Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Birgit Hedemann:
Von Romantik keine Spur
Die letzten Romantiker von Conklin Tara
Das Buch „Die letzten Romantiker“ von Tara Conklin lässt sich nur schwer einordnen. Ist es eine Familiengeschichte oder doch eher eine Liebesgeschichte?
Das Buch beginnt im Jahre 2079, als die hochbetagte (sie ist bereits über 100 Jahre al) Fiona Skinner ihre letzte Lesung hält. Bei dem anschließenden Gespräch wird sie von einer jungen Frau mit Namen Luna auf ein Gedicht angesprochen, das Fiona vor vielen Jahre geschrieben hat, und das ebenfalls von einer Luna handelt.
Die junge Frau möchte nun gerne wissen, wer die Luna im Gedicht war. Und hier beginnt die eigentliche Geschichte.
Im Fortlaufenden erzählt Fiona Skinner nun ihre Lebensgeschichte, die eng verflochten war mit den Lebensgeschichten ihrer drei Geschwister. Prägend war, dass der Vater 34jährig plötzlich von einem Tag auf den anderen verstorben ist. Die Mutter Noni stand unter Schock und verfiel in eine tiefe Depression, in der sie sich nicht um ihre vier Kinder Renee (11), Caroline (8), Joe (7) und Fiona (4) kümmern konnte. Die Kinder waren komplett auf sich allein gestellt. Renee kümmerte sich um den Haushalt und um die Erziehung ihrer Geschwister. Die „große Pause“, wie sie die Depression ihrer Mutter nennen, dauert drei Jahre. Als sie beendet ist, startet die Mutter neu durch und hat sich zwischenzeitlich stark verändert. Nicht nur die Mutter macht einen Neustart, auch ihre vier Kinder. Wie sehr sie doch durch die große Pause geprägt wurden, merken sie erst, als noch ein schrecklicher Unglücksfall passiert, der in Zusammenhang mit einer gewissen Luna steht.
Ich fand das Cover sehr ansprechend. Ein wenig geheimnisvoll und auch die Farben passen gut zum Thema „Depression“. Ebenso hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Sie zeichnet Bilder, ohne schon abgelutschte Begriffe zu verwenden. Etwas irritiert hat mich die Erzählperspektive. Gut gefallen hat mir dabei die Ich-Erzählerin Fiona, nicht gefallen hat mir, wenn Fiona aus der Sicht ihrer Geschwister erzählt. Da passt etwas nicht. Einerseits hatten sie jahrelang keinen Kontakt, andererseits weiß Fiona genau, was sie gedacht und gefühlt haben? Und auch die Rahmenhandlung finde ich leider nicht ganz stimmig. Mit 102 Jahren noch eine Lesung zu halten, erscheint mir gerade eben noch möglich. Aber dann die gesamte Familiengeschichte zu erzählen, die 400 Seiten füllt? Wer schafft das? Und wer soll sich das anhören? Schade eigentlich, denn „die große Pause“ hat mir sehr gut gefallen.
Fazit: Ein Buch mit Längen und inhaltlich nicht ganz stimmig, deswegen leider nur 3 Sterne.
Rezensionen von yellowdog:
Das Leben von Marco Carrera
Der Kolibri von Sandro Veronesi
Der Roman Der Kolibri erzählt in nicht chronologischer Reihenfolge das gesamte Leben eines Mannes.
Der Florenzer Marco Carrera hatte als ein Kind eine Wachstumstörung, weswegen seine Mutter ihn aufgrund der geringen Größe und Feingliedrigkeit Kolibri nannte.
Mit einer Hormonhandlung wurde er geheilt und wurde später Augenarzt.
Die Liebe zu Luisa ist ein wichtiger Teil seines Lebens, obwohl sie sich nur sehr selten sahen.
Der italienische Autor Sandro Veronesi nutzt die verschachtelte Erzählmethode auf originelle Weise, er reicherte sie an mit irrwitzigen Dialgen und mit diversen Briefen von oder an Marco.
Es ist auch ein Familienroman, denn die Geschichten seiner Eltern und Geschwister und seiner Tochter werden auch erzählt.Und der Familie bleiben einige Tragödien nicht erspart.
Sandro Veronesi erzählt detailverliebt und verspielt, aber auch sehr genau und sprachlich ansprechend.
Der Roman wurde von Michael von Killisch-Horn übersetzt und ich habe das Gefühl, dass die sprachlichen Eigenheiten Sandro Veronesis dabei erhalten blieben.
