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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von C. P.:

Wunderschöne Sammlung literarischer Welten

Wonderlands von Laura Miller

Ein sehr gelungenes und wunderschönes aufgemachtes Buch zum immer wieder mal in die Hand nehmen. Rund 100 Welten wurden hier zusammengetragen, in welchen man sich literarisch verlieren kann, jeweils mit zugehörigen Bildern von Autoren, Covern und so einigem mehr. Von alten Mythen und Legenden bis zu fantastischen Welten der heutigen Literatur und aus verschiedensten Ländern und Kulturen stammend, findet sich hier eine chronologische Sammlung, die auf ihre Art auch die jeweilige Gesellschaft zur entsprechenden Zeit mal mehr, mal weniger widerspiegelt.

Einige Welten hat man vielleicht bereits selbst besucht, andere kennt man nur vom Hörensagen und bestimmt finden sich einige Welten, die man anschließend erleben möchte.
Zu Beginn werden einem z. B. Ovids Metamorphosen, Dantes Göttliche Komödie oder die Edda vorgestellt. Es gibt jeweils eine kurze Beschreibung bzw. Zusammenfassung, worum es geht, Hintergründe werden beleuchtet und eventuelle Einflüsse auf spätere Literatur erwähnt. Interessant wär da z. B. Utopia, welches wegbereitend für spätere Utopien und Science Fiction wurde, oder Gullivers Reisen, Namensgeber für die Suchmaschine Yahoo. Weiter geht es durch die Zeit, durch Märchen wie Narnia und den Zauberer von Oz und es wird die frühere Fassung des Peter Pan erwähnt. Mit der Zeit machen sich politische und wissenschaftliche Einflüsse bemerkbar wie im Viktorianischen Zeitalter oder zu Beginn und Mitte des 20. Jahrhunderts. Orwells Prägung des "Big Brother is watching you" oder die Entstehung des "Cyberspace" sind ebenso zu finden wie Asimovs Roboterregeln oder Lovecrafts Horrorwelt des Cthulhu, jeweils Themen, auf denen viele Autoren später zurückgriffen und auch heute noch immer zurückgreifen. Abschließend finden sich viele Welten, welche sogar verfilmt wurden wie Tribute von Panem, Harry Potter und noch einige weitere. Neben diesen populären Beispielen finden sich allerdings auch viele weniger bekannte Welten. In meinen Augen ein sehr gelungenes Buch, welches es schafft, einen neugierig auf noch unbekannte Welten zu machen und Interessantes zu bereits bekannten Welten bietet.

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Rezensionen von skiaddict7:

Langsame Erzählung

Bären füttern verboten von Rachel Elliott

"Manchmal sieht Einsamkeit so aus. Eine Liste in einem nagelneuen Notizbuch. Eine einzelne Tulpe auf einem grauen Teppich. Eine Frau, die am Meer tanzt. Eine Frau, die von einem Fenster aus zuschaut."

Sydney ist Freerunnerin und Zeichnerin. An ihrem 47. Geburtstag reist sie allein nach St.

Ives, an den Ort, an dem sie nicht mehr war, seit sie 10 Jahre alt war. Der Ort, an dem die Familie damals zerbrochen ist. In St. Ives bleibt sie erstmal allein, bis ein tragischer Unfall sie und eine Reihe der skurrilen Bewohner zusammenbringt.

Die Erzählung entwickelt sich sehr langsam, erst im letzten Viertel nimmt das Buch Fahrt auf. Ich brauchte mehrere Anläufe. Das liegt unter anderem daran, dass die Kapitel wild durcheinander gewürfelt sind und manches erst ganz am Schluss Sinn macht. Die Autorin springt zwischen unterschiedlichen Zeiten und Erzählern, welche ohne Anführungszeichen sprechen, sodass es oft schwierig ist, den Überblick zu behalten. Auch die Gedanken des Hundes finden ihren Platz in der Erzählung. Die ersten drei Viertel des Buches wusste ich nicht, was diese scheinbar wahllose Aneinanderreihung von Geschichten soll, bis sich am Schluss alles fügte. Der Schluss hinterließ bei mir ein warmes, wohliges Gefühl und ein Lächeln auf meinen Lippen. Insgesamt zwar ein schönes Buch, aber nicht einfach zu lesen.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Wohlfühlgeschichte

