Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Very british
Das Windsor-Komplott von Bennett S J
„Das Windsor-Komplott: Die Queen ermittelt“ ist ein gelungener Auftakt der Cosy-Crime-Serie der in London lebenden Autorin S J Bennett mit einem äußerst charmanten Ermittlerduo – der Queen und ihrer Privatsekretärin Rozie.
Ausgerechnet während einer Feier auf Windsor Castle kommt ein russischer Pianist ums Leben.
Der Security Service hat direkt die Russen in Verdacht, aber Queen Elisabeth traut ihrem Geheimdienst nicht allzu viel zu und beschließt die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen. Dies geschieht natürlich ganz heimlich und dezent. Gemeinsam mit ihrer nigerianischen Privatsekretärin Rozie beginnt sie die Situation zu analysieren.
Trotz ihres Alters ist die Queen noch äußerst aufmerksam, ihr entgeht nichts, sie registriert alles und hat ein Gedächtnis, das sich so manch einer wünschen würde. Mit Rozie hat sie einer äußerst loyale Mitarbeitern, die stets in den Momenten einspringt, in denen sich die Queen zurückhalten muss. Die Queen wird hier genau so dargestellt, wie ich sie mir vorgestellt habe - fair, pflichtbewusst, familiär, clever und angemessen zurückhaltend.
Die Anzahl der Charaktere ist in diesem Buch enorm und ich muss zugeben, dass es mir nicht gelungen ist den Überblick zu behalten. Trotzdem fand ich das Buch großartig. Der britische Humor, die royale Atmosphäre auf Windsor Castle und die Dialoge zwischen Elizabeth und Prinz Philipp sind einfach großartig. Ihr Gatte scheint der einzige zu sein, der ihr offen und direkt de Wahrheit sagt und dessen Ausdrucksweise nicht immer unbedingt royal ist. Mir hat das gesamte Drumherum total gut gefallen, auch wenn dabei die Ermittlungsarbeiten zeitweise ein wenig in den Hintergrund geraten sind.
Mein Fazit: Das Buch ist ein toller Reihenauftakt für Cosy Crime Fans und ich freue mich schon auf weitere Fälle mit der Queen und Rozie.
Rezensionen von inya:
sehr besonders
Kim Jiyoung, geboren 1982 von Nam-joo Cho
Dieses Buch hat mich von der ersten Zeile bis zur letzten Zeile mitgerissen und ich habe sehr viel gelernt. Es geht um die ganz normale Lebensgeschichte einer jungen südkoreanischen Frau, die ihren Weg geht, studiert, einen Berufseinstieg findet und dann heiratet. Doch mit dem Kinderwunsch und der Geburt geht es für die meisten Südkoreanerinnen bergab.
Denn die meisten Frauen in Südkorea geben mit der Geburt ihres Kindes ihr Berufsleben und die damit verbundene Karriere auf. Doch nicht nur ab diesem Zeitpunkt werden Frauen in der südkoreanischen Gesellschaft diskriminiert und unterdrückt. Ich fand es toll, dass die Autorin neben der Geschichte auch Fakten hat einfließen lassen und diese direkt unter dem Text mit Fußnoten angegeben hat. Ich habe sehr viel gelernt über die südkoreanische Gesellschaft und natürlich auch mit meiner eigenen Situation und der deutschen Gesellschaft verglichen. Ich bi begeistert von dem Buch und kann es nicht nur Frauen, sondern besonders auch Männern ans Herz legen.
Rezensionen von PeLi:
Aufwachsen zwischen zwei Kulturen
Das achte Kind von Alem Grabovac
Der Autor Alem Grabovac wurde 1979 in Würzburg geboren, als Sohn einer Kroatin und eines Bosniers.
Hier erzählt er über sein Aufwachsen in zwei ganz gegensätzlichen Welten.
Seine Mutter Smilja , die in einem winzigen Gebirgsdorf in Kroatien in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen ist, kommt in den 70er Jahren nach Würzburg.
