Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Jules118:
Spannend bis zum Schluss
Die Rückkehr der Zwerge 1 von Markus Heitz
Von Trauer über Hass, Wut oder Mitleid - alles ist so gut beschrieben, dass ich immer mitfühlen konnte wie es den einzelnen Personen ging. Die Dialoge zwischen den Akteuren sind kurz, ab und an witzig und gut verständlich. Das Buch verliert in keiner Sekunde die Spannung. Wenn es auch anfangs an unterschiedlichen Schauplätzen stattfindet, ist es doch so, dass man immer sofort und leicht umspringen kann zwischen den einzelnen Handlungen.
Ich muss sagen, dass ist erneut ein sehr gelungenes Buch von Markus Heitz, dass jeder, der die vorhergehende Serie der „Zwerge“ nicht gelesen hat ohne Weiteres lesen kann. Eine hundertprozentige Weiterempfehlung von meiner Seite.
Rezensionen von Claudia R:
Bärenmärchen ...
Noch ein Märchen für das Bärchen von Alice B. McGinty
Klappentext / Inhalt :
Heute Nacht wird Winterschlaf bei uns gemacht.
Es wird Winter im Wald. Kühler Wind weckt das Bärenkind aus dem Mittagsschlaf. Mutter Bär erzählt dem Bärchen: „Heute Nacht wird Winterschlaf bei uns gemacht!“. Da bettelt das kleine Bärchen: „Erzählst du mir davor ein Märchen?“.
Die Mutter verspricht ihm: „Wenn wir uns tummeln, und ohne Bummeln, ohne Brummeln die Arbeit heut zu zweit verrichten, bleibt Zeit für Gutenachtgeschichten.“
Poetische Gutenachtgeschichte für die Kleinsten.
Cover:
Das Cover ist sehr niedlich gestaltet. Es zeigt einen großen und einen kleinen Bären, die sehr liebevoll miteinander umgehen. Optisch ist es in pastelligen, erdigen Farbtönen gehalten. Die Zeichnungen sind eher weich und wirken daher sehr warmherzig und liebevoll. Das Cover ist sehr schön gestaltet.
Meinung:
Das kleine Bärchen möchte gern noch ein Märchen erzählt bekommen und die Bären Mama verspricht, wenn es nicht bummelt, noch eines zu erzählen. Ob es am Ende noch ein Märchen für das Bärchen gibt, wird an dieser Stelle aber noch nicht verraten.
Die Geschichte ist sehr liebevoll und niedlich erzählt. Der Text ist in Reimform verfasst und lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Der Textabschnitte sind verständlich gewählt und auch für die Kleinen gut zu verstehen.
Das Buch eignet sich als liebevolle Geschichte Zwischendurch, oder auch als berührende Gute-Nacht Geschichte für Kinder ab 3 Jahren.
Es handelt sich um ein stabiles Pappbuch mit dickeren Seiten, so dass es auch sehr gut für die kleinen Kinderhände geeignet ist. Die Qualität ist gut und stabil und hält einiges aus.
Die Textlänge ist altersentsprechend und gut angepasst. Die Reime sind gut gewählt und auch die Kombination aus Text und Bildern ist passend für die Altersstufe gewählt.
Die Illustrationen sind sehr niedlich gestaltet und es gibt sehr viel darauf zu entdecken. Besonders das kleine Bärchen macht sehr viel Spaß in der Geschichte und ist auch sehr niedlich und liebevoll gezeichnet. Die Bilder veranschaulichen den Text und somit die Geschichte und laden zum Betrachten und Anschauen ein.
Fazit:
Ein wunderschönes Bilderbuch mit poetischem Text und liebevoller Geschichte.
Rezensionen von yellowdog:
Komplexe Novelle
Revolver Christi von Anna Albinus
Obwohl als Novelle konzipiert hat Revolver Christi einen komplexen Ansatz.
In einer Kathedrale im Jahr 2018 fällt ein Schuss!
Icherzähler ist ein Kommissar, damit wird es zum Teil zur Kriminalgeschichte.
Jedoch seine Familie scheint in die mysteriösen Vorfälle um eine Tatwaffe, die als Reliquie ausgestellt wird, involviert zu sein.
Die Novelle lebt von ihren spektakulären Ideen, die brisant genug sind und Glaube und Gewalt behandelt. Die Schriftstellerin Anna Albius ist Theologin und behandelt das Thema auf Niveau. Hinzu kommt eine stilistische Brillanz, die auffällt. Der Text enthüllt auch bis zuletzt nicht seine Rätselhaftigkeit.
