Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Dana:
interessanter Auftakt, macht neugierig auf die Fortsetzung
Matching Night, Band 1: Küsst du den Feind? (Gewinner des Lovelybooks-Leserpreises 2021) von Stefanie Hasse
Cara konnte sich durch den Rückhalt ihrer Familie einen kleinen Traum erfüllen: sie studiert am St. Joseph‘s College. Doch um über die Runden zu kommen, muss sie viel arbeiten und auch ihre Wohnsituation ist nicht optimal. Durch lange Fahrtwege und den Job bleiben sowohl private Treffen, als auch die Uni manchmal auf der Strecke.
Ihr Tag könnte auch 40 Stunden haben und sie würde ihn trotzdem ausgefüllt bekommen. Als sich dann die Möglichkeit ergibt, bei den Ravens, einer einflussreichen Studentenverbindung, kostenlos und collegenah unterzukommen, muss Cara nicht lange überlegen. Allerdings wusste sie nicht so genau, worauf sie sich einlässt, denn man wird nicht einfach so aufgenommen in dieser Verbindung. Um ein Teil der Ravens zu werden, muss sie einigen Aufgaben bestehen und ihre Loyalität beweisen… Und nebenbei muss Cara auch noch auf ihr Herz aufpassen.
Obwohl Cara glücklich darüber ist, aufs College gehen zu können, läuft es für sie aktuell alles andere als perfekt. Die Wohnungssuche ist schwieriger als gedacht und das Geld wächst eben leider auch nicht auf Bäumen. Auch wenn ihre beiden besten Freunde Hannah und Tyler versuchen sie zu unterstützen, ist Caras Situation nicht besonders zufriedenstellend. Da kann man gut verstehen, wie gelegen ihr das Angebot kommt, Anwärterin bei der Studentenverbindung, den Ravens, zu werden. Sowohl ihre finanziellen, als auch ihre wohnungsbedingten Sorgen haben damit ein Ende. Dass das Aufnahmeprozedere alles andere als ein Kinderspiel ist, ahnt Cara dabei noch nicht. Sie geht etwas naiv in diese Situation hinein, versucht dann aber sich so gut es geht zu schlagen. Ihre Zerrissenheit und Zweifel werden immer wieder deutlich. Mit kaum jemanden darüber sprechen zu können, macht es ihr auch schwer, denn eigentlich sagt sie gern ziemlich direkt, was ihr auf dem Herzen liegt. Im Rahmen der Anwärterphase muss sie sich regelmäßig auf die Zunge beißen, um sich mit ihrer Meinung nicht selbst den Weg zu den Ravens zu verbauen.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Cara geschildert. Dadurch ist man nah am Geschehen rund um die Protagonistin und kann ihre Empfindungen und Eindrücke gut begleiten. Der Schreibstil von Stefanie Hasse ist leichtgängig und flüssig zu lesen. Insgesamt bleiben die Figuren aber dennoch etwas blass. Man erfährt ein paar Details aus dem Leben der Protagonistin und bekommt im Laufe des Buches auch mit, wie sie in etwa tickt, was sie besonders beschäftigt und was sie in der Vergangenheit geprägt hat. Ich persönlich mag es immer gern, wenn man noch etwas mehr über die Figuren erfährt, weil es sie dann noch greifbarer macht, uninteressant war sie als Protagonistin aber nicht.
Auch von den anderen Charakteren erfährt man nicht so besonders viel. Teilweise ist das sicher gewollt, es macht sie aber manchmal auch weniger greifbar. Hannah scheint eigentlich eine treue Freundin zu sein, aber als weder sie noch Cara über gewisse Dinge reden kann, driften ihre Wege immer mehr auseinander und sie ist weniger präsent in der Geschichte. Tyler flirtet unglaublich gern und lässt seinen Charme auch bei Cara immer wieder spielen. Und so immun, wie sie zunächst tut, ist sie nicht. Aber auch Josh lässt sie nicht kalt, obwohl sie ihm gern die kalte Schulter zeigt. Beide Männer verbergen jedoch auch einiges und sind nicht so leicht zu durchschauen. Ich bin gespannt, wie es in der Richtung weitergeht und hoffe auf eine etwas klarere Linie, auch wenn die bisherigen Entwicklungen zur Situation und dem Wesen der Protagonistin passten.
