Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Medizinische Küche

Medical Cuisine von Johann Lafer; Matthias Riedl

Von petra-silie

"Medical Cuisine" ist ein sehr schön gestaltetes Kochbuch, bei dem ein Meister der Kochkunst und ein Mediziner zusammen gearbeitet haben. Wenn vermutlich nicht jeder Dr. Matthias Riedl kennt, so wird aber der Fernsehkoch Johann Lafer der großen Mehrheit ein Begriff sein.

Hier geht es um gesunde Ernährung . Wobei ich den Untertitel des Buches " Die Neuerfindung der gesunden Küche" schon ziemlich hoch gegriffen finde.
Das Buch beginnt mit einem theoretischen Teil, wobei noch einmal Medical Cuisine, also die medizinische Kochkunst oder auch Küche, näher beleuchtet wird.
Der Hauptteil des Buches besteht natürlich aus Rezepten, unterteilt in
-Salate, Suppen, Vorspeisen
-Hauptgerichte
-Süßes
Die Speisen werden immer in zwei Varianten gezeigt. Einmal eine abgespeckte klassische Variante und dazu eine alternative sehr gesunde Variante.
Sehr gefallen hat mir, dass Rezepte mit besonders gesundheitlicher Wirkung noch einmal extra mit kleinen Symbolen gekennzeichnet wurden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Rezensionen von Furbaby_Mom:

Wundervoller Familienroman mit traumhaftem Setting

Sehnsucht in Aquamarin von Miriam Covi

Miriam Covis herrliche Familienromane haben für mich mittlerweile Tradition, sie gehören einfach zu meinem Lese-Sommer dazu und sind für mich stets wie ein kleiner Urlaub! Auch in diesem Jahr entführt uns die Bestsellerautorin wieder an einen Sehnsuchtsort, nämlich an die Ostküste der USA, in den wunderschönen Bundesstaat Maine, wo die zwei Schwestern Polly und Jette im Acadia Nationalpark nach ihrer Mutter suchen, die dort als Rangerin arbeitet.

Eve hatte ihre Familie vor fast 30 Jahren ohne ein Wort des Abschieds verlassen. …ein Verlust, der ihre beiden Töchter schwer verletzt und nachhaltig geprägt hat. Während ihres spontanen Recherche-Urlaubs setzen sich Polly und Jette mit ihrer Vergangenheit auseinander, kommen in den Genuss des Camping-Lifestyles und machen die Bekanntschaft mit zwei charismatischen Männern, die ihr Herz höherschlagen lassen. Doch werden sie tatsächlich den Mut aufbringen, ihre Mutter zu konfrontieren? Und wie soll man jemandem verzeihen, dessen Zurückweisung einem von klein auf das Gefühl gegeben hat, unzureichend und nicht liebenswert genug zu sein?

Beide weiblichen Hauptfiguren könnten nicht unterschiedlicher sein – die bodenständige, eher introvertierte Übersetzerin Polly und ihre flippige, dauer-optimistische Schwester Jette. Während Polly sich in ihrer Stuttgarter Dachgeschosswohnung am wohlsten fühlt, Beziehungen meidet und sich maximal hin und wieder einen One-Night-Stand gönnt, tingelt Jette seit Jahren munter durch die Welt, geht den ausgefallensten Jobs nach, verliebt sich alle paar Tage neu und hat die Suche nach ihrer Mutter niemals aufgegeben. Für Polly hingegen ist das Thema abgeschlossen, weshalb sie sich auch nur zähneknirschend bereit erklärt, Jette in die USA zu begleiten, nachdem diese ihre verschollene Mutter auf einem dort aufgenommenen Foto entdeckt hatte. Ihr Schwester hofft auf ein emotionales Wiedersehen, Polly hingegen wünscht sich nur, dass die ewig rastlose Jette nach der Begegnung mit ihrer Mutter vielleicht endlich zur Ruhe kommt. Bereits an ihrem ersten Abend lernen die Frauen den sexy Parkranger Liam kennen, einen alleinerziehenden Vater – der, sehr zu Pollys Verdruss, allerdings an keinem One-Night-Stand interessiert ist. Das Gefühlschaos ist also vorprogrammiert…vor allem, als sich herausstellt, dass Liam genau weiß, wo die zwei Schwestern ihre Mutter finden können…

