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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von büchernarr:

Pass auf wem du vertraust

Die Frau vom Strand von Petra Johann

Rebecca lebt zusammen mit ihrer Frau Lucy und der neugeborenen Tochter Greta in einem kleinen Touristenort außerhalb Hamburgs. Da Lucy viel auf Reisen ist, ist und fühlt sich Rebecca an vielen Tagen allein. Als sie auf einem Spaziergang am Strand plötzlich Julia kennenlernt, freunden sich die beiden Frauen spontan an.

Als sie aber ihre neue Freundin vorstellen will ist diese verschwunden. Beim Suchen nach ihr wird klar, dass Julia sie in vieler Hinsichten angelogen hat, denn es gibt sie gar nicht so wie sie sich vorgestellt hat. Wenige Tage später wird Lucy tot am Strand aufgefunden. Was hat die mysteriöse Frau damit zu tun?
Nervenauftreibend und mit einer völlig unerwarteten Wendung zum Schluss hat mich dieser Thriller fasziniert. Die Autorin schafft es den Spannungsbogen auf hohem Niveau zu halten und die Ermittlungen gehen akribisch und zugange ohne langweilig und langatmig zu werden.

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Rezensionen von Claudia R:

Mara Billinsky begeistert

Vergessene Gräber von Leo Born

Klappentext:

Eine grausame Mordserie hält Frankfurt in Atem. Der Täter schlägt scheinbar willkürlich zu. Doch alle Opfer sind jung und erfolgreich. Ihre Ermittlungen führen Mara Billinsky und Jan Rosen zu einer ehemaligen russischen Ballett-Tänzerin, die etwas über die Morde zu wissen scheint.

Selbst als ihr eigener Sohn verschwindet, schweigt sie eisern weiter. Aber Mara lässt nicht locker und gerät - ohne es zu ahnen - mitten in einen tödlichen Rachefeldzug ...

Cover:

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Im Vordergrund ist eine Krähe im Flug erkennbar und im Hintergrund die Frankfurter Skyline. Die Krähe ist das Symbol dieser Reihe und findet sich auf allen Covern der Reihe wieder. Auch hier wurde diese sehr gut in Szene gesetzt.

Meinung:

Dies ist bereits der fünfte Teil aus der Mara-Billinsky Thriller Reihe. Und auch ohne die bisherigen Bände zu kennen, kommt man sehr gut in den jeweiligen Teil hinein, da die Fälle in sich abgeschlossen ist. Natürlich ist es spannender die vorherigen Bücher zu kennen, da man so auch schon mehr Bezug zu den Charakteren hat, aber dieser wird sehr gut und schnell hergestellt.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr locker und gut lesen. Es wird spannend und fesselnd erzählt, so dass man sehr gebannt dem Buch und den Handlungen folgt, welche hier sehr detailliert und bildlich beschrieben werden.

Es wird aus der Sicht der 3.Person in wechselnden Perspektiven erzählt, was dem Ganzen noch das gewisse Etwas und noch mehr Spannung verleiht.

Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und vermitteln sehr gut auch Emotionen und Gefühle, so dass man sich sehr gut in die jeweilige Lage und Situation hinein versetzen kann. Gespannt verfolgt man die Handlungen und Taten, sowie die Ermittlungen und erfährt dabei auch jede Menge Hintergrunddetails und Geschehnisse aus der Vorgeschichte.

Auch über die beiden Ermittler Mara Billinsky und Jan Rosen erfährt man hier so einige Details.

Das Ganze ist sehr spannungsgeladen und man verfolgt hier eine grausame Mordserie, die für sehr viel Nervenkitzel und Anspannung sorgt. Auch die Art und weise der Ermittlungen und die verschiedenen Perspektiven haben mir hier sehr gut gefallen.

Die Kapitel sind zum Teil sehr kurz und lassen sich dadurch auch sehr gut lesen. Auch die Gliederung hat mir sehr gut gefallen.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu viel verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte und auch nicht Spoilern will.

Auch wenn ich bisher noch keinen Teil aus dieser Reihe gelesen habe, so hat mir dieser hier sehr gut gefallen und mich neugierig auf die weiteren Thriller dieser Reihe gemacht.

Fazit:

Ein Mara-Billinsky-Thriller der meine Neugier auf die weiteren Thriller dieser Reihe geweckt hat.

