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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lilli33:

Nostalgische und humorvolle Erinnerungen an die Achtziger

Sweet Dreams von Frank Goosen


Nostalgische und humorvolle Erinnerungen an die Achtziger

Frank Goosen, Jahrgang 1966, erinnert sich an seine Jugend und den Wandel in den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts im Ruhrpott. Vieles ist dabei nicht auf Goosens Heimat beschränkt, sondern für ganz Westdeutschland gültig. In verschiedenen mal mehr, mal weniger zusammenhängenden Erzählungen und Geschichten nimmt er das Besondere dieses Jahrzehnts aufs Korn und wird dabei auch sehr persönlich.

Der erste Zungenkuss, das erste Bier, Klammerblues in der Disco, Mixtapes für die Angebetete, Walkman, Videotheken und vieles mehr spielen eine bedeutende Rolle. Immer wieder werden musikalische und modische Aspekte dieser Zeit aufgegriffen, auch politische Ereignisse und Ansichten werden thematisiert.

Zusammen mit seinen Kumpels Brocki, Förster und wie sie alle heißen, lässt Goosen prägende Ereignisse Revue passieren. Auch wenn ich nicht aus dem Ruhrpott komme, habe ich doch vieles genauso erlebt, wie Goosen es beschreibt. Ich habe daher dieses Buch als nostalgischen Rückblick in meine eigene Jugendzeit erlebt, was wirklich viel Spaß gemacht hat.

Frank Goosens Schreibstil ist einfach toll, da er sehr authentisch und lebendig wirkt. Manche Episoden sprühen geradezu vor Humor/Ironie/Sarkasmus, bei anderen sind nur wenige Prisen davon eingestreut. Mit manchen der Erzählungen konnte ich auch nicht ganz so viel anfangen, aber insgesamt war es ein wirklich schönes Leseerlebnis.

Empfehlen möchte ich das Buch allen Lesern, die etwa im selben Alter wie der Autor sind. Jüngere können Erzählungen über diese Zeit vielleicht nicht so gut genießen. Wenn sie sich für die Vergangenheit interessieren, werden aber auch sie hier auf ihre Kosten kommen.

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Rezensionen von yellowdog:

Wie alles begann

Wie alles begann und wer dabei umkam von Simon Urban

Der Roman wird stark durch den Icherzähler geprägt, der schon Kind gerne Prozess gespielt hat und später vom Thema Vergeltung getrieben wird.
Er erzählt sehr abgeklärt und hat etwas leicht narzisstisches, auch mitleidloses an sich, daher hatte ich auch Probleme mit der Figur.
Davon abgesehen hat der Roman einige interessante Motive.

Ich werde 3 von 5 Sterne verteilen, aber keine Leseempfehlung aussprechen.

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Rezensionen von yellowdog:

Ein unterschätztes Jahrzehnt

Sweet Dreams von Frank Goosen

In Sweet Dreams beschreibt Frank Goosen seine Jugend in den Achtziger Jahren. Eine Zeit, die von Oberflächlichkeit gekennzeichnet war.
Man bekommt in diesen Buch, was man von Frank Goosen erwarten kann. Sein bewährtes Konzept vom Alltag, autobiografisch geprägt.
Die Zeit ist sehr von Musik bestimmt.

Frank Goosen ist bekennendermaßen Beatlesfan. Erwähnt wird auch die neue deutsche Welt und noch andere Musik, aber immer kommerzielles. Viele andere wichtige Musikströmungen werden vom Autor leider wenig bemerkt,

Ein harmloses Buch, aber unterhaltsam und mit milder Ironie, die nicht wehtut.
Die Achtziger Jahre waren eine Zeit, über deren Merkmale sich lustig machen kann, doch hier wird das Jahrzehnt unter Wert verkauft.

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Rezensionen von Lesemama:

Einfach großartig

Einstein,1 Audio-CD von Torben Kuhlmann

Zum Hörbuch:
Die kleine Maus freut sich so auf das Käsefest in Bern. Täglich reißt sie ein Kalenderblatt ab. Doch, großer Schrecken, sie ist ein Tag zu spät. Könnte sie dich nur die Zeit zurückdrehen, wenigstens um einen Tag ...

Meine Meinung:
Ich hatte schon das Glück jnd durfte das Buch lesen.

