Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
keine Angst ...?!
Wer hat Stella & Tom die Angst gemopst? von Christian Lüdke
Klappentext:
Eins, zwei, drei und ich bin frei, meine Angst ist jetzt vorbei! Als Stella erfährt, dass ihr Vater seine Arbeit verloren hat, ist sie traurig, ängstlich und auch wütend. Nun fällt der Urlaub mit ihrem besten Freund Tom ins Wasser! Während sich Stella in den Schlaf weint, taucht ein pummeliger Mops namens Mampfred bei ihr auf.
Mampfred steht ihr von nun an zur Seite und hilft ihr und ihren Freunden immer, wenn sie Angst haben.
Wer kann sich nicht an die Ängste seiner Kindheit erinnern? Die Schatten im Zimmer, die Angst vor Veränderungen in der Schule, im Elternhaus oder Freundeskreis? Heute sind es nich ganz andere Ängste, die unsere Kinder beschäftigen: Angst vor Terror, Fremden oder Furcht vor Erkrankungen der Großeltern (z.B. an Demenz). Doch Ängste sind ein ganz natürlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Durch die tiefgründigen und lebensnahen Geschichten von Stella & Tom können Eltern und Kinder über diese Ängste sprechen und gemeinsam Lösungen finden. Ein Elternratgeber am Ende mit Tipps zum Vorlesen sorgt dafür, dass das abendliche Lesen zur Lesereise wird. Dr. Christian Lüdke ist Kinder- und Jugendlichentherapuet, Traumaexperte und wird häufig von Funk und Fernsehen um seinen Expertenrat gebeten. Illustriert wurde das Buch von Saskia Gaymann. Die Geschichten eignen sich für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren.
Cover:
Das Cover wirkt sehr fröhlich und ist sehr schön gestaltet. Man sieht einen Jungen und ein Mädchen, sowie einen Mops vor ihnen. Das Mädchen hält einen Sack voller Murmeln in der Hand und der Junge einen Fussball. Es scheint so, als hätten sie sehr viel Spaß zusammen. Ein sehr Bytes und lebensfrohes Cover.
Meinung:
Nicht ADHS und Depressionen sind die größten psychischen Probleme bei Kindern, sondern Angst und Angststörungen.
Um solche geht es auch in diesem Buch. Stellas Papa hat seine Arbeit verloren und Stella ist sehr wütend und traurig darüber und bekommt dadurch auch Angst. Dann taucht der Mops Mampfred auf und steht ihr und ihren Freunden seit da an zu Seite. Er hilft ihnen ihre Ängste zu bekämpfen und zu überwinden. In kleinen spannenden und tiefgründigen Geschichten hilft er Ihnen und sie erleben tolle Abenteuer und sollen sich so ihren Ängsten.
Lebendige, aber auch sehr reale und authentische Situationen liegen hier zu Grunde, die sehr lebhaft und bildlich beschrieben werden. Die Handlungen und Geschehnisse kann man immer sehr gut nachvollziehen und auch die Charaktere sind hier sehr gut durchdacht. Stella, Tom und auch Mampfred waren mir gleich sehr sympathisch und auch ihre Interaktionen sind sehr gut durchdacht und gelungen.
Der Aufbau der einzelnen Abschnitte ist einfach wundervoll. Meist ist dieser immer recht gleich, was somit einen Wiedererkennungswert hat. Zu Beginn fängt es meist mit dem Satz an "Ich bin gerade über etwas sehr glücklich, denkt ...". Und am Ende eines Abschnitts bzw. Kapitels endet es meist mit einer kleinen Fragestellung, über die man selbst nachdenken kann. Auch die kleine Kugel mit dem magischen Reim zur Bekämpfung der Ängste taucht zu Beginn eines jeden Kapitels wieder auf. Diese fortführenden Dinge finde ich sehr gut gewählt und machen die Geschichte sehr rund.
Toll fand ich auch zu beginn die Vorstellung der Charaktere. dadurch findet man sich sehr gut und leicht in die Geschichte hinein. Mir haben die Charaktere und auch die Geschichte sehr gut gefallen. Man konnte so über sehr wichtige Themen ins Gespräch und das Thema Ängste wird hier sehr sensibel und kindgerecht angesprochen und behandelt, so dass man sich hier sehr gut damit auseinander setzen kann.
