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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LeserinLu :

Nette, kurzweilige Geschichte

Das Klugscheißerchen von Marc-Uwe Kling

Also eigentlich müsste der Schriftzug auf dem Cover „Das KLUGSCHEIßERCHEN“ heißen - schließlich gibt es seit 2008 auch ein großes ß und nach einem Diphthong folgt im Deutschen… Ja, ich weiß! Das hier ist eine Rezension und keine Lektion über die deutsche Rechtschreibung! Aber wer ist nicht manchmal gern ein Klugscheißerchen?
Genau darum geht es in dem neusten Kinderbuch von Marc-Uwe Kling: Theo und Tina aus der Bilderbuchfamilie Theufel lernen, nachdem sie sich am Abendbrottisch (wobei: Es gab gar kein Brot!) altklug geäußert haben, das Klugscheißerchen kann, dass ihnen beim Spielen erscheint und noch viel mehr besser weiß als sie.

Am nächsten Tag ist es weg - wie kann die Familie es zurückholen?
Ein bisschen hat mich die Familie in ihrer Kartoffeligkeit an Conny und ihre Familie erinnert, weshalb ich mich auch gefragt habe, ob eher Erwachsene und altkluge Kinder Freude an der Geschichte haben werden - schließlich kann man manche Witze und Anspielungen nur verstehen, wenn man z.B. weiß, welches Mädchen ein Pferd hochheben kann. Andererseits kann man vielleicht auch lachen, wenn man Familien wie die Theufels aus dem eigenen Umfeld kennt - und dann froh sein kann, dass die eigene Familie nicht so ist. Im Vergleich mit dem „Neinhorn“ fand ich die Geschichte insgesamt nett und kurzweilig, aber nicht so voller Fantasie und Sprachwitz wie das „Neinhorn“.

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Rezensionen von Danislesestube:

Sehr empfehlenswert

Es gibt ein Sterben nach dem Tod von Tatjana Kruse

Lange ist es her, dass ich bei einem Buch so viel gelacht habe. Witze übers Sterben gibt es genug und viele davon sind zum Totlachen und teilweise auch zum Fremdschämen. Anstatt diese stumpf zu wiederholen, hat sich die Autorin dazu entschieden, diese sinnvoll in die Handlung zu integrieren. Garniert mit ihrer ganz eigenen Vorstellung von einem Leben nach dem Tod bezogen auf dieses Genre.

Ohne großen Vorspann oder Vorstellungsrunde starten wir direkt ins Buch. Börnie ist bereits tot und wundert sich „nur“ darüber, dass sich ihr Körper etwas komisch und etwas zu leicht anfühlt. Bis zu dem Moment, als sie realisiert, welches Schicksal ihr widerfahren ist, vergehen ein paar Absätze. In diesen zeigte mir die Autorin bereits gut, wohin die Reise gehen könnte.

Zwischen ihrem Tod und dem Start der ersten Ermittlungen werden wir in die Welt von Schön Cosmetics eingeführt. Inklusive aller wichtigen Charaktere. Börnie selbst war mir direkt sympathisch. Sie nahm nie ein Blatt vor den Mund und ihre Kommentare sorgten bei mir für einige Grinser. Nur ihre optische Erscheinung deutet auf ihre ehemalige wichtige Position hin.

Auch ihre Partnerin und der später auftauchende übersinnliche Charakter wurden gut ausgearbeitet. Glücklicherweise agierten beide, wie auch unsere Protagonistin, selbstständig und trugen mit ihren Ideen und Herangehensweisen viel zum Fortschritt der Handlung bei. So etwas mag ich sehr.

Bis zum Ende des Buches hat es die Autorin geschafft, vom eigentlichen Ende inklusive Plottwist abzulenken und bis dahin ein spannendes Leseerlebnis zu bieten. Generell empfand ich das Zusammenspiel der Charaktere super gelungen. Ebenso die Beschreibung der weniger geliebten Individuen. Aufgrund der eher geringen Anzahl von Seiten und dem Verzicht von Leerläufen las sich das Buch recht flott und dank des lockeren Schreibstiles sehr angenehm.

Noch etwas zum Cover. Eines der wenigen Cover, die mir auf Anhieb ausgezeichnet gefallen haben und perfekt zum Thema passt. Farblich ein Traum. Zugegeben. Ich liebe es, wenn sich Autoren diesbezüglich austoben und etwas Anderes/Neues versuchen. Wer auch immer dieses kleine Kunstwerk entworfen hat, verdient ein großes Lob.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich dieses Buch nicht verstecken braucht. Trotz simplem Plot bot es sehr viel Inhalt.

