Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ClaudiaWirth@t-online.de:
Ein guter Titel gibt leider nicht gleich eine gute Geschichte
Infinity Plus One von Amy Harmon
Alleine der Titel hat mich schon total neugierig gemacht und auch der Klappentext lässt darauf schließen, dass es sich hierbei um eine zauberhafte Geschichte mit viel Gefühl handelt. Und wäre das nicht schon genug, besticht das Buch zusätzlich mit dem wunderschönen Cover. Doch um was geht es denn in diesem Werk von Amy Harmon überhaupt?
Die Country/Popsängerin Bonnie Rae Shelby hat alles, was sich ein Mensch erträumt: Mehr Geld, als sie jemals ausgeben kann, gesegnet mit einem unglaublichen Gesangs- sowie Komponiertalent und Millionen Fans.
Dennoch will sie sterben. Als der Ex-Sträfling Finn Clyde sie auf der Brücke stehen sieht, weiß er, dass er einfach helfen muss. Dabei prallen zwei Welten aufeinander und nichts ist mehr, wie es vorher war.
Mein Eindruck vom Buch:
Ich war wirklich mega gespannt auf dieses Buch, doch schon die ersten Kapitel haben mich leider ernüchtert. Die Hauptprotagonistin wirkte auf mich enorm unsympathisch und ich konnte kaum glauben, dass es sich hier um eine 21jährige handelt. Quengelig, arrogant, rotzfrech, egoistisch und pubertär sind so die Merkmale, die mir spontan zu Bonnie einfallen. Und sobald ihr etwas nicht passt, heult man halt einfach drauf los. Hätte nur noch gefehlt, dass sie sich wie ein kleines Kind hinstellt und mit dem Fuß aufstampft, wenn ihr etwas nicht gepasst hat. Aber auch Finn Clyde kommt leider nicht viel besser weg. Auf mich wirkte er einfach nur wie ein treudoofer Dackel, der sich absolut alles von Bonnie gefallen ließ, egal, wie kindisch sie sich auch verhielt. Ich hatte das Gefühl, die Autorin hat hier versucht, einen Bad Boy zu erschaffen, dessen harte Schale geknackt werden soll. Das ist meiner Meinung nach aber komplett gescheitert, denn im Grunde wirkt Finn einfach nur wie ein willenloser Mittzwanziger, der keine Ahnung hat, was er mit seinem Leben anstellen will und sich von der Schönheit Bonnies komplett blenden ließ. Ich konnte oftmals nur den Kopf schütteln, wenn Bonnie wieder eine ihrer Shows abgezogen hat und Finn sie trotzdem wieder aufgefangen hat. In vielen Büchern gibt es zumindest liebenswerte Nebencharaktere, wenn es die Hauptpersonen nicht so auf die Beliebtheitsskala schaffen, aber dies war hier leider auch nicht zu finden. Die Story an sich war für mich auch schwer nachzuvollziehen. Zum einen habe ich mich ständig gefragt: Warum tätigt Bonnie nicht einfach einen oder vielleicht auch zwei Anrufe und alle Missverständnisse und Probleme wären sofort aus der Welt geschafft? Nein, Drama-Queen hatte das ja nicht nötig und so entstand eine vollkommen unrealistische Story. Mir fehlte jegliche Tiefe in diesem Buch und nicht mal die Passagen, in denen es um Minnie und Fish ging, konnten mich auch nur ansatzweise berühren. Wirklich das einzig Positive an diesem Buch fand ich den Schreibstil. Nur macht dieser alleine keine gute Geschichte.
Fazit:
Normalerweise liebe ich die New-Adult-Bücher vom LYX-Verlag, aber diese Story konnte mich leider überhaupt nicht erreichen. Der Story an und für sich kann ich nur einen einzigen Stern geben, da überhaupt keine Emotionen übertragen werden konnten. Nur wegen der Tatsache, dass sich der Schreibstil super lesen lässt und ich das Buch flüssig in einem Rutsch durchlesen konnte, gibt es einen zweiten Stern.
