Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Na ja
Der gekaufte Tod von Stephen Mack Jones
Zum Inhalt:
Der Ex-Polizist August kehrt in das Viertel seiner Kindheit zurück. Finanziell geht es ihm durch den erhaltenen Schadenersatz von 12 Millionen gut. Er könnte also ein neues Leben beginnen, doch er hat Feinde und die haben andere Pläne für ihn. Als eine der mächtigsten Unternehmerinnen umgebracht wird, fängt er an zu ermitteln, denn die Polizei glaubt an Selbstmord, er aber nicht.
Meine Meinung:
Ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch seine Liebhaber haben wird, ich gehöre nicht wirklich dazu. Mir war das Buch zu klischeehaft und wirkte für mich zu konstruiert. Klar gab es durchaus spannende Momente und viel Action, aber wie das Ganze aufgebaut war, ist einfach nicht so ganz mein Buch. Der Schreibstil war okay, aber auch kein großes Highlight. Ich würde dem Autoren sicherlich noch eine Chance geben, aber hoffen, dass die Geschichte insgesamt besser erzählt würde.
Fazit:
Na ja
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Sehr bedrückend geschrieben
Unter Wasser Nacht von Kristina Hauff
Zwei befreundete Paare leben gemeinsam auf einem Hof in den Elbauen. Während Inga und Bodo ein Bilderbuchleben haben ist bei Sophie und Thies das Glück an dem Tag zerbrochen, als ihr Sohn Aaron aus ungeklärten Ursachen einfach in der Elbe ertrunken ist.
So reden die Freunde nicht mehr miteinander.
Sophie vergräbt sich in ihrer Arbeit und Thies sitz den ganzen Tag am Fluss.
Als mit der fremden, mysteriösen Mara Leben auf den Hof zurück kommt, ist für kurze Zeit alles wieder schön ...
Ein unglaublich bedrückendes Buch. Mich hat die Geschichte von Sophie und Thies sehr bewegt, wer möchte schon sein Kind überleben.
Ein schöner Schreibstil, mit gefielen die verschiedenen Sichtweisen sehr gut. Auch die Charaktere wurden sehr lebendig beschrieben. Nur mit Mara wurde ich sehr lange nicht warm.
Die Geschichte hat so viele lose Fäden, das ich mich zwischendurch echt fragte, wie sich das alles zusammen führen soll. Aber es ist der Autorin sehr gut gelungen die Fäden zu einen stimmigen Ende zu verknüpfen. Auch wenn ich so manches Mal auf der falschen Fährte war.
Ein Roman, der mir sicher länger im Gedächtnis bleibt. Sehr einfühlsam erzählt und trotzdem spannend und unterhaltsam.
Rezensionen von brauneye29:
Hin und her gerissen
Unter Wasser Nacht von Kristina Hauff
Zum Inhalt:
Ein großer Verlust belastet die Freundschaft zweier Paare, die nicht nur befrehndet sind sondern auch Scheune, Hof und Kräutergarten teilen. Der Sohn Aaron vonThies und Sophie ist unter ungeklärten Umständen ertrunken. Voller Trauer und Schuldgefühlen müssen täglich das Familienglück von Bodo und Inga ansehen.
Als eine Fremde in den Ort kommt, kommen Geheimnisse ans Licht, die besser nicht bekannt geworden wären.
Meine Meinung:
Ich bin bei dem Buch hin und her gerissen. Vom Schreibstil her, fand ich das Buch wirklich gut. Die Geschichte an sich fand ich schwierig und die hat mich nicht wirklich berührt oder gefangen genommen. Die Geschichte plätscherte so vor sich hin und eigentlich war ich eher froh, als das Buch zu Ende war. Aber den Schreibstil muss ich wirklich positiv hervor heben, der war wirklich gut.