Erschienen ist das Buch in der Edition.fotoTAPETA.
Rezensionen von brauneye29:
Inselflair
Mörderisches Kreta von Nikola Vertidi
Zum Inhalt:
Am bekannten Palmenstrand von Vai werden drei schrecklich zugerichtete Männerleichen aufgefunden. Sie gehören alle zur homosexuellen Szene und stammen aus wohlhabenden Familien. Gavalakis erhält einen Ermittlungsauftrag von höchster Stelle und schnell wird klar, dass die Ermittlung ein Drahtseilakt wird.
Meine Meinung:
Ich gebe zu, dass ich dieses Buch im Wesentlichen wegen des Handlungsortes gelesen habe und in dieser Hinsicht wurde ich auch nicht enttäuscht. Das Flair der Insel kommt sehr gut rüber und gerade wenn man die Insel kennt, erkennt man vieles wieder. Der Fall ansich war ganz okay, aber nicht mega spannend. Insgesamt habe ich mich aber unterhalten gefühlt.
Fazit:
Inselflair
Rezensionen von Harakiri:
Was kann ein Mensch aushalten?
Die vier Winde von Hannah Kristin
Was kann ein Mensch aushalten?
Texas 1934. Elsa Martinelli wuchs unter lieblosen Bedingungen auf. Als sie ihren Ehemann kennenlernt und auf dessen Farm zieht, ändert sich ihr Leben. Ihre zwei Kinder sind alles für sie. Nach zwei Dürrejahren verlässt Elsas Mann sie und die Kinder. Elsa kämpft weiter für den Erhalt der Farm, muss aber irgendwann einsehen, dass sie den Kampf verliert.
Aber auch in Kalifornien, dem Land, in dem Milch und Honig fließen, gibt es wenig Glück für Elsa und auch hier muss sie kämpfen.
Eine Frau auf der Suche nach Glück und Erfüllung für ihre Kinder. Ich weiß auch nicht: bei jedem Roman von Kristin Hannah bekomme ich Tränen in die Augen. Und dennoch – oder gerade deshalb – fiebere ich jedem neuen Buch von ihr immer entgegen. Ihre Geschichten sind jedes Mal so lebensnah und mitreißend, dass man sie gar nicht mehr aus den Händen legen mag.
Elsa ist eine starke Frau. Doch das merkt sie erst, als es fast zu spät ist. Mir war sie anfangs ein klein wenig zu angepasst und leichtgläubig. Erst als sie selbst Kinder hat, merkt sie, dass sie anpacken muss. Diese Wandlung hat mir sehr gut gefallen. Aber auch die Schilderungen des ganzen Elends, die Plackerei und die Kämpfe, die sie und ihre Kinder austragen mussten, das war vom Feinsten geschildert.
Eingebettet in die Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts, die Zeit der Ausbeutung durch reiche Landbesitzer und die Zeit der Dürre in Texas, mit jeder Menge Hintergrundrecherche, schreibt Hannah eine Geschichte, die sich genau so hätte zutragen können. Man lebt mit ihren Figuren mit und fühlt fast selbst den Schlamm unter den Füßen oder die Sandkörner im Gesicht.
Fazit: Ein sehr intensives und einfühlsames Buch, das einen vom Hocker reißt.
Rezensionen von yellowdog:
Frauen in L.A.
Diese Frauen von Ivy Pochoda
Der Roman hat einen ungewöhnlichen Stil, der auch die Gedanken der Protagonistinnen transportiert und der so intensiv ist, dass er den Leser gleich in die Handlung reinzieht.
Dorian Pankhurst lebt in Los Angeles und betreibt einen Fischimbiss. Vor einigen Jahren wurde ihre Tochter ermordet. Sie war eins der Opfer aus einer Reihe von ermordeten jungen Frauen.
Weitere wichtige Stimmen im Buch sind die Prostituierte Feelia, die Künstlerin Marella und die Tänzerin Julianna sowie die Polizistin Essie Perry.
Neben den Frauen ist Los Angeles die Hauptfigur des Romans und die Stadt wird im positiven und negativen gezeigt. Es ist sicher oft nicht einfach, da zu leben. Die Unruhen von 1992, die durch den Vorfall mit Rodney King ausgelöst wurden, sind nicht vergessen. Viele Menschen leben in einem Alarmzustand.
