Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sophie H.:
Feenomenal!
An einem Freitag, dem dreizehnten, soll sich das Leben von Elfrun Schmidt, genannt Elfie, komplett ändern. Elfie muss an diesem Tag ihren kleinen Bruder zu einem Vortrag ins Planetarium begleiten. Dort wird Elfie von einer Art Blitz getroffen und fällt in Ohnmacht. Doch das ist noch nicht das Schlimmste! Am nächsten Tag wird sie auf der Schultoilette unsichtbar.
Nun erfährt Elfie, dass der Blitz, der sie im Planetarium getroffen hatte, in Wahrheit ein Feenstrahl war. Durch diesen Feenstrahl ist Elfie nun selber zu einer Fee geworden. Die Feen des Berliner Feenzirkels sind davon alles andere als begeistert. Schließlich war das so nicht geplant, zumal Elfie nun die 13. Fee ist, was ja nur Unglück bringen kann. Auch Elfie freut sich nicht die Bohne, muss sie nun doch nachmittags auch noch die Schulbank in der Elfenschule drücken. Dabei hatte sie doch im Planetarium Adriano kennengelernt, der sich so nett um sie gekümmert hatte. Mit dem würde sie viel lieber ihre Freizeit verbringen. Doch dann scheint die Prophezeiung einzutreten: Die 13. Fee bringt das Unglück über den Berliner Feenzirkel! Obwohl sich Elfie unfassbare Mühe gibt, alle Anweisungen und Regeln zu befolgen, geschieht ihr ein Missglück nach dem anderen und sie bringt den gesamten Feenzirkel in große Schwierigkeiten. Aber geht das mit rechten Dingen zu? Oder will da jemand Elfie eins auswischen?
Mich hatte schon das tolle Cover sehr angesprochen. Je länger man es betrachtet, desto mehr entdeckt man darauf. Erst beim Lesen habe ich dann gemerkt, dass jedes Detail zum Buch passt. Auch im Innenteil gibt es tolle Vignetten zu Beginn eines jeden Kapitels und jedes Kapitel hat auch eine andere Gestaltung der Seitenzahlen. Aber auch der Inhalt des Buches konnte mich voll und ganz überzeugen: eine Portion Phantastisches, gewürzt mit der ersten Liebe und auch der Krimi kommt hier nicht zu kurz. In der Mitte des Buches nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf und vor allen Dingen nimmt sie eine Wendung, die absolut unvorhersehbar war! Der Schreibstil von Christina Wolff ist locker und lustig zugleich. Man fliegt nur so über die Seiten, was die Cliffhanger am Kapitelende noch verstärken. Das Buch wendet sich an Mädchen ab 11 Jahren. Die Geschichte dürfte voll den Geschmack der Zielgruppe treffen. Von mir bekommt dieses große Lesevergnügen 5 Sterne!
Rezensionen von Claudia R:
düster, spannend und rätselhaft
Klappentext:
Eine Frau wird ertränkt. Eine Frau wird vergiftet. Ein Mann wird gesteinigt. Ein Mann wird erdolcht. Ein Mann wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Eine Frau wird zerquetscht. Eine Frau wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Sieben Morde aus einer fiktiven Bestseller-Trilogie. Jetzt werden sie realisiert.
Und Sie sind Zeuge.
Cover:
Ein großes X ziert das Cover und eigentlich ist es recht einfach gestaltet, aber dennoch sehr eindrücklich und einprägsam. Das X sticht zwar sehr hervor, aber bei genauerer Betrachtung sind auch noch ein mystisch wirkender Hintergrund, mit vielen Bäumen und einen umgebenden Schleier, erkennbar. Toll ist auch die farbliche Gestaltung der Seitenränder in einem hervorstechenden Rot-Ton.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es lässt sich sehr locker und gut lesen.
