Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Vicky:
Der Mut der Verzweiflung
Die Ärztin - Eine unerhörte Frau von Sabine Fisch
'Die Ärztin – Der Weg einer unerschrockenen Frau' ist ein medizinhistorischer Roman der Autorin Sabine Fisch. Gleichzeitig bildet die Geschichte den zweiten Teil der Trilogie 'Die Ärztin'.
Das Cover ist wunderbar und sehr passend zur Zeit gestaltet, ich finde es fantastisch auf die damalige Zeit und Geschichte abgestimmt.
Außerdem passt es gut zur Reihe und der Wiedererkennungswert ist somit auf jeden Fall gegeben.
Unter 'Über das Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um Dr. Amelie von Liebwitz, die sich für den militärischen Dienst im Bosnien meldet, holen. Der historische Roman umfasst einen Prolog und sechsunddreißig Kapitel. Die Erzählung wechselt zwischen zwei Handlungssträngen, einer spielt ab dem Jahr 1915 in Berlin bzw. Bosnien und der andere im Wien des Jahres 1950. Ich find es interessant das Amelie im Jahr 1950 ihre Vergangenheit und Erlebnisse Revue passieren lässt. Die Geschichte spielt hauptsächlich während des Ersten Weltkrieges, das fand ich interessant. Ich fand die Erzählungen realistisch und dennoch mitreißend. Die Ressourcenknappheit im Krankenhaus bzw. Feldlazarett fand ich schlimm, ich litt während des Lesens oft mit den Patienten mit.
Amelie ist zwar eine fiktive Figur aber das Buch basiert auf wahren Begebenheiten. Die Autorin schafft es einen in die Geschehnisse mit rein zu ziehen und alles lebendig werden zu lassen, man fühlt sich als wäre man mittendrin. Das Glossar zu altmodischen und medizinischen Begriffen am Endes des Buches fand ich gut und hilfreich. Irritierend fand ich es allerdings, dass die Wörter nicht alphabetisch sortiert waren.
Die Buchhinweise und Verweise zu Internetseiten am Ende des Buches haben mir persönlich noch viele weitere interessante Infos zur damaligen Zeit geliefert! Einige davon sind auf meiner Leseliste gelandet.
Fazit: Ein gelungener historischer Roman mit wahrem Kern. Ich fand die ersten Ärztinnen in der k.u.k. Armee fantastisch und bewundernswert. Dieser Band ist mindestens so interessant wie der erste Band über Dr. Amelie von Liebwitz, vielleicht sogar spannender! Ich freue mich bereits auf den Abschluss der Trilogie.
Rezensionen von Katzenmicha:
Das Shakespear Sonett und Mondrian
Sein oder Totsein von Jürgen Seibold
Robert Mondrian hatte ja gehofft das seine unfreiwillige Mithilfe an der Mordserie „Schneewittchen Morde“ zu Ende ist.Und das er nun ein ruhiges Leben als Buchhändler in der kleinen Stadt Remslingen führen kann.Den in dem Städtchen weiß Niemand von seinem Vorleben.Als dann bei einem Mordopfer ein Schriftstück mit einem Gedicht auftaucht,bittet Kommissar Neher Mondrian um seine Mithilfe bei der Aufklärungdes Mordes.
Mondrian erkennt ein Shakespeare Sonett,dessen Zeilen aber total durcheinander sind.Eine verschlüsselte Botschaft scheint sich darin zu befinden.Dann schleicht plötzlich ein geheimnisvoller Mann nachts um Mondrians Buchhandlung-wird Mondrian beobachtet???
Mit Hilfe seinenes Mitarbeiters Alfons und dessen Freundin beginnt er zu ermitteln….
Der Autor Jürgen Seibold hat enen super Schreibstil,schnell baute sich alles vor meinem inneren Auge auf,die Charaktere fand ich super und an ihrer Seite war es sehr spannend alles mitzuerleben.Es ist bereits der zweite Band der Reihe,die man aber unabhängig von einander lesen kann.Viel zu schnell war das Buch gelesen,sehr gerne 5 Sterne für den spannenden Krimi.Ich bin gespannt und hoffe auf einen weiteren Fall des Buchhändlers und seines Teams.