Dort verliebt sie sich in den sehr charismatischen Emir, der sich im Nachhinein allerdings als Krinineller und notorischer Fremdgänger entpuppt. Als Smilja das merkt, ist sie allerdings schon mit ihm verheiratet und hat ihr gemeinsames Baby Alem, zur Welt gebracht. Als Emir sie im Stich lässt und sie natürlich weiter arbeiten muss und ihr Baby nicht alleine betreuen kann, gibt sie Alem schweren Herzens zu einer deutschen Pflegefamilie . Anfangs eigentlich nur als Übergangslösung bis zu Alems Schulzeit geplant, wird sein Aufenthalt dort dann doch zum Dauerzustand. Alem wäschst fortan bei der deutschen Familie Behrens auf, die selbst sieben eigene Kinder hat und sie behandeln ihn wie ihr eigenes, achtes Kind.
So hat er sein eigentliches Zuhause bei der deutschen Familie und die Ferien verbringt er bei seiner Mutter und ihrem neuen Freund . Die Wechsel zwischen diesen beiden , sehr unterschiedlichen Welten, fallen Alem nicht leicht. Ganz besonders , weil Dusan, der gewalttätige Freund seiner Mutter, ihn oft sehr grausam behandelt. Und auch die Besuche in dem Geburtstort seiner Mutter, in die die beiden jeden Sommer reisen, sind zuerst einmal wie ein Kulturschock für den kleinen Jungen, denn die Verhältnisse dort sind sehr karg. Aber Alem ist stark und er geht seinen Weg, auch wenn der oftmals sehr hart ist.
Über seinen leiblichen Vater hat man dem Jungen nicht viel erzählt und als er eines Tages herausfindet, dass seine Mutter ihn jahrelang belogen hat, macht er sich auf die Suche nach seinen Wurzeln , er möchte einfach herausfinden, wie sein Vater wirklich war.
Alem durch seine Kindheit zu begleiten, war oft ziemlich schwer, vor allem bei den Besuchen in Frankfurt. Man fragt sich automatisch, warum eine Frau bei so einem Mann bleibt und warum sie vor allen Dingen, ihrem Kind so etwas antun lässt. Doch der Autor selbst, erzählt seine Geschichte ohne Verbitterung, er zeigt sehr viel Verständnis für alles, was ihm widerfahren ist. Er hat wohl einfach mit der Vergangenheit abgeschlossen und vieles verziehen.
Das Buch ist in drei Bereiche aufgeteilt. Im ersten Teil "Das Buch Smilja" erfährt man , wie alles begann, wie seine Mutter Smilja nach Deutschland kam, hier als Gastarbeiterin arbeitete und dann ihr wenige Wochen altes Baby in eine fremde Familie geben musste. Im zweiten großen Teil "Das Buch Alem" begleitet man dann Alem durch seine gesamte Kindheit. In diesem Teil gab es viele schöne Momente, aber auch sehr traurige. Im letzten und kleinsten Teil "Das Buch Emir" ist Alem dann auf der Suche nach seinem Vater.
Mir hat "Das achte Kind" sehr gut gefallen. Der Autor erzählt hier klar und schnörkellos und ohne Bitterkeit von zwei völlig unterschiedlichen Welten. Auf der einen Seite seine deutsche Familie, in der er geliebt und ohne Angst und Sorgen aufwachsen kann. In der es aber, wie er erst später feststellt, auch Schattenseiten gibt. Und auf der anderen Seite eine Welt voller Gewalt, Angst, Armut. Ein Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann und das sich absolut zu lesen lohnt.
Rezensionen von Lesemama:
Überraschende Familiengeschichte
Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid von Alena Schröder
Zum Buch:
Hannah steht kurz vor ihrer Promotion als Germanistikstudentin, ist heimlich in ihren Doktorvater verliebt und hat nur noch ihre Großmutter Evelyn.
Evelyn lebt in einer Seniorenresidenz und wird einmal die Woche von Hannah besucht. Bei einem dieser Besuche findet Hannah einen Brief aus Israel.
Es geht um Wiedergutmachung, enteignete Bilder und um eine Vergangenheit über die Evelyn nicht sprechen will und von der Hannah noch nie gehört hat ...
Meine Meinung:
Der Titel hat mich ehrlicherweise eher abgeschreckt. Ich dachte es sei so ein literarisches Buch mit gestelzter Sprache in die ich immer nicht reinfinde. Aber dem ist nicht so, es ist eine total spannende, berührende Familiengeschichte.
Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei ZeitEbenen erzählt. Einmal im jetzt und dann mit der Geburt von Evelyn im Jahr 1922, dann viel über die Zeit des zweiten Weltkrieges.
Nochmal ein Thema, welches mich Normalerweise nicht so packen kann.
Es ist aber sehr gut gemacht, ich mag eh gerne Geschichte die über zwei Zeitebenen gehen. Und in diesem Buch ist es der Autorin sehr gut gelungen die Balance zu halten. Sehr bewegend erzählt, die Protagonisten sind gut gezeichnet, die Vergangen ist gut recherchiert.
Irgendwann erklärt sich dann auch der etwas seltsame Titel.
Eine wunderbar erzählte, warmherzige und berührende Geschichte. Sehr empfehlenswert auch wenn mir das Ende nicht ganz so gefallen hat.
Rezensionen von Petra Gruber:
Zerreißprobe für eine Freundschaft
Unter Wasser Nacht von Kristina Hauff
Sophie und Thies, Inga und Bodo. Zwei Freundespaare, die dachten, dass ihre Freundschaft unverwundbar war. Sie kannten sich seit vielen Jahren, waren sich in der WG begegnet, hatten einander kennen und lieben gelernt. Es gab so vieles, was sie verband. Ihr Engagement für die Umwelt, ihr Einsatz gegen die Atommülltransporte, ihre Werte, und auch, wie sie leben wollten.
Zwei Häuser nebeneinander im Wendland, das wirkte wie die verbesserte Weiterführung ihrer WG. Inga und Bodo mit ihren beiden Kindern, Sophie und Thies mit Aaron. Doch dann passiert ein Unglück und Aaron stirbt.
Das Gleichgewicht ist zerstört. Wie umgehen mit all den Gefühlen, der Trauer, dem Neid, der Hilflosigkeit,… An dem Punkt, an dem wir in den Roman einsteigen, gibt es nur noch wenig Kontakt zwischen den Paaren und wenn, ist es ein Eiertanz, jedes Wort falsch, keine Reaktion richtig. Und auch Sophie und Thies kämpfen mit ihrem Verlust, jeder für sich, die Nähe ist kaum mehr spürbar.
Da taucht eines Tages eine Fremde auf. Attraktiv, gut gelaunt, auf der Suche nach jemand, der angeblich hier leben soll. Schnell freundet sie sich mit den Paaren an. Mit ihrer leichten und unkomplizierten Art schafft sie sogar eine Art Neuanfang für die Freundschaft der Paare. Doch was will sie wirklich? Und gibt es eine Chance für ihre Freundschaft.
Diese Geschichte ist sehr bewegend, denn sie stellt Fragen, die sich niemand stellen möchte. Wie viel Unglück verträgt eine Freundschaft? Auch wie neidisch darf man auf die Freunde sein, deren Leben scheinbar so perfekt ist, während das eigene schon länger nicht rund läuft? Und auch, wie geht man um mit dem Unglück der Freunde, wenn die einen nicht mehr an sich ran lassen?
Sehr poetisch, sehr eindringlich wird diese Geschichte hier erzählt. Ich war von der ersten Zeile an fasziniert und fand die Reaktionen und Gefühle der Protagonisten*innen sehr gut nachvollziehbar. Hier wird nicht Schuld zugewiesen, hier wird nicht ge- oder verurteilt, hier wird einfach erzählt. Und das sehr fesselnd und spannend mit viel Tiefgang.
Ein toller Roman, den ich an nur einem Wochenende gelesen habe und den ich wärmstens empfehlen kann.
Rezensionen von gletscherwoelfchen:
Emotional, spannend und romantisch!
Nach der Zerstörung von Rebekka Gusia
„Fräulein in Not? Am Arsch!“
Die 19-jährige Raja wächst in einer Welt auf, die von Naturkatastrophen, Einsamkeit und Verlusten geprägt ist. Einzig und allein ihr Hund Floh bleibt stets an ihrer Seite - bis eines Tages Lean auftaucht. Lean, der sie nicht nur vor einem herannahendem Tsunami rettet, sondern ihr erstmals Wärme und Hoffnung zu vermitteln vermag.