Rezensionen von brauneye29:
Tolles Thema
Calypsos Irrfahrt von Cornelia Franz
Zum Inhalt:
Ein Segeltörn auf dem MIttelmeer, kann es was langweiligeres für ein Kind geben? Oscar ist schon nach drei Tagen genervt. Doch dann retten sie zwei Kinder aus dem Wasser, die von einem Flüchtlingsboot gefallen sind. Was sollen sie nur mit den beiden machen? Nirgends werden sie an Land gelassen und schon bald möchte Oscar auch nicht mehr, dass die beiden irgendwo zurück gelassen werden.
Doch wie soll das gehen?
Meine Meinung:
Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass hier mal ein Thema aufgenommen wird, dass nicht häufig thematisiert wird und schon gar nicht in Kinderbüchern. Die Autorin hat dieses Thema sehr gut aufgenommen und umgesetzt. Es ist kindgerecht geschrieben und liest sich gut. Gerade auch, dass die beiden Kinder zwischendurch immer ihre Gedanken miteinander erzählen, ist richtig gut gelungen. Denn die beiden verstehen ja die Oscar und seine Familie nur sehr wenig und irgendwie müssen sie sich austauschen. Ich fand das Buch einfach toll und finde es gut, dass so ein Thema in einem Kinderbuch verarbeitet wird.
Fazit:
Tolles Thema
Rezensionen von Claudia R:
Auftakt einer dystopischen Trilogie
Empatiana von Linda Dantony
Klappentext / Inhalt:
Ein Feuer vernichtet fast die gesamte Menschheit und nahezu jeden Lebensraum.
Ein verborgenes Königreich bleibt vom Feuer verschont.
Ein Prinz sucht eine Prinzessin.
Lara lebt in dem verborgenen Königreich Monarid. Sie liebt die festen Strukturen und die spannungsreichen Aufgaben.
Die Freude auf den Beginn ihrer Ausbildung ist enorm. Wären da nicht ihre langen roten Haare. Diese Einzigartigkeit überschattet ihr ganzes Leben. Auf ihrem Weg offenbart sich ein fürchterliches Geheimnis. Es verändert alles. Es gibt einen Ausweg.
Lauf. Nur wohin?
Begleite Lara bei ihrer geheimnisvollen Entdeckung. Auf einmal ist nichts mehr so, wie es vorher war.
Cover:
Freudig und hitzig sticht einem das Cover entgegen. Ein Kreis aus gelb-orangen Flammen umgibt die Titelschrift. Kleine zarte Nuancen sind im Hintergrund erkennbar und das Ganze ist sehr schön abgestimmt. Ein schönes Cover, welches mir gut gefällt.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich locker und leicht lesen. Man kommt sehr gut und schnell in die Geschichte hinein. Schnell lernt man Lara und ihre Familie näher kennen. In Lara kann man sich sehr gut hineinversetzen, da es aus Laras Sichtweise in der Ich-Perspektive geschrieben ist.
Eine Welt in der Empathie verboten ist und Gefühle eine untergeordnete Rolle spielen. Besser in der Masse untergehen, als aufzufallen. Denn Regeln sind in diesem Königreich sehr wichtig, nachdem das große Feuer fast alles vernichtet hat. Doch dies ist für Lara nicht so leicht, allein aufgrund ihrer roten Haarfarbe fällt sie immer wider auf.
Inhaltlich möchte ich jedoch an dieser Stelle nicht allzu viel verraten, da ich nichts vorweg nehmen möchte.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Eine Mischung aus Fantasy, Roman, Märchen mit einer gewissen Spannung und viel Emotionen. Ich wurde hier sehr gut unterhalten und die Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen. Sehr gespannt bin ich, wie es weitergeht und was mich in den nachten Büchern erwartet.
Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und haben mich sofort mitgenommen. Lara war mir von Anfang an sehr sympathisch und auch ihre Gedanken, Handlungen und Beweggründe werden sehr gut transportiert und sind schlüssig. Man kann sich gut in die Figuren hineinversetzen und so in eine wundervolle Welt und Atmosphäre eintauchen.