Für Cara ändert sich durch die Möglichkeit der Aufnahme bei den Ravens einiges. Doch umso tiefer sie in die Verbindung eintaucht und umso weiter die Anwärterphase voranschreitet, umso mehr Fragen und Unstimmigkeiten tauchen auch auf. Da man nur ihre Sicht der Dinge kennt, weiß man auch nicht mehr, als die Protagonistin, wodurch die Neugier auf jeden Fall noch gesteigert wird. Besonders die Gedanken von Tyler und Josh hätten mich sehr interessiert. Einblicke in ihre Machenschaften zu bekommen, würde einem aber natürlich auch einen gewissen Teil der Spannung nehmen, denn so bleiben am Ende des ersten Bandes noch viele Aspekte ungeklärt, die mit ins zweite Buch genommen werden. Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch mehr ist als nur eine „einfache“ bzw. eine etwas verzwicktere Liebesgeschichte. Durch die Geheimnisse unterschiedlicher Figuren und die nicht immer ganz zu durchschauenden Studentenverbindungen bekommt die Geschichte eine andere Art von Spannung und weitere Facetten.
Fazit
Ein schöner Auftakt, der auf jeden Fall neugierig darauf macht, wie es nun weitergehen wird. Und zwar nicht nur mit Cara und den Männern, sondern vor allem auch im Bereich der Enthüllungen, die es zum Ende des Buches gibt. Dadurch rückt die Liebeskomponente nämlich noch mal etwas in den Hintergrund. Es hätte an einigen Stellen etwas tiefgründiger sein dürfen, auch was die Ausgestaltung der Charaktere angeht, insgesamt hat es sich aber gut und flüssig lesen lassen und war besonders im letzten Drittel des Buches spannend zu verfolgen.
Rezensionen von Dana:
viel Gefühl, tolle Figuren
Between Your Words von Emma Scott
Thea steckte voller Energie und Freude, bevor ein Unfall sie aus dem Leben riss und für immer veränderte. Seitdem lebt sie mit einer schweren Gedächtnisstörung und alle paar Minuten beginnt ihr „Leben neu“. Wenige Minuten, die die junge Frau kaum zum Leben nutzen kann. Aber wie viel von der ursprünglichen Thea steckt wirklich noch in ihr? Als Jim als Hilfspfleger in dem Sanatorium beginnt, in dem Thea wohnt, lernt er die ungewöhnliche Frau kennen und ist sogleich fasziniert von ihr, so schrecklich ihr Schicksal auch ist.
Bald entdeckt er hinter ihren Bildern und Wortketten Botschaften, die es zu entschlüsseln gilt. Als sich dann auch noch eine Behandlungsmöglichkeit auftut, sind alle mit neuer Hoffnung erfüllt, doch diese Hoffnung ist ebenso fragil, wie motivierend, denn niemand weiß, ob es wirklich auf Dauer funktionieren kann.
Als Gesamtfazit zum Buch könnte ich wohl sagen: berührend und bewegend geschrieben, mit kleinen Abzügen in der B-Note ;)
Die Geschichte begleitet Thea und Jim in der Ich-Perspektive, so dass man detaillierte Einblicke in das Leben der Protagonisten bekommt. Allerdings besteht der Hauptteil der Handlung Jims Ich-Perspektive, Thea hat besonders im ersten Teil des Buches nur wenige eigene Kapitel, der Fokus der Handlung ist sie jedoch trotzdem.