Ivy Pochoda schafft es, Formulierungen zu finden, die ein Gefühl für die Umgebung vermittelt. Das erzeugt auch eine entsprechende, dichte Atmosphäre.
Und bei ihr wirken auch die Menschen real und in ihrem Verhalten glaubwüridig. Das ist anders als bei vielen US-Amerikanischen Thrillern, die mehr mit Klischees arbeiten. Deswegen ist Diese Frauen für mich nicht nur ein Thriller sondern ein zeitgenössisches Porträt einer Stadt und ihrer Menschen. Der Roman ist anspruchsvoll und sehr lesenswert.
Rezensionen von Claudia R:
Fantasiereiches zeichnen
Kreaturenkritzelbuch von Thomas Hussung
Klappentext / Inhalt:
Ran an die Stifte und losgekritzelt!
Achtung, dies ist kein normales Kinderbuch! Denn in diesem Buch ist der Geist eines Künstlers gefangen – und nur wenn es gelingt, die Kreativität der Leserinnen und Leser zu wecken, wird er befreit. Klar, dass der Künstler sich alle Mühe gibt, sein Wissen zu vermitteln und uns zu inspirieren.
Er zeigt uns, wie man mit wenigen Strichen Monster, Elfen und andere Fantasiewesen malt. Er lässt uns nach Zahlen malen, um unseren Geist zu lockern. Und er verrät uns natürlich sämtliche hochgeheimen Künstler-Geheimtipps.
Einzigartiges Mitmachbuch vom Fantasiewesen-Experten Thomas Hussung!
Macht jedes Kind zum Profi-Zeichner!
Cover:
Das Cover ist bunt, detailreich und einfach wunderschön gestaltet. Es zeigt mehrere Skizzen und Zeichnungen und macht so auf das Buch und das Thema aufmerksam. Mehrere unterschiedliche Fantasywesen sind darauf zu entdecken und auch farblich und von der Optik macht das Cover so einiges her.
Meinung:
Hierbei handelt es sich nicht um eine Geschichte an sich, sondern ein Kritzelbuch. Die Einleitung allein ist schon herrlich. Um dem Künstler bzw. den Geist des Künstlers zu befreien, muss man diesen frei zeichnen. Doch wie? Man erhält hier zahlreiche Anleitungen zu vielen unterschiedlichen Fantasiewesen, magischen Kreaturen und vielem mehr und wird aufgefordert diese nachzuzeichnen.
Die Anleitungen sind gut erklärt, so dass man diesen sehr gut folgen kann. Schritt für Schritt wird hier jeder einzelne Zeichenstrich erklärt und man kann den Anleitungen sehr gut folgen, so dass nach und nach die Figuren entstehen. Bei etwas komplizierteren Wesen muss man sich schon sehr konzentrieren, oder auch etwas mehr üben, aber anhand der Erklärungen und Anweisungen bekommt man dies sehr gut hin.
Neben der Zeichenanleitung bleibt dann auf der Seite auch noch ausreichend Platz um seinen eigenen Entwurf im Buch zu verewigen. Und auch Informationen zu jedem der gezeichneten fantastischen Wesen bekommt man, um etwas genauer über diese magischen Wesen Bescheid zu wissen.
Am Ende gibt es dann auch noch einige Rätsel und Quiz und die Geschichte, die sich dahinter verbirgt wird hier auch nochmal sehr schön erzählt. Ein wenig mystisch und magisch und einfach richtig gut gestaltet. Ein Buch, dass sehr viel Freude und gute Unterhaltung bringt und man hier richtig viel Spaß daran hat.
Ein Kritzelbuch, das zum Zeichnen animiert, tolle Anleitungen dafür bietet und durch eine mystische, magische Hintergrund-Geschichte gut abgerundet wird.
Es lädt zum Mitmachen, Miträtseln und Mitmalen ein. Toll gestaltet, liebevoll durchdacht und genial aufgebaut. Alles in allem nicht nur für Malfans eine Bereicherung, sondern für jeden der mehr über Fantasywesen erfahren will und sich selbst mal am Zeichnen dieser ausprobieren möchte.
Fazit:
Ein Kritzelbuch, das zum Zeichnen animiert, tolle Anleitungen dafür bietet und durch eine mystische, magische Hintergrund-Geschichte gut abgerundet wird.
Rezensionen von Claudia R:
Aufräumen ist wichtig ...