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Rezensionen von Caroline :

Nach einer wahren Begebenheit

Der Tätowierer von Auschwitz von Heather Morris

Die Geschichte basiert auf dem Leben von Lale Sokolov, der erst nach dem Tod seiner Frau Gita 2003 Heather Morris ihre gemeinsame Vergangenheit erzählte. Er lernte seine Frau 1942 im Lager Auschwitz kennen, in dem er ihr eine Nummer in den Unterarm tätowieren musste. Die 3 Jahre, die im KZ folgten schildert dieses Buch.

 
Es steht mir nicht zu das Buch zu rezensieren. Die ursprüngliche Geschichte ist wahr, Lale und Gita überlebten das KZ, gründeten eine Familie und durften gemeinsam alt werden. An dieser Tatsache lässt sich nicht rütteln und ich bin froh, dass sie überlebten und Lale sich überwinden konnte seine Vergangenheit in Worte zu fassen, um sie dem Vergessen zu entreißen. 
Das Auschwitz Memorial Research Center hat bereits ausführlich die Fakten geprüft und kommt in seinem Bericht zu dem Schluss: Das Buch ist "als Quelle zum Verständnis des Konzentrationslagers Auschwitz ungeeignet".  

Deshalb möchte ich allen raten, dieses Buch niemals als erste Lektüre zu dem sensiblen Thema zu empfehlen. Lest es erst, wenn ihr genug Informationen habt, um die Geschichte richtig einordnen zu können. 
Aber vergesst Lale und Gita nicht, die unvorstellbares und unbeschreibliches erlitten und überlebt haben. 

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Rezensionen von Gaby 2707:

Auch der 8. Fall – einfach klasse

Wenn Wattwürmer weinen von Christiane Franke; Cornelia Kuhnert

In Neuharlingersiel geht ein „Serienmörder“ um. Als erstes erwischt es den Marketingmanager Ulfert Johannsen, den Henner Steffens in einem Übernachtungsstrandkorb sitzend, tot dort findet. Dann stürzt Rosas neuer Freund Holger Hoffmeister mit seinem Rennrad vor einen Traktor. Und auch der auf See bestattete Ewald Wulff hatte wohl vor seinem Tod vergifteten Rotwein getrunken.

Was haben die drei Männer miteinander zu tun?
Werden Polizist Rudolf Hieronymus Bakker und seine Freunde Henner Steffens und Rosa Moll dem Morden ein Ende setzen und den Mörder überführen können? Klaus Kröver von der Spurensicherung jedenfalls hat auch diesmal jede Menge zu tun.

Für mich ist dieser 8. Besuch in Neuharlingersiel wie der Besuch bei guten Freunden. Ich kenne Rudi, Henner und Rosa nun schon so lange, dass mir die Drei und ihr Umfeld richtig ans Herz gewachsen sind.
Da auch dieser Band, wie alle anderen der Reihe in sich abgeschlossen ist, kann man hier ruhig in die Serie einsteigen. Aber es macht mir z.B. viel mehr Spaß, die Protagonisten von Beginn an zu begleiten und sie immer nähe kennenzulernen. Für Neueinsteiger haben die Autorinnen am Ende der Geschichte das „Stammpersonal“ zusammengestellt. Hier kann man nachschlagen, wenn man die Vorgängerbände noch nicht kennt.
Die Ermittlungen zu dem Fall, mit dem ich es hier zu tun bekomme, beginnen an einem Samstag und enden am Sonntag der darauf folgenden Woche. Nach Wochentagen unterteilt kann ich hier ab und zu mal eine Lesepause einlegen. Habe ich aber nicht gemacht, weil die Spurensuche und das ganze Drumherum einfach zu spannend und unterhaltsam ist.
Auch in diesem Fall geht es nicht nur um den aktuellen Fall. Die Autorinnen greifen auch das Thema „Ausverkauf der Heimat“ mit dem immer mehr werdenden Tourismus, der auf der einen Seite Geld bringt, auf der anderen Seite der Wohnraum für die Einheimischen immer weniger wird, auf. Ich erfahre einiges Wissenswertes über Bienen und über Rattengift. Und ich weiß nun was ein deutsches Sprichwort bedeutet bzw. wo es herkommt.
Mudder Steffens ist ja für ihre Kochkünste bekannt. Die Rezepte ihrer Gerichte und die Smoothies von Rosa, die in der Geschichte erwähnt werden, werden auf den letzten Seiten zum Nachkochen zur Verfügung gestellt.
Auch dieser Fall war irgendwann gelöst (leider) und es heißt Abschied nehmen. Bis zum nächsten Mal. Denn dann bin ich auf alle Fälle wieder mit dabei.
Wer Krimis ohne viel Blutvergießen, mit einer richtig guten Geschichte, mit einem Schuss Humor und dem Blick auf die wundervolle Gegend rund um Neuharlingersiel mag, der ist hier genau richtig. Ich kann die Krimis von Christiane Franke und Cornelia Kuhnert, bei denen ich immer mit rätseln und mit ermitteln kann, nur empfehlen.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Die Tücken des Schreibens