Richtig toll finde ich auch die Gestaltung des Buches und der einzelnen Kapitel. Die Kapitellänge empfand ich als sehr angenehm und die kleinen Illustrationen mit dem Feuer empfand ich als sehr passend. Diese Gestaltung rundet das Buch sehr gut ab. Auch die Karte am Ende hat mir sehr gut gefallen.
Ein wundervoller Auftakt in eine dystopischen Trilogie, der spannend, emotionale und einfach fantastisch ist. Liebe, Hass, aber auch Vertrauen, sowie Intrigen spielen hier eine wichtige Rolle.
Ein Buch, welches mich fesseln konnte und regelrecht gefangen genommen hat. Gespannt bin ich nun auf die nächsten Bücher.
Fazit:
Ein wundervoller Auftakt in eine dystopischen Trilogie, der spannend, emotionale und einfach fantastisch ist.
Rezensionen von Landrea:
Worke, Love und aktuelle Themen
Empatiana von Linda Dantony
Charlotta, eine junge starke Frau mit Vergangenheit, kämpft um die wohlverdiente Anerkennung in der Anwaltskanzlei Svärdh & Partner. Ein Pro-bono-Fall soll nun endlich ihre Fähigkeiten unterstreichen. Doch Charlotta hat die Rechnung ohne die Gegenseite gemacht. Die Grenzen zwischen Privat und Beruf verschwimmen und es beginnt ein gewagter Tanz am Abgrund.
Aber nicht nur Charlotta muss sich ihrer Prioritäten klar werden. Ignacio, CEO des Textilunternehmens Gaia, kämpft um eine Reinwaschung für das Unternehmen und hat nicht vor, sich ausgerechnet in die Anwältin zu verlieben, die mit allen Mitteln versucht, den Ruf der Firma zu ruinieren. Nicht nur im Gerichtssaal bleibt es bis zum Schluss spannend.
Ich mag das Cover, es hat mich sofort angesprochen. Die Skyline und die Farbmischung sind eine willkommene Abwechslung zwischen den vielen rosa-Tönen der New Adult Romane. Der Schreibstil der Autorin sticht mit Einzigartigkeit hervor und ist Geschmackssache. Obwohl ich mir anfangs sehr schwer mit den abrupten Ortswechseln tat, freute ich mich später über jeden überraschenden Sprung in eine neue Szene.
Charlotta war mir gleich zu Beginn ans Herz gewachsen. Leider werden Frauen viel zu oft im beruflichen Umfeld aber auch Privat ausgenutzt. Ihre nicht unschöne Vergangenheit war dann für meinen Geschmack doch ein wenig zu dick aufgetragen.
Überraschend war auch der zweite Handlungsstrang, der sich etwa nach dem ersten Viertel der Geschichte abzeichnete. Dessen Ende ist leider auch sehr absehbar und die ganze Geschichte beginnt dann etwas langatmig zu werden. Leider konnte Helene Holmström mich, nachdem die erste Begeisterung abklang und ich vollständig in die Geschichte eingetaucht war, nicht mehr halten. Ich verlor ein wenig das Interesse.
„Working Late“ von Helene Holmström zeigt eine „neue“ Stadt mit all ihren Facetten. Ein Roman, der sich um einflussreiche Unternehmen und das „After-Work Leben“ dreht. Die Autorin schlug eine neue Richtung ein. Viele moderne Themen wie „Nachhaltigkeit“, „Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländer“ und „ Gender Equality“ machen die Story lesenswert.
Rezensionen von Petra:
Der vierte Fall
Empatiana von Linda Dantony
Der vierte Fall für Frida und Bjarne. Auf einer Elbinsel wird ein Skelett gefunden, ein paar Tage später eine Leiche. Beide sind auf ähnliche Art getötet worden. Obwohl ca. 30 Jahre zwischen den Fällen liegen, scheinen sie zusammen zu gehören.
Ich habe alle Krimis mit den beiden gelesen. Sie lassen sich unabhängig von einander lesen.