Die Klamottenbande von Micha Rau
Klappentext / Inhalt:
Unaufgeräumte Kinderzimmer und die Angst vor Monster unterm Bett oder im Kleiderschrank. Das kann nun ein Ende haben. Mit diesem Buch schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn nicht die Monster im Schrank oder unter dem Bett sorgen für nächtliches Treiben im Kinderzimmer.
Es sind die Klamotten des Kindes. Und jedes Kleidungsstück hat seinen Lieblingsplatz.
Cover:
Das Cover wirkt sehr lustig und fröhlich. Anziehsachen mit Gesichtern sind darauf erkennbar. Sowohl Hose, Shirt, Mütze, Schal und sogar die Schuhe haben Mund , Nase und Augen. Es wirkt sehr lustig und bunt und erweckt auf jeden Fall das Interesse und die Neugier.
Meinung:
Niedliches Kinderbuch, mit wichtiger Botschaft dahinter. Auf liebevolle Art und Weise wird hier gezeigt, dass es wichtig ist seine Sache aufzuräumen.
Als Lenas Mama eines Tages krank im Bett liegt und Lena dann zu Bett geht und mal wieder ihre Anziehsachen nicht weggeräumt hat und alles verstreut im Kinderzimmer rumliegt, machen sich diese einfach selbstständig. Sie haben keine Lust mehr darauf, dass sie nicht ordentlich weggeräumt werden und verstreut im Zimmer herum liegen. Als die Klamotten verschwunden sind, macht dies Lena nachdenklich. Wird sie ab nun an, diese immer aufräumen? Wenn ihr mehr erfahren wollt, lest am Besten selbst, denn zu viel möchte ich hier nich nicht verraten.
Die Geschichte ist sehr liebevoll geschrieben und stimmt nachdenklich. Eine niedliche Idee, mit den Anziehsachen, die sich selbstständig machen. Gut durchdacht und liebevolle gemacht.
Der Text ist gut verständlich und lässt sich sehr angenehm lesen. Eine leichte und lockere Kurzgeschichte, die sich gut lesen lässt. Die Botschaft dahinter zeigt Wirkung und animiert dazu, besser aufzupassen und aufzuräumen. Auch auf Ordnung im Kinderzimmer und bereits bei den Kleinsten sollte geachtet werden und wird hier kindgerecht und altersentsprechend vermittelt.
Die Geschichte wird durch niedliche und fröhliche bunte Bilder unterstützt und veranschaulicht. Die Bilder sind sehr schön gezeichnet und geben den Text sehr gut wieder.
Eine niedliche und liebevolle Geschichte mit einer wichtigen Botschaft, die bereits die Kleinsten zum Aufräumen und Mithelfen animiert. Mir hat dies gut gefallen. Toll gestaltet und gut umgesetzt. Niedliche Illustrationen und verständlicher Text.
Fazit:
Eine niedliche und liebevolle Geschichte mit einer wichtigen Botschaft, die bereits die Kleinsten zum Aufräumen und Mithelfen animiert.
Rezensionen von ingrid78:
ein Highlight für Fantasy-Fans
Das Schwarze Lied von Anthony Ryan
Auf den zweiten Teil der Rabenklinge hatte ich mich schon sehr gefreut, endlich halte ich ihn in Händen. Das Cover ist ein Eyecatcher, passt perfekt zu den anderen Bänden. "Das schwarze Lied" setzt nahtlos an den vorigen Band "Das Lied des Wolfes" an, man sollte also zumindest den ersten Teil gelesen haben, am besten aber auch die Rabenschatten-Trilogie.
Im gewohnten bildhaften Schreibstil lässt Anthony Ryan Vaelin al Sorna weiter gegen die Stahlhorde kämpfen, insofern klar, dass es unglaublich viele Kampfszenen gibt. Kampfszenen, die detailliert beschrieben sind und fast wie ein Film vor dem inneren Auge ablaufen, actionreich und brutal.
Die Spannung ist auf hohem Niveau, so dass es unglaublich schwer fällt, das Buch zu pausieren. Neben den bekannten Charakteren gibt es natürlich auch neue Figuren, sie sind ebenso detailliert beschrieben und wirken lebendig. Mit hat der zweite Teil sehr gut gefallen, ein Highlight für alle Fantasy-Fans.
