Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Eine tolle Fortsetzung
Nordwestzorn von Svea Jensen
St.-Peter-Ording, am 5. Januar 2020:
Dienststellenleiter Hendrik Norberg der Polizeidienststelle St.-Peter-Ording und Kommissarin Anna Wagner, die nun hier ihren festen Arbeitsplatz und die neu eingerichtete Vermisstenstelle übernommen hat, nehmen sich einen alten Fall vor. Unterstützt werden sie dabei von Nils Scheffler, einem jungen Polizisten, der sie schon bei ihrem letzten gemeinsamen Fall begleitet hat.
Vor 16 Jahren verschwand der 9-jährige Florian Berger aus Hamburg während einer Klassenfahrt aus dem Feriencamp in St.-Peter-Ording. Die Leiche des kleinen Jungen wurde nie gefunden. Im Fokus der Ermittlungen standen damals drei Männer aus dem Ort. Damals angeklagt und im Indizienprozess freigesprochen wurde jedoch nur Carsten Witt, der Leiter des Camps. Als dieser während der neuerlichen Ermittlungen verschwindet, sind sich Norberg und Anna sicher, dass jetzt schnell gehandelt werden muss…
Nachdem ich den ersten Fall für Norberg und Wagner „Nordwesttod“ sehr gerne gelesen habe, musste ich natürlich auch Fall 2 sofort lesen. Und ich bin wieder genau so begeistert, wie vom Vorgänger.
Anna Wagner, Hendrik Norberg und Nils Scheffler kenne ich ja bereits und ich habe mich sehr auf unser Wiederlesen an der Nordsee gefreut. Der Unsympath Michael Paulsen hat die Dienststelle verlassen und verdingt sich nun als Objektschützer. Also war ich froh, dass ich mit ihm nichts mehr zu tun habe. Aber… Nein, das wird nicht verraten.
Der Fall geht ans Herz und an die Nieren. Wenn ich mir vorstelle, dass ein Kind verschwindet und nie gefunden wird, die Eltern keinen Ort zum Trauern haben, vielleicht jahrelang auf ein Wiederauftauchen hoffen – das hat mich beim Lesen schon mitgenommen und betroffen gemacht.
Genau so schlimm finde ich, wenn ein Mann beschuldigt wird, freigesprochen wird und dann doch diesen Stempel nie wieder los wird.
Der Schreib- und Erzählstil ist gewohnt leicht und locker.
Privates und dienstliches versteht die Autorin gekonnt zu vermischen. Ich mag es sehr, wenn ich die Ermittler mit der Zeit immer besser kennenlerne.
Alle Personen, die ich hier neu kennenlerne kommen menschlich, lebensecht und lebendig rüber und werden mit ihren Eigenheiten sehr gut charakterisiert. So kann ich recht bald meine Sympathien in einigen Fällen auch meine Antipathien entwickeln. Es hat mich schockiert zu lesen, in wie weit auch unsere Gesetzeshüter ihre unrühmlichen Geheimnisse mit sich herum tragen.
Die Spannung steigt bis ca. zur Mitte des Buches immer weiter an um sich dann sehr hoch zu halten. Es ist mir schwer gefallen, kurze Pausen einzulegen.
Ein Krimi, wie er sein muss: spannend ab den ersten Seiten; mit sympathischen Ermittlern und unsympathischen Gegenspielern und mit einem Fall, der mich betroffen gemacht hat und der ans Herz geht.
Von mir bekommt auch der 2. Fall für Anna Wagner und Hendrik Norberg 5 strahlende Sterne.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Es hat mich umgehauen
Dark Blue Rising (Bd. 1) von Teri Terry
Tabby wächst bei ihrer Mutter Cate auf. Die ziehen viel um, ihre Mutter sagt immer, traue niemanden.
Dann wird Cate verhaftet und Tabby erfährt, das es gar nicht ihre leibliche Mutter ist.
