Kunden em pfehlungen
Rezensionen von JOKO:
ein absolutes Wohlfühlbuch
Für immer und noch ein bisschen länger von Barbara Leciejewski
Ich habe erst ein Buch dieser Autorin gelesen " Fritz und Emma" , was mich sehr begeistert hat. Mit der gleichen Empathie erzählt die Autorin ihren neusten Roman " Für immer und noch ein bisschen länger", den man nur als absoluten Wohlfühlroman bezeichnen kann.
Anna hat vor 6 Jahren ihre große Liebe Jeremias bei einem Verkehrsunfall verloren.
Seitdem igelt dich die Pianistin in ihrer Wohnung ein und " spricht"mit Jeremias. Als die Kündigung für ihre Wohnung kommt, weiss Anna nicht was sie machen soll. Wie soll sie so schnell eine neue Wohnung in München finden? Als letzter Ausweg bleibt der Einzug in eine WG, deren Mitbewohner genauso gewöhnungsbedürftig von ihren Eigenarten sind wie Anna. Doch der Einzug von Anna in diese WG wird ein Gewinn für alle.
Wunderschön geschrieben und einfach herzerwärmend wird die Geschichte von Ana und ihren WG Bewohnern erzählt, die alle ihre kleinen " Macken " haben, die ihnen das Leben zugefügt hat. Doch mit ganz viel Liebe, Verständnis und Reden, findet jeder wieder in die Spur und Anna kann mit ihrer Vergangenheit abschließen und sich auf die Liebe freuen.
Ein sehr flüssiger und spannender Schreibstil macht dieses Buch zu einem absoluten Leseerlebnis.
wieder sehr spannend
Die andere Schwester von Peter Mohlin; Peter Nyström
" Die andere Schwester" von Molin & Nytröm, ist der zweite Band mit dem FBI -Agenten John Adderley.Er ist ins Zeugenschutzprogramm nach Karlstad zurückgekehrt, u seine Vergangenheit hinter sich zu lassen, was allerdings nicht ganz klappt. Er wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert und muss zeitgleich einen Mord aufklären, eine nicht immer ganz einfaxche Aufgabe.
Durch kurze Rückblicke ins Geschehen, war es für mich überhaupt nicht schwer in das Buch einzutauchen, trotzdem ich das erste Buch nicht kenne. Es wird alles so erklärt, dass man gleich einsteigen kann , ohne Wissenslücken zu haben.
Zwei Handlungsstränge bestimmen das Geschehen, der Mordfall Stella Bjelke und die aktuellen Ereignisse der nigerianischen Mafia, die auch im Vorgängerband eine Rolle gespielt hat. Die beiden Erzählstränge stehen zwar für sich und werden einzeln erzählt, sind aber so miteinander verknüpft, dass sie die Spannung enorm steigern.
Das Buch hat einen sehr angenehmen und leicht zu lesenden Schreib,- und Erzählstil, der mit einem korrupten Ermittler einen wirklich spannenden Krimi bildet. Er strotzt zwar nicht vor Aktionszenen, zeigt aber dadurch auch, dass spannende Bücher nicht unbedingt darauf angewiesen sein müssen , um einen Lesesog zu erzeugen.
wird nach und nach interessnt
Die Diplomatin von Lucy Fricke
Nach ihrem Bucherfolg " Töchter", war ich auf das neue Buch der Autorin Lucy Fricke gespannt, ob sie mich mit ihrem neuen Buch überzeugen kann und ich muss sagen, es ist ihr nur zum Teil gelungen.
Fred ist eine deutsche Diplomatin , Ende 40 und in Montevideo , in Uruguay als solche tätig.
Eines Tages bekommt sie den Anruf einer besorgten und sehr einflussreichen Mutter, ihre Tochter hätte sich seit 24 Stunden nicht mehr über Instagram gemeldet, sie befürchtet, dass ihr etwas passiert ist. In einem Land wie Uruguay nicht unbedingt unmöglich und auch gefährlich , sich hier als Frau in bestimmte Gegenden zu begeben. Der Verdacht wird Gewissheit, das Mädchen wird tot aufgefunden und Fred als Konsequenz nach Istambul versetzt. Auch hier wird Fred mit schier unmöglichen Problemen konfrontiert, die in einem Land, in dem Pressefreiheit nicht mehr das ist , was es mal war und in dem, seit Erdogan an der Regierung ist, Deutsch- Türken auch mal unauffindbar verschwinden.
