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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katzenmicha:

Neue Krimireihe aus Hamburg

Der Bojenmann von Kester Schlenz; Jan Jepsen

In Hamburg ermittelt das Duo KommissarThies Knudsen und sie toughe Dörte Eichhorn mit ihrem Mops Güntjer einen Mörder,der seine Leichen ungewöhnlich platziert.Die hölzerne Kunstfigur Bojenmann auf der Elbe wurde durch eine besonders makaber hergerichtete Leiche ersetzt ,der Tote wurde plastiniert.

Knudsen und sein Team, die toughe Dörte Eichhorn und die Forensikerin „Spusi“ Diercks, sind ratlos.Der „Bojenmann“ nicht die einzige spektakuläre Fund,den nach der ersten Leiche folgt bald eine weitere kunstvoll hergerichtetes Opfer.Schon bald ist klar- ein Serientäter sucht Hamburg heim.Kommissar Knudsen tut schließlich das, was er immer tut, wenn er nicht weiter weiß,er fragt seinen alten Freund Oke La Lotse Andersen um Rat.Der ehemalige Lotse lebt direkt an der Elbe in Övelgönne, unweit vom Tatort, mit Elbwasser im Blut, kennt sich so bestens aus im Hafen der Hansestadt Hamburg.Und so bringt Oke La Lotse Andersen , KommissarKnudsen und sein Team schließlich auf die richtige Spur. Sie führt zu einem Mann, der seit Jahren verschwunden ist und einer internationalen Seemannsmission, dem Duckdalben.Hier scheinen alle Fäden zusammenzulaufen…..

Die Autoren Kester Schlenz und Jan Jepsen haben einen spannenden und bildhaften Schreibstil.Spannend wir der Krimi erzählt.Es ist ein Einstieg in eine neue Krimi-Reihe. Und wird immer wieder durch viele Informationen über Hamburg aufgelockert.Was mir sehr gut gefallen hat,gerne 4 Sterne und ich bin auf den nächsten Teil der Reihe gespannt.

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Rezensionen von liesmal:

Manchmal kommt alles anders

Kontur eines Lebens von Jaap Robben

Louis und Frieda sind viele Jahrzehnte verheiratet. Selbstverständlich, dass er seiner pflegebedürftigen Frau beisteht und hilft. So soll es auch bleiben. Doch manchmal kommt es anders. Plötzlich ist Louis nicht mehr da und Frieda zieht in ein Pflegeheim. Inzwischen ist sie 81 Jahre alt und erst jetzt stellt sie sich ihren Erinnerungen.

Der Autor Jaap Robben erzählt Friedas Geschichte in verschiedenen Zeitebenen. Wir lesen, wie sie heute ihre Tage verbringt, dass ihr Sohn Tobias und seine Frau ihr bei vielen Dingen helfen, und erfahren viel über Louis und ihre gemeinsame Zeit. Es war eine gute Zeit.
Doch es gibt auch die Jahre, die noch weiter zurück in die Vergangenheit führen. Diese Erlebnisse hat Frieda ganz fest in ihrem Inneren verschlossen und erst jetzt ist sie bereit, sich ihren Erinnerungen zu stellen und ihre Geschichte zu teilen.
Sie ist noch nicht mal zwanzig Jahre alt, als sie in den Sechzigerjahren mit Otto ihre erste große Liebe kennenlernt. Doch die Liebe steht unter keinem guten Stern. Otto ist verheiratet, Frieda wird schwanger. Undenkbar in der damaligen Zeit, ein Kind allein großzuziehen. Mit großem Einfühlungsvermögen gelingt es Robben, die Dramatik der Situation zu beschreiben. Nicht nur, dass Otto seine Frau nicht verlässt, muss Frieda die Erfahrung machen, dass sie von ihren Eltern verachtet wird und plötzlich ganz allein auf sich gestellt ist.
Auch wenn Frieda im Alter nicht ohne Ecken und Kanten ist, so ist sie mir dennoch ans Herz gewachsen. Ihre Geschichte und die ihres verlorenen Kindes hat mich zutiefst berührt. Das hat zum größten Teil Jaap Robben mit seinem lebensnahen, emotionalen und einzigartigen Schreibstil bewirkt. Er hat mit seiner Geschichte von Frieda Tendeloo eine Geschichte geschrieben, die stellvertretend für unendlich viele Frauen steht, die damals in derselben Situation waren und Ähnliches erleben mussten wie Frieda.

