Kunden em pfehlungen
Rezensionen von v_im_wunderland:
zwei spannende Porträts
Wellenflug von Constanze Neumann
Nach dem Lesen des Buches kann ich den Titel zwar immer noch nicht so recht zuordnen, aber dies schadet dem Werk denke ich nicht. Das Buch handelt von zwei Frauen. Es handelt zum einen von Anna und zum anderen von Marie. Marie ist die Schwiegertochter von Anna, aber Anna möchte zum Leid von Marie nichts mit ihrem Ehemann Heinrich, also dem Sohn Annas zu tun haben und umso weniger mit ihr.
Denn die beiden führen ein Leben, von dem Anna gar nichts hält, da es nicht Standesgemäß ist. Diese Geschichte hat mich sehr fasziniert, aber auch die "Vorgeschichte", also die Lebensgeschichte von Anna. Denn mit ihrer Kindheit und der Geschichte ihrer Eltern beginnt das Buch und erzählt von dem Aufstieg ihres Vaters, der es von ganz Unten nach ganz Oben geschafft hat. Auf diesem erarbeiteten Reichtum kann sich die Familie stützen und schafft es durch gezielte Heiratsarrangements an der gesellschaftlichen Spitze zu bleiben. Nur ihr Sohn Heinrich und ihre Schwiegertochter Marie gehören da nicht hinein. Eine sehr gelungene Familienchronik mit vielen Wendungen und Schicksalsschlägen. Ich fand das Buch sehr spannend.
Rezensionen von cr:
Griechische Sagen neu aufgesetzt
Der Sohn des Odysseus von Annika Thor
Griechische Sagen neu aufgesetzt
Wunderschön und hochwertig gestaltetes Cover des Buches - es passt auch optisch hervorragend zum Inhalt.
Das Buch handelt von dem Sohn Odysseus und greift die typischen Sagen dazu auf. Aber sie wurden modernisiert und in neuer Sprache erzählt - das ist beim Lesen nicht nur für die Zielgruppe sehr interessant, auch ich selber habe mich gut unterhalten gefühlt.
Die Geschichten sind sehr spannend aufgebaut - auch bei den Kindern geht daher das Interesse am Buch nicht verloren.
Das Buch ermöglicht es einem, gemeinsam mit Kindern in eine andere Welt einzutauchen und zu träumen. Von uns gibt es eine Empfehlung, wir hatten eine tolle Unterhaltung beim Lesen. Das ganze wird durch schön gestaltete Illustrationen ergänzt, die wirklich sehr gelungen sind und man gerne ansieht.
Schreibstil ist flüssig und absolut passend für die Zielgruppe.
Rezensionen von Claudia R:
bewegend und stark ...
Umwege sind auch Wege von Annabelle Mandeng
Klappentext / Inhalt:
»Umwege sind auch Wege!«, findet Annabelle Mandeng. Und Stoppschilder gibt es für sie nicht, es sei denn, sie hält sie selbst hoch. Ob sie von den Nachbar*innen »Schokokind« genannt wird, bei einem Autounfall fast ihren linken Arm verliert, in Pakistan als Schwarze Tochter einer blonden alleinerziehenden Mutter gemobbt wird oder Stangen und Schrauben im Rücken hat – unbeirrbar, mutig und, wenn nötig, auch geduldig bahnt Annabelle Mandeng sich ihren Weg.
Dabei lernt sie, Widerständen und rassistischen Anfeindungen mit Offenheit, Empathie, Disziplin und Humor (»der durchaus auch schwarz sein kann«) zu begegnen. Ihr Lebensmotto: Aufgeben gilt nicht!
Dann – kurz vor ihrem 50. Geburtstag – hat sie ihren Durchbruch als Schauspielerin: Für ihre Rolle in »Berlin Alexanderplatz« wird sie auf der Berlinale 2020 gefeiert. Aber Ausruhen kommt für Annabelle Mandeng nicht in Frage. Schließlich hat sie noch viel mehr vor …
Cover:
Das Cover zeigt die Autorin und Hauptfigur dieser Autobiografie. Es zeigt eine starke, mutige Frau und wirkt sehr authentisch und positiv. Ein sehr schönes Foto, welches hier auf dem Cover zu finden ist.
