Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Sonia und Bea

Krokodile von Angie Volk

Krokodile von Angie Volk erzählt von der Freundschaft von zwei Frauen um die 30, die sich schon als Kinder und Jugendliche kannten und viel Zeit miteinander verbrachten. Jetzt wollen sie auf einer spanischen Insel gemeinsam Urlaub machen.
Der Roman ist so konzipiert, dass die Handlung mit der Ankunft beginnt und mit der Abreise endet.

Schnell merken die Icherzählerin Sonia und ihre Freundin Bea, dass eine gewisse Entfremdung zwischen ihnen entstanden ist.
Sonia lernt außerdem einen 17jährigen Jungen kennen und verbringt viel Zeit mit ihm und seiner Familie. Das trägt zu Spannungen mit Bea bei.

Sprachlich ist das fein gemacht, mit einem außergewöhnlichen Blick auf die Situation und Umgebung.
Ein lesenswerter Roman mit vielen guten Momenten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von Manfred Fürst:

Der beste Wisting, den es je gab

Wisting und der See des Vergessens von Jørn Lier Horst

Juli 1999. Tone Vaterland ist nach der Arbeit auf dem Heimweg, als sie spurlos verschwindet. Als kurz darauf die Leiche des 17-jährigen Mädchens gefunden wird, gerät schnell ihr Ex-Freund Danny in Verdacht. Dieser behauptet zwar unermüdlich, nichts mit Tones Tod zu tun zu haben, wird aber trotzdem zu einer 17jährigen Haftstrafe verurteilt.

Seit zwei Jahren ist er wieder frei, als das Verschwinden von Agnete für Aussehen sorgt. In seinem Urlaub bekommt Kommissar William Wisting einen mysteriösen Brief, mit einer Fallnummer. Er findet heraus, dass diese zu der Ermittlung von Tone Vaterland gehört. Als er einen weiteren Hinweis auf einen Fall aus dem Jahr 2001 erhält, fragt sich der Kommissar, wer und vor allem warum er auf diese Kriminalfälle aufmerksam gemacht wird. Trotz Urlaub beginnt er zu ermitteln und merkt, dass sich die beiden kalten Fälle mit einem überkreuzen, der derzeit für Aussehen sorgt: dem Mord an Agnete.

Im vierten WISTING breitet Jørn Lier Horst mit seinem unverkennbaren Schreibstil mehrdimensional und komplex einen Plot aus, der sich zu einem wahren Pageturner entwickelt. Wisting im Urlaub, knapp vor der Pensionierung ermittelt unbeeindruckt und „against all odds“. Selbst die Sperre seines Polizeiaccounts bewirkt das Gegenteil: „Jetzt erst recht.“

Zwei Cold-Cases und ein aktueller Mordfall, Wisting in seinem Element. Unbeeindruckt von den modernen Ermittlungsmethoden seiner Mitarbeiter verlässt sich Wisting auf seine Erfahrung, Spürsinn und Instinkt.

Zu den vorangegangenen WISTINGS gibt es zwei bedeutende Änderungen: Line, seine Tochter spielt eine untergeordnete Rolle. Ich hatte nie große Sympathie für diese investigative Journalistin, die sich bei jeder Gelegenheit wichtig machte. Dafür spielt eine „neue“ Journalistin, Ninni Skjevik, eine umso mehr bestimmende Rolle, im kriminalistischen Sinn.

Haben Sie in einer Szene aus dem „Gladiator“ das Flugzeug gesehen?

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Manfred Fürst

Rezensionen von Ele:

Weiter geht's

Ein neuer Anfang von Linda Winterberg

Der Abschluss der Hebammensaga
Die Zeit des Wirtschaftswunders und des Aufbaus ist gekommen, auch Luise, Edith und Margot sind wieder an der Frauenklinik am Mariendorfer Weg beschäftigt. Luise hat die Position der Oberhebamme übernommen, Edith ist mit ihrer Familie aus der Schweiz zurückgekehrt und auch Margot ist wieder dabei.