Die Landschaftsbeschreibungen sind ein Traum! Ob das malerische Städtchen Bar Harbor mit seinen kleinen Gassen, bunten Cottages und köstlichem Seafood oder die wilde Schönheit des Nationalparks, die zu Bootsausflügen und Wanderungen entlang der ozeanumtosten Küste einlädt (wobei bitte immer auf passendes Schuhwerk zu achten ist ;-))…die Autorin fängt die Atmosphäre der Schauplätze so gekonnt ein, dass man meint, sich gemeinsam mit den Figuren vor Ort auf Entdeckungsreise zu befinden.

Sowohl Polly als auch Jette waren mir enorm sympathisch, auch wenn Jettes quirliges, unzuverlässiges Wesen mich im realen Leben auf Dauer wahrscheinlich in den Wahnsinn treiben würde. In ihren Augen ist die Welt rosarot und sie scheut keine Risiken – was im Grunde sehr positive Eigenschaften sind. Dies liegt darin begründet, dass Jette permanent auf der Suche nach dem Glück ist; je mehr Trubel, Action und Herzklopfen, desto besser – sie sucht einen Ausgleich für die entgangene Mutterliebe. Polly hingegen hat sich ins andere Extrem entwickelt; sie fürchtet die Liebe, mit der sie automatisch Zurückweisung, Verlust und Enttäuschung verbindet, sehnt sich nach Sicherheit. Beide Charaktere sind äußerst facettenreich und überzeugend ausgearbeitet worden. Auch die Nebenfiguren, die weitaus mehr als nur Randfiguren sind, haben mich begeistert! Einzig der Fokus auf Izzy, Liams niedliche kleine Tochter, war mir an manchen Stellen einen Hauch zu intensiv, da mir einige ihrer Aussagen nicht altersgemäß und ein wenig zu aufgesetzt erschienen.

Der ansonsten angenehme, sommerlich leichte und dennoch tiefgründige Schreibstil lässt die rund 500 Seiten dieses Wohlfühlromans nur so dahinfliegen und fasziniert begleitete ich die ungleichen Schwestern auf ihrer Suche nach Antworten, amüsierte mich über die kleinen Alltagsdramen beim Camping und war insbesondere von der Entwicklung Pollys positiv überrascht.

Als Extra-Schmankerl gibt es im Innencover ein leckeres Blueberry-Cheesecake-Rezept, das ich definitiv mal ausprobieren werde.

Fazit: Interessante Themen, spannende Wendungen, jede Menge humorvoller Dialoge und ganz viel Gefühl vor traumhafter Kulisse!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Furbaby_Mom

Rezensionen von Bibliomarie:

Wo ist Jennerwein?

Bei Föhn brummt selbst dem Tod der Schädel von Jörg Maurer

Ein Jogger findet einen Toten. Die Spurenlage ist so vielfältig, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Kommissar Jennerwein mit seinem Team den Fall gelöst hat. So scheint es jedenfalls. Es wäre aber kein Krimi von Jörg Maurer, wenn es den Lesern so einfach gemacht würde.

Denn am Nachmittag steht Jennerwein auf, verlässt das Kommissariat und kehrt nicht mehr zurück.

Als im Hotel Barbarossa ein weiterer Toter gefunden wird, beschreibt der Portier den mutmaßlichen Mörder sehr genau: es ist Jennerwein!

Eine fieberhafte Suche beginnt, keiner im Team will auch nur eine Sekunde glauben, dass der Chef die Fronten gewechselt hat, aber die Indizien werden immer drückender.In der Zwischenzeit ist Jennerwein verzweifelt auf der Flucht vor seinen Kollegen, er muss ihnen seine Unschuld beweisen und ist dabei völlig auf sich gestellt.

