Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lealein1906:
Mitten drin in der Baustelle
Meine Schiebebahn-Pappe: Fahr mit auf der Baustelle
Ich liebe Kinderbücher, die neben Text und Bild auch ein Mitmachelement haben. Da fühlen sich die Kinder gleich viel mehr mit dem Buch verbunden. Bei diesem Buch können die Kinder die Baustellenfahrzeuge über die Seiten bewegen. Schon auf dem Cover kann man das ausgiebig ausprobieren. Baustelle ist ja sowieso ein tolles Thema für Kinder, weil es da so viel zu entdecken gibt - und nebenbei lernen die Kinder auch noch viel.
Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet, mit schönen Details, sodass es viel zu gucken gibt. Die Zeichnungen haben uns wirklich gut gefallen. Auf jeder Doppelseite gibt es nur einen kurzen Text. Da das Buch ab 0 Jahre ist, ist das auch genau die richtige Menge. Und trotzdem sind alle wichtigen Dinge, zum Beispiel die Bezichnungen für die Fahrzeuge, erklärt. Außerdem werden die Kinder direkt angesprochen, das hat mir auch gefallen.
Als Buch für kleine Entdecker ist es also genau das richtige, es ist eher ein Spielbuch, als ein Lesebuch, für die Kleineren also perfekt, um sie an Bücher heranzuführen.
Rezensionen von Birgit Hedemann:
Digitaler Wahnsinn
Instagrammatik von Johannes Schröder
Dies war meine erste Begegnung mit Herrn Schröder und sie hat mich so gefesselt, dass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen musste.
An der Schule von Herrn Schröder hat die Digitalisierung Einzug gehalten. In Zeiten von Corona kam keine Schule daran vorbei. An der Helene-Fischer-Gesamtschule hält noch dazu eine neue Schulleiterin Einzug, die fest gewillt ist, dass ihre neue Schule den Wettbewerb um die Goldene Webcam gewinnt.
So wird die Schule kurzerhand von Grund auf digitalisiert. Die Türen sind nur noch mit einem Chip zu öffnen, die Kaffeeküche wird zur Aromaecke und die Türen zum Lehrerzimmer verschwinden gänzlich. Doch die Schulleiterin hat die Rechnung ohne die Schüler gemacht, die sich blitzschnell in das System einhacken und z.B. den Stundenplan nach ihren Wünschen umgestalten. Doch dann deckt ein Schüler merkwürdige Machenschaften auf, soll daraufhin von der Schule suspendiert werden und findet sich kurz darauf zusammen mit Schrödi in einem Krimi wieder.
Obwohl der Inhalt des Buches herrlich absurd ist (hoffe ich doch!), hat er doch einen gewissen Kern der Wahrheit. Wer kennt sie nicht, die Kinder und Jugendlichen, die sich im digitalen Wahnsinn besser zurechtfinden als im Supermarkt? Diejenigen Leser, die sich auf der gleichen Altersstufe wie Schrödi befinden, werden mit Sicherheit seine Probleme teilen. Für mich gab es da auf jeden Fall ein hohes Identifikationspotential!
Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Der Schreibstil ist locker, flockig und sehr humorvoll. Auch die Jugendsprache darf natürlich nicht fehlen. Zwischendurch gab es immer wieder den Chatverlauf der chattenden Jugendlichen, der das Ganze zusätzlich gewürzt hat. Und da geht es wie im wahren Leben: entweder googelt man den Ausdruck heimlich oder man hört/ liest drüber hinweg. Wer einfach mal abschalten will und sich köstlich amüsieren will, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen!
Rezensionen von froschman:
Schweizer Thriller
Waldeskälte von Martin Krüger
Valeria Ravelli, Leutnant der Interpol, kehrt nach 21 Jahren in das kleine Bergdorf Eigerstal zurück. Sie war vor ihrer Vergangenheit geflohen, da sie als 14-jährige mit ihren beiden besten Freundinnen Sophie und Stephanie entführt wurde. Sie überlebte als einzige, kann sich aber an nichts mehr erinnern.