Nun bin ich ja ein großer Fan der Mäuseabenteuer, auch der Hörbücher. Oder gerade der Hörbücher.
Ganz großartig wurde die Geschichte von ihm in Szene gesetzt. Man fiebert mit, es macht einfach nur Spaß.
Ein kleines Booklet mit ein paar ganz zauberhaften Illustrationen ist zwar auch dabei, aber Bastian Pastewka schafft es die Geschichte leben zu lassen.
Für jedes Alter ein absoluter Hörgenuss, nicht nur für Kinder. Uns hat es jedenfalls die Zeit wunderbar verkürzt

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Rezensionen von Ele:

Stainers 2.Fall

Abels Auferstehung von Thomas Ziebula

Abels Auferstehung, Historischer Kriminalroman von Thomas Ziebula, 460 Seiten, erschienen im Wunderlich-Verlag
Ein weiterer spannender und historisch korrekter Kriminalroman.
Nach dem Tod seiner Frau Edith fällt es Kriminalinspektor Stainer nicht leicht, seine Arbeit in der Wächterburg gewissenhaft zu erledigen.

Noch hängt ihm die Kriegsneurose aus seinen Erlebnissen im großen Krieg in den Knochen. Alkohol und die daraus resultierenden Albträume lassen ihn nicht zur Ruhe finden. Ein neuer Fall beschäftigt die Leipziger Behörden, ein ermordeter Maler in einem Hotelzimmer, noch frisch die Wunden aus einer vorangegangenen Mensur. Wurde er, Mitglied einer jüdischen Studentenverbindung von radikalen Rechten ermordet und hat sein Tod eher etwas mit einer mysteriösen Leiche zu tun, die bei Basel aus dem Rhein gefischt wurde? Nicht nur Stainer und sein Kollege Junghans beginnen zu ermitteln, sondern auch die ehrgeizige Journalistin der Leipziger Volkszeitung, Marlene Wagner, die die Spur eines Zigarettenetuis verfolgt, das bei dem Toten aus dem Rhein gefunden wurde. Doch die Ermittlungen haben verhängnisvolle Folgen.
Das Buch ist in 3 Teile gegliedert, die sich in 46 Kapitel in idealer Leselänge aufteilen. Jedes Kapitel ist mit einer zum Inhalt hinweisenden Überschrift versehen. Dazwischen immer wieder kursiv, somit gut kenntlich gemacht, die Ansichten des Mörders. Schlagfertige Dialoge, in einem in die Zeit hervorragend passenden Jargon, beleben den Plot.
Dass „Roter Judas“ kein Zufallstreffer war, beweist der Autor mit dem 2. Fall des interessanten Kriminaler Stainer. Abels Auferstehung hat mir tatsächlich noch besser unterhalten als der Vorgängerband. Unmittelbar nach dem Ende des 1. Teils setzt vorliegender Fall ein. Sofort hat sich Lesefluss eingestellt. Mehrere Erzählstränge in auktorialer Erzählweise geben einen umfassenden Einblick in das Geschehen. Die Spannung steigt unaufhörlich, schon bei der Hälfte des Buches hatte ich eine Ahnung wer der Täter sein könnte, aber der Autor hat es geschafft mich bis zum letzten Kapitel hinzuhalten. Ungeahnte Wendungen und ein überraschendes Ende haben mich gepackt. Ziebula scheut sich nicht auch wichtige Figuren zu opfern.
Ich fühlte mich unbedingt in die Zeit der Weimarer Republik versetzt. Gaslaternen, Kanapee, Hüfthalter, Blitzlichtpulver und Fernsprecher ich mag diese Zeit und ihre Worte, so hat mir auch mein Urgroßvater oft von Schmissen, Mensuren und seiner schlagenden Verbindung aus seiner Studentenzeit erzählt. Die Sprache vermittelt Zeit- und Lokalkolorit und bezeugt eine hervorragende Recherchearbeit. Solche Sätze wie:“ Die Abenddämmerung verdüsterte längst beide Stromufer und verwandelte ihm die Felsen, die aus dem Wasserfall aufragten, in verkrüppelte und dem Abendhimmel drohende Titanenfäuste. (S.9), erzeugen bei mir sofort Bilder im Kopf. Chapeau!
Dieses Buch hat sich fast von selbst gelesen, der Fall ist gut aufgebaut, die Charaktere sind glaubhaft und authentisch. Sie agieren nachvollziehbar. So tiefgründig charakterisiert, dass ich auch hoffe einigen in weiteren Fällen bald wieder zu begegnen. Allen voran natürlich meine Lieblingsfigur – Paul Stainer- menschlich, ein hervorragender Kriminalist aber mit posttraumatischer Belastungsstörung und sehr sympathisch. Noch einmal hat er eine Chance sein Leben in den Griff zu bekommen, erhalten. Auch von Junghans und seiner zukünftigen Verlobten, habe ich gerne gelesen, ihre Mama, die Straßenbahnschaffnerin ist auch eine tolle Figur. Die Nachtclubbesitzerin Rosa, auch schon das zweite Mal im Umfeld Stainers mit von der Partie. Die toll beschriebenen Kollegen, Schilling, Kubitz, Dr. Prollmann, sie alle habe ich beim Lesen vor Augen. Auch auf ein Wiedersehen mit Heinze freu ich mich. Sogar die Titel die Ziebula seinen Krimis gibt, machen Sinn und ich finde sie faszinierend, wer die Bücher gelesen hat, weiß warum und ich bin schon neugierig wie Band 3 wohl heißen könnte.
Es gibt sicher noch viele Geschichten aus Leipzig in den 20er Jahren zu erzählen und hoffentlich etliche Fälle für die Kriminaler aus der Wächterburg zu lösen. Gerne sehe ich dabei Stainer und den Kollegen über die Schulter, für Stainer wünsche ich mir eine Frau an seiner Seite, ein paar Ideen hätte ich da schon. Eine Empfehlung an alle Leser die historische Kriminalromane mögen. Man könnte diesen Teil als Einzelband lesen, aber sich den ersten Fall entgehen zu lassen wäre schade. Dafür volle Punktzahl 5 Sterne.