Ich bin bei jedem Band auf’s Neue erstaunt, welche Ideen der Autor in seinen Krimis verarbeitet und wie er es schafft, jeden noch so absurden Einfall schlüssig einzubauen. Natürlich darf das Stammpersonal seine Auftritte haben, ob es die Graseggers sind, der seit langem in Italien lebende Joey Ostler oder gar der Pate, der in einem der ersten Bände Jennerweins Gegenspieler war. Für die langjährigen Fans ist das ein Bonus, ob Neuleser das ebenso witzig finden, kann ich nicht beurteilen. Aber wahrscheinlich gibt es eh nur Fans der Serie.

Es gibt ein witziges durchlaufendes Motto des Buches: es sind die Heldentaten des Herkules und ebenso schwierig, ja grade zu übermenschlich, sind die Herausforderung für Jennerwein und seine Kollegen. Und wieder wachsen sie über sich hinaus.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass Jörg Maurer mit seinem Buch polarisiert. Der Leser, der einen klassischen Alpenkrimi erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Wer sich aber darauf einlässt, den wird auch der 14. Band des Meisters des abgründigen bayrischen Humors überzeugen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bibliomarie

Rezensionen von brauneye29:

Verwirrspiel

Bei Föhn brummt selbst dem Tod der Schädel von Jörg Maurer

Zum Inhalt:
Floras Tochter ist spurlos aus einer verschlossen Wohnung verschwunden, das treibt sie fast in den Wahnsinn, denn jede Spur führt ins Leere. Sie hat immer mehr das Gefühl, nur eine Figur in einem perfiden Spiel zu sein. Sie steigt auf das Dach ihres Hauses um das Schicksal herauszufordern.

Meine Meinung:
Was für ein Verwirrspiel! Man fragt sich immer wieder, was ist denn jetzt wahr, denn ständig wendet sich die Geschichte und verwirrt einen umso mehr. Mir hat das Hörbuch recht gut gefallen, da man eben wirklich ziemlich lange im Dunkeln tappt. Die Sprecher haben mir auch gut gefallen.
Fazit:
Verwirrspiel

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29

Rezensionen von Hexenaugen:

toller Roman

Bis du mich berührst von Marie Force

Inhalt:

Maria Giordino arbeitet als Krankenschwester im Armenviertel von Miami. Helfen ist für die warmherzige junge Frau eine Selbstverständlichkeit. Auch als es darum geht, einem kleinen Mädchen Knochenmark zu spenden, zögert Maria keine Sekunde.

Austin Jacobs ist Amerikas bekanntester Baseballspieler.

Voller Dankbarkeit schreibt er der Frau, die das Leben seiner kleinen Tochter gerettet hat. Tief berührt antwortet sie, doch der intensive Austausch zwischen der Spenderin und der Familie der Patientin muss mindestens ein Jahr anonym bleiben, so will es das Gesetz. Eine lange Zeit, wenn man sich verliebt hat, in einen Menschen, den man noch nie gesehen hat …

Meinung

Ich liebe es immer, wenn sich ein Paar auf einzigartige Weise kennenlernt, und Austin und Maria, die sich zuerst anonym über Be the Match, eine Knochenmarkspender-Organisation, und dann nach der genehmigten Zeit über E-Mails unterhalten, in denen sie so viel von ihrem Leben miteinander teilen, waren höchst faszinierend. Ich glaube, es gab eine so tiefe emotionale Verbindung, nicht nur, weil Maria das Leben von Austins Tochter Everly gerettet hat, sondern weil sie beide an einem Punkt waren, an dem sie, auch wenn sie es nicht wussten, bereit für eine Beziehung waren.
Die Art und Weise, wie sich ihre Beziehung entwickelt hat fand ich toll und auch die Art und Weise, wie Marias Großfamilie Austin, Everly und Austins Eltern in ihren Schoß aufnahm war toll erzählt.