Meinung:
Die Autorin und Schauspielerin Annabelle Manding hat es nicht immer leicht in ihrem Leben gehabt und schon so einiges durchgemacht. In ihrer Autobiografie schreibt sie von ihren Erlebnissen, ihrer Kindheit und dem Filmdreh zu Berlin Alexanderplatz. Viele Wendungen, Unfälle und Krankheiten haben sie bisher geprägt und so einige Schicksalsschläge hat sie bereits durchgemacht und nie aufgegeben. Eine sehr mutige und bewundernswerte Frau.
Der Schreibstil ist sachlich und sehr gut nachvollziehbar. An einigen Stellen wirkt es aber dadurch aber auch sehr kühl und nüchtern. Manchmal fehlen ein wenig die Emotionen und es wird eine gewisse Distanz aufgebaut, was sehr schade ist.
Die Wechsel zwischen Kindheit und Filmdreh fand ich sehr interessant und gut gemacht. Diese haben dem ganzen etwas fesselndes gegeben, so dass man durch die Wechsel mehr erfahren wollte. Es wirkte im Großen und Ganzen alles sehr authentisch und real, jedoch manchmal etwas zu sachlich.
Eine bewegende und starke Autobiografie, bei der man einen persönlichen Eindruck zur Geschichte der Autorin und Schauspielrein Annabelle Manding erhält.
Gut haben mir der Einschub der persönlichen Bilder und Fotos der Autorin gefallen.
Eine beeindruckende und starke Biografie, die mir gut gefallen hat und die ich gern gelesen habe.
Fazit:
Eine bewegende und starke Autobiografie, die eine mutige Frau zeigt, die nicht aufgibt.
Rezensionen von begine:
Bosnische Vorfahren
Meine Eltern / Alles nicht dein Eigen von Aleksandar Hemon
In dem Roman „Meine Eltern / Alles nicht dein Eigen“ schreibt Aleksandar Hemon über seine Eltern.
Der Autor ist in Bosnien geboren. Als der Krieg 1992 dort begann war er gerade in der USA, da blieb er lieber da.
Seine Eltern immigrierten nach Kanada.
Der Autor schildert das Leben in Sarajewo und wie die Eltern das Beste versuchten.
Aleksandars Jugend war wild und mit eigenen Ansichten, wie junge Leute eben sind.
In Kanada versuchte die Mutter die Familie zusammen zu halten und der Vater befasste sich mit der Bienenzucht. Das ist eine Passion, die schon seine Vorfahren betrieben.
Die Geschichte geht oft etwas langsam und dann kommt wieder Fahrt auf.
Der Autor schreibt mit großer Erzählkunst.
Das Buch ist voller Erinnerungen gute Literatur.
Rezensionen von Claudia R:
Auftakt der Pilger-Trilogie
Das Kreuz des Pilgers von Petra Schier
Klappentext / Inhalt:
1379: Im Schutz einer Handelskarawane wollen Reinhild und ihr Gemahl in ihre Heimat Koblenz zurückkehren. Als sie von einer marodierenden Räuberbande überfallen werden, entgeht Reinhild nur knapp dem Tod, während für ihren Mann jede Hilfe zu spät kommt. Langsam erholt sie sich von den schrecklichen Ereignissen, doch sie weiß: Um ein Auskommen für sich und ihren Sohn zu haben, wird sie wieder heiraten müssen.
Ein Gedanke, der ihr Angst macht. Trotzdem wird ihr immer klarer, dass es nur einen Mann gibt, der für sie in Frage kommt – auch wenn sie sicher ist, dass ihr Vater diese Verbindung niemals gutheißen wird.