Die Kapitel sind recht kurz gewählt und es wirkt daher sehr lebendig und spannend. Von Beginn an geht es sehr rasant und spannend los und nimmt dann immer weiter an Fahrt auf.
Während der Bestseller Autor Roger Koponen auf Erfolgstour ist, wird seine Frau zu Hause tot aufgefunden. Eine Reihe weiterer Morde folgen und es scheint sich ein Muster herauszukristallisieren. Jessica Niemi und ihr Team stellen fest, dass es sich bei den Morden, um die Nachbildungen der Taten aus den Büchern des Autors Roger Koponen handeln. Doch der Täter scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein.
Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte und auch nicht zu viel der Spannung nehmen will.
Die unterschiedlichen Perspektiven und Perspektivwechsel sorgen für zusätzliche Spannung. Die Handlungen und Geschehnisse sind nachvollziehbar und man kann diesen sehr gut folgen. Im Verlauf des Buches wird die Spannung sehr gut aufgebaut, jedoch geht diese mir zum Ende hin verloren. Das Ende war mir irgendwie zu flach, als würde dort noch etwas fehlen. Auch wenn es erst der Anfang einer Reihe ist, so hätte ich mir für das Ende des ersten Teils, doch etwas mehr gewünscht.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und auch die Kommissarin Jessica Niemi macht ihre Sache gut. Auch Emotionen und Gefühle wurden gut vermittelt und man folgt der Story sehr gern. Doch ist hier noch ein wenig Luft nach oben.
Das Buch konnte mich durch düstere und rätselhafte Elemente und Momente sehr gut unterhalten.
Ich bin schon sehr auf den Verlauf der weiteren Bände gespannt und hoffe nicht allzu lange auf den nächsten Band warten zu müssen.
Fazit:
Auftakt einer spannenden, neuen Thriller-Reihe aus Finnland, die durch düstere und rätselhafte Elemente überzeugen kann.
Rezensionen von Natalie:
Mafia in Südtirol
Das dunkle Dorf von Lenz Koppelstätter
Inhalt:
Wieder einmal müssen sich das erfolgreiche Ermittlerteam rund um Commissario Grauner einem neuen Fall stellen, der sie ins winterliche Grödnertal führt. Dort wird in einem Hotel die Leiche eines Gemeindepolizisten gefunden. Bevor Commissario Grauner, Saltapepe und Tappeiner mit ihren Ermittlungen richtig loslegen können, werden sie jedoch schon wieder vom Fall abgezogen - es scheint einem Zusammenhang mit der Mafia zu geben und somit übernehmen andere.
Zeitgleich muss Saltapepe untertauchen, da ihn seine Vergangenheit einholt und er glaubt, ein ihm bekanntes Mafia Gesicht in Wolkenstein gesehen zu haben, welches Rache geschworen hat. Grauner ist indessen gemeinsam mit seiner Frau Alba auf der Suche nach ihrer Tochter Sara, die seit Tagen verschwunden ist. Bald wird Grauner klar, dass dies alles irgendwie zusammenhängt.
Meinung:
Wie auch schon in den vorherigen Bänden wird die Spannung im Buch schnell aufgebaut. Die bekannten Haupt-Akteure lassen auch dieses Mal wieder gekonnt ihre Eigenheiten bei der Bearbeitung des Falls einfließen, was die Buchreihe für mich so toll macht. Auch sorgen immer wieder Lacher für eine tolle Auflockerung und passen gleichzeitig genau in die Gesamtgeschichte. Dieses Mal ist Commissario Grauner als auch Saltapepe persönlich betroffen, was dem Ganzen nochmal eine besondere Note verleiht.
Fazit: Ich liebe die Reihe um Commissario Grauner und seinem Team. Auch der aktuelle Fall liest sich flüssig, scheinbar zuerst nicht miteinander verwobene Szenen werden nach und nach hinsichtlich Zusammenhang aufgelöst, die Spannung bleibt bis zum Schluss aufrecht. Man muss das Ermittlerteam einfach mögen. Wer Krimis und Berge mag, wird diese Reihe lieben. Somit auch für den aktuellen Band aus der Reihe eine klare Leseempfehlung - ich hoffe, es war nicht der Letzte.
