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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin Karla, 13 Jahre aus St. Johann:

Monsoon - Wind in der Mähne von Tan Joël

Testleserin Karla, 13 Jahre aus St. Johann: Die zwölfjährige Lisann fährt mit ihrer besten Freundin Mira für zwei Wochen auf den Falbenhof, um endlich den Pferdeführerschein zu machen. Während Lisann ein richtiges Pferdemädchen ist und sich sofort nach ihrer Ankunft den Reiterhof anschauen will, sitzt Mira lieber im Zimmer und lackiert sich die Nägel.

Auf ihrer kleinen Tour über den Hof bekommt Lisann mit, wie ein wildes Pferd namens Monsoon an den Falbenhof verkauft wird. Wenn der Sohn des Falbenhofbesitzers das Pferd nicht binnen der nächsten zwei Wochen zureiten kann, muss es wieder an den vorherigen Besitzer zurückgegeben werden. Das kann Lisann auf keinen Fall zulassen, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Monsoon verliebt.

Leider dürfen Reitschüler nur die zahmen Pferde reiten, und zum Sohn des Hofbesitzers hat Lisann auch keinen Draht. Wird sie einen Weg finden, Monsoon trotzdem zu helfen? Und die Reiterprüfung steht schließlich auch noch am Programm ...

"Monsoon" ist eine nettes Buch für Pferdemädchen. Als ich die ersten 20 Seiten gelesen hatte, dachte ich es würde eine stinknormale und vorhersehbare Pferdegeschichte werden. Mit so vielen Hürden hatte ich aber nicht gerechnet!

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Testleserin Maja, 10 Jahre aus Aldrans:
Lisanns größter Wunsch wird erfüllt: Zusammen mit ihrer besten Freundin Mira fährt sie auf einen Pferdehof , um dort den Reitschein zu machen. Als das Pferd Monsoon neu auf den Rapshof kommt, bemerkt Lisann sofort, dass es etwas mit dem Hengst auf sich hat. Obwohl ihre übervorsichtigen Eltern es verboten haben, reitet sie in der Nacht heimlich auf Monsoon. So hat sie sich schon einige Strafen geholt. Lisann und Mira erfahren, dass Monsoon bald an eine doofe Tussi verkauft werden soll, machen sie sich Sorgen. Sie wissen, dass es dem Hengst dort nicht gut gehen wird. Also versuchen sie den Verkauf zu verhindern. Doch es gibt es ein Problem: wenn Monsoon weiterhin so ungehorsam ist wie bis jetzt, muss er zu seinem alten Besitzer zurück. Auch das wollen Mira und Lisann auch nicht. Wird Monsoon einen guten Besitzer finden?

Das Buch ist sehr spannend. Lisann ist ein mutiges und abenteuerlustiges Mädchen. Auch ich mag Pferde sehr gerne und habe gehofft, dass die Sache gut für Monsoon ausgeht. Mädchen, die Pferde gerne mögen, werden das Buch gerne mögen!
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Testleserin Lena, 9 Jahre aus Schwaz:

Ich habe das Buch schon längst gelesen und es war super toll.
In der Geschichte geht es um Lisann, ein Mädchen, das sehr gut reiten kann. Lisann ist im siebten Himmel. Denn sie darf zwei Wochen lang mit ihren Eltern, ihrer besten Freundin Mira und deren Eltern zu einem Reiterhof namens Falbenhof. Am ersten Tag nach dem Reitertraining trifft sie Monsoon, ein wildes Pferd, das auf rätselhafte Weise auf den Falbenhof kommt. Sie verspürt eine besondere Verbindung zu ihm. Doch niemand kommt an ihn ran, weil er so wild ist. Darum trifft sie sich mit ihm heimlich in der Nacht. Mira ist auch meistens dabei.

Das Buch Monsoon hat mir sehr, sehr gut gefallen. Es war spannend und wenn ich bei einem Kapitel aufhören wollte, war es gerade sooo spannend, dass ich unbedingt weiterlesen musste.


Am Ende von den Ferien will Victoria, eine andere Reitschülerin, Monsoon kaufen, doch die schlägt und haut ihn. Lisann will das verhindern. Bei der Pferdauktion muss sie Monsoon vorführen. Wer Monsoon schließlich kauft, kann man im Buch nachlesen.

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein wunderbarer Generationenroman: packend, fundiert, bewegend

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid von Schröder Alena

Bei dem Buch „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ handelt es sich um einen Familienroman von Alena Schröder, der im Jahr 2021 in der dtv Verlagsgesellschaft erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 366 Seiten umfasst.