Für Cate bricht eine Welt zusammen. Wer sind ihre Eltern? Wo kann sie ihre Eltern finden? Und warum fühlt sie sich am und im Meer am wohlsten?
Das Cover ist schön echt der Knaller, ich finde es ganz großartig.
Dies ist nicht mein erstes Buch der Autorin, ich las schon die Trilogie über die Verlorenen. Und wie schon diese Bücher konnte mich auch Dark Blue Rising total überzeugen. Ein großartiger Schreibstil, der sich sehr flüssig liest.
Die Geschichte ist sehr packend erzählt, hat ein paar Überraschungen parat und kann sehr gut unterhalten.
Eine sehr unterhaltsame Geschichte, die ihre Geheimnisse erst nach und nach verrät.
Ich mochte Tabby von Beginn an, sie ist sehr sympathisch und liebenswert. Die Geschichte hat mich total umgehauen und ich warte jetzt sehnsüchtig auf Nachschub.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Vertraue deinem Herzen
Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1 (Prickelnde New-Adult-Romance auf der glamourösen Golden Isles Academy. Für alle Fans von KISS ME ONCE.) von Lyla Payne
May braucht dringend einen Job. Den bekommt sie von Felix. Sie soll die Nanny seiner kleinen Schwester sein. Felix kämpft um das Sorgerecht, seine Eltern sind verstorben. May nimmt den Job an und eine aufregende Zeit beginnt.
Es war ja klar, das sie Liebe nicht weit entfernt ist.
Mich sprach das Cover schon an, ich mag es gerne so schlicht und es hat was.
Der Klappentext entsprach auch genau meinem Geschmack.
Die Geschichte ist sehr schöne geschrieben, ein sehr angenehmer, flüssig zu lesender Schreibstil. Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit interessanten Charakteren. Die Zwillinge, die kleine Schwester Sophie und natürlich May.
Ein sehr gelungener Auftakt, der neugierig auf eine Fortsetzung macht. Dazu noch die ernste Geschichte, tiefgründig und geheimnisvoll. Auch wenn so manches Klischee nicht ausgelassen wurde. Ich war positiv überrascht und habe mich sehr gut unterhalten.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ich werde die von Wartenbergs vermissen
Erntejahre von Izabelle Jardin
„Erntejahre – Was wir sind“ ist der leider letzte Teil der Wartenberg Saga von Izabelle Jardin. Ich hätte den starken, mutigen Frauen der Familie von Wartenberg noch ewig folgen können.
Gleich am Anfang des Buches bekomme ich den Stammbaum der Familie von Wartenberg beginnend mit Charlotte, die ich im Jahr 1930 in „Libellenjahre“ auf ihrem wunderschönen Landgut und Sehnsuchtsort kennenlerne und folge ihrer Enkelin Constanze, deren Tochter Eva in „Wunderjahre“ und Constanzes Enkelin Bettina in diesem letzten Kapitel bis in den Sommer 2004, wo Constanze stirbt und die Familiengeschichte leider endet.
Es ist nicht nur die Familiengeschichte der von Wartenbergs, die mich so an alle drei Bände gefesselt hat. Da Eva politisch sehr engagiert ist, bekomme ich hier mit dem Mauerbau, dem Vietnamkrieg, dem Attentat und der Geiselnahme in München 1972, der Entführung der Lufthansamaschine „Landshut“ nach Mogadischu, Anschlägen der RAF, Glasnost und Perestroika und der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl einen Einblick in die Zeit, die gefühlt noch gar nicht so lange zurück liegt. Außerdem erlebe ich das Verhältnis zwischen Mann und Frau in der damaligen Zeit hautnah. Da ich nur 4 Jahre älter bin als Bettina, hatte ich so manches „Ah ja“-Erlebnis und habe mich sofort an Vieles aus meiner Kindheit und Jugend erinnert. Der Spruch „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ war z.B. ein Lieblingszitat auch meiner Mutter.