Cover:
Das Cover ist dem Thema und der Zeit des Mittelalters angepasst und gibt diese durch kleine Grafiken und Verzierungen sehr gut wieder. Optischnund von der Gestaltung ist es thematisch sehr gut gelungen. Zwei Charaktere sind am unteren Ende des Covers erkennbar. Den oberen Teil ziert ein Kreuz. Auch die Gestaltung der Schriftart und des Titels ist sehr passend gelungen.
Meinung:
Wenn man zu Beginn das Namenregister sieht, hat man erst ein wenig Bedenken, aufgrund der vielen Namen. Aber man wird sehr gut und nachvollziehbar in die Geschichte, die Zeit und auch die einzelnen Charaktere hineingeführt.
Der Beginn hat mir sehr gut gefallen und man gerät schnell in die Zeit des Mittelalters hinein. Man lernt Palmiro, Reinhild, Conlin und all die anderen nach und nach immer mehr kennen. Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und auch deren Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Man wird nicht zu sehr von den Charakteren erschlagen, sondern nach und nach kommen diese hinzu, so dass es zu Beginn keine zu große Vielzahl ist, sondern sich alles nach und nach aufbaut und so auch die Zusammenhänge nach und nach klarer werden.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es lässt sich sehr gut lesen. man kommt schnell ins Geschehen und die Zeit hinein. Es wird sehr detailliert und bildlich beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vorstellen und nachempfinden kann. So wird man regelrecht ins Mittelalter entführt.
An manchen Passagen, war es fast ein wenig zu viel und leider ließ es dadurch zwischenzeitlich an Spannung nach. Der Einstieg zu Beginn mit dem Überfall war sehr gelungen und fesselte direkt ans Buch. Zwischendurch wurde es etwas ruhiger, nahm aber dann doch wieder an Spannung und Lebendigkeit zu. Viele Ereignisse und Handlungen, die erst nach und nach aufschlussreich wurden und ein Ende, dass neugierig macht auf mehr. Ein gelungener Auftakt in eine fantastische mittelalterliche Trilogie, die sehr vielversprechend beginnt.
Zu Beginn gibt es eine Karte und ein umfangreiches Personenregister, beides empfand ich als sehr hilfreich und hat mir persönlich sehr gut gefallen. Die Kapitel sind teils etwas länger, aber auch in sich gegliedert, was das Ganze sehr angenehm macht und zu einem guten Lesefluss beiträgt. Auch die Gestaltung der Kapitelanfänge hat mir sehr gut gefallen und ich bin sehr auf die folgenden Bände dieser Reihe gespannt.
Die Geschichte ist fesselnd, emotional und steckt voller Intrigen, großer Gefühle, Freundschaft, Rivalitäten und vielem mehr. Für gute Unterhaltung ist hier allemal gesorgt und ich spreche gern eine klare Leseempfehlung aus.
Fazit:
Ein gelungener Auftakt der Pilger-Trilogie, die in das Mittelalter entführt und voller Emotionen und packender Handlungen steckt.
Rezensionen von Lerchie:
Ist es wirklich der Richtige?
Eine Familie in Berlin – Paulas Liebe von Ulrike Renk
Im 19. Jahrhundert in Berlin. In Richard, den Mann, den ihr Bruder ihr vorstellt, verliebt sich Paula Oppenheimer, Tochter eines Rabbiners der neuen jüdischen Gemeinde. Sie Nennen ihn Mer5lin, den er kann alle verzaubern mit seinen Gedichten. Paula unterstützt ihn als Muse und als Kritikerin seiner Texte.
Doch ihren Eltern ist diese Verbindung nicht recht und Paula muss kämpfen. Aber später muss sie sich auch fragen, ob Richards Art sie wirklich auf Dauer glücklich machen kann. Dies ist das Porträt einer Künstlerin in unruhigen Zeiten. Zuerst war sie Richard Dehmel Ehefrau, dann wurde sie selbst eine Schriftstellerin.
