Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von SLovesBooks:

Super Idee

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal von Fast Valentina

Meine Meinung:

Das ein oder andere Buch von Valentina Fast habe ich bereits gelesen. Sie haben mir eigentlich immer gut gefallen. Von daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Auch der Klappentext klang vielversprechend, also musste ich es lesen.

Die Storyline finde ich genial. Die Idee hat mir richtig gut gefallen, auch wenn sie hier und da an bereits existente Werke erinnert, aber mehr als eine blasse Erinnerung bleibt im Gesamtkonzept nicht.

Ein klarer Kritikpunkt ist angesichts dieser wirklich interessanten Welt und Idee aber leider, dass ich das Gefühl habe, dass die Autorin viel Potential verschenkt hat. Ich konnte es gar nicht glauben, dass es sich um einen Einzelband handelt, was grade in der Fantasy überaus unüblich ist. Hier hätte man als Lektor etc. ansetzen sollen und der Autorin die Idee nahe bringen sollen noch mehr Material einzubringen und das Buch über eine mehrteilige Serie zu strecken. Denn genau das wäre hier unproblematisch gegangen und hätte dem Buch gut getan. Ich meine damit nicht zwangsläufig, dass es gedrängt ist, sondern dass mir Einzelheiten fehlen. Es geht einfach zu schnell vorbei. Es hat mehrere Einfallstüren für eine breitere Geschichte gegeben. Wie bereits oben geschildert finde ich die Storyline genial. Die Geschichte ist fesselnd und die Ereignisse interessant nur hätten sie eben nicht so schnell abgehandelt werden müssen. Das was ich oft bei anderen Fantasy-Romanen kritisiere ist, dass sie versuchen eine einfache Story bis ins unendliche über zehntausend Bände zu spannen, obwohl die Geschichte einfach nicht mehr her gibt, was oft zu langatmigen Geschichten führt. Hier ist es wohl genau andersherum. Aber nichtsdestotrotz ist es eine fesselnde und schöne Geschichte und ich bin glücklich sie gelesen zu haben.

Die Charaktere fand ich nicht ganz so überzeugend wie die Handlung. Sie sind zwar schön ausgearbeitet aber grade die weibliche Protagonistin finde ich nicht immer authentisch. Sie ist recht langsam. Der Leser wird überwiegend einen enormen Wissensvorsprung haben, den die Protagonistin nicht schnell genug wieder aufarbeitet. Das ist bisweilen etwas ermüdend. Ansonsten finde ich sie ihrem Alters entsprechend. Den Namen finde ich aber grausam. Mich würde wirklich interessieren ob es anderen Lesern auch so ging. Normalerweise nehme ich Namen als gegeben hin und denke da nicht drüber nach. Aber diesmal hat es mich sowohl genervt als auch gestört.
Die Liebesgeschichte hat mich nicht vom Hocker gehauen, war aber nett anzusehen. Die Nebencharaktere hätten in einem Mehrteiler noch mehr Aufmerksamkeit erfahren, was ich wirklich gerne gelesen hätte.

Der Schreibstil ist gewohnt locker und schnell lesbar. Mir gefallen die Beschreibungen und die Dynamik der Dialoge. Er ist so wie man es von Fast schon aus anderen Werken gewohnt ist.

Insgesamt hat mir das Buch trotz der Kritik gut gefallen. Es hätte wie gesagt mehr Potential gehabt, aber das Vorliegende konnte mich ebenfalls begeistern und von der Ideenqualität der Autorin überzeugen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von SLovesBooks

Rezensionen von yellowdog:

Cassie & Flyte

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal von Fast Valentina

Cassie Raven ist Sektions-Assistentin der Gerichtsmedizin, es geht also in Richtung Forensik-Thriller.
Cassie ist ein cooler, erfrischender Charakter, die sogar mit ihren Leichen redet, das zeigt sie sind ihr nicht egal. Eine solche Figur ist im Forensikthriller-Genre auch notwendig um sich abzugrenzen.

Cassies Arbeit wird relativ detailliert beschrieben.Doch durch sorgfältige und behutsame Beschreibungen wird es nicht gruselig.
Zweite Hauptfigur ist die Polizistin Phyllida Flyte.

Cassies Großmutter Babcia ist ebenfalls eine tolle Figur.
Aber am Besten sind die Szenen zwischen Cassie und Flyte.