Es ist schön zu beobachten, welch tolles Verhältnis Bettina zu ihren Eltern hat, wie die sie ihren ganz eigenen Weg finden und gehen lassen. Wie sie sich langsam ihrer großen Liebe Mathias nähert und öffnet.
Ich erlebe auch, wie es mit Constanze und ihrem Mann Clemens weiter geht. Welchen Qualen und Grausamkeiten sie in der ehemaligen DDR ausgesetzt sind. Da hat es mir ein paar Mal die Sprache verschlagen. Unglaublich, was ein Mensch alles erdulden und ertragen kann. Und was Menschen ihresgleichen antun können.
Izabelle Jardin hat einen so leichten, einfühlsamen und lebendigen Schreibstil, dass es mir sehr schwer gefallen ist, kleine Lesepausen einzulegen. Sie erschafft Personen so lebensecht, menschlich, lebendig und sehr gut vorstellbar mit denen ich gerne befreundet wäre. Es gibt aber auch welche, die ich gar nicht ausstehen kann. Ich kann mich in die Geschichte hinein fallen lassen, vielleicht auch, weil ich einige Ereignisse selbst noch sehr klar im Kopf habe. Es macht einfach große Freude, die von Wartenbergs durch ihr aufregendes und oft nicht leichtes Leben zu begleiten.
Ich habe mit gefiebert, mit gelitten, mich mit gefreut, war entsetzt und schockiert wegen der Grausamkeiten und Gemeinheiten und ein paar Tränchen sind auch geflossen. Die Autorin versteht es, die Spannung immer auf einem gleich hohen Level zu halten, auch wenn es mal etwas ruhiger zu geht. Meinem Kopfkino hat sie keine Pause gegönnt.
Die persönlichen Geschichten der 3 Generationen von Wartenberg Frauen und ihrer Partner und Kinder gepaart mit realen Geschehnissen haben mich wieder total gefesselt. Allerbeste Unterhaltung, die ich sehr gerne weiter empfehle.
Rezensionen von Marie aus E.:
Emil und die Detektivin
Das Karlgeheimnis von Jutta Wilke
Das Buch ist ein echter Schatz und gehört mit zu den Besten, die wir in diesem Jahr gelesen haben.
Worum geht es?
Zuallererst um Emil, Fünftklässler und leider immer noch mit seiner inzwischen etwas peinlichen Einschulungsbüchertasche unterwegs. Denn Emils Mama hat nicht viel Geld, deshalb muss sie auch immer so viel arbeiten und ist so müde.
Emil schreibt aber gerade an seinem ersten Krimi, mit dem er dann Geld verdienen will und dann wird alles besser.
Dann gibt es da noch Karl (der mit dem Geheimnis) und Finja, die Nachwuchsdetektivin, die Jungs von der Müllabfuhr und...ach, lest unbedingt selbst.
Das Buch wird aus Emils Perspektive erzählt und geht richtig ans Herz. Keine heile Welt, man muss schon ganz schön schlucken.
Vor allem ist es aber ein spannender Kinderkrimi mit richtig viel Action und jeder Menge Menschen, die das Herz am richtigen Fleck haben.
Es geht um Verlust, Freundschaft, Zusammenhalt und zeigt, dass jede*r von uns ein Alltagsheld sein kann, ob Müllmann oder Anwalt oder Friseurin. Ganz nebenbei, ohne dass es explizit Thema wird, klasse gespielt im Buch. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in einem Kinderbuch je so breit aufgestellte Berufe der Erwachsenen gefunden habe (von den Kleinkind-Wimmelbüchern mal abgesehen).
Aber wie gesagt, im Vordergrund stehen Emils Sorgen und Nöte und das Karlgeheimnis. Und das hat es unmöglich gemacht, das Buch wegzulegen, bevor es ausgelesen war.