Aber nicht alles was glänzt, ist Gold. Und so scheint auch Lean dunkle Geheimnisse vor Raja zu bewahren…
Wer starke Protagonistinnen und eigenständige Frauen mag, ist hier genau richtig!
„Nach der Zerstörung“ beschäftigt sich vorrangig mit Raja, einer jungen Frau, die vollkommen auf sich allein gestellt ist. Sie muss sich nicht nur um ihre Versorgung kümmern, sondern ihrem Alltag auch möglichst viel Sicherheit verleihen. Dabei gerät sie des Öfteren in gefährliche Situationen, gibt deswegen jedoch alles andere als schnell auf. Ich habe Raja für ihren Mut, ihren Ehrgeiz und ihr Durchhaltevermögen sehr bewundert. Sie bereichert die Geschichte auf ihre ganz eigene, unverkennbare Art - ich denke, eine bessere Protagonistin hätte man sich in solch einer zerstörten Welt kaum wünschen können.
Immer an ihrer Seite ist ihr Hund Floh, der im Sturm mein Herz erobern konnte - und das nicht nur, weil ich ein Hundemensch bin. Einen solch loyalen und treuherzigen Begleiter wünscht sich doch sicherlich jeder an seiner Seite!
Das nötige Kribbeln und Herzklopfen verleiht in dieser Dystopie allerdings definitiv der geheimnisvolle Lean. Obwohl ich anfangs noch etwas Mühe hatte, einen richtigen Draht zu ihm knüpfen zu können, hat sich das schnell gelegt. Im Nachhinein finde ich, dass er durchaus Bookboyfriend-Potenzial bietet. Vor allem auf Grund seiner engelsgleichen Geduld und seiner Fähigkeit, sich nicht immer unnötigerweise aufdrängen zu müssen, Raja nicht die Show zu stehlen.
Mindestens ebenso sehr wie die einzelnen Charaktere mochte ich den Schreibstil der Autorin. Locker und flüssig verschlingt man als Leser förmlich die Seiten, gerade zum Ende hin einige unerwartete Wendungen wie auch die ein oder andere humorvolle Einlage lassen einen das Buch nicht mehr so schnell aus der Hand legen.
Für mich persönlich hätte das Worldbuilding noch ein kleines bisschen intensiver sein können.
Ich finde die Grundidee super spannend, keine Frage! Die beängstigende Nähe zu furchtbar zerstörerischen Naturkatastrophen hat sich äußerst real angefühlt.
Allerdings hätte ich mich über einige Hintergrundinformationen gefreut: Wie genau ist die Welt zu stände gekommen? Was war der Auslöser? Wie sieht es in anderen Teilen der Erde aus? Auch das ein oder andere einschneidende, prägende Erlebnis diesbezüglich hätte in meinen Augen dazu beigetragen, das gesamte Potenzial entfalten zu können. Mir war es teils ein wenig zu „sanft“, wenn man es denn so ausdrücken möchte.
Genau aus diesem Grund aber bin ich der Meinung, dass das Buch gerade für Neueinsteiger in das Genre perfekt sein könnte. „Nach der Zerstörung“ führt locker in das Genre „Dystopie“ ein, lässt romantische Elemente ebenso wie nachdenklich stimmende Ereignisse mit einfließen. Ich glaube, dass viele andere Bücher in dem Genre auf Neulinge erschlagend wirken könnten. Die Geschichte rund um Raja und Lean allerdings bietet eine vorsichtige, sanfte Einführung und macht so definitiv Lust auf mehr.
Ich habe das Lesen genossen und hoffe sehr auf ein Spin-off oder Ähnliches. Gerne würde ich mich noch stärker mit den Charakteren auseinandersetzen und tiefer in die fremde Welt eintauchen.
4/5 Sterne
Rezensionen von gletscherwoelfchen:
Ägyptische Mythologie von Feinstem!
Desert Gods von Lisa Nevermore
"Wenn ich wählen muss zwischen dir und der Menschheit, dann lege ich die Welt höchstpersönlich in Schutt und Asche, um dich zu behalten."
Jahrtausende lang war die Seele der Kriegsgöttin Sachmet auf engstem Raum eingesperrt. Jahrtausende lang musste sie auf einen Körper verzichten. Als die ägyptische Göttin plötzlich befreit wird, ist sie fortan untrennbar mit Evie verbunden.