Das Buch lässt sich flüssig lesen und mir wurde die Figur Fred auch nach und nach sympathischer, aber ganz überzeugen konnte mich das Buch nicht. Die Arbeit einer Diplomatin wurde mir zu wenig in den Mittelpunkt gestellt, in einem Buch, das diesen Titel trägt und die Geschicht war mir insgesamt zu oberflächlich. Die Situation der heutigen Türkei wurde nur angerissen und die Entscheidung Fred`s für oder gegen ihren Beruf zu nebulös. Da hätte man eine ganze Menge mehr drauß machen können.
ein Buch, das berührt
Für diesen Sommer von Gisa Klönne
Gisa Klönne ist mir als Krimiautorin bekannt und ich habe ihre Bücher geliebt. Mit "Für diesen Sommer " hat Gisa Klönne ein anderes Genre geschaffen, nämlich einen Familienroman.
Franziska Roth, das schwarze Schaf der Familie, kehrt nach langer Zeit in ihr Elternhaus zurück. Sie soll sich um ihren Vater kümmern, da ihre Schwester , die sich sonst um den Vater gekümmert hat, wegen eines Burnout in einer Klinik ist und ausfällt.
Der Vaten , mit dem Franziska sich schon früh überworfen hat, da er den Lebensstil seiner Tochter nicht billigte, soll ih auch davon überzeugen, das Haus umbauen zu lassen und Hilfe anzunehmen, da er immer hinfälliger wird. Wie soll Franziska das schaffen, die eigentlich lieber heute als morgen wieder in ihr altes Leben zurück möchte ?
Sehr empathisch erzählt Gisa Klönne diese Familiengeschichte, die immer wieder Rückblicke gestattet in das Leben der Familie Roth, die ein Geheimnis hütet. Wie aht sich das Ganze entwickelt, warum ist das Verhältnis zwischen Heinrich und seiner Tochter so, wie es ist und wird Franziska sich mit der Situation arrangieren ?
Sehr leise und bedächtig wird diese Geschichte erzählt, die mir gut gefallen hat. Der Einblick ins Familienleben, das Auflösen des Geheimnisses waren spannend und interessant. Ein Buch , das ich gerne empfehle.
Licht und Schatten
Unser wirkliches Leben von Imogen Crimp
" Unser wirkliches Leben " von Imogen Crimp , lässt mich zwiegespalten zurück. An sich liebe ich psychologische Romane. die mich in die Personen hineinfühlen lassen und wo ich mich frage, warum tut diese Person das jetzt, doch die Person Anna lässt mich oft verständnislos, manchmal sogar sprachlos zurück.
Max und Anna lernen sich in einer Bar kennen. Max ein wohlhabender Banker mit Machogehabe und Anna, begabte Gesangsstudentin aus nicht wohlhabendem Elternhaus, die ihren Lebensunterhat durch die Arbeit als Sängerin in der Bar aufbessern muss. Max und Anna stürzen sich in eine Beziehung, die ihnen beiden nicht gut tut und für den Leser manchmal total unverständlich ist.
Das Buch ist flüssig geschrieben, zeigt bei der wörtlichen Rede aber keine Kennzeichen und so fiel es mir zu Anfang schwer in den Lesefluss hineinzukommen. Wie schon zu Anfang beschrieben, fiel es mir manchmal schwer Annas Verhalten zu verstehen und es alles mit ihrer Kindheit zu erklären erschien mir zu einfach, weil ich denke, dass man irgendwann auch einmal Konsequenzen zeigen muss.
Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück, war aber interessant.
ein ungewollter Held
Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße von Maxim Leo
" Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse" von Maxim Leo ist der beste Beweis dafür, dass aus jedem etwas werden kann.
Michael Hartung ist an sich ein Looser. Bei jeder beruflichen Entscheidung hatte er eigentlich Pech., ob als Eisenbahner, als Baggerfahrer oder Videothekenbesitzrer , die Zeit und der Fortschritt waren immer schneller als er.
Doch plötzlich steht er im Mittelpunkt. Der Journalist Alexander Landsmann braucht eine gute Story und hat in den Archiven der ehmaligen DDR recherchiert und ist dabei auf eine spektakuläre Massenflucht in die BRD gestossen, hervorgerufen durch eine defekte Weiche. Somit konnte die Bahn ungehindert in den Westen fahren und genau diese Weiche soll Hartung manipuliert haben. Eigentlich war es ein Missgeschick, nicht gewollt und einfach nur Pech, das Hartung mal wieder gehabt hat, denn er wird entlassen und ins Gefängnis gesteckt, aber als der Journalist ihm eine gute Story in Aussicht stellt, für die Geld fliessen soll, dementiert Hartung nicht . Durch diese Geschichte wird er zum unfreiwilligen Held, der seine geschichte immer mehr ausschmückt.