Verheiratet mit einem Rockstar von Angelika Süss

Am Morgen ihres Geburtstags erwacht Hannah im Klischee aller Klischees: Verkatert, verwirrt und mit einem hässlichen Ring am Finger in Las Vegas. Der halbnackte blonde Mann aus dem Badezimmer erweist sich selbstverständlich auch noch als tätowierter Rockstar – und als ihr neuer Ehemann. Hannah ist sich sicher: Die Ehe zu Jari wird annulliert! Als wäre das Chaos nicht schon perfekt genug, flüchtet sie zusammen mit Jari vor einem Paparazzi-Skandal in dessen Heimatstadt, einem verschneiten Örtchen in Finnland.

Kann sie im romantischen Winterwunderland bei süß duftenden Zimtschnecken und köstlichem Glühwein seiner Anziehung noch länger widerstehen?

Angelika Suess Roman „Verheiratet mit einem Rockstar“ ist das richtige Buch für jeden, der auf Rockstarromances steht, ohne zu viel Bühnendrama zu wollen.
In diesem Buch hier geht es mehr um den Rockstar selbst und um Hannah, die in alles irgendwie nur reingeschlittert ist und weniger um den ganzen Trubel drumherum.
Dabei trumpft dieses Buch mit unglaublich sympathischen Figuren auf.
Hannah gewinnt man als Leser sofort lieb. Sie ist tollpatschig, schlagfertig und mutig. Ich habe jede Seite genossen, auf der ich sie begleiten durfte. Ihre beste Freundin Louisa ist genau der Typ Freundin, den man unbedingt an seiner Seite haben möchte.
Jari ist einerseits typisch Promi andererseits ist er aber auch unser Zimtschneckenrockstar, der sich ganz schnell ins Herz schleicht und dieses zum Schmelzen bringt. Seine laute, liebevolle Familie rundet das Ganze noch ab.
Der Leser begleitet Hannah mit nach Finnland, wo sie versucht, etwas Abstand zur Paparazzi zu bekommen, bis die Ehe annulliert werden kann. Dabei kann man wunderbar begleiten, wie Jari und Hannah sich besser kennen lernen.
In diesem Buch passiert nichts, was man nicht unbedingt erwartet hätte aber gestört hat mich das überhaupt nicht. Diese Geschichte lädt einfach zum Entspannen ein und bereichert die kalten Winterabende ungemein. Ich hatte super viel Spaß beim Lesen dieses Buches und hoffe, irgendwann noch mal mehr mit Hannah und Jari erleben zu dürfen.

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Rezensionen von C. P.:

Nerdig-amerikanischer Roman

88 Namen von Matt Ruff

Irgendwann in naher Zukunft: Die Welt der Virtual Reality (VR) gehört für viele zum Alltag dazu. Vor allem die Welten der MMORPGs (massive multiplayer online role-playing games), in denen viele Spieler aus aller Welt zugleich mit- bzw. gegeneinander spielen können, sind stark gefragt. Und John Chu bietet Neueinsteigern bzw.