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Rezensionen von Dana:

Vermischung von Realität und virtueller Welt, 3.5 Sterne

Askendor – Spiel mit der Wirklichkeit von Silke Schellhammer

Auch wenn verschiedene Menschen so ihre Vorstellungen und Erwartungen davon haben, wie Florentine ihr Leben gestalten wird, weiß sie Fünfzehnjährige selbst noch nicht so richtig, was sie von ihrer Zukunft erwartet. Aber dass sie mal so intensiv in die virtuelle Welt von Askendor eintauchen würde, das hätte sie nun wirklich nicht gedacht.

Völlig fasziniert aber auch irritiert von der Erkenntnis, dass die Spielfigur Thosse von Baar Flo zu sehen scheint, obwohl diese vor dem Computer von Finn sitzt, fängt Flo selbst an, das Rollenspiel zu spielen. Zunächst heimlich, doch dann wird die Sache immer größer und sie zieht ihre Freunde ins Vertrauen, die ihr in der kommenden Zeit dann auch dabei helfen, mit all den unerwarteten Entwicklungen und anstehenden Herausforderungen umzugehen. Wer würde schon damit rechnen, dass der Thronfolger von Askendor plötzlich in ihrem Jugendzimmer auftaucht und was er für Probleme im Gepäck hat?

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der fünfzehnjährigen Florentine geschildert, wodurch man von ihr am meisten mitbekommt. Es gibt Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt, viel dreht sich aber auch einfach darum, was sie mit den neuen Erkenntnissen anfangen und wie es nun weiter gehen wird. Viele der anderen Charaktere bleiben dagegen eher etwas blass. Mit der Zeit erfährt man zwar auch von ihnen das eine oder andere, viel mehr erlebt man aber die Dynamik zwischen den Jugendlichen bzw. mit den Familienmitgliedern, so dass man sich dadurch ein Bild von ihnen machen kann. Neben Flo steht Thosse von Baar noch am meisten im Fokus der Geschichte, ganz greifbar mit jeder Facette wird er nicht, aber mit der Zeit bekommt man zumindest ein gewisses Gefühl für ihn. Umso mehr Flo ihn durchschaut, umso mehr lässt sie auch die Gefühle zu, die in ihr brodeln, wenn sie an ihn denkt oder ihn sieht. Hinter der finsteren Fassade steckt nämlich nicht nur ein Thronfolger, der viele Aufgaben und Pflichten hat, sondern auch jemand, der zu beschützen weiß und nett sein kann.
Gern mochte ich auch Flo in der Verbindung mit ihrer besten Freundin Paula. Die beiden waren irgendwie cool zusammen. Und auch die Familiendynamik ist jeweils eine völlig andere in der Familie von Paula und von Flo. Das zeigt, wie unterschiedlich das so sein kann und sorgt auch immer mal wieder für Momente zum Schmunzeln.
Ich mochte Flo als Protagonistin echt gern. Besonders ihre oft sarkastischen und ironischen Zwischenkommentare, die sich auch optisch durch die Kursivschrift abheben, haben mich oft zum Schmunzeln oder Lachen gebracht. Sie hat einfach eine herrliche Art, irgendwie lag sie mir einfach. Und ich glaube, es wird auch zahlreiche Jugendliche geben, die sich mit ihr oder ihren Gedanken und Problemen identifizieren können.
Vielleicht hätte sie früher gegen ihre Mutter „rebellieren“ können, sie lässt sich da einiges gefallen, sagt viel Ja und Amen und denkt sich dann still ihren Teil, den man als Leser dann eben oft mitbekommt, um nicht wieder Diskussionen zu provozieren. Sicherlich auch nicht völlig unrealistisch, dass Jugendliche Stress umgehen und eben zumindest augenscheinlich fügsam sind und bis zu einem gewissen Punkt dann doch ihr eigenes Ding machen. Am Ende bricht sie dann doch etwas aus ihren Fesseln aus, was ihre Mutter sehr irritiert, insgesamt wird das Thema aber dann schon ziemlich rasch abgehandelt.
Nichtsdestotrotz mochte ich die Dynamik in der Geschichte gern und vor allem die Art der Protagonistin, die mich gut mitgenommen und unterhalten hat. Auch wenn andere Dinge eben auf der Strecke blieben und einiges auch einfach nicht so viel Tiefe hatte, wie es hätte haben können.

