Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Etwas zäh erzählt

Tod auf Madeira von Tomás Bento

Zum Inhalt:
Eigentlich will Krimi-Autorin Laura mit ihrer Freundin Britta nur Urlaub auf der schönen Insel Madeira machen, doch dann wird einer der Wanderer mit einem Allergie auslösendem Stoff ermordert. Der Kommissar Torres beginnt zu ermitteln und bald zeigt sich, dass Laura ihm dabei helfen kann.

Meine Meinung:
Das Setting der Insel hat mir gut gefallen, da bekommt man Lust sich auch mal die Insel anzuschauen. Den Fall und den Weg zur Aufklärung fand ich ein wenig zäh erzählt. Genau benennen kann ich dieses Gefühl nicht, aber irgendwie las sich das Buch insgesamt ein wenig dröge und dadurch zog sich das Buch etwas. Die Protagonisten, insbesondere Torres, fand ich schon eine interessante Figur, aber ein Protagonist kann kein ganzes Buch retten. Insgesamt war das Buch sicher nicht schlecht, aber eben auch kein großer Wurf.
Fazit:
Etwas zäh erzählt

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29

Rezensionen von ikatzhorse2005:

Ein tolles Buch über eine mutige, lebensbejahende Frau

Ein Meer aus Licht und Farben von Sylvia B. Lindström

Ein Meer aus Licht und Farben: Mein Neubeginn in Südschweden (Sehnsuchtsorte, Band 14) Sylvia B. Lindström Eden Books
Ich mag die Bücher dieser Reihe rund um die Sehnsuchtsorte aus dem Eden Books Verlag sehr gern. Es ist immer spannend den Blickwinkel auf ein unkonventionelles Leben und offene, andere Ansichten zu lenken.

Auch die Geschichte von Sylvia B. Lindström inspiriert zu mehr Farbe im Leben.
Der Leser darf eine mutige Frau ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten. Sylvia startet 1992 einen Neubeginn in Schweden, einem fremden Land, welches sie aus den Kinderbüchern von Astrid Lindgren kennt. Inspiriert von ihrem Kindheitstraum lässt sie, nach einer gescheiterten Beziehung, Deutschland hinter sich. Mit ihrem 3 jährigen Sohn Hauke im Gepäck wandert sie aus.
„Wir bleiben in Schweden, solange es uns dort gefällt“, sagte ich, und in diesem Sinne machten wir uns voller Unternehmungslust und Neugier auf den Weg. (S.28)
Die anfänglichen Euphorie muss den alltäglichen kleinen und großen Unwegsamkeiten und der blanken Realität Platz machen. Trotz dieser lokalen und behördlichen Hindernisse schafft es Sylvia ihre positive Lebenseinstellung und ihre optimistische Sichtweise beizubehalten. Mehr noch, nach dieser Ernüchterung, findet sie einen Ort, an dem sie glücklich sein kann und an dem ihr Sohn naturnah aufwachsen kann. Voller Tatendrang und Kreativität stürzt sie sich in ihr schwedisches Leben.
Neben der Lebensgeschichte erfährt man viel über Schweden und, die für Silvia liebgewordene Region Öland sowie die schwedische Mentalität, die Gewohnheiten und die Leute selbst. Die einzelnen Episoden haben mir sehr gut gefallen. Auch der Bezug und die Liebe zur Natur und den Pferden kommt nicht zu kurz.
Das Buch mit dem wunderbaren Titel und passenden Cover liest sich flott weg und hat mir richtig gut gefallen. Die lebensbejahende Grundstimmung und mutzusprechende Einstellung nehme ich für mich mit: Lebe deinen Traum, auch wenn dir so manches Hindernisse vor die Füße geworfen wird! Lächle und betrachte das Leben von seiner positiven Seite! Zufriedenheit und Kreativität helfen jeden Tag von seiner sonnigen Seite zu sehen. Das Leben ist bunt und noch etwas bunter in Schweden, dank der kleinen schwedischen Holzpferde. Danke liebe Sylvia für diesen Ausflug in ein Land unsere Kindheitsträume!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ikatzhorse2005

Rezensionen von Sago:

Per aspera ad astra

Partem. Wie die Liebe so kalt von Stefanie Neeb

Per aspera ad astra - dieses hoffnungsvolle Sprichwort habe ich einst schon in meinem Lateinbuch geliebt. Hier ist es ausgerechnet der Wahlspruch einer ebenso mysteriösen wie mystischen Organisation namens Partem, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Menschen ihre Liebe zu nehmen. Hierzu bedient sie sich äußerst verführerischer junger Menschen, die die Fähigkeit zum Entleeren besitzen.