Ich freue mich schon sehr auf die anderen Bücher aus dem Verlag.

Danke an die Tyrolia, die es möglich gemacht haben, dass ich dieses Buch lesen und vor allem entdecken konnte.

Überzeugt euch gerne selbst von „Es gibt ein Sterben nach dem Tod.“

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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

Kater Chaos - Au Backe, ein Hamster! von Katja Reider

Wir haben am Wochenende süße Katzenbabys bekommen und so ist das Thema Haustiere grad sehr präsent. Was läge da nicht näher als die Geschichte eines Katers, der ein neues Haustier neben sich akzeptieren lernen muss? Gerade darum geht es in diesem Buch. Denn Kater Pommes lebt nun schon länger in seinem "Rudel", wie er sagt.

Die Familie, also sein Rudel, besteht aus Mama, Papa, und zwei Kindern. Kater Pommes gehört Jonah. Nun will Jonahs Schwester Pauline unbedingt auch ein Haustier, einen Hamster. Und so kommt Hamster Mimi zur Familie, mit Luxushaus, rosa Hamsterrad und ganz viel Energie... blöd nur, dass Mimi kein Mädchen ist, wie der Verkäufer meinte ????. Und so erzählt das Buch die Geschichte einer Annäherung von Herrn Mimi und Kater Pommes und von ihren gemeinsamen Abenteuern.
Wir fanden die Geschichte toll. Sie ist einfach witzig und frech erzählt und bringt dadurch einen gewissen Pepp mit. Auch die Zeichnungen haben uns gut gefallen. Sie machen die Geschichte lebendig. Die Geschichte hat die eine oder andere unerwartete Wendung und bringt viel Schwung mit. Eine absolute Empfehlung von uns!

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Rezensionen von Herwig Oberlerchner:

Eine facettenreiche Frau

»Ich bin maßlos in allem« von Christine Lavant

Das neue Buch über Christine Lavant (1915–1973), geborene Thonhauser, verheiratete Habernig, mit dem Untertitel „Biographisches“, herausgegeben von Klaus Amann, wartet mit einer sorgfältigen und geschickten Zusammenstellung von Briefen, Textauszügen und Erinnerungen von Zeitzeugen und Mitmenschen Christine Lavants auf.

Das lange Zeit vorherrschende und vom Freund und Begleiter Lavants in den 60er Jahren, dem Psychiater Otto Scrinzi, geprägte Bild des depressiven und dichtenden Strickweibleins wird durchbrochen und wesentlich erweitert. Diese facettenreiche Frau wird chronologisch in ihrer Vielfalt dargestellt, als um das Weiter- und Überleben kämpfende Kind in bedrückendem sozialen Elend, die durchaus selbstbewusste Frau im Literaturbetrieb, als liebende und begehrende Frau in der Beziehung zu Werner Berg, als teilweise exzessive Verfasserin von Gedichten und Prosa und intensiv korrespondierende Briefeschreiberin, als resignativ trauernde, passiv erduldende und schließlich kranke und vor sich hin dämmernde, vorgealterte Greisin, als sich aus der Enge der Lebensumstände freischreibende Poetin ... Zwei Herzstücke: Erstmals ist die gesamte Krankenakte des Aufenthaltes von Christine Lavant im Jahr 1935 an der Landesirrenanstalt Klagenfurt zur Gänze nachzulesen und erstmals wird ein umfassender Einblick in den erst kürzlich freigegebenen Briefwechsel Berg-Lavant gegeben, Dokumente einer tiefen, zuletzt scheiternden Liebe.

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Rezensionen von Claudia R:

Powerfrauen ...

Sagenhafte Frauen von Jean Menzies

Klappentext / Inhalt:

Willkommen in der Welt der Göttinnen und Heldinnen!
Wie hat Scheherazade den König überlistet? Was hat es mit Pandora und ihrer geheimnisvollen Büchse auf sich? Dieses Buch lässt Kinder ab 10 Jahren in die Geschichten von über 80 mutigen Heldinnen, legendären Göttinnen und sagenumwobenen Frauen eintauchen.