Jim ist ein interessanter und sympathischer Charaktere, ich habe ihn sehr gern begleitet und habe seine innere Stärke immer wieder bewundert. Er hat einiges durchgemacht in seiner Kindheit und kämpft bis heute mit einigen der Folgen. Trotzdem ist er bereit nicht in allen Mitmenschen nur das Schlechte zu sehen, möchte gern helfen und Gutes tun. Wenn man ihn an seiner Seite stehen hat, hat man einen treuen Begleiter, eine wichtige Stütze und einfach einen wundervollen Menschen, der einen begleitet.
Thea ist vor ihrem Unfall eine lebenslustige Frau, die viele Ziele und Träume hat. Sie macht gern Scherze in unpassenden Situationen, liebt Kunst und ist manchmal ein ziemlich aufgedrehtes Energiebündel. Durch ihre Amnesie wird ihr ein Teil dieser Eigenschaften genommen, man spürt jedoch weiterhin, dass sie eigentlich ein fröhlicher Mensch ist, der gern auf andere zugeht und Neues entdeckt. Ihre Entwicklung ist, aufgrund des Handlungsverlaufes, die größte und auch wenn man sie an der einen oder anderen Stelle vielleicht gern etwas ausbremsen würde, konnte ich total gut verstehen, wieso sie sich so sehr nach dem Leben und Freiheit sehnt.
Delia, Theas Schwester, ist mir bis zum Schluss nicht wirklich sympathisch geworden. Sie hat einige Bürden zu tragen, ohne Frage, und für sie war es mit Sicherheit nicht einfach. Trotzdem wirkt sie manchmal sehr verbohrt. Vielleicht liegt das nur an ihrer eigenen Verletztheit und als Selbstschutz hat sie alle Mauern hochgezogen. Sie ist in ihrem Verhalten aber ziemlich konstant und damit passt es dann eben einfach zur Figur. Nur gegen Ende des Buches bricht sie einmal ziemlich aus ihrem „Muster“ aus, was für mich etwas unverständlich blieb.
Ansonsten lernt man noch weitere Figuren im Sanatorium kennen, die mal mehr, mal weniger eine Rolle spielen. Alles in allem eine interessante Figurenmischung und besonders die Protagonisten lernt man intensiv kennen. Jim und Thea sind in vielen Punkten schon verschieden, sie ergänzen sich aber auch gut und motivieren sich gegenseitig. Im Großen und Ganzen fand ich die Charaktere in ihrem Verhalten in sich stimmig und schlüssig, nur in wenigen Momenten empfand ich es als eher unpassend. Auch wenn mir nicht immer alle Entscheidungen, die sie getroffen haben, gefallen haben, finde ich, kann man das nur schwer kritisieren, solange es eben zum Wesen der Figur passt, was sie da tun.
Der Schreibstil von Emma Scott steckt wieder voller Gefühl, ist sehr berührend und mitnehmend. Insgesamt hat sich das Buch wirklich zügig lesen lassen und mich haben auch die Entwicklungen der Figuren bewegt und erreicht. Trotzdem gab es immer wieder kleinere Dinge, die mich gestört haben und den Zauber der Geschichte ein wenig durchbrochen haben. Auch wenn im Nachwort darauf hingewiesen wird, dass die medizinischen Aspekte fiktiv sind, selbst wenn die Amnesie an sich auf vielen wahren Begebenheiten und Fakten beruht, hat es beim Lesen hin und wieder schon ein wenig gestört, dass so viel „Wunder“ mit drin steckte. In der Fülle war es mir manchmal einfach etwas zu viel, auch wenn längst nicht alles glatt läuft und die Figuren Rückschläge einstecken müssen. Das ist schwierig zu erklären, ohne zu spoilern. Aber es war manchmal einfach etwas viel des Guten… Mit weniger davon hätte es mir auf jeden Fall besser gefallen und ich finde auch, es hätte der Geschichte an sich nicht geschadet, sondern den bewegenden, teilweise eben auch bedrückenden Aspekten einfach nur etwas mehr Raum gegeben, der auch gerechtfertigt gewesen wäre.