Rezensionen von Petra Gruber:
Porträt einer Ehe
Barbara stirbt nicht von Alina Bronsky
Walter Schmidt war es gewohnt, dass seine Frau alles im Haushalt regelt. Sie kocht, sie putzt, sie macht die Wäsche. Doch eines Tage findet er sie am Boden liegend im Bad, er hilft ihr zurück ins Bett und hofft, dass es am nächsten Tag wieder sein würde wie früher. Das tut es aber nicht. Barbar bleibt im Bett, fühlt sich schwach.
Walter Schmidts Taktik im Leben ist es zu verdrängen. Er nennt die Freundin seiner Tochter hartnäckig ihre „beste Freundin“, will keine Hilfe,… Doch diesmal funktioniert das nicht. Barbara kommt nicht so schnell wieder auf die Beine. Der grummelige Walter, der stolz darauf ist, dass er seine Frau nie geschlagen hat, der sich etwas darauf einbildet, dass er Barbara nicht arbeiten gehen ließ und ihr jetzt erlaubt, ihren Aktivitäten nachzugehen (Yoga, Freiwilligenarbeit im Jugendzentrum,...), der rassistisch und unfreundlich ist, ist kein Sympathieträger, doch jetzt hat er eine Mission: Barbara muss essen, damit sie wieder zu Kräften kommt. Keine einfache Aufgabe, denn Walter weiß nicht einmal, wo der Kaffee steht, geschweige wie man Kaffee kocht. Mit seiner ihm eigenen Sturheit beginnt er, sich selber das Kochen beizubringen. Hilfe findet er im Internet bei einer Kochsendung und bei der jungen blauhaarigen Bäckereiverkäuferin.
Bitterböse, komisch und total traurig zugleich ist diese Geschichte. Walter ist wirklich ein Mensch, bei dem es schwer fällt, ihn zu mögen. Er macht auch in dieser Geschichte keine wundersame Wandlung durch und wird zum lieben, umgänglichen Menschen. Aber innerhalb seiner Grenzen verändert er sich und wie er versucht, seine Frau zum Essen zu bewegen, ihr sogar Borschtsch kocht, den sie liebt, den er sie aber nie kochen ließ, das ist berührend. Gleichzeitig möchte man ihn schütteln und sagen: „Mach doch die Augen auf vor der Realität!“
„Barbara stirbt“ ist ein ganz besonderes Buch, denn es ist witzig und böse und zugleich sehr berührend und traurig. Walter will man eigentlich hassen, aber in seiner Hilflosigkeit und seinen Bemühungen und seinem hartnäckigen Verdrängen gewinnt man ihn dann trotzdem irgendwie lieb. Es ist ein Roman über Familie, über alte Rollenbilder, über Abschied und über Freundschaft.
Ich mag Alina Bronskys Bücher, mit „Barbara stirbt“ ist ihr wieder ein großartiger Roman gelungen. Unbedingt lesen!
Rezensionen von Claudia R:
Glücksgedanken ...
Die Kunst, einen Elefanten zu reiten von Ronald Schweppe; Aljoscha Long
Klappentext:
Im Kaffeehaus beschließen Max und Balduin, das Glück zu erforschen. Je genauer sie hinsehen, desto mehr entdecken sie, dass es in allem, auch in den kleinen Dingen um sie herum ist. Sie lernen beispielsweise von Lili, der verrückten Tänzerin, das Glück des Vergessens, von Ferdinand, dem depressiven Langweiler, was Freiheit bedeutet und von einem Elefanten das unübertreffliche Glück der Vorfreude.
Ihre zahlreichen, inspirierenden Erkenntnisse halten die beiden Freunde in einem Glücksbuch fest und verstehen nach und nach, dass man tatsächlich lernen kann, glücklich zu sein.
Cover:
Das Cover ist niedlich gezeichnet und gestaltet. Man erkennt einen fröhlich gezeichneten Elefanten auf blauem Hintergrund. Ein Cover, das neugierig macht.
Meinung:
Bei ihren alltäglichen Gesprächen im Kaffee stoßen Max und Balduin darauf das Glück näher zu erforschen. Man lernt die beiden Freunde und ihre Bekannten und Familie in vielen kleinen Storys und Geschichten näher kennen und als Pointe ziehen sie meist einen Glücksspruch für ihre Nachforschungen daraus.
Es ist sehr poetisch und philosophisch angehaucht und man kann so einiges über das Glück und Glücklich sein erfahren und auch für sich daraus ziehen. Die resultierenden Sprüche sind sehr interessant und die Idee die dahinter steckt hat mir persönlich sehr gut gefallen.