Manche der Aspekte haben sich mir auch nicht endgültig erschlossen. Aber durch einen Laptop in eine Parallelwelt/Spielewelt zu springen, ist nun eben auch nicht ganz so realistisch. Manches habe ich dort dann einfach hingenommen, auch wenn es sich mir vielleicht nicht vollständig erklärt hat oder ich nicht sicher war, ob die gegebenen Erklärungen nun wirklich nachvollziehbar und umfassend genug sind. Einige Fragen sind für mich schon offen geblieben und manches wirkte nicht ganz vollständig durchdacht und aufgeschlüsselt. Das ist schade, weil ich denke, man hätte auf jeden Fall noch mehr rausholen können, noch mehr an Spannung, noch mehr an Tiefe, vielleicht auch hier und da noch etwas mehr Dramatik und Probleme. Trotzdem hat mir das Lesen Spaß gemacht. Der Stil ist flüssig und mitnehmend, immer wieder humorvoll und ein paar turbulentere Momente gab es auch. Askendor ist schon sehr anders als die Welt, in der wir leben. Manches wirkt eher mittelalterlich, es gibt aber auch phantastische Wesen und einige Errungenschaften und Fähigkeiten, die wir so nicht haben. Eine Mischung aus verschiedenen Rassen, die teilweise harmonisch miteinander leben, sich teilweise aber auch ausspionieren und bekriegen, übernatürlichen Wesen und Möglichkeiten und den Spielern, die vor ihren Computern sitzen und mimischen mit den Aufträgen, die sie erfüllen sollen oder den Schlachten und Herausforderungen, denen sie sich anschließen.
Ich mochte Askendor als Welt, auch wenn ich hier und da gern noch mehr darüber erfahren hätte. Auch wieso Thosse so ein Programmiergenie ist, hätte ich gern gewusst, wo es vor Ort keine Computer zu geben scheint, zumindest hat man keine aktiv gezeigt bekommen. Er ist in vielen Punkten schon ein ziemlicher Überflieger und nicht besonders irritiert, in der Menschenwelt anzukommen. Damit hätte man auf jeden Fall noch mehr spielen können oder besser erklären, wieso er es nicht ist.

Umso intensiver man darüber nachdenkt, umso mehr Punkte ergeben sich, die anderes vielleicht noch mehr aus der Geschichte rausgeholt hätten. Oder die eigentlich nicht ganz so glücklich gelöst sind oder gefehlt haben, um ein runderes Gesamtbild zu ergeben und einem auch die Figuren und die Entwicklungen noch näher zu bringen. Beim Lesen selbst hat mich manches davon aber nicht so sehr gestört, weil ich mich gut unterhalten und mitgenommen fühlte und ich dadurch auch nicht permanent alles hinterfragt habe, auch wenn immer wieder Dinge aufkamen, die sich nicht vollständig erschlossen.