Fazit:
Hin und her gerissen
Rezensionen von Meli:
Unerwartetes Setting, kleine irrelevante Abenteuer und kaum sympathische Protagonistin
The Second Princess. Vulkanherz Royale Romantasy um eine Prinzessin im Bann düsterer Mächte von Hiemer Christina
Die drittgeborene Prinzessin Saphina weiß nicht viel über die Pflichten ihrer Schwestern oder über die Insel, die von ihrer Familie regiert wird. Die älteste Prinzessin Livia soll bald heiraten und wird dann zur neuen Königin gekrönt, Prinzessin Maylin hat als Zweitgeborene eine besondere, geheimnisvolle Aufgabe, von der niemand weiß, und Saphina? Ja, keine Ahnung, was die eigentlich mit ihrem Leben macht, was ihre Hobbies sind oder was für Zukunftspläne hat.
Jedenfalls muss sie plötzlich den Platz der zweiten Prinzessin einnehmen und damit ist es vorbei mit ihrer Freiheit und eigenen Entscheidungen. Sie hat viel nachzuholen und erhält Unterstützung vom undurchschaubaren Adelssohn Dante.
Auch wenn ich die Geschichte nicht langweilig fand, fand ich sie auch nicht sonderlich spannend. Es gab schon ein paar Lücken und man erlebt viele kleine Abenteuer, die dann viel zu schnell abgeschlossen sind, sodass sie auch weniger relevant scheinen. Die Fantasywelt hätte schon mehr Potenzial gehabt, aber leider konnte ich bei Saphinas Abenteuer nicht wirklich mitfiebern, weil ich die Protagonistin auch nie wirklich sympathisch fand.
Ein Problem war das Setting. Ich kannte schon die Leseprobe und wusste, dass es in der echten Welt spielt, weil St. Lucien eine Karibikinsel ist, aber es wurde erst später klar, dass es auch in der Gegenwart spielt. Da wir hier ein Königshaus haben und es am Anfang um Kleider, Bälle und Adlige geht, kamen Erwähnungen von Ed Sheeran und Fernsehteams dann sehr unerwartet. Ich weiß nicht, ob es hier die Kombination dieser verschiedenen Dinge war, denn eigentlich habe ich ja auch schon einige Bücher mit modernen Monarchien gelesen, aber hier konnte es mich einfach nicht überzeugen. Dazu hat man auch kaum gespürt, dass man in der Gegenwart ist, weil auch das Benehmen, die Sprache und der größte Teil der Handlung besser in ein anderes Jahrhundert passen könnten, daher schienen die kleinen modernen Details einfach unpassend.
Auch bei dem Ort war ich etwas enttäuscht, denn sie Geschichte spielt zwar auf einer Karibikinsel, aber man fühlt kaum etwas vom Klima oder von der Kultur. Ich denke, auch Cover und Klappentext ließen mich hier eine andere Geschichte und eine andere Atmosphäre erwarten, jedenfalls konnte ich mich hier nie so richtig wohlfühlen.
Fazit:
Trotz einiger Kritik lässt sich "The Second Princess - Vulkanherz" gut lesen und ist auch unterhaltsam. Wirklich überzeugen konnte es mich aber leider nicht, da ich die Protagonistin nicht wirklich mochte und das Setting sich einfach seltsam angefühlt hat. Sehr schade!
Rezensionen von S.:
Renate Bergmann auf gärtnerischer Mission
Fertig ist die Laube von Renate Bergmann
„So ein Garten ist nie fertig.“, ja, Frau Bergmann, recht ham se. Wenn der Gunter seine Parzelle nicht pflegen kann, sind sie gefragt. Ahnung hatte Gertruds Mann auch nicht so richtig, nur Gemüse und Schrott im Garten, das geht nicht. Also: Ärmel hoch, aufgeräumt und Blumen gepflanzt! Und das, obwohl Frau Bergmann die vier Gräber ihrer verstorbenen Männer pflegen muss.
..
Jedenfalls weiß sie Bescheid. Neben Tipps zur Pflege der erwähnten
Kohlplantage gibt es Erinnerungen aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz. Erziehungsmethoden einst und heute, bauernschlaue Tricks aus DDR-Zeiten, ökologische Lebensmittelverwertung, Männer, die als Neurentner doch ein wenig störend daheim rumlungern, Veralberung durch Wortneuerungen und mehr legt uns Renate ans Herz.