Rezensionen von Sago:
Hulduvolk
Nordstern - Der Ruf der freien Pferde von Karin Müller
Als Fan der "Nordlicht"-Reihe darf ich mir die Rückkehr in Karin Müllers magisches Island natürlich nicht entgehen lassen.
Zunächst war ich dann aber sehr wehmütig, weil die Geschichte nicht mit Elin und Kári zu tun hat, sondern wir hier vielmehr in Jorunns Vergangenheit reisen. Diese war damals noch keine mächtige Heilerin, sondern ein vaterloses deutsches Mädchen namens Erla, einige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg, das mit seiner Mutter nach Island auswandert, auf der Suche nach Arbeit.
Unvermutet wird Erla aber auf einem anderen Hof untergebracht als ihre Mutter, wo sie die einheimische Familie nicht sehr gastfreudlich aufnimmt. Einzige Freuden Erlas sind die Islandpferde und das geheimnisvolle, versteckt lebende Hulduvolk, das Erla fast als einzige sehen kann. Besonders der freundliche Andri hat es Erla angetan...
Stärken des Buches sind wieder der Mix aus Realität und magisch anmutenden Szenen um das wunderbare Hulduvolk, die verschrobenen, wahrscheinlich authentisch dargestellten Einheimischen, die Islandpferde und die herrliche isländische Natur. Auch fand ich es durchaus interessant, etwas über Jorunns Geschichte zu erfahren. Trotzdem hat mich das Buch um einen Stern weniger begeistert als die Nordlichtreihe. Das Jahr 1950, in dem das Buch spielt, hat mich einfach nicht so packen können wie die in der Gegenwart angesiedelte Serie. Erla wirkt absolut nicht wie ein vor dem zweiten Weltkrieg geborenes Kind, was auch ihre Sprache widerspiegelt.
Den dramatischen Cliffhanger am Ende hätte ich mir ein wenig sanfter gewünscht, da man doch etwas auf den nächsten Teil warten muss. Verwirrt hat mich wieder, dass das Hulduvolk im Buch nicht als Elfen gesehen wurde, sondern als etwas daneben Vorkommendes. Soweit mir bekannt, werden die Huldu häufig als eine Unterart der Elfen beschrieben. Hier hätte ich mir ein paar erklärende Worte gewünscht.
Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band, ach was, auf noch einige Bücher aus diesem zauberhaften Island.
Rezensionen von PeLi:
großartig
Nordstern - Der Ruf der freien Pferde von Karin Müller
Zum Inhalt:
Rose Gold glaubt bis zu ihrem 18. Lebensjahr, dass sie schwer krank ist. Für sie ist es ganz normal gewesen, im Rollstuhl zu sitzen, nicht normal essen zu können, nie andere Kinder sehen zu dürfen, daheim von ihrer Mutter unterrichtet zu werden... Als sie 18 Jahre alt ist, kommt sie dahinter, dass sie diese schlimmen Symptome immer nur hatte, weil ihre Mutter sie seit frühester Kindheit vergiftet hat.
Das Mädchen befreit sich mit Hilfe von Außen und ihre Mutter muss ins Gefängnis. Jahre vergehen, in denen die beiden keinen Kontakt mehr haben und trotzdem ist es Rose Gold , die Patty nach 5 Jahren aus dem Gefängnis abholt und sie sogar in ihrem Zuhause aufnimmt. Patty geht davon aus, dass Rose Gold ihr verziehen hat und dass sie sich mit ihr versöhnen will und so zieht sie bei ihr und ihrem Baby ein. Im Stillen macht sie auch schon Pläne, das Zepter im Haus schon bald wieder übernehmen zu können. Doch was sie nicht ahnt: Ihre Tochter ist nicht mehr das arme Opfer von früher und hat bereits eigene Pläne geschmiedet . Und so beginnt ein Machtkampf zwischen Mutter und Tochter, bei dem auch vor richtig fiesen Mitteln nicht zurückgeschreckt wird.
