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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sheilo:

Meine Kinder lieben es

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und das Lebkuchenwunder von Tobias Goldfarb

Im Buch "Spekulatius der Weihnachtsdrachen und das Lebkuchenwunder" ist eine wunderschöne weihnachtliche Geschichte, die auf 24 Kapitel aufgeteilt ist und so wunderbar als Adventskalender genutzt werden kann. Der Verlag gibt eine Altersempfehlung von 6Jahren an, aber es kann auch schon ab 4 Jahren vorgelesen werden.

Meine Zwillinge wären auf jeden Fall sehr begeistert (4,5 Jahre).
Matilda, Mats und Specki, der süße kleine Weihnachtsdrache, möchten zusammen die kleine Bäckerei "Zucker & Zimt" retten. Damit beginnt ein kleines Abenteuer rund um ein geheimes Rezept.
Neben der wundervollen und kindgerechten Geschichte sind im Buch auch tolle Rezepte enthalten, welche einfach gestaltet sind und somit zusammen mit den Kindern eine tolle Idee für die Weihnachtsbäckerei sind.
Die Illustrationen schließen sich an das gewohnte Design der anderen Geschichten rund um Specki an. Sie sind wirklich süß gestaltet, die Farbauswahl ist wunderschön und nicht zu knallig und liebevolle Details können auf den Seiten entdeckt werden.
Meine Kinder sind von diesem Adventsbuch sehr begeistert. Das tolle ist, dass es im nächsten Jahr wieder gelesen werden kann. In meinen Augen ist es dieses Buch eine besondere Geschenkidee für alle Bücher begeisterten Kinder, im kleineren Alter zum Vorlesen und für Erstleser zum selbst Lesen.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Packender zweiter Band der isländischen Krimireihe um die Polizistin Elma

Verlogen von Eva Björg Ægisdóttir

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch hat "Verlogen", den neuen Kriminalroman der isländischen Autorin Eva Björg Ægisdóttir, veröffentlicht. Es handelt sich hierbei um den zweiten Band der preisgekrönten Krimireihe um die Polizistin Elma. Ich habe "Verschwiegen", den ersten Band der Reihe, mit großer Begeisterung gelesen.

Beide Bücher können sehr gut unabhängig voneinander gelesen werden, da sie unterschiedliche und in sich abgeschlossene Fälle beinhalten.

Kommissarin Elma und ihr Kollege Sævar werden zu einem Lavafeld in Westisland gerufen. In einer versteckt liegenden Höhle wurde eine weibliche Leiche gefunden, und es wird vermutet, dass es sich um die vor 7 Monaten verschwundene alleinerziehende Marianna handelt. Sie hinterließ ihrer 15-jährigen Tochter Hekla einen Abschiedsbrief, in dem sie um Verzeihung bat. Man ging damals von Selbstmord aus, ihre Leiche wurde nicht gefunden, die Ermittlungen bald eingestellt. Marianna nahm Antidepressiva, litt zeitweise unter Alkohol- und Drogensucht und vernachlässigte ihre Tochter, so dass diese seit ihrem dritten Lebensjahr immer wieder bei Pflegeeltern lebte. Seit Mariannas Verschwinden lebt das Mädchen ständig bei ihnen. Nun ist traurige Gewissheit, dass Marianna ermordet wurde.

Die Geschichte wird auf zwei Zeit- und Handlungsebenen erzählt. Im Hier und Jetzt begleiten wir Elma und  Sævar bei ihren Ermittlungen, auf der zweiten Ebene lernen wir die Ich-Erzählerin, eine junge Mutter, kennen, die ein Mädchen zur Welt gebracht hat und mit ihrer Situation überfordert ist. Die Entwicklung der Kleinen verläuft verzögert, spät lernt sie zu sprechen und zu laufen. Der Mutter fällt es schwer, eine Verbindung zu ihrer Tochter aufzubauen. 

Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, aber nach und nach gelingt es dem sympathischen Ermittler-Duo, Licht in das Dunkel zu bringen. Bereits damals nach Mariannas Verschwinden vernommene Personen werden wieder befragt, neue Erkenntnisse gewonnen und Mariannas Leben aus einzelnen Puzzleteilen zu einem Ganzen zusammengefügt. 
Es hat mir sehr gut gefallen, dass Elmas Privatleben und das ihrer engsten Kollegen wie im vorherigen Buch einen gewissen Raum einnimmt, ohne zu sehr zu dominieren.
Die Parallelgeschichte um die junge Mutter und ihre Tochter hat mich fast noch mehr gefesselt als der eigentliche Kriminalfall. Ich konnte mich in die Ich-Erzählerin hineinversetzen und ihre Probleme gut nachvollziehen. Das schwierige Mutter-Tochter-Verhältnis und die damit verbundenen Kämpfe haben mich erschüttert, ebenso die Ausgrenzung des Mädchens, als es größer wurde.

