Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
zu distanziert
Das Wasserkomplott von Jürgen-Thomas Ernst
Von Jürgen-Thomas Ernst habe ich schon 2 großartige Romane gelesen. Das Wasserkomplott fällt im Vergleich etwas ab. Die Figuren haben mich wenig beeindruckt und das Thema der sozialen Gefahren beim Umweltschutz zündet nicht so recht.
Für mich scheitert der Roman aber vor allen an der angeblich führenden Persönlichkeit Max Bonnerman, der wenig Charisma ausstrahlt.
Das Liebespaar Amanda und Fynn sind zu harmlos um der dem finsteren Bonnerman etwas entgegenzuhalten. Die Abläufe, wie die Menge beeinflusst und gelenkt wird und die globalen Auswirkungen,sind aber glaubhaft geschildert. Ein wenig optimistisches, daher realistisches Buch.
Rezensionen von C. P.:
Wir retten euch!
Calypsos Irrfahrt von Cornelia Franz
Segelurlaub mit den Eltern im Mittelmeer - wie öde! Das denkt sich der 10-jährige Oscar, der stattdessen viel lieber im Fußballcamp wäre. Oder zumindest einen Freund dabei gehabt hätte. Die Langeweile ist schlagartig wie weggeblasen, als Oscar und seine Eltern zwei Kinder vor dem Ertrinken retten: Nala und ihren kleinen Bruder Moh.
Das Buch ist komplett aus Kindersicht geschrieben, meist aus der Sicht von Oscar, einige Szenen aus der Sicht von der wenig älteren Nala. Natürlich hat der Junge keine Ahnung von Flüchtlingspolitik und freut sich, endlich Kinder zum Spielen an Bord zu haben. Und während seine Eltern vergeblich versuchen, die Flüchtlingskinder auf korrektem Weg in einem Flüchtlingslager unterzubringen, beschließen die Kinder, dass sie gar nicht mehr voneinander getrennt werden wollen. Doch irgendwann ist auch der schönste Urlaub vorbei und die Familie muss zurück nach Deutschland.
Sehr einfühlsam werden Geschehnisse und Emotionen in diesem Buch kindgerecht vermittelt. Der kleine Junge, der von der missglückten Flucht wie traumatisiert scheint, was Oscar zunächst gar nicht versteht und durch seine Augen beschreibt. Nala, die jedes Wissen in sich aufsaugt und durch Bilder erzählt, was ihr und ihrem Bruder geschehen ist. Die innere Unruhe der Eltern, die statt Erholung nun mit abweisenden Hafenmeistern und Beamten zu kämpfen haben. Und natürlich die Pläne der Kinder, die alles dafür tun, um zusammenbleiben zu können.
Ein wunderschöner Roman voller Emotionen, Menschlichkeit und Vertrauen.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Nostalgische Familiengeschichte der besonderen Art
Wo wir Kinder waren von Kati Naumann
Nach Kati Naumanns sensationellem Werk "Was uns erinnern lässt" wartete ich voller Vorfreude auf ihren nächsten Roman und war gespannt, ob er an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen können würde.
Bei "Wo wir Kinder waren" (HarperCollins, Januar 2021) handelt es sich erneut um eine auf zwei Zeitebenen erzählte Familiengeschichte vor dem Hintergrund der deutsch-deutschen Vergangenheit.
Wir tauchen ein in den Alltag der Familie Langbein, die eine bereits zur Kaiserzeit gegründete Spielwarenfabrik betreibt, begleiten sie durch zwei Weltkriege bis hin zum Ende der DDR, erleben die Neuorientierung nach der Wiedervereinigung Deutschlands und begegnen schließlich in der Gegenwart (2019) den Urenkeln Jan, Eva und Iris. Vom einstigen Familienzusammenhalt ist nicht mehr viel übrig geblieben, da helfen auch alle Schuldzuweisungen nichts. Bei der gemeinsamen Entrümpelung des alten Familienhauses geraten die drei Langbein-Erben zunächst immer wieder aneinander, werden bei der Konfrontation mit ihrer Vergangenheit allerdings nach und nach wehmütig, schwelgen in Erinnerungen und tauschen Anekdoten aus.