Nur: Gunter hat keinen guten Ruf in der Kolonie, Schuppengunter wird er genannt. Offenbar nimmt er es mit den Vorschriften nicht so genau. „Da gibt es ja Fallstricke, Sie ahnen es nicht!“, weiß Frau Bergmann. Wenn aber sogar der olle Kurt mit raffinierten Tricks zur Mithilfe überredet wird, dann klappt das auch mit dem Parzellenglück.
Torsten Rode gibt der Online-Oma die gewohnt punktgenaue Sprache plus lebensweise Stimme, die ich seit Jahren kenne und liebe. Lernen kann man von ihr oft, Lachen mit ihr immer.
Sehr Unterhaltsames aus dem Ullstein Verlag.
Rezensionen von melanie82:
Die Welt der Emotionen
Fühlen lernen von Carlotta Welding
Carlotta Welding beschäftigt sich in dem Buch mit dem großen und spannenden Themenkomplex der Emotionen. Vieles, was sie darin behandelt, war zumindest mir bisher gar nicht so wirklich bewusst bzw. ich habe mir darüber nie wirklich Gedanken gemacht. Die Autorin stellt gut dar, warum manche Menschen größere Schwierigkeiten mit Emotionen haben als andere und hilft dabei, die Welt der Gefühle besser zu verstehen - egal ob man nun sehr gefühlsbetont ist oder seine Emotionen eher versteckt und unterdrückt.
Sie betont, je besser man die eigenen Gefühle wahrnehmen, akzeptieren und verstehen kann, desto leichter macht es auch den Umgang mit anderen und deren Gefühlen. Im Buch widmet sie sich daher zunächst der Frage, was Gefühle eigentlich ausmacht und bietet hier Definitionen an, bevor sie schließlich immer tiefer geht und darüber schreibt, wie man Fühlen lernen kann. Die Schreibweise ist sehr locker, das Buch lässt sich trotz des sehr komplexen Themas gut lesen, ist unterhaltsam und verliert sich nie in einer Aneinanderreihung von Fachbegriffen obwohl es natürlich wissenschaftlich fundiert ist. Ich fand das Buch sehr interessant und habe viel für mich daraus mitgenommen.
Rezensionen von qq:
Frauenpower
Johanna spielt das Leben von Susanne Falk
Frauenpower
Eine sehr schöne und interessante Ausgangslage - die Herausforderungen für eine Frau waren 1949 noch ganz andere, wie heutzutage. Das Schicksal der Autorin ist mit zahlreichen Konflikten behaftet - man kann sich sehr gut in sie hineinfühlen. Besonders interessant bzw. spannend wurde die Geschichte dadurch, dass das Buch mit zahlreichen Zeitsprüngen aufgebaut ist.
Ein sehr interessantes Buch mit einer tollen Protagonistin - hat man an der Zeitspanne Interesse, in welcher das Buch spielt, kann ich es absolut weiterempfehlen:
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Jane Austen lässt grüßen!
Bridgerton - Der Duke und ich von Julia Quinn
Da ich ein riesiger Fan von Regency-Romanen bin und schon viel Positives über die gleichnamige NETFLIX-Serie gehört hatte, kam ich an diesem Werk, welches den Auftakt zur Bridgerton-Reihe von Julia Quinn bildet, nicht vorbei. Entgegen dem allgemeinen Hype um die TV-Serie kannte ich lediglich den Trailer und wollte zuerst das Buch lesen.
Im Nachhinein war ich sehr froh über diese Entscheidung, da ich festgestellt habe, dass doch einige Unterschiede zwischen den Formaten bestehen und ich dem Buch – auch wenn die Geschichte sehr ansprechend verfilmt worden ist – ganz klar den Vorzug gebe.