Wenigspielern an, gegen entsprechende Bezahlung einen hochgelevelten Charakter zu spielen und die Kunden beim Spielen zu unterstützen, damit sie nicht in den Anfängerleveln herumkrebsen müssen, sondern gleich da einsteigen können, wo es spannender zugeht. Ist zwar gegen die Vorschriften der Spieleanbieter, bringt aber Geld.
Auf diesem Gerüst baut der Autor seine Story auf. Zum Einen gibt es eine etwas eigenwillige Exfreundin, die John Chu Rache geschworen hat und die man im Roman nach und nach kennenlernt, zum Anderen meldet sich bei John Chu ein neuer Kunde, ein gewisser Mr. Jones, der für sehr viel Geld sehr viel erwartet. Grund genug für John Chu zu spekulieren, um wen es sich dabei handeln könnte. Sein Verdacht richtet sich gen Nordkorea und neben so einigen Spieledetails kann man mitverfolgen, wie er nach Beweisen sucht, die seine Vermutung unterstützen.
Zugegeben, das Buch ist recht nerdlastig, auch wenn viele Begriffe aus der Gamerwelt im Anhang, dem sogenannten "John Chus Call-to-Wizardry-Schnellstart-Guide", sowie im Laufe des Romans erklärt werden. Dabei ist "Call to Wizardry" eines der beliebtesten fiktiven VR-Rollenspiele, um die es im Roman geht, wenn auch nicht ausschließlich. Die IRL-Szenen, also "in real life", halten sich zunächst eher bedeckt, der Schwerpunkt liegt zu Beginn auf der virtuellen Welt.
Auch wenn der Autor sich vieles rund um die Spiele hat einfallen lassen - zur benötigten Hardware in der Zukunft erfährt man leider nur wenig. Gut gefielen mir diverse Anspielungen auf die Popkultur. Die Handlung selbst gefiel mir zunächst ebenfalls ganz gut, auch wenn sie von Beginn an stark spielelastig war. Im Laufe des Romans verlor ich leider das Interesse, als das Buch mir immer mehr das Gefühl vermittelte, es sei von einem Amerikaner für Amerikaner geschrieben, weil es verstärkt um Themen ging, die Amerikaner betreffen bzw. interessieren wie Waffen, Prohibition und ein stark verklemmtes Verhältnis zu erotischen Inhalten, was sich u.a. in einem sehr langen Kapitel fast ausschließlich zu diesem Thema äussert ebenso wie in Griefern (Störenfrieden), die sich wie Pubertierende aufführen. Interessanterweise sind Gewalt und Gemetzel wiederum völlig in Ordnung, davon konnte es virtuell gar nicht genug geben.
Wer sich an der nerdigen Komponente und den entsprechenden Begriffen nicht stört, der wird in dem Buch eine kurzweilige und amüsante Unterhaltung finden auf der Identitätssuche von Mr. Jones. Mich haben vor allem der überzogene Fokus auf gewisse amerikanische Themen sowie der hier und da durchscheinende Superlativ zu sehr gestört, um dem Buch mehr als 3/5 Sterne zu geben.

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Rezensionen von Manfred Fürst:

Das Böse hat einen Geruch. Es ist eine Präsenz

Blues in New Iberia von James Lee Burke

James Lee Burkes Robicheaux-Saga geht in die 22. Runde.

Tommy Lee Jones und Alec Baldwin haben ihn bereits in Filmen verkörpert, aber auch darüber hinaus hat der Cop aus New Orleans die Krimi-Welt und seine Fangemeinde seit seinem ersten Erscheinen 1987 fest im Griff. Robicheaux ist ein Vietnam-Veteran und On-und-Off-Polizist aktuell bei der Mordkommission des Sheriff Department in New Iberia, Louisiana.

Er ist der Archetyp des einsamen Ermittlers, ein typischer Vertreter des Noir-Krimis: Dave Robicheaux pfeift auf die Regeln, er trinkt zu viel, und er nimmt – wenn es sein muss – das Gesetz in seine eigene Hand.

Desmond Cormier kehrt nach 25 Jahren als erfolgreicher Filmproduzent aus Kalifornien nach New Iberia zurück. Als armes Kind von den Großeltern im Chitimacha Indianerreservat aufgezogen. Eine junge Frau auf ein Holzkreuz genagelt wird an die Küste Louisianas angeschwemmt. Eine Mordserie nimmt ihren Anfang und die Drapierung eines jeden Toten entspricht einer Tarotkarte.