Die Emotionen im Buch waren auf jeden Fall vielfältig. Es gab sehr schöne, freudige Momente, selbst wenn sie noch so zerbrechlich und kurz waren, die mich immer mal wieder schmunzeln lassen haben, es gab aber auch zahlreiche Passagen, in denen Frustration, Schmerz, vergebliche Hoffnung und Angst im Vordergrund standen. In einer Szene in der Geschichte haben mir die Entwicklungen fast das Herz gebrochen, auch wenn ich irgendwie erwartet habe, dass so etwas passieren wird. Die Gedanken und Gefühle, die in mir selbst da beim Lesen entstanden sind, weil die Lage der Figur so eindrücklich und nachvollziehbar beschrieben wurden, waren sehr intensiv und haben mir ein paar Tränen entlockt.
Fazit
Mich hat die Geschichte auf jeden Fall berührt, ich habe an einigen Stellen sehr mit den Figuren gebangt und mit ihnen gelitten, mich aber auch mit ihnen gefreut über kleine Erfolge. Es war schon schön zu lesen, auch wenn ich ein paar kleine Kritikpunkte hatte. Manchmal braucht es nur einfach nicht so viel Wunder und das Buch würde genauso gut oder sogar noch viel besser funktionieren und noch einen ticken realistischer erscheinen – Fiktion hin oder her. Alles in allem aber eine wundervolle, emotionale Geschichte mit ganz besonderen Figuren, die ich gern begleitet habe.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Die Macht der Sprache
Hush (Band 1) - Verbotene Worte von Dylan Farrow
Im Land Montane bedeutet Sprache Macht. Und in diesem Land lebt Shae. In einem Land, welches voller Angst und Furcht ist.
Shae hat eine besondere Gabe, eine Gabe die gefährlich für die ist und mit aller Macht geheim gehalten werden muss. So lebt Shae in ständiger Angst doch noch entdeckt zu werden .
..
Ich war gleich total fasziniert von dem wunderbaren Cover, aussagekräftig und ein echter Hingucker.
Die Geschichte beginnt gleich fesselnd, ein toller Schreibstil,absolut packend und sehr gut zu lesen. Eben ein Jugendbuch.
Manchmal fehlte mir allerdings ein wenig der Zusammenhang, es kam mir ein wenig unausgereift vor. Die Idee allerdings finde ich großartig, davon hätte ich gerne mehr gelesen.
Shae war eine sehr starke Protagonistin, so soll es auch sein. Ich hätte mir allerdings etwas mehr Magie gewünscht.
Alles in allem hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten, es ist noch Luft nach oben und ich freue mich auf den zweiten, abschließenden Teil.
Rezensionen von chipie2909:
What a wonderful world
Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1) von Anna Fleck
Schon immer haben mich die Meere fasziniert. Vorallem der Gedanke, dass dort unter der Wasseroberfläche ganz andere Welten existieren lässt mich demütig vor unserem Planeten werden. Als ich dann entdeckt habe, dass es in dem Debütroman „Meeresglühen“ von Anna Fleck um genau diese Thematik geht, wusste ich, dass ich ihr Werk unbedingt lesen will.
Doch um was genau geht es denn eigentlich?