Meine Meinung
Ich habe von dieser Autorin die Serie über Ruth Meyer und ihre Familie gelesen und war davon begeistert. Was lag näher, als es auch mit dieser Serie zu versuchen. Zunächst möchte ich dazu sagen, dass sich das Buch, bedingt durch den unkomplizierten Schreibstil der Autorin, der keine Unklarheiten im Text zuließ, leicht und flüssig lesen konnte. Nichts störte meinen Lesefluss. In der Geschichte war ich auch schnell drinnen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Es geht in der Hauptsache um Paula, wie sich unschwer aus dem Titel erkennen lässt. Und um den Mann, den sie abgöttisch liebt. Ich habe mich lange gefragt, wann sie ihm endlich einen Tritt gibt, nach seinem Benehmen. Von mir hätte er längst einen bekommen. Und ich konnte ihre Eltern sehr gut verstehen, denn damals konnte man mit Kunst, egal welcher, keine Familie ernähren. (Oft kann man das sogar heute noch nicht, man braucht einen Brotberuf.) Und der Mann war Künstler, durch und durch. Auch wenn mir seine Werke manchmal etwas wirr erschienen. Mein Fall ist das nicht. Aber das hat nur bedingt etwas mit diesem Buch zu tun. Dieses Buch basiert, zumindest teilweise, auf Tatsachen um die Ulrike Renk dann eine Fiktion gesponnen hat. Es ist ein schönes Buch, auch wenn es mir am Anfang erschien, als plätscherten die Ereignisse so vor sich hin. Aber ich habe schon des Öfteren festgestellt, dass man nicht so schnell aufgeben soll, und es wurde dann – zwar erst spät aber doch noch rechtzeitig – doch noch spannend. Ich bereue nicht, es gelesen zu haben. Bis es aber spannend wurde, fragte ich mich, ob ich mir hiervon wirklich den zweiten Band antun wollte, denn leider war es eben bis dahin nur mäßig schöne Unterhaltung. Aber nun sage ich mir, dass der zweite Band es wohl wert ist, ihm eine Chance zu geben. Auf die Ehe der Dehmels möchte ich nicht näher eingehen, das muss der geneigte Leser selbst lesen. Ich kann diesem Buch, eben wegen der sanft plätschernden Ereignisse, nur gerade so vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten geben.
Rezensionen von PMelittaM:
Spannend, gut recherchiert und sehr lesenswert
Das Kreuz des Pilgers von Petra Schier
1379: Palmiro Bongert war mit seinem Freund Conlin von Langenreth im Heiligen Land. Auf dem Rückweg nach Koblenz treffen sie auf eine Handelskarawane von Palmiros Verwandten, Reinhild von Winneburg-Manten und ihrem Ehemann Gottfried. Bei einem Überfall stirbt Gottfried. Gut, dass Reinhild Familie und Freunde hat, auf die sie sich verlassen kann, aber irgendwann wird sie vielleicht wieder einen Ehemann an ihrer Seite benötigen.
Palmiro möchte sein eigenes Handelskontor aufbauen. Eigentlich sollte Gottfried sein Partner sein, nun steht auch er alleine. Auch Conlin hat es nicht einfach, er hat große Probleme mit seiner Familie und wird wohl seine Zukunftsvorstellungen ändern müssen.
Wer die Kreuztrilogie der Autorin kennt, wird hier viele bekannte Charaktere wiedertreffen, denn der Roman ist eine Fortsetzung. Die damaligen Protagonisten treten in den Hintergrund, sind aber immer noch aktiv. Aber nicht nur mit Charakteren aus der Kreuztrilogie gibt es Wiedersehen, in Köln treffen wir zusammen mit Conlin u. a. eine beliebte Protagonistin als Kind. Ich liebe solche Querverbindungen und hatte großen Spaß daran.