An manchen Stellen hätte ich gern etwas mehr erfahren. Und teils blieben für mich die Charaktere recht blass, aber die stehen hier auch nicht direkt im Vordergrund, sondern eher die Geschehnisse die aus diesen folgern und somit die Weisheiten rund ums Glück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut lesen. Die kurzen Kapitel tragen zu einem leichten und lockeren Lesefluss bei. Man kommt sehr schnell und gut voran.
Auch die Gestaltung des Buches hat mir sehr gut gefallen mit den vielen kleinen Verzierungen. Die wichtigen Glückssätze sind optisch, durch kursive Schrift, hervorgehoben und die Kapitelanfänge durch kleine Grafiken untermalt.
Ein niedliches kleines Buch für Zwischendurch mit kurzen knappen Weisheiten, die zum Nachdenken anregen und für etwas poetische und philosophische Unterhaltung sorgen.
Fazit:
Niedliche kleine Geschichte für Zwischendurch mit poetischen und philosophischen Ansätzen zum Thema Glück.
Rezensionen von Meli:
Gelungene Liebesgeschichte, aber ein bisschen überladen mit Action und Spannung
The promises we made. Als wir uns wieder trafen von Simona Ahrnstedt
Seit jener furchtbaren Nacht vor fünfzehn Jahren haben sie sich nicht mehr gesehen, aber jetzt soll Dessie für die Sicherheit ihres Ex-Freundes sorgen. Sam hatte es mit seiner Herkunft schon immer schwer in Schweden, aber inzwischen ist er ein erfolgreicher Hotelbesitzer, der jedoch bedroht wird und sich daher an eine private Sicherheitsfirma wendet.
Dessie ist sehr ehrgeizig und professionell, geradezu abweisend und ganz anders, als Sam sie in Erinnerung hat. Ihr Job als Personenschützerin hat sie abgehärtet, aber hier fühlt Dessie sich gut aufgehoben, sie hat gute Instinkte, die bei ihrer Arbeit lebensrettend sein können, und fühlt sich stark. Aber die Gefahren, in die sie sich begibt, hinterlassen auch Spuren, körperlich und seelisch. Sam ist inzwischen zwar sehr erfolgreich, aber wegen seiner Hautfarbe wird er oft noch diskriminiert und nun sogar bedroht.
Als Dessie und Sam sich nun wiedersehen, stehen viele unausgesprochene Dinge zwischen ihnen. Beide sind wütend und verletzt, können sich aber auch nicht voneinander fernhalten. Die tiefen Gefühle von damals sind immer noch da und sie können nicht bestreiten, dass sie einander nie vergessen konnten. Auch Dessies Professionalität stellt ein Hindernis zwischen ihnen dar, denn sie nimmt ihren Job sehr ernst und passt sehr gut auf ihren Schützling auf. Dass Sam es nicht ertragen kann, dass Dessie sich seinetwegen in Gefahr bringt, macht den Job auch nicht leichter, aber es bringt noch mehr Spannung in ihre Geschäftsbeziehung.
In diesem Buch ist wirklich viel los. Eigentlich ist es ein Liebesroman, aber es gibt unglaublich viel spannende Handlung, die ein bisschen ablenkt. Erstmal diese furchtbare Nacht vor fünfzehn Jahren, die Sam und Dessie trennte, dann Dessies neustes Trauma, das sie immer noch verfolgt, und noch die Bedrohung, vor der Dessie Sam eben beschützen soll. Dazwischen geht es um Rassismus, Sexismus und Vorurteile, die Protagonisten verarbeiten ihre persönlichen Dramen und erkunden ihre neu entfachten Gefühle. Es gibt wirklich kaum eine ruhige oder langweilige Minute und man kommt wirklich gut durch das Buch, aber ich fand schon, dass es fast ein bisschen zu viel war. Vor allem das Ende war mir dann etwas zu übertrieben dramatisch, das Buch hätte das gar nicht gebraucht, denn die Charaktere und ihre Gefühle waren schon interessant genug, um eine spannende Liebesgeschichte zu erzählen.
Fazit
In "The Promises We Made" haben mir die Charaktere und ihre Liebesgeschichte sehr gut gefallen und ich fand die Geschichte zwar spannend, aber leider auch etwas zu überladen. Ein bisschen weniger Action und Drama hätte hier auch nicht geschadet!