Hilfreich sind dabei auch die einzelnen Kapitel. immer wieder wird dieser Thema sehr gut mit eingebunden und man kann es so sehr gut aufgreifen. Auch die kleinen Fragestellungen am Ende des Kapitel sorgt dafür, dass man ins Gespräch kommt.
Sehr gut haben mir auch die bunten Illustrationen gefallen, die das Ganze sehr gut abrunden und auflockern.
Eine richtig tolle Idee finde ich den Elternteil am Schluss, der noch einige Tipps und Tricks bereithält. Dieser informiert nicht nur über das Thema Ängste, sondern gibt auch tolle Tipps fürs Vorlesen und auch über die Denk- und Logikprozesse von Kindern. Ein wirklich sehr hilfreicher und informativer Elternteil, der hier auch noch zusätzlich sehr gut unterstützt und die Themen aufgreift.
Fazit:
Ein wundervolles, tiefgründiges und sehr liebevolles Kinderbuch, aus dem die Kleinen und auch die Erwachsenen sehr viel ziehen können, und die Problematik von Ängsten kindgerecht angegangen wird.
Rezensionen von Harakiri:
stimmt nachdenklich
Die Mitternachtsbibliothek Roman. Gebunden. von Haig Matt
„Das Leben beginnt auf der anderen Seite der Verzweiflung“ S. 304 J.P. Sarte
Doch durch diese Verzweiflung muss Nora erst einmal durch. Nachdem sie vermeintlich alles verloren hat, nimmt sie eine Überdosis Schlaftabletten und landet zwischen Leben und Tod in der Mitternachtsbibliothek. Dort stehen Millionen von Büchern, die alle einen Abzweig in ihrem Leben beschreiben.
Und Nora hat die Wahl: welches Leben möchte sie leben?
Dass das gar nicht so einfach ist und dass es in jedem Leben Zitronen gibt, diesen Weg gehen wir mit Nora gemeinsam. Denn egal, welchen Abzweig Nora nimmt und welche Reue sie wiedergutmachen möchte – es gibt immer ein Haar in der Suppe, das uns das Leben manchmal verleidet. Das perfekte Leben ist halt mit Ecken und Kanten, nur erkennt Nora das nicht gleich.
Ein Buch, das sehr schön geschrieben ist, oftmals ins Philosophische abdriftet und den Leser nachdenklich macht. Denn wer erkennt sich nicht wieder in diesem Buch? Wer hat nicht schon etwas bereut oder im Nachhinein erkannt, dass ein anderer Weg vielleicht der bessere gewesen wäre? Doch dass genau dieses „Falschabbiegen“ auch eine Chance ist und uns zu den Menschen macht, die wir sind, das beschreibt Haig in seinem neuen Buch.
„Nora wollte in einer Welt leben, in der es keine Grausamkeit gab, aber die einzigen Welten, die zur Verfügung standen, waren nun einmal Welten mit Menschen darin“.
Was für ein harter Satz! Aber auch er bringt Nora auf ihrem Weg zu ihrem eigenen Ziel weiter. War Nora mir am Anfang noch nicht wirklich sympathisch durch all ihr Gejammer, gelang es Haig im Verlaufe des Buches, eine Protagonistin herauszuarbeiten, die sehr vielschichtig war und am Ende erkennt, dass man selber aktiv werden muss, um sein Leben zu gestalten und dass Liebe auch an unerwarteten Orten auf einen wartet.
Fazit: Das Buch ist flüssig und anschaulich geschrieben, wird zwischendurch allerdings teilweise durch Parallelwelttherorien etwas ausgebremst. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau und ich mochte das Buch, nachdem Nora sich etwas gefangen hatte, sehr gerne. Die Idee mit den Büchern und den dadurch entstehenden Geschichten fand ich zudem total klasse.
Rezensionen von PMelittaM:
Spannender historischer Roman
Die Rache des Lombarden von Petra Schier
Köln, 1424: Erst werden Aleydis de Bruinkers Mündel mit Waffengewalt aus ihrem Haus geholt, dann treibt ein Rächer in Köln sein Unwesen, den Aleydis angeheuert zu haben scheint. Gut, dass wenigstens Gewaltrichter Vinzenz van Cleve an ihrer Seite steht, auch wenn sie ihn schon wieder verärgern muss …
Der dritte Band der Trilogie setzt fort, was die Vorgängerbände begannen, Aleydis hat nicht nur mit dem Erbe ihres Mannes zu kämpfen, sondern auch mit dessen Verwandtschaft, die nun sogar handgreiflich wird.
