Kunden em pfehlungen
Rezensionen von eleisou:
Stille aber dennoch imposante weibliche Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts
Fräulein Mozart und der Klang der Liebe von Beate Maly
Diese Reihe, welche sich mit weiblichen Persönlichkeiten aus der Geschichte befasst, die oftmals im Hintergrund standen aber von verschiedenen AutorInnen geschrieben werden, finde ich interessant, wenn ich auch nicht immer mit dem Schreibstil zufrieden bin So gab es einige Teilbiographien, die ich fesselnd fand aber auch andere die ein wenig kitschig waren.
Hier haben wir es mit der ersten Variante zu tun, ich war von der Romanbiografie begeistert. Natürlich beinhaltet die Geschichte auch fiktionale Elemente, aber das hat mich nicht gestört, dadurch wurde sie nur noch spannender und Letztere garantierten den Lesefluss. Das Buch befasst sich mit der Schwester des legendären Komponisten, Maria Anna Mozart, genannt Nannerl, die in ihrem Leben immer im Schatten ihres erfolgreichen Bruders stand. Ihre Liebe zu ihm, wie sie ihn immerzu unterstützte und zu Rat und Tat beiseite stand wie aber auch ihre zärtliche Liebe zu ihrem Schuldirektor Franz d' Ippold, werden mir tief ins Gedächtnis geprägt bleiben.
Die Charaktere sind alle mitsamt authentisch dargestellt und die Schilderungen der Personen und Ereignisse realistisch erzählt. Nannerl ist eine mutige Frau, die vielleicht nicht die Wagnisse ihres Bruders eingegangen ist, jedoch auch auf ihre eigene Art aufgeblüht ist und dem Leben gegenüber in einer Männer-dominierten Welt ins Auge geschaut hat.
Nicht nur für Mozartliebhaber geeignet!
Rezensionen von eleisou:
Wunderschöne Kindergeschichte
Emil Einstein (Bd. 1) von Suza Kolb
Emil erfindet eine Tier-Quassel-Maschine und ist uns mit seiner Begeisterung für Abenteuer und neue Erfindungen so richtig ans Herz gewachsen. Wir haben das Buch mit meinem 6-jährigen Sohn gelesen und fanden sowohl den Schreibstil als auch die Schriftart sehr passend und kindgerecht. Die großen Buchstaben erlaubten es uns auch manchmal im Wechsel vorzulesen, was sehr Spaß gemacht hat.
Die liebevollen Illustrationen kann man schon direkt am Cover erkennen und sie bereichern das Buch um einiges mehr.
Toll fanden wir auch Emils Freunde, natürlich hatte hier der kleine Waldkauz Vorrang aber auch die Katze Leonardo und die Maus Bertha haben die Geschichte schön abgerundet.
Das Buch nimmt wichtige Themen im Augenschein wie Freundschaft und Hilfsbereitschaft und gibt den Eltern/Großeltern usw eine gute Gelegenheit darüber zu diskutieren.
wir werden auf jeden Fall die Autorin Suza Kolb im Auge behalten und freuen uns schon auf weitere Abenteuer von Emil und seinen Freunden!
Rezensionen von renate:
neues Leben im alten Land
Der Himmel ist hier weiter als anderswo von Valerie Pauling
Das Cover dieses Buches ist sehr ansprechend und passt ausgezeichnet zum Thema dieses Buches. Das alte Land, verspricht ein beschauliches, weites Stück Land zu sein. Die Freiheit ist mit Händen zu spüren.
Die Protagonistin, Witwe mit vier Kindern, kauft in dieser Gegend einen heruntergekommenen Gasthof.
Fee, so nennt sich die Frau ist etwas naiv wie es den Anschein hat. Sie scheint sich keine Gedanken darüber zu machen, dass ein solches Haus enorme Kosten mit sich bringt. Die Kinder, alle mit ganz unterschiedlichen Charakteren sowie der hilfsbereite Nachbar, kommen recht sympathisch rüber. Unter den Augen der kritischen Einwohnern versucht Fee alles, damit sie mit ihren Kindern über die Runden kommt und sich alle halbwegs wohl fühlen. Alles in Allem ein recht gelungenes Buch über das Leben und einen Neustart nach einem Schiksalsschlag...
Rezensionen von yellowdog:
Die verlorene Schwester
Saint X von Schaitkin Alexis
In Saint X geht es um eine 18jährige, die im Urlaub mit ihrer Familie auf einer Insel war und dabei verschwand. Später wurde Alison tot aufgefunden, mutmaßlich ermordet.