Eine neue Generation von Hebammen soll ausgebildet werden. Es bildet sich wieder eine Freundschaftsclique von drei jungen Frauen, die den verantwortungsvollen und schönen Beruf der Hebamme ausüben wollen. Jule, Ediths Tochter, die sich bewusst dafür und gegen ein Medizinstudium entscheidet, Marion eine ledige Mutter und Helga deren Eltern sie am liebsten in eine Haushaltungsschule schicken und bald verheiratet und damit versorgt sehen wollen. Die Prüderie der 50er Jahre und die damit verbundenen Umstände, treiben viele junge Frauen in die Hände sogenannter Engelmacherinnen. Mit vereinten Kräften versuchen die Hebammen, gebärenden Frauen und auch den ledigen Müttern beizustehen.
35 Kapitel in angenehmer Länge, mit Ort und Datum überschrieben, ermöglichen es den Lesenden, sich flüssig und stets chronologisch korrekt durch das Buch zu lesen, viel zu schnell war ich wieder einmal bei den letzten Seiten angekommen. Schlagfertige Dialoge zum Teil in Dialekt machen den Roman lebendig. Ein bildhafter Erzählstil ermöglicht es das Setting und auch die Akteure stets vor Augen zu haben. Filme und Hits der 50er sind kursiv gedruckt und vermitteln ein authentisches Zeitkolorit.
Leider konnte der 4. Teil der Hebammensaga bei mir nicht so punkten wie die vorangegangenen Bände, Wiederholungen und immer die gleichen Verwicklungen werden erneut zum Thema. Ein Spannungsbogen kann sich nicht richtig aufbauen, denn sich anbahnende Schwierigkeiten, werden in den jeweiligen Kapitel sofort abgehandelt. Eine mir wichtige Frage (Erklärung ohne Spoilern unmöglich) wird am Ende nicht geklärt. Einzig der Schluss brachte noch etwas Dramatik und Emotionalität in die Geschichte. Aufgefallen ist mir beim Lesen eine Kleinigkeit, der Hinweis auf Mutter Teresa, war zu dieser Zeit noch kein Thema. Gut dargestellt fand ich jedoch die Beschreibung, der Stellung der Frau in der Wirtschaftswunderära, das machte die 50er Jahre zum Jahrzehnt der illegalen Abtreibungen. Verhütung, bzw. Aufklärung waren Tabuthemen. Zwischenmenschliche Kontakte wurden als Verkommenheit diffamiert. Ungewollt und unverheiratete Schwangere und Mütter galten als unmoralisch und unreif, von den Eltern verstoßen, fanden sie oft nur noch in Erziehungsheimen ein Unterkommen, sie wurden von der Gesellschaft ausgegrenzt. Diese Themen werden in vorliegendem Roman allerdings sehr gut beschrieben, diese Information war mir bis dahin gar nicht richtig bewusst.
Ich kann diesen vierten Teil der Saga, insgesamt gesehen, gerne empfehlen. Als Einzelband eher ungeeignet, da im Buch immer wieder aufs Vorgeschehen eingegangen wird. Von mir 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ele

Rezensionen von Katzenmicha:

Schweden zum träumen

Ein neuer Anfang von Linda Winterberg

Die 29 jährige Rena bekommt eines Tages einen Brief von einem Nachlassverwalter aus Schweden.Rena hat eine Villa in Schweden von ihrem unbekannten Vater geerbt.Sie wird mit etwas Druck und Zureden überredet und macht sich auf nach Schweden.Leider ist der Nachlass in keinem guten Zustand,aber Rena stellt sich der Herausfoderung.

Sie findet Ünterstützung von dem netten Arvid.Doch ein grantieger Nachbar versucht Renas Pläne zu durchkreuzen.Und dann kommen Renas Eltern und ihr Ex-Freund zu Besuch.Der Traum von Schweden scheint zu platzen..