Der im Innencover abgedruckte Stammbaum war mir vor allem zu Beginn der Lektüre eine große Hilfe, da doch zahlreiche Figuren erwähnt werden und ich stets genau wissen wollte, mit wem ich es gerade zu tun habe. Insbesondere mit den Protagonisten aus der Vergangenheitsebene konnte ich wunderbar mitfühlen, speziell Flora mit ihrer liebenswerten Art fand ich enorm sympathisch. Das Mädchen aus armen Verhältnissen schwärmte von klein auf für Otto, den Sohn der Langbeins, und wird nach langer, respektvoller Freundschaft eines Tages tatsächlich seine Frau. Es war berührend, diese Familie über die Jahre hinweg, die oft von tragischen Ereignissen und Rückschlägen geprägt waren, zu begleiten. Man hielt zusammen, rappelte sich immer wieder auf. Als die Fabrik letztlich geschlossen werden musste, war ich ganz ergriffen und fühlte ich regelrecht, wie damit ein wichtiges Stück Zeitgeschichte sein Ende fand. Im direkten Vergleich mit dem Vorgängerwerk der Autorin konnte mich "Wo wir Kinder waren" nicht ganz emotional abholen, da mir hier die Figuren der Gegenwartsebene leider zu blass und regelrecht nichtssagend blieben. Abgesehen von ein paar anfänglichen Unstimmigkeiten und der gemeinsamen Aufräumaktion passiert im Grunde über viele Seiten hinweg absolut nichts und dieser Erzählstrang kam mir lediglich wie ein (unnötiger) Puffer zwischen den Vergangenheitspassagen vor, die für sich allein einen hervorragenden Roman ergeben hätten.
Der Schwerpunkt der Story liegt auf der ausführlichen, bis ins Detail beschriebenen Spielzeugproduktion – von einzelnen Produktionsschritten bis hin zur Entwicklung neuer Trends, deren Finanzierung sowie den immer wieder neuen Herausforderungen, denen die Langbeins sich stellen müssen. Auch die Region wird sehr bildhaft und authentisch beschrieben. Der Handlungsort Sonneberg, ein kleines idyllisches Städtchen in Thüringen, war das damalige Zentrum der Spielzeugindustrie und lag während der DDR-Zeit mitten im Sperrgebiet, was für die Einwohner/innen vieles noch verkomplizierte. Neben dem wunderschönen, passend zum Genre gewählten Cover ist die hervorragende Recherchearbeit der Autorin, deren persönlicher Bezug zur Geschichte im inkludierten Interview deutlich hervorgeht, ein großer Pluspunkt.
Fazit: Kati Naumann beleuchtet in ihrem Werk ein interessantes Kapitel deutsch-deutscher Vergangenheit vor dem Hintergrund der Spielzeugindustrie. Zwar konnte mich die Gegenwartsebene nicht überzeugen, aber im Hinblick auf die in der Vergangenheit angesiedelte Handlung spreche ich gerne eine Empfehlung für alle Fans von historischen Familienromanen aus.
Rezensionen von begine:
Zwei ungleiche Freundinnen
Fang den Hasen von Lana Bastasic
Die bosnische Schriftstellerin Lana Bastasic führt uns in ihrem Roman „Fang den Hasen“ nach Bosnien.
Die Geschichte wird aus Sarahs Sicht erzählt. Sie ist inzwischen Schriftstellerin geworden und fährt in ihren Geburtsort. Da wird sie von ihrer Freundin Leila gebeten, mit ihr nach Wien zu fahren.
Sarah und Leila wurden am ersten Schultag Freundinnen. Als sie 15 Jahre alt waren kam es zu einem Bruch.
In dem Roman wird die Kindheit erzählt und teilweise in der Gegenwart, als die Frauen unterwegs waren.
Die Reise ist nicht immer ungetrübt.
Die Autorin hat einen guten Stil und lässt auch politisches einfließen.
Ein interessanter Roman über zwei unterschiedliche Charaktere.
Rezensionen von begine:
Mörderische Reise
Dampfer ab Triest von Günter Neuwirth
Der Krimi „Dampfer ab Triest“ von dem Schriftsteller Günter Neuwirth führt uns in den Anfang des vorigen Jahrhunderts.
Der Protagonist Inspektor Bruno Zabini lebt in Triest. Der Fahrer von des Grafen Urbanau verunglückt. Es scheint ein Anschlag auf den Grafen zu sein. Der Besteigt mit seiner Tochter einen Kreuzfahrtdampfer.
Also bekommt Bruno den Befehl an der Reise teilzunehmen und ein Auge auf den Grafen und seine Tochter zu halten.
Der Autor beschreibt die Ereignisse der Zeit sehr gut. Die teilnehmenden Personen lässt er lebendig werden. Ihre Empfindungen beleben den Roman. Sogar die Gedanken des Mörders lässt er einflie0en.
Dieser historische Regionalkrimi
hat mich gut unterhalten.