Auch das zweite Buch der Autorin hat mich von Beginn an gefesselt. Die Geschichte ist in schönem und klarem Sprachstil geschrieben und liest sich sehr flüssig. Die Spannung steigert sich kontinuierlich und bleibt bis zum überraschenden Ende auf hohem Niveau. Immer wieder legt die Autorin gekonnt falsche Fährten, mehrmals gibt es unerwartete Wendungen. Die Charaktere skizziert sie authentisch und bildhaft.
Das Personenregister am Ende des Buches finde ich im Hinblick auf die doch recht zahlreichen isländischen Namen sehr hilfreich.
Es hat mir große Freude bereitet, diesen ruhigen Krimi zu lesen, der ohne blutiges Gemetzel auskommt, und ich freue mich schon sehr auf den dritten und aller Voraussicht nach leider letzten Band der Reihe.

Absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von Lilli33:

Ein etwas anderer Krimi mit vielen Wendungen

Die mörderischen Cunninghams,2 Audio-CD, 2 MP3 von Benjamin Stevenson

Ein etwas anderer Krimi mit vielen Wendungen

Inhalt:
Die Cunninghams haben sich zum Familientreffen in einem abgelegenen Skiressort versammelt. Noch bevor Michael eintrifft, der gerade seine Haftstrafe wegen Mordes verbüßt hat, liegt die erste Leiche vor der Tür. Und dabei bleibt es bei Weitem nicht.

Ernest, seines Zeichens Krimiautor, nimmt die Ermittlungen auf, denn die Polizei kommt aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht durch.

Meine Meinung:
Was für eine Familie! Eine*r schräger als die anderen! So beginnt die Geschichte ganz gut. Dass wir von Ernest durch die Handlung geführt werden, der auch immer wieder darauf Bezug nimmt, wie man einen Krimi schreibt, fand ich ganz nett und zunächst lässt sich das ganz witzig an, doch mit der Zeit ermüdet das Prinzip.

Die große Anzahl von Personen machte mir beim Hören des Hörbuchs zuweilen Probleme. Es fiel mir anfangs recht schwer, den Überblick zu bekommen, wer nun mit wem wie verwandt, verschwägert oder sonst was ist.

Zudem springt die Erzählung zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft hin und her. Auch dies erleichtert das Zuhören nicht gerade.

Inhaltlich hat mir die Story aber ziemlich gut gefallen. Man kann toll mitraten, wird aber auch immer wieder auf eine falsche Fährte geschickt. Unzählige Wendungen sorgen dafür, dass man nicht zu früh auf die Lösung kommt.

Zudem liest Simon Jäger wirklich klasse. Seine Stimme empfand ich als sehr angenehm. Er verleiht den Figuren jeweils verschiedene Stimmen und bringt die Atmosphäre toll rüber.

„Die mörderischen Cunninghams: Irgendwen haben wir doch alle auf dem Gewissen“ ist der erste Band der Reihe. Der zweite folgt voraussichtlich im August 2024 unter dem Titel „Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig“.

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Rezensionen von S.:

Besonnen mutig sein

Dieses schöne Leben von Mikki Brammer

Die Ich- Erzählerin hasst Überraschungen. Neue Nachbarn in ihrem New Yorker Wohnhaus verstören sie. In Rückblenden erzählt sie vom frühen Tod ihrer Eltern und ihrem Aufwachsen beim Großvater. Kontakte meidet sie, aber ihre Aufgabe als Sterbe- Doula nimmt sie sehr ernst.
Was eine Sterbe- Doula ist, wusste ich bisher nicht.

Mikki Brammer erklärt, beschreibt und lebt diesen Beruf. Ich empfinde große Hochachtung und Anerkennung für diese schwere Arbeit, dieser Aufgabe gewachsen zu sein erfordert viel Einsatz.
Clover lässt den Leser an ihrer Kindheit und Jugend teilhaben. Einsam, Routinen liebend, hat sie wenig Anerkennung oder Liebe nach dem Tod ihres Opas erfahren. Sie ist sehr bedürftig in dieser Beziehung, merkt nicht, wenn sie ausgenutzt wird.
Sachlich werden ihre Hoffnungen, Erwartungen und Enttäuschungen geschildert. Dass das nicht ihr eigenes Leben bestimmen kann, merkt sie. Aber ob sie es ändern kann?
Das macht diesen Roman sehr realistisch, lebendig, mitnehmend.
Sehr gelungen.