Die Autorin Lotta Josefsdotter hat einen lockeren Schreibstil,sie hat mich als Leser mitgenommen nach Schweden.durch ihre Erzählung habe ich die Naturschönheiten von Schweden vor mir gesehen.Es machte Spass Renas teilweiße Naivität zu begleiten und mit ihr alles zu erleben,5 Sterne gerne für die gute Unterhaltung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katzenmicha

Rezensionen von CanYouSeeMe:

Partem

Partem. Wie die Liebe so kalt von Stefanie Neeb

"Partem. Wie die Liebe so kalt" ist der Auftakt einer Fantasy-Dilogie der Autorin Stefanie Neeb, das Buch ist zugleich ihr Jugenbuch-Debüt.
Der Klappentext verspricht eine mitreißende Geschichte mit interessanten Charakteren. Ich hatte anhand des Klappentextes und der Leseprobe hohe Erwartungen an das Buch - welche leider nicht erfüllt wurden.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und passt sehr gut zum Genre, er hat sich gut lesen lassen. Die Geschichte wird aus vier unterschiedlichen Charakter-Perspektiven (Xenia, Jael, Felix und Chrystal) erzählt, dies ist jeweils zu Kapitelbeginn vermerkt - diese Hinweise waren für mich auch elementar wichtig, denn sprachlich oder vom Ausdruck haben sich die vier Charaktere nicht unterschieden, da hätte ich mir ein wenig mehr Individualität gewünscht. Durch die vielen unterschiedlichen Perspektiven gibt sich für mich als Leserin die Möglichkeit einige Szenen durch verschiedene Blickwinkel zu betrachten, was mir sehr gut gefallen hat und enorm dabei hilft die komplexe Organisation des Partem und seinen Machenschaften zu verstehen - wirklich verstanden habe ich es dennoch nicht.
Mein großer Kritikpunkt an dem Buch ist die fehlende Aufklärung rund um die Welt, in der wir uns in diesem Buch befinden. Schnell wird klar, dass sie sich nicht so sehr von der Realität unterscheidet - wären da nicht Menschen, die anderen die Liebe nehmen können oder Menschen, die andere Menschen durch Berührung "hören" können und einiges mehr... Von Anfang an hatte ich viele Fragen zu diesen Fähigkeiten und auch zum Partem allgemein - Was ist die Mission? Wo kommt er her? Zu welchem Zweck wurden die WGs gegründet? etc. ... Keine meiner Fragen wurde geklärt.
Nach 480 Seiten so gut wie nichts über die Welt zu wissen, in der das Buch spielt, ist eine besondere Leistung - leider keine besonders gute.
Mit den Charakteren verhält es sich leider ähnlich, denn sie haben allesamt viel Potential, werden nur leider oberflächlich beschrieben, so dass gerade bei Chrystal und Jael (also diejenigen, die in direkter Verbindung zum Partem stehen) vieles offen bleibt. Es gibt haufenweise Andeutungen über die Vergangenheit oder die aktuellen Beweggründe, jedoch keinerlei Vertiefung dessen. Das kann ich im Rahmen des Spannungsaufbaus nachvollziehen, macht es mir jedoch enorm schwer eine Verbindung zu den Charakteren herzustellen.
Die Intention ist wahrscheinlich den Partem und alles damit zusammenhängende als sehr undurchsichtig und ominös erscheinen zu lassen. Leider ging das auf Kosten des Spannungsaufbaues und der Plot-Entwicklung.
Ich hatte mir wirklich eine aussagekräftigere Geschichte erhofft. Ich werde den folgenden Teil dennoch lesen in der Hoffnung, dass er mehr Licht ins Dunkel bringt. Denn trotz der Schwächen will ich dennoch wissen, wie es weiter geht und habe die große Hoffnung, dass meine offenen Fragen beantwortet werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von CanYouSeeMe

Rezensionen von brauneye29:

Schöner Liebesroman

Partem. Wie die Liebe so kalt von Stefanie Neeb

Zum Inhalt:
Als Sarahs Freund für ein halbes Jahr in die USA geht, beginnt ihr scheinbar perfektes Leben zu zerbröckeln. Sie verliert ihren Job. Sie beschließt ihren Freund zu besuchen, doch noch vor ihren Abflug muss sie feststellen, dass er sie betrügt und das nicht nur in einer Hinsicht. Kurzerhand fliegt sie zu einer Freundin in Frankreich.