Die junge Daphne Bridgerton, eines der 8 Kinder von Lady Violet Bridgerton, muss - zumindest nach Ansicht der lieben Frau Mama - dringend unter die Haube. Immerhin sind schon zwei Jahre vergangen, seitdem Daphne in die Gesellschaft eingeführt worden ist und obgleich sie schon einige Heiratsanträge erhalten hat, waren die betreffenden Gentlemen keine geeignete Partie. Und jene, die Daphne gefallen würden, sehen hingegen in ihr keine potentielle Partnerin. "Sie galt überall als amüsant, freundlich und schlagfertig, und keiner fand sie auch nur im Mindesten unattraktiv. Allerdings war auch keiner geblendet von ihrer Schönheit oder überwältigt von ihrer Gegenwart." Dabei besteht Daphne - wohlerzogen, klug und herzlich - im Grunde nicht einmal auf einer Liebesheirat, aber ein wenig gegenseitige Sympathie, das wäre schon schön. Sie erträgt die Kuppelversuche ihrer Mutter mit der Gelassenheit einer liebenden Tochter, die weiß, dass dahinter keine böse Absicht steckt; anstrengend ist das andauernde Schaulaufen auf den prunkvollen Bällen dennoch.
Als der ebenso charismatische wie attraktive Duke of Hastings, Simon Basset, Daphne einen verlockenden Deal vorschlägt, zögert sie nicht lange: Sie beide werden fortan ein verliebtes Paar spielen. Auf diesem Wege steigert die plötzlich 'vergebene' Daphne ihren Beliebtheitswert bei den bisher zurückhaltenden Herren und Simon entgeht der Horde wild entschlossener Mütter, die dem begehrtesten Junggesellen Londons rigoros ihre Töchter zur Heirat aufdrängen. Theoretisch ein genialer Plan - bis Daphne sich ausgerechnet in Simon verliebt…der seine Gefühle für sie schließlich nur vortäuscht und von Anfang an klargestellt hat, dass er niemals heiraten möchte…
Sowohl der angenehme, dem Vokabular der damaligen Zeit angepasste Schreibstil als auch die bildhaften Beschreibungen der Szenerie haben mich begeistert und wie selbstverständlich in das Leben der feinen Londoner Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts eintauchen lassen. Die erotischen Szenen sind sehr geschmackvoll gestaltet und fügen sich perfekt in die Handlung ein. Viele humorvolle Dialoge und Szenen haben mich zudem an den witzigen, kreativen und von Cleverness geprägten Stil meiner Lieblingsautorin Jane Austen erinnert.
Daphne und Simon, aus deren Perspektive jeweils in der dritten Person erzählt wird, wuchsen mir beide schnell ans Herz, und ich freute mich, ihre jeweilige Weiterentwicklung zu verfolgen; jeder der sympathischen Hauptcharaktere durchlebt einen intensiven, äußerst positiven Wesenswandel. Ich bewunderte insbesondere Simons enorme Willensstärke, aufgrund derer er seine einstigen Sprachprobleme in der Kindheit überwunden hatte. Meine heimliche Favoritin war jedoch Daphnes Mutter Violet, die auf den ersten Blick zwar sehr festgefahren in der vorherrschenden typischen Rolle der Frau zu sein scheint, ihre Kinder allerdings über alles liebt und viel geschickter agiert, als diese es ihr zutrauen. Die große Frage, wer denn die ominöse Lady Whistledown ist, die alle Geheimnisse der noblen Gesellschaft zu kennen scheint und diese in ihrem Klatsch-Journal erbarmungslos offenlegt, bleibt auch am Ende des Romans bestehen – ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf die Folgewerke und kann es nicht abwarten, der Sache auf den Grund zu gehen!
Die Cover-Abbildung entspricht der TV-Serie, was mich persönlich zwar nicht stört, da es mir natürlich hauptsächlich um den Inhalt des Werkes geht, aber die Beschreibung des männlichen Hauptprotagonisten hat optisch nichts mit dem Seriendarsteller gemeinsam, was anfangs etwas verwirrend für mich war. Für das Buch hätte ich z.B. die Abbildung einer typisch englischen Landschaft der damaligen Zeit mit schemenhaft angedeuteten Figuren passender gefunden.
Fazit: Ein wundervoller, emotionaler, herrlich atmosphärischer Regency-Roman, den ich allen Austen-Fans wärmstens empfehle!
Rezensionen von liesmal:
Glaube macht stark
Mit Wind unter den Flügeln von Tanja Wenz
Das Buch „Mit Wind unter den Flügeln“ aus dem Neukirchener Verlag ist ein Schatz. Die Autorin Tanja Wenz erzählt kurze imposante Geschichten von 16 Frauen, die zwar zu unterschiedlichen Zeiten gelebt, aber dennoch etwas gemeinsam haben: Mit ihrem starken Glauben haben sie die Kirche bewegt. Nachdem ich die Geschichten gelesen hatte, gab es für mich keinen Zweifel mehr an dem Sprichwort, das in der Bibel zu finden ist: „Der Glaube kann Berge versetzen“.