Meine Meinung zu dem Buch:
Ich habe die 409 Seiten in einem Rutsch durchgelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Ich glaube, das beweist schon, wie sensationell ich dieses Buch finde. Obwohl es hier eigentlich um ein wirklich trauriges Thema ging, fand ich diese Geschichte nicht deprimierend, sondern habe mich bestens unterhalten gefühlt, denn die Autorin hat sich für ihre Protagonisten richtig fiese Bösartigkeiten einfallen lassen. Sympathisch war mir in der Geschichte fast keiner. So gut wie jeder hatte irgendwelche Macken, einige sogar echte psychische Störungen. Aber gerade das fand ich so fesselnd.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht der beiden Hauptpersonen. In dem einen Handlungsstrang kommt Rose Gold selbst zu Wort und man begleitet sie vom Tag der Verhaftung ihrer Mutter bis kurz vor deren Entlassung aus dem Gefängnis. Man erlebt, wie sie vom schüchternen, ängstlichen Mädchen zur selbstständigen jungen Frau wird, aber wird gleichzeitig Zeuge, dass ihre schlimme Kindheit auch in ihrer Psyche großen Schaden angerichtet hat.
Im zweiten Handlungsstrang ist Patty die Erzählerin und man folgt ihr ab dem Zeitpunkt ihrer Entlassung und ihrem Einzug ins Haus der Tochter. Der Schreibstil von Stephanie Wrobel gefiel mir sehr gut, denn sie erzählt nicht einfach nur, was die beiden Frauen tatsächlich erleben, sondern man kann auch einen Blick in den Kopf der beteiligten Personen werfen und gerade die Gedanken der beiden , nicht gerade psychisch unauffälligen, Frauen waren oftmals so richtig böse und hinterhältig. Während sie nach vorne Nettigkeiten austeilten, schmiedeten sie in ihrem Kopf längst wieder gemeine Pläne. Und da beide auch immer Gedankensprünge in die Vergangenheit machten, erfuhr man nach und nach, wie es überhaupt so weit kommen konnte.
Spannend wurde es dadurch, dass man irgendwie bis zum Schluss nicht wusste, wer von den beiden denn am Ende gewinnt, oder ob es dabei vielleicht sogar nur Verlierer geben wird.
Obwohl das Jahr ja eigentlich erst begonnen hat, ich weiß jetzt schon, dass "Darling Rose Gold" auf jeden Fall zu meinen Lesehighlights in diesem Jahr gehören wird und ich hoffe sehr, dass die Autorin noch viele Bücher in dieser Art schreiben wird.
Rezensionen von Claudia R:
stimmiges und wundervolles Finale ...
Nordstern - Der Ruf der freien Pferde von Karin Müller
Klappentext:
Eine folgenschwere Entscheidung, ein ungewöhnlicher Deal und ein letztes Spiel auf Leben und Tod... "Wie wäre es mit einem Geschäft, mein Kind?" Bei solch einem Vorschlag von Audorn kann ja nichts Gutes herumkommen. Außerdem hat Edda gerade ganz andere Sorgen, nicht zuletzt das ominöse Verschwinden ihres Onkels.
Wer steckt diesmal dahinter, zumal Eddas Großvater seine Hände in Unschuld wäscht? Eddas Spurensuche führt sie an altbekannte Schauplätze, doch nur an einem soll ihre Suche enden; und was sie dort entdeckt, wird alles Bisherige unwiderruflich verändern ...
Begleitet Edda durch ihr finales Abenteuer auf der Jagd nach der legendären Formel ihres Vaters...