Wenn Wattwürmer weinen von Christiane Franke; Cornelia Kuhnert

"Cottage mit Kater" begann gut, wurde aber immer belangloser.

Nora zieht für einige Wochen nach Cornwall, um das Cottage eines Freundes zu hüten. Sie freut sich auf den Tapetenwechsel, den sie nach dem Tod ihrer Mutter so nötig hat. Als Autorin erhofft sie sich ruhige Schreibtage und viele gute Ideen.

Aber die zu schreibende Geschichte hat ihre Macken und so lässt sich sich nur zu gerne vom kleinen Kater, den sie auf einer Klippe findet, ablenken. Und bald ist Nachbar Phil nicht mehr nur der helfende Schwerenöter, sondern der wandelnde Schreibratgeber und perfekte Koch.

Die Story rund um Kater Smuggler, den Nora nach der Rettung an der Backe hat, ist süss, aber bei allem anderen hätte die Autorin die Tipps, die ihre Protagonistin zum Thema "Buch schreiben" bekommt, selbst beherzigen sollen.

Es sind zu viele Baustellen (Kater, Phil, Buchprojekt, Trauer um ihre Mutter), die nicht gematcht haben. Am Ende des Romans weiss ich nicht, was uns die Autorin mit ihrer Geschichte erzählen wollte. Spannung ist keine vorhanden und so wirkt der Roman viel zu langweilig.

Es las sich eher wie ein Erlebnisbericht einer Autorin, die erzählt, mit welchen Tücken sie beim Schreiben ihres Krimis zu kämpfen hat und die zeitgleich mit ihrer Vergangenheit noch nicht abgeschlossen hat.

Fazit: Der Kater war das Beste an der Geschichte - aber das wars dann auch.
3 Punkte.

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Rezensionen von Manfred Fürst:

Die Spannung wird durch ständig neue Rätsel immer weiter hochgeschraubt

Blindgang von Jørn Lier Horst

DROEMER hat der Einfachheit halber den norwegischen Originaltitel BLINDGANG für die deutsche Ausgabe übernommen, obwohl Blindgang kein deutsches Wort ist, übersetzt heißt Blindgang SACKGASSE. Im norwegischen Polizeijargon ist ein „Bildgang“ ein Aspekt, ein Zugang zu einer Straftat, der von den Ermittlern übersehen wurde.

Nicht so von William Wisting.

Sofie Lund erbt das Haus ihres ungeliebten Großvaters Frank Mandt in Stavern und zieht dort widerwillig mit ihrer Tochter ein. Kurz darauf trifft sie die hochschwangere Line, ihre Freundin aus Schulzeiten, die sich ebenfalls in ihrem Heimatort ein Haus einrichtet. Deren Vater, Kommissar William Wisting, hat derweil mit einem seit sechs Monaten ungeklärten Vermisstenfall um den Taxifahrers Jens Hummel zu tun, zu dem es jetzt durch seine frühere Freundin Suzanne neue Hinweise gibt. Sofie Lund lässt den Safe ihres Großvaters im Keller ihres geerbten Hauses öffnen, findet mit rot markierte Banknoten aus einem Überfall und eine Waffe, mit der zwei Morde begangen wurden. William Wisting läuft zu einer Hochform auf.

Horst, als ehemaliger Kommissar der norwegischen Polizei, kann es sich nicht verkneifen ein paar Seitenhiebe gegen seine ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten auszuteilen. Er beklagt die Zunahme der organisierten Kriminalität, die restriktiven rechtlichen Rahmendbedingungen, die knappen Ressourcen, das mangelnde Vertrauen der Vorgesetzen in die Kompetenzen der Kommissare und unkooperative Kollegen anderer Polizeidistrikte.