Fazit
Eine Geschichte, die virtuelle und reale Welt miteinander verknüpft und dabei immer wieder für Herausforderungen sorgt und clevere Pläne notwendig macht. Es stecken einige kreative Ideen und zahlreiche sarkastische Kommentare zwischen den Buchrücken. Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht, ich habe Flo gern bei ihrem Abenteuer in Askendor und mit dem Thronfolger Thosse von Baar begleitet. Insgesamt fehlt dem Jugendbuch hier und da schon etwas an Tiefe und Erklärungen, manches wurde sehr zügig abgehandelt und verlor damit fast ein wenig an Bedeutung. Aus meiner Sicht hätte man noch deutlich mehr rausholen können, auch an Spannung. Aber mir hat die Dynamik in der Geschichte trotzdem gefallen und ich fühlte mich gut mitgenommen, trotz einiger Kritikpunkte hier und da.

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Rezensionen von rewareni:

Vorbei

Zerrüttung von Gerhard Loibelsberger

Auch wenn seine Frau Aurelia nicht mehr arbeiten müsste, genießt der pensionierte Ministerialrat und ehemaliger Oberinspector des k.k. Polizeiagenteninstituts Joseph Maria Nechyba seinen wohlverdienten Ruhestand am liebsten alleine in seinem Lieblingscafe Jelinek, wo er seine tägliche Arbeiter - Zeitung zu seiner Lektüre zählt.

Bis zu dem Zeitpunkt als sich im Jahre 1933 die politische Entwicklung in Österreich in eine gefährliche Richtung entwickelt und auch dass Hitler in Deutschland an die Macht kommt lässt viele davor zittern, was noch auf sie zu kommen wird.
In dem Roman ,,Zerrüttung“ lässt der Autor Gerhard Loibelsberger eine Zeit aufleben, die geprägt ist von Angst, Verzweiflung, Wut und Hoffnungslosigkeit.Textpassagen, die er mit originalen Zeitungsausschnitten eingefügt hat, lassen die ganze Geschichte noch intensiver erleben und man wird Zeuge, wie die Menschen damals immer mehr ihrer Rechte und Freiheiten beraubt wurden.
Besonders an dem Roman ist auch, dass Protagonisten aus der Familie des Autors eine tragische Geschichte zu erzählen haben. Diese Szenen sind geprägt von Hilflosigkeit und Wutausbrüchen, wo besonders der kleine Erich zu leiden hat. Hier hat der Autor als Fußnote eine Übersetzung aus dem Wienerischen eingefügt. Da in dem Roman viele Dialoge im Dialekt gesprochen werden, gibt es auch noch am Ende ein Glossar mit den Wiener Ausdrücken.
Wer sich für die Originalen Zeitungsausschnitte interessiert die in der Geschichte vorkommen, kann am Ende mit vielen QR Codes diese nachlesen.
Es ist ein eher ,,ruhiger“ Roman wo man sich keine Action oder großartige Spannung erwarten darf. Es ist ein eintauchen in eine Zeit wo man miterleben kann, wie die erste Republik langsam, aber sicher unter zu gehen droht, sowohl von korrupten und skrupellosen Politikern innerhalb Österreichs, als auch von außen, mit der Machtübernahme Hitlers und deren Folgen.
Man begleitet gemütlich Nechyba bei seinen täglichen Ausflügen ins Cafe wo man das Gefühl hat, dass hier die Zeit stehen geblieben ist und man das Flair von damals spüren kann. Wie gewohnt entführt er auch dieses Mal seine Leser in seine Küche, wo er das eine oder andere kulinarische Schmankerl zubereitet.
Das Ende hat mehrere traurige und berührende Überraschungen parat, mit denen man sicherlich nicht gerechnet hätte.

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Rezensionen von Nele33:

berührend

Paradise Garden von Elena Fischer

Das Erstlingswerk der Autorin Elena Fischer hat mich sehr berührt. beeindruckend und mit Tiefgang erzählt die Autorin die Geschichte der 14-jährigen Billie deren Leben sich durch einen schlimmen Schiksalschlag grundlegend verändert.

Gerade noch war der Sommer ganz nah und Billie freut unbändig auf den ersten und unerhofften Urlaub mit ihrer Mutter.