Das zieht Verletzte und Tote nach sich und auf Aleydis legt sich einmal mehr ein Schatten. Auch privat tut sich so einiges bei ihr, ihrem Haushalt und ihren Verwandten und Freunden.
Ich empfehle, unbedingt zunächst die beiden Vorgängerbände zu lesen, denn die Ereignisse bauen aufeinander auf und es würde einem doch viel Wissen fehlen, würde man erst mit Band 3 einsteigen. Die Charaktere sind alle bereits bekannt, man weiß, wen man mag und wen nicht. Trotzdem ergeben sich natürlich einige Veränderungen.
Am Ende sind nicht alle Fragen geklärt, aber liest man Petra Schiers Nachwort, ist das beabsichtigt, mich als Leserin bringt es dazu, mich noch länger mit der Geschichte zu beschäftigen, und mir meine eigenen Gedanken zu machen – finde ich durchaus okay.
Nicht beabsichtigt ist es offenbar, die Reihe fortzusetzen, aber ich hoffe mal auf „Sag niemals nie“, denn Stoff würde die Autorin sicher finden und ich möchte schon wissen, wie es in der einen oder anderen Beziehung weitergeht. Andererseits, wenn man sieht, wie z. B. Adelinas Familie auch hier ihre, wenn auch kleinen, Auftritte bekommt, und man so ein bisschen darüber erfährt, wie es Ihnen ergangen ist, kann man sicher auch bei Aleydis und ihren Lieben darauf hoffen, sie in anderen Romanen der Autorin wiederzutreffen.
Die Geschichte ist einmal mehr spannend, und der Leser kommt gar nicht umhin, mitzurätseln, und sich seine eigenen Gedanken zu machen. Was mir gut gefällt, ist die der Zeit angepasste Sprache, in der erzählt wird. Außerdem mag ich es, dass nicht nur aus Aleydis Perspektive sondern auch aus Vinzenz‘ erzählt wird, und man so oft ineinandergreifende Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln erleben kann. So lernt man diese beiden Charaktere zusätzlich besser kennen.
Ich bin ein großer Fan der historischen Romane Petra Schiers, und auch hier hat sie mich wieder überzeugt – die Geschichte ist spannend, regt meine eigenen Gedanken an und bringt mich regelrecht in das Köln des 15. Jahrhunderts. Ich vergebe gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Claudia R:
gute Idee ... Umsetzung ausbaufähig
Lea und das Labyrinth der Zeit von Michael Engler
Klappentext / Inhalt:
Zeitreisen, zarte Gefühle und eine dunkle Bedrohung
Sommerferien auf dem Bauernhof in einem verschlafenen Kaff - für die 14-jährige Lea klingt das ungefähr so spannend wie Fußpilz und Herpes zusammen. Doch als sie eines Abends in der Dämmerung einen fremden Jungen beobachtet, der heimlich durch den Garten schleicht, nimmt ihr vermeintlich öder Sommer eine drastische Wendung: Der 16-jährige Moritz ist ein Zeitreisender! Und als wäre das nicht schon unglaublich genug, warnt er vor einer dunklen Macht, die die gesamte Menschheit auszulöschen droht .
.. (übernommen)
Cover:
Das Cover finde ich durch seine Farbgebung und Gestaltung sehr gut gelungen. Es hat etwas mystisches und interessantes an sich und macht so auf den Inhalt neugierig.
Meinung:
Rein vom Optischen finde ich das Buch sehr schön, auch die innere Gliederung, das Cover und die gesamte Gestaltung ist sehr schön und stimmig und verleitet zum Kauf.
Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und sind gut gegliedert und auch der Schreibstil an sich ist recht flüssig und lässt sich gut lesen.
Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, jedoch habe ich nicht richtig in das Buch als gesamtes hinein gefunden. Das gewisse etwas hat mir hier gefehlt. Es bleibt alles leider sehr oberflächlich und mir fehlt hier die Spannung und der Anreiz weiter zu lesen.
Die Charaktere bleiben recht blass und ich konnte mich leider nicht so recht in diese hineinversetzen. Lea ist mir eher etwas unsympathisch und so recht konnte ich mich mit ihr nicht identifizieren. Zudem ist sie recht abweisend, kühl und launisch gegenüber einigen Charakteren und dann ändert sich dies plötzlich. Ihre pubertären und launischen Phasen sind hier recht anstrengend und behindern so eher die Handlungen und die Geschichte.