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Rezensionen von yellowdog:

Aufzeigen der Strukturen

Kim Jiyoung, geboren 1982 von Cho Nam-Joo

Romane aus Asien, in diesem Fall Südkorea, sind oft von den gesellschaftlichen Konventionen geprägt. Ein Fall ist die Rolle der Frau in der Gesellschaft, in der klare Erwartungen gesetzt sind. Das beginnt schon in der Kindheit, wenn Mädchen gegenüber dem Bruder zurückstehen müssen.
Wobei, Geschlechterungleichheit und Diskriminierung gibt es in anderen Ländern natürlich auch und dieser Roman hat letztlich einen universalen Ansatz.

Es ist eine sachliche Berichtsform mit der erzählt wird. Das ändert aber nichts daran, das es beim Lesen im inneren brodelt.

Kim Jiyoung scheint mit ihrem außergewöhnlichen Verhalten ein Sonderfall, aber offenbar zeigt sich an ihr das ganze nur beispielhaft. Dass das in einer auffälligen Psychose endet, ist vielleicht kein Wunder.
Es werden die Stationen ihres Lebens gezeigt, die sie bestimmen und prägen wird.
Dabei zeigt die Autorin die entsprechenden Strukturen in Schule, Ausbildung und Beruf Familie und Ehe sehr deutlich. Zum Teil belegt sie das sogar mit statistischen Zahlen. Was mir nicht ganz klar wurde ist, ob diese Benachteiligungen vor allen Frauen der Generation der in den Achtziger Jahren in Korea geborenen Frauen betrifft und ob es bei jüngeren Verbesserungen gibt.

Literatur aus Südkorea war in den letzten Jahren oft auch auf dem Deutschen Buchmarkt erfolgreich, vor allen Dank Han Kang und ihrem Bestseller Die Vegetarerin. Die Schriftstellerin Cho Nam-joo ist die neueste Entdeckung.

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Rezensionen von yellowdog:

Kindheit in den siebziger Jahren

Die Kinder hören Pink Floyd von Alexander Gorkow

Die Kinder hören Pink Floyd ist ein originelles Buch. Offenbar ist es vom Autor Alexander Gorkow autobiografisch geprägt und streckenweise gediegen zu lesen, da die Perspektive die eines Kindes ist. Und entsprechend geht es ums Verstehen, was auf ihn von Außen einwirkt und das sind oft die Strömungen der Zeit.

Ja, es ist auch und vor allen ein Zeitporträt. Politische und musikalische Elemente der siebziger Jahre werden eingebunden.
Es ist nicht unbedingt komplett mein Bild dieser Zeit, das ich so da nicht wiederfinde, aber jeder empfindet das anders. Und Teile davon sind sicherlich zutreffend.
Eine übergroße Figur ist die mutige, lebhafte große Schwester, die ihn beeinflusst.
So ganz kaufe ich die Figur nicht, aber ich akzeptiere sie und sie bereichert den Roman. Insgesamt glaube ich, dass vieles hier vom Autor überdramatisiert dargestellt wird. Aber das ist vielleicht auch nur meine Leseauffassung.