Meine Meinung:
Klar ahnt man schon sehr früh, wohin die Reise in dem Roman gehen wird, aber das ist völlig egal, denn der Weg dahin ist einfach sehr schön. Mit Irrungen und Wirrungen und einfach einem sehr schönen Setting. Man konnte förmlich die Gerüche der Provence wahrnehmen und ist mit den Protagonisten auf einem kleinen Urlaub. Ich mochte auch die Protagonisten sehr gerne. Was mich auch sofort angesprochen hatte, ist das wirklich schöne Cover. Das hätte mich auch im Geschäft sofort angesprochen. Insgesamt absolute Leseempfehlung.
Fazit:
Schöner Liebesroman

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29

Rezensionen von hexenaugen:

elektrisierender Roman

Die vier Winde von Kristin Hannah

zum Inhalt:
Texas, 1934: Seit der Weltwirtschaftskrise sind Hunderttausende arbeitslos, und in den Ebenen der Prärie herrscht Dürre – zu viel wurde gerodet, nach Missernten droht das Land von Sandstürmen davongetragen zu werden. In dieser unsicheren, gefahrvollen Zeit muss Elsa Martinelli eine schwere Entscheidung treffen: Soll sie um das Land kämpfen, das sie liebt und das die Heimat ihrer Familie ist? Oder soll sie mit ihren Kindern wie so viele andere nach Westen ziehen? Irgendwann bleibt Elsa keine Wahl mehr, doch die Flucht nach Kalifornien birgt neue Gefahren in sich.

Aber auch die Hoffnung auf ein neues Leben – und eine neue Liebe.

Meinung:
In Texas in einer Zeit der Trockenheit wo Elsa Martinelli und ihre Tochter, versuchen die vollständige Zerstörung des Lebens, wie sie es kannten, zu überleben und in der Elsa Martinelli die Entscheidung treffen muss, um das Land ihrer Familie zu kämpfen, das sie liebt oder soll sie mit ihren Kindern Kalifornien ziehen. Elsa ist eine taffe Frau die die ihr gestellte Herausforderung annimmt und sich auf den Weg nach Kalifornien macht.
Noch während des Lesens der Geschichte habe ich, zum besseren Verständnis, nach Informationen über diese Zeit und den damit verbundenen Geschehnisse gesucht und konnte feststellen das Kristin Hannah eine realitätsnahe Darstellung dieses Teils der amerikanischen Geschichte verfasst hat, was das Buch zu etwas besonderem macht.

Fazit:

Es ist ein spannendes und lesenswertes Buch was ich mit großem Vergnügen gelesen habe und sehr gerne weiterempfehle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von hexenaugen

Rezensionen von Manfred Fürst:

Ein literarisches Meisterstück für Genießer

Unsichtbare Tinte von Patrick Modiano

Der junge Jean Eyben mit knapp zwanzig Jahren, von der Detektei Hutte zur Probe eingestellt, bekommt für ein paar Monate den Auftrag, die verschwundene Noëlle Lefebvre zu finden, die Mitte der 60er Jahre in Paris gelebt hat. Alle Hinweise führen zu keinem Erfolg, nur einen postlagernden Brief und ein ihrer Wohnung versteckter, lückenhaft geführter Kalender sind die einzigen Anhaltspunkte.

Als Jean einen Jugendfreund trifft entdeckt er plötzlich ein geheimnisvolles Detail, das ihn mit Noëlle verbindet: Sie stammt aus einem Dorf in der Umgebung von Annecy, so wie er selbst.

