Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nil_liest:
Großartige Coming-of-Age Geschichte in der Musikszene
Fürchtet uns, wir sind die Zukunft von Lea-Lina Oppermann
Durch Zufall ist mir dieses Jugendbuch in die Hände gefallen und ich bin sehr dankbar dafür! Es ist ab 14 Jahre, erschienen als Jungendbuch, eine Coming-of-age Geschichte, aber so unfassbar gut und lesbar bis 99 Jahren! Nicht zum 100x wieder das Zerrissen sein, das Sich-ins-Erwachsen-Werden-Winden und die ganzen Selbstzweifel.
Und doch ist es das und so viel mehr!
Sprache ist ein Instrument, dass Lea- Lina Oppermann gekonnt spielt. Die Autorin ist jung, aber schreibt wie eine weise Alte mit Dynamit im Füller. So unfassbar reflektiert und frisch zugleich. „Das Seltsame ist doch: Wenn etwas Schlimmes einmal geschieht, dann ist es ein Verbrechen. Wenn es täglich passiert, wird es zur Normalität.“ (Seite 115)
In ihrem zweiten Roman „Fürchtet uns, wir sind die Zukunft“ geht es um Theo Sandmann, der sein Studium an einer Musikakademie beginnt und lernt durch einen Zufall eine ZUKUNFTS-Aktivistengruppe kennen. Er lässt sich mit hineinziehen, verliebt und macht die ganze Palette an Blödsinn mit die in einer Coming-of-Age Geschichte nicht fehlen darf (Kiffen, Klauen, vom Unterricht fernbleiben, sich Gefahren aussetzen). Wie das ganze ausgeht, sollte jeder selbst lesen. (Aber liebe Eltern, keine Sorge, es ist ein Roman der ihr Kind nicht in den Abgrund, ins Leben, stürzen lässt.)
L.L. Oppermann weiß wovon sie schreibt, denn sie hat selbst 4 Jahre an einer Hochschule für bildende Künste studiert. Klar, das Aktivistentum mit ihrem Vorbild in Fridays for Future spiegelt sich im kleinsten gemeinsamen Nenner: Zukunft wider – aber das waren dann auch die Gemeinsamkeiten. „Man muss etwas vom Leben wollen, sonst gleitet man hindurch wie ein Geist…“ (Seite 118)
Fazit: Es ist vor allem eine gute Prosa, für Jugendliche die gerne auch literarisch überzeugendes lesen und sich besonders (oder auch nicht) für Musik interessieren und dem Umdenken für unser aller Zukunft Raum geben möchten.
Rezensionen von nil_liest:
Die Anderwelt zieht nun auch die Kleinen in den Bann!
Die Farm der fantastischen Tiere: Voll angekokelt! von Michael Peinkofer
Bei einem Autoren, dessen andere Bücher man schon lieben und schätzen gelernt hat, greift man sehr gerne zu. Wir kannten Michael Peinkofer bereits von der tollen Reihe Sternenritter und nun gibt es für die Jüngsten eine neue tolle Reihe: „Die Farm der fantastischen Tiere“ startet nun mit Band 1 ‚Voll angekokelt‘.
Es ist der Auftaktband einer Reihe für junge Leser ab 8 Jahre. Sehr gut geeignet zum Selbstlesen, denn die Schrift ist gut und groß gewählt mit viel Zeilenabstand. Doch der Text ist reichlich und wenig bebildert, sprich es ist nicht für Erstleser, aber definitiv super gut für Grundschüler ab der 2. Klasse geeignet. Natürlich auch zum Vorlesen geeignet, schon ab der Vorschule.
Um gleich den Punkt zu der Bebilderung abzuschwächen, ja (leider) nicht so reichlich, aber dafür hat Simone Krüger die Zeichnungen ausschließlich in Bleistift angefertigt! Regt stark an selbst zu zeichnen! Ein wunderbarer Nebeneffekt!
