Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nuean:
Ein spannender und kurzweiliger Einzelband
Auden Hill University – How Far We Fall von Julia Pauss
Ich mag Geschichten rund um Universitäten, die voller Geheimnisse sind, deswegen haben mich Cover und Klappentext total abgeholt. Die Autorin kannte ich noch nicht, aber ich entdecke gern neue Autoren.
Ivy lebt ihren Traum, sie hat ein Stipendium an der begehrten Auden Hill University erhalten und freut sich auf ihre Studienzeit.
Allerdings haben es Stipendiaten an der elitären Schule etwas schwer, was sie am ersten Tag schon zu spüren bekommt, als sie auf Reed trifft. Als sie dann noch in ihrem Zimmer Hinterlassenschaften einer verstorbenen Schülerin entdeckt, versucht sie diesen Tod zu hinterfragen.
Von der ersten Seite an war ich mit Ivy mittendrin in der Auden Hill University. Ivy war mir sofort sympathisch, sie ist kämpft für ihre Träume und trägt ihr Herz auf der Zunge, ein bisschen weniger Neugier hätte ihr in manchen Situationen gutgetan, aber als angehende Journalistin gehört das unbedingt dazu. Auch Reed fand ich sehr spannend, düster und mürrisch, aber trotzdem konnte man von Anfang an die Funken zwischen ihm und Ivy fliegen spüren. Die Nebencharaktere sind auch sehr gut gelungen, allen voran Ivy´s Freunde.
Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Auch die Handlung fand ich spannend und überraschend. Es war von allem was dabei, Spannung, Intrigen und Romantik. Ich habe mich gefreut endlich mal wieder einen Einzelband zu lesen und konnte das Buch am Ende zufrieden zuklappen, obwohl ich von Ivy und Reed nicht genug bekommen konnte.
Fazit: Ein spannender und kurzweiliger Einzelband
Rezensionen von Nele33:
ein neuer Regler
Ohne Reue von Max Landorff
Ohne Reue des Autorenduos Andreas und Stephan Lebert, die unter dem Pseudomym Max Landorff die Regeler Reihe veröfffentlicht haben.
Der Regler ist zu meiner Freude zurück und mit ihm Kommissar Maler und dessen neuer Kollege Qualle. Gabriel Tretjak ist eigentlich ausgestiegen, trägt nun den Allerweltsnamen Miller und das Leben könne nun endlich ruhig sein, wenn seine Vergangenheit nicht so viele Menschen mit offenen Rechnungen ihm gegenüber zurückgelassen hätte.
Diese Vergangenheit holt ihn und auch Miller nun qualvoll ein. Die Story wird auf unterschiedlichen Ebenen und verschiedenen Handlungssträngen erzählt. Von daher ist es besser auch andere Bände des Reglers gelesen zu haben um ein Gesamtbild der Charaktere zu bekommen.
Das Thema hat es in sich, skrupellose Menschen versuchen Alzheimer auf grausame Weise zu heilen und schrecken vor Nichts, aber auch wirklich nichts zurück.
Ohne Reue ist ein spannender Thriller aus der Feder der Autoren und auch wenn die Wendungen teils verwirrend und die Ortswechsel zugeordnet werden müssen , kann ich den Thriller für spannende Lesestunden empfehlen.
Rezensionen von Nele33:
menschliche Abgründe
Einer von den Guten von Jan Costin Wagner
"Einer von den Guten " ist der dritte Band um den BKA-Ermittler Ben Neven und seinen Kollegen Christian Sander.
Es handelt sich hier um den dritten Band und es ist meines Erachtens für das Verständnis notwendig die vorherigen Bände gelesen zu haben.
Wie auch bei den ersten Bänden begeistert mich der Autor wieder mit seiner ungewöhnlichen Schreibweise, seiner Distanziertheit und dabei doch wieder die trefflichsten Charakterisierungen zu erschaffen.
Die Zerrissenheit von Neven, der privat alles andere einer von den Guten zu sein scheint, der seine Familie betrügt und hintergeht. Auf der einen Seite sucht er die Verbrecher, auf der anderen Seite ist er selber Täter.
Dies geht an die Nieren. berhaupt werden in dem Band Abgründe aufgetan, vor denen Menschen lieber die Augen verschließen.
Hier handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Kriminalromal, es ist Psychokost der allerfeinsten Güte, die der Autor hier geschaffen hat.