Fazit:

Das Buch ist eine Wohlfühl-Romanze, die ich wirklich genossen habe und die ich sehr gerne empfehle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Hexenaugen

Rezensionen von hexenaugen:

spannender Krimi

Die verschwundenen Studentinnen von Michaelides Alex

Klappentext:

An Marianas ehemaligem College in Cambridge wird eine Studentin tot aufgefunden, brutal ermordet. Auf dem Campus geht die Angst um. Die Trauma-Therapeutin macht sich auf den Weg, um ihrer dort eingeschriebenen Nichte beizustehen. Kaum angekommen, verschwinden zwei weitere Studentinnen.

Ihre Nachforschungen führen Mariana tief in eine ebenso düstere wie unheimliche Parallelwelt am College. Hat der exzentrische Professor, der offenbar nicht nur einem ominösen Geheimbund vorsteht, sondern zudem einen unheimlichen, uralten Kult wiederzubeleben scheint, etwas mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun?

Meinung:

Ich nichts verraten, denn dieser Roman lebt davon, dass Sie sich von der Wendung täuschen lassen.
Die Geschichte hat so viele Fäden und kleine Überraschungen, die es aufzudecken gilt.
Auf Schritt und Tritt tauchen weitere Fragen auf.
Voller Nervenkitzel, kunstvoller Metaphorik und Wendungen.
Eine schnelle Lektüre, die mich von Anfang bis Ende fesselte, obwohl der Schocker am Ende kam.
Es ist das Gefühl, das man hat, wenn man einfach wissen muss, warum es so ist.
Nichts ist in diesem Roman so, wie es scheint. Die Geschichte ist komplex und vielschichtig
Es ist voller Intrigen, interessanter Protagonisten und Dynamik und einer sehr frischen Geschichte.

Fazit:

Ein toller Roman, der mir eine tolle Lesezeit beschert hat, den ich mit Vergnügen gelesen habe und den ich sehr gerne weiterempfehle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von hexenaugen

Rezensionen von Meli:

Geld, Shopping und Liebe

Something Pure von Kylie Scott

Zwischen Kellnerin Alice und Hilfskellner Beck fliegen sofort die Funken und die beiden kommen sich schnell näher. Doch dann stirbt Becks Vater und er muss zurück zu seiner Familie - seiner superreichen Familie. Da er sich nicht von Alice trennen will, bittet er sie mitzukommen, was sie dann auch tut.

Die Welt der Reichen schimmert schön, aber hinter dem Glanz lauern viele Intrigen, denn manche finden Alice nicht gut genug für Beck.

Alice mag natürlich nicht das Geld sondern Beck und fühlt sich auch, wie man es in den meisten Geschichten gewohnt ist, etwas unwohl, wenn man für sie so viel Geld ausgibt. Aber Beck tut es trotzdem und ich denke mir jedes Mal, dass er dieses Mal zu weit gegangen ist, aber Alice macht es gar nicht mal so viel aus, weil sie einsieht, dass er sein eigenes Geld nach Belieben ausgeben darf. Alice selbst bleibt sich aber treu, wenn jemand eine Kellnerin braucht, springt sie einfach mal ein, auch wenn andere da die Nase rümpfen. Ich mochte es sehr, wie sie sich so gar nicht davon beeindrucken lässt, eigentlich immer gelassen bleibt und über den Dingen steht.

Beck fand ich da schon etwas anstrengender. Man lernt ihn als Hilfskellner kennen, der dem Reichtum seiner Familie zumindest für eine Weile den Rücken gekehrt hatte und in dieser Zeit wohl etwas dazugelernt hat. Davon spürt man aber nichts, so wie der Kerl Geld ausgibt. Zu Alice ist er immer unglaublich charmant und ich fand ihre Gespräche, ihr Geflirte und die Neckereien wirklich sehr unterhaltsam, das war wohl einer meiner liebsten Aspekte an diesem Buch.

