Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
Fuchsleben ...
Das geheime Leben der Tiere (Wald) - Stadt der Füchse von Vanessa Walder
Klappentext / Inhalt:
Zwei Füchse auf der Suche nach ihrem Zuhause
Der Wald ist wunderschön und voller Geheimnisse. Doch das Leben der Tiere dort ist auch gefährlich. Komm mit auf eine Reise unter die mächtigen Baumwipfel!
Der kleine Fuchs wird im Bau eines Dachses geboren, mitten im Land der Menschen.
Er spürt, dass er nicht hierher gehört. Doch irgendwo auf der Welt gibt es einen Ort, der für ihn bestimmt ist, davon ist er überzeugt! Ein Glück, dass er gut darin ist, Dinge zu finden: Mäuse, Käfer, Ideen ... So gibt er sich den Namen Finder und macht sich auf die Suche nach einem Zuhause. Vielleicht liegt es in der geheimnisvollen Stadt, in der es viele Füchse geben soll?
Cover:
Das Cover zeigt zwei Füchse, einer bereits auf einer Mauer in Richtung eines Hauses ausgerichtet und der anderer noch in der Natur. Es ist spannend gestaltet und auch der düstere bzw. dunklere Hintergrund macht eine spannende Atmosphäre aus.
Meinung:
Nach "die weiße Wölfen" und "König der Bären" ist dies bereits der dritte Band aus der Reihe "das geheime Leben der Tiere: Wald" von Vanessa Walder. Die Bücher sind aber alle unabhängig voneinander lesbar, da sie alle in sich geschlossen und eine jeweils andere Geschichte, mit einem anderen Tier im Fokus betrachten.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht ins Detail gehen, da ich hier nicht spoilern und nicht zu viel verraten möchte.
Der Schreibstil ist angenehm und locker lesbar. Man kommt schnell in die Handlungen und Charaktere hinein. Die Beschreibungen sind bildlich und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Die Geschichte ist spannend und interessant zugleich ausgebaut. Eine tolle Mischung aus Abenteuer, Spannung und interessanten Gegebenheiten der Natur. Man findet schnell in die Welt der Füchse hinein und dieses wird der Altersgruppe gut näher gebracht und auch ein Verständnis für Tierwelt und Natur geschaffen.
Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und auch die Gestaltung und Gliederung hat mir gut gefallen. Die Anfänge sind gut erkennbar und die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel dabei zu verraten.
Toll sind auch die wunderschönen schwarz-weiß Zeichnungen. Diese lockern das Schriftbild auf und den Gesamteindruck gut ab.
Alles in allem spannend, wunderschön und wissenswert. Mir hat die Geschichte der Füchse sehr gefallen und mich gut unterhalten. Man begleitet diese beim Lesen und taucht schnell in die Geschichte ein. Lesevergnügen und daher auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
Fazit:
Eine tolle Mischung aus Abenteuer, Spannung und spannenden Fakten zum Leben der Füchse. Tauch ein in ihre Welt.
Rezensionen von C. P.:
Nächste Stunde Gaunerkunde
Schule der Meisterdiebe von J. J. Arcanjo
Zwei Dinge gibt es in Gabriels Leben, worauf der 13-jährige sich verlassen kann: Seine Oma und seine flinken Finger. Als erfolgreicher Taschendieb sorgt er dafür, dass sie beide nicht hungern müssen. Immer mit dabei: Sein Glücksbringer, eine geschwärzte Münze und das Einzige, was er von seinen Eltern hat.
Bis er erstaunt feststellen muss, dass eines seiner Opfer ihn selbst reingelegt und ihm seinen Glücksbringer geklaut hat. Dafür hält er nun eine Einladung in Händen, welche Gabriel nach Crookhaven bringt: Einem Internat für Fälscher und Diebe mit dem Ziel, den wahren Verbrechern dieser Welt das Handwerk zu legen.