Rezensionen von nil_liest:
Drei Männer, eine Insel, eine Idee mit Risiken
Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García von Moritz Rinke
„Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García“ ist der zweite Roman aus der Feder von Moritz Rinke, der teilweise auch in Spanien lebt. Im Mittelpunkt steht Pedro, der seinen Job an das Internet peu á peu verliert, denn er ist Postbote auf Lanzarote. Er hängt sehr an seinem geliebten Job mit der Honda über die Insel zu düsen und die Post zu verteilen und er ist gut darin zu verschleiern, dass er kaum noch zu tun hat fährt dann gelegentlich die Nobelpreisträgerroute, die Café-con-Leche-Route und noch einige mehr.
Nun ist er nicht nur seinen Job so gut wie los, auch seine Frau verlässt ihn und mit ihm sein geliebter Sohn Miguel.
Das gilt es zu verhindern und hier kommen zwei weitere Spezialisten der Insel auf die Bühne des Romans: Tenaro, dessen Vater ein bekannter Fischer war, aber er selbst mit halbseidenen Geschäften versucht einen Jackpot zu knacken und im Endeffekt ein arbeitsloser Fischer ist. Und dann ist da noch Amado, ein Gestrandeter, ohne Perspektive die Insel zu verlassen. Er ist in Freiheit und in Gefangenschaft zugleich. Und dieses Trio infernale will nun mit einem ungeheuren Plan den Pedros Sohn zu ihm holen.
Der Roman ist toll geschrieben, liest sich wunderbar. Es sind unzählige Referenzen und Themen, die angeschnitten werden. Für belesene Leser:innen und Menschen mit großem Wissensschatz eine wahre Freude, ich kann mir aber auch vorstellen, dass man bei weniger Hintergrund auch an mancher Stelle Informationen vermisst. Es kommt beispielsweise der spanische Bürgerkrieg vor, Saramango, Hemingway, die Flüchtlingswelle. Ich fand es toll wie das alles hier eingeflossen ist und hat mir besondere Freude beim Lesen bereitet.
DIE perfekte Urlaubslektüre, wenn man nach Lanzarote fliegen sollte, aber das ist sicherlich schon allen klar. Aber auch sonst ein sehr sehr lesenswerter Roman, kennt man die Insel schon oder auch nicht, denn sie wird ausführlich beschrieben.
Taucht ein und lasst euch von Wind und Sonne von den drei Chaoten nach Lanzarote in Gedanken mitreißen!
Rezensionen von Lesemama:
Es hinterließ bei mir widerspüchige Gefühle
Der Himmel ist hier weiter als anderswo von Valerie Pauling
Bewertet mit 3.5 Sternen
Zum Buch:
Felicitas war Orchestergeigerin bis ihr Mann plötzlich starb. Nun versucht sie ihre vier Kinder als Musikverein über Wasser zu halten.
Als sie ihre Wohnung in Hannover verliert, kauft sie von der Lebensversicherung einen alten Gasthof im Alten Land um dort nochmal ganz neu zu starten.
Für sich und ihre Kinder alles auf Neuanfang, wenn es denn so einfach wäre ...
Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, in dem die ganze Familie bei der Besichtigungstermin des Gasthofes mitgemacht Steg ins Wasser bricht. Dann folgt ein Rückblick was bisher geschah. Soweit hat es mich echt berührt. Überhaupt fand ich die ganze Geschichte sehr berührend und auch schön erzählt, ich wurde nur mit Fee (Felicitas) nicht warm. Natürlich trauert sie um ihren Mann, aber sie hat nunmal Kinder und die sind bei ihr definitiv immer an letzter Stelle gekommen, ich habe es oft nicht verstanden. Sie sendete so widersprüchliche Signale, es nervte mich mehr, als das es mich berührt. Aber dennoch konnte ich sehr mitfühlen, fühlte mich auch gut unterhalten, auch wenn einiges nicht zu meiner Zufriedenheit gelöst wurde, es wurde viel, was für die Story wichtig war, wie z.B. Jeskos Vergangenheit, einfach unter den Tisch fallen lassen.
Den Schreibstil fand ich ganz besonders, er konnte schon bewegen. Im großen und ganzen eine schöne, auch berührende Geschichte, wenn Fee nicht so unzuverlässig gewesen wäre.
Rezensionen von melanie82:
Interessanter Auftakt mit Schwachpunkten
Partem. Wie die Liebe so kalt von Stefanie Neeb
Das Cover hat mich sofort angesprochen - edel, geheimnisvoll und besonders. Auch den Klappentext fand ich toll, obwohl Fantasy eigentlich nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre ist. Die Geschichte um Xenia und Jael, die beide komplett gegenseitige Pole darstellen, konzentriert sich größtenteils auf die Charaktere selbst und zeichnet diese sehr detailreich.