Rezensionen von Anna625:
Belanglos und ohne roten Faden
Der Panzer des Hummers von Caroline Albertine Minor
Ea, Sidsel und Niels - das sind die Geschwister Gabel, die sich mit der Zeit immer weiter auseinandergelebt haben. Der Roman spielt nach dem Tod ihrer Mutter und zeigt einige aufeinanderfolgende Tage aus den Leben der Protagonisten. Doch anders, als ich aufgrund des Klappentextes erwartet hatte, kommt es im Laufe des Buches nicht zur Aussprache untereinander, die Geschwister werden keinesfalls miteinander konfrontiert und müssen auch nicht "Stellung zueinander und ihrer Vergangenheit beziehen".
Vielmehr laufen ihre Leben weiterhin parallel nebeneinander her, mal gibt es leichte Überschneidungen, die aber nebensächlich bleiben. Vielleicht wäre das zu verzeihen gewesen, wenn das Geschehen denn spannend und die jeweiligen Handlungsstränge spürbar auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet wären - aber nein, sie zeigen tatsächlich einfach nur einen kurzen Ausschnitt aus dem Alltag der jeweiligen Figur und haben keine, zumindest keine für mich erkennbare, tiefere Bedeutung.
Was spürbar wird, ist die Unzufriedenheit aller drei Geschwister mit ihrer derzeitigen Situation: Ea spürt den Geist ihrer verstorbenen Mutter und möchte diesen nun mithilfe einer Seherin zum Loslassen bewegen. Niels schlägt sich mit schlechtbezahlten Gelegenheitssjobs und ohne festen Wohnsitz durch, Sidsel versucht, nicht die Balance zu verlieren zwischen ihrer fordernden Arbeit und ihrem Dasein als alleinerziehende Mutter einer kleinen Tochter. So herrscht im Roman eine eher negative, angespannte Grundstimmung vor, die im starken Kontrast steht zur spannungsarmen Handlung und der Tatsache, dass sich am Ende alles mehr oder weniger unverändert im Sande verläuft.
Doch neben Ea, Sidsel und Niels schenkt der Roman auch ihrer Mutter Charlotte, der Seherin Bee und deren Tochter Gehör, außerdem der Adoptivtochter von Ea, einer alten Freundin von Charlotte und weiteren Figuren. Wirkt unübersichtlich? Ist es auch, und so war ich wirklich dankbar für das Personenregister zu Beginn des Buches. Dennoch fiel es mir manches Mal nicht ganz leicht, den Überblick über die Figurenkonstellationen zu behalten - gerade weil es so wenig Interaktion zwischen ihnen gibt, dass man sich unweigerlich fragt, ob es nicht vielleicht besser gewesen wäre, die Personenzahl zu reduzieren und dafür dort dann mehr in die Tiefe zu gehen. Denn das Handlungsgeflecht, dessen schrittweise Entwicklung man vielleicht bei einer derartigen Zahl an unterschiedlichen Perspektiven erwarten würde, entsteht hier gar nicht erst, und so hatte ich beim Lesen leider immer mehr das Gefühl, eine Aneinanderreihung weitestgehend alleinstehender Schicksale zu lesen, die dann auch noch alle sehr oberflächlich bleiben und ziellos dahinplätschern. Eine Art roten Faden sucht man vergebens.
Hinzu kommt, dass für mich persönlich der Teil mit der Kontaktaufnahme zum Geist der Mutter im Jenseits vollkommen überflüssig war. Nicht nur, weil ich damit grundsätzlich nicht viel anfangen kann, sondern auch, weil es schlichtweg nichts zur eigentlichen Handlung (sofern man von einer solchen denn sprechen möchte) beiträgt. Ausnahmslos alle Haupt- und Nebenfiguren blieben in meinen Augen merkwürdig farblos, wirklich verstanden habe ich keine von ihnen, die meisten waren mir nichteinmal sympathisch. Vermutlich ist auch hier wieder die mangelnde Tiefe der Vielfalt an Perspektiven geschuldet - schade.
Die zwei Sterne gibt es für den Schreibstil, der mir im Grunde (bis auf ein paar Ausnahmen) gut gefallen hat, und einige (wenige) schöne und nachdenkliche Stellen. Zum überwiegenden Teil konnte ich jedoch weder mit der Handlung noch mit den Figuren viel anfangen, die Geschichte war mir zu zerstückelt, die einzelnen Stränge zu wenig - sprich, gar nicht - auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet. Die Hoffnung, dass am Ende vielleicht doch noch alles Sinn ergibt, hat sich leider nicht erfüllt, und so schlage ich das Buch am Ende verwirrt, enttäuscht und auch ein wenig erleichtert zu. Was die Autorin damit sagen wollte - ich weiß es nicht.