Mit Crookhaven ist dem Autor eine ausgefallene Schul-Idee gelungen. Über mehrere Schuljahre lernen die Kinder Fälschen, Täuschen, Schlösser knacken uvm. Dabei ist ein Teil der Kinder der Nachwuchs bekannter Fälscher und Diebe, während die anderen aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten aufs Internat eingeladen wurden. Schnell freundet Gabriel sich dort mit einigen Kindern an, die gemeinsam nicht nur eine große Aufgabe meistern, sondern auch einem Plan der geheimnisvollen Namenlosen auf die Schliche kommen.
Gabriel ist ein pfiffiger Junge mit dem Herz am rechten Fleck und seine Abenteuer machen einfach Spaß zu lesen. Die Mädchen und Jungen, mit denen er sich anfreundet, haben alle ihre Stärken und Schwächen und wie sie nach und nach zu einem Team zusammenwachsen und sich gegen Neider behaupten ist klasse und unterhaltsam beschrieben. Bereits nach wenigen Seiten mag man das Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen. Bin schon gespannt auf das nächste Schuljahr.
Rezensionen von PMelittaM:
Vermittelt viel Wissen über diese beeindruckenden Tiere
Elefanten von Angela Stöger
Elefanten sind beeindruckende Wesen, sie sind die größten Landlebewesen unserer Zeit, sind sanftmütig, können aber auch gefährlich werden, ihr Lebensraum ist wichtig für sie, sie aber auch für diesen, am beeindruckendsten aber sind wohl ihr Sozialverhalten und ihre Kommunikation.
Angela Stöger erforscht seit über 20 Jahren Elefanten, und vermittelt in diesem Buch sehr viel Wissen über die Tiere, ihre Abstammung und Morphologie, das Zusammenspiel mit ihrem Lebensraum, und ihr Leben miteinander.
Das sehr ausgeprägte Sozialverhalten und die Kommunikation untereinander, die nicht nur aus vielfältigen Lauten sondern auch aus Gerüchen und Gesten besteht, zeigt, wie hochentwickelt diese Tiere sind. Tatsächlich könnten sie sogar ein großen Anteil am Schutz des Klimas haben. Leider wird ihr Lebensraum immer kleiner, der Mensch breitet sich aus, und so kommt es immer wieder zu Problemen zwischen Mensch und Tier. Die Autorin zeigt deshalb auch Thesen auf, wie man diese Konflikte lösen bzw. zumindest minimieren, und damit nicht nur die Elefanten schützen könnte.
Hier bekommt man viel Wissen über Elefanten, viele verschiedene Themen werden auf anschauliche Weise angesprochen, illustriert wird das Ganze mit zahlreichen farbigen Fotos. Besonders hervorzuheben sind die QR-Codes, die zu Ton- und Videoaufnahmen führen, die im Buch angesprochene Themen veranschaulichen.
Wer sich für Elefanten interessiert oder sich einfach nur über sie informieren möchte, erhält hier ein auch für Laien gut lesbares und anschaulich gestaltetes Buch, das dennoch viel Wissen vermittelt. Unbedingt lesenswert!
Rezensionen von Bettina:
Rennpferde, Rennsport und Rassismus
Das Gemälde von Geraldine Brooks
Der Roman wird hauptsächlich von 2 Handlungssträngen bestimmt. Im 19. Jahrhundert, einige Jahre vor dem Bürgerkrieg in den USA, wird in Kentucky ein Pferd geboren, dass sich zu einem der berühmtesten Rennpferde entwickelt. Hier wird die Lebensgeschichte des Pferdes geschildert inklusive detailreicher Beschreibung des Ablaufs von Pferderennen.
Gleichzeitig wird das Spannungsfeld zwischen weißen Herren und schwarzen Sklaven thematisiert. Der Sklave Jarret, selbst noch sehr jung, ist schon bei der Geburt des Pferdes dabei und später für den Hengst Darley/Lexington verantwortlich. Damit handelt es sich thematisch durchaus auch um ein Geschichtsbuch.