Wunderschöne Illustrationen und atmosphärische Texte erzählen von starken Frauenfiguren aller Kulturen und entführen die jungen Leser*innen in die Welt der Sagen und Mythen
Inspirierende Geschichten von sagenhaften Frauen:
• Über 30 Mythen werden in diesem Kinderbuch stimmungsvoll und altersgerecht zum Leben erweckt
• Farbenfrohe Steckbriefe erzählen von den wichtigsten Göttinnen und praktische Erklärungen helfen bei der richtigen Aussprache der Namen
• Ein fantastisches Kennenlernen mit den weiblichen Vorbildern für bekannte und weniger bekannte Superheldinnen und Fantasy-Figuren wie Mulan
• Liebevoll gestaltet von Katie Ponder, preisgekrönter Illustratorin des Bestsellers „Griechische Mythen und Sagen“
Eine spannende Reise zu eindrucksvollen Frauenfiguren aus Mythologie und Religion.

Cover:

Das Cover zeigt verschiedene Frauengestalten und dies in einem Kreissymbol veranschaulicht dargestellt. Die Verzierungen und Gestaltung ist toll und beeindruckend gewählt. Die goldenen Elemente stechen dabei besonders hervor. Der schwarze Hintergrund lässt es mystisch, aber auch edel zugleich erscheinen.

Meinung:

In diesem Buch lernt man viel über verschiedene Kriegerinnen, Göttinnen, Mythologien und spannende Sagengestalten aus unterschiedlichen Kulturen und von der ganzen Welt. Hier erfährt man sehr viel über Mythen und Sagen von Frauen weltweit. Dies ist sehr interessant und spannend zugleich.

Inhaltlich möchte ich dabei jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details dazu bedeckt.

Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar. Viel wissenswertes wird hier verständlich vermittelt. Legenden und Geschichten, aber auch kurz zusammengefasste Fakten werden hier gut wiedergegeben. Einige Frauen und Göttinnen waren mir durchaus bekannt, aber viele Personen und Namen hatte ich noch nie gehört, was umso interessanter war.

Ich konnte hier sehr viel lernen und mitnehmen und fand es extrem spannend und auch richtig toll beschrieben.

Richtig gut fand ich auch die Gestaltung der einzelnen Seiten mit vielen bunten Illustrationen und Bildern und auch die Gestaltung und Gliederung hat mir sehr gut gefallen. Die Illustrationen halfen dabei sich die einzelnen Figuren vorzustellen und rundeten zugleich das Buch sehr gut ab.

Wissenswert und interessant, auf jeden Fall nicht nur ein Buch für starke Frauen, aber mit genügend Frauenpower.

Fazit:

Frauenpower und allerhand interessantes und wissenswertes über sagenhafte Frauen und Mythen auf der ganzen Welt.

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Rezensionen von Claudia R:

pferdestark ...

Die Seelenpferde von Ventusia, Band 2 - Wüstentochter von Jennifer Benkau

Klappentext / Inhalt:

Hinter den Winden, in einer anderen Welt, liegt Ventusia. Hier hat jeder eine magische Verbindung zu seinem Seelenpferd. Doch vor vielen Jahren wurden alle Mädchen von Ventusia in unserer Welt versteckt, um sie zu beschützen. Und seither suchen ihre Seelenpferde nach ihnen …
Vor Fiona und ihren Freunden liegt eine schwierige Aufgabe: Sie sollen ein Mädchen nach Ventusia bringen, das Angst vor Pferden hat.

Früher hat Mira Pferde geliebt, besonders die edlen Rennpferde ihrer Eltern. Doch seit sie aus ihrer Heimat fliehen musste, ist alles anders. Als ihr immer wieder ein Schimmel begegnet, den sonst niemand sehen kann, will sie am liebsten einfach weglaufen. Sie weiß nicht, dass sie in großer Gefahr schwebt und nur die Pferde von Ventusia sie beschützen können …
Die abenteuerliche Pferde-Fantasy-Reihe von Dein-SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau

Cover:

Das Cover zeigt ein Mädchen mit dunklen schwarzen Haaren und dahinter ein Pferd mit einer schwarzen Mähne. Optisch und farblich passt es sehr gut zusammen und auch der Wiedererkennungseffekt der Reihe ist hier vorhanden. Die Silhouette von Mädchen und Pferd ist toll gewählt. Ein schönes Cover, welches die Neugier weckt.