Perfekt wird der aktuelle Fall beschrieben: „Bei allen Fällen gab es einen Verborgenen Zugang. Eine versteckte Öffnung, die erst auftauchte, wenn man alles in den richtigen Zusammenhang gebracht hatte.“ Oder anders gesagt: Man musste nur die richtigen Puzzleteile finden und an die richtige Stelle setzten.

„Es geht nicht nur um Polizeiarbeit, sondern Zeichen zu deuten und dem, was wir sehen, einen Sinn zuzuschreiben,“ sagt Wisting tiefsinnig.

Horst schreibt Krimis in Reinkultur, ohne übertriebenen Pathos, ohne Effekthascherei, nicht sensationslüstern, weder witzig noch ulkig, sondern sachlich, glaubwürdig – uneingeschränkt authentisch. Wie das unbestechliche Protokoll einer Ermittlung. Durch die Beschränkung auf die wahren Werte eines Krimis entsteht ein literarisches Werk der absoluten Hochklasse. Jørn Lier Horst ist nicht der Nachfolger von Nesbø, sondern der neue Nesbø.

Ab 2017 hat PIPER die Wisting-Reihe herausgegeben, mit einer Zuordnung in die Cold Cases. Mit dabei die Hauptprotagonisten William Wisting natürlich und Line. Sie ist dann doppelt belastete Alleinerzieherin, und das ist für Horst wieder Grund genug auf dieses gesellschaftliche Problem besonders einzugehen. Weiter mit Kommissar Nils Hammer und Sofie, die wiedergefundene Freundin von Line.

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Rezensionen von Anna625:

Ein ruhiger, unaufgeregter Roman

Big Sky Country von Callan Wink

August verbringt seine Kindheit auf einer kleinen Farm in Michigan. Seit sein Vater ein Verhältnis zu einer Hilfsarbeiterin hat, wohnt seine Mutter in einem Häuschen auf dem selben Gelände. Irgendwann trennen sich die beiden und August zieht mit seiner Mutter nach Montana, wo er das College besucht, bevor er nach seinem Abschluss auf einer Ranch zu arbeiten beginnt.

Insgesamt mochte ich das Buch, wenn es mich auch nicht vollständig überzeugt hat. Gerade zu Anfang gibt es einige unschöne Szenen, in denen August sich sein Taschengeld mit dem Töten von Katzen verdient, später umgibt sich August vermehrt mit Menschen, die glauben, Probleme vor allem mit Alkohol und Schlägereien lösen zu können.

Davon abgesehen hat mich aber irgendetwas an dem Buch gepackt, vielleicht war es die unaufgeregte Erzählweise. Wirkliche Spannung in dem Sinne gibt es nicht, dennoch wurde es mir beim Lesen nie langweilig. Auch August selbst lässt sich so schnell durch nichts aus der Ruhe bringen, man erfährt tatsächlich erstaunlich wenig über ihn, da er weder seinen Mitmenschen gegenüber sehr gesprächig ist, noch eine lange Erörterung seiner Gedanken und Gefühle stattfindet. Ich habe seine entspannte Art aber durchaus sehr geschätzt, und trotz wie gesagt einiger weniger schönen Szenen mochte ich die Atmosphäre des Buches. Vielleicht waren es auch gerade diese Textstellen, die dazu beigetragen, dass Augusts Leben so glaubhaft und realistisch wirkt - alles ist ungeschönt und ehrlich, auch die unangenehmen, ungerechten und grausamen Seiten des Lebens werden nicht verschwiegen. Ich habe es gerne gelesen.

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Rezensionen von Pink Anemone:

ab 14 Jahren / Wundervoller historischer Fantasy voller Magie und dichter Atmosphäre

Licht und Schatten von Zoran Drvenkar

"Der Tod ist ein Habicht, der auf dem Wipfel einer Kiefer sitzt und wartet. Er ist nicht hungrig, er verspürt keine Kälte, und würde man ihn fragen, würde der Habicht zugeben, dass er kein Habicht ist. Der Tod ist immer ein Teil des Landes, der Menschen, Pflanzen und Tiere. Er zeigt sich in der Nacht und im Sonnenschein, er atmet unter Wasser und schläft im Fels.