Der Anfang ist recht gut und auch die Idee an sich hat Potenzial. Aber leider steigert sich die Spannung nur langsam und bleibt dann auf einem Level stecken, ohne weiter voran zu kommen. Auch alle Fragen werden zum Ende hin nicht geklärt und so einiges bleibt ungewiss. Vieles wird nur sehr oberflächlich abgehandelt und es ist dabei einfach zu langatmig, hier könnte man mehr Spannungsmomente einbauen.
Leider hatte dieses Buch so einige Schwäche, so dass es meines Erachtens noch ausbaufähig ist.
Fazit:
Die Idee dahinter ist sehr schön, jedoch hapert es an den Charakteren und der Umsetzung.
Rezensionen von C. P.:
Wenn aus Fremden Freunde werden
Wir zwei im Winter von Michael Engler
Ein liebevoll gezeichnetes und erzähltes Buch über tierische Freunde, die sich auf den Winter vorbereiten. Dabei treten jedoch einige Probleme auf: Der Eingang zum Bau von Hase und Igel ist durch den Wind kaputt gegangen und irgendwer klaut dem Eichhörnchen die mühsam versteckten Vorräte. Sind die beiden Fremden schuld, die sich neuerdings im Wald herumtreiben? Der Igel geht freundlich auf Biber und Wiesel zu, während Hase und Eichhörnchen den Fremden ablehnend gegenüberstehen.
Haben sie jetzt etwa auch Freund Igel an die beiden Fremden verloren? Ein fürchterlicher Gedanke. Zum Schluss gibt es natürlich für alle ein glückliches Ende und einen gemütlichen Winter, aus anfänglicher Skepsis wird wahre Freundschaft. In weiteren kleinen Rollen sind eine Maus und ein Rotkehlchen stets mit dabei.
"Weil man Freunden hilft", sagte das Wiesel.
Die Anzahl der Tiere ist angenehm übersichtlich, die Tiere sind gut voneinander zu unterscheiden und die Mimik, ob jemand grad glücklich, traurig oder sauer ist, gut zu erkennen. Freundschaft und Hilfsbereitschaft sind hier ebenso gut dargestellt wie das Einsehen von Fehlern und Vorurteile oder die Angst, einen Freund zu verlieren. Ein wunderschönes Vorlesebuch nicht nur für Herbst und Winter.
Rezensionen von Claudia R:
spannend ... mutig
Wir zwei im Winter von Michael Engler
Klappentext:
Der zehnjährige Remus kommt mit allen gut aus und ganz besonders mit Mira, dem taffsten Mädchen der 5b. Den neuen Freund seiner Mutter könnte er dafür zum Mond schießen. Der glaubt doch tatsächlich, er müsse ihn erziehen. Dabei braucht Remus keinen neuen Vater. Um besser nachdenken zu können, zieht er sich auf den versteckten Bootssteg zurück, den er zufällig entdeckt hat.
Da passiert etwas Merkwürdiges: Er kann plötzlich in den See hineinschauen und sich mit den Fischen unterhalten. Dabei erfährt er, dass ein Hecht in lebensbedrohlicher Not ist. Remus möchte ihm unbedingt helfen. Doch dafür müsste er seine Angst vor dem Tauchen überwinden. Zu allem Unglück verschwindet auch noch sein Geburtstagsgeschenk. Ob seine neuen glitschigen Freunde ihm helfen können, es wiederzufinden?
Cover:
Das Cover ist sehr schön gestaltet. Man sieht einen grimmig dreinschauenden Fisch, einen tauchenden Jungen und ein Fahrrad im Wasser. Auch der Hintergrund ist sehr schön gestaltet und auf viele kleine Details wurde geachtet. Ein Cover, dass neugierig macht.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und sind sehr schön gegliedert. Die Kapitelanfänge heben sich durch kleine Illustrationen hervor.
Die Illustrationen am Kapitelanfang sind sehr schön gewählt und lockern das Ganze sehr gut auf. Auch die Kapitelüberschriften sind gut gewählt, recht kurz und verraten nicht zu viel.
Die Geschichte selbst ist sehr spannend gewählt und handelt über das Überwinden von Ängsten, Mut und Freundschaft. Diese tollen Botschaften über Freundschaft und Mut werden sehr schön in die Geschichte mit eingebunden.