Meinung:

Dies ist der zweite Band der Seelenpferde von Ventusia Reihe. Man kann diese durchaus unabhängig voneinander lesen, einfacher ist es jedoch, wenn man den ersten Band bereits kennt, da einige Hintergrundinformationen enthalten sind. In diesem Band steht Mira im Vordergrund, aber auch die Charaktere aus dem ersten Band trifft man hier wieder. Fiona und Mira sind jedoch sehr unterschiedlich und dennoch beide sehr sympathisch.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details zum Buch zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und locker lesbar. Man kommt schnell in die Handlungen und Charaktere hinein und auch die Situationen sind bildlich und detailreich beschrieben, so dass man sich alles gut vorstellen und nachvollziehen kann.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind schön gestaltet und stechen durch die Verzierungen hervor. Toll ist auch die Karte zu Beginn des Buches, welche Ventusia zeigt und wodurch man sich die Welt auch noch besser vorstellen kann.

Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam geschrieben, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. Mir hat der zweite Band fast noch etwas besser als der Erste gefallen und hat auch so mein Interesse an den nächsten Bänden weiter geweckt.

Fazit:

Spannend, unterhaltsam, mit der richtigen Prise an Humor. Eine gelungner zweiter Band der Reihe.

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Rezensionen von Gavroche:

Mittelmäßig

Mord im Christmas Express von Alexandra Benedict

Das Cover in den weihnachtlichen Farben rot und grün stimmt zusammen mit dem Titel auf einen Weihnachtskrimi ein. Toll gelungen finde ich die Schienen, die sich um den Rand des Covers winden, der Zug in der Mitte und dann noch die Schneeflocken. Ein Cover, das sehr liebevoll gestaltet worden ist.
Ich habe mich also auf die weihnachtliche Reise gemacht, die mordsgefährlich wurde, denn wie schon das Cover verrät, wird es hier eine Menge Tote geben.

Welches Motiv wird wohl dahinterstecken und wer ist der Mörder?
Wegen eines Schneesturms bleibt der Zug stecken.
Das Buch lässt sich sehr viel Zeit mit der Vorgeschichte, es dauert lange, bis der erste Mord geschieht. Ich hatte hier eher einen cosy crime erwartet, aber dafür werden viel zu viele ernste Themen angesprochen, wie zum Beispiel Vergewaltigung. Da wurden bei mir einfach andere Erwartungen geweckt.
Auch die Auflösung fand ich dann nicht so raffiniert.
Eher Mittelmaß für mich, die ich hohe Erwartungen an das Buch hatte.

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Rezensionen von Jule:

Eine vampirische Freundschaft

Moon & Midnight - Die beste Freundin beißt man nicht von Katy Birchall

"Moon & Midnight" von Katy Birchall ist ein wundervolles Buch über die Freundschaft zwischen Maggie Moon, einem Mädchen, und Theodora Midnight, einer Vampirin. Doch bei Theodora gibt es eine Besonderheit. Sie ist Vegetarierin und ernährt sich nur von Rote-Beete-Saft! Zusammen bilden beide ein super Team, bis ihre Freundschaft auf die Probe gestellt wird.

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Katy Birchall ist es gelungen mit Maggie und Theodora zwei Protagonistinnen zu erschaffen, die auf ihre Art einzigartig sind und doch mehr Gemeinsamkeiten haben als man denkt. Beide zeigen, dass man auch mal über Vorurteile hinwegsehen muss um eine wundervolle Freundschaft zu schließen. Doch nicht nur die Beiden haben mir gut gefallen, auch die anderen Protagonisten waren sehr authentisch und haben die Geschichte sehr bereichert. Genauso wie die Vignetten, von Alexandra Helm, zu Beginn eines jeden Kapitels, die das Gesamtbild des Buches noch harmonischer gestalten.

Des Weiteren sorgt der humorvolle Schreibstil dafür, dass man immer ein Schmunzeln auf den Lippen hat, denn wer kann bitte einer kleinen, fluffigen Fledermaus widerstehen? Ich definitiv nicht.
Es hat einfach Spaß gemacht, die Geschichte von Maggie, Theodora und ihren Freunden zu verfolgen, auch wenn manche Szenen sehr schnell vorüber gingen und ich gerne an manchen Stellen mehr gelesen hätte.