Der andere Handlungsstrang spielt im Jahr 2019. Gleich mehrere Personen suchen nach Informationen über dieses Pferd. Ein (schwarzer) Kunststudent, Theo, der seine Doktorarbeit mit dem Thema Gemälde von Pferden im 19 Jahrhundert schreiben will und zufällig bei einer Art Sperrmüll ein altes Gemälde dieses Pferdes mitnimmt. Eine (weiße) Wissenschaftlerin, Jess, die sich am Smithsonian Institute mit Knochen von Tieren befasst und in Zusammenarbeit mit einer Wissenschaftlerin aus Großbritannien die Knochen und den Körperbau des im Museum befindlichen Skeletts desselben Pferdes untersucht um herauszufinden, warum gerade dieses Pferd eines der schnellsten seiner Zeit war. Beide treffen sich bei den Recherchen und es wird klar, dass auch nach Überwindung der Sklaverei immer noch tagtäglich Probleme zwischen schwarzen und weißen Menschen entstehen.
Der Titel des Buches ist ungenau gewählt, mir hätte die Übersetzung des Originaltitels „Horse“ deutlich besser gefallen, da die Gemälde des Pferdes eine eher untergeordnete Rolle spielen und mehr der Ergänzung dienen.
Die Beschreibungen sind detailliert und lebendig, das Buch lässt sich gut lesen ohne, dass es langweilig wird. Dafür sollte man sich entweder für Pferde oder für die Auswirkungen der Sklaverei (bis heute) interessieren, wenn man dieses recht umfangreiche Buch (mehr als 550 Seiten) mit Interesse lesen möchte. Streckenweise kann man es mit einem Sachbuch gleichsetzen.
Rezensionen von Daggy:
Ermittlungen im nördlichen Ruhrpott
Zechenhölle von Sylvia Sabrowski
Auch im dritten Band wird die Psychologie-Studentin Liesa wieder gefordert einen Mord aufzuklären. Eine Gruppe macht regelmäßig Foto von „Lost-Places“, dazu dringen sie unter anderem in stillgelegte Zechengelände ein. Hier ist die Zeit seit der Schießung stehengeblieben und so kann man hier besondere Motive finden.
Die junge Mutter Alina geht regelmäßig mit ihrer Kamera los, um Fotos zu machen. Als sie Liesa und Timo auf dem Zechengelände trifft, wird sie von einem Auto verfolgt. Da Liesas Oma zufällig Alinas Mutter kennt, ist Liesa gezwungen sich des Falls anzunehmen. Für alle scheint ein Selbstmord völlig unmöglich. Aber welche Geheimnisse gibt es wohl um Alina? Zusammen mit ihrem Computer besessenen Freund Timo versucht Liesa diese zu lüften und muss sich dabei immer wieder ihren eigenen Ängsten stellen.
Viele informatives zu Zechen und Urbexter gab es bei der Lektüre, gut beschriebene Gefühle und viel Spannung. Mehr kann man von einem guten Krimi nicht erwarten. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Teil.
Rezensionen von Tara:
Ein tief bewegendes Leseerlebnis
Endstation Malma von Alex Schulman
„Endstation Malma“ ist mein dritter Roman des Autors und Journalisten Alex Schulman und wieder einmal bin ich zutiefst berührt.
Die Handlung wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven geschildert, der von Harriet, Oskar und Yana. Sie befinden sich in verschiedenen Zeitebenen auf der gleichen Zugstrecke Richtung Malma und suchen nach Antworten.
Schon nach wenigen Sätzen wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen da mich der Schreibstil des Autors total gefesselt hat. Zunächst sind es Harriets Erlebnisse, die beim Lesen regelrecht schmerzen.
Mit seinem intensiven und klaren Schreibstil beschreibt Alex Schulman die Gedanken, Erinnerungen und Gefühle seiner Charaktere.
Nach und nach erfährt man immer mehr über die Familiengeschichte der Charaktere. Es sind traumatische Ereignisse, Verluste, Schmerz, Beziehungsprobleme und vieles mehr, was über Generationen hinweg weitergegeben wird.
Bisher ist mir kein anderer Autor bekannt, dem es gut gelingt den Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart über Generationen hinweg, gekonnt darzustellen.
Traumatische Ereignisse, die selbst für den der sie erlebt hat, oft nur schwer zu greifen und auszuhalten sind, werden mit ihrem Schmerz von den Eltern an deren Kinder und Enkel weitergegeben. Alex Schulman holt sie ans Licht und verbindet durch sie die Familienmitglieder generationsübergreifend miteinander.