Doch jetzt ist ein weiteres Mädchen im gleichen Alter entführt worden. Valeria will den oder die Täter finden und unschädlich machen, dafür nimmt sie sich von der Interpol frei und unterstützt die örtliche Kantonspolizei, die wegen der Einmischung von Interpol nicht gerade erfreut ist. Sie ist davon überzeugt, dass die Entführung von Einheimischen durchgeführt wurde, doch in der verschworenen Dorfgemeinschaft will niemand etwas aussagen.
Mit diesem Thriller ist es Martin Krüger gelungen, ein spannendes Umfeld zu erzeugen, sodass man das Buch kaum zur Seite legen kann. Mit der Hauptprotagonistin Ravelli hat er eine Ermittlerin geschaffen, die langsam aber sicher wieder in Erinnerungen eintauchen kann. Spannend beschrieben.
Das Cover mit der düsteren Gebirgslandschaft ist ebenfalls gut gelungen, es lädt zum Zugreifen ein.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Evies Superkraft
Evie und die Macht der Tiere von Haig Matt- Gravett Emily
Evie hat ein Herz für Tiere und nicht nur das, sie kann sie auch verstehen. Ihre Superkraft.
Als sie das Schulkaninchen rettet muss sie ihrem Papa versprechen, wa nicht nochmal zu tun. Zu groß ist die Angst, das Evies Talent erkannt wird und in falsche Hände gerät.
Ein ganz besonderes Buch, eben typisch Matt Haig.
Er hat einen so schönen Schriebstil, so philosophisch und wunderschön. Nicht gerade einfach, aber die Kinderbücher sind nicht nur für Kinder sehr schön zu lesen.
Das Cover ist mir in gelb ein wenig zu aggressiv, aber Evie und ihre Tiere, die sie verstehen kann, sind gur getroffen. Allerdings mag ich die Illustrationen nicht so gerne, sie sind mit zu kantig. Aber es passt gut zum Gelesenen.
Die Geschichte ist spannend, regt zum Nachdenken an und ist trotzdem sehr unterhaltsam. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, die Story fließt sehr gut und ist sehr angenehm zu lesen.
Matt Haigs Kinderbuch ist für jeden eine wunderbare Unterhaltung, egal welchen Alters.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Alte Mythen neu erzählt
Der Sohn des Odysseus von Annika Thor
Der größte Wunsch von Telemachos ist seinen Vater kennenzulernen, sein Vater ist niemand geringeres als Odysseus.
Der Trojanische Krieg ist vorbei und trotzdem kommt er nicht zurück, aber dafür erreichen seine Abenteuer Ithakka ...
Ich liebe alles über Götter, ob die nordischen, die griechischen oder das römischen.
Hauptsache Götter und ihre Sagen. Wobei ich eher einen Hang zu den griechischen habe.
Das Cover, die ganze Aufmachung des Buches, ist sehr ansprechend und hochwertig. Auch die Illustrationen finde ich sehr ansprechend.
Der Schreibstil ist gut zu lesen, die Idee, die Götterspeise moderner zu erzählen ist zwar nicht neu, aber sehr gut umgesetzt. So bleibt doch einiges, was in der altmodischen Sprache eher in Vergessenheit gerät, besser hängen. Ich kenne die Sagen zwar fast alle, aber habe mich trotzdem oder gerade deshalb sehr gut unterhalten gefühlt.
Eine abenteuerliche, spannende Art mit den Göttern bekannt zu werden. Ich hatte jedenfalls sehr viel Lesefreude.
Rezensionen von Lilli33:
Fesselnder Genre-Mix
Der Tod und das dunkle Meer von Stuart Turton
Fesselnder Genre-Mix
Inhalt:
1634. Die Saardam ist mit wertvollen Gütern beladen auf dem Weg von Batavia nach Amsterdam. Der Generalgouverneur Jan Haan erwartet in der holländischen Heimat mit Ruhm und Ehre überhäuft zu werden. Mit an Bord sind seine Frau Sara Wessel und ihre Tochter Lia sowie deren Freundin Ceesjie.
Samuel Pipps, ein berühmter Meisterdetektiv, ist ebenfalls auf dem Schiff, allerdings eingekerkert, denn ihm wird ein schweres Verbrechen vorgeworfen. Das Schiff scheint verflucht, und Samuels Freund Arent tut sich mit Sara Wessel zusammen, um die mysteriösen Vorkommnisse an Bord aufzuklären.