Nichtsdestotrotz ist "Moon & Midnight" eine wirklich gelungene Geschichte, die perfekt in den Herbst und die Halloween-Zeit passt.
Ich freue mich auf den zweiten Band und weitere Abenteuer!

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Rezensionen von Gavroche:

Eher eine Fortsetzung von Flame & Arrow

Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen von Sandra Grauer

Das Cover ist wunderschön und vor allem der farbige Buchschnitt führt die Motive des Covers weiter.
Schade, dass nicht bereits im Klappentext daraufhin gewiesen wird, dass es sich hierbei eher um eine Fortsetzung der Reihe Flame & Arrow handelt. Dies wird erst im Vorwort erläutert bzw. steht dort, dass dieses Buch wieder im selben Universum spielt, wie auch bereits Clans of London.

Diese Reihe habe ich gelesen, von Flame and Arrow nur den ersten Teil. Hier ist die Verbindung größer als zwischen Clans of London und Flame and Arrow.
Auch hier stehen Hexen und Drachen im Vordergrund und leider spielt La Catrina gar nicht eine so große Rolle wie ich dachte.
Ich mag diese Welt und der Schreibstil ist auch wieder flüssig, aber es gibt gefühlt sehr viele Hauptpersonen und der Kult um La Catrina hätte so viel mehr zu bieten gehabt.

Ich denke, ich werde den zweiten Band von Flame and Arrow lesen, bevor ich die Fortsetzung von Flowers and Bones lese - auch wenn ich hier schon gut gespoilert wurde.

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Rezensionen von alekto:

Ungewöhnliche Kombination aus Rätselbuch und Mystery-Thriller mit zu ambitioniertem Finale

Ingenium von Danielle Trussoni

Mike Brink wird von Dr. Thessaly Moses um einen Besuch der Anstalt nahe Ray Brook gebeten, in der sie als leitende Psychologin eines Frauengefängnisses für ihre Patientinnen verantwortlich ist. Ihr schwierigster Fall ist Jess Price, die eine junge, vielversprechende Schriftstellerin gewesen ist, bevor sie fünf Jahre zuvor wegen des brutalen Mordes an ihrem Freund Noah Cooke verurteilt worden ist.

Jess zeigt sich absolut unzugänglich, wenn sie Dr. Moses gegenüber hartnäckig jede Form der Kommunikation verweigert, seit diese die Stelle nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Vorgängers Dr. Ernest Raythe übernommen hat. Doch als Mike Jess dann endlich begegnet, spricht sie zum ersten Mal seit langem.

Mit Mike Brink hat Danielle Trussoni einen ungewöhnlichen Protagonisten für ihren Roman Ingenium ersonnen, der wegen seiner einzigartigen Fähigkeiten heraussticht. Vor seinem Unfall auf der Highschool schien Mikes Weg als Quarterback und Captain des Footballteams vorgezeichnet zu sein, dessen nächster Schritt darin bestanden hätte, mit einem Football-Stipendium aufs College zu gehen. Aber ein Schlag auf den Kopf veränderte Mikes Verstand derart grundlegend, dass er erst glaubte, verrückt geworden zu sein. Vom Neurowissenschaftler Dr. Trevers erhielt Mike die Diagnose des Savant-Syndroms und lernte dank dessen Unterstützung mit seiner neu gewonnenen Begabung umzugehen, die ihn weit besser Strukturen als andere erkennen lässt. Diese Identifikation von Mustern geht mit einem fotografischen Gedächtnis für Zahlen und mehr einher. Nach dem Studium der Mathematik am MIT hat Mike seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und sich aufs Erstellen anspruchsvoller Rätsel verlegt.
Der starke Einstieg in Ingenium hat mich als interessante Kombination aus einem Thriller mit Mystery-Elementen und einem Rätsel-Buch überzeugt. Dabei ist es Danielle Trussoni gelungen, das Triangulum, das Mike sich im Rahmen seiner Tätigkeit für die New York Times ausdenkt, die Codes, mit deren Hilfe er sich in verschlüsselter Form mit der sich im Gefängnis unter Beobachtung fühlenden Jess verständigt, prägende Rätsel aus jüngeren Jahren, über die eine Verbindung zu seiner Vergangenheit hergestellt wird, und deren Lösung erstaunlich flüssig in die eigentlich in diesem Roman erzählte Geschichte einzubetten. In diesem Kontext hätte ich einen separaten Anhang als sinnvolle Ergänzung angesehen, der sich mit den mathematischen Begriffen befasst, mit denen Mike in seinen Gedankengängen um sich wirft, wenn ihm eine sein Interesse weckende Zahl begegnet. Beispiele dafür wären die Definition der vollkommenen Zahl, des harmonischen Divisors, der Dreickszahl sowie der Stormer-Zahl und die Erläuterung von deren wesentlichen Eigenschaften.