Aber nun mal zum Inhalt dieses Buches, dass zwar leicht in der Hand liegt, aber dann doch 229 Seiten umfässt: Wir begleiten die Zwillinge Montgomery (Monty) und Petronella (Nell) in die anstehenden Ferien zur Tante Alysandra (Ally). Tante Ally gilt als skurril in der Familie, aber nun gut. Was sie dann aber dort erleben, ist wirklich alles andere als ein lahmer Ferienbauernhof! Nein, sie entdecken bei ihrer Tante die Farm der fantastischen Tiere und ein Zugang zur sogenannten Anderwelt [kleiner Exkurs: diese Anderwelt ist auch in den Büchern Gryphony und Twyns von Michael Peinkofer enthalten!]. Spannend, weil die beiden in kurzen Kapiteln von einer Actionszene in die nächste stolpern. Klar, man könnte sich an den starken Stereotypen was Gut und Böse angeht aufreiben, aber ich denke, dass es Leser in diesem Alter guttut, dass es klar und deutlich ist wer hier wie agiert.
Wer gerne Fabelwesen, Drachen und dergleichen in Geschichten begegnet, ist hier mit diesem Buch bestens bedient! Eine fantasievoll durchdachte tolle Geschichte. Wir freuen uns SEHR auf Band 2 und hoffen, dass danach bald noch mehr Nachschub bald kommt! Bei Michael Peinkofers Kreativität haben wir da allerdings keine Sorge.
Rezensionen von Streiflicht:
Klein, aber fein
Augustus und die verlorene Republik von Maria Regina Kaiser
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich trotz Latein- und Geschichtsunterricht wenig von Augustus weiß. Er war eine sehr wichtige Figur in der Geschichte und daher war ich sehr neugierig. Außerdem kannte ich bereits das Buch "Karl der Große und der Feldzug der Weisheit" von Autorin Maria Regina Kaiser und war damals begeistert.
So lag die Latte ganz schön hoch und dennoch kann ich nach der Lektüre sagen, dass mich auch dieses Buch wieder sehr begeistert hat. Ich wünschte, ich hätte so ein Buch in der Schule gehabt - es wäre schön, wenn die Schüler heute das Glück hätten, solche Bücher in der Schule lesen zu dürfen. Ade trockener Unterricht, Willkommen Interesse an der Geschichte Roms, die auch heute noch unser Leben beeinflusst!
Mir gefällt erneut die Mischung aus erzählter Geschichte, also Roman, und Sachbuch. Dabei sind auch die Fakten so dargestellt, dass man sie gerne liest und sie einprägsam sind. Die Geschichte, die zusätzlich noch erzählt wird, setzt dem Ganzen ein Sahnehäubchen auf. Ein Buch, das herrlich informiert, unterhält und Wissen bzw. Geschichte perfekt vermittelt. Ich bin begeistert und freue mich auf das nächste so gut recherchierte und geschriebene Buch dieser besonderen Autorin!
Rezensionen von froschman:
Dritter Helle-Jaspers-Krimi
Helle und der falsche Prophet von Arendt Judith
Helle Jaspers ist mit ihrem Mann in Südfrankreich als sie ein Anruf erreicht, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass in ihrer Heimat ein junges Mädchen tot aufgefunden
wurde – Merle, eine Freundin ihres Sohnes. Ein junges Pärchen wurde an einer Tankstelle mit dem Todesopfer von der Überwachungskamera aufgezeichnet.
Hat dieses Pärchen etwas mit dem Tod von Merle zu tun? Sie sind anscheinend auf der Flucht. Welche mysteriöse Rolle spielt der Sektenführer Hiob?
Es handelt sich bei diesem Buch um den 3. Fall von Helle Jaspers, es ist aber nicht unbedingt erforderlich, die beiden anderen Bücher gelesen zu haben.
Flüssig geschriebener Krimi, der einen fesselt und man kann nicht mehr zu lesen aufhören, mit Protagonisten, die sympathisch rüberkommen.
froschman
Rezensionen von Das Echo vom Alpenrand:
Um jeden Preis
Die siebte Zeugin von Florian Schwiecker; Michael Tsokos
Der junge, aufstrebende Strafverteidiger Rocco Eberhardt, für den seine Fälle bisher immer ein Spiel gewesen sind, gerät nach der Mandatsübernahme im Fall des von der Presse als ‚Killer-Beamten‘ betitelten Todesschützen in schwere Gewissenskonflikte. Obwohl er sich erst vor kurzem geschworen hat persönliche Gefühle zukünftig außen vorzulassen, geht ihm dieser Fall zunehmend unter die Haut.