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Rezensionen von nil_liest:

Einfach, aber sau gut

Vierundzwanzigsieben kochen von Tim Mälzer

Tim Mälzer war schon immer mein Held in der Küche. In der Tat war sein erstes Kochbuch „Born to Cook“ auch mein erstes Kochbuch und ich habe mich gerne damit in der Küche zu neuen Kochkreationen vorgewagt.
Nun ist er wieder mein Held, weil er mit „vierundzwanzigsieben kochen“ die Küche wieder erdet und den „Geschmacks-Lumump“ vor die Tür setzt um lecker, abwechslungsreich, aber bodenständig zu kochen.

Gespickt ist das ganze mit Kommentierungen aus dem Off von Thees Uhlmann.
Hier kommen etliche Klassiker vor. Also ein gutes Buch auch für die jungen Menschen mit Hightec, aber ohne Topf. Neben Chili Con Carne, Kartoffelgratin und Spagetti Carbonara sind natürlich auch ein paar kleine innovative Sachen dabei, wie Larb Gai oder auch Speckmarmelade.
Aber im Grunde genommen strahlt dieses Kochbuch aus: Lass die Kirche im Dorf und mach ein einfaches, solides und leckeres Essen bevor du dich mit einer 10km langen Zutatenliste unglücklich machst. Dafür ist unser aller Lebenszeit zu schade.
Gespickt mit netten Fotos vom Mälzer und seinem Essen. Auch hier wieder ohne Tamtam und einfach so wie es ist. Trotzdem appetitanregend und der Message: lieber auf Qualität achten statt fanzy!
Fazit: Schrecklich gut unangepasst lecker!

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Rezensionen von brauneye29:

Hat was

Threads of Power Threads of Power Reihe von V. E. Schwab

Zum Inhalt:
Im roten London macht sich Unzufriedenheit breit und das Gerücht geht um, dass ein Anschlag auf den König geplant ist mittels eines magischen Artefakts. Magierin Lila begibt sich auf die Suche nach den Attentäter und begibt sich unter anderem auch ins weiße und graue London und stößt auf die Spur einer Tüftlerin, die die Fäden der Magie manipulieren kann mit womöglich schlimmen Auswirkungen auf das Gleichgewicht der Welten.

Meine Meinung:
Ich kannte bisher nichts von der Autorin und so waren mir die scheinbar schon bekannten Figuren so gar nicht bekannt ider eben die Ereignisse und ich hatte schon etwas Bedenken, dass mir Vorwissen fehlen könnte, aber die Autorin schafft es, dass man der Geschichte ohne weiteres folgen kann. Ich fand die Geschichte ausgesprochen gut erzählt und die Figuren sehr gut ausgearbeitet. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, die nächsten Teile zu lesen oder hören. In diesem Fall hatte ich das Hörbuch und das war mal ne Herausforderung über 24 Stunden Hörbuch zu hören, aber da es sehr gut gelesen war, hat es trotz der Länge viel Spaß gemacht.
Fazit:
Hat was

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Rezensionen von begine:

Lesenswert

Eine halbe Ewigkeit von Ildikó von Kürthy



In ihrem Roman „Eine halbe Ewigkeit“ lässt die Autorin Ildiko von Kürthy, die Protagonistin aus dem Roman Mondscheintarif wieder aufleben.
Die Autorin hat einen witzigen sprudelnden Schreibstil.
Die Protagonistin Cora Hübsch ist jetzt 54 dreiviertel Jahre alt. Ihr letzter Sohn verlässt das Haus und sie ist deprimiert.

Sie st nicht zufrieden, mit dem was aus ihr geworden ist.
Teilweise kann ich sie ja verstehen, aber vieles ist mir fremd.
Dann hat sie noch ein schreckliches Geheimnis, das ihr Alpträume beschert.
Die Autorin beschreibt ihre Empfindungen grandios genau.
Ildiko von Kürthy besitzt eine besondere Begabung, mit dem Alter Coras und deren Begleiterscheinungen zu beeindrucken.
Teils macht das jede Frau mit.
Ich habe ein paar andre Romane der Autorin genossen, deshalb wollte ich dieses Buch auch wieder lesen.
Und es hat sich gelohnt.
Das Buch kann ich gerne empfehlen.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin GRETA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Telfs)

October, October von Katya Balen

Testleserin GRETA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Telfs)

Das Mädchen Oktober lebt mit ihrem Vater im Wald, und ich fand das total cool!
Aber dann kommt ihre Mutter, die sie verlassen hat, zu ihrem Geburtstag. Oktober und ihr Vater wollen zusammen auf einen Baum klettern, ihr Vater fällt aber runter und muss für längere Zeit ins Krankenhaus.

Dann muss Oktober zu ihrer Mutter in die Stadt ziehen. Am Anfang gefällt es ihr gar nicht, aber dann findet sie neue Freunde und sie merkt, dass die Stadt doch nicht so schlecht ist.

Das Buch war gut, aber manchmal fand ich es ein bisschen langweilig. Ich mag Abenteuer, und es gab einige spannende Momente, aber manchmal habe ich mich ein wenig gelangweilt. Die Geschichte von Oktober ist interessant, aber ich wünschte, es hätte mehr aufregende Teile gegeben.

