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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von JOKO:

Wieder ein Volltreffer

Das Buch des Totengräbers von Oliver Pötzsch

Oliver Pötzsch kann es einfach. Er hat die Gabe die Vergangenheit vor den Augen des Lesers so spannend auferstehen zu lassen, dass man sich diesem Sog nicht entziehen kann.

Diesmal taucht er ein ins Wien des 19. Jahrhunderts. Leopold von Herzfeldt ist gerade von Graz nach Wien gekommen, um einem Familienkonflikt zu entfliehen.

Er arbeitet bei der Wiener Polizei und soll zusammen mit seinen Kollegen eine Mordserie an Frauen aufklären. Er selbst ist ausgebildet in der modernen Kriminalistik, die mit Tatortfotos und Spurensicherung einhergeht, eine neue Art der Verbrechensaufklärung. Dabei tritt er allerdings in viele Fettnäpfchen, nicht nur weil er sich der neuen Methoden bedient.
Einzig zwei Personen helfen ihm bei dem Fall. Der schrullige Totengräber vom Wiener Zentralfriedhof Augustin Rothmeyer, der selbst einen "Allmanach für Totengräber" schreibt, der der heute bekannten Forensik sehr nahe kommt und die Polizeisekretärin Julia Wolf.

Sehr spannend und mit morbidem Charme ist dieses Buch geschrieben, dass ich einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen konnte.Die Figuren sind einfach sehr gelungen, allen voran Der Totengräber Augustin Rothmeyer, aber auch leopold von Herzfeldt. Etwas grselig, aber auch durchzogen vom Wiener Schmäh, wird dieses Buch erzählt und es hat einfach sehr viel Spaß gemacht es zu lesen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil dieser Serie.

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Rezensionen von Birgit Hedemann:

Schwere Schuld bis heute

Fanzi von Elisabeth Schmidauer

Fanzi, so nennt Elfi ihren großen Bruder, der eigentlich Franz heißt. Franz ist der drittgeborene Sohn und damit ist von Geburt an klar, dass er nicht den Hof erben wird. Deswegen will Franz Tischler werden. Doch dann kommt doch alles ganz anders als gedacht. Seine beiden älteren Brüder werden in den Krieg eingezogen und kehren nicht mehr zurück.

Damit muss Franz doch den Hof übernehmen. Abgöttisch kümmert er sich um seine kleine Schwester Elfi. Sie ist sein Ein und Alles. Eines Tages erkrankt Elfi schwer an einer Hirnhautentzündung. Danach ist auch Elfi nicht mehr die, die sie einmal war. Zuerst wird sie Zuhause gepflegt, dann knicken die Eltern ein und geben sie in ein sogenanntes Pflegeheim. In der Zeit des Nationalsozialismus gilt Elfi nun als lebensunwertes Leben. Sie wird nach kurzer Zeit im Pflegeheim ermordet. An der Schuld, sich nicht für Elfi eingesetzt zu haben, dass sie nicht in dieses Heim kommt, trägt Franz sein ganzes Leben lang schwer. Und was noch schlimmer ist: Er macht diese Schuld mit sich selber aus. Nur seine Frau Bärbi weiß davon. Nach und nach gelingt es Fanzi nun aber, sich seinem Sohn und seiner Enkeltochter zu öffnen.
Ich habe ein wenig gebraucht, um mich in die Geschichte einzulesen, doch dann hat sie mich gepackt. Die Geschichte fängt ganz leise und langsam an und plötzlich hat man einen dicken Stein auf dem Herzen. Wortgewaltig zeichnet die Autorin die Geschichte und schafft so tolle Bilder. Sprachlich kann man in die Geschichte, in ihre Zeit und in ihren Raum völlig eintauchen. Die Schuld wiegt schwer. Auch heute noch. Fazit: Ich kann dieses Buch jedem nur wärmstens empfehlen und vergeben fünf Sterne!