James Lee Burke entwickelt auf dieser fast 600 Seiten starken Krimischwarte einen unglaublichen Plot, unheimlich und mysteriös zugleich. Die Hauptrollen des Polizeiapparats spielen Helen, die Chefin von Dave, abhängig von ihrer psychischen Verfassung mal mehr und mal weniger in Dave verliebt, Clete, Ex-Polizist, Detektiv und bester und loyaler Freund von Dave und Sean, junger Polizist, der noch in der Lernphase steckt. Besonders angetan und emotional überwältigt ist Dave jedoch von einer neuen, viel zu attraktiven und viel zu jungen Kollegin Bailey Ribbons, deren Namen er für „sehr schön“ hält und nicht nur das… Es ist nervtötend wie Burke dieses „Soll er es tun oder sein lassen“ in die Länge zieht: Dave tut es und lässt es. Zwei ungustiöse Polizisten: Axel und Frankie.

Alle schillernden Mitglieder der Filmcrew sind verdächtig: Desmond Cormier selbst, sein bester Freund Antoine Butterworth und Lou Wexler, der mit Daves Tochter Alafair anbandelt und damit den Beschützerinstinkt von Dave aktiviert.

Noch zwei nicht gänzlich unsympathische Typen treten auf: Tillinger, entflohener Sträfling, der sein Haus samt Familie (natürlich) NICHT abgefackelt hat Und Smiley, Feuerteufel und Auftragskiller der Mafia, dem man wegen seiner ausgefeilten Tötungstechniken besser nicht blöd kommen sollte.

Die Handlung ist ähnlich unübersichtlich wie das Bayou Louisianas, die schwer zugängliche Sumpflandschaft des Mississippi-Mündungsdeltas. So zauberhaft das Bayou ist, so zauberhaft kann Burkes Blues in New Iberia sein, wenn sich der Leser denn verzaubern lässt. Mögen manche Dialoge wie Sprechblasen eines Comics wirken, ist der Schreibstil mit der deutschen Übersetzung hochklassig: „Sein Gesicht erinnerte mich an ein leeres Blatt Papier, das sich auf glühenden Kohlen zusammenzog. Grausamkeit hat viele Erscheinungsbilder. Am wenigsten attraktiv sind sie, wenn man sie in sich selbst entdeckt“ (S. 33). „Das Böse hat einen Geruch. Es ist eine Präsenz. Die ihren Träger verzehrt. Wir leugnen es, weil wir dafür keine plausible Erklärung haben. Es riecht nach Verwesung innerhalb von lebendem Gewebe“ (S 70). Burke lässt Robicheaux auf den Punkt kommen: „Normalerweise beinhaltet die Motivation eines jeden Mordes Sex oder Geld oder Macht oder eine beliebige Kombination aus diesen dreien“ (S. 107). Eine philosophische Anwandlung Robicheauxs am Ende eines Gesprächs mit Bailey: „Ich wollte nicht gehen. Ich wollte Jahrzehnte jünger ein. Ich wollte alles sein, nur nicht was ich war. Leider kann es in einem gewissen Alter zum festen Bestandteil des Lebens werde, etwas sein zu wollen, was man nicht sein kann, oder etwas haben zu wollen, was man nicht haben kann“ (S. 113). Das Alter von Robicheaux gibt Rätsel auf. Belegt ist sein Alter von 49 Jahren im dritten Band (1989), dann wäre er 2020 etwa 80 und würde sich dem Alter seines Schöpfers annähern. Auf jeden Fall ist Dave noch immer voller Saft und Kraft.

Blues in New Iberia ist ein Kriminalroman mit viel Raum für Abschweifungen, vor allem Dave hängt seiner Vergangenheit in Vietnam nach und schwelgt zwischen Wahn und Wirklichkeit hin und her. Zeitweise bewegt er sich in surrealen Sphären bis Realität auf Magisches trifft.

Eines ist noch hinzuzufügen: Nach etwa 550 Seiten ist der Leser am Rande des W*, hat mehrfach die Entscheidungen über den Täter über den Haufen geschmissen, glaubt, in einem Geistesblitz dem richtigen Täter auf der Spur zu sein, was sich am Ende als völlig abstrus herausstellt.

James Lee Burke hat den Blues, und er beherrscht ihn!