Für mich war dies das dritte Buch von Alex Schulman und es ist wieder eines das nachwirkt, mich emotional berührt und aufgewühlt hat und mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Rezensionen von MarcoL:
Eine schonungsloser Roman über die Unterdrückung der Frauen in Albanien
Albanische Schwestern von Lindita Arapi
S.26: „In einem gottverlassenen Nest, wo zu dieser Zeit der einzige Wandel das Knospen und Welken der Blätter war, je nach Jahreszeit. Wo es sich für junge Frauen nicht gehörte, laut zu lachen, wo die Geburt eines Mädchens dessen Schicksal als minderwertiges Wesen besiegelte, ein Bewusstsein, das mit der Muttermilch eingesogen wurde und fortbestand als Existenz unter der Allmacht der Angst.
“
Dies ist eines jener versteckten Schätze in Buchform, die wesentlich mehr Aufmerksamkeit bekommen müssten.
Lindita Arapi, eine der bekanntesten Albanischen Autorinnen, erzählt über das Leben von Alba, einer jungen Frau aus einer Provinzstadt in Albanien. Sie geht schonungslos mit den bestehenden Strukturen von blinder Parteitreue zum Kommunismus und dem mehr als vorherrschenden Patriarchat ins Gericht. Ungeschönt, erbarmungslos wirft sie uns in den albanischen Alltag, beherrscht von großer Armut und dem unsäglichen System. Selbst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs bleibt ein Teil der Bevölkerung in der Indoktrination hängen.
Alba und ihre Schwester, welche vor dem „Mauerfall“ aufwuchsen, erfahren am eigenen Leib, wie es ist, sich auch nur im Ansatz gewissen Regeln zu widersetzen. Die Liebe der Eltern gilt dem Staat, aber nicht dem Nachwuchs, vor allem, wenn es nur Töchter sind. Für Pranvera, Albas ältere Schwester, war es noch ein wenig leichter. Aber Alba bekam immer zu spüren, wie unerwünscht sie war, weil sie nicht als der erhoffte Sohn das Licht der Welt erblickt hatte.
Unschöne Szenen (Triggerwarnung: Darstellung von körperlicher und seelischer Gewalt) aus ihrer Kindheit und Jugend hatten Alba traumatisiert.
S.103: „Prügel waren eine Erziehungsmethode. Wer dich liebt, schlägt dich, war die Rechtfertigung. Damit du als Mädchen noch braver wirst.“
Aus diesen inneren Kämpfen kam sie auch später nicht heraus. Sie verließ zwar ihre Heimat, ging nach Wien und heiratete. Aber die Schatten der Vergangenheit krochen immer wieder hervor, dimmten ihr eigenes Licht derart, dass sie sich immer mehr und mehr zurückzog und von ihrem Ehemann entfernte.
Ihr einziger Halt war die starke Verbindung zu ihrer Schwester. Das war in Albanien so, und auch, als Alba im Westen war. Dennoch drifteten irgendwann die Ansichten der beiden auseinander.
Als Albas Vater starb, ging sie zurück nach Albanien. Sie fand nur mehr alte Menschen und Verwahrlosung wieder, vom Leben zerstört.
Der Roman ist eine knallharte Abrechnung mit dem Regime, dem kommunistischen Fanatismus und vor allem dem vorherrschenden Patriarchat. Die Sprache ist geradlinig, die Szenen kommen in Rückblenden daher, und machen es einfacher, in Albas Welt einzutauchen. Die geballte Ladung an den frauenfeindlichen Strukturen kommen so Schritt für Schritt daher. Nichts wird beschönigt, ganz im Gegenteil.
Für mich war die Lektüre ein ergreifendes Erlebnis. Bisher wusste ich nicht viel von dem Land, und so nimmt Alba die Leser:Innen an die Hand und führt sie durch die unbarmherzige Geschichte einer der letzten Bastionen des europäischen Kommunismus.
Absolute Leseempfehlung für diesen tief schürfenden Roman – traut euch, kauft das Buch und lest es. Es lohnt sich allemal.