So wie das von Hutte bewusst schmale Dossier zum Fall Noëlle Lefebvre, ‚gibt es im einem Leben Leerstellen und Aussetzer des Gedächtnisses.‘

„Bei manchen Gedächtnislücken stehen alle Einzelheiten des Lebens irgendwo geschrieben, mit magischer Tinte.“

Und manchmal dauert es fünfzig Jahre bis die unsichtbare Tinte sichtbar wird.

Jean stößt auf einen Brief, ‚der so viele Eigenschaften wie Pfade in einem Wald, die der Suchende nacheinander zufällig einschlägt, an den Gabelungen und die ihn noch ein bisschen weiter in die Irre führen, während die Nacht hereinbricht.‘

Ein literarisches Meisterstück für Genießer.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Manfred Fürst

Rezensionen von OWI:

Eine Geschichte der rechtlichen Aufarbeitung der Naziverbrechen.

Rückkehr nach Lemberg von Philippe Sands

Der Autor widmet sich in diesem dem Holocaust. Er tut dies, indem er mehrere Schicksale jener schrecklichen Epoche erzählt, die ihren Schnittpunkt in der Stadt Lemberg steht.
Da ist das Schicksal seiner jüdischen Familie, von der nur einige Wenige davonkommen. Die meisten kommen um.
Dasselbe gilt für zwei jüdische Rechtsgelehrte, die aus dieser Stadt kommen, denen die Flucjht gelingt, die aber das Gros ihrer Angehörigen nie wiedersehen.

Diese zwei Personen spielen zum Teil wesentliche Rollen bei der Verfolgung der Nazi-Verbrechen beim Nürnberger Prozeß. Wie man damals etwas noch nie Dagewesenens zustandebrachte, nämlich über "Verbrechen gegen die Menschlichkeit2 zu urteilen, und was das dem Völkerrecht auf lange Sicht gebracht hat, das ist der zweite Hauptgegenstand des Buches. Am Beispiel des in Nürnberg gehängten Hans Frank wird das demonstriert.
Insgesamt eine sehr gute Darstellung, die einen Einblick gibt, wie Recht "entsteht". Manchmal etwas langatmig, daher ein Stern Abzug.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von OWI

Rezensionen von OWI:

Großartige Sprache, aber ärgerlichg unfertige Geschichte.

Herzklappen von Johnson & Johnson von Valerie Fritsch

Was dieses Buch so lesenswert macht, ist die großartige Sprache von Valerie Fritsch. Dem Buchrückentext ist nur zuzustimmen: "Valerie Fritsch schreibt, als würde sie zeichnen - und zwar meisterhaft." Ein Beispiel für einen Satz, der sich einprägt:"Das Schweigen war das Letzte, das sie voneinander hörten.

" Das Buch ist voller schöner Sätze wie diesem.
Warum ich trotzdem nur drei Sterne vergeben habe? Nun ich persönlich bin der Ansicht, dass Prosa immer eine Geschichte erzählen muss, und dass diese Geschichte zu Ende erzählt werden soll. Wenn das so weitgehend fehlt, dann finde ich das eigentlich sogar etwas ärgerlich. Leider trifft das auf diese Geschichte zu. Am Ende weiß man so richtig, worum es in erster Linie gegangen ist. Lose Erzählfäden, die nie ein abschließendes Muser ergeben. Am markantesten: Der Großvater über dessen Vergangenheit im Krieg ein großes Geheimnis schwebt, das nie auch nur annähernd gelüftet wird. Er habe Schlimmes getan, sei Soldat gewesen und Mörder (Nur weil er das tat, was Soldaten aller Seiten im Krieg so tun, nämlich einander umbringen? Oder war er ein Kriegsverbrecher?). Er habe in der Gefangenschaft dafür gebüßt (wie genau?) Man wartet und wartet auf eine Erklärung, aber die kommt nie.
Auf der vorletzten Seite heißt es:"Was immer sie erwartet hatte, trat nicht ein. Der letzte Vorhang fiel nicht." Besser - im doppelten Sinne - hätte man das Große und das Mittelmaß dieses Romans nicht beschreiben können...

im Shop ansehen weitere Rezensionen von OWI