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Rezensionen von yellowdog:

Porträt einer möglichen nahen Zukunft

Heimatsterben von Sarah Höflich


Heimatsterben ist besonderer Roman. Die Autorin Sarah Höflich kann schreiben.
In geraffter Form wird anfangs eine Familiengeschichte, beginnend mit der Flucht aus Schlesien bis hin zum Heute bzw. der nahen Zukunft erzählt.

Man ist sofort drin in dem dichten Plot mit den vielen gut ausgestalteten Figuren.

Im Mittelpunkt steht der Erfolg einer neurechten Partei, die stark an die AfD erinnert.

Der charismatische Felix von Altdorff als möglicher neuer deutscher Kanzler, seine Frau Trixie, deren Schwester Hanna und weitere.

Den Roman zeichnet einiges aus.
Geschickt gestalteter Plot, nachvollziehbare und glaubwürdige Figuren.
Ein sehr gelungenes Buch, das zum Nachdenken anregt.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

intensiv und brandaktuell

Heimatsterben von Sarah Höflich

Bereits die Gestaltung des Buchcovers hat mich fasziniert. Der faulige Apfel steht so sinnbildich für Heimatsterben bzw. also das Sterben der Heimat, den "(deutschen) Verfall" - wirklich gut gewählt und auch in der Handlung aufgegriffen.
Der Klappentext hat mich schon auf eine spannende Familiengeschichte, die zum Politikum wird, gefasst gemacht.

Ich war jeoch nicht auf eine so packende und intensive Geschichte gefasst. Die Handlung lehnt sich an hochaktuelle politische Entwicklungen an und spielte für mich somit immer auf einem schmalen Grad zwischen Fiktion und Realität. Dieser Spannungsbereich hat die Handlung für mich viel realer und damit eindringlicher erscheinen lassen. Die Schilderungen sind insgesamt sehr facettenreich, es werden verschiedene Charaktere eingehend eingeführt und deren Sichtweisen kommen jeweils gut zur Geltung. Die verschiedenen Familienmitglieder spiegeln ebenso den gesellschaftlichen Konflikt wieder.
Insgesamt sind die Charakerdarstellungen auch allesamt detailiert und authentisch, wenngleich auch nicht immer sympathisch.
Insgesamt hat mich sowohl die Thematik und deren Aktualität als auch der hervorragende Spannungsaufbau des Buches mehr als positiv überrascht. Ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen. Dieses Buch ist definitiv eines meiner Highlights!

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Rezensionen von KimVi:

Gelungener Liebesroman

Chicago Devils- Einfach nur du von Brenda Rothert

"Einfach nur du" ist bereits der achte Band um die Eishockey-Profis der Chicago Devils. Da bei dieser Reihe jedes Mal ein anderes Pärchen im Zentrum der Handlung steht, ist es nicht unbedingt notwendig, die Reihenfolge einzuhalten. Es gibt zwar ein Wiedersehen mit einigen Charakteren, die man aus vorherigen Bänden kennt, doch diese nehmen dann nur kleine Nebenrollen ein.

 

In diesem Band stehen der Eishockey-Profi Kit Carter und die Journalistin Molly im Mittelpunkt. Molly soll für ihre Zeitung einen Sonderbericht über Kit verfassen. Dieser geht von einem kurzen Interview aus. Doch Molly ist dafür bekannt, genaue Recherchen anzustellen. Deshalb müssen sich die beiden oft treffen und schon bald merkt man, dass es zwischen den beiden heftig knistert. 

Die Handlung wird in der Ich-Perspektive geschildert, dabei wechselt die Sicht zwischen Molly und Kit. Da die Wechsel mit dem Namen des Protagonisten, in dessen Haut man quasi gerade steckt, gekennzeichnet sind, fällt die Orientierung leicht. Man lernt dadurch beide Charaktere genau kennen und kann ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben. Außerdem erfährt man durch die wechselnden Perspektiven, wie die Charaktere aufeinander wirken und was sie voneinander denken. 