Der Prolog erzählt die märchenhafte Geschichte eines Falken, der ganz ruhig hoch in den Wipfeln einer Tanne sitzt und lauscht – bis er ganz sicher sein Ziel erkennt. Er ist stiller Beobachter und Zuhörer der Geschichten, die ganz unterschiedlich und abwechslungsreich zu lesen sind: mal als Unterhaltung, Monolog, in Briefform oder als Telefongespräch.
Geduldig lauscht der Falke jeder Erzählung, dann breitet er seine Schwingen aus und macht sich auf den Weg zu seinem nächsten Ziel.
Im Anschluss an jede Geschichte gibt es neben einem Steckbrief mit Daten und Kurzbeschreibungen noch den informativen Absatz „Wissenswertes“.
„Übrigens“: Unter diesem Stichwort erfährt man Interessantes aus aller Welt, die in die jeweilige Zeit passen…
…und wieder schwebt ein lautloser Schatten heran…
Mich haben die Geschichten der Frauen betroffen gemacht und sehr bewegt. Nicht von allen hatte ich bis dahin schon gehört, aber selbst aus den Erzählungen der Frauen, die ich bereits kannte – zum Beispiel Katharina von Bora, Mutter Teresa, Johanna von Orleans - habe ich noch sehr viel Neues und Wissenswertes erfahren. Besonders tief berührt haben mich die Berichte der Widerstandskämpferinnen im Zweiten Weltkrieg.
Ich bin froh, dass ich auf das Buch aufmerksam geworden bin, und empfehle es von Herzen gern weiter. Bei mir wird es einen Platz in griffbereiter Nähe behalten, weil ich mich schon jetzt darauf freue, es in einer Gruppe mit anderen Menschen teilen zu können.
Rezensionen von Gluecksklee:
Zwei Seiten einer Geschichte
Die Verlorenen von Stacey Halls
Zum Inhalt: Aufgrund ihrer wirtschaftlich prekären Lebensumstände entschließt sich die junge Bess dazu, ihr Kind in einem Findelhaus abzugeben. Dort, so hofft sie, wird das Kind so lange in einem warmen Bett schlafen können und nicht hungern müssen, bis sie ihre geliebte Tochter wieder zu sich holen kann.
Doch als es Bess endlich möglich ist, sich diesen Wunsch zu erfüllen, ist die Kleine nicht mehr im Findelhaus, längst abgeholt, angeblich von Bess selbst. Aber die junge Frau will nicht aufgeben und macht sich auf die Suche nach ihrer kleinen Tochter.
Meine Meinung:
Interessant sind zum einen die Lebensumstände im London des 18. Jahrhunderts, die einem in diesem Roman deutlich dargestellt werden. Ich konnte mir das Gedränge und die Gerüche auf dem Markt, auf dem Bess arbeitet, plastisch vorstellen. Auch die Lebensumstände, die dafür verantwortlich sind, dass Bess ihre kleine Tochter zunächst nicht bei sich behalten kann und die Verzweiflung, die sie erfasst, als sie feststellen muss, dass Clara schon sehr lange nicht mehr dort war, wo sie sie die ganze Zeit vermutet hatte, sind sehr eindringlich und greifbar dargestellt.
Die Geschichte besteht aus mehreren Abschnitten, die zum einen aus der Sicht von Bess, zum anderen aus der Sicht der Frau erzählt werden, die Clara damals abgeholt hat. Wo und wie die beiden Fäden der Geschichte zusammenlaufen werden und wie die Suche von Bess ausgehen wird, möchte ich hier nicht vorweg nehmen. Aber die Geschichte ist mir definitiv ans Herz gegangen und ich war bis zum Ende hin gefesselt und emotional involviert.
Von mir erhält der Roman "Die Verlorenen" vier von fünf Sternen.