Überraschenderweise bieten Chaosgott Seth und Katzengöttin Bastet Evie ihre Hilfe an, und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als einzuwilligen. Ihr Alltag wird im Folgenden vollkommen auf den Kopf gestellt, wozu der charmante Seth einen großen Teil beiträgt.
Doch in den Schatten lauert schon die nächste Gefahr…
Auf „Desert Gods“ aufmerksam geworden bin ich primär durch die Thematik rund um die ägyptische Mythologie. Ich finde das Thema unheimlich interessant und gerade als kleiner Geschichtsfan musste ich dieses Buch unbedingt lesen.
Wer jetzt vielleicht abgeschreckt ist: keine Angst, das Buch vereint so viel mehr in sich und hat mich mit seinen zahlreichen Facetten wirklich überraschen können!
Der Fokus in „Desert Gods“ liegt auf der Protagonistin Evie. Diese überzeugt durch ihre Schlagkräftigkeit und ihre wundervoll authentische Art. Mit reichlich Biss weiß sie sich gegen ihre Umgebung durchzusetzen - und nicht selten musste ich als Leserin darüber herzlich lachen. Evie ist einfach fantastisch, selten konnte ich mich so gut in einen Charakter hineinversetzen.
Um sie herum werden dann interessante und bildhaft beschriebene Settings aufgebaut, ebenso weitere vielschichtige Charaktere. Nicht zu vergessen ist natürlich die Mythologiekomponente. Im Laufe der Handlung werden immer wieder spannende Informationen und Hintergründe diesbezüglich eingestreut. Aber keinesfalls darf an dieser Stelle eine langweilige Geschichtsstunde erwartet werden. Im Gegenteil: Die Autorin Lisa Nevermore spielt gekonnte mit den Fakten, setzt sie bewusst in der Handlung ein, achtet gleichzeitig aber auch toll darauf, stets den Unterhaltungsfaktor nicht außer Acht zu lassen.
An der Stelle möchte ich gerne einen ganz besonderen Charakter anteasern: einen wahrhaftig sandigen, ein wenig arroganten Kerl namens Seth. Er ist einfach einzigartig! Frech und überheblich bringt er nicht nur Evie des Öfteren auf die Palme (und jede Menge kleine Sandhäufchen in ihre Wohnung). Der Chaosgott hat mit zu meinen liebsten Figuren gezählt. Er wurde wundervoll facettenreich dargestellt und brachte die ein oder andere Überraschung mit sich.
Abgesehen von den Charakteren möchte ich vor allem auch ein großes Lob an den Schreibstil der Autorin aussprechen. Für einen Debütroman ist er erstaunlich ausgereift und lässt kaum zu wünschen übrig. Er ist schön abwechslungsreich und spielt fast schon ein wenig mit dem Leser. An der einen Stelle ist er noch unglaublich emotional und ergreifend, während er mich wenige Seiten später schon wieder zum Lächeln gebracht hat, ohne dabei jedoch gekünstelt zu wirken, werden Stimmungen ganz toll dargestellt und der Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen.
Ich habe mit dem ersten Band von „Desert Gods“ mein erstes Jahreshighlight gefunden und kann es unbedingt ans Herz legen. Wer Lust auf einzigartige, mitreißende und spannende Urban Fantasy (mit einem wirklich, wirklich fiesen Cliffhanger) hat, ist hier genau richtig.
5/5 Sterne
Rezensionen von PeLi:
wunderschönes Kinderbuch
Die Biene Maja - Die schönsten Gutenachtgeschichten von Carla Felgentreff
Wer kennt sie nicht, die fleißige kleine Biene Maja und ihren etwas faulen aber sehr lieben Freund Willi? Ich habe sie geliebt in meiner Kindheit und ich finde es ganz toll, dass ich jetzt die Geschichten über Maja, Willi, Flip den Grashüpfer, Frau Kassandra, die Bienen-Lehrerin und die vielen anderen Bewohner der Klatschmohnwiese, meinen Enkeln vorlesen kann.