Ingenium lediglich als Thriller einzuordnen wird dem spannenden Genre-Mix, den Danielle Trussoni in diesem Roman bietet, bei weitem nicht gerecht. Neben der Einbindung von Rätseln ist Ingenium um Mystery-Elemente angereichert, die sich etwa in den lebensechten Träumen von Mike zeigen, bald aber eher in Horror umschlagen. Dafür hat die Autorin erst im Frauengefängnis nahe Ray Brook, das in einem ehemaligen Tuberkulose-Sanatorium untergebracht ist, dann im Sedge Anwesen, das im Norden von Upstate New York gelegen ist, perfekte Kulissen gefunden. Für letzteres wird Jess nach dem Tod seiner exzentrischen Besitzerin Aurora Sedge zur Homesitterin, als sich dann bereits in der ersten Nacht die unheimlichen Ereignisse überschlagen.
Mike, der sich selbst nicht so recht zu verstehen scheint, ist für mich schwer greifbar gewesen. Vor seinem Unfall habe ich dessen Charakterisierung trotz der stereotypen Anlage als angehender Football-Star als gelungener empfunden, indem er da für mich präsenter gewesen ist. Im Hier und Jetzt hingegen ist Mike abgesehen von seinen besonderen Fähigkeiten, auf die er in der Wahrnehmung von außen reduziert wird, eher blass geblieben. Dafür hat Danielle Trussoni neben Mike wesentliche Nebenfiguren, die teilweise erst im weiteren Verlauf eingeführt werden, mit einer interessanten Hintergrundgeschichte ausgestattet, die in einzelnen Kapiteln des Romans eingeschoben wird. Dabei hat die Autorin ein gutes Gespür fürs Timing bewiesen, indem ihr Erzählrhythmus von einer ausgewogenen Balance zwischen Vergangenheit und Gegenwart geprägt ist, der nicht zu Lasten der Spannung geht.

Im Vergleich zum starken Einstieg und einem Mittelteil, in dem auf zwei zusätzlichen Zeitebenen, die um abgründige Horror-Elemente angereichert sind, ein unerwartet düsterer Ton angeschlagen wird, ist das letzte Drittel von Ingenium deutlich schwächer ausgefallen. Das liegt wohl darin begründet, dass Danielle Trussoni in der ambitionierten Auflösung ihres Romans zu viel auf einmal wollte, ohne dass sich dessen unterschiedliche Komponenten zu einem stimmigen Ganzen zusammengefügt hätten. So ist die Autorin auf die Integration neuer resp. aus heiterem Himmel wieder auftauchender Nebenfiguren angewiesen, für deren Erscheinen wenig plausible bzw. zu konstruiert wirkende Erklärungen herhalten müssen, damit diese Protagonist Mike ihre Hilfe zukommen lassen können. Auch gestalten sich im Schlussteil die Übergänge zwischen den verschiedenen Handlungssträngen, die im Wesentlichen aus der Lethargie bestehen, mit der Mike auf seine durch die permanent angespannte Situation bedingte Überforderung reagiert, nicht ansatzweise so fließend wie am Anfang. Als überzeugender hätte ich Ingenium empfunden, wenn Danielle Trussoni sich im Finale dafür entschieden hätte, die religiös-esoterisch angehauchte Mystery-Geschichte, die den Kern ihres Buchs bildet, konsequent zu Ende zu erzählen. Auch hätte Ingenium gut getan, wenn die Autorin auf alles, was dessen Tempo ausbremst, verzichtet hätte. Dazu gehören die ausufernden Zweifel, mit denen Mike und eine zentrale Nebenfigur ihr Handeln zu hinterfragen beginnen. Zudem wäre, was für die Fortsetzung von Ingenium benötigt wird, besser auf sein absolutes Minimum zu reduzieren gewesen, um nur am Rande behandelt zu werden und den Fokus nicht in unnötiger Weise von den wesentlichen Punkten dieses Romans und der dabei aufgebauten Spannung abzulenken.

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