Cover
Es ist der Ausschnitt einer Aufnahme von Christophe Papke mit dem Titel „Miami Storm“. Miami ist nur ein paar Flugstunden von New Iberia entfernt.

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Rezensionen von marsu:

Elsie

Das Eismonster von David Walliams

Elsie ist aus dem Kinderhaus Wurmig für unerwünschte Kinder geflohen - aufgrund ihrer Füße, was sehr anschaulich beschrieben wurde - und lebt nun auf der Straße. Wir schreiben das Jahr 1899 und die Handlung spielt in London. Eine große Aufregung herrscht im Naturkundemuseum, denn sie erwarten eine ganz außergewöhnliche Ladung.

Nämlich ein echtes Mammut, eingefroren in einen Eisklotz ist auf dem Weg. Na, ganz klar, so etwas lässt sich Elsie natürlich nicht entgehen und sie kundschaftet das Museum aus, schließt Freundschaft mit einer etwas eigenwilligen Putzfrau, die aber definitiv das Herz am rechten Fleck hat. Als das Mammut ankommt, überstürzen sich die Ereignisse und Elsie spannt viele Menschen ein zur Rettung des Mammuts, denn das ist etwas ganz Besonderes. Ein Buch über Freundschaft, Empathie, Zusammenhalt und kuriose Personen. Wer sich an Fäkalsprache stört, für den ist das Buch eher nichts, aber das Pupsen wurde hier mit Amüsement aufgenommen.

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Rezensionen von marsu:

Weihnachtlich

Kleiner Weihnachtsbaum von Gary Cooper

Ein kleiner Weihnachtsbaum steht einsam ganz oben am höchsten Punkt eines Berges. Wenn es stürmt, muss er sich mit seinen Wurzeln ordentlich in die Erde krallen, damit er nicht entwurzelt wird. Er hat schon von älteren und größeren Bäumen gehört, doch gesehen hat er sie natürlich noch nicht. Denn er kann sich ja nicht fortbewegen.

Kai und seine große Schwester Klara gehen in den Wald, um dort Abenteuer zu erleben und vor allem haben sie einen Plan: sie wollen auf den Berg steigen. So packen sie Proviant zusammen und machen sich auf den Weg. Schon unterwegs treffen sie auf viele unterschiedliche Tiere und der Wald ist wunderschön verschneit. Ein ganz tolles Kinderbuch mit einem schönen Text, aber vor allem wunderbaren Zeichnungen, die die Geschichte gut unterstützen. Eine Geschichte, die uns angerührt hat und die hier gleich mehrmals gelesen werden musste.

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Rezensionen von marsu:

Malvina

Malvina Moorwood - Das Geheimnis von Moorwood Castle von Christian Loeffelbein

Ausgerechnet kurz vor Malvina Moorwoods elftem Geburtstag, beschließt ihr Vater, Moorwood Castle zu verkaufen. Das geht nun mal gar nicht, findet Malvina, auch wenn das Schloss ganz bestimmt den Preis für das hässlichste Schloss Englands bekommen würde. Und nun ja, es ist schon sehr verfallen. Aber Malvina liebt ihr Zuhause und so versucht sie - gemeinsam mit ihrem besten Freund Tom - das Schloss zu retten.

Malvina ist eine tolle Protagonistin, die manchmal ihrem Alter ein wenig voraus ist. Sie lernt im Laufe des Abenteuers, dass sie so manch eine Situation und Menschen erst einmal falsch eingeschätzt hat und so gibt es auch einige Überraschungen für die Leser. Ein gelungenes, unterhaltsames Kinderbuch, das mit einigen gruseligen Passagen aufwartet. Gut gefallen haben uns hier auch die Zeichnungen zu dem Buch. Auf die Fortsetzung warten wir gespannt.

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Rezensionen von Tara:

Faszinierende Bilder der Seefahrt im 20. Jahrhundert

The Great Escape von Julia Dellith

„The Great Escape“ ist ein beeindruckender Bildband mit ca. 200 faszinierenden Fotografien aus der Geschichte der Seefahrt von 1950 bis 1970.