Dieses niedliche Kinderbuch enthält sechs Gutenachtgeschichten und zwar:
Majas Geburt
Die große weite Wiesenwelt
Kein Schlaf für Maja
Der tiefe Schlaf
Maja und die Mondblume
Majas Kuchenrezept
Jede dieser sechs Geschichten wird durch wunderschöne, farbenfrohe Illustrationen ergänzt. Die Figuren sehen heute ganz anders aus, als früher, aber sie sind jetzt nicht weniger niedlich. Die Kapitel haben genau die passende Länge und die Geschichten sind leicht verständlich, deshalb finde ich sie genau richtig für Kinder ab 4 Jahren. Aber auch ältere Kinder werden ganz sicher noch Gefallen an der kleinen neugierigen Maja und den anderen Bewohnern der Klatschmohnwiese finden.
Wirklich ein wunderschönes Kinderbuch, das mein Enkelchen jetzt schon liebt und mir macht es großen Spaß, ihr daraus vorzulesen.
Rezensionen von büchernarr:
Ein echtes Highlight
Erinnerungen aus Glas von Melanie Dobson
Wir schreiben das Jahr 1942. Die junge Josie freundet sich mit der jüdischen Bankierstochter Eliese an. Durch den aufsteigenden Nationalsozialismus in ganz Europa sieht sich Eliese jedoch gezwungen die Niederlande zu verlassen und nach ihrer Heirat nach England zu ziehen. Der Bruder von Josie arbeitet indessen in einer Bank, schließt sich jedoch dem Widerstand an und seine Schwester hilft ihm als Botin.
Zusammen beschließen sie etwas für die jüdischen Kinder zu tun, die in einem von Nazis umgebauten Theater zusammen mit ihren Familien auf die Deportation warten. Eliese die inzwischen mit ihrem kleinen Sohn nach Amsterdam zurückgekehrt ist und dort aushilft unterstützt das Geschehen.
75 Jahre später: Ava Drake reist als Direktorin einer gemeinnützigen Stiftung nach Uganda. Sie will den Förderantrag von Landon West prüfen. Dort aber findet sie eine Verbindung zu ihrer Familiengeschichte, die ihr ganzen Leben verändern wird.
Die Geschichte liesst sich sehr spannend und die historischen Hintergründe sind gut recherchiert. Die komplexen Beziehungen der Protagonisten geben dem Leser keine Pause und dank des flüssigen und lebendigen Schreibstils wird man mit den Charakteren warm und fiebert mit ihnen. Eine bewegende Geschichte und ein echtes Highlight!
Rezensionen von büchernarr:
Ein Familienroman über viele Generationen
Wo wir Kinder waren von Kati Naumann
Familie Langbein aus Sonnerberg mit ihrer Puppenfabrik und ihre von Rückschlägen gepeinigte Geschichte begleiten uns in diesem einfühlsamen und eindringlich erzähltem Buch. Die Puppenfabrik der Sonnerbergs hat viele Höhen und Tiefen überstanden, da sie schon in der Kaiserzeit gegründet wurde. Da wäre die Zeit der Weimarer Republik, der 1.
und 2. Weltkrieg, die Teilung Deutschlands und deren Wiedervereinigung in der es die Fabrik nicht weiter geschafft hat. Der Roman spielt in Zeitebenen, in der Gegenwart von 2019 und in der Vergangenheit zwischen 1910 und 1978. Beide Handlungen sind gekonnt und spannend miteinander verknüpft und darüber hinaus erhält der Leser auch viele interessante Informationen über das Puppenhandwerk. Das Wichtigste aber sind die historischen Ereignisse, inmitten denen die Familie versucht sich gesellschaftlich und politisch anzupassen. Nun aber wollen in der Gegenwart die Nachfahren und Haupterben des Gründers der Spielzeugfabrik das Erbe vermieten. Bei den Arbeiten kommen all die Erinnerungen ans Licht. Und all diese werden mit gekonnter Art und Weise bildlich wunderbar beschrieben,
„Wo wir Kinder waren“ ist somit ein wunderschöner und tiefgründiger Roman von Kati Naumann der dem Leser deutlich macht, wie schwer die Menschen es auch in der Vergangenheit hatten und jeder Epoche ihre eigenen Hindernisse zu überwinden hat.