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Rezensionen von begine:

Die 70er Jahre

Die Kinder hören Pink Floyd von Alexander Gorkow



Alexander Gorkows Roman „Die Kinder hören Pink Floyd“ besticht durch seine anrührige Komik.
Dieser autobiographische Roman spielt in den 70er Jahren in einer Vorstadt.
Der Junge stottert und seine Schwester ist schwer herzkrank. Die Beiden schwärmen für die Gruppe Pink Floyd und halten zusammen.

Klar, das er in der Schule gehänselt wurde, seine Schwester hat ihn verteidigt.

Der Autor schreibt die Geschichte schwunghaft. Da prasseln die Namen von bekannten Sängern und Politikern durcheinander.

Der Roman ist oft witzig, hat aber auch oft einen ernsten Hintergrund. Nachdem ich mich an diese Art gewöhnt hatte, gefiel mir die Geschichte immer besser.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Emotional, aber dennoch federleicht

Das Brombeerzimmer von Anne Töpfer

Nora trauert um ihren Eheman Julian, der jung und unerwartet verstorben ist. Sich aus der Trauer heraus zurück ins Leben zu kämpfen, fällt ihr extrem schwer.

Im letzten Jahr hat sich bei ihr ein riesiges Marmeladen-Lager angesammelt. Jedesmal, wenn sie sich besonders traurig fühlte, hat sie Marmelade eingekocht.

Überrascht wird sie von einem Brief von Julians Grosstante Klara, die selbst anscheinend auch sehr oft auf Vorrat einkocht.

Spontan reist Nora zu Klara, wobei sie erst mit Julians Cousine Mandy spricht und sich mit ihr anfreundet. Der Tapetenwechsel tut Nora gut, sie hinterfragt ihre eigene Geschichte und taucht in Familiengeschichten von Julians und Klaras Familie ein und erlebt dabei so einige Überraschungen.

Der Schauplatz an der Ostsee ist bezaubernd, da will man sofort hin. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen, der Strandweg, die kleine Siedlung, Noras Nachbarin mit ihrem Hund, das Kellerversteck und alles andere auch.

Wie immer bei der Autorin Anne Barns/Andrea Russo, die hier unter dem Pseudonym Anne Töpfer schreibt, war ich schon auf der zweiten Seite direkt in der Story drin. Der Roman nimmt die Leserinnen gefangen von der ersten bis zur letzten Seite und enthüllt eine tragische Geschichte aus der Nachkriegszeit. Trotz all den traurigen Begebenheiten, die uns hier begegnen, wirkt der Roman keinesfalls düster, sondern bezirzt durch eine leichte, optimistische Stimmung.

Ich hab "Das Brombeerzimmer" in kürzester Zeit ausgelesen, weil ich so gespannt auf das Ende war.

Fazit: So schön! Eine emotionale, aber dennoch federleichte Geschichte, die man mit einem wohligen Seufzer beendet.
5 Punkte.

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Rezensionen von brauneye29:

Es gibt stärkere Bände der Serie

Ostfriesenzorn von Klaus-Peter Wolf

Zum Inhalt:

Im mittlerweile 15. Band der Ostfriesenkrimie-Serie erleben wir eine Art der Ermittlung, die so nicht zu erwarten und eigentlich auch nicht wirklich erlaubt ist. Eigentlich will Ann Kathrin nur Urlaub auf Langeoog machen, doch da hat sie nicht mit einem Serienmörder gerechnet, der genau sie in den Fall involvieren will.

Und sie bekommt Hilfe aus einer Ecke, von der sie nie Hilfe erwartet hätte. Oder will man sie einfach aufs Glatteis führen?

Meine Meinung:

Diesmal fand ich das Buch nicht ganz so stark wie manch anderen Band der Serie, wobei ich bei weitem nicht alle gelesen habe. Dennoch entwickelt sich im Laufe des Buches ein ganz schön starker Sorg und man liest immer weiter. Ann Kathrin ist mir immer wieder als Typ ein Fest, die Figur mag ich gerne. Die Story ist interessant und hat auch eine Spannung, die sich meiner Meinung nach aber nicht durch das komplette Buch hält. Der Schreibstil ist gut, das Buch liest sich flott weg.

Fazit:

Es gibt stärke Bände der Serie

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