Beide Charaktere wirken von Anfang an sympathisch. Deshalb kann man sich ganz auf die beginnende Lovestory einlassen. Es gelingt der Autorin mal wieder hervorragend, die Gefühle zwischen den beiden so lebendig zu beschreiben, dass man mit Molly und Kit mitfiebern kann. Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Der Humor, der stellenweise aufblitzt, lockert die Handlung zusätzlich auf, ist in diesem Band allerdings nicht so stark ausgeprägt. Denn das Geheimnis, das Kit schon ewig mit sich herumträgt und das ihn stark beeinflusst, hat es wirklich in sich. 

Eine Liebesgeschichte, die sich quasi von selbst liest. 

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Rezensionen von Ele:

Die Seifenfabrikantin

Die Seifenmanufaktur – Die Rezeptur der Träume von Farina Eden

Die Seifenmanufaktur – Die Rezeptur der Träume, Teil 1 der Seifenfabrikantin-Serie von Farina Eden, EBook, erschienen im Piper-Verlag.
Der große Traum einer jungen Seifensiederin.
Rothenburg ob der Tauber im Jahr 1865, Hanna die Tochter des Seifensieders Grieb hat im Gegensatz zu ihrem Bruder Friedrich, viel Sinn für das Geschäft.

Immer neue Rezepturen und Verfahren entwickelt die junge Frau, um aus der kleinen Seifensiederei eine Seifenmanufaktur zu machen. Dabei steht ihr im Wege, dass sie nur eine Frau ist. Zusammen mit ihrem Bruder Friedrich jedoch schafft sie es, den Vater zu überreden, das kleine Handwerksgeschäft auszubauen und zu modernisieren. An ihrer Seite Louis der Sohn des Arztes. Eine intrigante Freundin jedoch gönnt ihr das Glück mit Louis nicht, als er für ein Jahr nach Amerika geht, schafft es Henriette die beiden zu entzweien. Kann es für Louis und Hanna ein gemeinsames Glück geben?
Das Buch gliedert sich in 52 Kapitel in angenehmer Leselänge. Jedes Kapitel ist mit dem Namen der Person überschrieben von der das Kapitel handelt, zusätzlich dazu das Datum. Farina Eden hat sich des auktorialen Erzählstils bedient, sie schreibt sehr flüssig, ich konnte das Buch ohne große Mühe in kurzer Zeit Lesen. Die Seiten sind nur so dahingeflogen. Briefe und Gedanken erscheinen kursiv und sind somit deutlich gemacht. Sehr informativ die im Anhang platzierten Fakten über den Schauplatz Rothenburg ob der Tauber und die Hinweise auf das damalige Leben und Vereinswesen.
Die Personen im Buch sind gut charakterisiert. Die Bewegründe für ihr Handeln ist nachvollziehbar erklärt. Trotzdem kann ich die Taten der agierenden Personen nicht immer verstehen. Die Protagonistin Hanna z.B., ihr Handeln fand ich teilweise haarsträubend und naiv, bevor Louis sich auf seine große Reise macht, hat er sie vor Henriette gewarnt, dass sie nichts unversucht lassen wird um Hanna und Louis zu entzweien. Kaum ist er unterwegs und die erste erwartete Nachricht bleibt aus, schon zweifelt sie an seiner Liebe. Was dann folgt, darüber kann ich eigentlich nur noch den Kopf schütteln. Auch die Eltern Grieb, sind m. M. ziemlich leichtsinnig gewesen, als Luis und Hanna sich kennenlernten, grenzt ihr Verhalten m. E. schon fast an Kuppelei, zu damaliger Zeit undenkbar. Henriette, dieses intrigante und manipulative Miststück, fand ich einfach nur unmöglich. Aber es gab auch sympathische Figuren, Sophie z.B. die treue Freundin und ein Gutmensch, auch der kleine Bruder von Hanna, hat mein Herz im Sturm erobert.
Insgesamt habe ich das Buch jedoch so richtig genossen, die Intrigen und Ränkespiele haben mir sehr viel Lesefreude bereitet. Der Plot hat mich sofort gefesselt und mitgenommen. Auch wenn manche Szenen z.B. die im Röhricht am See, etwas peinlich wirkten, fühlte ich mich bestens unterhalten. Sehr interessant fand ich die Informationen über das Handwerk des Seifensiedens, darüber hätte ich gerne noch mehr erfahren.
Am besten fand ich allerdings die Auswahl des Settings, Rothenburg ob der Tauber, nur eine Autostunde von mir entfernt, habe ich schon sehr oft besucht, eine wunderschöne alte Stadt, ich konnte mir die Figuren ausgezeichnet darin vorstellen. Da es in Rothenburg o. T. zu der Zeit, in der das Buch spielt, tatsächlich eine Seifensiederei gab, die sich zu einer Manufaktur weiterentwickelt hat, hat die Autorin das zum Anlass genommen, Ihren Roman dorthin zu verorten.
Ein Buch, welches mir trotz o.g. Kritikpunkte gut gefallen hat. Eine Leseempfehlung für die Fans von historischen Büchern mit großen Gefühlen. Ich werde die Fortsetzungen auf alle Fälle lesen. Von mir 4 Sterne.