Als Hannah Borowski eines Tages bei ihrer Großmutter ein Brief in die Hände fällt, ahnt sie noch nicht, dass sie einem großen Familiengeheimnis auf der Spur ist und welche Auswirkung dieses auf ihr eigenes, heutiges Leben hat.

Mir hat es sehr gut gefallen, gemeinsam mit Hannah auf Familienforschungsreise zu gehen und vieles hat mich dabei begeistert: Der Hintergrund der Geschichte, sprich die Bedingungen und Umstände der Nachkriegszeit sind einfach toll recherchiert und wunderbar in die gesamte Geschichte eingefügt. Außerdem mag ich es, wie schön verwobenen die Geschichten von Hannah, Evelyn, Silvia und Senta sind. Jeder der drei Frauen hat ihren ganz eigenen Charakter und sicherlich spricht den Leser mal die eine, dann wieder die andere mehr an. Ich finde, dass alle ganz fein ausgearbeitet worden sind. Gerade die Entwicklung von Hannah hat mich aber am allermeisten beeindruckt. Anfangs war sie noch hin- und hergerissen und lies sich auch leicht „manipulieren“. Sie hatte ihren Weg noch nicht gefunden. Aber je mehr es auf das Ende der Geschichte zuging, desto reflektierter handelte sie und desto mehr hat sie zu ihrer eigenen Person gefunden – auch wenn sie sicherlich noch nicht am Ende angekommen ist.
Ich als Leserin konnte mich jedenfalls gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und die Geschichte hat mich sehr gepackt und mitfühlen lassen. Gespannt habe ich auch die Thematik der „Mutter-Tochter-Beziehung“ verfolgt und mich hat es fasziniert, welche Auswirkungen diese immer wieder von einer auf die andere Generation hatte.

Der Schreibstil von Alena Schröder lässt sich flüssig und leicht nachvollziehbar lesen. Der Spannungsbogen bleibt über die ganze Geschichte gehalten.

Eine klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von C. P.:

Sherlock und Mycroft ermitteln in drei Fällen

Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes - An der Seite von Mycroft von Schröder Alena

Im mittlerweile fünften Spiele-Comic mit Sherlock Holmes ist diesmal sein Bruder Mycroft dabei, der Sherlock bei drei kniffligen Fällen unterstützt: Zwei Morde sowie ein Diebstahl in Indien, Südfrankreich sowie auf einer Schiffsreise.
Die drei Fälle können in beliebiger Reihenfolge durchgespielt werden.

Bei jedem Fall muss man sich jeweils vorher entscheiden, ob man als Sherlock oder Mycroft ermittelt, wobei die beiden manchmal unterschiedliche Hinweise liefern. Man schaut sich Räumlichkeiten an, sucht nach Details und fragt Verdächtige einige der zur Auswahl stehenden Fragen. Es gibt bei jedem Fall Extra-Rätsel, die es zu knacken gilt und die unterschiedliche Level haben. Da man sich bei dem Spielecomic von Panel zu Panel blättert, welche durch das ganze Buch verstreut angeordnet sind, ist ein Lesebändchen dabei, um zum vorherigen Panel oder einer Übersicht zurück zu finden. Da das Buch gebunden ist, bleibt es bei dem vielen Hin- und Herblättern angenehm stabil. Einige Panelnummern sind ein wenig versteckter in den Bildern eingebaut und führen zu Hinweisen, die den Spieler auf die Spur zum Täter führen können. Bei jedem Kriminalfall gilt es vier Verdächtige zu finden, von denen einer der zu ermittelnde Täter ist. Am Schluss gibt es in Comicform die Auflösung zu jedem der drei Fälle sowie zu den einzelnen Rätseln.
Die Comics sind wieder hervorragend gezeichnet, so dass das Buch auch optisch viel Spaß macht. Die Spielregeln sind leicht verständlich und laden dazu ein, sofort mit dem Ermitteln loszulegen. Die Kriminalfälle sowie die verschiedenen Rätsel sind gut gewählt und alle mit der richtigen Kombinationsgabe lösbar. Am Buch selbst muss beim Ermitteln nichts geändert werden, lediglich vorn im Buch ist ein Ermittlungsbogen zum Eintragen der Verdächtigen vorgegeben, den man nutzen kann.

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Rezensionen von OWI:

Hände weg von diesem Blödsinn!