Der Leser begegnet der 17jährigen Abiturientin Ella. Eigentlich Berlinerin, verbringt sie ihre Ferien in Grannys Cottage in Cornwall. Ihre Mom will ein paar Tage später nachkommen und so möchte sie in den ersten Tagen einfach die Ruhe genießen. Als sie an ihrem Lieblingsstrand einen verunglückten Surfer rettet, weiß sie noch nicht, dass sie damit einen Stein ins rollen gebracht hat, der ihr Leben grundauf ändern will. Denn Aris, der junge Mann, den sie gerettet hat, ist alles andere als ein Surfer. Nein, er stammt aus einer ganz anderen, geheimnisvollen Welt weit unter der Meeresoberfläche. Und um ihm zu helfen, bringt sie auch sich selbst in höchste Gefahr…
Mein Eindruck vom Buch:
Ich weiß nicht, wie oft ich schon auf den ersten Seiten grinsen musste. Die Geschichte ist aus der Sicht von Ella erzählt und ihre Gedankengänge und ihre Diskussionen mit ihrer inneren Stimme sind einfach herrlich! Ella ist zwar selbstbewusst und alles andere als auf den Kopf gefallen, jedoch blitzen auch immer wieder Unsicherheiten durch. Dies macht ihren Charakter unheimlich authentisch und man bekommt einfach das Gefühl, Ella könnte auch eine Freundin sein, die gerade ein unbeschreibliches Abenteuer erlebt. Sie ist so sympathisch gezeichnet, dass man einfach mit ihr mitfühlen muss. Und als sie auf Aris trifft, möchte man ihr am Liebsten zur Seite stehen. Aber nicht nur Ella ist liebevoll dargestellt. Helen und Hildy, die beiden Damen aus Cornwall, fand ich auch auf Anhieb göttlich und natürlich sind mir Aris und Som auch sehr ans Herz gewachsen. Hut ab vor der Autorin Anna Fleck, denn sie hat nicht nur tolle Charaktere zum Leben erweckt, nein, sie hat unter Wasser eine ganz eigene faszinierende Welt erschaffen. Ich habe es so sehr genossen, diesen besonderen Ort kennenzulernen, mit all den Eigenheiten. Und ich hoffe, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, ich hätte wahnsinnig gerne ein ganz bestimmtes Haustier ???? Die Geschichte ist so wunderbar flüssig und spannend geschrieben, dass man einfach nur durch die Seiten fliegt! Dieses Werk ist im Genre Jugendbuch eingruppiert, empfohlen ab 14 Jahren. Dieses Alter habe ich schon laaaaaaaaaange hinter mir und ich kann definitiv belegen, dass es nicht nur für unsere Jugend ein wundervolles Buch ist. Nein, für mich ist dieses Buch ein tolles All-Age-Buch für absolut jeden, der an mehr glaubt als nur an das, was man sehen kann.
Fazit:
„Meeresglühen“ ist für mich ein Highlight in diesem Jahr und einfach ein tolles Debüt von der Autorin Anna Fleck. Ich kann es kaum erwarten, bis der nächste Band im Herbst 2021 erscheint, denn dieses wunderbare Buch ist zum Glück „nur“ der erste Teil einer Trilogie. An alle Fantasy-Freunde: taucht ein in die Geschichte von Ella und Aris und genießt diese Reise!
Rezensionen von ClaudiaWirth@t-online.de:
What a wonderful world
Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1) von Anna Fleck
Schon immer haben mich die Meere fasziniert. Vorallem der Gedanke, dass dort unter der Wasseroberfläche ganz andere Welten existieren lässt mich demütig vor unserem Planeten werden. Als ich dann entdeckt habe, dass es in dem Debütroman „Meeresglühen“ von Anna Fleck um genau diese Thematik geht, wusste ich, dass ich ihr Werk unbedingt lesen will.
Doch um was genau geht es denn eigentlich?