Meine Meinung:
Stuart Turton konnte mich mit seinem lebendigen Schreibstil von der ersten Seite an packen. Vor meinem inneren Auge sprang sofort das Kopfkino an und die Saardam erschien durch bildgewaltige Beschreibungen auf der Leinwand. Auf ihr tummelten sich allerlei zwielichtige Gestalten, machtgierige Adlige, habgierige Emporkömmlinge, eiskalte Musketiere sowie Matrosen, denen kein Verbrechen fremd ist. Daneben gibt es nur sehr wenige rechtschaffene Charaktere, die es hier mit einer Übermacht an Bösem aufnehmen müssen, denen man aber gerne durch die Geschichte folgt.
Vom Verlag als Kriminalroman ausgewiesen, steckt so viel mehr in dieser Story: Historisches, Mystisches, Romantisches und Phantastisches, wobei der Autor nach seinen eigenen Worten historische Fakten durchaus einmal zugunsten der Handlung gebeugt hat. Man darf hier also nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Der Zeitgeist wurde trotzdem gut eingefangen. Man würde sich beim Lesen am liebsten die Nase zuhalten, um den beschriebenen Gestank auf dem Schiff besser zu ertragen. Die Willkür der Mächtigen, die geringe Wertschätzung eines Lebens sowie der Aberglaube, die in jener Zeit herrschten, kommen deutlich zum Ausdruck. So darf man sich nicht wundern, dass wir es hier mit einer Unmenge von Getöteten zu tun bekommen, und man darf dabei keineswegs zimperlich sein.
Mir gefielen vor allem die Ermittlungen, die eines Sherlock Holmes würdig sind. Kleinste Hinweise werden wie ein Puzzle nach und nach zur Lösung des Falles zusammengefügt. Dabei ist lange Zeit nicht klar, ob hier wirklich der Teufel seine Hand im Spiel hat oder ob am Ende vielleicht alles natürlich erklärt werden kann. Ich war für beide Ausgänge offen und fand daher die Auflösung absolut befriedigend.
Einige Szenen hätte man noch etwas straffen können, aber im Großen und Ganzen hat mich „Der Tod und das dunkle Meer“ sehr gefesselt.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Großartiger Humor
Flora Salmanteri und die Mini-Piraten Band 1 von Noora Kunnas
Mikko und Lilli müssen die Ferien bei ihrem Onkel Jin verbringen, dem Onkel, der keine Kinder mag. Da lernen sie zum Glück die Nachbarin Flora Salmanteri kennen, die kleine Piraten mit ihrem 3DDrucker macht. Als die beiden Kinder versehentlich eine Flüssigkeit auskippen erwachen die Mini-Piraten zum Leben und sorgen für ein großes Chaos.
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Flora ist toll , so eine Oma braucht jedes Kind, eigentlich. Eltern sind da sicher anderer Meinung.
Die Geschichte ist sehr humorvoll geschrieben, es ist sehr abenteuerlich und auch spannend. Abundzu kommt noch eine Illustration, die das Gelesene sehr gut unterstützt. Die Charaktere sind abwechslungsreich und sehr liebenswert. Das Buch ist in kurze Kapitel eingeteilt und eignet sich sehr gut zum Vorlesen und auch zum selberlesen ab Ende Klasse zwei. Wir hatten jedenfalls sehr viel Lesefreude und Spaß beim Lesen und haben es sehr genossen, Flora, Mikko und Lilli zu begleiten.
Rezensionen von April1985 :
Spielerisch eine Morgenroutine erlernen
Dreh hin - Dreh her 2: Aufgewacht, kleiner Bär! von Sylvia Tress
Da meine 2-jährige Tochter bald im Kindergarten anfangen soll, dachte ich mir, dass 'Aufgewacht kleiner Bär' das perfekte Buch zur Vorbereitung darauf wäre. Denn auch der kleine Bär geht ihn den Kindergarten. Vom Aufstehen, übers Zähneputzen, Anziehen und Frühstücken werden die täglichen Morgenrituale wirklich zuckersüß bebildert dargestellt.
