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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesehörnchen99:

Keine klassische Liebesgeschichte

The promises we made. Als wir uns wieder trafen von Simona Ahrnstedt

Dessie und Sam kennen sich schon ewig, waren als Teenager ein Paar.
Mittlerweile ist Dessie Security-Expertin und Sam ein reicher Mann, der ein ganzes Imperium aufgebaut hat. Als Sam einen Personenschützer braucht führt es ihre Wege wieder zusammen .
Dessie ist fest entschlossen nur ihren Job zu machen und nicht nochmal ihr Herz zu riskieren.

Und vor allem ist sie fest entschlossen Sam zu schützen

Eine zweite Chance für die Liebe, gibt es sie?
Das Cover finde ich nicht so toll, es ist nichtssagend, allerdings finde ich das eBook Cover noch schlimmer. Aber das ändert ja nichts an der Geschichte, denn die hat mich sehr gut unterhalten. Spannend und trotzdem prickelnd und romantisch.
Im Gegensatz zu dem letzten Buch, welches ich von der Autorin las, konnte mich dieses sehr gut unterhalten und auch überzeugen. Ein bisschen wie Bodyguard, nur mit vertauschen Rollen. Sehr prickelnd und sehr berührend und trotzdem total spannend. Einfach gute Unterhaltung.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Zurück in Moonflower Bay

The promises we made. Als wir uns wieder trafen von Simona Ahrnstedt

Nora wurde verlassen, da kam ihr das Angebot die Arztpraxis in Moonflower Bay zu übernehmen wie gerufen.
Jake ist ein Einzelgänger nachdem ihm das Herz gebrochen wurde, er lebt einsam in Moonflower Bay und ist äußerst zufrieden damit.
Dann treffen Nora und Jake aufeinander und nichts ist mehr wie es war .

..

Bei diesem Buch handelt es sich bereits um das zweite Buch einer Reihe die in Moonflower Bay spielt, es kann aber unabhängig gelesen werden, da es sich um andere Personen handelt als im ersten Buch.
Das Cover ist ein Hingucker, total verspielt und einfach nur wunderschön. Es lädt um Träumen ein und passt natürlich zum ersten Buch.
Der Schreibstil ist nichts besonderes, es ist flüssig zu lesen. Die Geschichte ist humorvoll geschrieben, romantisch und prickelnd. Im Prinzip alles was ein Liebesroman braucht.
Es ist nichts besonderes, es ist nichts was mich emotional berühren konnte, dennoch schöne Unterhaltung mit ein paar besonderen Momenten. Schön zu lesen und unterhaltsam.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Berührend und wunderschön

Hey, ich bin der kleine Tod ... aber du kannst auch Frida zu mir sagen von Anne Gröger

Samuel ist krank, er hat eine Autoimunkrankheit und viel Zeit im Krankenhaus verbracht.
Auf einmal steht da eine kleine Person in schwarzer Kutte vor ihm, Frida, Auszubildende beim Tod. Der kleine Tod.
Ihr wurde Samuel zugeteilt und ihr ist schrecklich langweilig, sie will raus, was erleben .

..

Eine sehr berührende Geschichte, ein sehr ernstes Thema, aber dennoch humorvoll erzählt.
Samuel hat während seiner unendlichen Krankenhausaufenthalte einige Eigenheiten entwickelt und viele Ängste, da tut ihm die unbeschwerte, freche Frida ganz gut, vor allem da Frida noch nicht so ganz verstanden hat, was sie eigentlich bei Samuel soll.

Toller Schreibstil, ab und zu eine ganz zauberhafte Illustrationen und Fridas kurze Tagebucheinträge machen aus dem Buch eine sehr lustige, humorvolle Sache, trotz oder gerade wegen des doch sehr ernsten Themas.
Samuel, total verängstigt und sehr schrullig und der Gegenpart die unbedarfte, freche Frida. Ich musste trotzdem viel lachen und habe mich ganz wunderbar amüsiert. Vielleicht sollten wir lernen etwas weniger Berührungsängste zuzulassen und dafür etwas gelassener zu werden.
Mich hat die Geschichte jedenfalls sehr berührt und trotzdem ganz wunderbar unterhalten.

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Rezensionen von S.:

Einsamkeit und Mut

Das geheime Leben des Albert Entwistle von Matt Cain

Einsamkeit und Chancen
Albert liebt seinen Job als Postbote im kleinen Toddington. Es ist nicht ganz das, was er als Jugendlicher wollte: Menschen mit Briefen glücklich machen. Er ist aber zufrieden, sein Leben verläuft geordnet. Kurz vor seiner unwillkommenen Pensionierung wird ihm seine Einsamkeit bewusst.

Warum hat er nie eine Familie gegründet, warum meidet er jegliche Kontakte? Albert hinterfragt sein Leben. Flashbacks blitzen auf.
Nicole Ashton ist junge Single-Mom, lebt in einer Sozialwohnung und macht eine Weiterbildung zur Kosmetikerin. Mobbing ist ihr nicht fremd, sie musste einige Enttäuschungen verkraften.
Können sie sich gegenseitig helfen?
Matt Cain zeigt seinen eigenbrötlerischen Albert sehr authentisch, schildert seine Gedanken nachvollziehbar. Man versteht seine Ängste und Empfindungen gut und nimmt teil an seinem Leben, das anders hätte laufen können, ja, sollen. Nach und nach wird alles anders. Gut zu lesen, nachdenklich machend und gleichzeitig eine Aufforderung, sich Problemen zu stellen. Manche Reaktionen auf Alberts Entscheidungen finde ich allerdings überzogen.
Interessant zu lesen, gefühlvoll geschrieben, ein Wohlfühlroman aus dem Hause Ullstein.
Übersetzt aus dem Englischen von Marie Rahn.

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Rezensionen von yellowdog:

very nice geschrieben

Wirklich nett von Marcy Dermansky

Das Buch strahlt schon vom Cover her eine gewisse Lockerheit aus, aber es gibt doch einen doppelten Boden und der Roman ist nicht gerade harmlos.
Wirklich nett ist ein Roman, der kapitelweise die Perspektive wechselt und dieses Buch profitiert wirklich von der Erzählmethode, da man die verschiedenen Figuren schnell gut kennen lernt.

Es gibt einige Figuren.
Die Studentin Rachel hat sich in Zahid, den jungen Professor für Creative Writing verliebt. Er stammt aus Pakistan.
Auch Rachels Mutter Becca hat bald viel für Zahid übrig und er zieht sogar zu ihnen.
Die US-amerikanische Autorin Marcy Dermansky erzeugt einen spezifischen Erzählton, zu der auch ein gehörige Portion Ironie gehört.
Wirklich nett wurde von Martin Ruben Becker übersetzt und ich denke, er hat es geschafft, den Ton der verschiedenen Erzählstimmen im Deutschen aufrecht zu erhalten. Keine kleine Leistung!
Wirklich nett ist ein Roman, der wirklich Spaß macht

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Rezensionen von Petra Sch.:

konnte mich leider nicht ganz so begeistern wie Teil 1

Nordstern - Die Nacht der freien Pferde von Karin Müller

Erla erwacht nach ihrem schlimmen mysteriösen Unfall aus der Bewusstlosigkeit. Flóki und Kadlin haben ihr Leben und das ihrer Stute Drifa gerettet. Doch Drifa geht es extrem schlecht, und Erla lebt nun in der Welt der Húldu, in der die Zeit anders schnell verläuft als bei den Menschen.
Kann Erla Drifa retten und ihre Mutter wiedersehen?


Meine Meinung:
"Die Nacht der freien Pferde" ist der zweite Teil der Nordstern-Reihe, der leider etwas brauchte, um an Fahrt zu gewinnen.

Die Geschichte schließt direkt an Band 1 an, den man zuvor gelesen haben sollte. Doch dadurch, dass man anfangs viel von Erlas Koma-Träumen und Erinnerungsfetzen liest, die aber nur abgehakt und nicht zusammenhängend sind und man diese - auch mit Kenntnis des Vorgängerbandes - nicht richtig zuordnen kann, ist es schwierig, so richtig in die Geschichte reinzukommen, da es keine "Geschichte" im eigentlichen Sinn gibt.
Wie im ersten Band wird abwechselnd aus Sicht von Erla in ich-Form und in erzählender Form aus Sicht von Flóki (in Kursivschrift) berichtet.
Man kann sich so gut in Erla hineinversetzen, denn sie kann sich nur schwer damit anfreunden, dass das unsichtbare Volk nun ihr neues Zuhause ist. Sie sehnt sich natürlich nach ihrer Mutter. Aber noch mehr danach, ihre Stute zu retten.
In diesem Band haben die Pferde mehr Stellenwert als im ersten Teil, denn es geht viel um Erlas Stute Drifa, der es es nach dem Angriff des Zwischenwesens sehr, sehr schlecht geht. Und als es Erla endlich wieder besser geht, will sie alles versuchen, um ein Heilmittel für Drifa zu finden, und stellt ihr eigenes Glück und ihre Gesundheit dafür hintan.

Isländische Magie und Mystik nehmen wieder viel Raum ein, denn Erla wird eine Weltenwanderin und Flóki hat nun auch endlich seine Gabe gefunden: er kann den Raum beugen. Und gemeinsam mit Flóki und Kadlin, die die Zeit beugen kann, kann Erla ihre Mutter wieder sehen - in der Zeit der Húldu sind nur ein paar Monate vergangen, doch als sie ihre Mutter trifft, die damals schwanger war, ist ihre kleine Schwester Edda bereits 2 Jahre alt. Das Widersehen fand ich sehr berührend, aber auch traurig - denn obwohl Erla ihre Mutsch 2,5 Jahre nicht gesehen hatte, kreist deren einziger Gedanke wieder nur darum, dass sie es nicht fassen kann, dass Erla "unsichtbare Dinge sieht" bzw. glaubt, sich einzubilden.
Und dann ist da noch der Brief, den Erla findet, den sie an Flóki geschrieben hat - datiert mit dem Jahr 1783 - doch mit diesem tut sich eine Lösung für Drifas Rettung auf, für die Erla jedoch ihr altes Leben und ihre Liebe zurücklassen muss und ihr Leben aufs Spiel setzt...

Toll sind die Beschreibungen der Landschaft Islands, die wilden Kräfte der rauen Natur und die ganze Mystik um das Húldufolk, was mir sehr gut gefiel.
Die Atmosphäre in der Geschichte ist jedoch durchwegs düster und beklemmend, das muss man mögen.
Da es wieder ein offenes Ende gab, bin ich nun schon sehr auf den Abschlussband gespannt!


Fazit:
Eine magische Geschichte um Erla, die leider erst nach einiger Zeit Fahrt aufnimmt, um das verborgene Volk, die raue Natur Islands und natürlich Islandpferde.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Einblick in das Wien um 1912

Wiener Hochzeitsmord von Michael Ritter

Wien im Jahr 1912. Die Tochter des Kriminaloberinspektors Otto W. Fried hat in der Stanislaus-Kostka-Kapelle geheiratet. Während man sich zur Hochzeitstafel im nahe liegenden Gasthaus einfindet, fällt der Priester, der das Brautpaar getraut hat, einem Mord zum Opfer. Es sieht alles nach Raubmord aus, denn eine kostbare Statue fehlt.

Brautvater Otto W. Fried nimmt dieses Verbrechen in seiner nächsten Umgebung sehr persönlich. Gemeinsam mit seinem Assistenten geht er jeder noch so kleinen Spur nach. Wie kommt es, dass der Priester augenscheinlich ein unbeschriebenes Blatt. Fried stochert in der Vergangenheit des Geistlichen herum, bis er auf die dunkle Seite des Mordopfers stößt, die ihn jeglicher Sympathie beraubt.


Meine Meinung:

Dieser Krimi aus dem Wien vor dem Ersten Weltkrieg zeigt die Skrupellosigkeit mancher Menschen auf. Da wird spekuliert und gezockt, ganze Familien in den Ruin getrieben, nur um die eigene Eitelkeit zu befriedigen.

Sehr spannend sind die kriminalistischen Ermittlungen ohne DNA, Datenbanken und die sonstigen elektronischen Helferlein, derer sich heutige Kriminalisten bedienen können, beschrieben. Da wird in staubigen Akten gewühlt. Zahlreiche Depeschen abgeschickt und die eigene Intuition sowie die Gabe, Zusammenhänge zu erkennen gebraucht.

Die allgegenwärtige Ausländerfeindlichkeit trifft Juden und Roma beinahe gleichermaßen. Da schon gleich ein Unschuldiger festgesetzt, um einen schnellen Ermittlungserfolg vorweisen zu können. Gut, dass Otto W. Fried sowohl seine Menschenkenntnis als auch seine Erfahrung in die Waagschale wirft. Seine Wahrnehmung vom Anflug einer Geldgier, die er im Gesicht des Priesters aufblitzen hat sehen, als er die Modalitäten für die Hochzeit ausgehandelt hat, weisen ihm den richtigen Weg.

Michael Reiter gelingt es sehr gut, die damalige Zeit auferstehen zu lassen. Die Charaktere sind fein gezeichnet und das Wien kurz vor dem Großen Krieg ist gut beschrieben. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall für Otto W. Fried.

Fazit:

Wer sich gerne in das Wien der sterbenden Donaumonarchie begeben möchte, ist hier gut aufgehoben. Gerne gebe ich diesem Reihenauftakt 4 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Einladung zum Waldspaziergang

Bäume lesen lernen von Karin Hochegger

Menschen, die Bäume umarmen, werden nach wie seltsam angesehen. Man kann aber das haptische Vergnügen spüren, in dem man über die raue oder feine Rinde der Bäume streicht - einfach ausprobieren.

Karin Hochegger nimmt uns mit in „ihren“ Wald. Auf sehr persönliche Weise zeigt sie uns, die wir verlernt haben, aus den Bäumen zu lesen, wie wir uns den Bäumen wieder nähern können.

Dazu bedient sie sich des Jahreskreises und stellt den üblichen Monatsnamen die alten, bäuerlichen Bezeichnungen zur Seite:

Jänner = Eismond
Februar = Taumond
März = Lenzmond
April = Ostermond
Mai = Blumenmond
Juni = Brachmond
Juli = Heumond
August = Erntmond
September = Herbstmond
Oktober = Weinmond
November = Nebelmond
Dezember = Heilmond

Mir gefallen diese alten Monatsnamen, auch wenn sie dem bäuerlich Jahreszyklus zwar heute nicht mehr ganz entsprechen.

Karin Hochegger gibt altes Wissen weiter, leitet und an, den sanften Riesen mehr Beachtung zu schenken und in Zukunft ein wenig achtsamer und vielleicht ehrfürchtiger mit den Bäumen umzugehen. Ihr Lieblingsbaum, eine alte Kastanie kommt in jedem Monat vor.

Neben wunderschönen Fotos und zahlreichen Anekdoten besticht das Buch durch ein tolles Cover, dessen Haptik an die Borke eines Baumes erinnert.


Fazit:

Dieser Einladung zu einem Waldspaziergang der besonderen Art kann ich gerne 5 Sterne geben.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich gut unterhalten

Drehschluss von Claudia Rossbacher

Clara Bodenstein, Chefredakteurin des Klatschmagazins UP, wird von vielen Promis gleichzeitig geliebt und gehasst. Aufgrund ihrer Reportagen sind Sternchen aufgegangen oder verglüht. Nun soll sie die Biografie der exaltierten Filmdiva Jackie Benz schreiben, die einige veritable Skandale verspricht, was einige Betroffene gerne unveröffentlicht haben wollen.

Bodenstein reist der Diva zu Dreharbeiten nach. Dann ist Jackie plötzlich verschwunden. Die erwartete Biografie bleibt aus und die Chefredakteurin ist ihren Job los. Clara stellt Recherchen an und entdeckt, dass Jackie Benz nicht die einzige vermisste Prominente ist.

Meine Meinung:

Das Filmbusiness ist immer wieder als Kulisse für Krimis und Thriller gut. Manchmal, wenn der Star glaubt, sein Stern wäre im Sinken begriffen, wird schnell eine Biografie geschrieben, das eine oder andere Skandälchen lanciert oder man macht sich rar. Einige Zeit lässt die Autorin ihre Hobbyermittlerin annehmen, dass sich die Diva nur eine Auszeit nimmt, um dann, nach geraumer Zeit, wie der Phönix aus der Asche wieder aufersteht. Warum dem nicht so ist, lest bitte selbst.

Claudia Rossbacher ist ein fesselnder Thriller gelungen, der die Schattenseiten des Show-Business und seiner „Lakaien“ beschreibt. Denn auch die Reporter diverser Klatschmagazine sind vor Intrigen nicht gefeit. Es dauert, bis Clara Bodenstein zu sich selbst findet.

Fazit:

Ein gelungener Thriller, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

HIer gibt es nur Verlierer

Der längste Krieg von Emran Feroz

Emran Feroz' Buch "Der längste Krieg" ist bei seinem Erscheinen am 23. August 2021 bereits überholt. Die Taliban haben das Land im Handstreich übernommen. Warum es sich dennoch lohnt, dieses Buch zu lesen?

Der Autor hat afghanischen Wurzeln. Er ist in Innsbruck geboren und aufgewachsen.

Emran Feroz ist als freier Journalist für deutsch- und englischsprachige Medien tätig. Seine Schwerpunkte: Nahost und Zentralasien, Drohnen-Krieg. Er weiß daher, worüber er schreibt.

Er analysiert in seinem Buch, welche Fehler nicht nur von den USA, sondern zuvor schon von den Briten, die aus Afghanistan eine Kolonie machen wollten, und den russischen Truppen, die ebenfalls aus dem kargen Land wieder abgezogen sind, gemacht wurden. Hinterlassen haben alle verbrannte Erde, ein korruptes System, das stärker denn je ist.

„Trauernde Mütter beerdigen ihre Söhne, den einen mit schwarzem Taliban-Turban, den anderen mit der Uniform der afghanischen Armee. Das ist die wahre Tragödie des Krieges, und sie will, so scheint es, einfach kein Ende nehmen.“

Erman Feroz lässt auch seine eigene Biografie einfließen. Das klingt dann so: „Ab dem 12. September 2001 war ich in der Schule plötzlich ‘der Afghane’, mit dem selbst die Türken, Bosniaken oder Serben nichts anfangen konnten.“

Das Buch ist auch eine kritische Auseinandersetzung mit der (westlichen) Berichterstattung. Das Land ist von unterschiedlichen Gruppen bevölkert: „den Afghanen“ gibt es nicht, vielmehr bilden zahlreiche Ethnien ein heterogenes Gebilde mit verschiedenen Sprachen.

Auch dass sich die Berichterstattung eher auf große Städte wie Kabul konzentriert und weite Teile des Landes links liegen lässt, vermittelt einen falschen Eindruck. Doch eben genau dort wurden (auch westliche) Kriegsverbrechen verübt.

Dass der Westen und vor allem die USA von der handstreichartigen Übernahme des Landes überrascht wurden, erstaunt mich persönlich jetzt nicht wirklich. Die Überheblichkeit, mit der die Besatzer die Bevölkerung behandelt haben, haben die Taliban wieder erstarken lassen. Denn weg waren sie nie. Nun sind die Taliban seit ein paar Tagen zurück. Auch wenn sie sich gemäßigt geben: Sie sind weder Demokraten noch frauenfreundlich geworden. Der Westen lässt sich mit schönen Worten einlullen und an der Nase herumführen.

Fazit:

Ein wichtiger Beitrag, um nicht der einseitigen Berichterstattung der meisten Medien auf den Leim zu gehen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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