Der erste Vorfall ist der rätselhafte Diebstahl einer Leiche.
Dann wird Cassie in einem Fall persönlich beteiligt, denn eine Tote ist ihre ehemalige Professorin, die sie immer fördete. Klar, dass Cassie sich dem besonders engagiert annimmt.
Weiterhin sind die Beschreibungen von Cassie und ihren Beziehungsängsten gut gemacht.

Der Roman macht viel Spaß.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog

Rezensionen von heinoko:

Ein grandioses Kammerspiel der verletzten Seelen

SCHWEIG! von Judith Merchant


Angelockt von einem großartig gestalteten Cover, minimalistisch und erschreckend gleichermaßen, las ich mich nahezu ohne Pause durch diesen ganz besonderen Thriller, der eigentlich eher ein Kammerspiel, ein Psychogramm der verletzten Seelen ist.

Zwei Schwestern. Esther ist die ältere. Sie hat Mann und zwei Kinder.

Sie will es stets perfekt. Sie rackert sich ab. Ihr Wille ist wie ein Rammbock. Und sie ist die Verantwortliche. Für alles, nur nicht für sich selbst. Sue ist die jüngere. Sie lebt allein in einem viel zu großen Haus mitten im Wald. Sie ist die Schwache, Schutzbedürftige, die Kindgebliebene. So scheint es. Am Tag vor Weihnachten fühlt sich Esther verpflichtet, zu Sue, der Einsamen, zu fahren. Was sich dort abspielt, muss man lesen!

300 Seiten lang hält uns die Autorin gefangen, indem sie aus wechselnden Perspektiven sowohl Esther, als auch Sue aus ihrer jeweilig ganz eigenen Sicht der Dinge berichten lässt. Erst gegen Ende kommt auch Martin, der Mann von Esther, zu Wort. 300 Seiten lang lese ich und kann nicht aufhören, obwohl ich zunehmend aggressiv werde. Diese toxische Schwester-Schwester-Beziehung, manipulativ, übergriffig, besitzergreifend, dramatisierend macht mich wütend, denn eigentlich möchte ich mich auf die Seite einer der Schwestern stellen. Aber kaum habe ich einen Funken Verständnis für eine von beiden entwickelt, verändert sich die Konstellation wieder völlig. 300 Seiten lang gerate ich permanent zwischen die Fronten, werde geradezu aufgerieben zwischen den Sichtweisen, hin und her. Körnchenweise und sehr subtil streut die Autorin dazu erhellende Informationen aus der Vergangenheit der beiden Schwestern ein. Gekonnt geschrieben ist dieser Thriller, minutiös eintauchend in zwei Menschen, die ihre jeweiligen Traumata nie wirklich verarbeitet haben. Die Spannung bleibt von Anfang bis Ende auf hohem Niveau und spitzt sich schließlich noch zu – bis nach 300 Seiten endlich den Worten Taten folgen, zu einem explosionsartigen, völlig überraschenden Ende führen und man völlig erschöpft das Buch schließt.

Fazit: Völlig anders, aber mindestens genau so großartig geschrieben wie der erste Thriller Atme! von Judith Merchant. Absolut lesenswert!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von heinoko

Rezensionen von SLovesBooks:

Cooles Setting

Crave von Tracy Wolff

Meine Meinung:

Ich weiß noch genau was ich gedacht habe als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe. „Soll das jetzt das neue Twilight sein?“ Zum einen weist es optisch eine unfassbare Ähnlichkeit zu den englischen Twilight Covern auf und zum anderen liest sich der Klappentext eigentlich genauso wie der von Band 1 von Twilight.

Ich dachte erst oh nein nicht schon wieder so etwas. Aber die Neugier war einfach zu groß. Ich musste es trotzdem lesen.

Die Parallelen zu Twilight bleiben offensichtlich. Während des Lesens hatte ich immer wieder ein Gefühl von Erinnern (da Twilight bei mir auch bestimmt schon 12 Jahre her ist). Diese Parallelen werden nicht versteckt sondern herausposaunt. Trotzdem sind die Figuren anders, selbst wenn es die selbe Rollenverteilung ist. Grace gefällt mir um ein Vielfaches besser als Bella. Sie ist nicht so schlimm abhängig und kann auch mal einen eigenständigen Gedanken fassen.

Die Geschichte an sich finde ich ebenfalls besser. Es gibt interessante Plottwists und immer mal wieder die Möglichkeit überrascht zu werden. An dieser Stelle muss man nur berücksichtigen, dass das Buch für eine Zielgruppe ab ca. 14 Jahren geschrieben wurde. Zum einen bin ich davon überzeugt, dass diese nicht mehr unbedingt Twilight kennen und daher kein Problem mit den Ähnlichkeiten haben und zum anderen ist der Spannungsbogen und die Komplexität altersentsprechend aufgebaut, selbst wenn die Charaktere mit ca. 17 Jahren doch etwas älter sind. Von daher würde ich unterschiedliche Empfehlungen geben. Für Jugendliche kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen, wenn man dieses Genre gerne liest. Bei Erwachsenen würde ich sagen, dass es denjenigen gefallen wird, die Jugendbücher mit Vampiren gerne lesen und sich auch auf nicht so komplexe Strukturen einlassen wollen. Es ist in diesem Sinne nicht mit den Deborah Harkness Büchern vergleichbar.

Der Schreibstil ist der Zielgruppe entsprechend jung und fresh. Man kann es trotz der großen Seitenzahl flott lesen und es beschert einige unterhaltsame Stunden. Die Dailogstruktur hat mir im Kontext gut gefallen.

Insgesamt ein schöner Reihenauftakt, solange man sich von etwaigen Parallelen zu Twilight nicht gestört fühlt. Man sollte aber auch nicht mehr erwarten als das was es ist – ein Jugendroman mit Vampireinschlag in dem es um die erste Liebe vor dem Hintergrund eines Internats geht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von SLovesBooks

Rezensionen von nil_liest:

Eine tiefe Freundschaft

Der Mauersegler von Jasmin Schreiber

Nachdem Jasmin Schreiber mit ihrem Debüt ‚Mariannengraben‘ brillierte und alle Welt begeistert war – ich kenne es noch nicht – wollte ich unbedingt ihr neustes Werk lesen: Der Mauersegler.
Von Hause ist die Autorin Biologin und somit schon vertraut mit dem Sezieren von Vorgängen, schleichende und dramatische und setzt diese wieder grandios ins Verhältnis zur Welt.

Prometheus ist Arzt und war felsenfest davon überzeugt seinen Freund Jakob retten zu können. Höhenflüge nahezu hatte er und dann kam der Tod und Prometheus war am Boden zerstört. Wir Leser:innen begleiten ihn als er rock bottom -unten aufschlägt und sich in Dänemark wiederfindet. Dort trifft er auf Menschen, die ihn einfach aufnehmen, selbst Geheimnisse hüten und ihm eine Zuflucht bieten. Es geht hier zwar um den Protagonisten Prometheus und seine Trauerbewältigung, aber im Vordergrund steht für mich ganz klar als großer thematischer Bogen die Freundschaft.
Jasmin Schreiber hat einen sehr ergreifenden Schreibstil ohne Kitsch und ohne zu schwer zu werden. Sie geht das Thema Tod an und das in Kombination mit Freundschaft. Explosiv und sie spinnt eine Geschichte, die uns emotional berührt, erdet und wieder Wesentliches in den Mittelpunkt rückt.
Selten schenke ich einem Buch selbst, also dem Gedruckten ein Kommentar, aber hier ist es mir dieses wert. Vom Mehrwert des haptischen Buches mal abgesehen ist hier erst der Schutzumschlag raffiniert über den Buchschnitt gefaltet und darunter (ja, ich mache den Schutzumschlag immer ab beim Lesen) kommt ein noch schöneres Buch zum Vorschein, dass sogar eine Vogelprägung hat. Sehr gelungen.
Lesenswert ohne aber. Einfach zugreifen und trotz Tod und Leid eintauchen und gestärkt wieder auftauchen in die Lüfte mit dem Mauersegler und den eigenen Freunden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nil_liest

Rezensionen von SLovesBooks:

Überraschend

The promises we made. Als wir uns wieder trafen von Simona Ahrnstedt

Meine Meinung:

Jeder weiß um was für einen Roman es sich handelt, wenn er das Cover sieht und die Inhaltsangabe gelesen hat. Da gibt es dann schon gewisse Erwartungen. Dieser Roman schafft es diese auf der einen Seite zu erfüllen und auf der anderen sie zu übertreffen. Das Buch gibt dem Romace-Leser das, was er erwartet hat, eben eine Liebesgeschichte.

Aber es steckt so viel mehr darin. Themen wie Rassismus spielen eine Rolle. Sowas gibt es in diesem Genre doch eher selten und bringt daher mal einen ganz anderen Wind rein.

Die Liebesgeschichte an sich ist sexy, aufregend und einfach schön. Mir hat das Zusammenspiel der beiden durchgehend gut gefallen. Sie passen sehr gut zueinander. Es ist ein aufregendes hin und her. Auch die Vorgeschichte der beiden war interessant zu lesen.

Der Schreibstil ist gut lesbar, die Dialoge flott und insgesamt lädt er zu einem entspannten Wochenende mit einem Page-Turner auf der Couch ein.

Insgesamt eine gelungene Geschichte von der ich anfangs weniger erwartet hatte und mich daher positiv überraschen konnte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von SLovesBooks

Rezensionen von signalhill:

Raus aus dem traurigen Leben!

Das Universum ist verdammt groß und supermystisch von Lisa Krusche

"Das Universum ist verdammt groß und supermystisch" von Lisa Krusche, erschienen im Beltz Verlag ist ein wunderschönes Kinderbuch mit viel Gefühl, das auch Erwachsene begeistern wird. Es lohnt sich oft doch, auch Kinderbücher zu lesen. Empfohlen wird das Buch ab 10 Jahre, offen nach oben!

Erzählt wird die Geschichte von Gustav und seinen Freunden, die sehr traurig beginnt, denn Gustav hat keine Freude im Leben.

Seine Mutter hat diesen unsympathischen Freund, einen Vater hat Gustav nicht, aber er sucht stetig nach ihm. Eine Wasserpflanze wird sein einziger Freund, bis schließlich Charles aus dem Nichts auftaucht und sein Leben umkrempelt. Ach ja, es hebt Gustavs Stimmung auch nicht gerade, dass es eine seiner Aufgaben ist, regelmäßig seinen Großvater im Altenheim zu besuchen. Für ein Kind hat es Gustav bis dahin wirklich nicht leicht.

Das Buch setzt mit der Reise durch Europa und mit den vielen unterschiedlichen Charakteren auf Vielfalt, Diversität und Individualität. Mir gefällt die Idee besonders gut, besonders auch für Kinder, dass die Kinder hier durch viele Kulturen reisen und auch hier mit vielen Unterschieden konfrontiert werden. Dies macht für mich das Buch besonders wertvoll.

Am Ende bleiben einige gute Lebensweisheiten, die man aus der Geschichte ziehen kann, z.B., dass man seine Träume aktiv verfolgen soll. So sagt z.B. "die verrrückte Frau Nowak", die Informationen sammelt und immer auf der Bank sitzt, Dinge wie "Ein schlafender Fuchs fängt kein Huhn" oder "Ein Ziel ohne Plan ist auch nur ein Wunsch". Und Opa findet: "Das Leben ist ein großer Scherz". Ich mag diese Lebensweisheiten gern und könnte solche Bücher auch mit dem Textmarker lesen.

Am wichtigsten ist aber, dass Gustav aus seinem traurigen Leben entfliehen kann und mit Opa und Charles ganz viele Abenteuer erlebt und daran reifen kann. "Das Universum ist verdammt groß und supermystisch" ist ein tolles Kinderbuch mit so vielen Facetten und Aspekten, dass ich es mir als Schullektüre wünschen würde, da man viele Diskussionsansätze findet!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill

Rezensionen von Marie aus E.:

Die Challenge beginnt schon beim EInkauf

Genussvoll gesund bleiben von Christopher Crell

"Nie wieder krank" - mit dieser doch sehr starken Aussage wirbt der Autor für sein Buch.

Klar ist eine gesunde Ernährung wichtig und mit dem Buch wird eine Ernährungsumstellung als Challenge aufgebaut.

Das mag ich - da wird mein Ehrgeiz geweckt, deshalb gefällt mir der Aufbau des Buches auch.

Es ist als 28-Tage Challenge plus einem Festmahl-Zusatztag aufgebaut, d. h. man bekommt jeden Tag je ein Frühstück, Mittagessen und Abendessen präsentiert.

Wenn man nach Kategorien kochen möchte, muss man also immer etwas blättern - aber das Buch ist sehr übersichtlich aufgemacht, so dass man sich trotzdem schnell zum jeweiligen Ziel kommt.

Das Format ist ungewöhnlich, nämlich klein und kompakt, das hat mich zwar überrascht, gefällt mir aber, da es nicht so viel Platz wegnimmt.

Die Rezepte an sich sind allerdings gewöhnungsbedürftig - aber es ist nun mal eine Challenge und kein Spaziergang.

Aber ein halber Kopfsalat als Frühstück ist trotzdem nichts für mich, genauso wenig wie ein Tomate-Mozzarella Salat.

Wie ich in der Überschrift schon geschrieben habe, beginnt die Herausforderung bereits beim Einkauf.

Für viele Rezepte braucht man Mandelmehl, das hat mein eigentlich gut sortierter Supermarkt nicht und im Bioladen habe ich für 250 g gleich mal knapp 10 € bezahlt. Und so ging es weiter. Verschiedene Zuckeraustauschstoffe, die ich zwar hätte kaufen können, dann aber wieder viel Geld für wenige Löffelchen ausgeben hätte müssen, öfter verwendete Perlhuhnbrust, die ich nicht finden konnte, von Flohsamenschalen bis Kokosfett, von Leinsamen bis Matchapulver - für den kleinen Geldbeutel ist das definitiv nichts.

Man kann zwar sagen, bei einer Ernährungsumstellung verwendet man das dann ja dauernd, aber naja, ob es dann so kommt, das sei mal dahingestellt.

Die Gelingsicherheit der Rezepte war durchwachsen. Mein Einstieg war das Tomaten-Olivenbrot, das man durchgängig während der Challenge als Brot essen soll.

Das war gleich ein großer Flop. Der Teig war viel zu flüssig, an ein Formen war gar nicht zu denken, es entstand ein platter Fladen, der aber geschmacklich gut war.

Gut gelungen sind hingegen die Pancakes, die uns allerdings durch die Verwendung des Mandelmehls überhaupt nicht geschmeckt haben. Wer kein Marzipan mag, kann diese nicht essen, denn es schmeckt sehr stark danach. Bei einem Mehlpreis von 10 € (und auch so) kann man aber ja nicht einfach alles wegwerfen, deshalb also ohne jeglichen Genuss gegessen und alle Mandelmehlrezepte für immer von der Kochliste gestrichen.

Die einfachen Rezepte wie Glasnudelsalat und Omelette waren hingegen geling sicher, an die komplexeren habe ich mich nach der Broterfahrung noch nicht herangetraut. Für Kochanfänger halte ich das Buch für völlig ungeeignet.

Die Rezepte sind immer für eine Person, das finde ich sehr praktisch. Man kann hier gut als Single danach kochen oder auch einzeln als ein Familienmitglied, weil meistens ja der Rest der Familie bei Ernährungsexperimenten nicht so mitspielen will. Falls doch, könnte man die Rezepte problemlos mit der Personenanzahl multiplizieren.

Für Familien mit Kindern ist es aber eher nichts, da die ganzen Zuckeraustauschstoffe und eine Low-Carb-Ernährung zumindest aus meiner Sicht nichts in einer kindlichen Ernährung zu suchen haben.

Mein Gesamtfazit ist durchwachsen. Die Rezeptauswahl hat mich nicht begeistert, gestört hat mich der teure, aufwändige Einkauf und die sehr knapp gehaltene Zubereitungsbeschreibung.

Wer sich aber mit einer low-Carb Ernährung schon angefreundet hat, kann hier glücklich werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marie aus E.

Rezensionen von signalhill:

Kein federleichter Roman

Was fehlt dir von Sigrid Nunez

Kein federleichter Roman

Ich habe für "Was fehlt dir" von Sigrid Nunez ziemlich lange gebraucht. Dies ist kein so federleichter Roman, wie es hier beschrieben wurde. Man braucht Zeit, um sich darin zurecht zu finden, und oft verliert sich dieses Buch in scheinbaren Nichtigkeiten, die, falls sie keine sind, vom Leser dann erkannt und gedeutet werden müssen.

Der Klappentext verspricht viel, aber der Roman plätschert erst einmal so vor sich hin, bevor es ab der Mitte dann etwa um das Thema geht, das im Klappentext beschrieben wird. Ich wartete förmlich auf das angekündigte Thema, den Umgang mit dem Tod und den Tod überhaupt. Wenn man älter wird, wird man sich auch mit diesem Thema beschäftigen müssen, und eine literarische Annäherung schien mir sehr interessant.

Insgesamt nähert man sich im Buch an die Autorin an, die ich aber nicht kannte. Sie präsentiert ihre Vorlieben und Einstellungen. Das Buch mag zum Nachdenken anregen, hat mich aber nicht immer erreicht. Ich kann den Roman, der nicht immer Roman ist, daher nur Lesern und Leserinnen empfehlen, für die das Denken und Nachdenken im Mittelpunkt stehen, weniger die Handlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill

Rezensionen von SLovesBooks:

Abwechslungsreiche Thematik

Dark Blue Rising (Bd. 1) von Teri Terry

Meine Meinung:

Dieses Buch stand sofort auf meiner Wunschliste, als ich die Ankündigung gesehen habe. Ich liebe die Bücher von Teri Terry. Ich habe bisher auch alle bis auf eins von ihr gelesen und war stets begeistert. Sie sucht sich immer sehr interessante Themen aus, die auch stets den Zeitgeist treffen.

Dabei ist sie als Schriftstellerin wandelbar und kann auch immer wieder neue Dinge ausprobieren und vermag damit zu überzeugen. Eigentlich sind ihre Bücher nie gleich oder gehen in dieselbe Richtung. Sie schafft es eben immer wieder sich neu zu erfinden, sich dabei aber gelichzeitig auch treu zu bleiben. So schreibt sie stets Jugendbücher und hat auch einen erkennbaren Stil, der sich sowohl durch die Dialoge als auch ihre Weltenentwürfe bzw. Beziehungsgeflechte zieht. Der Schreibstil ist dabei stets altersgruppenspezifisch passend.

Bei diesem Roman fällt wieder einmal auf, welche Treffsicherheit der Coppenrath Verlag bei der Covergestaltung besitzt. Es ist in Natura noch um ein vielfaches schöner. Es ist mit einer ganz tollen Foiltechnik bearbeitet. Ein wahrer Blickfang im Bücherregal. Was ich an dieser Stelle ebenfalls gelungen finde ist, dass auch die Cover von Terrys Büchern eine gewisse innere Geschlossenheit aufweisen. Sie sind ganz oft mit Gesichtern angelegt und das passt sehr schön auch reihenübergreifend zueinander.

Dieser Roman konnte mich von Seite eins begeistern. Nicht nur, dass Terry mit dem Thema der Suche nach Identität mal wieder ins Schwarze getroffen hat, nein auch erzählerisch gibt das Buch eine Menge her.

Tabby, die Protagonistin, hat mir durchgehend gut gefallen. Ich finde ihre Entscheidungen gut begründet und nachvollziehbar. Ihre Beweggründe waren mir stets klar und ich konnte etwas mit ihr anfangen. Auch ist sie bei weitem nicht perfekt, was eine Identifikation mit ihr erleichtert.

Den Stempel als „Klima-Thriller“ kann ich nicht uneingeschränkt bestätigen. Hier hatte ich etwas mehr erwartet. Aber thematisch sollte es etwas sein, was die Jugend unseres Landes interessieren dürfte, blickt man auf die Friday-for-future-Bewegung.

Aber auch die anderen Themen des Romans bringen Spannung mit sich. Obgleich einiger unerklärlicher Elemente, verliert der Roman im Grunde keine Authentizität und hat realistische Züge. Thriller ist mir vielleicht noch etwas zu hoch gegriffen, aber es ist ja auch erst der Auftakt.

Die Ich-Erzählerin konnte mich von Anfang an in ihren Bann ziehen. Diese Art der Erzählerin finde ich für den Kontext sowie die Zielgruppe genau richtig. Es schafft eine Beziehung zwischen Charakter und Leser, der das Lesetempo sowie die Sogwirkung des Buches nur noch beschleunigt sowie intensiviert. Man möchte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Gefühle werden auf diesem Wege am besten dargestellt und auch glaubhaft vermittelt.

Der Schreibstil ist niemals langweilend. Eine Grundspannung ist stets vorhanden und kann beliebig gesteigert werden, wovon die Autorin auch immer wieder Gebrauch macht. Zum Ende hin erwartet den Leser der erhoffte Höhepunkt, dessen Tiefen aber noch nicht endgültig aufgelöst werden. Dafür ist wohl eine Lektüre der zwei Folgebände notwendig, worauf ich mich richtig freue.

Insgesamt bin ich mit dem Auftakt sehr zufrieden. Terry präsentiert eine Szenerie, die den Leser vor Rätsel stellt, zum Mitdenken anregt und auch spannungstechnisch auf einem guten Niveau agiert. Ich bin überzeugt und freue mich auf Band 2 und 3 im nächsten Jahr.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von SLovesBooks