Mein Jahr der Ruhe und Entspannung von Ottessa Moshfegh

Mir ist nicht klar, was dieser Roman soll. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die dadurch einen Neustart für ihr Leben finden möchte, dass sie ein Jahr lang überwiegend nur schläft. Sie erreicht das mit Hilfe einer dubiosen Psychiaterin, die ihr einen noch dubioseren Cocktail an Schlafmitteln und anderen Psychopharmaka verschreibt, mit denen sich die "Patientin" einfach wegbeamt.

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Abgesehen davon, dass so etwas niemand überleben würde: Man wartet in diesem Buch auf eine Pionte, die aber niemals kommt! Die Geschichte mäandert ebenso ziellos dahin wie ihre Protagonistin.

Fazit: Ich habe das Buch weggeworfen. Schade um den Platz im Regal. Am besten also: Gar nicht kaufen!

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Rezensionen von C. P.:

Sehr schönes Einsteiger-Set

Mein Räucherkistchen von Fuchs Christine

Das Räucherkistchen ist eine sehr schöne Zusammenstellung für Anfänger, welche das Räuchern einmal für sich ausprobieren wollen. Das Buch beinhaltet zunächst eine sehr gut verständliche Räucherkunde rund ums rituelle Räuchern. Das korrekte Räuchern mit Kohle bzw. Stövchen wird jeweils durch eine kleine Anleitung in der Buchklappe verständlich und bebildert erklärt.

Die Unterschiede der Methoden sowie das Herstellen eigener Mischungen werden ebenso erläutert wie das Sammeln und Trocknen eigener Vorräte oder Hinweise zu den unterschiedlichen Qualitäten bei Harzen aus dem Handel. Es gibt eine Übersicht über gängige Räucherzutaten, deren Anwendung sowie jeweilige Tipps zum Sammeln. Ebenso werden vier beispielhafte Mischungen aus den vorgestellten Zutaten vorgeschlagen, welche für unterschiedliche Wirkungen stehen. In der hinteren Buchklappe stehen zudem Vorschläge für weitere Mischungen unterschiedlicher Wirkungsweise. Zum Schluss gibt es einen Sammelkalender, wann welche Zutaten am besten gesammelt werden, sowie eine Schnellübersicht der Wirkungsweisen verschiedenster Zutaten. Vermisst habe ich bei den Beschreibungen der Zutaten eine Schnellübersicht des Aromas, welche die verschiedenen Zutaten jeweils abgeben wie z. B. holzig, blumig, süßlich, frisch etc. Grad als Anfänger kann ich mit solchen Angaben mehr anfangen als mit Aussagen wie „nach oben öffnend“ oder „transformierend“.
Im beiliegenden Räucherkästchen sind insgesamt neun verschiedenen Zutaten zum Ausprobieren. Eines davon ist ein Harz (Kiefernharz), ansonsten finden sich verschiedenen Hölzer und Kräuter in der Kiste, welche in neun einzelne Fächer unterteilt ist und sich später sehr gut zum Aufbewahren der Lieblingszutaten nutzen lässt. Räucherkohle liegt dem Set nicht bei und müsste, wenn man mit Kohle räuchern möchte, dazugekauft werden.

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Rezensionen von C. P.:

Spirituelle Anregungen zum Räuchern in der Winterzeit

Räuchern in Winterzeit und Raunächten von Christine Fuchs

Traditionelle Räucher-Rituale für Körper und Geist erwarten den Leser in diesem liebevoll bebildertem Buch. Nach einer kleinen Einführung zur Geschichte der Räucher-Rituale führt die Autorin den Leser durch den Winter, gibt Tipps und Anregungen zum bewussten Erleben sowie Reflektieren des vorangegangenen Jahres.