Auch die neuen Charaktere gefallen mir gut, Petra Schier hat sowieso ein Händchen dafür, diese tiefgehend zu zeichnen. Mein Lieblingscharakter hier ist Palmiro, der ein Geheimnis in sich trägt, aber allgemein sehr offen ist. Er vertraut auf seine besondere Gabe, und ist dadurch ein sehr liebenswerter Mann. Sein Geheimnis ist etwas, was man in historischen Romanen eher selten findet, aber die Autorin hat auch hier die richtigen Worte gefunden. Das Wort „Gabe“ verrät zudem eine weitere Besonderheit, es schwebt ein Hauch Mystik durch den Roman, wie man es auch aus der Kreuztrilogie bereits kennt. Im Nachwort kann man Petra Schiers Meinung dazu lesen. Ich selbst finde diesen Hauch Mystik auch durchaus passend zu einem Roman dieser Zeit, in dem die Menschen noch anders glauben als wir heutzutage.
Neben den Charakterzeichnungen sind auch die Dialoge sehr gelungen, und bringen einen durchaus zum Nachdenken. Vor allem Palmiro gibt einige schlaue und nachdenkenswerte Dinge von sich. Er hat zudem etwas aus dem Heiligen Land mitgebracht, das ihn in Gefahr bringen könnte – das bringt Spannung ins Spiel, aber auch einen Charakter, der sehr ambivalent ist, und sicher noch ein Paar Überraschungen in den weiteren Bänden liefert.
„Das Kreuz des Pilgers“ ist nämlich der Beginn einer neuen Trilogie, so bleibt das Ende offen, ja, es gibt auch den einen oder anderen Cliffhanger – leider muss man nun erst einmal wieder auf die Fortsetzung warten.
Petra Schiers neuer historischer Roman, der gleichzeitig der Start in eine neue Trilogie ist, hat mir wieder sehr gut gefallen. Man trifft alte Bekannte, aber auch interessante neue Charaktere, man erlebt spannende Lesestunden, erhält aber auch nachdenkenswertes und einen gut recherchierten Roman. Ich vergebe sehr gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für alle Fans historischer Romane.
Rezensionen von Sago:
Odyssee und viel mehr
Der Sohn des Odysseus von Annika Thor
Schon als Kind mochte ich die Sagen rund um den Trojanischen Krieg. Annika Thor liefert hier eine wunderbare Neuerzählung mit ganz anderer Perspektive und interessanten Twists. Gleichzeitig ist es eine überzeugende Coming of Age-Story, denn Held der Geschichte ist nicht Odysseus selbst, sondern sein Sohn Telemachos.
Ein Jahr alt war Telemachos, als Odysseus gegen seinen Willen in den Trojanischen Krieg gelockt wurde. Odysseus' List hat den Griechen den Sieg gebracht. Doch Telemachos und seine Mutter Penelope warten vergebens auf die Rückkehr von Odysseus, des Königs von Ithaka. Was seinen Vater aufhalten könnte, erzählt Telemachos Kinderfrau ihm in Nacherzählungen ihrer farbenprächtigen Träume. Auch Penelope und Telemachos selbst haben solche Träume. Dabei lässt die Autorin stets raffiniert offen, ob es sich dabei um die Realität handelt.
Zehn Jahre des Wartens vergehen. Während Telemachos darum kämpft, ohne väterliches Vorbild zum Mann in Haus und Thronsaal heranzureifen, sammeln sich die Freier um Penelope, die Odysseus für tot erklären und die Macht auf Ithaka übernehmen wollen. Als selbst Telemachos' Leben bedroht scheint, macht sich Telemachos auf, seinen Vater zu suchen. Werden ihm die Götter zur Seite stehen wie einst seinem Vater?
Die Autorin zeigt Telemachos als Protagonisten mit all seinen Schwächen und Unsicherheiten, was ihn nur umso sympathischer macht. Gleichzeitig eröffnet sie hier einen ganz anderen Blick auf den großen Helden Odysseus und zeigt, dass häufig alles nicht so ist, wie es scheint. Auch Penelope ist keine bloße Randfigur, sondern eine starke Frau, die eigentlich fähig wäre, allein zu herrschen.