Die Geschichte wird von Anfang an mit einem Augenzwinkern erzählt und man gewinnt den Helden Michael Hartung einfach lieb.Neben lustigen Begebenheiten, die immer wieder Anlass zum Schmunzeln geben, wir dviel über die Unterschiede von Ost,- und West berichten, humorvoll, aber manchmal auch mit kleinen Spitzen.
Die Geschichte wird von einigen kleinen Längen abgesehen, flüssig erzählt und macht einfach Spaß.
sehr unterhaltsamer Frauenroman
Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher von Beate Rygiert
Als Vielleserin ist mir der Ullsteinverlag natürlich ein Begriff und ein Buch über diesen Verlag, bzw. über die Frauen der Besitzer dieses Verlages zu lesen , hat mich natürlich gereizt, also habe ich zugegriffen.
Angesiedelt ist dieses Buch in den zwanziger Jahren des letzen Jahrhunderts in Berlin, der Stadt, in der der Ullstein- Verlag gegründet wurde.
Geleitet haben ihn viele " Ullsteins" und das war wohl auch ein Problem. Als allerdings der Generaldirektor des Unternehmens Franz Ulstein, nach dem Tod seiner ersten Frau wieder heiraten will, wird dies zur Bewährungsprobe für ihn. Bisher haben sich alle Frauen der Ullsteinerben aus den Geschäften des Verlags hherausgehalten. Als Franz aber nicht nicht nur attraktive, sondern auch sehr erfolgreiche Journalistin Rosalie Gräfenberg kennen und lieben lernt, unterstellt man ihr sofort unlautere Absichten. Sie soll es nicht nur auf das Vermögen ihres zukünftigen Ehemannes abgesehen haben, sondern erdreistet sich auch noch Vorschläge zu machen und unaufgefordert Artikel zu schreiben. Das in einer Männerdomäne, in der es eh Kompetenzrangeleien gibt, löst eine böse Intrige gegen sie aus, bei der man nicht weiß , wie sie endet.
Das Buch " Die Ullstein Frauen und das Haus der Bücher " lässt sich sehr flüssig lesen. Beate Rygiert versteht es ihre Leser zu fesseln mit interessanten Charakteren und einer spannenden Geschichte. Das Berlin der zwanziger Jahren mit dem Erstarken der Nationalsozialisten wird auch kurz gestreift, doch das Hauptaugenmerk liegt auf dem Geschen innerhalb des Verlages.Es fleißt viel Wahres in diesen Roman mit ein, aber die Autorin erlaubt sich auch einige Fantasien und bringt ein aufgewecktes Tippfräulein samt Verlobten ins Geschehen, was den Roman etwas auflockert.
Alles in allem ein gut zu lesender Roman der Spaß gemacht hat.
der schöne Schein
Diana (Ikonen ihrer Zeit 5) von Julie Heiland
Mittlerweile gibt es ja so einige Bücher über die Princess of Wales, ob Biographien, Fotobücher oder als Niederschrift ihrer eigenen Geschichte. Julie Heiland hat jetzt einen Roman über die " Königin der Herzen " geschrieben und ich finde, er ist ihr gut gelungen.
Basierend auf Tatsaschen, aber eben doch ein Roman, wird die Geschichte von Diana Spencer erzählt.
Von ihrem Kennenlernen, über ihre Verlobung und ihre Hochzeit, bis zu ihrer Scheidung von Prinz Charles, dem Thronfolger der englischen Krone und was soll ich sagen, ich bin froh, keine exponierte Person zu sein und vor allem kein Mitglied der königlichen Familie. Diana hat ihren Traum, ihren Traumprinzen Charles zu heiraten und mit ihm eine Familie zu gründen teuer bezahlt. Obwohl dies ein Roman ist, weiß man, dass viele Fakten, die hier in dem Buch aufgegriffen sind , der Wahrheit entsprechen und ich find es mehr als verachtenswert, wie man so mit einem Menschen umgehen kann. Verlogenheit bis in die Grundfeste, kühl und emotionslos und immer nur darauf bedacht, das Ansehen des Könighauses nicht zu beschädigen, damit die Monarchie kein Auslaufmodel wird und die Aristokratie auf Kosten des Volkes weiterhin leben kann wie die Made im Speck, ohne jeden Skrupel , was moralische Fragen angeht, was man ja aktuell wieder bei einem Mitglied des Königshauses sehen kann ( Andrew). Vielleicht muss man ja in einem Königreich aufgewachsen sein, um zu verstehen, dass man diesen Leuten zujubelt , als wären sie Popstars.