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Rezensionen von TheLidel:

Hassliebe

SCHWEIG! von Judith Merchant

Familie kann man sich nicht aussuchen ist wohl der Gedanke von Esther, als sie am Tag vor Weihnachten den Weg zu ihrer Schwester auf sich nimmt. Diese führt einen komplett gegensätzlichen Lebensstil als die kleine Familie und wohnt alleine und abgeschieden im Wald. Auch sie frohlockt nicht gerade bei dem Gedanken an den alljährlichen Besuch ihrer Schwester.

Während Sue diesen Pflichtbesuch nur möglichst schnell hinter sich bringen will, möchte Esther vor allem sicher gehen, dass es ihrer Schwester gut geht, doch nach und nach beschleichen sie immer mehr Zweifel, gerade wenn sie an die Katastrophe des letzten Weihnachtsfestes denkt…

Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd und man taucht sofort in die Geschichte ein. Zunächst erlebt man die ganzen Ereignisse aus der Sicht von Esther, die mit ihrer Familie allerhand Vorbereitungen vor dem Weihnachtsfest organisieren muss. Ihr Mann ist nicht begeistert davon, dass sie ausgerechnet an diesem stressigen Tag ihre Schwester besuchen muss, da dies immer in Streitigkeiten endet. So beginnt der Leser sich ein erstes Bild von dieser Schwester zu bilden. Genialerweise wendet sich das Blatt jedoch bald und man liest erstmals die Ereignisse aus Sue’s Sicht und entwickelt auch für ihre Ansichten Verständnis. Die Autorin spielt geschickt mit den vorgefertigten Eindrücken, die man sich über eine Person, nur aufgrund von Erzählungen, bildet.

Dieses Spiel zieht sich einige Zeit durch das Buch, bis man auch Einblicke in die Kindheit der Schwestern und die Sicht von Esthers Mann bekommt und immer mehr Details aus deren Leben enthüllt werden. Wenn man zunächst davon ausgegangen ist, die beiden hätten einfach sehr wenig gemeinsam, so stellt man bald fest, dass in dieser Beziehung mehr im Argen liegt.

Das Buch war die meiste Zeit spannend, auch wenn mir zwischendurch das Hin und Her etwas zu viel wurde. Die Auflösung ist durchaus gelungen und interessant, allerdings konnte ich mich damit nicht wirklich anfreunden, da es zum einen recht abrupt endet und ich es, nachdem man die Charaktere nun sehr gut kennt, für etwas unwahrscheinlich halte.

Die Bezeichnung „Psychothriller“ passt perfekt zu diesem Buch. Eine Empfehlung für alle, die es mögen, wenn mit vorgefestigten Ansichten gespielt wird und am Ende doch alles ganz anders ist. Spannung ist bis auf ein paar kleinere Durchhänger gut vorhanden, sodass man das Buch wirklich zügig beenden kann.