Was ich noch anmerken möchte: das Werk wurde durch Traduki gefördert. Ohne dieses Netzwerk wäre die literarische Vielfalt aus dem südosteuropäischen Raum wohl ziemlich eingeschränkt. Besonders Indie-Verlage schaffen es so, diese schriftstellerischen Kostbarkeiten uns näher zu bringen, und leisten aus meiner Sicht einen wertvollen kulturellen Beitrag.
Rezensionen von Claudia R:
locker, modern, charmant
Jungs müssen draußen bleiben! (Band 1) ... und trotzdem zieht das Chaos ein von Patricia Schröder
Klappentext / Inhalt:
Eigentlich ist die 13-jährige Hannah mit ihrem Leben ganz zufrieden: Mit ihren zwei besten Freundinnen Elif und Sophie wird es in der Schule nie langweilig und auch ihre kleine Schwester nervt bloß ein bisschen. Wären nur die Jungs in ihrer Klasse nicht so furchtbar doof! Als dann auch noch ein fremder Junge in Hannahs Kleiderschrank auftaucht und behauptet, ihr Zimmer wäre seines, ist es mit ihrer Geduld vorbei.
Sie gibt sich alle Mühe, Elias zu vertreiben, doch der erweist sich als ziemlich hartnäckig - und bringt damit reichlich Chaos in Hannahs Leben.
Aber was steckt denn überhaupt hinter Elias‘ mysteriöse Reisen durch den Kleiderschrank? Um dieses Rätsel zu lösen, muss Hannah sich auf ihn einlassen und mit ihm zusammenarbeiten. Je länger die beiden jedoch versuchen, ihr gemeinsames Problem zu lösen, desto weniger kommt es ihnen wirklich wie ein Problem vor ...
Cover:
Verspielt, detailreich und auch ein wenig chaotisch wirkt das Cover. Hier steht ganz deutlich der Titel im Vordergrund und die vielen kleinen Bildchen und Symbole wecken die Neugier und das Interesse. Der rosa Hintergrundton spricht dann in erster Linie Mädchen, die für das Buch gedachte Zielgruppe. Aber durch das grün hervorgehobene Wort "Jungs", sollten sich auch diese nicht davon abhalten lassen, das Buch zur Hand zu nehmen, auch wenn der Titel vielleicht was anderes sagt. Aber macht nicht gerade das auch neugierig.
Meinung:
Hannah ist 13 Jahre alt und das Thema Jungs spielt besonders in diesem Alter eine doch recht chaotische Rolle. Emotionen, Hormone und dazu noch eigenartige Situationen machen das Ganze nicht wirklich leichter. Und schon gar nicht, wenn plötzlich ein Junge im eigenen Kleiderschrank auftaucht.
Was es damit auf sich hat und wie Hannah damit umgeht erfahrt ihr im Buch und was sie noch so alles erlebt. Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück. Wer humorvolle, lockere Lektüre mag, ist hier genau richtig.
Der Schreibstil ist angenehm, modern und lässt sich gut und flüssig lesen. Es wird gut und bildlich beschrieben und man kann sich die Situationen und Handlungen leicht vorstellen. Man kommt schnell in die Geschehnisse und Charaktere hinein. Durch die Ich-Perspektive von Hannah kann man sich schnell und leicht in sie hineinversetzen. Hannah war mir schnell sehr sympathisch. Ihre Gedankengänge waren nachvollziehbar und gut beschrieben. Auch ihr Wesen entspricht dem Alter. Das Buch spricht vor allem Teenager an, welche sich hier und besonders auch in den Charakteren gut wiederfinden werden. Die Emotionen und Handlungen sind gut umgesetzt, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind sehr niedliche gestaltet und durch die kleinen Vogelsymbole stechen si auch gut hervor. Toll fand ich auch die Kapitelüberschriften bzw. Untertitel, die schon ein wenig verraten, was im Kapitel passiert, aber dennoch nicht zu viel Preis geben, sondern viel mehr die Neugier schüren und dadurch den Leser mehr und mehr ans Buch fesseln.