Der Clou dabei ist, dass die Kinder nicht nur die tollen Bilder bestaunen können, sondern auch aktiv beim Tagesablauf mitmachen können. Auf den Doppelseiten befindet sich jeweils eine Drehscheibe an deren Seite eine Schlaufe angebracht ist. Zieht man an dem weißen Bändchen ändert sich das Bild. Wirklich witzig und meiner Tochter gefällt es. Wie stabil das ganze Drehsystem tatsächlich ist, ist allerdings noch nicht ausreichend von uns getestet. Meine Kleine geht nicht gerade vorsichtig mit ihren Spielsachen und Büchern um und gerade Karton‐ bzw. Pappbilderbücher werfen häufig Opfer von Zerstörung bei uns. Bislang hält das Buch der Spielwut von Töchterchen stand, was wiederum für die tolle Qualität der Mitmachbücher aus dem Esslinger-Verlag spricht. Es wird also mit Sicherheit nicht unser letztes sein.
Fazit
Und wieder haben meine Tochter und ich ein zauberhaftes Mitmachbuch entdeckt. Dieses Mal geht's um das Erlernen einer Morgenroutine abgestimmt auf das Kindergartenalter. Meine Tochter liebt es die Scheiben zu drehen und den kleinen Bären in der Früh für den Kindergarten fertig zu machen. Es wird nicht unser letztes Mitmachbuch sein.
Rezensionen von Lerchie:
Wie kam der Tote neben Louise?
Neben wem du erwachst von Gytha Lodge
Dass Louise am Morgen einen Kater hat ist nicht neu, das hat sie öfter, sie kennt dieses Gefühl also. Doch an diesem Morgen ist es besonders schlimm, denn ihr fehlt die Erinnerung an den vergangen Abend und die Nacht. Sie dreht sich zu ihrem Mann um, doch neben ihr liegt ein Fremder. Und dieser Fremde ist tot.
Sie weiß nicht ob sie es war, die ihn ermordet hat. Der Fall ist brillant gestrickt, hat viele unerwartete Wendungen. Ein neuer Pageturme von Gytha Lodge.
Meine Meinung
Als ich dieses Buch von Gytha Lodge fand, fiel mir gleich ein, dass ich bereits zwei Bücher von ihr gelesen habe die mir sehr gut gefallen hatten. So auch dieses. Denn durch den unkomplizierten Schreibstil der Autorin, der keine Unklarheiten im Text zuließ, wurde mein Lesefluss nicht gestört, ich konnte das Buch leicht und flüssig lesen. In der Geschichte war ich schnell drinnen und konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. In Louise, die neben einem Toten aufwacht und sich fragen muss, ob sie es war, die ihn getötet hat. Oder wer es sonst gewesen sein könnte. Naill, ihren Mann, mochte ich gar nicht. Aber auch gegenüber ihrer Freundin blieb ich misstrauisch. Das Buch ist so geschrieben, dass es schwer fällt, einen wirklich Verdächtigen zu finden. Immer wieder wurde mir klar, der oder auch die war es doch nicht. Als am Ende schließlich feststand, wer der Mörder war, fiel mir auch, dass ich den gar nicht auf dem Schirm gehabt hatte. Man sieht, es ist ein wirklich spannendes Buch, das mir gut gefallen, mich gefesselt und außerdem gut unterhalten hat. Und wieder kann ich dafür eine Leseempfehlung aussprechen sowie die volle Bewertungszahl vergeben.
Rezensionen von Petra Sch.:
Gustav, sein Opa und Charles erleben das größte Abenteuer ihres Lebens...
Das Universum ist verdammt groß und supermystisch von Lisa Krusche
Gustavs Mutter hat einen neuen Mann in ihrem Leben, mit dem sie auf Urlaub fahren will.
Gustav will "den Mann" jedoch nicht, denn er wird seine Mutter genauso verlassen und traurig machen, wie die vorigen Männer - deshalb spricht er nicht mehr, bis "der Mann" weg ist.
Eines Tages lernt er Charles kennen, die selbstbewusst, extrovertiert und redefreudig ist - und sie beschließt, dass Gustav seinen Vater, über den er nichts weiß, suchen soll.