Billies Leben spielt sich in einer großen, düsteren Hochhaussiedlung ab. Sie und ihre Mutter haben nur das nötigste zum Leben und selbst mit den 2 Jobs der Mutter wird es zum Ende des Monats mit immer knapp bei ihnen zu Hause. Wie anders lebt da ihre Freundin. Dennoch ist Billie glücklich, ihre Mutter hat ihr von Klein auf andere und wichtigere Werte vermittelt als Konsum. Nur eine Frage beschäftigt Billie immer wieder, wer ist ihr Vater und warum weicht ihre Mutter diesem Thema immer aus. Als ihre Mutter plötzlich stirbt fasst Billie einen Plan und macht sich auf den Weg ihren Vater zu suchen.

Dieses Buch besticht durch seinen überaus atmosphärischen Schreibstil und transportiert Billies Umgebung und ihre Gefühle auf beeindruckende Weise.
Eine Geschichte die ans Herz geht und eine Protagonistin mit der ich mitfühlen konnte. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Birgit Hedemann:

Spurensuche

Simone von Anja Reich

"Ein Tag vor ihrem Tod rief Simone mich noch einmal an. Das weiß ich genau, denn ich hatte keine Zeit." Mit diesem Paukenschlag beginnt das Buch "Simone" von Anja Reich. Und dieser Satz hat mich auch gleich magisch angezogen. Simone hat sich das Leben genommen. Ist einfach so aus dem Fenster gesprungen.

Niemand hat vorher etwas geahnt oder hätte etwas ahnen können. Niemand? Zehn Jahre nach dem Tod ihrer Freundin Simone macht Anja sich nach Jahren der Sprachlosigkeit auf die Suche. Warum hat sich ihre Freundin das Leben genommen? Hätte Anja es verhindert können, wenn sie sich mit Simone getroffen hätte, so wie sie es sich in ihrem letzte Telefongespräch gewünscht hat? Anja macht sich auf Spurensuche. Sie spricht mit Simones Familie, mit ihren Freunden, mit Ärzten und Psychologen und liest Simones Tagebücher. Nach und nach entfaltet sich ein Bild dieser jungen Frau, die sich mit 27 Jahren das Leben genommen hat. Simone ist in der DDR geboren und aufgewachsen. Bis zum Fall der Mauer.
Mich hat das Buch gefesselt und sehr nachdenklich gemacht. Ich habe erst nach mehreren Kapitel kapiert, dass es sich nicht um eine fiktive Geschichte, sondern um ein reales Leben gehandelt hat. Ich dürfte ungefähr zur selben Zeit wie Simone das Licht der Welt erblickt haben, allerdings in der BRD. Zur Zeit des Mauerfalls habe ich in Berlin studiert und damals zahlreiche Ausflüge in den Ostteil der Stadt unternommen. Wer weiß, vielleicht waren Simone und ich zur selben Zeit in der Assel?
Und ich habe beim Lesen unheimlich viel erfahren über das Leben in der DDR und das Leben danach. Mir war nicht bewusst, dass damals so viele die Grundlage ihres Lebens verloren haben.
Der Schreibstil von Anja Reich hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Auch das Cover passt hervorragend zur Geschichte. Sehr gut gefallen hat mir auch der Schutzumschlag, der etwas stabiler als herkömmliche Umschläge sind.
Ein hervorragendes Buch, das von mir 5 Sterne bekommt!

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Rezensionen von Nele33:

solider Auftakt

Refugium von John Ajvide Lindqvist


"Refugium" des Autors John Ajvide Lindqvist ist der Auftaktband zu einer Thriller-Trilogie.

Julia Malmros ehemalige Polizistin und mittlerweile auch Autorin wird beauftragt den Folgeband der Millenium Reihe zu schreiben, nachdem die Reihe so ein wahnsinniger Erfolg war. Wer die Millenium Reihe kennt, weiß, dass die IT eine wichtige Rolle gespielt hat, aus diesem Grund bekommt Julia Kim Ribbing, seines Zeichen IT Crack und Hacker an die Seite gestellt.