Die Polizei konnte die Todesursache nicht ermitteln, es bleibt also unklar, ob es wirklich Mord war. Saint X ist aber kein Thriller im eigentlichen Sinne.
Es wird stattdessen hauptsächlich gezeigt, wie auf den Vorfall reagiert wird und was die Folgen sind.
Alexis Schaitkin nutzt verschiedene Erzählmethoden und Perspektive, um dieses Familiendrama zu zeigen.
Im Mittelpunkt steht Claire, die zum Zeitpunkt von Alisons Tod erst 7 Jahre alt war. Sie war nur die kleine Schwester, doch das ganze beeinflusste die Familie. Im Erwachsenenalter merkt Claire, die ich jetzt Emily nennt, dass sie das vorgefallene nicht loslässt und sie fängt an, intensiv zu recherchieren.
Für meinen Lesegeschmack war die Schilderungen der vielen Artikel, Filme und Berichten zu viel und an manchen Stellen durchaus zäh zu lesen. Man kann sich auch von der Vielfältigkeit überfordert fühlen und nicht selten fehlte der Zugang. Dennoch wird es nachvollziehbar, welche Folgen das Ereignis auf so einige Menschen hatte.
Sehr gut gefallen haben mir aber die Passagen auf der Insel Sanit X vor Alisons Tod, die auch in der zweiten Romanhälfte noch vorkommen.
Bemerkenswert, dass die Autorin mit Saint X eine ganze karibische Insel erfunden hat.
Rezensionen von melanie82:
Der Schein trügt
Eine perfekte Ehe von McCreight Kimberly
Zach ist im berüchtigten New Yorker Gefängnis Rikers Island und ruft von dort seine ehemalige Studienfreundin Lizzie an, die als Anwältin arbeitet und bittet sie, ihm zu helfen. Zach sitzt zwar eigentlich wegen einer Tätlichkeit gegen einen Polizisten - allerdings ist das passiert, als die Polizei bei Zach zuhause war, wo dessen Frau Amanda gerade ermordet aufgefunden wurde.
Es ist also klar, dass dieser Mord natürlich Zach zugeschrieben wird, der aber seine Unschuld beteuert. Lizzie betreut eigentlich andere Rechtsgebiete, übernimmt den Fall aber schließlich und gerät von da an in einen Strudel an Zweifeln, Wendungen und neuen Verdächtigen, als sie versucht, Zachs Unschuld zu beweisen. Auch ihr eigener Mann Sam gerät in den Umkreis des Falls - und sowohl bei Zach als auch seinem Umfeld bzw. dem seiner Frau werden immer mehr Lügen und Geheimnisse deutlich. Und die wirklich perfekte Ehe scheint es nirgends zu geben, wie immer klarer wird. Verknüpft werden Lizzie Ermittlungen mit Rückblicken aus Sicht von Amanda in den Tagen vor ihrem Tod, was Spannung aufbaut und den Leser miträtseln lässt. Anfangs hat das Buch ein paar Längen, was sich aber nach einer Weile wird, sobald die Handlung verdichtet wird. Im Großen und Ganzen auf jeden Fall sehr empfehlenswert!
Rezensionen von Petra:
Sehr humorvoll
Verreisen mit Urne von Sandra Schipper
Der Titel verspricht ein lustiges Roadmovie und hält auch dieses Versprechen.
Louise wird beauftragt Rick auf seiner Reise mit der Urne seines Vaters zu begleiten, sonst erhält er sein Erbe nicht. Sie bekommt dafür genug Geld um ihre Schulden zu bezahlen. Leider ist Rick ein arroganter Typ mit einem Stock im Allerwertesten.
Als Archiebald III hat er immer zu viel Geld Verfügung gehabt und ist dementsprechend abgehoben. Louise hat durch eine katastrophale Beziehung einen Haufen Schulden und die Nase voll von Männern.
Die Reise ist voller Hindernisse und die beiden Zoffen sich in einer Tour. Zum Weglachen.
Gleichzeitig lernen wir die beiden näher kennen und ehrlich gesagt auch lieben. Einige Erlebnisse sind derart schräg die sind einer sehr humorvollen Feder entsprungen. Dann gibt es Szenen da wird einem etwas wehmütig.
Am Ende ist Rick seinen Stock losgeworden und hat die Frau gefunden die seinen Kakao schokoladiger schmecken lässt ( Zitat aus einem Brief von Archiebald II ).
Eine sehr humorvolle Geschichte mit Tiefgang.
Rezensionen von mag manuela meierhofer:
Gänsehaut pur
Der Verdacht von Audrain Ashley
Inwieweit vererben sich negative Eigenschaften von der Mutter auf die Tochter? Wird Blythe eine schlechte Mutter sein, nur, weil ihre Mutter keine Liebe für sie empfinden konnte? Oder kann sie diesen Kreislauf durchbrechen?