Rezensionen von Lealein1906:
Eine abenteuerliche Reise
The promises we made. Als wir uns wieder trafen von Simona Ahrnstedt
„Flucht nach Patagonien“ war leider nicht ganz so, wie ich mir das Buch vorgestellt hatte, es war auch nicht immer ganz einfach zu lesen. Am Ende war die Geschichte trotzdem ganz interessant und hatte einfach auch ein paar ziemlich gute Momente. Deswegen gebe ich drei Sterne.
Durch den Klappentext hatte ich eigentlich eher den Eindruck, dass es eher um Eugenia Errázuriz, eine Kunstmäzenin, gehen sollte, mit bei ihrer Reise dabei ist der Innenarchitekt Jean-Michel Frank.
Als das Buch mit der Sicht von Frank begann, dachte ich noch, dass es vielleicht ein Wechselspiel wird, aber tatsächlich bleibt es bei Frank und seinem Leben (auch wenn es natürlich eng mit Eugenias verknüpft ist und man auch über sie viel erfährt). Trotzdem steht Frank eindeutig im Vordergrund, was ich einfach nicht erwartet hätte.
Die Geschichte bietet allerdings viel zu erzählen, die beiden sind unterwegs nach Patagonien, um dort ein Grandhotel zu eröffnen. Zeitgleich spitzt sich die Lage in Europa zu, der Zweite Weltkrieg steht vor der Tür. Ich muss zugeben, dass es mir nicht immer leicht gefallen ist, bei der Geschichte am Ball zu bleiben, das lag gar nicht am Schreibstil, der gut zu lesen ist, sondern wohl eher daran, dass die Gedanken von Frank (die schon auch interessant waren) im Gegensatz zu spannenden Handlungen überwiegen. Trotzdem gibt es immer wieder oben erwähnte Momente, zum Beispiel wenn man herausfindet, dass er der Onkel von Anne Frank ist, oder ein sehr spannender Flug mit der Flugzeugpionierin Amelia Earhart. Da kriegt man auf einmal einen ganz anderen Bezug zu der Geschichte. Auch das Ende bringt noch einmal Tiefe in die Geschichte. Deswegen drei Sterne, aber keine ganz klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Lealein1906:
Hund oder Katze - Wer war zuerst da?
The promises we made. Als wir uns wieder trafen von Simona Ahrnstedt
Wann gehts rund beim Hund? - Wann macht die Katz Rabatz? Mit diesen zwei Fragen beschäftigt sich dieses Wendebuch. Das Konzept von Wendebüchern kennen meine Tochter und ich schon und fanden es schon immer recht lustig. Man kann das Buch entweder von der einen oder der anderen Seite lesen und am Ende führen die beiden Geschichten zusammen.
Zwei in Eins sozusagen.
Hund Max entdeckt die Welt am Tag, schnüffelt herum, geht Gassi und hat viel zu entdecken.
Mieze starten hingegen in der Nacht, kommt aber an den gleichen Orten wie Bello vorbei und natürlich gibt es da auch immer anderes zu erleben.
Auf den Doppelseiten ist immer nur wenig Text und dafür viel anzuschauen, die Texte sind recht lustig geschrieben und für Kinder gut verständlich, das passt also. Man kann die beiden Tiere und was sie den Tag über so machen, kennenlernen. Die Illustrationen haben uns sehr gut gefallen, es ist schön bunt und gibt doch auch einige Details zu entdecken.
Also alles in allem ein gelungenes Kinderbuch, das vier Sterne von uns bekommt.
Rezensionen von Lealein1906:
Tennis mit Julius
Julius oder die Schönheit des Spiels von Tom Saller
„Julius oder die Schönheit des Spiels“ ist ein wahnsinnig bewegender Roman, den ich nur so verschlungen habe. Tom Saller beherrscht einfach eine unwiderstehliche Erzählkunst und arbeitet so nicht nur ein sportliches Thema, sondern auch ganz andere Themen auf, wie den Nationalsozialismus und Homosexualität.
Julius von Berg ist ein erfolgreicher Tennis-Nachwuchsspieler, der sich nach und nach als Profi etablieren kann und auch einige Erfolge feiert. Das Ganze beruht auf einer wahren Begebenheit, aber Saller hat einen Roman daraus gemacht. Trotz der vielen schönen Tennisszenen und des interessanten Aufbaus nach einem Tennisspiel (erster Satz, etc), ist das Buch nicht nur etwas für Tennisfans, es geht um viele Bereiche aus dem Leben, um Liebe und Leid, Freude und Spiel. So hat Julius in der Zeit des Nationalsozialismus ganz schön zu kämpfen, muss schwerwiegende Entscheidungen treffen und die Konsequenzen dafür tragen. Das Buch zeigt, wie viel Freude es im Leben kann, aber auch wie viel Leid.