Einstimmiges Urteil von Kind (so alt wie Emil) und Erwachsener: Fünf Sterne, aber sowas von!
Rezensionen von Marie aus E.:
nordisch spannend
Nordwestzorn von Svea Jensen
Das ist der zweite Band über die Soko St. Peter-Ording und ich habe Band eins nicht gelesen. Das ist aber überhaupt kein Problem, an keiner Stelle im Buch hatte ich das Gefühl, dass mir wichtige Informationen aus Band eins fehlen.
Kommissarin Anna Wagner ist Leiterin einer neuen Soko und kümmert sich um Cold Cases.
Sie beginnt mit einem mehr als fünfzehn Jahre alten Fall, ein neunjähriger Junge verschwand damals auf einer Klassenfahrt. Weder er noch seine Leiche wurden jemals gefunden, der Fall wurde nie aufgeklärt. Kurz nach Wiederaufnahme der Ermittlungen verschwindet einer der damaligen Tatverdächtigen - das kann kein Zufall sein...
Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist spannend, dabei aber unaufgeregt. Also keine so fiebernde Spannung, bei der man das Buch nicht weglegen kann. Ich mag beides - jedes zu seiner Zeit, hier hat das so wunderbar gepasst.
Neben dem Fall hat das Privatleben der Ermittelnden samt ihrem Umfeld einen breiten Raum. Da ist auch nicht wirklich Friede, Freude, Sonnenschein. Die menschlichen Schicksaale, die alle - Polizisten, Eltern usw. ertragen müssen, sind so geballt, dass es mir schon fast ein wenig zu viel war. Glückliche Menschen sind rar im Polizeiumfeld in St Peter-Ording! Nur die Kommissarin Anna blieb hier etwas blass - von ihrem Seelenleben erfährt man in dem Band nicht viel, lediglich eine aufreibende Scheidung scheint zu laufen, Details gibt es hier aber nicht viele.
Auch wenn das Privatleben schon sehr viel Raum eingenommen hat - es hat die Figuren sehr authentisch gemacht. Auch die unangenehmen Personen waren überzeugend geschildert, das hat mir gut gefallen.
Gute Krimiunterhaltung mit einem Hauch Meeresbrise, hat mir gut gefallen!
Rezensionen von Sorko:
Weniger arbeiten, mehr leben...
Sturmvögel von Manuela Golz
Auf einer kleinen Insel vor der Küste, vermutlich eine der Halligen, ist das Leben nicht so leicht. Die kleine Emmy lebt dort mit drei Schwestern, einer strengen Großmutter und ihren Eltern, die ihre Kinder sehr lieben. Viel zu früh verliert Emmy ihre Eltern, die Großmutter ist auch verstorben, und die Kinder sind plötzlich Waisen.
Sie werden getrennt auf das Festland geschickt, Emmy kommt zu einer wohlhabenden Familie nach Berlin, wo sie eine Anstellung als Dienstmädchen antritt. Meistens, nicht immer, behandelt man sie recht anständig. Berlin ist in der Zeit zwischen den Weltkriegen zunächst eine blühende Metropole, später dann auch getroffen von der Wirtschaftskrise.
Das Buch beschreibt Emmys Leben von ihrer Jugend bis nach dem zweiten Weltkrieg, und mit Zeitsprüngen das Leben der alten Emmy in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Da wird Emmy 80 Jahre alt und hat drei Kinder: Hilde, Otto und Tessa. Auch Anni, die Tochter vom Ex von Tessa, lebt bei ihnen. Emmys Kinder wissen offenbar nicht viel über ihr Leben, erst als sie den Keller der alten Dame aufräumen, finden sie Papiere, die ihnen zu denken geben.
Es entwickelt sich eine spannende Geschichte über das Leben von Emmy, der Leser wird von Beginn an in den Bann dieser Figuren hineingezogen. Es ist wunderbar zu lesen, es wird nie langweilig und auch die Spannung bleibt bis zu Schluss erhalten.