Hauptsächlich geht es um die Zeit der Rauhnächte, welche dazu genutzt werden können, sich mit jedem einzelnen Monat zu beschäftigen. Sehr schön sind die Beispiel-Fragen, anhand derer man sich von Tag zu Tag und von Monat zu Monat durchhangeln kann. Die Fragen sind sehr gut gewählt, wenn man noch nicht so geübt im Reflektieren ist und vielleicht ein paar Impulse benötigt, wohin die Gedanken schweifen sollen. Persönliche Erlebnisse der Autorin zu jedem Tagesritual sind ebenfalls vorhanden und als Beispiele ganz interessant zu lesen. Ich denke, man kann die Ideen, wie sie hier im Buch anhand von Tagesdaten (z. B. 26./27. Dezember - Die Ebene des Herzens und Reflektion des vergangenen März) beispielhaft vorgegeben sind, auch dem eigenen Rhythmus anpassen und die Rituale entsprechend verschieben. Als Wegweiser zum spirituellen Räuchern im Winter ist das Buch jedenfalls sehr schön.
Einige Ideen zum Räucherwerk selbst sind ebenfalls im Buch wie z. B. „Räucherwerk für Samhain“ oder die Adventszeit, so dass man sich die entsprechenden Mischungen selbst zusammenstellen kann. Eine kurze Übersicht wichtiger Räucherstoffe und ihrer Bedeutung ist ebenfalls dabei. Die Basics des Räucherns werden im Buch kurz erklärt wie Ausstattung, Unterschiede von Kohle und Stövchen etc. Für ausführlichere Informationen, insbesondere für Anfänger, würde ich ihr Räucherkistchen empfehlen, wo neun Zutaten zum Räuchern und Ausprobieren dabei sind.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Bodenständige Oberin ermittelt

Ein niederträchtiger Mord. Mutter Oberin Aquinas ermittelt von Cora Harrison

Eigentlich hat mir "Ein niederträchtiger Mord" sehr gut gefallen, aber ich brauchte einen langen Atem, um ihn zu lesen.

Beim Eintritt ins Kloster kann jede Ordensfrau ihren Ordensnamen selbst wählen. Meistens sind es Namen von Heiligen, die die Nonnen auswählen und entweder an ihren Geburtsnamen anhängen oder alleinstehend verwenden.

Aquinas ist abgeleitet vom italienischen Theologen und Scholastiker Thomas von Aquin, der sagte, dass Vernunft und Glaube sich nicht ausschliessen. Auf diese Auslegung stützt sich Mutter Aquinas, die total bodenständig ist.

Mutter Aquinas leitet die Klosterschule im irischen Cork und unterrichtet die ärmsten Kinder der Stadt. Sie stammt aus einem guten Elternhaus, deshalb kennt sie die Unterschiede der Gesellschaftsschichten aus eigener Erfahrung. Ihre Verbindungen kommen den Schülerinnen zugute, und Aquinas versteht besser als andere Nonnen wie die jungen Mädchen im Jahr 1923 ticken.

In diesem ersten Band (einer im englischen Original bisher dreiteiligen Reihe) findet Mutter Aquinas eine vom Hochwasser angespülte junge Frau vor den Pforten des Klosters. Die Ordensschwester und Schulleiterin sieht schnell, dass die Frau nicht einfach nur ertrunken, sondern getötet wurde.

Zusammen mit ihrem ehemaligen Schüler Patrick Cashman, der mittlerweile als Sergeant amtet, und Arzt Dr. Scher geht sie der Sache auf den Grund. Unkonventionelle Hilfe bekommt Mutter Aquinas von Eileen, ebenfalls eine ehemalige Schülerin, die sich den Republikaner angeschlossen hat und anonym für die Zeitung schreibt.

Cora Harrison bringt ganz viel Zeitgeist in diesen Krimi mit rein. Sei es der irische Unabhängigkeitskampf, der Unterschied zwischen armer und reicher Bevölkerung, das sehr oft wiederkehrende Hochwasser, die Macht der Männer über ihre Ehefrauen - und liefert einen schockierenden Einblick ins damalige Psychiatriewesen.

Das alles ist enorm interessant, es macht den Krimi aber auch langatmig. Denn vieles wird zu oft wiederholt, die Sache mit dem Hochwasser zum Beispiel. Aquinas Rückblicke helfen zwar jeweils die Situation oder die familiären Verstrickungen zu verstehen, nehmen aber enorm Tempo aus der Ermittlung raus.

Zudem störte mich, dass Mutter Aquinas Tun und Handeln als Oberin eines Konvents wenig glaubwürdig gezeichnet ist. Sie kann sich wahnsinnig viele Freiheiten herausnehmen. So muss sie nie zu einer bestimmten Zeit zurück im Kloster sein, nie an Gottesdiensten (nur wenn es für die Ermittlungen zweckdienlich ist) oder Gebetszeiten teilnehmen und wenn sie weg will, werden ihre Schulklassen einfach von anderen Schwestern übernommen. Cora Harrison hat sich hierbei grosse schriftstellerische Freiheiten genommen, denn mit dem realen Klosterleben hat das nicht viel zu tun.