Rezensionen von C. P.:
Von vergangenen und neuen Pläne
Dampfer ab Triest von Günter Neuwirth
Gemeinsam mit den Totenbändigern und ihren Freunden habe ich darauf hingefiebert, endlich das Manifest von Kenwick in Händen zu halten - dem Sektenführer, der einst gnadenlose Versuche durchführte, um den geminus obscurus zu erschaffen. In Band 13 ist es endlich soweit - und was darin steht, geht nicht nur Cam ziemlich nah, denn ihn betrifft der Inhalt noch am meisten.
Zudem erfährt man in Band 13 ein wenig, was Cornelius und Blaine Carlton, Vater und Sohn, jeweils so treiben. Natürlich stets auf Kosten anderer.
Eine wie gewohnt gelungene Mischung aus Spannung, schockierenden Erkenntnissen und zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen. Eine düstere Urban Fantasy Serie mit ausgefeilten Charakteren, die einfach Spaß macht.
Rezensionen von hexenaugen:
Bewegender historischer Roman
Träume von Freiheit - Ferner Horizont von Silke Böschen
Zum Inhalt:
Die amerikanische Kolonie im Dresden des 19. Jahrhunderts: Zu den reichen Amerikanern gehört auch Florence de Meli. Sie ist der umschwärmte Mittelpunkt der High Society. Doch ihr Ehemann tobt vor Eifersucht. Er schmiedet ein Komplott und lässt sie für verrückt erklären. Florence landet in der Irrenanstalt.
Doch sie kämpft für ihre Kinder und Gerechtigkeit. Ihre abenteuerliche Reise führt sie quer durch Europa bis nach New York. Eine Scheidungsschlacht beginnt …
Meinung:
Ein ganz tolles Buch, das den Leser von Anfang an in den Bann zieht. Der kurzweilige Schreibstil und die sich perspektivisch abwechselnden Kapitel machen das Buch zu einem wirklichen Lesegenuss.
In akribischer Recherche hat die Autorin geschickt Fakten und Fiktion miteinander verbunden und einen wunderbaren historischen Roman geschaffen, den man kaum aus der Hand legen kann.
Mit dem toll gestalteten Cover fällt das Buch gleich ins Auge und lässt auf das Genre Historik schließen.
Das Ende ist recht überraschend und gibt dem Buch nochmals ein gewisses Etwas.
Fazit:
Der Roman hat mir mit seiner spannenden Story und dem tollen Schreibstil der Autorin eine schöne Lesezeit beschert, ich habe ihn mit Vergnügen gelesen und ich empfehle den Roman sehr gerne weiter! . ;-)
Rezensionen von Gaby 2707:
Da werden kleine Patienten schnell wieder gesund
Elmedin und der Zaubertukan von Bernadette Németh
Der quirlige Krankenhausgeist Elmedin hat ein großes Problem. Er braucht dringend einen Assistenten, damit er die vielen Kinder, wie z.B. Lena und Florian, die hier im Krankenhaus liegen, weiterhin bespaßen, von ihren Sorgen ablenken und vor allem ihnen Mut machen kann. Da kommt es gerade recht, dass der kleine Tukan Rico, der aus dem Zoo geflohen ist, bei ihm im Krankenhaus landet.
Gemeinsam bringen die Beiden ganz schön viel Trubel, aber auch Spaß, Freude und Liebe auf die Kinderstation. So ist auch für Lena und ihren Zimmernachbarn Florian die Zeit im Krankenhaus nur noch halb so schlimm.
Mich hat das kunterbunte Cover auf dem Tukan Rico und seinem unverwechselbaren Schnabel und Krankenhausgeist Elmedin abgebildet sind, sofort angesprochen. Der zurückgezogene Vorhang, der Blick aus dem Fenster und auf die vielen Kleinigkeiten, die auf der Fensterbank liegen, machen richtig Lust auf die Geschichte.
Bernadette Nemeth hat mit diesem Buch eine wunderbar einfühlsame, rührende und Mut machende Krankenhausgeschichte für Kinder ab 3 Jahren erschaffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Geschichte den Kindern, die ins Krankenhaus müssen, die Angst davor etwas nimmt. Und denen, die im Krankenhaus liegen, Mut und Zuversicht gibt und die Zeit dort etwas kurzweiliger macht.
Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig vorlesen. Durch die relativ große Schrift finde ich sie auch für Leseanfänger sehr gut geeignet. Aufgeteilt in 22 einzelne kleine Kapitel, die eine zusammenhängende Geschichte ergeben, kann man die auch sehr gut als Gute Nacht Geschichte an mehreren Abenden (vor)-lesen. Auf verschiedenen Seiten finde ich auch fantasievolle schwarz-weiß Illustrationen, die z.B. der kleine Patient oder Leser nach dem Lesen ausmalen und so die Geschichte mit gestalten kann.