Während der Arbeit an dem Buch in Julias Haus werden im Nachbarhaus die Gäste einer Mittsommerparty ermordet, nur eine Tochter der Gastgeber überlebt.
Julia und Kim fangen an zu ermitteln warum die Partygäte sterben mussten.

Die Protagonisten wurden ausführlich eingeführt und haben wie auch in der Millenium Reihe so ihre Traumen mit im Gepäck. Der Schreibstil war sehr gut zu lesen, doch durch die ausführlichen Beschreibung und einer gewissen detailverliebtheit blieb die Spannung an manchen Stellen leider auf der Strecke.

Das Buch wird als Thriller angepriesen, als diesen habe ich ihn aufgrund des fehlenden Spannungsaufbaus nicht empfunden.
Unterhalten hat mich das Buch und die Story jedoch so gut, dass ich auch den Folgeband lesen werde.
"Refugium" des Autors John Ajvide Lindqvist ist der Auftaktband zu einer Thriller-Trilogie.

Julia Malmros ehemalige Polizistin und mittlerweile auch Autorin wird beauftragt den Folgeband der Millenium Reihe zu schreiben, nachdem die Reihe so ein wahnsinniger Erfolg war. Wer die Millenium Reihe kennt, weiß, dass die IT eine wichtige Rolle gespielt hat, aus diesem Grund bekommt Julia Kim Ribbing, seines Zeichen IT Crack und Hacker an die Seite gestellt. Während der Arbeit an dem Buch in Julias Haus werden im Nachbarhaus die Gäste einer Mittsommerparty ermordet, nur eine Tochter der Gastgeber überlebt.
Julia und Kim fangen an zu ermitteln warum die Partygäte sterben mussten.

Die Protagonisten wurden ausführlich eingeführt und haben wie auch in der Millenium Reihe so ihre Traumen mit im Gepäck. Der Schreibstil war sehr gut zu lesen, doch durch die ausführlichen Beschreibung und einer gewissen detailverliebtheit blieb die Spannung an manchen Stellen leider auf der Strecke.

Das Buch wird als Thriller angepriesen, als diesen habe ich ihn aufgrund des fehlenden Spannungsaufbaus nicht empfunden.
Unterhalten hat mich das Buch und die Story jedoch so gut, dass ich auch den Folgeband lesen werde.

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Rezensionen von Mabla59 :

Frau und Mutter am Wendepunkt

Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe von Doris Knecht

In "Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe" lässt Doris Knecht sich die Ich-Erzählerin mit dem Älterwerden und den damit einhergehenden Veränderungen beschäftigen.
Die inzwischen erwachsenen Kinder ziehen aus und sie steht an einem Wendepunkt in ihrem eigenen Leben.

Die alte, zu große Wohnung muss gegen eine kleinere getauscht, viele Dinge aus dem alten Leben mit in das Neue genommen werden.
In Selbstbetrachtung setzt sie sich mit den verschiedenen Rollen, die sie in ihrem bisherigen Leben eingenommen hat, auseinander.
Als Mutter und Ehefrau und nicht zuletzt als Tochter und Schwester.
Doris Knecht erzählt bildhaft, witzig und mit einer gehörigen Portion Selbstironie der Protagonistin.
Kurze, knackige Kapitel machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen und das bunte, süße Cover ist DER Hingucker schlechthin.

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Rezensionen von Miro:

Die Weyward-Frauen

Die Unbändigen von Emilia Hart

Es scheint ein Fluch auf den Weyward-Frauen zu liegen, sodass sie immer wieder an Männer geraten, die ihnen nicht wohlgesonnen sind.

Da ist Altha im Jahre 1619, die in einer kleinen feuchten Zelle auf ihren Hexenprozess wartet. Ihre Mutter war bereits eine Heilerin und begann sich zu verstecken, vor der Wut eines Mannes, dessen Frau sie nicht heilen konnte, weil die Krankheit schon zu weit fortgeschritten war.