Xenia dagegen hat eine ganz andere Begabung. Für sie allerdings eher ein Fluch: Wann immer sie einen Menschen berührt, hört sie Klänge, die dessen Seelenleben widerspegeln. Kein Wunder, dass sie selbst ihre engsten Freunde Felix und Liva kaum an sich heranlässt. Doch dann zieht eines Tages der geheimnisvolle, attraktive Jael in ihre Nachbarschaft. Und als sie ihn zufällig berührt, gibt es nur wohltuende Stille. Zudem ist Jael quasi wie einem Teenagertraum entsprungen, ebenso wie seine WG-Gefährten, unter ihnen auch die schöne Chrystal. Bald steht Xenias ganze Schule wegen der Neuankömmlinge Kopf und ausgerechnet Felix verguckt sich in Chrystal. Gleichzeitig aber häufen sich seltsame Begebenheiten wie übertriebene Streitigkeiten, verschwundene, eigentlich fast wertlose Gegenstände und Erinnerungslücken. Was geht hier nicht mit rechten Dingen zu?

Eigentlich mag ich Fantasy viel mehr als Romantasy und das Konzept, unnahbarer Schöner, der ausgerechnet für die Hauptprotagonistin erstmals etwas empfindet, geht für mich schon lange nicht mehr auf. Bei diesem Buch aber kann ich sagen: Hier hat es für mich trotzdem einmal voll ins Schwarze getroffen. Vielleicht sind es die vielen düsteren, manchmal sogar grausamen Aspekte der Story, bei der noch einiges bis zum folgenden Teil im Dunkeln bleibt. Auch wenn die Autorin Jael und seine Mitbewohner sogar offen mit den Cullens aus Twilight vergleicht, fehlt ihnen überwiegend das Weichgespülte der Cullens. Auch das Neuartige der Story mit den Entleerern, die fast ein Kreuzung aus Succubi und Vampiren sein könnten, fasziniert mich noch immer. Die Figurenzeichnung hat mir ebenfalls gefallen. Von Beginn an haben für mich alle Konturen gewonnen, so dass ich nicht in Gefahr war, die Entleerer zu verwechseln. Auch das Ambivalente, fast Gebrochene wie bei Jael oder auch zum Teil bei Rafael fand ich gut gelungen. Ich hoffe, die Autorin wird sich künftig häufiger dem fantastischen Genre widmen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sago

Rezensionen von C. P.:

Sehr viele veraltete Klischees und Stereotype, Details oftmals schwer erkennbar

Knights of Sidonia 1 von Tsutomu Nihei

Inhaltlich verschlägt es den Leser dieses elf Einzelbände umfassenden Sammelbands in eine weit entfernte Zukunft: Seit rund 1000 Jahren ist das Raumschiff Sidonia nun bereits unterwegs, seitdem die Erde beim Krieg gegen die Gauna zerstört wurde. Gemeinsam mit dem Jungen Nagate Tanikaze, der bisher unentdeckt mit seinem Großvater im Untergrund des Raumschiffes lebte, lernt man zunächst die Bewohner des Raumschiffes kennen, welche sich aus der ursprünglichen Menschheit entwickelt haben - bevor Nagate auch schon zu einem ersten Pflichteinsatz im Kampf gegen die Gauna einberufen wird.

Weltenschiffe und deren Bevölkerung sind ein faszinierendes Thema, entsprechend neuigierig war ich, wie der Autor sich die Menschheit hat entwickeln lassen. Tatsächlich hat er ein paar geniale Ideen eingearbeitet. Leider hat er diese mit bereits zum Zeitpunkt der Ersterscheinung schon völlig veralteten Rollenklischees vermischt. Gemeinsam mit einer actionlastigen Science Fiction-Dystopie erhält man also eifersüchtige Mädchen in zuckersüßen Miniröckchen, diverse Höschenblitzer und noch eine andere eindeutige Männerfantasien präsentiert, während die Männer in erster Linie an Ruhm und Ehre denken. Davon war ich sehr enttäuscht. Ebenso wurden Themen in der Gesellschaft vom Autor immer nur kurz angerissen, bevor es zum nächsten Kampfeinsatz ging, der leider meist so viel schwarz in den Panels enthielt, dass vieles gar nicht richtig erkennbar war. Durch das viele von Kampfszene zu Kampfszene springen empfand ich den roten Faden der Story eher wie eine handvoll kleiner roter Wollschnipsel. Informationen zu den Gauna, den mysteriösen Weltraummonstern, sowie zu Schicksal und Entwicklung der Menschheit erfährt man als Leser erst recht spät, entsprechend empfand ich einen Großteil des Sammelbandes wie eine überlange Einleitung. Erst zum Ende hin lässt sich allmählich eine stringent wirkende Handlung sowie ein vernünftiger Spannungsaufbau erkennen.
Bei mir konnte beim Lesen des Sammelbandes leider sehr lange Zeit keine Spannung aufkommen. Der Autor hangelt sich anfangs vielmehr von Kampf zu Kampf mit teilweise kaum erkennbaren Details in den Panels, bietet einen stark verpeilt wirkenden Hauptcharakter sowie jede Menge Klischee-Stereotype, welche bereits seit Jahrzehnten überholt sind und rückt erst zum Ende hin mit Hintergründen und Details heraus, welche langsam eine stringente Handlung sowie eine Spannungskurve ausbilden. Das Thema bietet definitiv Potential, leider reizt der Autor dies erst sehr spät aus. Manchen mögen meine Kritikpunkte vielleicht weniger stören, daher empfehle ich jedem, sich ein eigenes Bild von dem Manga zu machen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Rezensionen von C. P.:

Paparazzi und Morde im Rom der 1960er

Imperator von Kai Meyer; Lisanne Surborg

Rom, 1965: Die junge Londonerin Anna möchte den Mord an ihrer Mutter aufklären. Zwar wurde ihr Vater dafür verurteilt, allerdings nur aufgrund von Indizien. Anna will nun endlich die Wahrheit erfahren - Hilfe bekommt sie von ihrem italienischen Onkel und dessen Paparazzi-Kollegen. Noch ahnt sie nicht, dass ihr Weg sich schon bald mit dem von Gennaro Palladino kreuzen wird, einem skrupellosen Privatdetektiv, der den Mord an einem Künstler aufklären soll.

Währenddessen ziehen im Hintergrund die Imperatoren die Fäden, eine Gruppe von Personen, die nur darauf wartet, in Rom wieder die Machtverhältnisse wie zu alten Kaiserzeiten einzuführen.
Anna gefiel mir als Person, sie ist mutig, clever und liebt es zu fotografieren. Privatdetektiv Gennaro hingegen ist ein Charakter, der mir zwar nicht sympathisch wurde, dennoch seinen gewissen Reiz hatte. Die Atmosphäre des damaligen Rom, insbesondere die Welt der Stars und Sternchen, ist überzeugend bildhaft und abwechslungsreich dargestellt - so manches Detail oder frühere Schauspieler lassen alles recht realistisch wirken. Die Ermittlungen der beiden sind abwechslungsreich, wenn auch mit einigen Längen. Ebenso war mir der Prolog zu lang gehalten, zumal dieser kaum wichtige Details oder Spannung bot - den hätte man inhaltlich als Rückblende erwähnen oder einfach weglassen können, damit es schneller spannend wird.
Sehr gefallen hat mir bei diesem Buch die Atmosphäre des damaligen Rom, in welche ich gerne eingetaucht bin, wobei ein paar mehr Details das Bild lebendiger gemacht hätten. Die Handlungsstränge um Anna und Gennaro waren unterhaltsam, aber mir hat hier und da das gewisse Etwas gefehlt um sagen zu können „ja, das ist spannend so“. Vor allem die rätselhaften Imperatoren blieben recht blass, was es genau mit ihnen auf sich hat war zum Ende hin nicht klar. Ebenfalls ließ mich Annas Nachforschung über den Tod ihrer Mutter am Ende etwas enttäuscht zurück. Da das Buch als Auftakt einer Serie beworben wird hoffe ich, dass dann so manche Themen etwas mehr vertieft werden. So blieb mir einiges zu oberflächlich, zu vieles am Schluss ungeklärt, unter anderem auch der Mystery-Anteil. Unterhaltsam ist es auf jeden Fall, spannend eben mit einigen Längen und offen bleibenden Fragen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Rezensionen von C. P.:

Kriege der Vergangenheit

Das Erbe der Macht - Band 28: Sigilmagie von Andreas Suchanek

Auf der Suche nach Jens zweitem Seelensplitter in Zeit und Raum verschlägt es die Zeitreisenden rund um Alex mitten in den einstigen Hexenholzkrieg. Während ihres Abenteuers gelangen sie an Informationen, welche für den Kampf gegen Merlin in der Gegenwart hilfreich sein könnten. Letzterer taucht indessen überraschend in Dark London auf, Morganas langsam zerfallendes Splitterreich.