Die Schreibweise der Autorin hat mir sehr gut gefallen, die kurzen Kapitel führen zusätzlich dazu, dass man sehr flüssig durch den Text kommt und immer noch ein weiteres Kapitel lesen will. Das volle Potential des Buches bzw. der Story wird beim Auftakt allerdings noch nicht komplett ausgeschöpft - so gut die Darstellung der Liebesgeschichte auch umgesetzt ist, so sehr wird doch das „Drumherum“ nur gestreift und nicht ausreichend ins Zentrum gerückt. Ich bin daher ein wenig unschlüssig - ich fand das Buch nicht schlecht, hoffe aber, dass bei Band 2 die bisherigen Schwachpunkte noch behoben werden.
Rezensionen von begine:
Brüder
Die Überlebenden von Alex Schulman
Dem schwedische Schriftsteller Alex Schulman ist mit seinem Roman „Die Überlebenden“ ein brillantes Werk gelungen.
Die Überlebenden sind drei Männer Niels, Benjamin und Piere,, die ihre Mutter beerdigen und gleichzeitig an ihre Kindheit denken.
Der Autor ist selber zwei Brüdern aufgewachsen.
So kann er viele Aktionen der Jungen richtig lebendig werden.
Benjamin ist der Icherzähler. So wie die drei jetzt sind, hat ihren Anfang vor über zwanzig Jahren.
Mit den Eltern bewohnten sie immer ein Sommerhaus auf dem Land. Leider ist das Leben keine Idylle, aber die drei kennen es nicht anders. Die Eltern sind Alkoholiker und kümmern sich wenig. Besonders um Liebe der Mutter bemühen sie sich sehr. Die ist manchmal ganz lieb, aber dann gibt es drastige Strafen.
Der Autor versteht es die Erwachsenen Brüder und die Kindheit mit besonderer Raffinesse zu schreiben.
Der Roman ist oft ziemlich bedrückend, ist aber dann wieder einfühlsam.
Es ist eine besonders starke Lektüre.
Rezensionen von Sago:
Sternflüstern - ja bitte!
Sternflüstern von Paula Carlin
Sternflüstern - danach habe ich nun auch ganz viel Sehnsucht bekommen. Wie ich gelernt habe, beschreibt der Begriff ein Phänomen, wenn der Dampf in Atemwolken knisternd gefriert, wozu es äußerst großer Kälte bedarf. Fantasievoll überträgt die Autorin hier den Namen des Naturphänomens auf die Momente im Leben, wenn zwischen Menschen ein wunderbarer Austausch, ein Gleichklang, entsteht.
Irith muss mit Mitte 50 den Tod ihres Geliebten Lunis verwinden. Ihre Beziehung war unkonventionell, geprägt vom Wechsel zwischen Nähe und Distanz. Von Lunis' Tod erfährt Irith tatsächlich erst durch einen Testamentsvollstrecker. Unter anderem hat Lunis ihr ein Päckchen anvertraut, das sie einer unbekannten Frau senden soll. Doch dazu ist Irith noch nicht bereit. Lunis, selbst Künstler, hatte Irith, die ursprünglich Hotelfachfrau ist, einst zu ihrer eigenen Kunst angeregt. Aus Glas, Naturmaterialien und Gegenständen, die niemandem mehr gehören, schafft Irith seitdem Collagen und Mosaike, bunt und verschlungen wie das Leben. Als ihr Chef sie bittet, die Wand seines Hotels zu gestalten, kommt Irith unvermutet die junge Sophie zu Hilfe, die Bildern ungewöhnliche Rahmen gibt. Ich ahnte schnell, dass es mit Sophie eine tiefere Bewandtnis hat. Spannend blieb für mich die Frage, was es mit der Paketempfängerin auf sich hat und wie Irith ihren weiteren, ganz eigenständigen Weg findet.
Mit ihrer Schilderung, wie Irith lernt, mit Lunis' Tod zu leben, hat die Autorin mich berührt. Vor allem ihre naturverbundene, poetische Beschreibung des verwilderten Gartens eines leerstehenden Hauses, in den sich Irith zurückzieht, ist sehr gelungen, ebenso wie die Sternflüstern-Momente, die Irith auch in Freundschaften immer wieder findet. Ein heilendes Buch mit wunderschönem Cover, das sicher noch lange nachwirkt.