Ich hoffe, dass die Autorin in ihren weiteren Bänden an meinen Kritikpunkten schraubt, denn dann wären diese Kriminalromane richtige Leckerbissen. So aber kann ich keine vier volle Punkte vergeben, dafür hätte ich den Krimi fesselnder empfinden müssen, aber ich kam nicht wirklich vorwärts - die Repetitionen hielten mich davon ab.

Fazit: Thematisch toll, aber viel zu langatmig durch die vielen wiederkehrenden Wiederholungen.
3.75 Punkte.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hist. Frauenpower

Die Luftvergolderin von Jeannine Meighörner

Jeannine Meighörner ist ein Fan von historischen Frauengestalten und porträtiert diese auch regelmäßig. Diesmal hat es ihr Anna von Böhmen und Ungarn „angetan“.

Die Vita der jungen Anna ist abenteuerlich genug. In der sogenannten „Doppelhochzeit von Wien“ heiratet sie 1515 als Zwölfjährige den 56-jährigen Kaiser Maximilian und zieht mit ihm in die Residenz nach Innsbruck.

Nach seinem Tod 1519 ist sie nach wie vor unberührt und soll, wie es im Heiratskontrakt vorgesehen ist, eigentlich Maximilians Enkel Ferdinand heiraten. Doch der hat zunächst andere Pläne. Anna ist ein wenig anders als die üblichen Bräute, die man aus dynastischen Gründen verheiratet. Sie nimmt das Heft selbst in die Hand und engagiert Hans Maler, einen Porträtmaler aus Schwaz. Er soll ein Abbild schaffen, das ihr einen neuen Ehemann bringt. Nach einigem hin und her, nimmt sie dann Ferdinand doch zur Gemahlin. Noch weiß das junge Paar nicht, was das Schicksal für sie bereit hält. Wieder erwarten wird die Ehe glücklich und mit 15 Kindern gesegnet, von denen 12 das Erwachsenenalter erleben. Auch im Privatleben ist sie eine unkonventionelle Frau. Sie stillt und erzieht ihre Kinder selbst.

Anna hat ein reges Interesse an den Regierungsgeschäften und ist ihrem Mann eine gute Ratgeberin. Dass Ferdinand 1558 nach dem Verzicht seines Bruders Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wird, erlebt sie nicht mehr. Sie stirbt im Jänner 1547 nach der Geburt ihrer Tochter Johanna im Kindbett. Ferdinand lässt sie im goldenen Kleid, das sie damals auf dem Brautbild getragen im Prager Veitsdom bestatten.

Hans Maler begleitet Anna und Ferdinand lange Jahre als Hofmaler und verschwindet auf einer Reise nach Ulm spurlos.

Meine Meinung:

Der ungewöhnliche Titel „Luftvergolderin“ passt wunderbar zu diesem historischen Roman. Zum einem stammt Hans Maler aus einer Vergolder-Familie und zum anderen sind goldblonde Locken und mit Goldfäden durchwirkte Stoffe modern. Alles Gold also!

Gut gelungen ist die Beschreibung der „kleinen Ungarin“ wie sie von Hans Maler genannt wird aus seiner, der Maler-Sicht. So erfahren wir viele Details der herrschaftlichen Kleidung und des opulenten Schmucks. Dann wechselt die Perspektive und das Hofleben rückt in den Fokus. Hier kann der Leser das steife Hofzeremoniell miterleben und nach einem weiteren Wechsel erhalten wir Einblicke in Annas Leben als Ehefrau und Mutter.

Der Schreibstil ist abwechslungsreich und amüsant. Die bildhaften Darstellungen lassen die Hofburg zu Innsbruck gleich dreidimensional auferstehen.

Die historischen Details sind in der Geschichte schön verpackt (um nicht zu sagen versteckt). So erfahren wir, dass Anna und ihr Bruder Ludwig aus rein dynastischen und Bündnispolitischen Gründen verheiratet werden. In der Doppelhochzeit, die von ihr Vater Vladislav II. von Böhmen und Ungarn gemeinsam mit Maximilian I., eingefädelt wurde, heiraten Anna und ihr neunjähriger Bruder Ludwig das Geschwisterpaar Ferdinand von Habsburg und die ebenfalls neunjährige Maria von Habsburg, beides Enkel von Maximilian. Ziemlich vorausschauend, denn wenn Vladislav stirbt, kommen Böhmen, Mähren und Kroatien ins Haus Habsburg. Egal ob über Ludwig oder Anna.