Rezensionen von rewareni:
Die geheimnisvolle 7
7 Tage von Joseph Lemark
Im beschaulichen Apulien passieren gerade in der Weihnachtszeit seltsame Selbstmorde von älteren Männern und auch sonstige unerklärliche Unfälle. Deshalb dauert es auch nicht lange bis Josef Vierziger vulgo Dottor Quaranta mit den ,,Ermittlungen“ beginnt. Bald stellt sich heraus, dass alle Opfer zuvor einen Brief mit einem Foto und der Zahl 7 als besonderen Hinweis bekommen haben.
Sein Spürsinn ist nun erwacht und keiner hofft, dass das organisierte Verbrechen dahinter steckt.
,, 7 Tage“ ist bereits der 6. Roman aus der Krimireihe rund um den sympathischen Josef Vierziger wo ihn der Autor Joseph Lemark bereits das dritte Mal in Apulien auf Verbrecherjagd schickt.
Wie immer ist es ein eher beschaulicher und emotionaler Krimi, wo Dottor Quaranta sich nicht aus der Ruhe bringen lässt und seine kulinarischen Gaumenfreuden dabei auch nicht zu kurz kommen dürfen.
Von Beginn an rätselt man mit warum sich jemand freiwillig umbringt und warum es alte Menschen auf einem Foto sind, die der Reihe nach aus dem Leben scheiden.
Ich habe ein wenig gebraucht um in die Geschichte zu kommen, da mir dieses Mal zu viele Namen und Personen waren, die in dem Roman vorkommen.
Es gibt lange Zeit keine wirkliche Spur auf den Täter und Quaranta hofft, dass nicht doch alle Menschen auf dem ominösen Foto sterben werden.
Mit Hilfe seiner Freunde und seiner Lebensgefährtin kommt er langsam aber sicher auf die richtige Spur. Das Schön an der Geschichte ist immer wieder wie menschlich der Ex Kommissar ist und er stets versucht anderen zu helfen.
Das Ende ist dann überraschend und emotional und zeigt, wie die menschliche Seele über viele Jahre leiden kann und schließlich am grausamen Schicksal zerbricht.
Am Ende findet man wieder ein paar kulinarische Schmankerln und italienische Ausdrücke sind in einem Glossar übersetzt.
Es hat wieder einmal Spaß gemacht Dottor Quaranta zu begleiten und ich freue mich schon auf ein neues Abenteuer von ihm.
Rezensionen von LeserinLu :
Trennungsroman
Between Us - Die große Liebe kennt viele Geheimnisse von Mhairi McFarlane
Die romantische Komödie "Between Us" von Mhairi McFarlane führt die Leser:innen durch die Trennungsgeschichte von Roisin und ihrem Partner, der als Drehbuchautor auf einmal intime Geheimnisse ins Fernsehen bringt. Die Handlung ist durchzogen von Verrat, Plot Twists und Neuanfängen. Leider fand ich persönlich einige der Plot Twists zu abrupt und konstruiert, sie hätten besser über den Verlauf des Romans vorbereitet werden können.
Die Einführung einiger Charaktere wirkte ebenfalls etwas plötzlich.
Es war außerdem frustrierend, dass Roisins Leben fast ausschließlich um Männer kreist, was mit der Zeit monoton wurde und nicht so recht zu ihrer sonst selbstbewußten Persönlichkeit passte. So lässt sich sich bis zum Schluss immer wieder von Männern von ihrer Sichtweise abbringen. Gerade die Episoden, in denen das eine weniger große Rolle spielte, z.B. in ihrem Alltag als Lehrerin, fand ich ansprechend und unterhaltsam. Als Lehrerin kann ich bestätigen, dass Schüler:innen bei Gossip tatsächlich wie "Möwen auf der Jagd nach Pommes" sind.
Trotz meiner Kritikpunkte muss ich sagen, dass die Autorin, Mhairi McFarlane, unterhaltsam und packend schreibt, sodass mich das durch den Roman gezogen hat und ich trotz allem gerne weitergelesen habe.
Rezensionen von Marie aus E.:
Kein guter Mann?
Kein guter Mann von Andreas Izquierdo
Walter ist Briefträger und legt sich mit jedem an. Seine Arbeitgeberin, die Post, hat die Nase irgendwann gestrichen voll und versetzt ihn in die Christkindfiliale in Engelskirchen. Ausgerechnet! Nachdem Walter die ersten Briefe im Namen des Christkinds aufgesetzt hat als Antwort auf Kinderbriefe, muss die neue Chefin einschreiten: das geht ja gar nicht.