Cover:
Das Cover finde ich sehr interessant gewählt. Es zeigt ein Schachbrett, wobei es nach einer Schach matt Situation aussieht und zudem auf einigen der dunklen Schachfelder die Taaffeit-Formel BeMgAl4O8 erkennbar ist. Elemente des Buches werden hier in dem Cover aufgegriffen, eine sehr tolle Idee, die sehr gut umgesetzt wurde.
Meinung:
Dies ist der siebente und finale Band der Betony-Reihe und ich war schon sehr auf diesen gespannt. Man sollte diesen nur lesen, wenn man die vorherigen Bände kennt, da diese aufeinander aufbauen und es ohne Vorwissen sehr schwer möglich sein wird, sich in diesen letzten Band hinein zu finden.
Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen. Wie gewohnt, findet man sich schnell in die Erzählungen der Autorin hinein. Diese beschreibt alles sehr bildhaft und gefühlvoll. Die Emotionen und Geschehnisse werden sehr gut vermittelt und die Story spannend und lebhaft erzählt.
Inhaltlich möchte ich gar nicht zu viel von dem siebten Band erzählen, um nicht zu viel zu Spoilern oder vorweg zu nehmen. Wer diese Reihe kennt, wird auch den finalen Band lieben.
Ein wundervolles und stimmiges Ende, welches keine Fragen offen lässt erwartet hier den Leser und konnte auch mich begeistern.
Besonders de Entwicklung der Charaktere in Verlauf der reihe hat mir sehr gut gefallen. Allen vorn Audorn, der von einem gemeinen Fiesling, doch sehr über sich hinaus gewachsen ist und auch Edda hat eine ziemliche Entwicklung hinter sich.
Es ist sehr schade, dass man sich nun von diesen lieb gewonnenen Charakteren verabschieden muss, aber leider ist dies meist am Ende einer Reihe so.
Auch dieser letzte Band ist wieder sehr spannend und emotional erzählt, so dass man ganz gebannt den letzen Seiten dieser Reihe folgt. Mich hat auch dieser letzte Band gefangen genommen und überzeugt und ich empfehle diese Reihe sehr gern weiter.
Fazit:
Ein spannendes, würdiges und stimmiges Finale, einer wundervollen Reihe, die damit zu Ende gegangen ist.
Rezensionen von Gaby 2707:
Sehr ansprechende (Vor)lesegeschichten
Nordstern - Der Ruf der freien Pferde von Karin Müller
Freitag ist Oma Tag. Da holt Oma die kleine Lotte vom Kindergarten ab und sie erleben allerhand zusammen. Sie gehen zum Wochenmarkt, hören einem Gitarrenspieler zu, Lotte darf bei Oma übernachten, sie fährt mit Papa und Oma Boot. Sie lernt, dass man für Flaschen Pfand bekommt, für andere nicht und wie man sie entsorgt.
Sie gehen in den Zoo und auf den Rummelplatz. Auch hat Lotte mal Husten und Schnupfen. Wir lernen Dackel Dieter kennen und gehen mit Lotte und ihrer Oma mit der Laterne.
Als erstes fällt das wunderschön und farbenfroh gestaltete Cover mit den beiden Hauptpersonen Lotte und ihre Oma ins Auge. In 18 kleinen Alltagsgeschichten lernen wir die Beiden näher kennen. Die Geschichten haben eine für Kinder ansprechende Länge und können auch sehr gut als Gute-Nacht-Geschichte gelesen werden. Kleine Zeichnungen, bei denen sich die Autorin nur an die Farben rot und grün hält, lockern die Geschichten auf und illustrieren das Geschehen.
Ich würde dieses Buch aber nicht nur für Kinder ab 3 Jahren empfehlen. Durch die große Schrift können sich auch Erstleser daran versuchen und lesen üben. Die Geschichten werden sicher auch ihnen gefallen.