Der Leser begegnet der 17jährigen Abiturientin Ella. Eigentlich Berlinerin, verbringt sie ihre Ferien in Grannys Cottage in Cornwall. Ihre Mom will ein paar Tage später nachkommen und so möchte sie in den ersten Tagen einfach die Ruhe genießen. Als sie an ihrem Lieblingsstrand einen verunglückten Surfer rettet, weiß sie noch nicht, dass sie damit einen Stein ins rollen gebracht hat, der ihr Leben grundauf ändern will. Denn Aris, der junge Mann, den sie gerettet hat, ist alles andere als ein Surfer. Nein, er stammt aus einer ganz anderen, geheimnisvollen Welt weit unter der Meeresoberfläche. Und um ihm zu helfen, bringt sie auch sich selbst in höchste Gefahr…
Mein Eindruck vom Buch:
Ich weiß nicht, wie oft ich schon auf den ersten Seiten grinsen musste. Die Geschichte ist aus der Sicht von Ella erzählt und ihre Gedankengänge und ihre Diskussionen mit ihrer inneren Stimme sind einfach herrlich! Ella ist zwar selbstbewusst und alles andere als auf den Kopf gefallen, jedoch blitzen auch immer wieder Unsicherheiten durch. Dies macht ihren Charakter unheimlich authentisch und man bekommt einfach das Gefühl, Ella könnte auch eine Freundin sein, die gerade ein unbeschreibliches Abenteuer erlebt. Sie ist so sympathisch gezeichnet, dass man einfach mit ihr mitfühlen muss. Und als sie auf Aris trifft, möchte man ihr am Liebsten zur Seite stehen. Aber nicht nur Ella ist liebevoll dargestellt. Helen und Hildy, die beiden Damen aus Cornwall, fand ich auch auf Anhieb göttlich und natürlich sind mir Aris und Som auch sehr ans Herz gewachsen. Hut ab vor der Autorin Anna Fleck, denn sie hat nicht nur tolle Charaktere zum Leben erweckt, nein, sie hat unter Wasser eine ganz eigene faszinierende Welt erschaffen. Ich habe es so sehr genossen, diesen besonderen Ort kennenzulernen, mit all den Eigenheiten. Und ich hoffe, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, ich hätte wahnsinnig gerne ein ganz bestimmtes Haustier ???? Die Geschichte ist so wunderbar flüssig und spannend geschrieben, dass man einfach nur durch die Seiten fliegt! Dieses Werk ist im Genre Jugendbuch eingruppiert, empfohlen ab 14 Jahren. Dieses Alter habe ich schon laaaaaaaaaange hinter mir und ich kann definitiv belegen, dass es nicht nur für unsere Jugend ein wundervolles Buch ist. Nein, für mich ist dieses Buch ein tolles All-Age-Buch für absolut jeden, der an mehr glaubt als nur an das, was man sehen kann.
Fazit:
„Meeresglühen“ ist für mich ein Highlight in diesem Jahr und einfach ein tolles Debüt von der Autorin Anna Fleck. Ich kann es kaum erwarten, bis der nächste Band im Herbst 2021 erscheint, denn dieses wunderbare Buch ist zum Glück „nur“ der erste Teil einer Trilogie. An alle Fantasy-Freunde: taucht ein in die Geschichte von Ella und Aris und genießt diese Reise!
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Königliche Ermittlungen
Das Windsor-Komplott von Bennett S J
Die Königin von England hat eine Passion, sie löst gerne Kriminalfälle. Je verzwickte, umso besser.
Allerdings darf es natürlich keiner erfahren. Als bei einem Empfang der russische Pianist ums Leben kommt ist der englische Geheimdienst blitzschnell vei einer Verschwörung, die Queen sieht es aber ganz anders .
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Alleine schon das quietschpinke Cover mit einem Ebenbild der Queen nebst Corki ist ein Blickfang. Bei diesem Buch handelt es sich um einen Auftakt einer neuen Reihe der Autorin, die mit bisher nur durch ihre absolut lesenswerte Jugendbücher bekannt war.
Ein sehr guter Schreibstil, herrlicher Humor und im Prinzip alles, was für einen gelungenen Krimi, der humorvoll sein soll, nötig ist.
Ich mochte die Verwicklungen, die Anspielungen.
Die Zwischenspiele der Cortison waren sehr gekonnt. Auch wenn es eher an Spionage als an Miss Marple erinnert, war es ein Lesegenuss.
Also mich hat es jedenfalls sehr gut unterhalten und ich hatte viel Lesefreude damit. Sehr empfehlenswerter britischer Humor rund um die Queen.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Mein persönlicher Buchtipp
Kim Jiyoung, geboren 1982 von Nam-joo Cho
Wir befinden uns im Jahr 2015: Kim Jiyoung führt ein unerfülltes Leben, geprägt von Fremdbestimmung als Frau, Tochter, Mutter und Ehefrau. Ihr Verhalten war stets angepasst und diszipliniert gewesen. Demütigungen und Diskriminierungen erschütterten ihr verbleibendes Selbstbewusstsein und stürzten sie in eine seelische Krise.
Es sind kleine und große Grenzüberschreitungen, die sich im Laufe von Kim Jiyoungs Leben summieren, doch nicht immer bewusst wahrgenommen wurden. Dieses Buch erzählt von all diesen Ungerechtigkeiten und dem immensen Gesellschaftsdruck in Korea: beispielsweise kennt vermutlich jede frisch vermählte Ehefrau die häufigen Nachfragen bezüglich der Familienplanung. Kim Jiyoung steht exemplarisch für alle Frauen, die in diesem generationsbedingten Teufelskreis feststecken, die sich zunehmend kraftlos fühlen, bis sie ihre Selbstverwirklichung schließlich aufgeben und sich für ihr vermeintliches Versagen selbst die Schuld geben.
Der Erzählstil ist lakonisch, beinahe beklemmend, denn der Fokus liegt auf der Diskriminierung und weniger auf den glücklichen Momenten in Jiyoungs Leben.
Das Ende ließ mich nachdenklich und wütend zurück. Selbst Menschen, die durch ihre Arbeit oder das eigene Umfeld mit dem Problem der Diskriminierung zwischen Männern und Frauen vertraut sind, sehen sich außer Stande, aus ihren gewohnten Denkmustern auszubrechen. Gerade deshalb, hat mich das Buch sehr gepackt, obwohl mich der unpersönliche Erzählstil emotional auf Abstand hielt. Es ist eine schonungslose Bestandsaufnahme unser Gegenwart und zurecht ein Weltbestseller, der sogar Massenproteste in Korea auslöste.
Rezensionen von Marie aus E.:
Berufung
Der Klang der Wälder von Natsu Miyashita
Tomura hört als Jugendlicher zufällig einem Klavierstimmer bei der Arbeit zu und ab dann steht sein Berufswunsch fest: er möchte ebenfalls Klavierstimmer werden. Er lernt das Stimmen und beginnt dann als Berufsanfänger, stets am Lernen und Besserwerden.
Tomura ist voller Selbstzweifel und glaubt nicht an sein Können, er arbeitet unermüdlich.
Im Roman begleitet man Tomura ein Stück seines Weges - vom blutigen Anfänger zum stets versierter werdenden Klavierstimmer. Tatsächlich ist es das auch schon, meist begibt man sich mit ihm in eine Privatwohnung, wo dann ein Klavier gestimmt wird. Noch etwas Kollegenplausch, diese sind ihm unterschiedlich wohlgesonnen und der etwas intensivere Kontakt zu zwei Schwestern, die er beim Stimmen kennenlernt. Viel mehr passiert nicht.
Interessant fand ich den Einblick in die japanische Lebensweise, so höflich, aufmerksam und so zurückhaltend, ganz anders als wir es kennen.
Die Sprache des Buches ist sehr zart, poetisch, aber das über 200 Seiten ist auf Dauer schon auch etwas monoton und ermüdend. Zumal eben nicht wirklich etwas geschieht. Fast ein wenig wie Corona-Alltag, aufstehen, arbeiten, fertig und am nächsten Tag wieder von vorne.
Die hohe Kunst des Klavierstimmens und das Streben nach Perfektion sind eben das Thema, vermutlich kann das Buch deshalb nur von Klavierspielenden wirklich richtig gewürdigt und wertgeschätzt werden.
Ich habe das Buch gern gelesen, aber nach den 239 Seiten war es dann auch gut.
Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:
Der Titel könnte nicht treffender sein
Der Klang der Wälder von Natsu Miyashita
Als der junge Tomura auf den Klavierstimmer Itadori trifft, eröffnet sich ihm eine neue Welt. Beim Erklingen des Klaviers fühlt er sich in die Berge und Wälder seiner japanischen Heimat zurückversetzt. Für ihn beginnt eine aufregende Zeit voller Hingabe und Selbstzweifel.