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Rezensionen von Petra:

Berlin der 1920er Jahre

Lindy Girls von Anne Stern

Anne Stern führt uns in ihrem Buch in die 20er Jahre nach Berlin
Es gibt noch viel Not und Hunger. aber man versteht auch wieder ausschweifend zu leben . In Revuetheatern, Cabarets und Tanzlokalen wird ausgelassen Swing, Charleston oder Lindy Hop getanzt.
Stellvertretend für die Frauen dieser Generation, die ihr Glück suchen, lernen wir Wally, Thea, Alice und Gila näher kennen.

Die Choreographin Wally gründet eine Frauentanzgruppe und sie muss sich gegen die Macht der Männer durchsetzen. Auf der Straße wird sie auf Alice aufmerksam und gewinnt sie für die Gruppe. Die Sekretärin Gila, die davon träumt einen Roman zu schreiben, bringt ihre Freundin Thea zu Gruppe.
Die Autorin streift viele Probleme, wie Drogen, Arbeitslosigkeit, Judenhass.
Ich hätte mir eine tiefgründigere Auseinandersetzung mit einzelnen Problemen gewünscht.

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Rezensionen von dorli:

Nervenaufreibende Ermittlungsarbeit

Monster von Nele Neuhaus

Die 16-jährige Lissy Böhlefeld wird erdrosselt aufgefunden. Das Team vom K11 Hofheim übernimmt den Fall und hat dank einer DNA-Analyse schnell einen möglichen Täter im Visier: den vorbestraften Asylbewerber Farwad Mahmoudi. Doch der gebürtige Afghane kann nicht befragt werden, weil er spurlos verschwunden ist.

Ein weiterer Fall gibt den Ermittlern Rätsel auf: bei einem Verkehrsunfall auf einer Landstraße kommt ein Mann ums Leben, der bei eisigen Temperaturen ohne Jacke und barfuß im Wald unterwegs gewesen ist. Sein Körper ist mit üblen Bisswunden übersät. Es stellt sich heraus, dass der Tote für die Polizei kein Unbekannter ist - er hat eine Haftstrafe verbüßt, weil er bei einem illegalen Autorennen eine schwangere Frau getötet hat. Weitere mysteriöse Todes- und Vermisstenfälle lassen nicht lange auf sich warten…

„Monster“ ist bereits der elfte Einsatz für das Ermittler-Duo Pia Sander und Oliver von Bodenstein - der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.

Es begeistert mich immer wieder aufs Neue, wie vielschichtig und lebensnah Nele Neuhaus ihre Akteure beschreibt und deren Beziehungen zueinander schildert. Schon nach wenigen Seiten lief mein Kopfkino auf Hochtouren und ich habe wie gebannt das Geschehen verfolgt. Kaum haben Pia und Oliver mit ihren Befragungen im Mordfall Lissy Böhlefeld begonnen, habe ich gefühlt jeden aus dem Umfeld der 16-Jährigen in Verdacht. Familie, Nachbarn, Freundes- und Bekanntenkreis, jeder Einzelne wird von mir skeptisch und wachsam beobachtet. Es verblüfft mich immer wieder, wie die Autorin es schafft, dass ich in ihren Krimis von Anfang an derart mitfiebere und mitgrüble.

Die ereignisreichen Kriminalfälle - in denen man manches erahnen kann und vieles dann doch ganz anders kommt, als man denkt - stehen mit den spannenden Ermittlungen natürlich im Mittelpunkt des Krimis. Darüber hinaus hat Nele Neuhaus einige brisante Themen in die Handlung eingeflochten, die aus unserem Alltag leider nicht mehr wegzudenken sind. Es geht um Recht und Gerechtigkeit, Flüchtlingspolitik, Fremdenfeindlichkeit und Selbstjustiz. Themen, die nachdenklich stimmen, weil Dinge hervorgehoben werden, die in Politik, Justiz und Gesellschaft aus dem Ruder laufen bzw. bereits aus dem Ruder gelaufen sind.

Besonders gut gefallen hat mir, dass neben der Ermittlungsarbeit auch die privaten Angelegenheiten der Kommissare wieder eine Rolle spielen. Die zum Teil dramatischen Entwicklungen - Nele Neuhaus scheut sich nicht, ihre Protagonisten an den Rand der Belastbarkeit zu drängen - verleihen dem ohnehin schon lebhaften Geschehen noch zusätzliche Spannung.

„Monster“ hat mir sehr gut gefallen - ein vielschichtig angelegter Krimi, der mit einer abwechslungsreichen Handlung, nervenaufreibender Ermittlungsarbeit, unerwarteten Wendungen und einer aufwühlenden Thematik für spannende Lesestunden sorgt.

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