Vom ersten Satz an war ich von der Geschichte gefesselt, die mit dem jugendlichen Julius beginnt. So lernt man ihn von klein auf kennen und kann seine Entscheidungen als Erwachsener besser nachvollziehen. Der Schreibstil von Saller hat mir schon immer gut gefallen und ist auch hier wieder grandios. Es bleibt oft bei Andeutungen, die aber trotzdem alles sagen. Außerdem versteht er es wunderbar, eine spannende Geschichte mit allen Facetten zu erzählen und nichts auszusparen.
Der Roman lebt auch von den Figuren, die ganz unterschiedliche Charaktere sind. So zum Beispiel Julie, die eine bedeutende Rolle in Julius‘ Leben spielt und einen ganz eigenen Kopf hat. Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen und empfehle dieses Buch auf jeden Fall herzlich weiter, klare fünf Sterne.
Rezensionen von bibliofreund:
Psychologisch äußerst raffiniert
SCHWEIG! von Judith Merchant
Ein packender neuer Thriller von Judith Merchant, der keinen unberührt lassen wird. Denn dieser Thriller hat meiner Meinung nach alles: einen guten, spannenden Plot, eine fesselnde Erzählweise, tolle Protagonisten mit Ecken und Kanten, Ereignisse die nach und nach ans Licht kommen und eine überraschendes Ende, dass als Highlight nicht vorhersehbar ist.
Esther und Sue sind zwei Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten: die eine, Esther ist verheiratet und lebt der stressigen aber glücklichen Alltag einer vielbeschäftigten Mutter und Ehefrau und die andere Sue, lebt mitten im Wald in einem einsamen großen Haus ein einsames zurückgezogenes Leben. Als Esther ihre Schwester einen tag vor Heiligabend besuchen möchte, kommen so einige Wahrheiten ans Licht und die Situation eskaliert mit dem Auftauchen von Esthers Ehemann. Seite um Seite wird dem Leser immer wieder klar, dass er in die Irre geführt wurde und dass das Gesamtbild doch nicht so ist, wie sich am Anfang der Geschichte jeder ausgemalt hat. Mit Zeitrückblicken der Protagonisten, die abwechselnd in der Ich Form ihre eigene Sicht offenbaren, wird dem Leser Stück für Stück offenbart was sich hinter dem Schauspiel versteckt.
So gekonnt wie Merchant ihn beschriebt habe ich lange nicht mehr den gelungenen Erzählstrang eines Thrillers gelesen. Psychologisch raffiniert, ohne viel Schnick Schnack, Blut und Brutalität ist der Autorin ein Meisterwerk gelungen.
Rezensionen von bibliofreund:
Wissenswertes Dino Buch
Der Ravensburger Dinosaurier-Atlas - eine Zeitreise zu den Urzeitechsen von Anne Rooney
Jeder der sich für Dinosaurier interessiert, und so eine Phase verbringen bestimmt fast alle Kinder, in verschiedenen Altersstufen, hat bestimmt zumindest ein Buch über Dinosaurier zu Hause. Das Wichtige ist aber, dass es nie ein Dinosaurier Buch zu viel ist. So dachte wahrscheinlich auch der Ravensburger Verlag und veröffentlichte mit dem Dinosaurier Atlas ein kompaktes Sachbuch, das die unterschiedlichsten Dinosaurier geordnet nach der Herkunft des Kontinents vorgestellt.
Neben den altbekannten Dinos, die vor allem seit Jurassic Park den meisten bekannt sind (siehe Tyrannosaurus, Brondosaurus, Carnotaurus usw) werden hier auch weniger bekannte Exemplare vorgestellt. Zusätzliche aufklappbare Türchen offenbaren weitere interessante Informationen und peppe das Buch etwas auf. Die Illustrationen der Dinosaurier fand ich nicht so ansprechend weil der abstrakte Stil nicht so ganz meinem Geschmack entsprach, dafür ziehe ich ein Stern ab.
Insgesamt jedoch handelt es sich hier um ein spannendes Buch in dem es wirklich vieles zu entdecken gibt.