Mit dem überraschenden Ende, das gleichzeitig eine schöne Botschaft transportiert, hat mich Annika Thor vollends von ihrer Geschichte überzeugt.
Das Buch ist eigentlich als Jugendbuch ausgewiesen und mit schönen Schwarz-Weiß-Zeichnungen geschmückt. Durch das Thema ist es zwanglsläufig nicht frei von Brutalität. Ich habe mich als Erwachsene ebenfalls als zur Zielgruppe gehörig gefühlt.
Rezensionen von carola1475:
Der Tod gehört zum Leben
Was bleibt, wenn wir sterben von Louise Brown
Das Cover gefällt mir gut, es passt zum Buch und steht für mich für Loslassen, Freiheit, Aufbruch in noch unbekannte Gefilde. Der Schreibstil ist flüssig, sehr angenehm zu lesen und hat mich mit seinen klaren und doch einfühlsamen Worten von Anfang an mitgenommen.
Das Buch besteht aus vielen kurzen Kapiteln, in denen Louise Brown unterschiedliche Aspekte der Trauer anschaulich beschreibt.
Der Tod beider Eltern innerhalb weniger Monate konfrontierte die Journalistin Louise Brown mit einer tiefen Trauer. Bis dahin hatte sie sich kaum mit dem Tod geliebter Menschen auseinandersetzen müssen und sie empfand die Trauerfeiern bei den Beerdigungen der Eltern als unbefriedigend und den geliebten Menschen nicht gerecht werdend. Ihr eigener langer Trauerprozess, die Auseinandersetzung mit dem Tod und unserer Endlichkeit und die Begegnung mit einer Trauerbegleiterin führten dazu, dass sie als Trauerrednerin zu arbeiten begann.
Das Buch will kein Ratgeber sein, sondern erzählt von zahlreichen Begegnungen und persönlichen Gesprächen mit Trauernden, in denen die Verstorbenen durch Erinnerungen und Gefühle bei den Hinterbliebenen lebendig bleiben. Diese Erinnerungen spenden Trost und die immer individuelle Erfahrung der Trauer macht den Menschen verletzlicher und empathischer, die Sicht auf das Leben und darauf, was wichtig ist, kann sich ändern.
Die Autorin ermuntert uns, unsere Trauer zu leben und sie nicht zu verstecken, und uns mit dem Tod zu beschäftigen, darüber zu reden, denn dadurch wird er weniger groß und erschreckend.
Ich empfehle das Buch jedem, der bereit ist, sich mit dem Tod und der eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen. Dieses Thema geht früher oder später jeden an.
Rezensionen von büchernarr:
Eine herrlich romantische Geschichte mit viel französischem Flair
Die Zeit der Kirschen von Nicolas Barreau
Hierbei handelt es sich um eine nette Liebesgeschichte um Liebe, Eifersucht und Vertrauen. Durch eine Verwechslung in der Redaktion des Guide Michelin bekommt Aurelie mit ihrem kleinen Restaurant einen Stern. Der eigentliche Gewinner fühlt sich übergangen und meldet sich bei Aurelie. Dabei lernen sie sich kennen und sie schwärmt ihrem partner André von dem Sternekoch Jean-Marie Marronnier vor.
Aber dies ist noch nicht alles, denn sie beschließt einen Kochkurs bei ihm zu machen, was Andre mehr als eifersüchtig macht.
Nicolas Barreau beweist wieder mal, dass er eine wunderschöne Schreibart besitzt, poetisch und gefühlvoll, die den Leser direkt in das Geschehen verführt. Nach dem ersten teil hat er auch hier eine herrlich turbulente und romantische Geschichte mit viel französischen Flair erschaffen. Seine Sätze gehen ans Herz und haben mich sehr beeindruckt. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen. Ein Gute Laune Buch für jeden Leser!