Ich gestehe, dieses Buch stand zunächst nicht auf meiner Leseliste. Erst durch viele positive und interessante Rezensionen bin ich darauf aufmerksam geworden. Ich habe es nicht nur nicht bereut, ich war am Ende begeistert von dieser Geschichte! Großartig geschrieben, tolle Charaktere, und immer wieder Emmy. Eine bewundernswerte Frau, die Schwierigkeiten nicht klein kriegen können. Sie bewältigt ihr keineswegs leichtes Leben mit viel Humor und großer Kraft. Zwei Kriege, eine schwierige Ehe und große Verluste – das Leben hat ihr viel abverlangt, aber sie hat nie aufgegeben. Unbedingt lesenswert!
Rezensionen von rewareni:
Der Eisengott
Sturmvögel von Manuela Golz
Der Eisenritter Judas und seine Partnerin Ebba sind ein eingespieltes Team, das so wie all die anderen Ritter treu ihrem Eisengott dienen. Doch bei einer Raumschlacht verliert er seine Ordensschwester und ein Gefühl der Trauer und der Hilflosigkeit befällt Judas. Obwohl er sich freuen sollte, dass Ebba nun an der Seite des Eisengottes weilt spürt er plötzlich, dass sein Glaube an ihn nicht so stark ist, wie er eigentlich sein sollte.
Gemeinsam mit seiner neuen Partnerin Dafrosa soll er nun den Aufstand der Minenarbeiter, die den wertvollen Energiekristall Hybonit abbauen sollen, unterbinden. Doch die Dinge entwickeln sich anders als geplant. Als er merkt, dass selbst Dafrosa die Anweisungen des Ordens hinterfragt und sie den Tod vieler Minenarbeiter nicht weiterverfolgen sollen, merkt er, dass er so nicht mehr weiter machen kann und selbst auf die Gefahr hin, dass ihm als Ketzer Verfolgung und Vernichtung droht ist er bereit alles aufs Spiel zu setzen um hinter das Geheimnis des Eisengottes zu kommen.
,, Die Eisenritter- Der Pilgerpfad“ ist der spannende und sehr bildhaft beschriebene Science – Fiction Roman von Lucian Caligo. Der Autor entführt dabei den Leser in die Weiten des Weltalls, mit all seinen technischen Raffinessen die seine Protagonisten, ihre Kampfausrüstungen und der sagenumwobene Eisengott aufweisen. Selbst wenn man vielleicht nicht unbedingt auf SF Geschichten steht, diese wird man bestimmt verschlingen. Von Beginn weg wird man gleich in einem kämpferischen Prolog in die Geschehnisse hineingezogen und man hat das Gefühl selbst in dem Klingenjäger drin zu sitzen und mit zu kämpfen. Seinen Protagonisten, allen voran Judas, steht eine Wandlung bevor, die sich im Laufe der Geschichte immer mehr manifestiert und zeigt, wie Menschen lange Zeit unterdrückt und geblendet worden sind. Dabei kann man durchaus Parallelen in die Wirklichkeit ziehen wenn Macht Ausübung um jeden Preis stattfindet und blinder Gehorsam ohne Hinterfragen der Sinnhaftigkeit, anderen schadet. Die Geschichte ist nicht nur spannend und mit Kampfszenen gespickt die originell sind, sondern auch emotional und berührend. Der Autor hat es geschafft in einem SF Roman viel an Gefühl hinein zu bringen ohne es kitschig wirken zu lassen. Er beschreibt alle Szenen in einem angenehmen und bildhaften Schreibstil, so dass man sich sogar wilde Kampfszenen gut vorstellen kann. Unerwartete Wendungen lassen dabei nie Langeweile aufkommen. Die Geschichte rund um den Eisengott hat er gut erzählt und ein schönes Ende schließt den Roman berührend ab, obwohl dabei die Hoffnung besteht, dass es vielleicht sogar eine Fortsetzung geben könnte.