Jahre später (1942) lernen wir Violet kennen, die von ihrem Vater auf dem Gut festgehalten wird. Sie darf das Dorf nicht besuchen und hatte noch nie Kontakt zu gleichaltrigen, als die Familie Besuch vom unseligen Cousin Frederick bekommt. Dieser ist auf Fronturlaub und von der 16jährgen Violet ganz angetan.

Ihre Geschichte geht fast nahtlos über in Kate's Geschichte, die sich in einer erniedrigenden und gewaltsamen Beziehung befindet, der sie schließlich entfliehen kann, weil sie von Großtante Violet das Weyward-Cottage erbt. Erst dort beginnt sie aufzuatmen und ihre innere Stärke zu finden. Jahrelang wurde sie klein gehalten, jetzt besinnt sie sich auf ihr Erbe und beginnt Nachforschungen anzustellen.

Emilie Hart hat diesen Roman recht einfach strukturiert. In kurzen Kapiteln lesen wir in der immer gleichen Reihenfolge von Altha, Violet und Kate bis sich das ganze in eine lineare Geschichte fügt. Die kurzen Kapitel erhöhen den Lesefluss und halten die Leser*innen bei jedem Erzählstrang am Ball. Die Geschichte ist spannend, berührend und emotional. Ein bisschen magischer Realismus fließt mit ein, denn die Frauen haben alle eine besondere Gabe, der sie schlussendlich ihre Unabhängigkeit verdanken.

Ungerechtigkeit, Schuld und Selbstjustiz sind ebenfalls Themen, die diese Geschichte behandelt und diesbezüglich stimme ich nicht ganz mit der Autorin überein. Die Auflösung des Ganzen konnte mich nicht überzeugen, obwohl ich das Buch sehr gerne gelesen habe. Es hat mich gut unterhalten und ich empfehle es auch gerne weiter als spannenden Sommeroman ohne großen Mehrwert.

Da gute Unterhaltung in ansprechendem Stil geboten werden, vergebe ich gerne 4 Sterne!

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Rezensionen von Jule:

Mittelmäßig

Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel

Leider war "Der Trip" von Arno Strobel, für mich, nur mittelmäßig. Da bin ich wesentlich besseres von ihm gewohnt.

Der Thriller hat sehr spannend begonnen und ich war sofort im Buch drin, doch leider kam danach die Ernüchterung. Es passiert nicht viel und der Showdown wird, im Grunde, auf eine Seite beschränkt.

Die Auflösung generell, hat mich mit Ernüchterung zurückgelassen.
Sonst bin ich immer am mit rätseln und stelle Vermutungen auf, wer der Täter sein könnte, aber die Möglichkeit hat sich mir hier einfach nicht geboten.
Dazu kommen die Protagonisten, die im Laufe der Geschichte immer unsympathischer werden. Bis heute frage ich mich immer noch, wie es sein kann, dass Evelyn, aufgrund ihrer psychischen Verfassung, nicht beurlaubt wurde. Ihre Handlungen wiederholen sich im Grunde immer wieder. Zumindest ist ein immer wiederkehrendes Muster zu erkennen, was mich irgendwann sehr gestört hat.

Nichtsdestotrotz hat mir der Schreibstil wieder mal sehr gut gefallen. Er ist locker, leicht und sorgt dafür, dass man das Buch in kürzester Zeit beendet.
Auch die kurzen Zwischenkapitel, die die Geschichte des Mörders aufgreifen, wurden an den passenden Stellen eingesetzt.
Generell bietet die Thematik so viel Potenzial, sodass man viel mehr aus der Geschichte hätte rausholen können.

Festzuhalten ist also, dass es viel nicht genutztes Potenzial gibt und "Der Trip", auch aufgrund von anderen, oben genannten Faktoren, leider nur mittelmäßig ist.

Schade, ich habe mir mehr erhofft.

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