Die Geschichte rund um Remus und seinen glitschigen tierischen Freunden, sowie der Konfrontation seiner Ängste, um seinen Freunden zu helfen, wird hier sehr spannend erzählt. Auch die andere Charaktere sind sehr gut durchdacht und man kann sich in diese und auch in die Handlungen und Geschehnisse sehr gut hineinversetzen und nach vollziehen. Es wird alles sehr bildlich und anschaulich erzählt, so dass sich regelrecht ein Kopfkino entwickelt und man alles fast bildlich vor Augen sieht.
Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, um nicht zu Spoilern, lest diese Geschichte am besten selbst. Denn ich kann diese nicht nur für die kleinen Leser empfehlen, denn auch Große können sehr viel aus dieser Geschichte mitnehmen. Eine Geschichte für die ganze Familie, die mir sehr gut gefallen hat und mich sehr gut unterhalten konnte.
Fazit:
Eine Geschichte für die ganze Familie mit Themen, wie Freundschaft, Mut und Überwindung von Ängsten.
Rezensionen von greenpanda:
Unterhaltsam und kurzweilig
Könnt ihr mal das Segel aus der Sonne nehmen? von Johannes Erdmann
Zahlreiche lustige, kuriose und mitunter auch seltsame Episoden sowie viel Lehrreiches über die Exumas, Bali und seine Bewohner sowie das Segeln an sich - all das und viel mehr wartet in diesem Buch von Johannes Erdmann.
Was der Charterskipper und seine Frau in den letzten Jahren so alles mit ihren Gästen erleben durften oder auch mussten, sorgt für eine angenehme und kurzweilige Leseerfahrung.
Die Kapitel sind schön kurz und sehr abwechslungsreich. Ob es da um den Gast geht, der seine eigene Zigarettenasche trinkt, eine romantische Verlobung mit Hindernissen oder um Kakerlaken-Probleme - dem Autor gelingt es, dem Leser ein plastisches Buch der schönen und auch herausfordernden Seiten eines Charterskipper-"Alltags" aufzuzeigen... ich habe beim Lesen jedenfalls immer wieder herzlich gelacht und mich über die ein oder andere Merkwürdigkeit menschlichen Verhaltens gewundert. Und gleichzeitig große Lust bekommen, selbst einmal die Exumas an Bord eines Segelboots oder Katamarans zu bereisen - es musst traumhaft schön sein!
Daumen hoch für ein abwechslungsreich geschriebenes Buch aus dem Leben, das definitiv Lust auf Reisen macht!
Rezensionen von Claudia R:
lustig, humorvoll und tiefgründig ...
7 Tage sturmfrei von Juma Kliebenstein
Klappentext:
Endlich sturmfreie Bude - das wird großartig! Da sind sich Mira, Tom und Charlie einig. Und sie haben auch direkt eine großartige Idee: Um ihr Taschengeld aufzubessern, vermieten sie einfach das Elternhaus. Nur dumm, dass gerade eine Metal-Band einzieht! Richtig brenzlig wird es dann, als die Eltern nach ihrer Rückkehr ein halbes Schwein in der Tiefkühltruhe entdecken.
Auch die demolierte Mauer an der Einfahrt muss erklärt werden und und und ... Jetzt müssen die Geschwister beweisen, dass sie für alles eine gute Ausrede haben.
Cover:
Das Cover wirkt sehr chaotisch, lässig und humorvoll und macht auf eine lockere und witzige Geschichte aufmerksam.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr locker, flüssig und lässt sich angenehm und leicht lesen.
Es wird aus der Sicht der 11 jährigen Charlie geschrieben aus der Ich-Perspektive. So kann man sich sehr gut in sie und auch in die Handlungen und Geschehnisse hinein versetzen. Es gibt zwei verschiedene Zeitperspektiven. Zu einen, als die Eltern nach dem Urlaub wieder zurück sind und dann, was in der Zeit zuvor, in der Abwesenheit passiert ist.
Die verschiednen Zeitebnen sind sehr gut mit einender verknüpft und so stellt sich nach und nach immer mehr raus, was passiert ist. Dies hebt zudem die Spannung und macht das Ganze noch interessanter. Die Story wird sehr humorvoll und lässig erzählt und zudem werden wichtige Themen, wie Behinderungen, Mut, außergewöhnliche Freundschaften, Vorurteile, Erwachsen werden und Toleranz mit angesprochen. Diese Themen werden sehr gut mit eingebunden und altersentsprechend behandelt.
Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und haben mir sehr gut gefallen. Sie kommen sehr lebensecht und authentisch rüber und sind zudem sehr sympathisch.
Auch wenn die Situationen teils sehr chaotisch sind , so kommt es sehr spritzig und humorvoll rüber und gibt einem zudem eine Menge Denkanstöße. Die Geschichte selbst ist sehr unterhaltsam und spannend aufgebaut und es macht sehr viel Spaß dieser zu folgen. Die Ereignisse in Abwesenheit der Eltern werden nach und nach aufgelöst. Die Idee das Haus zu vermieten und damit etwas Geld für die Haushaltskasse zu bekommen ist ganz interessant, doch mit einer Metal-band und all den Ereignissen hätte so wohl niemand gerechnet.
Doch zu viel vom Inhalt möchte ich hier nicht vorweg nehmen, um nicht zu viel zu verraten.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und mich auch sehr gut unterhatten. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht. Die Erzählperspektive aus der ich-Perspektive von Charlie, sehr gut gewählt und die Geschichte spannend und humorvoll aufgebaut mit sehr viel Charme, Witz und Esprit. Eine außergewöhnliche, unterhaltsame Geschichte mit einer Menge lustigen Stellen, aber auch Themen, die zum Nachdenken anregen und tiefgründig sind.
Fazit:
Lustig, humorvoll, aber auch nachdenklich und tiefgründig....
Rezensionen von Marie aus E.:
Packender Auftakt
Amissa. Die Verlorenen von Frank Kodiak
Rica und Jan Kantzius sind ein Paar, das auch beruflich zusammenarbeitet.
Jan ist Ex-Polizist und nun Privatdetektiv und Rica arbeitet für eine Hilfsorganisation, die nach vermissten Personen sucht und ist praktischerweise sehr fit im Bereich IT.
Die beiden schliddern auf einer Autobahn-Raststätte in ihren aktuellen Fall, sie werden zufällig Zeuge eines Geschehens.
Der Thriller hat ein unglaubliches Tempo. Er startet gleich mit Vollgas und das wird auch die 400 Seiten beibehalten. Niemals ein paar Seiten mit angezogener Handbremse, man hechelt als Leser*in atemlos durch das Buch. Wow!
Das Thema um die verschwundenen Teenager geht als Elternteil schon sehr an die Nieren, die Gefahren von Internet & Co versus Pubertäts/Abgrenzungsproblemen und schwindenden Einfluss der Eltern, uff.
Der Thriller ist brutal, besonders gegen Ende hin, nichts für schwache Nerven. Das Ermittlerpaar ist spannend, aber fast ein wenig arg überzeichnet; die ständigen Liebesbeteuerungen fand ich etwas sehr bemüht, andererseits mal eine nette Abwechslung zum sonst üblichen verkorksten Ermittler-Privatleben.
Der bei Thriller-Reihen inzwischen schon erwartbare Cliffhanger zum Ende darf natürlich auch hier nicht fehlen (grrr....).
Fazit: temporeicher Thriller, der meinen Geschmack voll getroffen hat.
Rezensionen von Streiflicht:
Tolles Buch zum Mitmachen
Malen nach Zahlen - Vorschule: Erste Zahlen von Martine Richter
Dieses Buch hat mir auf den ersten Blick gefallen und es hält auch, was es verspricht. Ich habe es für mein Patenkind gekauft, denn sie ist jetzt viel zu Hause und langweilt sich ohne ihre Kindergartenfreundinnen. Mit etwas Hilfe kommt sie hier schon gut zurecht und kann nebenbei auch spielerisch ein bisschen was lernen.
Sie ist gerade fünf geworden, da passt das perfekt. Dass sie selbst leicht überprüfen kann, ob alles stimmt, ist wunderbar. Das motiviert sie und so bleibt sie auch dran. Sie kann sich nicht immer so gut konzentrieren, weil hier aber Rätsel gelöst werden müssen, die sie neugierig machen, bemüht sie sich. Gleichzeitig kann sie ihre Feinmotorik üben und lernen, besser mit den Stiften umzugehen und genauer auszumalen. Der Erfolg macht sie stolz und so füllt sich Seite um Seite quasi wie von selbst.
Ein tolles Buch, davon hätten wir gerne mehr!