Rezensionen von hexenaugen:
Mittsommerliebe
Mittsommerliebe von Lina Hansson
Lina Hansson - Mittsommerliebe
Inhalt:
Wie jedes Jahr feiert Jule mit ihren Freunden die Walpurgisnacht.
Aber sie fällt aus allen Wolken, als ausgerechnet Lasse auf der Party auftaucht - der Typ, den sie nach einem One-Night-Stand eigentlich nie wiedersehen wollte. In einer Kurzschlussreaktion stellt sie ihm Björn, den sie gerade erst kennengelernt hat, als ihren festen Freund vor.
Obwohl sich ihre Freunde darüber wundern, spielen sie mit. Jule will Lasse in Zukunft aus dem Weg gehen, doch natürlich kommt es anders: Er ist plötzlich überall.
Und je mehr Zeit sie in seiner Nähe verbringt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen ...
Meinung:
Es gab wieder einen tollen Einstieg in die Geschichte und ich konnte sofort an den ersten Teil anknüpfen.
Das Wiedersehen mit Malin und Jule war erfreulich . Auch in diesem Band war das Gefühl sofort wieder da alle schon lange zu kennen. Die bekannten sowie die neuen Charaktere waren mir durchaus sympathisch.
Die Freundschaft zwischen den Charakteren war erfreulich und vorallem Jules Beziehung zu Björn und ihrem Bruder war sehr aufschlußreich.
Neben Malin und Swen hat mir besonders Björn gut gefallen auch Lasse ist nett und liebenswert und hat mir gut gefallen.
Die Geschichte hatte Charme und nimmt uns auf eine tolle Reise nach Schweden mit wobei Landschaft und Traditionen fantastisch beschrieben wurden.
Fazit:
Eine gelungene Geschichte, die mir eine tolle Lesezeit beschert hat und die ich mit Vergnügen weiterempfehle.
Rezensionen von yellowdog:
Interessantes, bewegendes Hörbuch
Schicksal von Shalev Zeruya
Das Hörbuch hat 576 Minuten Laufzeit und jede davon ist intensiv!
Maria Schrader und Eva Meckbach lesen je die Abschnitte der Protagonistinnen Rachel und Atara.
Ich schätze an dem Hörbuch, dass beide Handlungsstränge gleich stark und sehr dicht miteinander verbunden sind.
Schicksal erzählt eine Familiengeschichte im heutigen Israel, wie man es von Zeruya Shalevs Romanen kennt.
Aber es gibt auch eine Spur 70 Jahre zurück und bindet damit ein politisches Thema mit ein und stellt Zusammenhänge dar. Zeruya Shalev gelingt es außerdem meisterhaft, die Beziehungen ihrer Figuren miteinander darzustellen.
Man muss aber auch erwähnen, dass der Roman kein sehr hohes Tempo hat.
Sprachlich ansprechend geschrieben bietet sich der Roman gut als Hörbuch an. Durch die Sprecherinnen kommt der Zuhörer nahe an die zwei Frauen ran, die die Protagonistinnen sind: die 90jährige Rachel, die eine politisch bewegte Vergangenheit hat und die 50jährige Atara, die in zweiter Ehe mit ihren Mann Alex und dem Sohn Eden lebt. Sie ist getrieben vom Schicksal ihres verstorbenen Vaters, der Rachels erster Ehemann war.
Damals waren sie Mitglieder von Lechi und kämpften gegen die britische Besatzung in Palästina. Diese Gruppe war mir bisher unbekannt, daher halte ich das Buch nicht nur für bewegend als auch informativ.
Zeruya Shalevs Büchern haben mich immer stark beschäftigt, gerne auch als Hörbuch und Schicksal gehört zu den besten Büchern der Autorin.