Gelegentlich gibt es ein paar Zwischenfälle und Auseinandersetzungen mit fiesen reichen Leuten, ansonsten geht es nur ums Geld ausgeben und wie Alice sich damit fühlt. Vieles fand ich sehr vorhersehbar und bei den Reichen gibt es definitiv einige Stereotype, aber das ist ja nicht ungewöhnlich. Für mich hat sich der Mittelteil aber viel zu sehr in die Länge gezogen, für den Seitenumfang ist mir hier viel zu wenig passiert. Stattdessen wird eben ausführlich eingekauft, was aber natürlich zu dem Superreich-Feeling passt.

Fazit
Ich hätte von "Something Pure" etwas mehr erwartet, denn es konnte mich zwar gut unterhalten, hat sich aber zu sehr in die Länge gezogen. Die Protagonistin Alice mochte ich sehr gerne, aber ihr reicher Liebster ging mir ein bisschen auf die Nerven.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Meli

Rezensionen von Anja:

manchmal witzig, aber doch meist langatmig

Das Faultier bewegt sich wie Opa von Eva Dignös; Katja Schnitzler

Das Buch enthält eine Sammlung von Kindersprüchen – manche sind wirklich witzig, andere verstehen aber wohl nur die Beteiligten, die den entsprechenden Kontext kennen und bei wieder anderen zeigt sich halt einfach, dass Kinder bis zu einem gewissen Alter schonungslos, ungefiltert die Wahrheit raushauen.

Die Sprüche sind ein wenig thematisch sortiert, wobei sich manche Zitate für verschiedene Bereiche geeignet hätten und erst durch die Überleitungen eine Art Kontext erhalten.

Anstrengend fand ich mit der Zeit genau diese Überleitungen zwischen den Sprüchen. Jedes Zitat wird mit einem kurzen Kommentar der Autorinnen eingeleitet, wobei diese teilweise unnötig klischeegeladen sind oder extrem gewollt wirken (ohne wirklich witzig zu sein).

Neben einer kurzen Einleitung zu jedem Thema gibt es auch jeweils einen Kapitelabschluss, zum Beispiel mit Erziehungstipps, einem kurzen Expert/inneninterview oder Taschengeldrichtlinien. Aufgrund meines pädagogischen Alltags finde ich diese Kapitelabschlüsse sehr interessant, frage mich aber, ob sie tatsächlich in das Buch passen – ist es nun Ratgeber oder (lustige) Sprüchesammlung? So ganz zusammenfügen tut es sich letztlich nicht.

Fazit

Eine Leseempfehlung aussprechen kann ich nicht. Es ist halt eine Sammlung von Kindersprüchen, wie sie jede/r kennt, der im Alltag mit Kindern zu tun hat. Es sind keine Witze, die darauf abzielen, tatsächlich komisch zu sein.
Manche der Sprüche haben mich durchaus zum Lachen gebracht, aber viele fand ich doch eher nichtssagend, da sie ohne den entsprechenden Zusammenhang nicht wirklich eingeordnet werden können.
Die Kapitelabschlüsse mit den Erziehungstipps und Interviews fand ich persönlich am interessantesten an diesem Buch, hätte ich aber eher in einem Erziehungsratgeber erwartet und nicht in einem Buch, das der Kategorie „Humor“ zugeordnet ist.
Wirklich anstrengend finde ich die erzwungenen, klischeegeladenen Übergänge zwischen den einzelnen Kinderzitaten, durch die das Buch auf das doppelte Volumen anwächst, ohne dadurch mehr auszusagen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anja

Rezensionen von Lilli33:

Jörg Maurer wagt viel, kann bei mir aber nicht punkten

Bei Föhn brummt selbst dem Tod der Schädel,2 Audio-CD, 2 MP3 von Jörg Maurer


Jörg Maurer wagt viel, kann bei mir aber nicht punkten

Inhalt:
Kommissar Hubertus Jennerwein wacht auf und traut seinen Augen nicht. Er befindet sich irgendwo im Nirgendwo, mit unbekannter Kleidung am Leib, und überhaupt der Leib: Das ist auch nicht sein eigener! Jennerwein hat keinen blassen Schimmer, wie er in diese Situation gekommen ist, setzt aber alles daran, aus ihr zu entkommen, zumal er plötzlich auch noch unter Mordverdacht steht.