Denn das Universum ist verdammt groß und supermystisch und hilft einem, wenn man selbst daran glaubt.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist gefällig und aufgrund der einfachen, kurzen Sätze leicht zu lesen. Durch die Schreibweise aus Sicht von Gustav in ich-Form kann man sich noch besser in ihn hineinversetzen und man leidet mit ihm mit. Denn seine Mutter ist ständig traurig, auch weil sie immer wieder von Männern verlassen wurde, dadurch wird Gustav, der kaum Freunde hat, auch traurig. Er sammelt lauter kleine Dinge und schreibt Listen, wer alles sein Vater sein könnte. Seinen Großvater - den Vater seiner Mutter - muss er immer alleine im Altenheim besuchen und eigentlich schweigen sich die beiden dann auch nur an. Und vor allem sagt ihm keiner, wer sein Vater ist, den er doch so gerne kennenlernen will.
Bis er eben eines Tages Charles kennenlernt, die ihn trotz seines Schweigens toll findet. Und seine Wasserpflanze namens Agatha.
Charles ist ein aufgewecktes, schlaues und wissbegieriges Mädchen, das an die Hilfe des Universums glaubt. Und weise, denn sie sagt zu Gustav: "Wenn einem etwas auf der Seele lastet, sollte man es sagen. Wenn einem etwas wichtig ist, sollte man dafür einstehen. Wenn man etwas nicht will, sollte man laut und deutlich 'Nein' sagen. Und wenn man brennende Fragen hat, sollte man sie stellen, und wenn man keine Antwort bekommt, muss man danach suchen."
Das war auch einer meiner Kritikpunkte - dass seine Mutter und sein Großvater ihm nicht verraten wollten, wer sein Vater ist. Dabei gab es dafür gar keinen Grund! Das machte mich wirklich wütend. Und traurig.
Ebenso, dass seine Mutter ihm erlaubt hat, mit der Familie seiner neuen Freundin, die er erst seit kurzem kennt, und seine Mutter gar nicht, auf Urlaub zu fahren. Nur, damit sie ihren eigenen Urlaub mit dem aktuellen Freund genießen kann. Zu dem sie Gustav übrigens nicht mitgenommen haben.
Gustav spricht in Gedanken mit seiner Wasserpflanze Agatha, was witzig zu lesen ist, obwohl es traurig ist.
Und Charles will unbedingt den Stofftier-Kraken, nennt ihn Vida und schleppt ihn überallhin mit, so wie Gustav seine Agatha.
Gustav hat Glück, Charles kennengelernt zu haben, denn sie stellt die Fragen, die sich Gustav nicht zu stellen wagt. So erfährt er, dass sein Opa weiß, wer sein Vater ist.
Und so fragen sie sich immer weiter und erfahren Schnipsel für Schnipsel immer mehr Infos für den Weg zu seinem Vater.
Übrigens ist es auch Charles, die Gustavs Opa mobilisiert, sich mit auf die Suche zu machen (sie brauchen ja immerhin einen Fahrer) und außerdem will Gustavs Opa sowieso noch einmal etwas erleben, bevor er in dem Altersheim versauert.
Und so wird es eine abenteuerliche Reise durch Polen in die Slowakei, danach nach Ungarn, und schlussendlich durch Rumänien nach Istanbul. Sie lernen jede Menge Leute auf ihrer Reise kennen - viele gute, aber auch einen schlechten.
Dass Kinderbücher Happy-Ends haben, ist üblich. Hier ist das Happy-End aber melancholisch und anders als erwartet.
Für mich beinhaltet dieses Kinderbuch viele wichtige Themen: Familie, Alleinerziehende, neue Partner eines Elternteils; Freundschaft; Hilfsbereitschaft; Mut und Lebensfreude. Für mich ist dies für ein Kinderbuch aber etwas zu bedrückend und traurig rübergebracht.
"Kann es sein, dass das Universum meistens ganz anders antwortet, als man es gedacht hätte?" - "Klar, du kannst nur deine Fragen stellen und offen sein. Dann kommen Antworten, aber was für welche, kannst du nicht entscheiden. Das ist das Universum, es ist verdammt groß und supermystisch."
Fazit:
Ein erlebnisreicher Roadtrip mit vielen Abenteuern, einer humorvollen Charles, aber leider auch sehr melancholisch und traurig.