Nur das Privatleben der beiden ist fortlaufend. Da es aber mit dem eigentlichen Kriminalfall nichts zu tun hat kann man ohne Schwierigkeiten dem Geschehen folgen. Mit der einen oder anderen Frage warum ist dieses oder jenes so kann man gut leben. Obwohl das Privatleben der beiden eine große Rolle spielt. Es ist ein normales Leben im Gegensatz zu anderen Krimiserien mit wenig Alkohol oder sehr großen persönlichen Problemen die dann die Arbeit beeinträchtigen.
Mir gefällt das sehr. Ermittler oder Polizisten müssen ein Leben nach der Arbeit haben und keinen 24 Stunden, 7 Tage die Woche Dienst. Gleichzeitig soll die Spannung aber nicht auf diesen Bereich liegen. Anspruchsvoll ich weiß.
Eingeflochten sind kurze Sequenzen aus der Vergangenheit. Berichte aus einem Jugendwerkhof der ehemaligen DDR. Es sind grausame Ausschnitte die der Wahrheit entsprechen ( Ich habe mich außerhalb dieses Buchs informiert - http://www.jugendwerkhof-torgau.de/ -).
Erst irritieren sie beim lesen weil sich kein Zusammenhang herstellen lässt. Aber es muss ja einen geben. Das zeichnet sich nach und nach ab, dadurch entwickelt sich auch die Spannung. Wer sind die Opfer und wer die Täter.
Jede Figur hat eine Geschichte die erzählt wird, auch die Nebenfiguren sind wichtig nicht nur um uns Leser in die Irre zu führen sondern auch um auf bestimmte Details aus dem Zeitgeschehen aufmerksam zu machen. Alle sind so authentisch gezeichnet das ich ohne Schwierigkeiten mein Kopfkino mit bunten Bildern füllen konnte.
Es ist leicht dieser Autorin zu folgen denn das Geschehen baut logisch aufeinander auf.
Ich freue mich schon auf die nächsten Bücher.
Rezensionen von Lilli33:
Atmosphärischer Kriminalroman
Empatiana von Linda Dantony
Atmosphärischer Kriminalroman
Inhalt:
Frida Paulsen und Bjarne Haverkamp von der Kripo Itzehoe bekommen es mit einem Cold Case zu tun. Auf der Elbinsel Bargsand wurde ein jahrzehntealtes Skelett mit gefesselten Händen im Schlick eingegraben gefunden. Kurz darauf wird auf einer anderen Insel die Leiche eines Hamburger Bauunternehmers entdeckt, auf die gleiche Weise gefesselt wie das Skelett von Bargsand.
Hängen die beiden Fälle zusammen oder gibt es hier einen Nachahmer?
Meine Meinung:
Dies ist bereits der 4. Teil der Reihe um die Itzehoer Kommissare Bjarne Haverkamp und Frida Paulsen. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen. Daher kann man dieses Buch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Auch das Wichtigste zu den bereits bekannten Akteuren wird noch einmal wiederholt. Allerdings nimmt auch das Privatleben der Ermittler in dieser Reihe einen großen Raum ein. Da macht es natürlich mehr Spaß, wenn man dies von Anfang an verfolgt. Ich finde die beiden Protagonisten samt ihrem Familienanhang sehr sympathisch und freue mich immer, darüber zu lesen. Das gibt dem Ganzen die besondere Atmosphäre. Dazu kommen die gewohnten liebevollen Landschaftsbeschreibungen, die einen gedanklich direkt in die Elbmarsch versetzen.
Der Kriminalfall ist ganz schön verzwickt und wenig vorhersehbar. Durch bedrückende Einschübe, die etwa dreißig Jahre in der Vergangenheit im Jugendwerkhof Torgau in der DDR spielen, ergibt sich zwar bald eine Richtung, in die uns das Buch führt. Doch die letztendlichen Zusammenhänge hat Romy Fölck zunächst gut verschleiert.
Als Leser*in begleitet man die Ermittler bei den ziemlich authentisch erscheinenden, mühsamen Ermittlungen. Spannung ist durchgehend vorhanden, wenn auch nicht auf allerhöchstem Niveau, aber das muss bei einem KriminalROMAN ja auch nicht unbedingt sein. Einige extrem spannende Szenen gibt es aber durchaus auch.