Rezensionen von Claudia R:
Glaub an deine Träume
Sternflüstern von Paula Carlin
Klappentext:
Eine herzbewegende Geschichte von flügelschnellen Träumen, ungleichen Freunden und den festen Glauben daran, dass schillernde Wunder geschehen können.
Cover:
Das Cover ist sehr niedlich und liebevoll gezeichnet. Es zeigt einen grünen Käfer, der durch die Luft schwebt. Der Hintergrund ist im dunklen blau gewählt.
Meinung:
Eine zauberhafte und sehr niedliche Geschichte, mit einer liebevollen und herzerwärmenden Botschaft. Hier heißt es niemals aufgeben und an seine Träume glauben.
Der kleine Engerling hat einen fantastischen Traum, doch die restlichen Tiere und Käfer glauben ihm nicht und lachen den Engerling dafür fast aus, doch dieser glaubt weiter fest daran, denn er wünscht sich, dass sein Traum vom Fliegen war wird. Ob sich dies erfüllt, sei hier noch nicht verraten.
Denn vom Inhalt möchte ich hier nicht zu viel vorweg nehmen. Lest diese zauberhafte und süße Geschichte einfach selbst.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen. In einfachen Worten und gut verständlich wird die Geschichte erzählt. Altersentsprechend können hier auch die Kleinen sehr gut folgen.
Auch die Länge der Geschichte ist sehr gut angepasst und altersentsprechend gewählt. Man kann den Geschehnissen sehr gut folgen und die Geschichte ist sehr unterhaltsam und liebevoll gestaltet.
Sonders schön sind auch die tollen Illustrationen, die das Ganze sehr gut veranschaulichen und den Inhalt gut wiedergeben. Die Illustrationen sind sehr liebevoll und wunderschön gezeichnet. Es macht Spaß die Bilder zu betrachten.
Eine tolle, wunderschöne und herzerwärmende Geschichte mit einer aufmunternden Botschaft, dass man nicht aufgeben sollte und an seine Träume glauben soll. Diese Botschaft ist hier kindgerecht und wunderschön umgesetzt. Auch erfährt man dabei mehr über Engerlinge und Rosenkäfer und achtet auch auf die kleinen Dinge in der Natur.
Fazit:
Eine zauberhafte und sehr niedliche Geschichte, mit einer liebevollen und herzerwärmenden Botschaft.
Rezensionen von v_im_wunderland:
Mythen neu erzählt
Der Sohn des Odysseus von Annika Thor
Das Cover des Buches ist qualitativ sehr hochwertig gestaltet und deutet an, dass es sich um mystische Inhalte handelt. Das Buch handelt von dem Sohn Odysseus und greift die originalen griechischen Mythen und Sagen auf und transferiert diese in eine moderne Sprache, so dass die Kinder der Geschichte sehr gut folgen können und ihr Interesse an der griechischen Mythenwelt geweckt wird.
Die Geschichte ist sehr spannend und es macht Spaß sie mit den Kindern zu entdecken. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und es macht Spaß in die griechischen Sagen einzutauchen. Ich denke dass die Kinder sich trotz der Jahrhunderte alten Geschichte sich mit ihr identifizieren können und das Interesse an Literatur geweckt wird. Ich kann es allen Familien empfehlen, die mit ihren Kindern in diese ferne und doch nahe Welt eintauchen wollen und tolle Literatur für Kinder und Jugendliche genießen wollen.
Rezensionen von v_im_wunderland:
Politik und Kunst
Rochade von Reinhard Tötschinger
Ich finde das Cover des Buches sehr gut gestaltet und es vermittelt direkt, dass es in diesem Roman um Kunst geht. Die Kombination aus Politsatire und Kunstroman ist sehr interessant und für mich das erste Werk, welches ich in dieser Art gelesen habe. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und es handelt von einem berühmten Bild von Vermeer, welches in der Vergangenheit anscheinend das Lieblingsbild von Adolf Hitler gewesen sein sollte und deshalb eine große Begierde auslöst.
Deshalb spinnt sich um dieses Bild ein Machtkampf zusammen, der sehr spannend ist. Der Schreibstil ist sehr gut, da es sehr flüssig zu lesen ist und es in keiner Minute langweilig ist. Die Charaktere sind sehr gut ausformuliert und man kann sich sehr gut in die Geschichte einfinden und die Spannung mit aufnehmen. Ich kann es jedem Leser empfehlen, der sich für Politik und/ oder Kunst interessiert.