Auch hier müssen Morgana und ihre Gäste zunächst einigen Gefahren trotzen, bevor überraschende Geheimnisse die Weichen für die Zukunft neu stellen. Ob pro oder contra Merlin bleibt abzuwarten.
Ein durchaus spannender Band der Urban Fantasy serie. So, wie die Einzelteile von Jens Seele eingesammelt werden, finden die Gegner Merlins nach und nach einzelne Puzzlestücke, welche in ihrem Kampf gegen den mächtigen Feidn hilfreich sein könnten. Durch die beiden sich abwechselnden Handlungsstränge bleibt es spannend, zudem wird die Folge von so manchen Emotionen und Überraschungen bereichert. Sehr genial!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Rezensionen von C. P.:

Das tierliebe Vampirmädchen erlebt weitere Abenteuer

Mirella Manusch - Achtung, hier kommt Frau Eule! von Anne Barns; Christin-Marie Below

Erneut erlebt das sympathische Vampirmädchen interessante Abenteuer gemeinsam mit ihrem sprechenden Kater Sir Lancelot sowie der besten Freundin Klara. Ihre Tierliebe führt dazu, dass die Mädchen einer kranken Eule bei ihren Sehproblemen helfen wollen. Ebenso wollen sie aufklären, wer seit kurzem Tiere mit Farbe einsprüht.

Der zweite Band kommt nicht ganz an den ersten Band heran, es gibt einige Längen und bei so manchem Detail fragte ich mich, ob das für die jungen Leser/innen wirklich relevant ist wie z. B. der mehrfache Hinweis, dass sie etwas aus Quark-Öl-Teig (!) backen wollen. Welches Kind interessiert die Teigsorte? Ebenso wunderte ich mich, dass der Vater als Tierarzt nicht wusste, dass den meisten Tieren Nacktschnecken als Futter nicht schmecken. Mirellas Rettungs- und Erziehungsversuche an den Tieren kamen mir zum Teil etwas fragwürdig vor, wobei die titelgebende Eule nur einen kleinen Part einnimmt. Ansonsten werden die Themen Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Vertrauen diesmal etwas stärker behandelt. Stilistisch ist das Buch leicht umgangssprachlich gehalten, was die Dialoge etwas lockerer wirken lässt. Spannungstechnisch hat mir diesmal leider einiges gefehlt. (3,5/5)

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Rezensionen von C. P.:

Maritime Spannung für junge Abenteurer

Rick Nautilus - SOS aus der Tiefe von Ulf Blanck

Rick Nautilus ist wie seine Eltern begeisterter Forscher und Entdecker. Gemeinsam mit seinen Freunden Ava und Emilio bereist er in seinem U-Boot die Weltmeere und erlebt mit ihnen spannende Abenteuer. Als sie eine Flaschenpost mit einem Hilferuf darin entdecken, führt die Neugier sie hinab bis auf den Meeresgrund, wo ihnen eine gewaltige Überraschung bevorsteht.

Am liebsten möchte man sich den drei Freunden bei ihren Abenteuern anschließen! Rick ist ein echter Nachfahre des berühmten Kapitäns Nemo, Ava eine clevere Ozeanerin mit besonderen Fähigkeiten und Emilio der Sohn von Piraten mit einem aussergewöhnlichen Säbel am Gürtel. Gemeinsam bilden sie ein klasse Team, welches sich sehr gut ergänzt. Und auch die Nautilus, das U-Boot in Fischform, wirkt sehr durchdacht und lässt sich im Anhang einmal komplett von innen betrachten.
Neben dem spannenden Abenteuer mit seinen Rätseln, Gefahren und überraschenden Wendungen sind es vor allem die vielen liebevollen Details in Wort und Bild, welche das Buch zu etwas Besonderem machen. Sehr viele wirklich genial gezeichnete Bilder (von Timo Grubing) im Buch lassen dem Leser sich viele Szenen sehr gut vorstellen, vor allem die dynamischen Bildfolgen, welche fast schon wie ein kleiner Film wirken, haben es mir hierbei angetan.
Mit „SOS aus der Tiefe“ ist dem Autor ein spannender und abwechslungsreicher Start einer Reihe von Meeres-Abenteuern mit drei aussergewöhnlichen Freunden gelungen, der auch optisch so einiges zu bieten hat und dem hoffentlich weitere ebenso geniale Abenteuer folgen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von C. P.