Alles in allem ein wunderschön gestaltetes Buch mit Alltagssituationen, in denen sich die Kinder wiederfinden können.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Die Queen lässt ermitteln
Das Windsor-Komplott von Bennett S J
Im April 2016 wird Pianist Maxim Brodsky nach einer Abendeinladung im Windsor Castle in kompromittierender Lage tot in seinem Zimmer aufgefunden - gegen aussen muss dies verschwiegen werden. Der Geheimdienst findet schnell Verdächtige, doch die Queen glaubt nicht an deren Vermutung, was sie sich heimlich von einem Experten in dieser Frage bestätigen lässt.
Also lässt sie ermitteln. Sie beauftragt ihre stellvertretende Privatsekretärin Rozie Oshodi Erkundigungen einzuholen und gewisse Botengänge zu erledigen. Privatsekretär Sir Simon darf davon aber nichts mitbekommen. Er und viele andere im Palast denken, man dürfe die Queen nicht mit Details zum Mord behelligen. Lilibet wird behandelt, als seie sie weltfremd.
Noch vor der Hälfte erfährt man, dass bereits Rozies Vorgängerinnen von der Queen jeweils Geheimaufträge erhielten, und ebenfalls, dass die Queen es am Ende so darstellen wird, dass andere die Fälle lösten.
Natürlich hat das seinen Reiz, aber dies wird auf eine kühle elegante Art beschrieben. Einerseits passt diese zurückhaltende Art ins Königshaus, andererseits erlebt man eine Queen, die ihre Familie liebt und das Herz am rechten Fleck hat. Ihr Alltag kommt dazwischen: Termine, Veranstaltungen, Besuche von Präsidenten und und und. Die Zeit vergeht, der Fall ist nicht gelöst. Die Ermittlungen kommen nicht vorwärts - die Queen sieht das selbst so -, auch wenn Rozie sehr oft unterwegs ist.
Mir hätte es besser gefallen, wenn die Queen selbst mehr ermittelt und nicht so viel delegiert hätte. Oder zumindest die Ergebnisse mit Rozie diskutiert hätte. Da fehlte einfach etwas mehr Einsatz.
Zudem fand ich die Auflösung des Falles, bzw. den Grund für den Mord, nicht sehr interessant. Ebenso wie er der Queen präsentiert wurde: ein Déjà-vu für die Leser, die ja schon mitbekommen haben, um was geht, es fehlten nur noch ein, zwei Verbindungen oder Namen. Vielleicht wäre das anders, wäre da mehr Dynamik im Schreibstil gewesen.
Ein kleiner Funke Elan war da und zwar immer, wenn Prinz Philipp ins Spiel kam. Die Szenen mit ihm waren witzig, davon hätte ich gerne mehr gehabt. Ausserdem könnte ich ihn mir auch gut als Ermittler vorstellen - zusammen mit der Queen und Rozie, das wär der Hit.
Fazit: Theoretisch ist die ermittelnde Queen eine gute Idee, die Umsetzung haperte aber an der lahmen und spannungsarmen Handlung.
3.5 Punkte.
Rezensionen von Claudia R:
spannendes Fantasy-Werk
Shylandra von Julian Kappler
Klappentext:
Nach dem Erfolg der High-Fantasy-Reihe "Die Steine der Götter" entführt der Autor Julian Kappler seine Leser erneut auf eine abenteuerliche Reise durch den magischen Kontinent Solandien.
Shylandra ist eine Assassinin, eine Meuchelmörderin, allerdings steht sie im Dienste des Kaiserlichen Geheimdienstes und kämpft somit für das Gute.
Noch ahnt sie nicht, dass ihre nächste Mission sie bis an ihre Grenzen und darüber hinaus bringen wird. Denn auch die dämonischen Mächte des Bösen zerren an der Seele der jungen Frau und wollen sie vereinnahmen.
Nachdem Shylandra als Gefangene in den Tiefen der Kanalisation der Wüstenstadt Xemal erwacht ist, beginnt ihr Kampf gegen innere und äußere Dämonen. Wird sie diese Herausforderung mit Hilfe der zehn Götter meistern können oder den Versuchungen der finsteren Mächte erliegen?
Cover:
Das Cover ist sehr schön gestaltet. Zwei kreuzende blutige Schwerter, darum eine neblige Wolke, die Neugier und Interesse erweckt. Ein mystisch und magisch angehauchtes Cover, dass den Leser förmlich anzieht und auf jeden fall ein Hingucker ist. Auch die farbliche Gestaltung hat mir hier sehr gut gefallen.
Meinung:
Dies ist ein Einzelband, der unabhängig von der Reihe "Die Steine der Götter" zu betrachten ist und damit auch unabhängig davon gelesen werden kann.
Es spielt in der gleichen Welt, wie die oben genannte Reihe und damit für Leser, die diese kennen, ein bereits bekanntes Umfeld. Da mir diese Reihe bekannt ist, kam ich sehr gut auch in diesen Band und in die Welt hinein und traf auf allerhand bekanntes, was es sehr vertraut und angenehm machte.
In diesem Band lernt man Shylandra, eine Assassinin und Meuchelmörderin näher kennen.
Der Schreibstil ist auch hier, wie gewohnt, sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und angenehm lesen.
Die Kapitel sind zwar an sich recht lang, aber in sich weiter unterteilt und gegliedert und sind dadurch sehr angenehm zu lesen. Auch die Orts- und Zeitangaben sind recht hilfreich und dienen sehr gut der Orientierung.
Inhaltlich möchte ich hier eigentlich gar nicht zu viel verraten, um nicht zu viel vorweg zu nehmen.
Für Liebhaber der Reihe "Steine der Götter", aber auch für Neueinsteiger und Fantasy Fans an sich, ist dieser Einzelband sehr gut geeignet und ein Muss.
Mir hat auch dieses fantastische Werk des Autors wieder sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt, was noch alles aus seiner Feder entspringt.
Toll fand ich auch in diesem Buch wieder am Ende das Glossar, welches Bezug nimmt auf die einzelnen Personen und Götter. Wodurch man so mehr Informationen erhält und dies auch als gutes Nachschlagewerk dient, wenn man in der Geschichte mal nicht ganz weiter weiß. Auch die Karte zu Beginn, finde ich sehr gut und hilfreich.
Fazit:
Ein gelungener Einzelband mit Bezug zur großen Reihe "die Steine der Götter" und fantastischen Charakteren, sowie einer spannenden Story.
Rezensionen von C. P.:
Geniale SF-Idee, anstrengend zu lesende Umsetzung
Eines Menschen Flügel von Eschbach Andreas
Irgendwo, in einer fernen Zukunft auf einem weit entfernten Planeten: Die Ahnen der hier lebenden Menschen kamen einst von den Sternen, welche hier jedoch hinter einer immerwährenden Planetenhülle für aller Augen verborgen liegen. Um das Überleben ihrer Kinder zu sichern, hinterließen sie ihnen Bücher, nach deren Inhalt sie sich richten sollen.
Neben Wissenswertem wie Mathematik, Medizin und Herstellanleitungen wie z. B. für Papier enthalten diese Bücher Anweisungen zum gesellschaftlichen Zusammenleben, um Entwicklungen wie Überbevölkerung, Inzest und Habgier zu vermeiden. Das wichtigste Erbe jedoch sind die Flügel, welcher ein jeder Mensch auf seinem Rücken trägt. Damit können sie in den großen Nestbäumen wohnen und den Boden meiden, denn dieser ist vielerorts toxisch. Es gibt Flächen, welche Lebenwesen absorbieren wie eine fleischfressende Pflanze in Planetenform im Fast-Food-Modus, auch Margor genannt.