In seiner Not wendet Eberhardt sich an den für diesen Fall zuständigen Rechtsmediziner Dr. Justus Schwarmer, den er als Sachverständigen mit hohen moralischen Ansprüchen kennengelernt hat. Daraus entwickelt sich ein konstruktiver Austausch, der maßgeblich dazu beiträgt dass es Eberhardt gelingt das zu erwartende Urteil in seinem Ausmaß erheblich zu mildern.
FAZIT
Ein interessante Grundidee zu einer neuen Reihe, die noch deutlich an Profil gewinnen muss um überzeugen zu können.
Rezensionen von manu63:
Unbekannte Welten
Hidden Worlds 1 - Der Kompass im Nebel von Mikkel Robrahn
Der Kompass im Nebel ist der Auftaktband der Hidden Worlds Trilogie des Autors Mikkel Robrahn. Der Anfang 20 jährige Elliot Craig erfährt unerwartet das neben seiner normalen Welt noch eine andere Seite existiert, in der es vor Fabelwesen wimmelt. Diese Wesen stammen aus Avalon, dessen Zugang einst die Kirche versiegelt hat.
Ellior bekommt Informationen das es einen Weg geben könnte diesen Zugang zu öffnen und damit beginnt für ihn ein großes Abenteuer.
Da mit dem Buch die Zielgruppe ab 14 Jahre angesprochen werden soll, darf der erwachsenen Leser nun kein Buch mit zu vielen komplizierten Wendungen und aufwändigen Figuren erwarten. Elliot und seine Mitstreiter sind eher einfacher gestrickt und entwickeln sich erst im Laufe der Zeit. Nach und nach wird der Leser, ebenso wie Elliot, mit neuen Informationen gefüttert, wobei der Humor nicht zu kurz kommt. Die Figuren sind gut angelegt und haben mich angesprochen. Etliche der Fabelwesen gibt es schon in der Literatur, es werden aber auch neue Aspekte mit eingeflochten. Der erste Band ist eher eine Einführung in Elliots Welt und endet mit einen Cliffhanger, der mich neugierig auf Band 2 zurück gelassen hat. Insgesamt ein schöner Auftaktband zu einer ansprechenden Reihe.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Wunderschöne kleine Schmuckausgabe eines zeitlosen Klassikers
Dubliner von James Joyce
Schon seit vielen Jahren zählt Irland zu meinen Sehnsuchtsorten und folglich kam ich an diesem Klassiker der Literaturgeschichte aus der Feder des legendären James Joyce nicht vorbei.
Bei "Dubliner" ist der Buchtitel Programm: In dieser Sammlung von 15 lose zusammenhängenden Kurzgeschichten, die in ihrer Gesamtheit ein Panorama der irischen Hauptstadt des frühen 20.
Jahrhunderts bilden, geht es um das Leben einzelner Bürger/innen Dublins. Das Augenmerk liegt dabei auf der Paralyse der irischen Gesellschaft – die Figuren, vom Kind bis hin zu älteren Menschen, scheinen allesamt in einer Sackgasse zu stecken, entwickeln sich nicht weiter, halten am Status Quo fest, selbst wenn sie damit im Grunde unglücklich sind. Anstatt einen Neuanfang zu wagen, verharren sie und lassen das Glück vorbeiziehen. Dieses Werk regt definitiv zum Nachdenken an.
Es sind keine Happy-End-Stories, sondern vor schonungsloser Realität strotzende, authentische, manchmal melancholische Geschichten über menschliche Verfehlungen, Alltagsfreuden und Nöte, durch Selbstverschulden gescheiterte Träume und die - wie Ijoma Mangold es im Nachwort treffend ausdrückt - "Glanzlosigkeit des Lebens". Wir lernen die Charaktere, deren Leben frei von Überraschungen jeglicher Art ist, nicht nur durch ihr Verhalten kennen, sondern insbesondere durch die vom Autor bevorzugten Stilmittel: innerer Monolog und erlebte Rede. Joyce war übrigens kein Fan von Anführungszeichen, daher wird in dieser Ausgabe der Manesse Bibliothek die wörtliche Rede durch Spiegelstriche gekennzeichnet. Meine Lieblingsgeschichte ist ganz klar "Die Toten", welche den krönenden Abschluss dieser poetisch schönen Sammlung bildet.