Kaum ein Beruf ermöglicht einem so viele verschiedene Einblicke in fremde Kulturen und entfernte Regionen wie der des Seefahrers. In diesem Buch wurden die unterschiedlichsten Eindrücke der Matrosen, die im 20.

Jahrhundert abenteuerlustig die Welt erkundeten zusammengetragen. Dabei ist eine bunte Sammlung aus Schnappschüssen aus allen Teilen der Welt entstanden.

Sehenswürdigkeiten, Naturschauspiele, Bilder des Lebens an Bord, an den Häfen und Porträts verschiedener Menschen finden hier genauso ihren Platz wie exotische Aufnahme aus entlegensten Teilen der Erde. Da die technischen Bedingen damals noch nicht so gut waren wie heute, sind nicht alle Fotos scharf gestochen, dennoch spiegeln sie – vielleicht gerade dadurch – die Atmosphäre und den Zeitgeist authentisch und lebendig wieder.

Im Anschluss an den Bildteil folgen interessante Informationen zu der Geschichte der Seefahrt und Hintergründe zu den einzelnen Fotos, wo diese entstanden sind was zu sehen ist.

Abgerundet wird das Buch mit einem Nachwort von Horst Bredekamp.

Fazit: Ein wirklich beeindruckender und interessanter Bildband, der nicht nur Liebhaber der Seefahrt begeistern kann.

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Rezensionen von heinoko:

Gekonnt geschriebenes, fesselndes Katz- und Maus-Spiel

Ohne Schuld von Charlotte Link


Dass Charlotte Link immens gut erzählen kann, hat mich zu einem treuen Fan gemacht. Und meine hoffnungsfrohen Erwartungen an das vorliegende Buch wurden keineswegs enttäuscht. Ich hatte 550 Seiten spannende, abwechslungsreiche Unterhaltung erhofft und auch bekommen. Allzu tief nachdenken sollte man allerdings nicht über die erzählten Geschehnisse, denn da gäbe es so manches zu hinterfragen.

Doch ich halte es durchaus für legitim, wenn ein Buch in überaus gekonnt geschriebener Weise den Leser so unterhält, dass er alles um sich herum beim Lesen vergisst, auch wenn nicht unbedingt das Erzählte in allen Punkten immer unbedingt logisch ist.

Der Inhalt des Kriminalromans beginnt schon mit einer sehr eindringlichen Szene: Im Zug zielt ein Unbekannter auf eine Frau, die den Schüssen nur in allerletzter Minute entkommen kann. Zu Hilfe eilt ihr die zufällig im Zug mitreisende Ermittlerin Kate Linville, die auf dem Weg zu ihrer neuen Dienststelle ist. Zwei Tage später wird eine andere junge Frau durch einen gespannten Draht von ihrem Fahrrad gerissen und lebensgefährlich verletzt. Ein zusätzlich abgegebener Schuss verfehlt sein Ziel. Kate Linville stochert mit ihren Ermittlungen lange im Trüben, denn die einzige Verbindung zwischen den beiden Vorfällen ist nur, dass die gleiche Waffe benutzt wurde. Wie Kate Linville schließlich einem unfassbaren Geheimnis auf die Spur kommt und damit selbst in allergrößte Gefahr gerät, muss man unbedingt selbst lesen.

Charlotte Link hat wieder einen äußerst spannenden, lebendig und fesselnd erzählten Kriminalroman geschrieben, der psychologisch klug und nachvollziehbar menschliche Ängste, Abhängigkeiten, Schuld und Rache so zu schildern vermag, dass sich der Leser dem Sog der Geschichte nicht entziehen kann. Einziger Wermutstropfen, über den ich inhaltlich nichts sagen kann, um nicht zu spoilern: Wenn man über viele Seiten hinweg mit gespannter Hoffnung einen bestimmten Handlungsstrang verfolgt und zum Ende nicht erfährt, wie es damit ausgeht, bleibt man ein wenig enttäuscht zurück. Dennoch hatte mir Charlotte Link insgesamt gesehen wieder ein aufregendes und intensives Leseerlebnis geschenkt.

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