Rezensionen von Meli:

Aus den Augen, aus dem Sinn und der Wunsch, dass sich jemand erinnert

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue von V. E. Schwab

Addies Pakt mit dem Teufel ist jetzt schon dreihundert Jahre her. Seit dreihundert Jahren hat sie jeder vergessen, sobald sie außer Sicht ist, ganz egal, wie oft sie sich schon getroffen haben und wie viel Zeit sie miteinander verbracht haben. Sie hat kaum Besitz, keine Freunde, keine Bekannten und kann keine Spuren hinterlassen, aber sie sucht schon immer nach Wegen, ihren Fluch zu umgehen, indem sie Künstler inspiriert, in deren Werken man sie finden kann.

Dass man sie immer vergisst, verstärkt in ihr den Wunsch, dass man sich an sie erinnert, und wenn sie nur eine unbekannte Frau auf einem Gemälde ist.

Ich fand Addie wirklich sehr sympathisch und konnte ihr Sehnen nach Normalität, Freundschaften und Besitztümern wirklich gut spüren. Auch ihre regelmäßigen Verluste und wie sie nach all diesen Jahren immer noch darunter leidet, immer und immer wieder vergessen zu werden, hat mir immer wieder das Herz gebrochen.

Dann trifft sie Henry, der sie nicht vergisst und das allein macht ihn ja schon unglaublich faszinierend. Wenn man so wenig Auswahl hat wie Addie, hat man dann überhaupt wirklich eine Wahl? Wie könnte sie nicht Zeit mit dem einzigen Menschen verbringen wollen, der sie nicht sofort vergisst, sobald sie kurz weg ist? Trotzdem ist ihre Beziehung mit Henry nicht einfach, weil seine Freunde sie weiterhin vergessen, weil sie immer noch kein normales Leben führen kann und weil Henry auch eigene Geheimnisse hat.

Es gibt noch eine Konstante in ihrem Leben: Das Wesen, mit dem sie den Pakt einging. Natürlich kann er sich durchaus an Addie erinnern und macht ihr das Leben so schwer, damit sie aufgibt und ihm ihre Seele überlässt. Einerseits hasst Addie ihn, für das, was er sich durchleiden lässt, aber andererseits bedeutet es ihr auch viel, dass er sich an sie erinnern kann, so sehr sie sich selbst dafür hasst. Das komplizierte Verhältnis der beiden war für mich einer der interessantesten und spannendsten Aspekte in diesem Buch.

Es gibt auch viele verschiedene Szenen aus den letzten dreihundert Jahren von Addies Leben, die mir alle sehr gut gefallen haben. Addie ist da immer eine alleinstehende, fremde Frau und ohne besonders viele Rechte und ohne viele Möglichkeiten, sodass sie es besonders schwer hatte. Das macht das Buch gewissermaßen auch zu historischer Fiktion.

Fazit
"Das unsichtbare Leben der Addie Larue" hat mir wirklich gut gefallen. Ich mochte die Einblicke in Addies langes Leben und wie sie lernte, damit umzugehen, immer wieder vergessen zu werden. Auch ihre komplizierten Beziehungen fand ich wirklich faszinierend und gelungen dargestellt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Meli

Rezensionen von Lesemama:

Kindermund tut Wahrheit kund

Das Faultier bewegt sich wie Opa von Eva Dignös; Katja Schnitzler

Zum Buch:
Die Autorinnen sind bei der Süddeutschen Zeitung und haben dort eine Rubrik mit Kindern, wenn ich das richtig verstanden habe.
In dem Buch sind jedenfalls Stilblüten in mehreren Kategorien gesammelt.

Meine Meinung:
Kindermund tut Wahrheit kund, oder Kinder und Betrunkene sagen immer die Wahrheit (ob man sie nun hören mag oder nicht).

In dem Buch sind Weisheiten der Kindern gesammelt, die jeder, der Kinder kennt auch zu vermelden hat. Bei uns wurde auch schon der Tipp gegeben: Ironier ih doch einfach. Ignorieren kann schließlich keiner.
Teilweise sind die Sprüche ganz lustig, aber das Buch konnte ich unmöglich an einem Stück lesen, sonst wäre ich total genervt gewesen.
Jedes Kapitel hat eine Einleitung, wie man sich es gerne wünscht und dann kommen die Sprüche, die oftmals nicht unbedingt schmeicheln. Am Ende kommt noch ein Infokasten, was alles zur Entwicklung gehört.
Wie bei solchen Sammelwerken normal sind welche dabei, da musste ich echt lachen und welche, die entlocken nicht mal ein schmunzeln.
Für mich fällt das Buch in die Kategorie, es wurde nur geschrieben, damit wir Eltern sehen, wir sind nicht alleine ...

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama