Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lillyliebtthriller:

Tiefgründig, spannend und voller Emotionen

Totentier: Psychothriller von Nicole Siemer

Mit diesem Buch hat Nicole mich mitten ins Herz getroffen, denn für mich gibt's nichts schlimmeres als Gewalt gegen unschuldige Tiere. ????????????

Wie ich das Cover gesehen habe, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt haben muss, denn es ist mehr als nur gelungen. ????
Der #psychothriller ist in kurze Kapitel unterteilt, über die ich nur so geflogen bin.

Der Schreibstil hat mir auch bei ihnen anderen Büchern sehr gefallen, aber dieses hier finde ich noch tiefgründiger und man erkennt wie wichtig ihr das Thema ist.

Es ist in der Sicht von Markus geschrieben, der mir mit seinen Vierbeinern auf Anhieb mega sympathisch war und seine schreckliche Geschichte hat mir fast das Herz gebrochen.????
In diesem #thriller passieren so viele grauenvolle und schockierende Dinge, die sogar für einen Thrillerfan wie mich, hart waren.
Bei dem Ende war ich mir zuerst nicht sicher was ich davon halten soll, aber es fühlt sich doch irgendwie richtig an.

Zu guter letzt will ich noch anmerken, dass es für mich ein Mix aus Krimi und Psychothriller ist, da es sich unter anderem um die Aufklärung der Mordfälle dreht.

Fazit: Mit diesem Buch hat sich #nicolesiemer selbst übertroffen, denn es ist das Beste was ich bis jetzt von ihr gelesen habe. Ich habe es verschlungen und ich kann es euch nur empfehlen ????????.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lillyliebtthriller

Rezensionen von Miro76:

Wenn der Traum vom Fallen wahr wird

Der Mauersegler von Jasmin Schreiber

Prometheus ist auf der Flucht. Mit seiner schwarzen Arztkutsche rast er in den Norden, bis er am Strand in Dänemark nicht mehr weiterkommt. Ja, er wollte ins Meer fahren; der Sand hat seine Räder blockiert.

Gefunden wird er von einer mürrischen, älteren Dame, die ihn erst mal mitnimmt auf ihren Hof, den sie gemeinsam mit ihrer Frau Helle betreibt.

Sie haben außerdem eine kleine Pension und derzeit keine Gäste.

Die beiden Frauen sehen Prometheus seine Verzweiflung an und stelle erstmal keine Fragen. In der Natur kann er seiner Trauer freien Lauf lassen und die Arbeit mit den Tieren gibt ihm wieder Halt unter den Füßen.

Doch irgendwann muss sein Geheimnis an die Oberfläche und natürlich sind wir als Leser*innen auch gespannt, ob er sich nur die Schuld an Jakobs Tod gibt, oder tatsächlich auch schuldig ist.

Wie schon in ihrem ersten Roman beschäftigt sich Jasmin Schreiber mit dem Tod eines nahestehenden Menschen. Doch wo "Marianengraben" durchzogen von feinsinnigem Humor war, findet sich hier nur Verzweiflung. Das Ganze ist zwar aufgelockert durch Erzählungen aus der Kindheit der beiden Freunde. Wir erfahren, wie sie sich kennenlernten, was sie miteinander erlebten und wie nahe sie sich immer standen.

Die ganze Geschichte ist sehr berührend, aber Prometheus' Entscheidungen haben mich bei der Lektüre auch wütend gemacht und den Humor habe ich ganz klar vermisst. Trotzdem hat mir das Buch gefallen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Miro76

Rezensionen von Petra Sch.:

Julius konnte mich leider nicht wirklich packen trotz der schönen Sprache

Julius oder die Schönheit des Spiels von Tom Saller

Da ich früher gerne Tennis gespielt habe und mich die Zeit des Nationalsozialismus interessiert, habe ich mich schon auf Julius von Bergs Geschichte gefreut.
Leider bekam ich von Letzterem viel zu wenig, obwohl von Beginn an immer wieder Tagebucheinträge aus 1938 von Julius' Gefangenschaft eingeschoben waren.

Doch Anfangs dreht sich alles um Julius Kindheit, der im Gegensatz zu seinen Schwestern ein ruhiger Kerl war, dessen ganzes Leben sich um Tennisspielen dreht. Man bekommt viel Tennis und lernt viel über die Rheinische Geschichte.
Es ist faszinierend über das Leben der Familie zu lesen, die in einer Burg hoch über dem Rhein wohnt, und sogar einen eigenen Tennisplatz besitzt, auf dem die ganze Familie spielt. Und aufgrund des Vermögens kann es sich Julius auch leisten, das Studium abzubrechen und sich voll und ganz auf seine sportliche Karriere zu konzentrieren, für dessen Fairness und "Sportsmanship" er bekannt wurde. Damals gab es für die Turniere noch kein Preisgeld.
Leider konnte ich zu Julius keine richtige Bindung aufbauen, er war für mich nicht so wirklich greifbar.

Mit dem Schreibstil konnte ich anfangs nicht so ganz warm werden, auch wusste ich oft nicht, in welcher Zeit wir uns gerade befinden, da mehrere Jahre zusammengefasst waren, es Zeitsprünge gab und leider keine genaue Kennzeichnung.
Auch die Einschübe aus Sicht des "alten Mannes", der sich im Jahr 1984 auf die Spuren von Julius Leben begibt, kann man erst zum Schluss einordnen.
Erst ab der Hälfte wurde es dann für mich spannender, da hier auch der Schreibstil mitreißender war, die Kapitel kürzer, und man Julius endlich etwas besser kennenlernte, auch über seine Liebesbeziehungen zu (s)einer Frau und einem Mann, und über die NS-Zeit sowie Julius' Widerstand dagegen zu lesen bekam. Julius muss eine für ihn wichtige, aber folgenschwere Entscheidung treffen. "Tennis ist mein Leben. Und Tennis wird mein Tod sein."
Die Sprache im Buch ist sehr umschreibend, mit vielen schönen oder einprägsamen Zitaten. Ich fand auch jenes toll, welches Julius Schicksal beeinflusst hat: "Ich habe keine Lust zu gewinnen, wenn man es von mir verlangt."
Was mich fasziniert hat ist die Tatsache, dass die Geschichte auf einer tatsächlich lebenden Persönlichkeit beruht (Gottfried von Cramm), die Tom Saller mit schriftstellerischer Freiheit in einen fiktiven Roman umgewandelt hat.


Fazit:
Ein Buch, das eher schleppend beginnt, aber mit schöner Sprache und wichtigen Themen wie die Geschichte des Rheins, des Nationalsozialismus und Homosexualität.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra Sch.

Rezensionen von Gaby 2707:

Der kleine Kauz zeigt allen wie´s gehen sollte

Kasi Kauz und die komische Krähe (Kasi Kauz 1) von Oliver Wnuk

Die Tiere im Wald sind in heller Aufregung. Was ist denn das für ein seltsamer Vogel, der da am Himmel seine Runden dreht und so merkwürdige Schreie ausstößt? Der Kopf und der Körper feuerrot, das Gefieder schillernd bunt. Nur das Gesicht ist weiß mit kleinen schwarzen Knopfaugen und einem kräftigen Schnabel.

„Sieht aus wie eine komische Krähe“ mutmaßt Ferdinand Fuchs.
Der kleine Kasimir Kauz, der gerne kurz Kasi genannt wird, vertagt das Aufräumen seiner Höhle und will den Neuankömmling willkommen heißen. Doch der scheint die Tiere des Waldes nicht zu verstehen und sie verstehen ihn auch nicht. Doch Kasi lässt sich nicht beirren und versucht alles um den Gast bei ihnen im Wald willkommen zu heißen. Nur schade, dass der dann so schnell wieder weg ist.

In diesem Buch mit der Geschichte über Kasi und den plötzlich auftauchenden unbekannten Vogel von Oliver Wnuk, den ich bisher nur als Schauspieler kannte, geht es um Toleranz und Offenheit gegenüber Neuem oder Andersartigem. Kasi, der offen und ohne Scheu auf den Neuankömmling zugeht, schafft es, die Waldbewohner zu überzeugen, dass jeder von ihnen seine Eigenheiten hat; dass man dadurch aber nicht sofort böse oder sogar gefährlich ist und schon gar keine Frischlinge frisst. Man muss sich einfach die Mühe machen, sich gegenseitig kennenzulernen. Und das schaffen die meisten der Waldbewohner hier sehr gut.

Die Geschichte ist absolut kindgerecht ausgearbeitet. Die Tiernamen lassen sich durch die Einbindung von verschiedenen Eigenschaften leicht merken. Kasi ist ein mutiger kleiner Kauz, der sich sofort in die Kinderherzen hinein schmeichelt. Die bildhaften Beschreibungen werden durch die wunderschönen, farbenfrohen Zeichnungen von Matthias Derenbach gekonnt ergänzt.
Ein tolles Kinderbuch mit einer klaren Botschaft gegen Ausgrenzung, gegen Vorurteile und für Offenheit und Miteinander.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Rezensionen von gerlisch:

Geheimnisvolle Vergangenheit

Dein dunkelstes Geheimnis von Jenny Blackhurst

Vor Jahren verschwand Kathryns Freundin Elsie. Die Leiche wurde zwar nie gefunden, aber die Beweise gegen Kathryns Vater wogen so schwer, dass er wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Bei jedem Besuch im Gefängnis stellt sie ihm immer wieder die gleiche Frage: "Wo ist sie?" Genau am 25.

Jahrestag des Verschwindens erfährt Kathrin, dass wieder ein kleines Mädchen an der gleichen Stelle wie damals vermisst wird. Sie macht sich sofort auf den Weg zu ihrer Heimatinsel um herauszufinden was damals wirklich passiert ist.

Durch den angenehmen Schreibstil und den relativ kurzen Kapiteln ist dieses Buch sehr gut zu lesen. Die wechselnden Perspektiven zwischen Kathryn als Ich-Erzählerin und der ermittelnden Kommissarin Maggie erhöhen den Lesefluss. Der Leser erfährt viel über das Leben und Denken von Kathryn ohne die Story damit zu belasten. Die Darstellung des Handlungsortes, die Insel Anglesey, hat mir sehr gut gefallen.

Leider ahnte ich schon sehr früh, was sich dort vor 25 Jahren abgespielt haben könnte, sodass mich zwar die falschen Hinweise und Fährten kurzzeitig an meiner Ahnung zweifeln ließen, aber im Endeffekt nicht vollständig überzeugen konnten.

Auch kamen noch einige unlogische Handlungen und ins Leere laufende Spuren hinzu, sodass ich abschließend die Story etwas enttäuschend fand.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von gerlisch

Rezensionen von TheUjulala:

Leider etwas zu vorhersehbar und zu unspektakulär und ohne große Überraschung

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann von Kerstin Gier

Die Edelsteintrilogie und Silbersaga habe ich schon vor Jahren verschlungen, bevor ich Rezensionen geschrieben habe, und waren gefühlt meine ersten Romantasy/Jugend-Fantasy Bücher - außer Harry Potter natürlich. Die Edelsteine fand ich super toll, Silber habe ich geliebt! Deswegen war ich super gespannt auf die neue Reihe von Kerstin Gier, deren erster Band nun Ende September erscheint.

Über Netgalley durfte ich nun schon vorab das Buch lesen und bedanke mich dafür sehr beim Team der S. Fischer Verlage.

Coverbild
Auf schwarzem Hintergrund sind sehr viele Ornamente, Ranken und Tiere in hellen und kräftigen Farben verteilt. Im oberen Viertel ist unter dem Autorenname ein Skelettschädel gezeichnet, in der Mitte steht in einer verspielten Serife der Buchtitel “Vergiss mein nicht”. Der Untertitel “Was man bei Licht nicht sehen kann” steht in einer geschwungenen Banderole im unteren Viertel. Die Ausführung der Zeichnungen und des gesamten Covers ist sehr filigran und vor allem sehr detailreich. In jeder Ecke entdeckt man neue Strukturen oder die Gestalt eines Tieres., für das sich die Illustratorin Eva Schöffmann-Davidov verantwortlich zeigt. Unglaublich schön!

Handlung
Der 17 jährige Quinn hat einen heftigen Unfall, bei dem er gerade noch dem Tod von der Schippe gesprungen ist. Aber seit dem passieren merkwürdige Dinge und er hat plötzlich übernatürliche Fähigkeiten. Er kann überall lebendige Gesichter sehen, hat ein Supergehör oder kann im Dunkeln sehen. Um diesen Rätseln auf den Grund zu gehen, bleibt dem im Rollstuhl sitzenden Quinn nichts anderes übrig, als sich mit der 16 jährigen Matilda, die Tochter der verhassten überchristlichen Nachbarn, zusammen zu tun. Dabei treffen sie auf Professor Cassian, der überraschenderweise mehr über Quinns leiblichen Vater weiß. Natürlich will Quinn dem Geheimnis auf die Spur kommen. Matilda, die gerne Fantasy-Romane liest und Quinn ihre heimliche Liebe ist, ist Feuer und Flamme und kann ihm bei seinen fantastischen Rätseln helfen.

Buchlayout / eBook
Die 480 Seiten wurden in 32 Kapitel aufgeteilt, die abwechselnd aus Quinns und Matildas Perspektive geschrieben sind. Jedes Kapitel wird nur mit dem Namen der Perspektive eingeleitet, die Initiale des Namens wird darüber mit einer kleinen Zeichnung besonders hervorgehoben. Bei Quinn ist es ein Oktopus, bei Matilda ein Vergissmeinnicht Blümchen. Ansonsten bleibt das eBook recht schlicht. Am Ende gibt es noch ein Personenverzeichnis und ein sehr kurzes Nachwort.

Idee / Plot
Die Idee, dass das Jenseits eine weitere Dimension der Welt ist und die Fabelwesen von der Erde in diese Dimension verbannt wurden, hat mir gut gefallen, ist aber nicht so ausgefallen, wie ich es von Kerstin Gier erwartet hätte und habe ich in verschiedenen Varianten schon so ähnlich gelesen. Auch, dass der ahnungslose Junge in das Abenteuer geschmissen wird, die neue Welt und seine Fähigkeiten erst entdecken, und dann auch trainieren muss, ist irgendwie nicht mehr neu. Tatsächlich enttäuscht es mich ein wenig, wo doch Kerstin Gier eigentlich immer sehr fantastische und neuartige Ideen hat. Mir gefällt die Idee des Traumkorridors von Silber wesentlich besser!

Leider erinnerten mich auch einige Details an schon Dagewesenes. Geister, sprechende Figuren, und noch weitere Dinge, die ich wegen Spoiler nicht aufführen kann. Vor allem die ganz vielen neuartigen Fabelwesen kamen in so gehäufter Form vor, dass es mir zu viel war. Mir ist klar, dass man das Rad nicht neu erfinden kann, aber es sind sehr viele Fantasyelemente so gehäuft, was auf mich eher etwas erzwungen wirkt, um irgendwie “fantastisch(er)” zu sein.

Emotionen / Protagonisten
Mit den Emotionen und Protagonisten hatte ich meine größten Probleme. Wie von Kerstin Gier gewohnt waren die ersten Aufeinandertreffen recht amüsant. Die Entwicklung der Romanze zwischen den beiden aber konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich konnte zu beiden keine Bindung aufbauen und die sich anbahnenden Gefühle nicht nachempfinden, die ganze Entwicklung wirkte auf mich leider etwas hölzern und konstruiert. Plötzlich war die schräge Matilda von den verkorksten Nachbarn “süß”. Eigentlich sind die Beiden junge Erwachsene, verhielten sich aber leider wie 12-14 Jährige. Natürlich bahnte sich zwischen den beiden ein Konflikt an, der aber von Anfang an so vorhersehbar war, und dann in dem Moment, als er auf den Tisch kam, auch wieder so schnell verpufft war, als wäre nichts gewesen.

Handlungsaufbau / Spannungsbogen
Der Anfang war sehr spannend und aufregend und wir erlebten hautnah Quinns Unfall mit. Das hat mir sehr gut gefallen, da Kerstin Gier sich nicht mit einer langen Einleitung aufhielt, sondern uns direkt in das Geschehen schmiss. Danach baute sich die Handlung langsam aber stetig auf - leider blieb es dann auch dabei. Es gab keine wirklichen großen Höhepunkte mehr, sieht man mal vom Showdown mit einem kleinen Plottwist ab, der aber für mich den Spannungsbogen nicht mehr groß herausreißen konnte - leider.

Das größte Problem hatte ich, dass mir der Großteil an Handlung durch die Protagonisten nur erzählt wurde, anstatt dass ich es selber miterleben konnte. Das ergibt sich meiner Meinung nach durch die unglücklich ausgeführte Doppelperspektive zwischen Matilda und Quinn.

Szenerie / Setting
Die Geschichte spielt in einer deutschen Stadt, wobei nie klar erwähnt wurde, welche - was auch nicht wichtig ist. Kerstin Gier hat aber ein besonderes Talent, die Umgebung und Szenerie bildhaft und präsent darzustellen, ohne überschwänglicher Ausführungen. Ich konnte mir alles super vorstellen.

Sprache / Schreibstil
Sprachlich ist Kerstin Gier natürlich einfach toll. Obwohl ich ab der Hälfte den etwas charmant-sarkastischen Humor vermisst habe, den ich von ihr gewohnt bin, schreibt sie flüssig und ohne große Längen. Bei der wechselnden Perspektive habe ich das Gefühl, dass sie sich keinen Gefallen damit getan hat. Einige Szenen musste der Ich-erzählende Protagonist dann im Rückblick erzählen und damit konnte sehr wenig Situationskomik und -spannung aufgebaut werden, für was Kerstin Gier eigentlich bekannten ist.

FAZIT
Es ist eine schön geschriebene Fantasy-Geschichte für jüngere Leserinnen und Leser, obwohl mir dafür trotzdem zu wenig Spannung vorhanden, die Handlung mir etwas zu vorhersehbar und die Romanze etwas zu konstruiert war. Ich habe das Buch gerne gelesen, die Idee an sich ist toll und Kerstin Gier schreibt einfach toll. Leider konnte mich der Auftakt dieser Reihe aber nicht so überzeugen, wie Silber oder die Edelsteintrilogie.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von TheUjulala

Rezensionen von CanYouSeeMe:

SCHWEIG!

SCHWEIG! von Judith Merchant

Schon das Cover des Buches kann durch seine Schlichtheit eine ganz eigenartige beklemmende Stimmung in mir auslösen. Der Inhalt des Buches aber noch viel mehr. "SCHWEIG!" der Autorin Judith Merchant ist ein packendes, beklemmendes und bis zur letzten Seite absolut spannender Psychothriller, den ich nicht aus den Händen legen konnte.

Die Handlung wird vorrangig aus den Perspektiven der Schwestern Sue und Esther erzählt, ab etwa der Hälfte des Buches kommt eine dritte Perspektive hinzu. Es gibt immer mal wieder kleinere Zeitsprünge, die gut kenntlich gemacht wurden, so dass man als Leser:in mehr über die Hintergründe erfährt. Die Perspektivwechsel sind in diesem Buch besonders herausragend, da sich die Wahrnehmungen der beiden Schwestern kaum mehr voneinander unterscheiden könnten - ich wusste bis zur letzten Seite nicht, ob wer zurechnungsfähiger ist, wessen Perspektive verzerrt oder unwahr ist. So ist es auch für die/den Leser:in eine Zerreißprobe, denn man ist keineswegs allwissend und gefühlt hatte ich noch weniger Durchblick als die Charaktere selbst.
Diese Unklarheit und sich daraus immer wieder ergebende Wendungen und Spannungsbögen haben dieses Buch für mich so herausagend gemacht. Hinzu kommt ein sehr eingänglicher und klarer Schreibstil, so dass ich das Buch fast nicht aus der Hand legen konnte.
Die Protagonist:innen selbst sind treffsicher und authentisch charakterisiert, ich habe mich immer (zu?) gut in ihr Denken hineinversetzen können.

Insgesamt konnte mich "SCHWEIG!" auf allen Ebenen begeistern, einen so undurchsichtigen und berührenden Psychothriller habe ich selten gelesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von CanYouSeeMe

Rezensionen von PeLi:

großartiges Familienepos

Die letzten Romantiker von Conklin Tara

Im Frühling 1981, verlieren die Geschwister Renee, Caroline, Joe und Fiona ganz plötzlich ihren Vater. Und statt ihren Kindern, die plötzlich ohne Vater dastehen, Halt und Trost zu geben, fällt die junge Witwe nach dem Tod ihres Mannes in eine tiefe Depression und verlässt mehrere Jahre lang ihr Schlafzimmer kaum noch.

Die Kinder werden sich selbst überlassen, stromern durch die Gegend, versorgen sich so gut es geht selbst und kümmern sich umeinander. Diese schwierigen Jahre schweißen die vier Geschwister, die zu dem Zeitpunkt zwischen 4 und 11 Jahre alt sind, eng zusammen und später erinnern sie sich an diese , für alle sehr schwere Zeit, nur noch als "die große Pause"

Die Jahre vergehen, aus Kindern werden Erwachsene , die Berufe ergreifen, Familie gründen,teilweise auch vom Heimatort wegziehen. Und obwohl sie es, während ihrer Kindheit nie für möglich hielten, wird der Kontakt zwischen ihnen mit den Jahren immer weniger , denn jeder der vier ist mit seinem eigenem Leben beschäftigt.

Bis zu dem Tag, als die Familie von einer weiteren Tragödie getroffen wird. Eine Tragödie, die sich schon lange vorher ankündigte, die aber leider keiner so wirklich ernstgenommen hat. Und nun müssen sie mit diesem Schicksalsschlag fertig werden, was jeder wieder auf seine ganz eigene Weise tut. Ob die Geschwister durch dieses schlimme Ereignis wieder enger zueinander finden, oder ob die Familienbande dadurch ganz zerschnitten werden, muss sich nun zeigen.

"Die letzten Romantiker" beginnt sehr ungewöhnlich, denn wir befinden uns im Jahre 2079 auf der Lesung von Fiona, der jüngsten der vier Skinner- Geschwister , inzwischen 102 Jahre alt und eine berühmte Dichterin. Am Ende der Lesung dürfen vom Publikum Fragen gestellt werden und ein junges Mädchen stellt ihr eine sehr persönliche Frage, die sie im ersten Moment aus dem Konzept bringt. Zuerst versucht Fiona der Frage geschickt auszuweichen, doch die Fragestellerin lässt nicht locker und so fängt Fiona an zu erzählen und sie beantwortet nicht nur eine kurze Frage, sondern holt weit aus und beginnt nun ihre gesamte Familiengeschichte zu erzählen. Los gehts mit der "großen Pause" und sie beschönigt nichts und lässt nichts aus, auch wenn ihr das ziemlich schwerfällt, denn leicht war ihr Leben nicht und es gab so einige Schicksalsschläge in ihrem langen Leben.

Ein großartiges und sehr emotionales Familienepos, über die Liebe, familiären Zusammenhalt, Trauer, Schuld, dieses Buch enthält einfach alles, was ich mir von einem Buch wünsche und es gehört auf jeden Fall zu meinen diesjährigen Lesehighlights.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PeLi

Rezensionen von Miro76:

Eine Nachricht zieht ihre Kreise

Die Nachricht von Doris Knecht

Ruth betrauert noch immer ihren vor 3 Jahren verstorbenen Mann, als sie beginnt, sich wieder zu verabreden. Wie es scheint, hat sie einen Mann kennengelernt, der ihr hilft, wieder Lust am Leben zu empfinden.

Da trudelt eine ominöse Nachricht bei ihr ein, die ihr zu denken gibt, denn kaum jemand weiß vom Inhalt dieser Nachricht.

Da sie beruflich immer wieder in der Öffentlichkeit stand und aktiv in den sozialen Netzwerken schreibt, ist sie an ein gewisses Maß an Beschimpfungen und Internettrolle gewöhnt. Sie reagiert erst mal nicht auf diese Nachricht.

Doch dann kommen immer mehr von diesen Nachrichten, werden immer perfider und gehen schließlich auch an ihre Freunde und Geschäftspartner.

Ruth versucht diese Nachrichten zu ignorieren, muss aber feststellen, dass die Inhalte bei ihrem Umfeld doch hängenbleiben und immer wieder überlegt wird, ob nicht doch ein Funken Wahrheit drinsteckt.

Als Leser*in beginnt man natürlich sofort zu raten, wer Verfasser*in dieser Anschuldigungen sein könnte. Die Autorin lenkt geschickt den Verdacht und man ertappt sich dabei, selbst in jede Falle zu tappen. Die Autorin spielt mit Opfer-/Täterumkehr und zeigt mit diesem Buch auf, wie schnell man bereit ist ein Urteil zu fällen.

Bis zum Schluss bleibt unklar, wer hier Verfasser dieser perfiden Nachrichten ist. Die Autorin zeigt auf, wie machtlos man als Betroffene ist und auch wenn man noch so stark ist, verändern einen die Inhalte. Langsam schleichen sich diese Anschuldigungen in die eigenen Gedanken ein und man beginnt, den Wahrheitsgehalt bzw. den Mangel daran zu hinterfragen.

Geschickt eingefädelt, spannend umgesetzt und doch bleibt eine gewisse Distanz zur Protagonistin. Sie ist nicht die sympathischste Person dieser Geschichte. Diese Kühle, die die Protagonistin ausstrahlt, macht mich zwar nachdenklich, verursacht aber auch, nicht so mitzuleiden, wie sie es eigentlich verdient hätte. Daher ziehe ich einen Stern ab.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Miro76

Rezensionen von Lesemama:

Keine Angst vor Fremdem

Kasi Kauz und die komische Krähe (Kasi Kauz 1) von Oliver Wnuk

Bewertet mit 4.5 Sternen

Zum Buch:
Kasimir Kauz, kurz Kasi, wohnt im Wald. Zusammen mit vielen anderen Tieren wie Ente, Schwan, Eichhörnchen, Wildschweinen und vielen mehr.
Eines Tages kommt eine "Komische Krähe" mir leuchtend roten Federn und bunten Flügeln, sie spricht seltsam, keiner versteht sie und keiner will sie hier haben.

Kasi möchte aber Gastfreundlich sein und möchte die komische Krähe willkommen heißen. Spielen die anderen mit oder ist die angst vor Fremdem zu groß?

Meine Meinung:
Ich mag ja schon das Cover total gerne, so farbenfroh und Kasi Kauz ist total niedlich.
Die Geschichte ist toll geschrieben, kurze Kapitel, große bunte Bilder, die zum Gelesenen passen. Ich las das Buch als eBook, sah es aber in der Buchhandlung und finde gerade das Format als Vorlesebuch sehr gut.
Der Text ist so geschrieben, das ihn Leseanfänger auch lesen können, aber gemeinsam lesen macht einfach mehr Spaß.
Und das Thema ist gerade wieder sehr aktuell. Man neigt dazu vor Fremdem Angst zu haben, was man nicht kennt ist gefährlich, es könnte uns ja was weggenommen werden.
Dies wird sehr sensibel angepackt und spielerisch erklärt, das hat mir gut gefallen.
Eine schöne Geschichte, die Spaß macht und auch noch lehrreich ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lesemama