So wird auch die Schlacht bei Mohács von 1526, in der ihr Bruder stirbt, und die erste Belagerung Wiens 1529 durch die Türken in den Roman eingeflochten. Nach dem Tod Ludwigs ist Ferdinand durch Anna König von Böhmen und Ungarn.

Anders als im Buch verschwindet Hans Maler in Wirklichkeit nicht, sondern stirbt 1520 in Schwaz.

Interessant ist auch der Epilog, denn der erzählt die Geschichte des Brautbildes weiter, das auch die NS-Zeit überstanden hat, nachdem es in den Besitz einer jüdischen Familie gekommen ist. Da hätte ich mir eine ausführlichere Geschichte erhofft.

Fazit:

Ein opulenter historischer Roman, der das Leben der Anna von Ungarn, die als Kind getreu dem Motto „bella gerant alii tu felix Austria nube“ verheiratet wurde, beschreibt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich ausführlich mit den Frauen der Habsburger beschäftigen möchte. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von brauneye29:

Besser erst die Vorgänger lesen

Opferstille von Sandrone Dazieri

Zum Inhalt: Wer ist der junge Mann, den Colomba in ihrem schuppen gefunden hat? Er redet kaum, ist blutverschmiert und hat nur einen Zettel mit seinem Namen Tommy dabei. Obwohl sie eigentlich zurück gezogen hat nach den Ereignissen vor einiger Zeit, ist Colomba neugierig, was das alles zu bedeuten hat.

Meine Meinung: Mein größtes Problem mit dem Buch war, dass ich die Vorgänger nicht kannte und scheinbar Vorkenntnisse daraus sehr hilfreich wären. So habe ich mich mit der Geschichte echt schwer getan. Ich fand manches echt verwirrend, was es wohl mit Vorkenntnissen nicht gewesen wäre. Insgesamt hat mir die Geschichte schon gefallen, auch wenn ich mich ganz schön rein kämpfen musste. Der Schreibstil ist gut und auch durchaus anspruchsvoll. Vielleicht lese ich die Bücher irgendwann mal in der richtigen Reihenfolge. Fazit: Besser erst die Vorgänger lesen

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Rezensionen von *RC*:

Auch der Alltag ist besonders

ministeps: Meine liebsten Vorlesegeschichten von Orso Kathrin Lena

Wunderbare Alltags-Erlebnis-Geschichten für kleine Lesemäuse ab 2 Jahren, zum Vorlesen und Anschauen; es gibt viel zu entdecken….

Dieses Pappbilderbuch ist im Ravensburger Verlag in der Reihe ministeps in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Eltern“ erschienen. Zielgruppe sind Kinder im Alter ab 2 Jahren.

In dem 24-seitigen Bilderbuch sind elf kurze Vorlesegeschichten; jede Geschichte umfasst ein bis zwei Seiten. Die Kürze der Geschichten ist für Kinder in dem Alter genau richtig, so müssen sie sich nicht allzu lange auf eine Sache konzentrieren. Außerdem ist es auch wichtig, die Bilder zu betrachten und so die Geschichte zu verfolgen. Die wunderbar farbenfrohen, freundlichen und datailreichen Bilder bereichern das Geschriebene und laden auch dazu ein, diese oder eine eigene Geschichte zu den Zeichnungen zu erzählen bzw. mit dem Kind spielerisch zu ‚erarbeiten‘. Da das Buch beschichtete und etwas dickere Seiten hat, kann das Kind auch alleine das Buch in die Hand nehmen und sich anschauen. Auf jedem Bild gibt es viel zu entdecken!
Wir lernen z.B. Jakob, Nele, Anton, Oskar, Amir, Annika und Lorenz kennen. Die Kurzgeschichten behandeln wunderbare Momente aus dem Leben verschiedener Kinder.
Man erfährt, wie beispielsweise aus Kartons und Decken eine Burg gebaut wird, dass ein Besuch im Schwimmbad mit viel Freude verbunden ist, wie Freundschaften im Kindergarten geschlossen werden, Kuscheln mit Mama und Papa ein besonderes Erlebnis ist, Kuchen backen mit Opa oder Versteckspielen mit Oma eine wunderbare Sache ist.
Die Sätze sind kurz und knapp und somit dem Alter der kleinen Zuhörer angepasst.
Mir haben die Geschichten aufgrund der Themenvielfalt sehr gut gefallen. (Gut - eine Wintergeschichte hat mir schon gefehlt…..)
Ich kann das Buch wärmstens empfehlen.

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