"
(S. 9)

In einem kleinen sibirischen Dorf anno 1704 liegt eine Frau in den Wehen. Zu dieser Zeit, in der der eisige Winter übers Land fegt, werden normalerweise keine Kinder geboren, doch diese Mutter ist nicht wie alle anderen.
An diesem Tag liegen Licht und Schatten nah beieinander, ergänzen sich und gehen Hand in Hand, denn während die Mutter bei der Geburt stirbt, wird ein Kind des Lichts geboren, ein Kind namens Vida.
Vida ist ein aufgewecktes Mädchen, welches vom Vater vergöttert und von den Tanten in der Naturmagie unterrichtet wird. Noch weiß sie nicht was das Schicksal für sie bestimmt hat und welche Aufgaben auf sie warten. Doch Vida wäre nicht Vida, wenn sie nicht selbst hier ihren Kopf durchsetzen würde, denn Vida kann mit den Toten sprechen und so geht das Licht wieder mit den Schatten Hand in Hand.

"Jeden Vogelruf ahmte sie perfekt nach, jede Tierspur war ihr vertraut und sie konnte sich lautlos anschleichen und den rauen Pelz eines schlafenden Fuchses berühren, wenn ihr danach war. Die Tanten lehrten sie, zu riechen und zu schmecken, sie brachten ihr bei, genauer hinzuschauen und sich die Zeit zu nehmen, damit sie sah, was nicht gesehen werden wollte."
(S. 42)

Gemeinsam mit Vida lernt man diese Welt mit ihren kalten und entbehrungsreichen Wintern, mit ihrer Magie, den Sagen und Legenden kennen. Dabei erfährt man wer Vida wirklich ist.
Da Vida nämlich ein Kind des Lichts ist, kann sie nicht nur mit den Toten sprechen, sondern besitzt noch eine weitere Gabe. Sie versteht die Natur auf intensive Art und Weise, wie es andere nicht vermögen.
Man erlebt mit Vida ihre Kindheit und wie sie langsam erwachsen wird. Und so sitzt man neben ihr als sie zum Beispiel einem Krieger Dschingis Khan bei einem Lagerfeuer versucht zu erklären, dass er seit fünfhundert Jahren tot ist, man rettet ein Bärenjunges und auch einen Raben, welcher jedoch kein Rabe ist und vieles mehr.
Dabei taucht man in eine fantastische Welt voller Naturmagie ein, welche einem während des Lesens mit einer ganz eigenen Atmosphäre umgibt.

">>Du musst neugierig bleiben, Vida, du musst Grenzen überschreiten, damit du sie respektieren lernst. Versagen gehört zum Leben dazu, und du wirst immer wieder versagen, ehe du an dein Ziel kommst. Dennoch solltest du aufpassen, welchem Ruf du folgst.<<"
(S. 126)

Man liest aus auktorialer Erzählperspektive und begleitet dabei nicht nur das Mädchen Vida, sondern auch einen Wächter, welcher die Ankunft Vidas erwartete und der erschaffen wurde, um Vida zu finden und zu zerstören. Oder aus der Sicht der Göttin der Dunkelheit, deren Existenz durch Vida bedroht wird. Und somit ist man auch dabei als die Welt erschaffen wurde, wie eine neue Weltordnung entstand und das Böse Einzug hielt.

"An solchen Tagen musste sie sich daran erinnern, was sie zur Göttin gemacht hatte - sie war die Dunkelheit, die das Licht verdrängt und das Böse auf diese Welt gebracht hatte. Sie war alles, alles war sie. Wegen ihr wurden Kriege geführt, Lügen gesät und Intrigen geschmiedet, aber sie war gleichzeitig auch eine große Inspiration, denn jede Zerstörung zog einen Aufbau nach sich."
(S. 240)

Der Schreibstil ist flüssig und klar, die Story voll dichter Atmosphäre und Tiefe und die Figuren weder nur gut, noch nur böse, sondern facettenreich wie das Leben selbst.
Dabei ist man umgeben von wundervollen Natur- und Settingbeschreibungen, wobei die Natur mit der Magie Hand in Hand geht.

Fazit:
Hier tauchte ich in eine Geschichte und eine Welt ein, die mich an Märchen, Sagen und Legenden aus längst verangener Zeit erinnerte. Eine Zeit, in der die Natur mit der Magie eng verbunden war. Eine Geschichte mit unglaublich dichter Atmosphäre, wundervollen und auch tragischen Momenten.
Das war für mich eines jener Bücher, in dem ich stundenlang versank, die Atmosphäre genoß, dabei die Umgebung um mich herum vergaß und aus dem ich nicht mehr auftauchen wollte. Ein Buch, welches mich traurig stimmte, als es zu Ende war und am liebsten hätte ich es gleich nochmals gelesen.
Ein ganz besonderes Lesehighlight!