Walter darf nur noch vorgefertigte Formulare eintüteln...
Ein Brief eines 10-Jährigen Jungens schafft es aber, Walters verhärtetes Herz zu erweichen und er spielt Gott. Was gut gemeint war, entwickelt eine Eigendynamik.
Das Buch ist bittersüß und spielt zur Weihnachtszeit. Das Eingangssetting mit den Kinderbriefen und den Antwortbriefen, die so tun, als ob sie von Gott wären, ist nicht neu, die Entwicklung, die das Buch dann aber nimmt, schon.
Wir erleben in Rückblenden mit, wie Walter wurde, wie er nun ist.
Und erlebend den Walter in der Gegenwart, der so gar nicht ist, wie seine äußere Hülle manchmal vermuten lässt.
Ein wunderschönes Buch, das aber nichts mit einem rührseligen heile-Welt-Weihnachtsgeschichtchen zu tun hat. Tragisch und nichtsdestotrotz passend im Handlungsverlauf bis zum Ende.
Dazu leicht lesbar geschrieben, ich habe die 393 Seiten an einem Abend ausgelesen.
Rezensionen von Ecinev:
Eiskalt
Im Herzen so kalt von Sandra Åslund
Im nordschwedischem Östersund wird ein bekannter Umeltaktivist im Wald von einem kleinen Mädchen aufgefunden. Um die örtliche Polizei zu unterstützen werden Maya und Pär aus Stockholm hinzugezogen. Das passt den beiden langjährigen Polizisten vor Ort gar nicht und die Stimmung wird frostig. Maya und Pär ermitteln in den lokalen Forstbetrieben wo sie den Täter vermuten.
Daneben geht es noch um Mayas Freundin Sanna die in Stockholm auf der Arbeit sexuell belästigt wird und kurzerhand ihre Koffer packt und zu ihrer Tante nach Östersund zu fahren. Gerade ihre Erlebnisse bringen die Ermittlungen auf eine neue Spur galt doch der Umweltaktivist als Frauenheld.
Während die Ermittlungen schleppend verlaufen, spitzen sich die Umstände zu und die Kinder geraten in Gefahr. Auch das Ende bietet eine eiskalte Verfolgungsjagd über die zugefrorenen Seen.
Der Schreibstil ist ruhig, der Spannungsbogen bleibt hoch. Allerdings hat das Buch auch etliche Längen. Ich bin gespannt auf weitere Abenteuer mit Maya und Pär.
Rezensionen von Krani:
Weltverbesserung im Alltag
Hab ich noch Hoffnung, oder muss ich mir welche machen? von Till Raether
Till Raether ist Journalist und Krimiautor. Ein hat bereits einen erfolgreichen Essay über Depressionen veröffentlicht. Nun also Hoffnung.
Unsere heutige Welt ist so komplex, dass man sich an vielen Stellen fragen muss, was es eigentlich nützt, wenn man sich engagiert. Wenn man zum Beispiel klimaneutral lebt oder vegan, hilft das wirklich irgendwem? Wenn man nichts bei Amazon bestellt und auch nichts bei Kik und Primark kauft, verändert sich deswegen irgendetwas?
Raether stellt Fragen, die sich heutzutage viele Menschen stellen.
Einfache Antworten gibt es nicht. Aber es gibt Hoffnung. Was das genau bedeutet, darüber denkt er hier ausführlich nach. Seine Quellen sind die Literatur (wie Emily Dickinson) und allgemein zugängliche Zeitschriften und Bücher. So gibt ein Vaclav Havel zugeschriebenes Zitat Anlass zum Nachdenken: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht sondern dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“
Die meisten Überlegungen hat man schon einmal irgendwo gelesen oder mit anderen ausgetauscht. Durch die persönliche Herangehensweise und die zahlreichen Anekdoten ist das Buch flüssig zu lesen, zumal es nicht lang ist und die Kapitel kurz sind. Es kann helfen, einige Fragen in ein realistisches Licht zu rücken. Neues bietet es nicht.
Rezensionen von Miro:
Was von uns bleibt
Das späte Leben von Bernhard Schlink
Martin ist 71 als er von seinem Arzt erfährt, dass er nur noch wenige Wochen zu leben hat. Einige davon werden auch noch gut sein, bevor er immer schwächer wird und die Schmerzen kommen.