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Rezensionen von yellowdog:

Eine afrikanische Familiengeschichte

Mai bedeutet Wasser von Kayo Mpoyi

Eine afrikanische Familiengeschichte, erzählt aus der Perspektive eines Kindes. Es sind die späten Achtziger und Neunziger Jahre Adi ist zu Beginn des Buches ca.5 oder 6 Jahre alt, sie hat eine ältere Schwester, Dina und ihre jüngere Schwester Mai wird gerade geboren.
Adis neugieriger Blick bestimmt das Buch.

Die Familie ist in Tansania, stammt aber aus Zaire. Ein Land in dem es viele Unruhen gab.

Angereichert wird der Plot durch Geschichten und Mythen der Vergangenheit.

Kayo Mpoyi baut eine ganze Reihe von Thema schlüssig ineinandergreifend in den Roman ein, z.B. die Benachteiligungen von Frauen durch strenge Auslegung von Religion, Missbrauch und die Folgen des Kolonialismus auch noch Jahrzehnte später.

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Rezensionen von JillJes:

Die polnische Kavallerie ist gelandet!

Die Tote mit der roten Strähne - Thriller (Betty-Rhyzyk-Serie 1) von Kathleen Kent

Detective Betty Rhyzyk hat es beim Dallas Police Department nicht leicht, kein Wunder, in einer so männerdominierten Branche als lesbische Frau, aber Betty schafft es ohne weitere Probleme bei jeder spitzen Bemerkung zu kontern. Sie ist trotz einer schweren Vergangenheit mit sich selbst im Reinen und hat außerdem Jackie an ihrer Seite ein Charakter den man nur lieben kann.

Kathleen Kent hat einen besonderen Schreibstil, sie schafft es Stellen gleichzeitig mit viel Humor zu versehen ohne das diese ihre Spannung verlieren. Ihre Beschreibung von Dallas ist so real und detailliert, das es einen kaum verwundern kann das Kathleen Kent selbst in Dallas lebt, wahrscheinlich schafft sie es dadurch das man sich wenn man das Buch beendet hat so füllt als wäre man selber schon in Dallas gewesen.
Ich werde das Buch auf von der starken, selbstbewussten und feministischen Betty Rhyzyk auf jeden Fall weiterempfehlen!
(Der Titel meiner Rezension ist ein Zitat aus dem Buch)

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Rezensionen von Tara:

Spannend und atmosphärisch

Der Sucher von Tana French

„Der Sucher“ ist ein atmosphärischer und spannender Roman der in Dublin lebenden Autorin Tana French.

Den Ex-Cop Cal Hooper hat es nach seiner Scheidung aus Chicago in den Westen von Irland gezogen. Dort hat er sich ein Haus mit einem großen Grundstück gekauft und möchte die Ruhe und das Leben genießen.

Ihm gefällt die Natur und das ruhige Dorfleben mit seinen freundlichen Einwohnern. Aber es bleibt nicht lange friedlich. In seiner Nachbarschaft kommen Tiere auf zu Tode und der zunächst zurückhaltende 13-jährige Trey benötigt seine Hilfe. Er möchte, dass Cal ihm bei der Suche nach seinem verschwundenen Bruder hilft.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und mag ihren Schreibstil sehr. Sie schafft es jedes Mal wieder mich mit nach Irland zu nehmen und sorgt dafür, dass ich die Atmosphäre spüre und die Landschaft vor Augen habe. Auch in diesem Roman ist ihr das wieder großartig gelungen, allerdings habe ich ihn als anders als ihre vorherigen Bücher empfunden. Es dauert ungewohnt lange bis sich Spannung aufbaut, stattdessen wird vieles in der Natur sehr bildhaft und detailliert beschrieben. Mir haben die ausgiebigen Landschaftsbeschreibungen sehr gut gefallen, da hierdurch eine tolle Atmosphäre geschaffen wurde.

Die Charaktere wirken authentisch und lebendig. Durch sie erfährt man viel über die Gesellschaft in der ländlichen Gegend, über ihre Gemeinschaft, Vorteile und Ängste.

Auch wenn dieser Roman ganz anders war als ich ursprünglich erwartet hatte, mich hat er gefesselt und ich empfehle ihn gerne weiter.

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