Ist es möglich, dass ein Kind von sich aus böse ist? Oder ist alles nur Einbildung?
Ashley Audrain hat es geschafft, mich von der ersten Seite weg zu fesseln.
Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Die Autorin hat in ihrem Roman viele Tabus gebrochen. Mutterglück ist doch das größte Glück auf Erden, oder? Es kann doch nicht sein, dass nicht alle Mütter so empfinden!
Das Grauen breitet sich langsam aus. Die Nackenhaare stellten sich mir schon bald auf. Und ich habe mich die ganzen Seiten hindurch gefragt, ob jetzt endlich etwas ganz schlimmes passieren wird oder, ob alles nur Einbildung der Mutter ist.
Audrain ist es gelungen, die Spannung über das ganze Buch hinweg zu halten. Ein überaus gelungener, fesselnder, noch lange nachhallender Thriller.
Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Petra Sch.:
Hase und Igel finden ein Ei: eine Freundschafts- und Frühlingsgeschichte
Wir zwei und das Ei von Michael Engler
Endlich Frühling! Hase und Igel toben über die Wiese und finden dabei einen seltsamen runden Stein. Die Krähe berichtet, dass das ein Ei von einem Vogel ist. Und wenn das Ei warm gehalten wird, schlüpft daraus ein Küken.
Das fasziniert die beiden. Doch woher kommt das Ei? Und können sie dem Küken helfen zu schlüpfen?
Meine Meinung:
Die Geschichte ist liebevoll und kindgerecht geschrieben und nicht nur zum Vorlesen geeignet, sondern aufgrund der kurzen, leicht verständlichen Sätze auch perfekt für Leseanfänger.
Auf jeder Doppelseite gibt es eine großflächige färbige Illustration, die liebevoll gezeichnet ist. Diese detailverspielten Bilder, auf denen es jede Menge zu entdecken gibt, verstärken den Charme dieses warmherzigen Kinderbuchs.
Hase und Igel sind einfühlsam und wollen selbstlos helfen, dass das Küken schlüpfen kann.
Somit werden nicht nur diese Werte, sondern auch Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Geduld und Verantwortung vermittelt - denn bis sich was tut, dauert es einige Zeit, wo die beiden das Ei nicht alleine lassen dürfen. Gleichzeitig wird das Wunder der Natur im Frühling nähergebracht.
Fazit:
Bezauberndes Bilderbuch über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und ein geheimnisvolles Wunder der Natur. Mit wunderschönen färbigen Illustrationen.
Rezensionen von Natalie:
Die Wildnis der Rocky Mountains hütet ein schreckliches Geheimnis
Wild von Alice Henderson
Wildtierbiologin Alex entgeht bei der Einweihungsfeier eines Biotops in Boston nur knapp dem Tod. Daher kommt das Jobangebot in den Rocky Mountains genau zur richtigen Zeit. Alex soll dort in einem ehemaligen Ski-Resort Vielfraße studieren.
Dort angekommen, spürt Alex jedoch nicht nur den Gegenwind der einheimischen Bevölkerung, sondern es geschehen immer öfter seltsame Dinge.
Alex begreift nach und nach, dass in den Bergen ein grausames Geheimnis gehütet wird und kommt dabei selber in die Schusslinie...
Der Thriller baut mit jeder Seite mehr Spannung auf und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Leser gruselt sich mit Alex in dem leerstehenden Ski-Resort, dass ihr nun als Unterkunft dient oder auch bei den nächtlichen Arbeits-Ausflügen im Wald.
Die Beschreibung der Natur und den Tieren wirkt authentisch und trägt neben den Schauplätzen an sich zur Geschichte einen wesentlichen Teil bei. Alex Gefühle, Ängste und Befürchtungen werden toll an den Leser übermittelt und geben einem das Gefühl mittendrin zu sein. Ich habe mich nicht nur einmal gegruselt und die Wendung, welche die Geschichte nimmt, war so nicht vorhersehbar.
Bis zum Schluss ein extrem spannendes Buch, bei dem man sich nicht sicher ist, wie es ausgehen wird. Auch wenn man manchmal fast nicht glauben kann, was Alex alles allein schafft, hat dass meiner Begeisterung für dieses Buch keinen Abbruch getan und ist für mich ein absolutes Lese-Highlight gewesen.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Schönheit in allen Variationen
Bella Donna. Die Schöne von Florenz von Catherine Aurel
Simonetta Vespucci war die Venus von Botticelli, (vielleicht) die Geliebte von Giuliano de Medici und die Königin der Schönheit, diesbezüglich ein Vorbild für viele Frauen in Florenz.