Neben dem ungewöhnlichen Format des Werkes (- es ist deutlich kleiner als das übliche Taschenbuch und ca. so groß wie meine Handfläche -) macht auch das in frühlingshaften Farben gehaltene Cover diese hübsche Schmuckausgabe zu einem richtigen Hingucker im Bücherregal. Das Lesebändchen und das geschmackvolle Innencover unterstreichen die edle Ausstattung. Unbedingt lobend hervorzuheben sind zudem die umfangreichen Anmerkungen zu den einzelnen Geschichten sowie das aufschlussreiche Nachwort.
Rezensionen von manu63:
Das Manifest
Dubliner von James Joyce
Der 13. Band der Reihe Die Totenbändiger der Autorin Nadine Erdmann trägt den Titel Das Manifest. Endlich halten die Hunts das Manifest in den Händen und auch die Leserschaft erhält nun Einblick in das Werk von Kenwick. Unterdessen ist auch Carlton nicht untätig geblieben und hat noch einige Überraschungen für die Hunts und ihre Freunde parat.
In diesem Band kommen die Freunde vom Geisterbändigen auf ihre Kosten, es gibt aber auch wieder Momente fürs Herz. Der Autorin ist einmal mehr eine gute Mischung gelungen mit viel Spannung und Freundschaft. Cam kommt einen Schritt weiter mit seinen Erkenntnissen zum Zwilling und Matt und Gabriel bekommen einige herzliche Momente. Die Dialoge haben mir gut gefallen und ich musste einige Mal schmunzeln bei den verbalen Hieben die sich die Akteure verpassten. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und der Band ließ sich angenehm lesen.
Rezensionen von AEW:
Das war der Einstieg für mich
Ich war ein Reichenauer Rattler von Gernot Zimmermann
Auf Empfehlung einer Reichenauer Freundin gekauft und in kürzester Zeit ausgelesen gehabt. Heute kamen "Eine Million Kilometer durch Innsbruck"und "Ich bin dann mal nicht weg" Heute bestellt "Erich Landauer"
im Shop ansehen weitere Rezensionen von AEWRezensionen von buchina:
Danke für die Zeitreise
Hard Land von Benedict Wells
Diesmal hat sich Benedict Wells eine interessante Zeit und Ort ausgewählt: Missouri, 1985. Er erzählt die Geschichte eines pubertierenden jungen Mannes, der in diesem Sommer 1985 viel durchmachen muss, gleichzeitig aber auch eine neue bunte Welt der Freundschaft und Liebe kennenlernt.
Der Roman ist wie einer der großartigen Filme aus den 80ern z.
B. „The Breakfast Club“, einer meiner Lieblingsfilme. Empfehlen zu dem Buch sind die zwei Musikplaylist, die Benedict Wells zusammengestellt hat. Die Titel kommen in verschiedener Form auch im Buch vor. Die Musik unterstützt das Buch, denn sie hat mich in die richtige Stimmung gebracht.
Benedict Wells gelingt es wie auch schon in seinen vorhergehenden Roman sehr authentisch darzustellen. Sie haben Ecken und Kanten und ich kann mich gut in ihre Entscheidungen reinfühlen. Auch die Beschreibung des kleinen Ortes in Missouri ist gekonnt. Ich habe mich in den Film „Stand by me“ zurückgesetzt gefühlt. Ich denke auch dass Benedict Wells genau das wollte, denn es fühlt sich genau so an wie eine Hommage an die Coming of Age Filme und auch die Musik der 80er.
Vielen Dank Benedict Wells, vielen Dank, dass du mich mit deinem Buch wieder in meine Kindheit zurückgebracht hast. Auch wenn ich erst 1980 geboren bin, haben mich die 80er stärker geprägt als die Neunziger, vor allem was Musik und Film angeht, deshalb hat mich dieses Buch so sehr an meine Jugend erinnert. Ich habe das Buch einfach genossen.