Sehr schön und vor allem verständlich für die Kleinen in der Geschichte angesprochen, finde ich das Thema „zu wenig Zeit für zu viele Patienten“. Aber dabei helfen ja hier Elmedin und Rico.
Es hat Spaß gemacht, dem Weg von Rico aus dem Nebelwald bis ins Krankenhaus zu folgen und Lena und andere Kinder im Krankenhaus zu begleiten. Ich lerne die nette Ärztin Susanne kennen, die den Kindern mit ihren Geschichten die Angst vor dem Pieks der Spritze nimmt und die mit den Kindern kleine Geheimnisse teilt. Und natürlich Elmedin, den Krankenhausgeist.
Eine spannende, liebevolle, interessante und humorvolle Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Die kindgerecht auf den Aufenthalt in einem Krankenhaus einstimmen kann und dort etwas Licht und Sonne in den Alltag bringt.
5 verdiente Sterne und eine Leseempfehlung für diese wunderschöne Krankenhausgeschichte von Bernadette Nemeth und die tollen Illustrationen von Elisabeth Nemeth-Lang.
Rezensionen von Emmmbeee:
Es plätschert dahin
Sommer der Träumer von Polly Samson
Sommer 1960: In England leidet Erica unter der Tyrannei ihres verwitweten Vaters. Sobald sich eine Möglichkeit ergibt, flieht sie regelrecht mit Bruder und Liebhaber nach Griechenland. Auf der Insel Hydra wird sie von einer Freundin ihrer verstorbenen Mutter empfangen und in die Künstlerkolonie eingeführt, zu der auch Leonard Cohen und Marianne Ihlen gehören.
Die Leseprobe hat mich neugierig gemacht, doch der Roman letztendlich enttäuscht. Nicht nur die vielen langatmigen Sequenzen und die vielen teils völlig unwichtigen Personen. Der erwartete Spannungsbogen hat sich als schlaff erwiesen. Viele Seiten lang habe ich quergelesen. Die Erzählerin kam passiv rüber, teils weinerlich. Sie hat keine Sympathien in mir geweckt. Charmain, George oder Jens schon gar nicht. Das geschwisterliche Verhältnis ist etwas einseitig dargestellt, mit Bobby als Bösewicht, der sich anfangs doch so gut um Erica gekümmert hat
Das Griechenland-Feeling ist durchaus gelungen, und die Recherchen zu Leonard und Marianne wurden einwandfrei durchgeführt. Doch die Übersetzung fand ich an etlichen Stellen schlecht: Wer sagt denn Schuhriemen zu einem Schuhband? Beim finalen Durchlesen müsste Bernhard Robben auch bemerkt haben, dass jeder Apostroph zu einem Komma geriet. Von einem, dem literarische Größen wie Highsmith, Steinbeck, Burnside und Philip Roth zum Übertragen geben werden, habe ich mehr Sorgfalt erwartet.
Ein Roman, der keine großen Ansprüche erfüllt, aber für den Strand bestimmt geeignet ist.
Rezensionen von Lesemama:
Die Liebe beginnt dreimal im Leben
Zwei Nächte und drei Leben lang von Elja Janus
Zum Buch:
Jess und Cem lernen sich kennen, küssen sich das erste Mal auf einer Brücke im Amsterdam und scheinen von diesem Tag an unzertrennlich. Dann hat Jess einen Unfall und wird schwer verletzt.
Eineinhalb Jahre später kommt es zu einem Überfall, bei dem Cem schwer verletzt wird.
Als er aus dem Koma erwacht, kann er sich nicht mehr an die vergangenen achtzehn Monate erinnern und weiß nicht mehr, dass er und Jess getrennt sind.
Ihr Dritter Anlauf für die Liebe...
Meine Meinung:
Das Buch beginnt mit dem ersten Kennenlernen, ist aber schnell bei Cems Unfall. Und hat mich von Beginn an berührt. Man spürt die unsterbliche Liebe, man spürt aber auch die unsterbliche Trauer. Nach und nach erfährt man, was passierte und jede Seite schneidet mehr ins Herz.
Ein Schreibstil, der manchmal ekn wenig holprig war, aber mich dennoch von Beginn an in seinen Bann zog. Oder eher die Geschichte, ihre Geschichte, die von Jess und Cem hat mich in den Bann gezogen.
Eine unglaublich berührende und sehe bewegende Geschichte mit sehr viel Gefühl, aber auch viel Romantik erzählt.
Langsam kämpft dich Cem zurück, langsam kommt die Erinnerung.
Mich hat das Buch sehr bewegt und prima unterhalten.