Nach mehr als tausend Planetenjahren versucht Owen, die planetare Hülle zu durchbrechen und die Sterne zu sehen. Er trainiert hart dafür, sein Ziel zu erreichen - wird er es schaffen? Und warum bedeutet dies eine Gefahr für das paradiesische Leben der Menschen? Eine Gefahr, vor welcher die Ahnen einst warnten?
Der Roman hat einen immensen Umfang, da lässt sich einiges an Handlung erwarten. Zumal ich vom Autor bisher stets wohldurchdachte Romane gewohnt bin. Entsprechend enthusiastisch wagte ich mich an diesen Wälzer heran. Warum mich diese grandiose Idee seines Romans dennoch nur mäßig begeistern konnte, versuche ich mal zu erklären.
Zuerst zur Idee: Die ist wirklich gelungen und entpuppt sich im Laufe des Romans als hervorragend durchdacht. Von zwischenmenschlichen Kleinigkeiten bis hin zum Worldbuilding ist alles in sich stimmig. Auch von den ursprünglichen Ahnen über Owens Bestrebungen, die Sterne zu sehen bis hin zu den darauf folgenden Konsequenzen - alles top! Tatsächlich hatte ich meinen Spaß daran, diese Handlung mit all ihren Hintergründen zu verfolgen. Das "Aber" folgt jedoch auf großen Schwingen: Die Umsetzung des Ganzen.
Der Autor hat sich dafür entschieden, jeden Abschnitt aus der Sicht einer anderen Person zu erzählen. Was zunächst nach Abwechslung klingt, bremst die Handlung leider immens aus, denn jede gewählte Person bekommt nur einen eigenen Abschnitt - und insgesamt hat Andreas Eschbach sich für rund 30 Personen entschieden! Das bedeutet: 30 Personen, die nicht nur das aktuelle Geschehen schildern, sondern zudem von sich, ihrem Leben und ihren Gedanken berichten. Im Extremfall sieht es so aus, dass z. B. an einer äusserst spannenden Stelle, an der ein gefährlicher Wendepunkt im Leben der Menschen stattfindet, ein Schnitt hin zur nächsten Person erfolgt - und die berichtet erstmal ausführlich über ihre Kindheit, das Kennenlernen ihrer Ersatzschwester, ihre erste Liebe, nur um weitere Geschehnisse aus ihrer Sicht zu berichten, welche vor einigen hundert Seiten bereits behandelt wurden, bevor es - endlich! - in der Handlung weitergeht. Sowas bremst die Spannung nicht nur mehrmals im Roman bis auf den Nullpunkt herunter, sondern wird auch irgendwann langweilig, zumal der Autor es sich nicht nehmen lässt, einige Dinge bis ins allerkleinste Detail zu beschreiben. Die Wirkungsweise diverser fiktiver Tiere und Pflanzen als Nahrung, Gift oder Medizin, die Erinnerungen an irgendwelche irrelevanten früheren Liebschaften - selbst vor der detaillierten Beschreibung von Verdauungsstörungen macht der Autor keinen Halt. Sowas empfand ich auf Dauer als frustrierend, so dass ich dazu überging, entsprechende Passagen querzulesen, ob überhaupt irgendwas Wichtiges darin vorkommt. Meiner Meinung hat hätte ein guter Teil davon weggelassen werden können, um die Handlung deutlich zu straffen.
"Eines Menschen Flügel" ist ein wirklich hervorragend erdachter SF-Epos mit geflügelten Nachkommen der Menschheit auf einem verborgenen Planeten, in welchem viele gesellschaftskritische Themen Einzug finden. Leider lässt der gewählte Erzählstil, für welchen der Autor sich diesmal entschieden hat, das Werk zu einem aufgeblähten Roman voller Zeitsprünge, Wiederholungen und unnötig vieler Details anwachsen, welches dem Leser dadurch einiges an Durchhaltevermögen abverlangt.