Einige Kleinigkeiten kamen mir nicht sehr glaubwürdig vor. Diese schmälern das Leseerlebnis aber nur marginal. Im Großen und Ganzen liegt hier ein solide aufgebauter und ausgearbeiteter Krimi mit tiefgründigen Charakteren vor, der jetzt schon meine Vorfreude auf den nächsten Band angefacht hat.
Die Reihe:
1. Totenweg
2. Bluthaus
3. Sterbekammer
4. Mordsand
Rezensionen von yellowdog:
Für Fans niveauvoller Jugendromane ein Muss!
Zwischen uns tausend Bilder | Berührendes, Mut machendes Jugendbuch über das, was in uns steckt von Neda Alaei Felicitas Horstschäfer
Es handelt sich bei „Zwischen uns Tausend Bilder“ um einen sensibel gestalteten Jugendroman aus Norwegen. Sannas Mutter ist gestorben. Das hat ihr Vater sehr mitgenommen, er wird psychisch damit nicht fertig und versinkt immer mehr in einen katatonischen Zustand. Sanna versucht ganz alleine sich um das Haus und ihren Vater zu sorgen, aber es ist schwer und auch in der Schule läuft es nicht gut.
Ihre beste Freundin Mie hat sich von ihr abgewandt. Ein neuer Schüler taucht auf, mit dem sie sich anfreundet, aber das lässt ein anderes Mädchen eifersüchtig werden.
Währenddessen wird ihr Isolation immer schlimmer.
Es ist schmerzhaft zu lesen, wie eine 14jährige so in Nöten ist.
Das konsequent immer aus Sannas Perspektive erzählt wird, lässt den Leser ihre Emotionen hautnah spüren.
Wer einen niveauvollen Jugendroman lesen möchte, ist bei Neda Alaeis Debüt absolut richtig.
Rezensionen von Natalie:
Genialer Auftakt
Grenzfall - Der Tod in ihren Augen von Anna Schneider
Kaum tritt Alexa Jahn ihren neuen Dienst bei der Kripo Weilheim an, steht sie bereits am ersten Tag mitten in einer Mordermittlung, die es in sich hat.
Am Brauneck bei Lengries wird die Leiche bzw. besser gesagt, der Oberkörper einer Frauenleiche am Klettergurt baumelnd gefunden. Als kurz darauf auch noch im benachbarten Tirol am Achensee weitere Leichenteile auftauchen, wird schnell klar, dass dies keine normale Mordermittlung werden wird.
Als wäre das nicht schon Herausforderung genug, wird Alexa die Leitung der Ermittlungen übertragen, da ihr Chef verletzungsbedingt ausfällt. Diese Entscheidung kommt nicht bei allen gut an, besonders bei ihrem Kollegen Huber. Alexa muss nicht nur die Mordermittlung grenzüberschreitend mit Chefinspektor Krammer aus Innsbruck vorantreiben, sondern auch ihre Team interne Stellung erst mal behaupten.
Die Autorin schafft es wunderbar, von Anfang an ihre Leser in Spannung zu versetzen, die über das gesamte Buch nicht mehr nachlässt. Es werden viele Fährten gelegt, wodurch erst zum Schluss nach und nach klar wird, wer der Täter ist. Auch das Mordmotiv und das große Ganze, das dahintersteckt, ist super inszeniert.
Das ungleiche Ermittlerduo ist mir jetzt schon ans Herz gewachsen - da prallen zwei Generationen aufeinander. Nach und nach merken aber sowohl Alexa als auch Bernhard Krammer, dass sie einiges von einander lernen können und eigentlich gar nicht so verschieden sind, was auch seinen Grund hat.
Sowohl die landschaftlichen Beschreibungen rund um die Tatorte, als auch das Kennenlernen der einzelnen Protagonisten ist toll gelungen und trägt für mich auch zur Stimmigkeit des ganzen Buches bei. Dadurch werden auch gewisse zuerst nicht nachvollziehbare Handlungen von einzelnen Personen viel besser verstanden und der Leser kann sich gut in die Gefühle der Protagonisten hineinversetzen. Schlussendlich schaffen sie es auch alle gemeinsam, dass sie zu einem Team zusammenwachsen - mit gegemseitigen Respekt zueinander.