© Pink Anemone (inkl. Leseprobe, Book-Soundtrack und Rezept zum Buch "Solomons veganer Bohneneintopf")

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Rezensionen von Pink Anemone:

Ein witziges und abenteuerliches Lesevergnügen voller Magie und nordischer Mythologie

Magnus Chase 1: Das Schwert des Sommers von Rick Riordan

">>Mythen sind nichts anderes als Geschichten über Wahrheiten, die wir vergessen haben.<<"
(S. 37)

Es ist Januar und der Winter hat Boston wieder einmal fest im Griff. Für Magnus Chase nichts Neues, lebt er doch schon seit zwei Jahren auf der Straße. Seit dem Tag als seine Mutter auf mysteriöse Weise umkam.

Den letzten Rat, dem sie ihm mitgegeben hat war, dass er sich vor ihrer Familie und vor allem vor Onkel Randolph in Acht nehmen muss.
Doch nun sucht ihn gerade dieser. Alles nur weil er heute 16 Jahre wird und es für Magnus deshalb Zeit wird ein ganz besonderes Erbe anzunehmen, welches ihm sein Vater hinterlassen hat. Magnus stammt nämlich von einem nordischen Gott ab und bei den nordischen Göttern herrscht große Unruhe. Ragnarök, die große Götterdämmerung, steht bevor und er ist auserwählt diese zu verhindern.
Magnus versteht die Welt nicht mehr! Er, der es faustdick hinter den Ohren hat, sich mit Diebstählen über Wasser hält und absolut nichts von seinem Vater weiß, soll sich mit Göttern, Trollen und Riesen anlegen, um die Welt zu retten.
Nun denn, dann wollen wir mal mit ihm die Welt der Götter gehörig durcheinander bringen - sie haben es ja nicht anders gewollt.

">>Und warum sagt ihr nicht einfach A.D.?<<
>>Weil Anno Domini, das JAHR DES HERRN, für Christen ja schön und gut ist, aber Thor ärgert sich dann immer furchtbar. Er ist immer noch sauer, weil Jesus damals seine Herausforderung zum Duell nicht angenommen hat.<<"
(S. 71)

Mit Magnus erlebt man wirklich allerhand Spannendes.
Man gelangt nach Walhalla, was völlig anders ist als erwartet. Man muss sich auf die Suche nach dem Schwert des Sommers machen, lernt dabei verschiedene Wesen und Götter kennen, wobei einem nicht alle wohlgesinnt sind und so stolpert man mit Magnus von einem Abenteuer in das nächste.
Da auch Magnus bis vor Kurzem keinen Plan von der nordischen Mythologie hatte, lernt man mit ihm diese nach und nach kennen und tritt ein in eine Welt voller Mythen und Magie.

Man liest aus der Sicht von Magnus, dabei wendet er sich auch manchmal direkt an die LeserInnen und bezieht so einen direkt in das Geschehen mit ein.
Ich habe diesen vorlauten und frechen Jungen von der ersten Seite an ins Herz geschlossen. Er besitzt einen trockenen Humor, der vor Ironie und Sarkasmus strotzt, er ist ein kleiner Klugscheißer, hat aber Köpfchen und das Herz am rechten Fleck. Kurz gesagt - dieser Junge ist eine echt coole Socke.
Doch auch die anderen Figuren sind hervorragend gezeichnet, wobei man so manche ebenso ins Herz schließt, während man anderen mit Respekt begegnet und wieder andere nicht das zu sein scheinen, was sie sind.

"In diesem Moment brach Ratatosk über uns durch das Blattwerk. Wenn ihr euch einen mit rotem Fell überzogenen Panzer vorstellt, der einen Baum hinunterklettert ... na ja, das Eichhörnchen war noch viel furchterregender. Seine Vorderzähne waren zwei Keile aus weißem Emailleterror. Seine Krallen waren Dolche. Seine Augen waren schwefelgelb und loderten vor Zorn."
(S. 302)

Der Schreibstil ist einfach und flüssig, die Story spannend, abenteuerlich und voller überraschender Wendungen, das Ende enthält einen fesselnden Showdown und macht einen gleichzeitig auf den Folgeband neugierig. Ja, hier passt einfach alles!

"Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass mein Körper in der richtigen Frequenz summte, als ob ich endlich die richtige Tonlage für den miesen Soundtrack zu meinem Leben gefunden hätte."
(S. 43)

Fazit:
Wenn Ihr Lust habt mit einem Alben, einem Zwerg und einer irakischen Walküre durch die neun Welten zu reisen, mit einem Stierkopf-Köder zu angeln, um die Midgardschlange zu ärgern, ein Schmiededuell der Zwerge erleben möchtet und Euch am Ende dem Fenriswolf entgegenstellen wollt, dann ist dieses Buch genau das Richtige.
Ich habe mich köstlich amüsiert, bin von der Darstellung der nordischen Götter und deren Legenden beeindruckt und begeistert zugleich und habe es genossen mit Magnus verrückte und spannende Abenteuer zu erleben.
Ich für meinen Teil bleibe dieser Reihe definitiv treu, denn Loki heckt schon wieder etwas aus. Nur gut, dass ich inzwischen auch den 2. Band dieser Reihe im Regal stehen habe.

© Pink Anemone

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Rezensionen von Claudia R:

Gruppendynamik

Amboreg - Die magische Rüstung (1) von Iris Hennemann

Klappentext:

Unaktal wurde gestohlen!
Alarmiert von dieser Nachricht, entsendet der Kampforden der Dunak tor Krieger in alle sieben Landesteile des Kontinents Abladur, um das magische Schwert zu suchen und zurückzubringen.
Der Kampfmeister Godered und seine Mitstreiter werden als Händler getarnt ausgerechnet ins Reich der anmaßenden Gotonen gesandt, die sich für die wahren Herrscher des Kontinents halten und gefährliche Intrigen schmieden.

Während sich die allzu unterschiedlichen Krieger bei jeder Gelegenheit streiten, sind ihnen Kämpfer eines finsteren Ordens auf den Fersen. Sollte es diesen gelingen, das Schwert in ihren Besitz zu bringen, könnte das den Untergang für ganz Abladur bedeuten.
Band 1 der Fantasyreihe rund um die magische Rüstung Amboreg.

Cover:

Das Cover ist sehr stylisch mit dem glitzernden und fantastischen Schwert, welches die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Gestaltung und auch die Farbgebung des Covers finde ich sehr gut gelungen.

Meinung:

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Das Buch wird aus den unterschiedlichen Sichtweisen der sieben Gefährten geschrieben, was das Ganze sehr spannend macht.

Es wird alles sehr detailliert und bildhaft beschrieben, so dass man sehr gut in die Charaktere, aber auch deren Handlungen und auch die Umgebung hinein findet. Man taucht ein in eine fantastische Welt voller Abenteuer und begleitet dabei eine Gruppe aus 7 verschiedenen Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Mir hat dies sehr gut gefallen und mich auch sehr gut unterhalten.

Zu viel vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da sich nichts vorweg nehmen möchte. Dies ist der Auftakt einer neuen Fantasy-reihe und dieser erste Teil macht neugierig auf mehr, so bin ich bereits jetzt auf den nächsten Band gespannt.

Toll fand ich auch die Gestaltung des Buches. Dies hat mir sehr gut gefallen. Auch die Verzierungen der einzelnen Kapitel und Kapitelanfänge hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitelanfänge stechen durch die kleinen Illustrationen sehr gut heraus und wurden sehr toll hervorgehoben. Auch die Länge der Kapitel fand ich angemessen, zudem diese meist mehrfach unterteilt sind, durch die unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere und auch dies wurde gut deutlich gemacht.

Die Gesamtgestaltung des Buches ist einfach wunderschön und sehr gut gelungen.

Auch die Entwicklung der Figuren und Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Vor allem Godered macht hier eine ziemliche Entwicklung durch, aber auch andere Charaktere, die zuerst unscheinbar scheinen, sorgen hier für Spannung. Temporeich und lebendig geht es in diesem ersten Teil zu und man fühlt sich fast als Teil dieser Gruppe, bei der man das Gefühl hat, diese direkt zu begleiten.

Ein Fantasybuch, welches mich überzeugen konnte und mir einige schöne Lesemomente bereitet hat.

Fazit:

Fantastische Geschichte aus der Sicht der sieben Charaktere dieser Gruppe, die man begleitet. Spannung und Lebendigkeit sind hier vorprogrammiert.

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