Die Geschichte selbst ist emotional, unterhaltsam und humorvoll. Auch das jugendliche Chaos wird altersentsprechend umgesetzt, beschrieben und toll verbildlicht. Eine moderne Lektüre, nicht nur für Mädchen ab 10 Jahren. Wundervoller Jugendroman, mit alltäglichen Themen aus dem Leben, aber auch Humor und Chaos kommen nicht zu kurz. Für gute Unterhaltung wird gesorgt
Fazit:
Lockerer Jugendroman mit Humor und Charme und jede Menge Esprit.
Rezensionen von Sophie H.:
Genussvoll
Der späte Ruhm der Mrs. Quinn von Olivia Ford
Jennifer Quinn ist 77 Jahre alt und seit fast 60 Jahren sehr glücklich mit Bernard verheiratet. Die beiden leben in einem kleinen englischen Dorf und genießen ihr Leben miteinander. Das Einzige, das dieses große Glück ein wenig trübt, ist die Kinderlosigkeit ihrer Ehe. Jennifers große Leidenschaft ist das Backen.
Ihr Bernard vergöttert ihre Backkünste. So teilen sie alles im Leben miteinander. Geheimnisse gibt es nicht. Oder doch? Jennifer bewirbt sich bei einer sehr beliebten Backshow im Fernsehen, ohne Bernard einzuweihen. Erst als sie genommen wird, beichtet sie ihm ihre Teilnahme. Doch das ist nicht das einzige Geheimnis, das plötzlich wie aus dem Nichts erscheint.
Für mich war dieses Buch das Lese-Highlight des Jahres. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und war dann am Ende so traurig, dass es schon ausgelesen war. Vielleicht braucht man gerade so ein Buch in einer Zeit, in der die Welt geradezu von einer Krise in die nächste schlittert. Dieses Buch schürt die Hoffnung auf eine bedingungslose, unendliche Liebe. Dieses Buch macht Appetit – und das nicht nur auf die Kuchen und Torten. Es stiftet dazu an, das Leben auch im hohen Alter noch einmal in die Hand zu nehmen, obwohl alle sagen, dass das Leben schon gelebt ist. Für Träume und ihre Verwirklichung ist es nie zu spät!
Schon das Cover ließ mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Es passt perfekt zum Buch. Jedes Kapitel hat als Überschrift ein Backwerk, das auch im jeweiligen Kapitel eine Rolle spielt. Der Schreibstil von Olivia Food ist leicht und locker, sodass man sich einfach zurücksinken lassen und das Buch genießen kann.
Rezensionen von SalMar:
Aufregende neue Entwicklungen
Die Seelenpferde von Ventusia, Band 2 - Wüstentochter von Jennifer Benkau
Endlich geht die Geschichte um Ventusia weiter: Diesmal lernen wir Mira kennen, die mit ihrer Schwester in einem Flüchtlingsheim in Deutschland lebt, als Damian und seine Freunde zum ersten Mal Kontakt zu ihr aufnehmen. Doch sie scheint furchtbare Angst vor Pferden zu haben.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, nach Ventusia und zu Fiona und ihren Freunden zurückzukehren, und mit ihnen gemeinsam auf die Suche nach dem nächsten verschollenen Mädchen für das große Rennen zu gehen.
Mira ist definitiv ganz anders als Fiona, aber deswegen nicht weniger interessant – im Gegenteil. Ihr Hintergrund lässt sie ganz anders mit der Situation umgehen, was auf jeden Fall für Spannung(en) sorgt. Aber auch in Ventusia gibt es aufregende neue Entwicklungen und als Leser darf man außerdem auch ausreichend Zeit mit Fiona verbringen, was schön war, da sie mir persönlich im ersten Band doch ans Herz gewachsen ist.
Alles in allem ist „Wüstentochter“ eine würdige Fortsetzung der schönen Reihe. Im Nu bin ich durch die Seiten geflogen und freue mich jetzt direkt auf den nächsten Band. Ich bin sehr gespannt darauf, was Jennifer Benkau noch so mit Fiona und ihren Freunden vorhat.