In diesem besonderen Roman geht um den Sinn des Lebens, der sich für den jungen Japaner Tomura im Zusammenspiel von Klang und Natur findet.
Es ist auffallend, wie sich die Autorin mit diesem Motiv befasst, Wälder und Landschaften immer wieder in den schönsten Farben ausmalt. Der Buchtitel ist also mehr als passend gewählt.
Der Roman ist sehr sinnlich und poetisch. Die Geräusche des Waldes, sprudelndes Quellwasser, einzelne Tiere und Bäume werden ausführlich beschrieben. Sie werden nicht nur beschrieben, sie werden zum Leben erweckt. Es ist wie ein Sog, der in die Welt des Buches führt. Eine Welt die ebenso voller technischer Klaviersprache ist, dadurch aber an Reiz gewinnt. Trotzdem kann einem bei den vielen Akkorden, Dreiklängen, Frequenzen und Resonanzen auch mal schwindelig werden.
Der Roman hat interessante Charaktere zu bieten, doch kein anderer ist so ausgefeilt wie der junge Tomura. Durch seine Selbstvergessenheit, Beharrlichkeit und seine volle Hingabe in das Klavierstimmen ist er eine spannende Hauptfigur. Er hat viele kluge Gedanken, die die Autorin geschickt ausformuliert. Die Erzählung ist an vielen Stellen weise und lehrreich. Das Finden eines Lebenssinnes ist nicht einfach, das zeigt sich hier. Myiashita lässt die Lesenden tief in sein Innerstes blicken und reduziert die Erzählung drumherum eher. Dadurch wirkt er etwas abgekoppelt von den Anderen. Seine vielen Selbstzweifel und seine permanente Selbstunterschätzung sind auf Dauer herausfordernd. Anders als oftmals üblich wird hier ein junger Mann mit seinen Schwächen gezeigt, der im Werden ist. Seine Schwächen scheinen gleichzeitig seine größten Stärken zu sein.
Es ist ein Roman voller Tiefe und vieler Assoziationen, der sich beharrlich mit dem Natur-Klang-Motiv befasst. Ein Roman über die Schönheit in der Welt. Das macht es zu einer ungewöhnlichen Lektüre, die bestimmt nicht für jeden genügend Spannung zu bieten hat.
Klare Leseempfehlung! Die Geschichte lässt Eintauchen. Im Mittelpunkt stehen phantastische Naturbeschriebungen und ein junger sinnlicher Mann, der im Erzeugen von Klang seine Bestimmung findet.
Rezensionen von Teresa:
richtig spannend!
ONE OF US IS LYING von Karen M. McManus
Das Buch ist ein Mystery-Buch und es war spannend bis zum Schluss. Ich wollte von der ersten Seite an unbedingt wissen, wer der Mörder ist und auch wenn ich manchmal dachte, es herausgefunden zu haben, musste ich wenige Seiten später wieder alles überdenken. Die Geschichte wird abwechselnd in den Sichtweisen der vier High-School-Schüler erzählt, und auch wenn das anfangs etwas verwirrend war, bin ich schon bald in die Geschichte reingekommen und ich fand es sehr interessant, die Sichtweisen von allen vieren beschrieben zu bekommen.
So waren mir auch schon bald alle vier sehr sympathisch und ich wollte umso mehr eine Aufklärung der ganzen Geschichte haben. Das Buch ist nicht so spannend wie ein Thriller, aber ich wollte das Buch trotzdem nicht weglegen und würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. Das einzige, das mich etwas gestört hat, ist, dass ich manche Dinge nicht ganz nachvollziehen konnte und so manches ein bisschen unrealistisch für mich war. Die Geschichte erinnerte mich auch etwas an "Pretty Little Liars", eine Mystery-Serie, die ich zwar auch geschaut und geliebt habe, aber an manchen Stellen wurde mir auch die etwas zu bunt und unrealistisch. Aber ich bin froh, dass es in diesem Buch nicht allzu viele solcher Momente gab!
4 von 5 ⭐