Meine Meinung:
Bei vielen Büchern denke ich: Geniale Idee - schlecht umgesetzt. Bei dem neuesten Buch von Jörg Maurer ist es umgekehrt: grauenhafte Idee, gut umgesetzt - zumindest so gut, wie unter den Umständen möglich.

Ich kenne alle Vorgänger und habe die meisten wirklich geliebt, aber hier frage ich mich, was sich der Autor dabei gedacht hat. Dieser Band fällt dermaßen aus der Reihe und hat recht wenig von einem Alpenkrimi. Die Story lässt sich eher dem Genre Science-Fiction zuordnen. Aber eigentlich wollte ich doch einen Krimi lesen bzw. hören. Enttäuschung vorprogrammiert!

Jennerweins Bemühungen, aus seiner misslichen Lage herauszukommen, sind zwar nachvollziehbar, aber leider nicht besonders spannend. Und der Rest des Teams werkelt ein bisschen im Hintergrund. Ich fand das alles ziemlich hanebüchen.

Lichtblicke sind der gewohnte Wortwitz, der einem doch immer wieder ein Grinsen ins Gesicht zaubert und Jörg Maurers geniale Lesung. Hätte ich das Buch selbst lesen müssen, gäbe es noch einen Stern weniger.

Die Reihe:
1. Föhnlage
2. Hochsaison
3. Niedertracht
4. Oberwasser
5. Unterholz
6. Felsenfest
7. Der Tod greift nicht daneben
8. Schwindelfrei ist nur der Tod
9. Im Grab schaust du nacht oben
10. Am Abgrund lässt man gern den Vortritt
11. Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt
12. Am Tatort bleibt man ungern liegen
13. Den letzten Gang serviert der Tod
14. Bei Föhn brummt selbst dem Tod der Schädel

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33

Rezensionen von signalhill:

Einblicke in die Arbeitsbedingungen der chinesischen Billiglöhner

Im Reich der Schuhe von Spencer Wise

Spencer Wise weiß, wovon er in "Im Reich der Schuhe" spricht, hat er doch selbst auch in einer chinesischen Schuhfabrik gearbeitet. Der Roman hat sicher auch autobiographische Züge, aber er vermittelt mir ganz eindrücklich auch das Leben der einfachen Arbeiter, die dafür sorgen, dass wir unsere Mode günstig kaufen können.

Was das Buch in Form eines Romans vermittelt, hat man so oder ähnlich zwar schon oft gehört, aber am Schicksal von Ivy kann man es sich besser verinnerlichen und vorstellen.

Dabei geht es einmal um den jungen Alex Cohen, von Beruf Sohn und auch ein wenig Idealist, der durch seine Freundin Ivy Einblicke in die Situation der Arbeiter bekommt und vieles besser machen möchte als sein Vater, zum anderen ist hier Ivy, die auf der anderen Seite steht und für einen minimalen Lohn und schlimme Arbeitsbedingungen arbeiten muss. Dabei haben mich besonders die katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen der chinesischen Arbeiter interessiert.

Das Buch weist einige Anlaufschwierigkeiten auf, und auch das Cover lässt mich mit einem Fragezeichen zurück, denn es passt einfach gar nicht. Man denkt hier an eine Geschichte aus Indien o.ä., auch, wenn es natürlich recht hübsch ist. Dennoch wäre eine stimmige Illustration gut. Später fesselt es mich sehr, wie der Autor den Zusammenhang der großen Wirtschaftsmächte, der Politik Chinas und das Leid der Arbeiter in Zusammenhang stellt. Das Buch bietet spannende Einblicke, wenn man sich für die Wirtschaftsmacht China und die Bedingungen dort interessiert. Nur dann würde ich "Im Reich der Schuhe" wirklich empfehlen. Da ich selbst schon oft in China war, war dieses Buch genau das Richtige für mich.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill