 400 Seiten, erschienen im Ullstein Taschenbuchverlag.
Es ist nie zu spät um über seinen eigenen Schatten zu springen.
Chloe Brown ist chronisch krank, eines Tages entkommt sie um Haaresbreite dem Tod. Beinahe wäre sie von einem Auto erfasst worden.

Davon aufgerüttelt stellt sie eine Liste mit Vorsätzen für ein neues Leben zusammen. Punkt 1 – von zuhause ausziehen. Dieses Ziel hat sie bereits erreicht und es wäre alles bestens wenn dieser unmögliche Hausmeister nicht wäre. Redfort Morgan, der Mann der jeden mag nur sie nicht.
23 kurze überschaubare Kapitel, mit Epilog und Prolog haben mich bestens unterhalten. Da im Prolog die Geschichte über den beinahe tödlichen Unfall von Chloe erzählt wird, ist es ein Leichtes in Lesefluss zu kommen. Nummerierte Listen und Emojis lockern den Text auf, Gedanken und Emails sind kursiv gedruckt und somit deutlich gemacht. Schlagfertige, lustige Dialoge und ein humorvoller Schreibstil haben mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht. Die erotischen Szenen sind aufregend und in keiner Weise peinlich geschildert.
Dieses Buch der Autorin Talia Hibbert hat mich gut unterhalten, die Lektüre war interessant und hat mir viel Freude gemacht. Ein flüssiger Schreibstil ließ die Seiten nur so dahinfliegen. Die Krankheit Fibromyalgie wurde gut geschildert, dies zeugt für eine gute Recherchearbeit. Eine Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen und mit spannenden erotischen Anteilen geschrieben im personalen Stil abwechselnd aus der Sicht von Red und Chloe, da ist die Leserin wirklich ganz nah dran am Geschehen. Beide Figuren Chloe und Red sind sehr liebenswert und sympathisch. Wobei ich Chloe anfangs eigentlich als mürrisch und griesgrämig empfand, die mir jedoch im Laufe der Lektüre immer sympathischer wurde, weil sie eine große Entwicklung durchgemacht hat, Chloe hat nie aufgegeben und ihre Liste versucht trotz ihrer chronischen Schmerzen tapfer abzuarbeiten. Da die beiden Schwestern der Protagonistin und auch die Großmutter Gigi anfangs viel Platz im Plot einnahmen, hätte ich mehr Anteil dieser Personen in der Geschichte erwartet. Auch Annie, die Frau mit der Katze wurde gut eingeführt und kam dann nicht mehr vor. Da hätte ich mir ein wenig mehr „Präsenz“ gewünscht. Der Charakter Chloe ist gut aufgebaut und hat eine tolle Entwicklung gemacht, das wurde meiner Meinung bei Redfort etwas vernachlässigt, gerne hätte ich etwas mehr über seine „Vorgeschichte und über die Beziehung zu seiner Mutter erfahren. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass mir in der Geschichte etwas fehlt. Die Handlung jedoch ist klar und zu jedem Punkt nachvollziehbar.
Ein Roman zum Entspannen, zum Mitfiebern und zum Genießen. Keine großen dramatischen Verwicklungen, die Zwistigkeiten der Hauptfiguren wurden stets bald geklärt und das Ende war vorhersehbar. Die Message des Buches: Sich von einer chronischen Erkrankung nicht unterkriegen lassen. Ein Wohlfühlbuch für Frauen mit ästhetischen erotischen Szenen. Eine Empfehlung und von mir 3 Sterne.

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Rezensionen von Lesestern:

Barmherzigkeit leben

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist von Bernd Siggelkow

" Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist" von Bernd Siggelkow ist im August 2020 im SCM Verlag Brockhaus erschienen.

Das Jesus Wort aus Lukas 6,36, das die neue Jahreslosung für 2021 ist, bietet für Bernd Siggelkow die Grundlage seiner Gedanken zu den Begriffen Barmherzigkeit und Nächstenliebe.

Der Gründer des christlichen Kinder - und Jugendwerks " die Arche ev.", verbindet in seinen Aussagen seine eigene Biographie und sein Engagement für vernachlässigte Kinder und Jugendliche. Er erzählt, was ihn in seiner Arbeit inspiriert und immer wieder neu bewegt.

Gottes Barmherzigkeit ist für ihn die Antriebsfeder und zugleich sein Vorbild, immer wieder auf Menschen zu zu gehen und ihnen Chancen zu bieten ihr Leben zu bewältigen.

Für ihn bedeutet es, die Menschen insbesondere die Kinder mit Gottes liebenden und wertschätzenden Augen zu sehen und dann auch tätig zu werden.

Mit vielen Ehrenamtlichen und engagierten Gleichgesinnten kämpft er gegen die Kinderarmut in Deutschland.

Auch in Zeiten von Corona lässt er sich nicht vom Ziel abbringen, sondern pflegt weiterhin die Kontakte zu den Familien und wirkt mit aktiven Hilfsmöglichkeiten und Unterstützung vielfältiger Art weiter, auch wenn durch Lockdown Einrichtungen geschlossen sind.



In seinem Buch erläutert er auch den Unterschied zwischen Mitleid und Barmherzigkeit und zeigt anhand praktischer Beispiele, dass barmherzig sein tiefer geht und Auswirkungen nach sich ziehen muss. Denn Barmherzig sein ist das Eine, aber die Einstellung allein genügt nicht. Es müssen auch Taten folgen.

Sein Aufruf Barmherzigkeit zu leben, ist für mich die Quintessenz aus all seinen Gedanken und damit das Ziel der Jahreslosung.



Mein Fazit:

Ein kleines Büchlein mit großen Gedanken, das inspiriert die Jahreslosung nicht nur zu hören und zu lesen, sondern zu leben.

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