Diana´s Geschichte wird in diesem Buch jedenfalls sehr anschaulich erzählt und ich habe von Anfang an Mitleid mit ihr gehabt. Zu Anfang, weil sie so naiv in diese Beziehung hineingestolpert ist, dann , weil sie trotz aller Ohrfeigen , die sie immer wieder von Charles erhalten hat, immer noch an eine Liebe geglaubt hat und zum Schluss, weil sie trotz ihres Wachsens in dieser Beziehung, immer noch Verständnis für diesen eiskalten, egomanen Charles, der seine Profilneurose nie in den Griff bekommt, aufbringt. Dazu gehört meiner Meinung nach schon eine Portion Masochismus.
Das Lesen dieses Buches wühlt jedenfalls auf, weil man weiß, dass es auf wahren Begebenheiten beruht und war für mich ein guter Einstieg in diese Thematik und Vorbereitung auf den Film " Spencer" , den ich mir sicherlich im Kino ansehen werde.
einfach tolle Unterhaltung
Wir sind schließlich wer von Anne Gesthuysen
" Wir sind schließlich wer" war mein erstes Buch dieser Autorin, aber sicherlich nicht mein letztes. Die Familiengeschichte der adeligen Familie von Betteray war sehr unterhaltsam und amüsant. Anna von Betteray kehr nach ihrer Scheidung zurück an den Niederrhein und übernimmt in einer kleinen Gemeinde die Pfarrstelle.
Mit ihrer " hochwohlgeborenen Familie" verbindet sie eigentlich nicht mehr viel, auch mit ihrer ältereren Schwester ist das Verhältnis nicht sehr gut, bis ein Ereignis, oder eigentlich mehrere die Familie wieder enger zusammenrücken lässt.
Beim Lesen dieses Romans haben ich wirklich viel gelacht und ich habe mich sehr gut unterhaltn gefühlt. Die Situation in einer kleinen Gemeinde am Niererrhein wurde sehr gut und unterhaltsam geschildert. Jeder weiss über jeden Bescheid, wenn ein Mann das Haus der Pastorin betritt, die zudem noch geschieden ist, kann das nichts Gutes bedeuten und man muss das im Auge behalten. Trotzdem steht die Gemeinde zueinander, vor allem in schweren Zeiten und auch wenn 2 die Adeligen " sich nicht immer so benehmen, wie sie von sich immer behaupten, weil sie ja was besseres sind.
Tolle Charaktere, unterhaltsame und kurzweilige Unterhaltung, einfach ein tolles Buch. Ich freue mich die anderen Bücher dieser Autorin zu lesen.
eine wunderschöne Geschichte
Das Buch der verschollenen Namen von Kristin Harmel
Schon ihr Buch " Das letzte Licht des Tages" hat mir gut gefallen. Auch dort spielt die Resistance eine große Rolle, wie auch in diesem Buch. Trotzdem hat mir dieses Buch noch besser gefallen.
Eva ist Jüdin und lebt in Paris. Als sie von einem Freund den Tip erhält, dass es in den nächsten Tagen zu Deportationen kommen soll, glaubt sie dies nicht.
Doch das unbegreifliche passiert. Duch Zufall sind ihre Mutter und sie nicht in der Wohnung , als ihr Vater abgeholt wird.Als sie erfahren, dass er nach Auschwitz abtransportiert wurde, verlassen sie Paris und gehen in einen kleinen Ort namens Aurignon, um von dort in die Schweiz zu fliehen. Doch in dem Ort lernt Eva den Widerstandskämpfer Remy kennen , der Pässe fälscht für jüdische Kinder, die über die Grnze gebracht werden sollen. Eva schließt sich der Resistance an.
Gleich von der ersten Seite an , war ich im Geschehen. Mich hat diese Geschichte von Anfang an fasziniert und das hat im Laufe des Lesens nicht eine Minute nachgelassen. Spannend und sehr kurzweilig wird die Geschichte der Personen dieses Ortes beschrieben, die versuchen den Deutschen Widerstand zu leisten, indem sie entweder Kinder beherben, bis man sie über die Grenze bringt, Papiere fälschen. oder die Widerstandskämpfer mit Materialien und Essen versorgen.
Die Personen sind mir im Laufe der geschichte sehr ans Herz gewachsen, besonders Eva und Remy , aber auch der Pfarrer des Ortes.
Die Geschichte hat mich sehr berührt, vor allem auch, weil Eva , zusammen mit Remy versucht hat die Namen der Kinder, denen man zur Flucht verhalf und die dadurch einen neuen Namen bekamen, durch einen Code in einer alten Bibel niederzuschreiben, damit man die Namen nicht vergißt und sie ihre Identität nicht verlieren. Dass dieses Buch von einer wahren geschichte inspiriert wurde, macht es für mich noch wertvoller.
Sehr lesenswert.