Ob wahr oder nicht - die Autorin Catherine Aurel (ein Pseudonym von Julia Kröhn) macht aus dieser Vorlage einen hinreisenden Roman.
Die schönste Frau Florenz ist Simonetta Vespucci. Sie freut sich über die Hochzeit mit dem gut aussehenden Marco Vespucci. Fünf Jahre später: immer noch verheiratet, immer noch von ihrem Ehemann verschmäht. Und immer noch zu jung, um zu wissen wieso.
Doch dann bricht sie aus dem Ehekorsett aus, will erfahren, ob ihre Schönheit, ihre Weiblichkeit vielleicht doch bei anderen Männern Anklang findet.
Nicht lange und sie geht bei den Medicis ein und aus, ihrer Schwiegerfamilie zum Trotz. Auch der Maler Sandro Botticelli macht ihre Bekanntschaft und will Simonetta malen. Viel mehr, ihre Seele auf seinen Bildern einfangen.
Auch Cosima Bellani will, genau wie Simonetta, unabhängig von Männern und Familie werden, und sucht sich ein neues Standbein. Denn sie glaubt, dass sie als Kurtisane zu alt sei. Durch Simonetta kommt sie auf die Idee, Schönheitswässerchen und Cremes herzustellen.
Diese Rezepte hören sich oft nach Quacksalberei an. Oft übertreibt Cosima extra, sonst würde sie nichts verkaufen. Diesbezüglich hat sich auch heutzutage nicht viel geändert - möglichst einfache Rezepturen ziehen nicht, auch wenn sie oft mindestens genau so wirksam sind als Produkte mit vielen oder extrem exotischen Inhaltsstoffen.
Catherine Aurel spielt im ersten Band ihrer neuen Trilogie mit dem Thema Schönheit. Sie setzt Schönheit und Hässlichkeit nebeneinander, äusserlich und innerlich, und zeigt die ganze Spektrum davon.
Der Roman ist eingebettet im Kontext des 15. Jahrhundert, am Höhepunkt der Renaissance, als Florenz von Medicis regiert wurde, die ihrerseits immer wieder mit Verschwörungen und Ränkelspielen konfrontiert wurden. Geld und Politik sind Thema der machthabenden Familien (und derer, die es gerne wären). Klatsch und Neid sind in allen Schichten der Bevölkerung zu finden. Und man merkt bald: mafiöse Verbindungen wie Schutz erkaufen/erpessen gab es schon damals.
Aber auch den schönen Künsten wird in "Die Schöne von Florenz" viel Platz gegeben. Nebeneinander gestellt werden zum Beispiel die unterschiedlichen Herangehensweisen der Maler. Leonardo da Vinci, der Leichen seziert, um den Körperbau und die Körperfunktionen zu begreifen und besser darstellen zu können. Sandro Botticelli, der die nackte Seelen der zu Porträtierenden malen will, ohne Schmuck und Schminke.
Die Charaktere dieses Romans tragen eine grosse Sehnsucht in sich, wünschen sich alle etwas. Doch diese Wünsche können oder wollen diejenigen, von denen sie es sich wünschen, nicht erfüllen. Geliebt zu werden, gleichberechtigt zu sein, gleiches Ansehen geniessen. Die vielfältigen Gefühle die in den Figuren schlummern, sich aber ganz anders den Weg nach aussen bahnen, hat die Autorin eindrücklich beschrieben.
Meine Lieblingsfiguren sind der einfühlsame Sandro Botticelli und Amiri, Cosimas Sklave und Beschützer. Gerne mehr erfahren hätte ich über den interessanten Amerigo Vespucci, der aber logischerweise nur eine winzige Nebenrolle inne hatte.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen, diese bereits genannte Bandbreite der Themen, die die Autorin toll in Zusammenhang gesetzt hat, hat es in sich. Entstanden ist eine runde, mitreisende Geschichte, die Gedankenanstösse gibt und der Renaissance-Zeit ein neues Gesicht gibt.
Nun bin ich sehr gespannt wie es im zweiten Band weitergehen wird, denn wie uns Leserinnen verraten wird, werden wir einigen Figuren erneut begegnen.
Fazit: Der flüssig zu lesende Roman ist wie ein Streifzug durch Florenz inklusive Besuchen in Botticellis Werkstatt und dem Palast der Medici. Empfehlenswerte Lektüre, nicht nur für Histo-Fans.
5 Punkte.