Gemeinsam mit seiner deutlich jüngeren Frau überlegt er, was er seinem kleinen Sohn noch mitgeben möchte, denn er wird nicht erleben, wie dieser erwachsen wird.
Er leidet sehr darunter und versucht ihm noch ein paar schöne Erinnerungen zu bescheren. Gleichzeit weiß er, dass er vielleicht keine bleibenden Eindrücke hinterlassen wird, denn sein Sohn ist noch nicht mal sechs. Also schreibt er einen Brief.
Auch für seine Frau möchte er noch etwas tun und kommt so auf die Idee, ihren verschwundenen Vater für sie zu suchen. Diese letzte Abenteuer führt ihn zu einer letzten Erkenntnis und so verbringt er die letzten guten Wochen mit seiner Familie am Meer, ruht viel, genießt die Zeit die ihm bleibt und beginnt sich zu verabschieden.
Ein schwieriges Thema, dem sich Bernhard Schlink hier widmet. Einerseits ist es ein Geschenk, wenn man den Tod kommen sieht und seine Angelegenheiten noch regeln kann, andererseits ist es eine Aufgabe, der sich kaum einer gewachsen fühlt. Zum Glück gibt es hier diesen großen Altersunterschied, denn auch Martin hat sein Leben geführt und wird nicht all zu früh daraus entrissen. Das hat der Autor sehr geschickt eingefädelt. Er ist nicht mehr jung, hat aber trotzdem viel zu verlieren, weil sein Sohn noch so klein ist. So ist das Buch sehr traurig, aber es ist nicht so brutal. Der Fokus liegt dadurch mehr darauf, was man noch alles tun kann und welche Erkenntnisse man weitergeben kann und nicht auf dem Schmerz des frühen Verlustes.
Für mich als Leserin macht das einen großen Unterschied. So konnte ich die Zeilen, die Martin für seinen Sohn hinterlässt wesentlich mehr genießen. Die philosophischen Gedanken, die er an den Jungen weitergeben möchte, sind wirklich schön zu lesen. Menschen haben etwas zu sagen, am Ende ihrer Tage!
Rezensionen von Wetterfrosch:
Tobis kreatives Familienkochbuch
Kocht mit Checker Tobi - Meine Lieblingsgerichte, Mitmach-Checks und Checker-Fragen rund ums Essen von Tobias Krell; Gregor Eisenbeiß
Wir alle kennen Checker Tobi aus dem Fernsehen. Als Autor dieses Kochbuches erklärt er viele Details genau so tiefgründig und leicht verständlich, wie wir es aus seinen Sendungen gewohnt sind. Das gilt für Küchengeräte, Maße, Gewürze und grundsätzliche Regeln, die er auch von seiner Familie übernommen hat.
Mich freut es sehr, dass er im Buch auch seine Eltern vorstellt, denn gemeinsames Kochen und Essen prägt jede Familie und stärkt den Zusammenhalt.
Die Rezeptauswahl finde ich super. Von klassischen Lieblingsrezepten bis zu exotischen Gerichten wie das äthiopische Injera mit Wot, das ich bereits nachgekocht habe. Die Injeras sind dünne Teigfladen, die zusammen mit einer Art Linseneintopf gegessen werden. Ich kann dieses Gericht allen, die Linsen gerne essen sehr empfehlen.
Auch die südamerikanischen Empanadas habe ich nachgekocht und sie schmecken vorzüglich.
Alle Rezepte haben sehr übersichtliche Zutatenliste und eine Kochanleitung, die Schritt für Schritt erklärt, wie die Zubereitung gelingt. Zu jedem Gericht sind im Buch auch sehr appetitanregende Fotos.
Die vielen Erklärungen im Buch gefallen mir besonders gut. Themen, wie etwa der Kühlschrank richtig gefüllt wird, helfen Vorräte besser zu lagern. Dazu gibt es nette Bildchen und teilweise auch Fotos, die den Spaß in der Küche vermitteln. Das wird auch durch das inspirierende Cover mit Tobi in Aktion erreicht.
Ein rundum sehr gelungenes Kochbuch für die ganze Familie mit genialen Rezepten, vielen wissenswerten Informationen und mich begeistert vor allem auch die Freude am Kochen, die das Buch so positiv vermittelt.