Ich freue mich jetzt schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe und kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.
Rezensionen von Ecinev:
Einzelgänger
Der Solist von Jan Seghers
Der Frankfurter BKA Ermittler Neuhaus hat sich gerade wieder mit seiner Mutter versöhnt als er nach Berlin beordert wird um bei einer neugegründeten Terrorabwehreinheit mitzuarbeiten. Die Hauptstadt wird kurz vor der Bundestagswahl von einer Reihe von Morden heimgesucht, ein jüdischer Aktivist, eine muslimische Anwältin und weitere.
Was steckt hinter den Fällen, Neuhaus arbeitet am liebsten alleine doch er erhält Hilfe von der Deutsch-Türkin Suna-Marie die ihm mit viel Wissen über Berlin zur Seite steht.
Als Hintergrund gilt der Anschlag von Anis Amri auf dem Berliner Weihnachtsmarkt und eine korrupte Einheit von rechten Aktivisten die am Ende aufgespürt wird.
Der Schreibstil ist kurz und prägnant und durchaus spannend. Das Cover ist so eigenwillig wie das Buch. Ich bin gespannt auf weitere Bände um Neuhaus in Berlin oder Frankfurt.
Rezensionen von Meli:
Spannender Start, enttäuschendes Ende
Infinity Plus One von Amy Harmon
Sängerin Bonnie Rae Shelby hat ihren Zwilling verloren und das Leben, das von so vielen Auftritten und Arbeit geprägt ist, wird ihr zu viel. Als sie kurz davor ist, von einer Brücke zu springen, hält Finn Clyde sie auf und sie machen sich zusammen auf den Weg nach Las Vegas ...
Bonnie fand ich unglaublich anstrengend, denn sie ist zwar lieb und hilfsbereit, aber auch so naiv und leichtsinnig.
Während die Öffentlichkeit denkt, dass Finn sie womöglich entführt hat, tut sie nichts, um dieses Missverständnis aufzuklären, auch wenn das für Ex-Häftling Finn, der sich nur nach einem normalen Leben sehnt, ziemlich mies aussieht. Mathegenie Finn ist aber auch zu nett, um ihr mal einen Wunsch abzuschlagen und bringt es auch nicht übers Herz, sie im Stich zu lassen, also spielt er mit.
Das Buch hatte einen wirklich starken Anfang, wurde danach aber immer schwächer. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto weniger hatte ich noch die Hoffnung, dass das Ende mir gefallen würde. Als es immer komplizierter wurde, war ich schon sehr gespannt, wie man die vielen Fäden zufriedenstellend zusammenführen würde, doch da wurde ich schon ziemlich enttäuscht.
Wie man vielleicht schon an den Namen erkennt, ist das hier auch eine Anlehnung an Bonnie und Clyde und vor allem unsere Bonnie ist total fasziniert von der Ähnlichkeit der Geschichten. Gerade mit dem tödlichen Ende des berühmten Verbrecherpaares und den dramatischen Medienberichterstattungen zwischen den Kapiteln hatte ich da auch ein unheilvolles Gefühl, denn Protagonist Finn hat schon sehr schwierige Zeiten durchgemacht und ich wollte da wirklich nicht, dass ihm wegen Bonnie etwas schlimmes passiert. Die Atmosphäre im Buch hat mir schon gut gefallen, aber das Ende konnte mich da einfach nicht überzeugen.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich auch viel zu schnell und zu allem Überfluss gab es auch noch eine seltsame übernatürliche Komponente, die ich einfach nur schräg und unnötig fand. Was ich allerdings mochte, war Finns Leidenschaft für Mathematik und auch die Erklärung von mathematischen Paradoxa. Auch die Bedeutung des Buchtitels fand ich sehr schön.
Fazit
"Infinity Plus One" hatte einen starken, spannenden Anfang, aber Bonnie ging mir schon ziemlich auf die Nerven und das Ende konnte mich definitiv nicht überzeugen. Wirklich sehr schade!







